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Bruno Molitor
Verteilungspolitik in Perspektive. 1975. Sozialpolitik auf dem Prüfstand. 1976. Wissenschaft und Politik im Widerstreit. 1977. Lohnpolitik und Arbeitsmarkt.
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Person und Bedeutung
Bruno Molitor (* 9. Januar 1927 in Linz am Rhein; † 20. Juni 2019 in Würzburg) war ein deutscher Ökonom und ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren die Theorie der Wirtschaftsordnung und die Sozialpolitik. Er beschäftigte sich außerdem mit Wirtschafts-, Lohn- und Arbeitsmarktpolitik sowie Wirtschaftsethik. Durch verständlich geschriebene Beiträge in Magazinen und Zeitungen vermittelte er aktuelle Wirtschaftsthemen auch einer breiteren Öffentlichkeit.
Molitor war zudem Mitherausgeber des Hamburger Jahrbuchs für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.
Ausbildung und akademische Laufbahn
Molitor studierte Volkswirtschaftslehre zunächst in Mainz und ab 1950 in Tübingen. Dort schloss er sein Studium als Diplom-Volkswirt ab und wurde 1952 zum Dr. rer. pol. promoviert. 1964 habilitierte er sich in Hamburg und folgte anschließend einem Ruf für Volkswirtschaftslehre an die Akademie für Wirtschaft und Politik.
Zwei Jahre später übernahm er an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik. Dort leitete er das Institut für Verteilungstheorie und Sozialpolitik am Sanderring in der Sanderau. Von 1977 bis 1979 war er Dekan. Obwohl er Rufe anderer Universitäten erhielt, blieb er bis zu seiner Emeritierung 1989 an der Universität Würzburg.
Thematische Schwerpunkte der Veröffentlichungen
Molitors Veröffentlichungen behandeln zentrale Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Zur Verteilungspolitik gehören „Vermögensverteilung als wirtschaftspolitisches Problem“ (1965) und „Verteilungspolitik in Perspektive“ (1975). Mit Sozialpolitik und staatlicher Wohlfahrt befassen sich unter anderem „Sozialpolitik auf dem Prüfstand“ (1976), „Wohlfahrtsstaat“ (1982) und „Sozialstaat auf dem Prüfstand“ (1984).
Weitere Themen waren das Verhältnis von Staat und Markt, etwa in „Staatsversagen“ (1981) und „Macht es der Staat besser als der Markt?“ (1982), sowie Beschäftigung und Entlohnung in „Lohnpolitik und Arbeitsmarkt“ (1977). Die ethische Seite wirtschaftlicher Ordnungen behandelte er in „Die Moral der Wirtschaftsordnung“ (1980). Sein Lehr- und Überblickswerk „Wirtschaftspolitik“ erschien 2006 in 7. Auflage.