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Bericht (Informatik)

Ein Bericht (oder Report) ist in der Informatik eine durch ein Computerprogramm erzeugte, einheitlich strukturierte Darstellung von Inhalten aus …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und grundlegende Funktionen
  2. 2. Erstellung und Formen
  3. 3. Aufbau aus verschiedenen Zeilentypen
  4. 4. Anpassung zur Laufzeit

Begriff und grundlegende Funktionen

Ein Bericht oder Report ist in der Informatik eine durch ein Computerprogramm erzeugte, einheitlich strukturierte Darstellung von Inhalten aus Datenbeständen. Er kann in Papierform oder in beliebiger elektronischer Form vorliegen, zum Beispiel als Bildschirminhalt oder PDF.

Berichte werden häufig auch „Liste“ genannt. Sie können aus Teilmengen gespeicherter Daten bestehen. Eine solche Auswahl wird als Selektion bezeichnet; ein Beispiel ist ein Bericht, der nur Privatkunden enthält. Außerdem können Berichte nur bestimmte Datenfelder verarbeiten oder darstellen. Das wird als Projektion bezeichnet, etwa wenn Adressangaben einbezogen oder weggelassen werden.

Ein Bericht kann Zusammenhänge zwischen Daten sichtbar machen, zum Beispiel die Beziehung „Kunde > Wohnort > Bundesland“. Daten lassen sich außerdem zweckorientiert zu Gruppen mit passenden Überschriften und Summeninformationen zusammenfassen und/oder sortieren. Dadurch können Berichte Informationen nicht nur auflisten, sondern auch geordnet und verdichtet darstellen.

Erstellung und Formen

Grundsätzlich kann die Berichtsfunktion mit jeder Art von Computerprogramm programmiert werden. Für die gezielte Erzeugung von Berichten gibt es spezialisierte Hilfsmittel, sogenannte Reportgeneratoren. Sie werden von IT-Herstellern bereitgestellt und können gegebenenfalls proprietär, also herstellerspezifisch, sein. Häufig sind Reportgeneratoren Teil einer übergeordneten Softwareentwicklungsumgebung, die zusätzlich Programmiersprachen und ein DBMS (Datenbankmanagementsystem) enthält.

Berichte können eindimensional oder mehrdimensional gestaltet sein. Ein eindimensionales Beispiel ist eine Kundenliste. Ein mehrdimensionaler Bericht ist etwa eine Kundenliste, in der zu jedem Kunden auch die zugehörigen Bestellungen aufgeführt werden. Für solche unterschiedlichen Ebenen stellt die Report-Software Entwurfstechniken bereit, zum Beispiel Unterberichte.

Bei entsprechendem Design kann ein Bericht auch Formulare erzeugen, etwa Formulare mit Produkt- oder Kunden-Stammdaten. Der Begriff Bericht wird außerdem häufig als Synonym für Logdateien verwendet. Logdateien zeichnen systembezogene Ereignisse und/oder Befehle auf und speichern sie gegebenenfalls über einen begrenzten Zeitraum. Sie sind jedoch keine Berichte im hier behandelten Sinn.

Aufbau aus verschiedenen Zeilentypen

Die Informationen eines Berichts können je nach Bedarf nach verschiedenen Zeilentypen gegliedert werden. Zu diesen gehören:

  • Berichtskopf
  • Seitenkopf
  • Gruppenkopf
  • Detailbereich
  • Gruppenfuß
  • Seitenfuß
  • Berichtsfuß

Die Zeilentypen ermöglichen eine Unterscheidung zwischen allgemeinen Berichtsinformationen, seitenbezogenen Angaben, Gruppenüberschriften, einzelnen Detaildaten sowie Zusammenfassungen am Ende von Gruppen, Seiten oder des gesamten Berichts. Für diese Bestandteile können auch andere Bezeichnungen verwendet werden.

Anpassung zur Laufzeit

Wenn die Berichtssoftware geeignete Möglichkeiten bietet und der Programmierer sie beim Erstellen des Berichts eingesetzt hat, kann die Gestaltung in vielen Einzelheiten verändert werden. Die Anpassung kann zur Berichtslaufzeit, also während der Bericht erstellt oder ausgegeben wird, an individuelle Anforderungen und Wünsche erfolgen.

Typische Möglichkeiten sind:

  • Verschiedene Zeilentypen können ein- oder ausgeblendet werden, zum Beispiel Summenzeilen, hierarchische Gruppen oder Detailbereiche. So kann ein Bericht nur den Gruppenkopf_Kunde mit den Kundendaten anzeigen. Untergeordnete Daten wie Bestellungen lassen sich ausblenden, während ihre Summen weiterhin angezeigt werden.

  • Laufzeitparameter können für die Listenerstellung berücksichtigt werden. Beispielsweise kann ein Rechnungsdatum und/oder ein Rechnungsbetrag festlegen, ab wann eine rückständige Zahlung ausgewiesen wird. Ebenso kann die Ausgabe auf Kunden einer bestimmten Filiale, etwa Filiale X, beschränkt oder alternativ auf alle Kunden erweitert werden.

Damit solche Änderungen funktionieren, müssen die für den Bericht programmierten Anweisungen die benötigten Angaben abrufen. Diese können beispielsweise aus Bildschirmseiten stammen, die den Bericht aufrufen, oder auf andere Weise als Parameter eingegeben werden. Abhängig davon werden bestimmte Teile oder Objekte des Berichts aktiviert oder deaktiviert.

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