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Annedore Smith
Annedore Smith (* 5. August 1951 in Apolda/Thüringen) ist eine deutsche Journalistin. Von 1980 bis 1992 war sie Redakteurin und Moderatorin beim Londoner …
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Journalistin und Medienberaterin
Annedore Smith (* 5. August 1951 in Apolda/Thüringen) ist eine deutsche Journalistin. Sie arbeitete von 1980 bis 1992 beim German Language Service der BBC in London und anschließend bis 2010 als Redakteurin für die Nachrichtenagentur AP in Frankfurt am Main. Seit 2010 ist sie als internationale Medienberaterin und -trainerin in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.
Ihre beruflichen Themen waren internationale Politik, die Wende in Osteuropa und der DDR, Südafrika, die Folgen der NS-Zeit sowie Entwicklungspolitik. Daneben engagiert sie sich in Deutschland für Friedensarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.
Ausbildung und Arbeit bei der BBC
Nach dem Abitur studierte Smith Anglistik, Germanistik und Politische Wissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der University of Kent at Canterbury in England. 1977 schloss sie mit dem Magister Artium (M.A.) ab. Danach war sie unter anderem technische Übersetzerin in Canterbury und Birmingham, Englischlehrerin an der Frankfurter Volkshochschule und Assistentin in der Internationalen Abteilung der Deutschen Postgewerkschaft, die heute zu Verdi gehört.
1980 begann sie beim German Language Service der BBC in London. Dort arbeitete sie als Übersetzerin, Moderatorin der täglichen Zeitfunk-Sendung heute aktuell, Reporterin, Autorin und Producerin. Bis 1992 gehörte sie zu den prägenden Stimmen des Programms. Für die BBC berichtete sie 1990 in Berlin über die Volkskammerwahl und über die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit im Oktober 1990.
AP, Fortbildung und Entwicklungszusammenarbeit
Bei der Nachrichtenagentur AP berichtete Smith vor allem über Außenpolitik. Ihre Schwerpunkte waren das Vereinigte Königreich und das Commonwealth, der Nahe und Mittlere Osten sowie internationale Entwicklungspolitik. 1990 traf sie bereits für die BBC Nelson Mandela kurz nach dessen Entlassung aus dem Gefängnis bei einer Pressekonferenz in London; Südafrika blieb danach ein wichtiges Thema ihrer Arbeit.
Nebenberuflich unterrichtete sie Journalistinnen und Journalisten aus Afrika und Asien am Internationalen Institut für Journalismus (IIJ) in Berlin. Themen waren investigative Recherche, also das systematische Aufdecken und Prüfen wichtiger Sachverhalte, und Korruptionsberichterstattung. Nach der Auflösung des IIJ Ende 2012 arbeitete sie auch in der internationalen Journalistenfortbildung der Akademie der Deutschen Welle.
Von 2010 bis 2015 betreute sie für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), der später in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aufging, Medienprojekte von Nichtregierungsorganisationen in Simbabwe. Weitere Kurzzeitaufträge von GIZ und Senior Experten Service (SES) führten sie nach Simbabwe, Sambia, Kenia, Uganda, Nigeria und auf die Philippinen.
Friedensarbeit und Veröffentlichungen
In Deutschland unterstützt Smith Organisationen der Friedensbewegung bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, besonders die KURVE Wustrow Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V. Sie ist außerdem Mitglied im Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD), im Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und in der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V. (LGA).
Zu ihren ausgewählten Veröffentlichungen zählen „Mazedonien – Das Spiel heißt Versöhnung“ (2009), der von ihr herausgegebene Band „Peace is Possible. Eight Stories of Change from Zimbabwe“ (Harare 2012), „Unterrichten für den Frieden. Ethnische Versöhnung als Lernziel junger Menschen in Mazedonien“ (2016), „Gewalt-Freiheit wirkt. 12 Menschen-Geschichten“ sowie „Multi-Cultural Education for Peace. Promoting the Reconciliation Process in North Macedonia and the Western Balkans“ in 2. Auflage (2023).