Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
An Essay on Man
An Essay on Man (deutsch Vom Menschen bzw. Der Mensch: Ein Philosophisches Gedichte, auch Der Versuch vom Menschen) ist ein 1734 veröffentlichtes Gedicht …
Inhalt2 Abschnitte
Thema und zentrale Aussage
An Essay on Man (deutsch unter anderem Vom Menschen bzw. Der Mensch: Ein Philosophisches Gedichte oder Der Versuch vom Menschen) ist ein 1734 veröffentlichtes Gedicht von Alexander Pope. Barthold Heinrich Brockes’ deutsche Übersetzung erschien erstmals 1740.
Das Gedicht ist ein rationalistischer Versuch, mit Philosophie „die Wege Gottes zum Menschen zu rechtfertigen“ („to vindicate the ways of God to man“, 1.16). Es behandelt die Rolle des Bösen in der Welt und die Stellung, die Gott dem Menschen in der natürlichen Ordnung zugewiesen hat. Nach Pope kann der Mensch Gottes Absichten nicht erkennen. Deshalb kann er auch seine eigene Stellung auf der „Leiter des Lebens“ („Great Chain of Being“, 11.33–34) nicht vollständig überblicken und soll akzeptieren: „Whatever is, is right.“ (Epistle I, 294).
Das Werk machte die optimistische Philosophie in England und im übrigen Europa besonders bekannt. Voltaire verspottete Popes Optimismusformel 1759 in Candide ou l’Optimisme.
Form, Entstehung und geplanter Gesamtzusammenhang
Das Gedicht besteht aus vier Episteln, also Versbriefen. Es ist in heroic couplets geschrieben: gereimten Paarversen mit jeweils fünf jambischen Hebungen. Pope begann 1729 damit; die ersten drei Episteln waren 1731 fertig, erschienen aber erst 1733. Die vierte Epistel folgte 1734. Zunächst wurde das Werk anonym veröffentlicht; erst 1735 bekannte Pope sich als Autor.
Nach Popes einführender Stellungnahme war der vorliegende Text als erster Teil eines größeren philosophischen Gedichts mit vier Blöcken geplant. Der zweite Block sollte Episteln über menschlichen Verstand, Künste und Wissenschaften, Talent sowie Nutzen von Lernen und Forschung enthalten und zugleich eine „Satire gegen den Missbrauch“ dieser Bereiche sein. Der dritte Block sollte Politik behandeln, der vierte „private ethics“ beziehungsweise „practical morality“, also private Ethik oder praktische Moral.
Ein oft zitierter Beginn der zweiten Epistel fasst die Grundidee zusammen: Der Mensch soll sich selbst erkennen, aber nicht vermessen versuchen, Gott zu durchschauen. Er befindet sich in einem Mittelzustand: weder sicher Gott noch Tier, zugleich wissend und schwach, zum Denken fähig, aber auch zum Irrtum bestimmt. Damit erscheint der Mensch als widersprüchliches Wesen und als „glory, jest and riddle of the world“.