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CO2-Entnahme an Land: Wie groß sind Potenziale und Risiken in Deutschland?

Science Media Center Germany1:05:11 71 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Herzlich willkommen an alle. Schön, dass Sie da sind. Ganz wichtig und am Anfang deswegen auch direkt über alles, über das wir jetzt hier sprechen. Das liegt
  2. noch unter einer Sperrfrist. Diese Sperrfrist endet am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 15 Uhr. Sie können also gerne mit den Informationen, die Sie
  3. jetzt hier mitgeteilt bekommen, damit schon arbeiten, aber bitte Publikation erst dazu, wenn die Sperrfrist am Dienstag um 15 Uhr gefallen ist. Danke
  4. schön. Ja, worüberum geht's heute? Gerade ist die COP 30 die Klimakonferenz in Brasilien zu Ende gegangen ohne ein
  5. klares Bekenntnis zur Abkehr von foss z von der Nutzung fossiler Energien. Das Global Carbon Budget zeigt auch für dieses Jahr weiterhin steigende
  6. Treibhausgasemissionen. Es dürfte also immer schwieriger werden, die Treibhausgasemissionsminderung auch tatsächlich einzuhalten, die auf
  7. dem Weg zu Netto Nullmitte des Jahrhunderts gemäß dem Pariser Klimavertrag geboten werden. Umso wichtiger wird die Fragestellung, wie
  8. kriegen wir das CO2 tatsächlich wieder aus der Luft? Und da kommt der Bericht, über den wir heute sprechen, quasi genau richtig, denn zum Abschluss der ersten
  9. Phase des Forschungsprogramm CDR Terra haben wir heute die Gelegenheit mit vier Autorinnen, die daran beteiligt waren, über diese ähm über dieses
  10. Forschungsvorhaben zu sprechen. In der Summe haben über 100 Wissenschaftlerin innen aus über 30 Institutionen vier Jahre lang in vier verschiedenen
  11. interdisziplinären Projekten daran gearbeitet. Und ich kann i nur empfehlen, sich mal anzugucken, welche Projekte des waren, denn da stoßen sie
  12. auf so tolle Namen wie Poet, Ducktailes oder auch ABCDR. Wir könnten heute, wie wir das schon öfter getan haben, über so gängige
  13. Sachen wie DAX oder BEs sprechen, aber ich vermute mal, dass sie alle sich schon hin und wieder oder auch wiederholt damit grundsätzlich mit
  14. diesen Entnahmeoptionen beschäftigt haben. Und deshalb fand ich es eigentlich spannend, mal eher über potentiale Risiken, ethische
  15. Fragestellung und auch die Frage zu unterhalten, wie behalte ich denn den Blick, welche konkrete Maßnahmen tatsächlich welchen Beitrag leisten
  16. kann? Wir haben drei Expertinnen und einen Experten da. die wie gesagt in diesem Forschungsprojekt beteiligt waren in den vergangenen Jahren. Vielen Dank,
  17. dass Sie sich die Zeit nehmen und uns Gelegenheit bieten, mit Ihnen darüber zu sprechen. Mit Ihnen darüber zu sprechen heißt,
  18. liebe Kolleginnen und Kollegen, wir warten und wir hoffen sehr auf Ihre Fragen. Die können Sie hier in Fragen und Antworten eintragen. Wir werden v äh
  19. versuchen, möglichst viele von diesen Fragen in den kommenden 50 Minuten einbringen zu können. Und wenn Sie eine Frage sehen, bei der Sie denken, boah,
  20. die war toll, die hätte glatt von mir sein können, dann reagieren Sie doch mit Daumen hoch, denn dann sehen wir, welche Fragen viel Resonanz erzeugen und können
  21. die entsprechend höher gewichten. Ich stelle Ihnen jetzt ganz kurz die Expertinnen vor und danach wird Frau Prongratz ein paar Minuten den Vortrag
  22. halten, um Ihnen ähm grundsätzliches über CDR Terra zu verraten. Bei der Vorstellung gehe ich in der Reihenfolge, die das Alphabet vorgibt und beziehe
  23. mich dabei auf die Nachnamen und beginne deswegen mit Christian Bartz. Er arbeitet an der Christian Albrechtsuniversität zu Kiel und ist
  24. dort an der philosophischen Fakultät Juniorprofessor für Klimaethik, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit.
  25. Er und sein Team untersucht, wer angesichts aktueller ökologischer und sozialer Probleme welche Rechten und welche Pflichten hat und was eine
  26. gerechte Verteilung von Lasten und Nutzen kennzeichnet und wie Prozesse dorthin gestaltet werden können. Der hat im Projekt Poet bei CDR untersucht, wie
  27. die Politik durch gezielte Maßnahmen zu einer effektiven und fairen Umsetzung der Kohlendioxidentnahme beitragen kann und wie man diese Politiken bewerten
  28. kann und das nicht nur wie es sonst oft passiert aus technischer oder ökonomischer Perspektive. Schön, dass Sie da sind Herr Bartz. Danke für Ihre
  29. Zeit. Wir kommen auch an Sabine Fuß. Sie arbeitet am Potstam Institut für Klimavolgenforschung. Sitzt allerdings in Berlin, denn sie arbeitet dort in der
  30. Abteilung MCC. Sie ist ähm Leiterin der Arbeitsgruppe nachhaltiges Kohlenstoffmanagement und Leiterin der Forschungsabteilung Klimaökonomie und
  31. Politik MCC und zudem Professorin für nachhaltiges Ressourcenmanagement und globaler Wandel an der Humbold Universität Berlin. Sie beschäftigt sich
  32. mit nachhaltiger Entwicklung und Fragen zur Eindämmung des Klimawandels mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Entfernung von Kohlendioxid aus der
  33. Atmosphäre und hat jetzt hier sich für CDR Terra mit der Messung Berichterstattung und Überprüfung der CO2 Entnahme beschäftigt. Wenn wir
  34. versehentlich in Abkürzung sprechen sollten, immer wenn wir von MRV sprechen, dann ist das die Expertise von Frau Fuß. Das steht für Monitoring,
  35. Reporting and Verification. Ich begrüße Julia Pongratz. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für physische Geografie und Landnutzungssysteme
  36. ähm und Direktorin des Departments für Geografie an der Ludwig Maximiliams Universität LMU in München und Mitglied im Expertinnenrat für Klimafragen und
  37. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für natürlichen Klimaschutz der Bundesregierung. Sie beschäftigt sich in ihrer Arbeit vor
  38. allem mit Rückkopplung zwischen Mensch, Klima und Vegetation und interessiert sich vor allem für die Frage, wie Land bewirtschaftet werden kann, sodass
  39. einerseits Klimawandelanpassung möglich ist und ähm also die Synergien zwischen Emotionsminderung und Nutzung des Landes und sie ist Leiterin des
  40. Forschungsprojektes CDR Terra. Also alle Fäden laufen bei ihr hier tatsächlich zusammen. Schön, dass Sie da sind, Frau Pongratz. Und die Runde komplett mache
  41. ich mit Jessica Strefler. Sie ist auch am Podstam Institut für Klimavolgenforschung, aber tatsächlich in Pozdam und leitet dort die
  42. Arbeitsgruppe Integrated Assessment Modelling in der Abteilung Transformationsphase. Ihre aktuelle Forschung konzentriert
  43. sich auf den Einfluss verschiedener Tech Technologien zur Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und sie hat für CDR Terra sich vor allem mit dem
  44. Thema Risiken beschäftigt. Also welche rechtlichen Risiken gibt es? welche Risiken des Einsatzes für Umwelt, ökonomischer und ethischer Fragestellung
  45. und auch mit der Frage, was passiert, wenn CDR nicht die in in gesetzte in gesetzte in die CDR gesetzte Erwartung erfüllen kann oder wenn am Ende die
  46. Minderung der Treibhausgasemission tatsächlich nicht so äh vehement passiert, wie es nötig wäre. Und fürs Protokoll, mein Name ist Silvio Wenzel.
  47. Ich arbeite hier beim Science Media Center als Redakteur für Klima und Umweltfragen. Frau Pongrats, bevor ich jetzt die Bühne
  48. für Sie freigebe, war ähm verweise ich noch mal auf das Embargo Dienstag, 9.12.15 15 Uhr, dann fällt die Sperrfrist ab, dann können Sie berichten
  49. und bei dem Vortrag können Sie sich jetzt gerne zurücklehnen, denn den schicken wir ihn hinterher auch per E-Mail. ähm so dass sie jetzt einfach
  50. Frau Ponkratz zuhören können. Besten Dank, Herr Wenzel, dass Sie das hier ermöglichen und und dass ich jetzt
  51. hier gleich am Anfang kurz Hintergrundinformationen geben kann als Sprecherin des Forschungsprogramms CDR Terra, bevor wir dann in die Diskussion
  52. einsteigen. Die Zahlen waren schon genannt. Zehn Konsorti beschäftigen sich mit dem Thema auf an 37 Instituten, über 100
  53. Forschende. Etwa 21 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt dafür zur Verfügung gestellt und wir haben die
  54. letzten vier Jahre geforscht. Die zweite Forschungsphase hat jetzt auch gerade parallel dazu begonnen. Ich versuche jetzt die erste Phase in etwa 6 Minuten
  55. hier für Sie zusammenzufassen, aber natürlich ist da noch viel mehr, damit wir alle auf dem ähm gleichen Stand sind. Warum ist CDR CO2 Entnahme Carbon
  56. Dioxide Removal denn unbedingt notwendig? Das sehen wir hier sehr gut an diesen stilisierten Pfaden aus dem Weltklimaratsbericht,
  57. die zeigen, wie sich die Nettoemissionen entwickeln müssen, wenn wir mit dem Pariser Klimaschutzzielen konform gehen wollen. Man sieht, egal ob man jetzt die
  58. nur CO2 oder alle Treibhausgase betrachtet, dass wir eine massive Emissionsreduktion jetzt brauchen. Mitte des Jahrhunderts müssen wir
  59. Treibhausgasneutralität erreichen. Ähm, es werden aber Restemissionen verbleiben, schwer vermeidbare Emissionen beispielsweise
  60. aus dem Landnutzungssektor. Und das bedeutet, dass wir CDR benötigen in der gleichen Menge, um diese Restemission zu kompensieren.
  61. Außerdem sehen Sie Ende des Jahrhunderts netto Emissionen und das ist klar, dass das mathematisch sowieso nur mit CDR Entnahmen, also mit CDR funktionieren
  62. kann. CO2 Entnahme bedeutet die das CO2 kommt aus der Atmosphäre und es wird dauerhaft gespeichert. Derzeit betreiben wir das schon, das sehen Sie auch hier,
  63. fast ausschließlich durch Wälder. Um das zusammenzufassen, aufgrund mangelnder Klimaschutzfortschritte in der Vergangenheit ist CDR eine
  64. zusätzliche Herausforderung zur Emissionsreduktion geworden. Wie ist der Stand in Deutschland? Ähm derzeit emitieren wir ungefähr 650
  65. Millionen Tonnen CO2 Äquivalente, haben uns aber für 2045 das Ziel der Treibhausgasneutralität gesetzt. Optimistische Annahmen gehen davon aus,
  66. dass wir 60 bis 130 Millionen Tonnen CO2 äquivalente Restemissionen dann haben werden, die wir also durch CDR kompensieren müssen. So sieht es derzeit
  67. mit CDR in Deutschland vorrangig aus. Ähm wir hatten eine deutliche Senke im Wald. Ähm ungefähr 50 Millionen Tonnen CO2
  68. sind da jedes Jahr aufgenommen und gespeichert worden. Allerdings hat sich das Bild geändert seit 2018 aufgrund der Dürren und des Borkenkäferbefalls und
  69. wir haben jetzt eine Quelle von etwa 11,5 Millionen Tonnen CO2 seit 2018. Daneben haben wir aber auch landwirtschaftliche Maßnahmen zur CO2
  70. Entnahme. Pflanzenkohle wird in geringen Umfang eingesetzt. Was man also sagen muss, ist wir müssen einerseits die Waldzenke wiederherstellen in
  71. Deutschland. Wir müssen aber auch das Portfolio erweitern und alles hochskalieren. In CD Terra haben wir 11 Methoden zur CO2 Entnahme betrachtet,
  72. teils etablierte, teils komplett neue, mit dem Ziel, die Wissensbasis zu schaffen, aufgrund derer man ein gesellschaftlich akzeptables, politisch
  73. umsetzbares und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolles Portfolio an CDR Methoden entwickeln kann. Also eine größere Frage kann man sich in diesem
  74. Bereich nicht stellen. Die Entwicklung fand statt in engen Dialog mit der Politik, mit Wirtschaft und Öffentlichkeit.
  75. Für die Erstellung eines Portfolios sind natürlich die Kernkriterien, wie dauerhaft ist die Speicherung, wie groß ist dann überhaupt das Potenzial für
  76. eine Methode oder ein Portfolio und da ist gleich die CRUCS. Typisch ist es so, dass die Methoden, die wir aktuell schon zur Verfügung haben, nicht die sind, die
  77. permanent speichern. Beispiel Wald, der uns ja jetzt zunehmend stirbt und abbrennt. Und umgekehrt ähm der Bau von CCS Infrastruktur, also von
  78. Kohlenstoffabscheidung und Speicherung geologischen Reservoirs, kann erst jetzt mit der Novelle des Kohlenstoffspeicherungen und
  79. Transportgesetzes in Deutschland planbar in Angriff genommen werden. Das wäre also dauerhafte Speicherung. Um die Glaubwürdigkeit und die
  80. Transparenz zu schaffen, die für Wachstum und Innovation im Bereich CDR entscheidend sind, brauchen wir Messung, Berichterstattung und Überprüfung. MRV
  81. war als Schlagwort schon gefallen. Die Herausforderung da ist, es gibt eine wachsende Vielfalt von MRV Protokollen. Man sieht das hier an dieser Abbildung
  82. über die Jahre hinweg, die aus der Arbeitsgruppe von Sabine Fuß stammt. Und diese Protokolle überschneiden sich, was Investoren und Regierungen Vergleich und
  83. die Überwachung von CDR erschwert. Neben Permanenz und Potenzialen ist es ganz wesentlich, dass wir in die vielen
  84. Nebeneffekte einsteigen, die es die CDR Methoden auch noch verursachen. Da gibt es positive Nebeneffekte, Synergien, also, aber auch Zielkonflikte
  85. beispielsweise um Wasser und Land. Ein Beispiel, um über die Synergien zu sprechen, wir können beim Carbon Farming bleiben und da gibt's z.B. die Maßnahme
  86. der Wiedervermessung von Moen. Man kann nasse Landwirtschaft betreiben, aber das ist typisch nicht für die Nahrungsmittelproduktion. Das wäre also
  87. ein echter Zielkonflikt. Gleichzeitig muss man aber sehen, Hochwasserregulierung ist ein großer Synergieeffekt, der sich durch die
  88. Wiedervernessung ergibt oder auch die Verbesserung des Lokalklimas. Aber CDR Maßnahmen werden weniger unterstützt, als es ihrem Nutzen für die
  89. Gesellschaft entspricht. Und deswegen ist eine Empfehlung aus unserem Verbund, dass wir die Förderung an Leistungen koppeln im mit dem Schlagwort
  90. öffentliches Geld für öffentliche Güter. Gut geplant und umgesetzt können CDR-Prjekte über ihre Multifunktionalität viel mehr für eine
  91. nachhaltige Entwicklung Deutschlands bewirken, als nur unsere Restemissionen auszugleichen. Wir empfehlen auch mehr Fokus auf die
  92. Methoden Kombination zu setzen. Z.B. kann man aus dieser nassen Landwirtschaft, aus dieser Paludikultur die Biomasse dann in BE backs, in
  93. Bioenergie mit CCS stecken. Das würde schon mal die Flächenkonkurrenz verringern. Aber welche Kriterien betrachtet man
  94. überhaupt und wie bewertet man sie? Hier brauchen wir wirklich noch mal eine Grundlagenreflexion. Wie ist eine wertbasierte und normative Bewertung
  95. wissenschaftlich nachvollziehbar möglich? Das betrifft Fragen wie z.B. die gerechte Verteilung der Belastungen, wenn es um die Umsetzung von CDR
  96. Maßnahmen geht. Und mit diesen Fragen beschäftigt sich insbesondere Christian Bart. Wichtig ist die umfassende
  97. Risikoabwälgung. In vielen Bereichen gab es da auch Fortschritte in CDA Tarra, aber letztlich ist es eine politische Aufgabe, die Risiken von CDR abzuwägen.
  98. Und nicht dabei vergessen darf man die Alternative, und hier zitiere ich die Kollegin Jessica Strefler, wird CDR nicht oder in zu geringen Umfang
  99. umgesetzt, müssen andere Maßnahmen mit möglicherweise schwerwiegenderen Folgen ergriffen werden. Andernfalls verschärfen sich die Folgen des
  100. Klimawandels. Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, was wir abschätzen nach dieser Forschung
  101. mit den mit den über 100 Beteiligten, ist, dass wir in Deutschland die Restemissionen 2045 durchaus durch CO2 Entnahme aus der Atmosphäre kompensieren
  102. können, wenn und hier kommen sehr starke Annahmen, wenn wir einerseits sehr ambitionierte Emissionsreduktion durchführen
  103. und also so damit die Emission, die Restemissionen also wirklich klein sind und dann auf der Seite von der CO2 Entnahme, wir brauchen zusätzliche Bio
  104. Biomassenutzung. Wir brauchen schnell errichtete Infrastruktur und auch auf der CDR Seite eine Klimapolitik, die über den derzeitigen Stand hinausgeht.
  105. Und diesem Fall können neuartige Methoden insbesondere auch BES das Portfolio jenseits des Waldes, substanziell ergänzen.
  106. Kurzer Hinweis auf die weiteren Themen, die wir dann besonders im Pressegespräch am 9.12. angehen möchten, innovative CDR Methoden, praktische Hürden im Feld und
  107. die Empfehlungen für den Hochlauf am Beispiel von BEX und schließlich auch die politische Einordnung und Handlungsspielräume.
  108. Soweit von mir. Besten Dank. Ja, danke auch Ihnen, Frau Pongratz. Ähm, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, sie haben es schon gehört, da gibt's
  109. noch eine Folge Veranstaltung am 9.12. Ich werde dazu am Ende noch mal was zu sagen und wir schicken Ihnen dazu auch noch mal eine Mail. Frau PGZ, gesten Sie
  110. mir eine kurze Nachfrage. Ähm, wir sind ja oder das, was jetzt kommende Woche Dienstag veröffentlicht wird, ist ja zum Abschluss der ersten Programmphase. Er,
  111. also diese Ordnungszahl heißt ja, da kommt noch was. Was denn? Die zweite Phase hat jetzt schon begonnen. Allerdings ähm wird das ein
  112. Staffel ähm ein Staffelstart werden. Ähm und es wird fortgesetzt auch wieder unter Finanzierung vom BMFCR, weil eben die Forschung noch bei weitem
  113. nicht ähm ausreichend ist, weil sich die Lage dynamisch ändert und weil eben die Politik, die Gesellschaft, die breite Öffentlichkeit ganz aktuelle
  114. Forschungsergebnisse braucht. Wie viel Phasen gibt's dann noch aus Ihrer Sicht? Es ähm das Interesse sei sehr hoch. Ähm
  115. es ist eben ein große Herausforderung in der deutschen Klimapolitik. Insofern gehen wir davon aus, dass das auch danach noch nicht ausgeforscht ist. Aber
  116. es wäre unser Traum natürlich, wenn wir hier direkt eine Bestätigung kriegen würden aus der Politik, dass die das Funding dafür vorhanden ist.
  117. Mhm. Danke schön. Ähm, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ähm bitte sein Sie nicht so schüchtern mit Ihren Fragen. Ähm, ich habe genügend, die ich
  118. stellen kann und über deren an auf die Antwort ich auch sehr gespannt wäre, aber wir möchten ja ausdrücklich Platz für Ihre Fragen auch einräumen. Von
  119. daher ähm nutzen Sie das Frage und Antworttool und wir freuen uns, wenn Sie da Sachen eintragen. Dann starte ich jetzt einfach mal in frag mal kurzrei um
  120. äh noch einzelne Fragen. Frau Strefler, ich habe vorhin gesagt, wir beschäftigen uns oder sie haben sich mit dem Thema Risiken beschäftigt. Frau Pongratz hat's
  121. auch kurz gesagt und sie zitiert mit: "Unter Umständen müssten wir andere Maßnahmen ergreifen, die schwerwiegendere Folgen haben." Ähm bei
  122. der Beschäftigung mit der Frage, welches Risiko erwächst denn aus der Anwendung von CDR? Was sind denn aus Ihrer Sicht die größten, die dabei bedacht werden
  123. müssen? Wenn wir über CDR reden oder über CO2 Entnahme, dann reden wir sehr häufig
  124. über die technischen Risiken und über die Umweltrisiken. Also technische Risiken sind haben wir das überhaupt zur Verfügung? Funktionieren die Optionen
  125. so, wie wir uns das vorstellen? Ähm Umweltrisiken sind ähm wir haben gerade Backs schon genannt, also Bioenergie in Kombination
  126. mit äh der geologischen Speicherung von CO2. Man braucht natürlich Bioenergie dazu und ähm Frau Pong hat das gerade schon erwähnt, da gibt's eben
  127. Flächenkonkurrenzen, wo wird die Bioenergie angebaut? Ähm oder wird wird die Fläche, die wir haben, genutzt für den Anbau von Nahrungs und Futtermitteln
  128. oder für für Bioenergie. Ähm auch das wie spielt eine Rolle, ne? Bauen wir da Bioenergiepflanzen in großen Monokulturen an, die unter
  129. Umständen Nachteile haben für Biodiversität ähm oder nutzen wir Paradikulturen? Also, da gibt's gibt's eine ganze Reihe
  130. von Auswirkungen und das sind so die Risiken, über die wir häufig sprechen. Über die Risiken, über die wir nicht so oft sprechen, sind sowas wie rechtliche
  131. Risiken. Also können wir das überhaupt so anwenden oder müssen da noch Gesetze unter Umständen geändert werden, falls wir uns dafür entscheiden, dass wir dass
  132. wir Optionen anwenden wollen. Das hat bei äh das kommt hauptsächlich bei Marinen Optionen zum Tragen. Ähm, was mir aber wichtig ist, ist wir reden eben
  133. oft über die Risiken der Anwendung der CO2 Entnahme. Wir müssen uns aber im Klaren sein, wir wollen ja Nettoneutralität, also Netto CO2 oder
  134. Nettoemissionsneutralität erreichen. Das heißt, wir müssen genauso viel CO2 der Atmosphäre entziehen, wie wir noch ausstoßen.
  135. Wenn wir CO2 Entnahmemaßnahmen nicht oder in geringerem Umfang anwenden wollen, dann heißt das, wir müssen mit den Emissionen
  136. weiter runter und das kann eben auch schwierig werden. Viele Restemissionen kommen z.B. aus der Landwirtschaft und da werden wir dann eben Abwägung treffen
  137. müssen. Wie wollen wir diese Emission weiter reduzieren? Wollen wir More wieder vernessen? Die Flächen werden genutzt, da muss man überlegen, wie wie
  138. schafft man da einen Ausgleich? Ähm, wollen wir die Tierbestände reduzieren, dann hätten wir weniger Emissionen aus der Tierhaltung. Das
  139. heißt, aber wir hätten dann weniger Tierprodukte z Verfügung. Also das sind einfach Abwägungen, die wir treffen müssen und über die wir auch reden
  140. müssen, wenn wir über CO2nahme sprechen. Und wie ist es um das Risiko bestellt, dass wir nicht nur über die Restemissionen sprechen, von denen Sie
  141. gerade sprechen, sondern auch Emissionen, die eigentlich vermeidbar wären, weil der Energiesektor nicht komplett dekarbonisiert ist und jetzt es
  142. Interessenträger gibt, die sagen, na ja, wenn wir CDA nutzen, dann können wir doch ruhig noch ein bisschen weiter Kohlenstoff verbrennen.
  143. Also das Risiko, dass Argumente so, ich möchte eigentlich sagen, verdreht werden, das kann man nicht ausschließen, aber unsere Forschung zeigt, dafür ist
  144. einfach kein Raum. Das ist wirklich sehr, sehr eng, um wirklich auf null Emissionen zu kommen. Wir brauchen hier alle Maßnahmen. Wir haben, es wird schon
  145. schwer genug Emissionsneutralität zu erreichen, wenn wir alle Maßnahmen auf der Emissionsreduktionszeit ziehen und auch eine breite ein breites Portfolio
  146. von CO2 Entnahmemaßnahmen haben und die so weit wie möglich hochskalieren, da ist einfach keinen Raum da, um ähm um irgendwo noch Emissionen nicht zu
  147. vermeiden, die einfach vermeidbar werden. Danke schön. Ach so, Herr Batz. Ja, ich würde da vielleicht ergänzen und das
  148. noch ein bisschen zuspitzen, was Jessica Strefler gerade gesagt hat. In der gesamten Forschungscommunity gibt es ähm eine große Einigkeit und die besteht
  149. darin, dass der Einsatz von CO2 auch unsere Forschung auf keinen Fall dazu führen darf, dass wie Sie es jetzt gerade geschildert haben, ähm wir die
  150. Ambition bei der ähm Emissionsvermeidung ähm reduzieren und entsprechend dann Gaskraftwerke länger laufen lassen. Das heißt, auch aus einer ethischen
  151. Perspektive ist es ganz entscheidend, dass ähm auch dass es das anfallende CO2 z.B. aus der Abscheidung verantwortungsvoll gelagert
  152. werden muss. Lagermöglichkeiten auf dem Gebiet der BRD sind begrenzt und entscheidend ist deswegen, dass die vorhandenen Lagerstätten dann eben auch
  153. für die Abscheidung und Speicherer dieser sogenannten schwer vermeidbaren Emissionen Zement, Kalkproduktion, Müllverbrennung genutzt werden und eben
  154. auch noch Raum da ist für bestimmte Entnahme Technologien, die wir jetzt schon angesprochen haben, Bioenergie mit CO2 Abscheidung und Speicherung und äh
  155. direkte Name aus der Luft. Ähm und was deswegen auf keinen Fall passieren darf, ist, dass die Speicherkapazitäten zunächst genutzt werden, um CO2, das aus
  156. fossilen Quellen stammt, dort einzulagern. Also z.B., wenn es genutzt wird für ähm in der für die Herstellung von blauem Wasserstoff aus ähm fossilen
  157. Energieträgern mit Gas oder auch für die Energieerzeugung mit Gaskraftwerken. Das ist kein Klimaschutz. Das wäre eine zusätzliche Klimabelastung und würde
  158. zusätzlich auch noch die eine verantwortungsvolle CO CO2 entnahme, wie wir sie hier voraussetzen, erforschen und befördern wollen, vormöglichen. Und
  159. das ist ein großes Risiko und das ist am an der Gesetzgebung, an der an den an der Regulation das ähm zu vermeiden und die Zukunft muss zeigen, ob das wirklich
  160. passiert. Ich muss gestehen, ich bin bei den aktuellen politischen Entwicklungen skeptisch. Ich habe auch gerade gedacht, okay, Einigkeit in der
  161. wissenschaftlichen Community und Konsequenz in der politischen Umsetzung ist jetzt nicht das perfekte Match, was ich in den vergangenen Jahren immer zu
  162. beobachten glaube. Ähm, Frau Fuß, ich habe es vorhin schon mal kurz gesagt. Sie haben sich beschäftigt mit Messung, Berichterstattung und Überprüfung der
  163. CO2 Entnahme für dieses CDR Terra Projekt. Was ist denn dabei die größte Herausforderung, um das alles genauso verfolgen können und haben Sie
  164. zwischendurch auch mal gedacht, oh, dachte ich, das wäre einfacher oder da werden wir schon weiter und vielleicht noch erweitert die Frage, wie lässt sich
  165. denn die Skalierung wirklich ähm zuverlässig nachverfolgen, wo welcher Wald wie viel emitiert oder wo meinetwegen welcher äh CO2 Staubsauger
  166. aus der Luft direkt äh Kohlenstoffdioxid abspeichern kann? Ja, da sprechen Sie ein wahres Wort dann, also um diese ähm diesen Hochlauf
  167. äh von CDR äh den ja Frau Pongrat schon so eindrücklich geschildert hat, realisieren zu können, braucht es natürlich die entsprechenden Anreise,
  168. die entsprechende Regulierung. Das können wir natürlich nur gewährleisten, wenn wir dann eine verlässliche Kontroll und Berichtssystem haben. Und das ist
  169. eben dieses MW, was Sie was sie angesprochen haben und womit wir uns in Phase 1 schwerpunktmäßig beschäftigt haben. Was sagt uns eigentlich ähm der
  170. Stand der Wissenschaft dazu? Und eine wichtige Erkenntnis war eben genau das, wir haben ja eben in der Grafik schon gesehen, dass die Anzahl der Protokolle
  171. sehr stark ansteigt, aber das äh passiert teilweise auf den ähm freiwilligen Kohlenstoffmärkten, teilweise aber auch ähm äh aus Sicht von
  172. äh politischen Entscheidungsträgern, z.B. Auf der EU-Ebene gibt's auch ein wurde auch ein Rahmenwerk entwickelt äh für CO2nahmen und Kenfarming. Und ähm
  173. was wir sehen im im Stand der Wissenschaft ist ähm, dass es eine ganze Reihe von Herausforderungen gibt, einfach dadurch ähm dass es seh
  174. unterschiedliche Definitionen gibt. Und dann haben wir natürlich diese Vergleichbarkeit, auf die sie ähm anspielen, die wir bräuchten, um dann zu
  175. sehen, wo wir stehen, äh nicht immer gegeben. gibt auch einen sehr starken Fokus in dem, was wir wissen, auf die naturbasierten Lösungen, insbesondere äh
  176. Aufforstung und Wiederaufstung. Ähm und äh die neuartigeren Methoden, insbesondere die auch die auf offene Systeme, also Ozeanalkalisierung oder so
  177. weiter abzielen, die kommen auch erst in den letzten Jahren häufiger vor ähm in der in der Fachbegutachteten Literatur. Das heißt, wir konnten da so eine ganze
  178. Reihe von Herausforderungen äh identifizieren, ähm, die es zu lösen gilt, wenn wir in 20 Jahren äh Treibhausgasneutral sein
  179. wollen, das auch nachweisen und und incentivieren wollen. Und die Conclusion, also die die Schlussfolgerung aus dieser ersten Phase
  180. für uns war, dass es jetzt halt an der Zeit ist best practice Verfahren zu entwickeln, indem wir diese Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die wir in der
  181. ersten Phase systematisch zusammengebracht haben, äh mit denen aus der Wirtschaft äh verknüpfen. Und das ist das, was wir uns jetzt für die
  182. zweite Phase ähm auf die ähm auf die Fahnen geschrieben haben. Ähm, jetzt haben Sie gefragt äh, wie wie kann man das denn nachweisen? Die Methoden sind
  183. natürlich sehr unterschiedlich, je nachdem über welche Methode äh der CO2 Entnahme. Ich spreche ähm bei äh Aufstung, Wiederaufung, was Sie jetzt
  184. angesprochen haben, den Wald. Da ähm gibt es in der Tat auch schon ausgereiftere äh Methoden, äh wo man auch z.B. mit Fernerkundung
  185. zusammenarbeiten kann, um zu sehen, wo wirklich dann auch ähm der Wald äh steht. Ähm, aber wir haben natürlich auch noch eine ganze Reihe von anderen
  186. Verfahren, ähm, bei denen dann andere Methoden äh dazu kommen. Wir sehen, dass ähm beim von beim Wissensstand eine großer Fokus auf eher auf die
  187. Quantifizierung ist, bisher weniger auf Berichterstattung und Verifizierung. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen mit dem, was ich gerade gesagt habe,
  188. dass viele Akteure freiwilligen Kohlenstoffmärkten daran mitentwickeln und dann vielleicht auch viel in der grauen Literatur zu finden ist. Das ist
  189. auch was, was wir uns in der zweiten Vorphase vorgenommen haben, wo wir noch mal stärkeres Auge drauf richten äh wollen. Ähm was wir dann aber sehen ist,
  190. dass das natürlich zu der Entwicklung von sehr verschiedenen MV Standards äh führt. Was wir aber brauchen, sind robuste und universell anwendbare MRV
  191. Lightlinien über alle CDR Methoden hinweg. Äh für die Regulierung zum einen aber auch die Umsetzung von Politikinstrumenten für den Hochlauf.
  192. Ähm, auch brauchen wir universelle Definitionen. Ich habe es gerade eingangs schon mal angesprochen, ähm dass es da teilweise ähm Definitionen
  193. gibt, die nicht miteinander übereinstimmen. So zwei große Stichwörter, die sicherlich schon oft vorgekommen sind in der Diskussion. Ähm
  194. und wozu vielleicht auch Fragen sind dann einmal Leakage, also was passiert eigentlich, wenn ich ähm jetzt mit Be eine eine Tonne CO2 entnehme. Wird dann
  195. irgendwie anderswo vielleicht eine Landnutzungsart geändert? Biomasse an mit Biomasse angebaut werden kann dafür und entstehen da ähm vielleicht durch
  196. Entwaltung ähm weitere Emissionen. Wie kann man das nachhalten, wie kann man das in dem ähm Standard widerspiegeln? Das andere wäre permanenz. Ähm ich
  197. glaube, da ist auch ähm sicherlich das Augenmerk schon auf die Diskussionen gewesen, um Artikel 6.4 z.B., Spiel, aber auch einige der Standards, wo es äh
  198. teilweise äh ja bis in die Extreme geht, dass man sagt, okay, alles was irgendwie nicht äh länger gespeichert ist als 1000 Jahre, sollen wir das überhaupt
  199. berücksichtigen? Äh wobei ich persönlich denke, dass wir uns da wichtige äh ja Potentiale äh gegenüber wichtigen Potenzialen verschließen, die uns
  200. kurzfristig zur Verfügung stehen, die teilweise vielleicht auch viele positive Nebenwirkungen ähm haben könnten, gerade bei der bei der Wiederaufstung z.B.
  201. Ähm, wir müssen auch, das zeigt uns auch unsere Arbeit aus der ersten Phase ganz stark ähm grundlegende Aspekte einfach festlegen. Also, was sind die
  202. Projektgrenzen, was sind die Referenzniveaus, die sogenannten Baselines, was ist eigentlich die der Zeitraum für die Anrechnung? Ähm und
  203. dann kommt es natürlich auch auf die Anwendbarkeit an. Also, es ist natürlich gut, wenn wir alle diese Komplexitäten abbilden können, aber ermöglicht uns das
  204. auch eine langfristige Beobachtung? Da kommt es auch darauf an, dass wir Mechanismen finden, die leicht anwendbar sind. Den letzten Punkt, den ich noch
  205. gerne erwähnen wollte, äh was wir auch gefunden haben, äh ist, dass es Interesse mehr und mehr auch von der Käuferseite, von der Nachfrageseite
  206. gibt. Interesse gibt, die Standard breiter aufzustellen und auch äh ja nicht CO2 Nutzen abzubilden. Also ähm macht mein Standard auch was Gutes für
  207. Biodiversität, um es mal ganz Platz zu sagen. Ähm äh kön oder können mögliche Schäden für Gesellschaft und Umwelt abgebildet wird? Ähm, das heißt, das
  208. wird mit mehr und mehr ähm in diesen Standards auch als Qualitätskriterium gesehen. Natürlich in der Umsetzung sehen wir davon auch nicht so viel, aber
  209. wie gesagt, Phase 2 kommt und wir freuen uns darauf, da einen ähm geschärften Blick drauf richten zu dürfen. Danke schön. Bevor wir zu den Fragen der
  210. Journalistinnen kommen, Herr Bartz, möchte ich auch Sie gerne reinholen. Ähm, ich habe es bei Frau Fuß auch gerade gemacht, dass ich mich selbst
  211. zitiert habe, um mein eigenen Hirschindex ein bisschen nach oben zu treiben, mache ich das auch wieder, denn ich habe in der Vorstellung gesagt, sie
  212. haben für CDR Poet untersucht, wie die Politik durch gezielte Maßnahmen zu einer effektiven und fairen Umsetzung der Kohlendioxidentnahme beitragen kann.
  213. Welche ethischen Fragestellung halten Sie denn für die, bei dem man am besten, also bei dem man die am besten bedachten Abwergung brauchen wird?
  214. Gibt es glaube ich mehrere, um jetzt ähm auch zu versuchen, meine Antwort zeitlich in Grenzen zu halten, ähm gehe ich vielleicht erstmal nur auf ein
  215. Spannungsfeld ganz kurz ein. Wenn I das nicht reicht, können Sie noch mal nachhacken. Und zwar das, was schon jetzt häufig angesprochen worden ist,
  216. ähm dass ähm durch die Flächenkonkurrenz von landbasierten CO2 entnahme Methoden man Zielkonflikte hat zwischen einerseits Klimaschutz, andererseits
  217. Nahrungsproduktion und eben auch der Biodiversität. Und alles sind natürlich wichtige gesellschaftliche Ziele und das ist enorm schwierige Frage, die
  218. gegeneinander abzuwägen, weil wir es hier mit unterschiedlichen heterogenen Gütern zu tun haben, ist dafür keine Ja, dafür gibt es keine Rechnung, die wir
  219. aufmachen können. Und auch die Ethik kann hier keine einfachen Antworten geben. In Bezug auf das Beispiel oder die der Konflikt in Bezug auf
  220. Biodiversität, ähm versuche ich nichtsdestotrotz mich an einer kurzen Antwort und zwar glaube ich, dass man vor dem Hintergrund
  221. der ähm theoretischen Arbeiten in der Ethik sagen kann, dass CO2nahme, die zu Biodiversitätsverlusten führt oder auch anderweitig mit äh Naturschutzzielen
  222. kollidiert, höchst problematisch ist. Und das ist sie aus zwei Gründen. Zum einen, weil wir schon jetzt zu viel natürliche Ressourcen und
  223. Dienstleistungen verbrauchen, die wir eigentlich für zukünftige Generation bewahren sollten. So ein Nachhaltigkeitsargument.
  224. Und zum zweiten ist in der Ethik eigentlich auch breit akzeptiert, dass nicht nur und ausschließlich Menschen einen Wert an sich haben. Wenn man das
  225. aber wirklich ernst nimmt, bedeutet das, dass wir deutlich mehr Tier und Naturschutz machen müssten, als das aktuell der Fall ist. Und diese Ziele
  226. sollten dann nicht noch zusätzlich durch CO2 entnahme untergraben werden, zumal die Forschung meiner Kollegin und Kollegen ja eindeutig auf Synergien
  227. hinweist, also auf bestimmte Arten und Weisen, wie äh man CO2 einsetzen so einsetzen kann, dass es eben nicht zu Zielkonflikten mit in diesem konkreten
  228. Fall der Biodiversität kommt und entsprechend wären auch die politischen Maßnahmen nach Maßnahmen, nach denen sie gefragt hat zu gestalten. Da hängt es
  229. dann aber wirklich von der detaillierten Ausgestaltung ab der konkreten Politiken, ähm ob das dann der Fall ist ähm oder nicht.
  230. Ja, vielen Dank. Dann würde ich jetzt mit den Fragen der Kolleginnen und Kollegen ein äh steigen, die hier auch schon äh zunehmend ähm eintrudeln.
  231. Vielen Dank dafür. Ähm Frau Pongratz, ein Kollege richtet sich direkt an Sie und fragt: "Wie realistisch ist es denn, dass die nötigen Ambitionen auch
  232. tatsächlich passieren?", schreibt er. Ja, das ist äh sehr sehr gute Frage. Man muss an ganz verschiedenen Stellen anpacken und vielleicht ist die die
  233. Zusammenfassung es gibt sehr sehr viele Hürden, die aber alle machbar sind zu adressieren. Man muss aber an ganz vielen Stellschrauben
  234. drehen. Das eine ist, wir hatten die Emissionsreduktion an sich schon angesprochen. Also wir müssen erstmal überhaupt den Umfang, den wir an CDR
  235. brauchen, runterschrauben. Und da gibt's große gesellschaftliche Fragestellen, wie beispielsweise, wie äh trauen wir uns heran an das Thema gesunde Ernährung
  236. und Ernährungsumstellung, was dann eben im Bezug auf die ähm Emissionen aus dem landwirtschaftlichen Bereich sehr viel ausmachen würden, aber auch relevant für
  237. CDR direkt ist über die Bereitstellung dann von Flächen, die eben anderweitig beispielsweise für Aufstung genutzt werden könnten.
  238. Dann gehen wir davon aus, dass man sich an die EU-Klimaziele und die deutschen Klimaziele hält, ohne jetzt, dass wir Aussagen darüber treffen, wie
  239. wahrscheinlich das ist. Aber das ist das, wovon wir in unseren Abschätzungen ausgehen. Und dann muss man eben sehen, ähm welche welche Hürden es im in der
  240. Umsetzung dann gibt von draußen im Feld, von wenig Erfahrung von Landwirt Innen mit Forstwirtschaft beispielsweise. Nutzungskonflikte haben wir
  241. angesprochen, die ökonomischen Risiken und auch schwierige rechtliche Rahmenbedingungen beispielsweise ähm können wir sehr viel über Aufstung
  242. sprechen, aber es gibt ja ein Grünland umbruchsverbot in Deutschland, was es also gar nicht direkt möglich macht für alle Flächen Grünland das in Wald
  243. umzuwandeln. Und ähm das ist das, was ich meine mit das ist machbar, ne? Wir können bestimmen, dass diese Regulatorik sich ändert und dann haben wir plötzlich
  244. viel größere Potenziale. Ein wesentlicher Schritt, muss man sagen, ist zumindest auf dem Papier erreicht worden mit der Novelle des
  245. Kohlenstoffspeicherungs und Transportgesetzes, denn bis dahin war es eben nicht möglich in Deutschland oder praktisch nicht
  246. möglich in Deutschland direkt geologische Speicherung von CO2 durchzuführen. werden uns dann eben auf Export in andere Regionen verlassen
  247. müssen und jetzt können wir zumindest beginnen dieser Infrastruktur zu planen und zu bauen. Allerdings muss man da sagen, die Planungs oder
  248. Umsetzungshorizonte, da sprechen wir von minimum 4 Jahren, hoch bis 17 Jahren sind die Abschätzung, wie lange das eben dann braucht, bis diese Pipelines
  249. stehen, bis die CO2 Speicherfelder in der Nordsee eventuell ja auch auf dem Land wirklich erschlossen sind. Danke schön. Ich ähm Ach ja, gerne, Frau
  250. Fuß. Ja. was Frau Pronratz gerade gesagt hat, ganz eingangs zum Vermeiden der Emissionen, die wir vielleicht manchmal
  251. vergessen, wenn wir die ganze Zeit davon sprechen, wie wir dann das überschüssige CO2 wieder aufräumen, ist glaube ich auch ein ganz guter Aufhänger, um die
  252. Frage von Herr Neubert zu beantworten, die ich gesehen hatte, nämlich ob wir eigentlich angesichts ähm der Methan Emissionen, die kurzfristig entstehen,
  253. wenn man More wieder vernässt, diese Maßnahme vielleicht eher noch mal rausschieben sollte. Ähm denn ähm bei dieser Rechnung muss man nämlich auch
  254. bedenken, dass erstmal, was ja passiert durch die Wiedervernessung eine unglaubliche Einsparung bzw. Vermeidung von weiteren CO2 Emissionen ist. Und
  255. deswegen lohnt sich das natürlich trotzdem, das ähm das zeitnah anzugehen, weil wir einfach dann den Ausstoß von diesem weiteren CO2 vermeiden können.
  256. auch wenn es natürlich total richtig ist, dass ähm äh CO2 Entnahme ähm erst durch ähm die das Anwachsen des Turfkörpers und die Speicherung vom CO2
  257. da drin äh erst später passiert, ähm ist es dem nichtsdestotrotz eine sehr wichtige Klimaschutzmaßnahme.
  258. Okay, ich wusste jetzt nicht, ob sie nur Luft holen und dann noch was hinterherkommt. Tatsächlich, Frau Strefler, ich weiß, ich habe jetzt
  259. gedacht, vielleicht können Sie diese Frage beantworten. Ich habe in dem Factsheet gelesen, Technik ist nicht die größte Herausforderung, sondern die
  260. Umsetzung. Also, da habe ich jetzt mal so subsumiert das Risiko, dass das nicht funktioniert. Deswegen habe ich jetzt zu Ihnen geschoben. Also Technik nicht die
  261. größte Heraussetzung Herausforderung, sondern die Umsetzung. Können Sie das mal erklären? Ich heißt das, wir haben die Technik schon und jetzt muss nur
  262. noch Überzeugungsarbeit geleistet werden. Es kommt auf die Optionen an. Also bei manchen Optionen haben wir die Technik
  263. schon. Bei manchen bedarf es auf jeden Fall noch weiterer Forschung, um die um die Technik weiter zu entwickeln, wenn wir wir reden ja häufig über ähm DAX,
  264. also Direct Air Capture, also die direkte Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre und die geologische Speicherung. Das wird aktuell in kleinem
  265. Rahmen schon gemacht. Allerdings ist es sehr energieintensiv und noch sehr teuer und da bedarf's auf jeden Fall ein weiterer Forschung, um da soagen zu zu
  266. besseren Ergebnissen zu kommen. So, von daher kann man sagen, na ja, grundsätzlich haben wir die Technik schon, wir haben so quasi ein Proof of
  267. Concept, aber wir brauchen da noch Weiterentwicklungen. Bei der Umsetzung ist es aber so, dass wir im Moment noch keine Anreize dafür
  268. haben, CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen. Also, da muss auch noch einiges passieren auf der Politikseite und da will ich jetzt glaube ich gar
  269. nicht so viel weiter drauf eingehen, weil das soweit ich weiß am 9.12 Thema sein wird, aber das ist eben was uns noch noch sehr fehlt, die Umsetzung auf
  270. der politischen Seite. Frau Fuß hat schon über MRV gesprochen, also über das Monitoring, Reporting, Verification. Ähm man braucht überhaupt ökonomische
  271. Anreitssysteme, damit das auch gemacht wird. Also jemand muss muss im Prinzip Geld dafür bezahlen, dass die Atmosphäre CO2 entzogen wird. Also so der ganze
  272. politische Raum ähm da fehlt noch einiges. Ich hätte, wenn ich wenn ich gerade darf, [gelächter] bitte ähm habe ich
  273. nämlich auch eine Frage im im Chat gesehen, ähm oder in der in der Question Answer, die wirklich genau eigentlich auf dem Punkt ist von Frau Konstanze
  274. Bayer, die geschrieben hat äh wenn ich das richtig verstehe, ist der Raum nicht dafür da, Ambitionen einzudämmen, weil die Ziele so nah sind, aber ist das auch
  275. tatsächlich der Fall. Zumindest in der Diskussion bekommt man ja schon den Eindruck, dass das faktisch passiert, auch wenn kein Raum dafür eigentlich
  276. ist. Das ist genau der Punkt. Ähm, also es trifft ziemlich genau den Punkt, den ich meinte, mit den Risiken. Es besteht das Risiko, dass die Emissionsreduktion,
  277. die wir uns vorstellen und die wir gerne hätten und die vielleicht auch möglich wären zu realisieren, dass die eben nicht realisiert werden. Und das ist
  278. nicht unbedingt deswegen der Fall, äh weil sich Menschen auf die CO2 Entnahme verlassen, sondern weil es vielleicht schwieriger ist als gedacht, weil wir
  279. weniger Wasserstoff zur Verfügung haben als gedacht, weil es teurer ist, weil es einfach Zeit dauert, ähm weil man ja auch den ähm den gesellschaftlichen
  280. Support dafür erst organisieren muss, wenn wir mal an das Heizungsgesetz denken, was das für eine für eine riesige Debatte war. Äh also wie viel
  281. schwieriger das war, das umzusetzen, als vielleicht am Anfang gedacht. Also es besteht einfach das Risiko, dass die Emissionsreduktion nicht in dem Umfang
  282. umgesetzt werden, wie das im Moment erwartet wird. Und dann haben wir nämlich genau zwei Möglichkeiten. Entweder wir verfehlen unsere Klimaziele
  283. oder das, was da nicht umgesetzt wird, wird eben durch mehr CO2nahme ausgeglichen. Das heißt nicht, dass das ist, was wir
  284. anpeilen sollten, aber es heißt, dass das ein Szenario ist, auf das wir uns vorbereiten müssen und was eben dazu führt, dass wir jetzt schnell CO2
  285. Entnahmemethoden erforschen müssen, um eben auf so ein mögliches Szenario vorbereitet zu sein. Ja, Herr Bartz, ähm weil ich in der
  286. Einführung gesagt haben, sie haben sich auch mit der Frage beschäftigt, wie kann Politik ähm eben den Prozess auch so begleiten, dass das äh nachhaltig ist?
  287. fasse ich jetzt mal so zusammen. Ich hoffe, es ist nicht totaler Quatsch, aber ich habe mich gefragt, also im im ähm in dem Factheat steht drin, wir
  288. sollen klare rechtliche Rahmenbedingungen sollten geschaffen werden. Ähm, da muss ich dran denken, okay, wir haben das Schengenabkommen und
  289. trotzdem ähm Grenzkontrollen. Also, wie kann man denn die politischen Rahmenbedingung so gestalten, dass sie auch ihre Regierungswechsel hinweg
  290. verlässlich sind? Meine spontane und ehrliche Antwort ist, glaube ich, so wie wir das äh
  291. vorbesprochen hatten, dass das wahrscheinlich am besten eine Frage ist, die bei dem nächsten Treffen adressiert wird. Also ich, also ich könnte ihn dazu
  292. jetzt was sagen. Ich bin ein bisschen zurückhaltend, weil es viel, also eine starke Ausrichtung bezug auf rechtliche und Politikwissenschaftliche Expertise
  293. ähm oder die dahinter steht, die die unsere Kolleginnen und Kollegen, die jetzt heute aber nicht da sind, haben. Ähm und ich glaube, da würde ich jetzt
  294. zum Teil im Leidensprech vorgreifen. Einen Punkt kann man vielleicht aber hier anbringen und zwar der gesellschaftliche Rückhalt, ne? wenn der
  295. dafür da ist, dann ist es ja aus der Politik gar kein Anreiz mehr hin und zurück. Und das ist eben auch was, was wir jetzt über die letzten vier Jahre
  296. gesehen haben, gerade am Anfang ähm als angefangen haben zu forschen. Es gab wenig Wissen, was ist überhaupt CO2 entnahme. Man hatte sehr teils sehr cude
  297. Vorstellung davon, wie groß oder klein die Risiken sind. Und das führt natürlich auch dazu, dass man dann ähm politische Entscheidung treffen kann,
  298. die nicht so leicht in Frage gestellt werden oder nicht von einer Gesellschaft informiert bewertet werden können. Was man vielleicht auch dazu sagen kann,
  299. ist, dass das natürlich äh die Wissenschaft auch am Schirm hat und äh wenn man sich die Diskussionen ähm anschaut zwischen den Expertenxinnen,
  300. dann werden ja auch dahingehend Vorschläge gemacht, wie z.B. auch Schaffung ähm weiterer Institutionen, die eben so einen politischen Zyklus ähm
  301. überleben, wie z.B. Stichwort Europäische CO2, Zentral Zentralbank und so weiter. Also, da werden die Kollegen und Kolleginnen bei dem nächsten
  302. Briefing sicherlich noch mal mehr drauf eingehen, aber da äh gibt es auf jeden Fall Ideen. Frau Pongratz, wir reden ja immer wieder
  303. über auch das Potenzial von Aufforstung. Da gab's ja auch schon Studien, die gesagt haben, wie groß ist da das Potenzial global, die dann sehr
  304. umstritten waren und ich weiß nicht, ob die Zahl stimmt, aber P mal darum habe ich im Kopf, dass Deutschland ungefähr zu einem Drittel aus Waldfläche besteht.
  305. Und da frage ich mich immer, okay, haben wir hier in Deutschland überhaupt das Potenzial, um noch neue Wälder anzulegen oder geht's vor allem darum, die
  306. bestehenden Wälder wieder zu einer CO2 Senke zu machen? Und wenn ja, wie kann das gelingen? Und sind da ab sind da auch schon Maßnahmen in Gange oder in
  307. Sicht, die dazu führen könnten? Danke. Ja, wir brauchen unbedingt beides. Also, wir müssen die bestehenden Wälder schützen und pflegen und dass
  308. diesen Vorzeichenwechsel, die wir gesehen haben, hin von der Senke auf von CO2 zur Quelle unbedingt wieder umkehren. Ähm, wir haben da auch
  309. Empfehlungen zu gemacht in C der Terra, auch im wissenschaftlichen Beirat für natürlichen Klimaschutz Maßnahmen da sind, z.B., dass man alte Buchenbestände
  310. aus der Nutzung herausnimmt. Das ist ökonomisch vertretbar, bringt aber besonders viel zusätzliche Speicherleistung und macht die Wälder
  311. klimaresilienter und vor allem auch, dass man die energetische Nutzung von Wäldern herunterfährt, sich auf die stoffliche Nutzung beschränkt. Für
  312. Energie haben wir bessere Alternativen über PV und Wind. Und wir müssen neue Flächen schaffen. Sie sagen, ein Drittel ist Wald. Ähm zwei Drittel sind ja frei.
  313. So einfach ist natürlich nicht, ne? 15% von Deutschland sind Siedlungsflächen. Man muss aber auch sehen, ungefähr so viel wie wir Wald haben, haben wir
  314. Fläche Flächen für Viehung oder Vieh Futterproduktion. Und da sind wir wieder zurück bei der Frage, was wollen wir ne als Gesellschaft? Wir sind natürlich,
  315. also einerseits über eine Ernährung, die sehr fleischlastig ist, brauchen wir viele Flächen. Andererseits sind wir natürlich als Deutschland in einem
  316. internationalen ähm Wirtschaftsmarkt eingebunden. Also auch das muss man natürlich mit bedenken. Die Flächen wären an sich ähm also könnten zur
  317. Verfügung stehen, wenn man da komme ich jetzt zurück, Grünlandumbruch und ähnliches, wenn man die Regulatorien da auch ändert. in den Szenarien, die wir
  318. berechnen, wir haben wirklich räumlich explizite Szenarien für Deutschland, für die Landnutzung in der Zukunft mit und ohne CO2 entnahme produziert. Und da
  319. sieht man, dass selbst ohne jetzt speziell auf CO2nahme abzuzielen, die Waldfläche durchaus ausdehnen kann um 10 % 20, vielleicht sogar um 30% gegenüber
  320. jetzt. Und das hat zum Teil auch einfach ökonomischen ähm Sinn, dass man eben mehr Holznutzung betreiben will und dafür größere Flächen braucht und
  321. teilweise auch einfach, dass Klimaschutzpolitik ja betrieben wird, selbst wenn man nicht CO2 Entnahme im Kopf hat und eben ähm auch aus
  322. Biodiversitätsgründe und anderem Flächen ähm von Wald, von biodiversem Wald dann erhöht. CO2 Endnahme würde dies den Anreiz dafür noch mal höher setzen und
  323. wir sehen da auch eben, dass sich das dann ausdehnen würde, aber natürlich also Stellschraube ist schon auch, ne? Wie viel wie viel leisten wir uns für
  324. landwirtschaftliche Nutzung? Ähm und ja, wie viel wie viel kommt dann noch eben drauf als ähm Ziele aufgrund von Politikmaßnahmen?
  325. Auch wenn ich weiß, dass da immer so ein bisschen äh kurzes Schweigen entstehen kann, stelle ich die nächsten Fragen mal einfach in die Runde und ich würde mich
  326. freuen, wenn Sie sich dann melden, wenn Sie was dazu sagen wollen. Die Kollegin fragt: "Wie ist das Potenzial von naturbasierten Lösungen im Vergleich zu
  327. den technischen Lösungen? Was bringt in welchem Zeitraum am meisten? Auch im Hinblick auf kosten kosten, schnelle Umsetzung.
  328. Ich lass das Schweigen gar nicht aufkommen. Ich fange an und die anderen setzen dann bitte ein. Ähm, also grundsätzlich ist es so, die
  329. konventionellen Methoden, das sind die, die wir jetzt haben. Also jetzt haben wir praktisch nur den Wald weltweit gesehen in Deutschland auch und wir
  330. haben eben ähm wir haben landwirtschaftliche Methoden, die wir dann hochfahren müssen und Agroforstwirtschaft, das muss ausgedehnt
  331. werden. Ähm, die Morwi Wiedervermessung ist was, was wir instantan quasi in Angriff nehmen könnten, wenn wir nicht diese Hürden hätten in der
  332. Implementierung, die schon skizziert wurden. Ja, dagegen brauchen wir eben bei den neuartigen Methoden teilweise einfach die Infrastruktur. Alles was mit
  333. CCS zu tun hat, braucht die CCS Transport und Speicherstruktur. Und deswegen können wir sagen, und dann gibt's eben einige Methoden, die derzeit
  334. noch im Labor sind, wo wir dann eben auch am 9.12. drüber sprechen können, die einfach noch Entwicklungsarbeit brauchen. Kurzfristig also sind es diese
  335. konventionellen Methoden, die uns das größte Potenzial liefern werden und dann in den nächsten Jahrzehnten zunehmend die neuartigen Methoden. Die können aber
  336. nur reinkommen, wenn wir jetzt auch anfangen, die nötigen Rahmenbedingungen für deren Hochlauf zu etablieren.
  337. Möchte da jemand noch was ergänzen? Sonst würde ich zur nächsten Frage gehen, denn ich wie ich gesehen habe, ist die Zeit schon ordentlich
  338. vorangetickt. Ich glaube, man könnte das noch gut verbinden mit der Frage von Herrn Eikemmer über die Wichtigkeit ähm CDR,
  339. glaube ich, in den in den ETS zu integrieren oder was der CO2 Preis bedeutet. Lassen Sie mir kurz Zeit die Frage zu
  340. stellen, damit alle Leute die Frage auch gehört haben. Die Herr Eikemeier fragt: Welche Bedeutung hat die Ausgestaltung des Emissionshandels und der daraus
  341. resultierende CO2 Preis für die Entnahme? Feuerfrei, Frau Fuß. Genau. Und das knüpft natürlich genau an der Frage an, die Frau Ponratz gerade schon
  342. beantwortet hat. Äh das, was wir im Moment sehen, natürlich eher die Konventionellen sind. Es wird angedacht. Ich hatte ja auch schon bei den
  343. Standards angesprochen, dass die EU da schon Rahmenwerk entwickelt hat für die Zertifizierung von CO2 Entnahmen auch der neuartigeren Methoden, diese dann
  344. irgendwann in den ähm ETFs zu integrieren. Und ähm das würde ich auf jeden Fall als ähm als wichtig äh betrachten. Ähm, denn äh wie Frau
  345. Strefler das eben schon so schön gesagt hat, müssen wir ja auch dafür zahlen, dass das CO2 wieder aus der Atmosphäre herausgenommen wird, genauso wie wir im
  346. jetzigen ETS äh dafür zahlen, dass wir eine Tonne CO2 in der Atmosphäre ablagern. Ähm äh aber bevor es dann soweit ist, glaube ich, äh weil wir ja
  347. auch 2045 Treibhausneutral schon sein wollen und das sind nur noch 20 Jahre, darf man glaube ich nicht aus dem Auge verlieren,
  348. dass es auch kurzfristige Maßnahmen braucht, also ähm äh dass man da schon Investitionen unterstützt, damit der Hochlauf wirklich schon beginnen kann,
  349. äh bevor wir diese ganze Integration dann ähm gewährleistet haben. Ähm, Herr Bartz, ich habe in dem Factscheet auch gelesen, dass äh wohl
  350. eine Erkenntnis ist, dass Menschen nicht gut darauf reagieren, wenn man vorschlägt, die Umgebung, in der sie wohnen, also zu verändern, also bald
  351. hinzustellen, wo vorher eben kein Wald war. Und da fiel mir so einfach dieses Stichwort Nimbi ein, also dieses Not in my backyard, das heißt, gute Idee, aber
  352. bitte woanders. Jetzt hat ja die Endlagersuche in Finn und der Schweiz gezeigt, dass wenn man frühzeitig die Gemeinden integriert, dass das durchaus
  353. ähm eine Offenheit generiert, die dann auch überrascht hat. Ist denn da hier die Lage in Deutschland und Österreich eine andere, dass man da ähm anders für
  354. offene Ohren sorgen müsste? Ich glaube nicht, dass es jetzt grundlegende kulturelle Unterschiede in den von Ihnen angesprochenen Ländern
  355. gibt, so dass das bei uns nicht auch funktionieren könnte. ist halt, man müsste sich dann muss ich eben genau anschauen, wie hat man das dort gemacht?
  356. Ähm, dass es eben die Akzeptanz erhöht hat und nicht verringert. Ich glaube, bei uns ist auch die jetzt dieser Prozess
  357. der Endlagersuche zieht sich ja gewaltig. Es ist hochkonfliktives Thema. Ähm ähm weswegen ich zumindest skeptisch bin, dass wir das eins zu eins hier ähm
  358. übersetzen können. Gleich wohl. Grundsätzlich denke ich, dass es so ist, dass ähm eine rechtzeitige frühe, eine
  359. transparente Beteiligung der lokalbetroffenen Bevölkerung sowohl die Akzeptanz fördern kann, als auch einen Gebot der prozeduralen Fairnness, der
  360. Verfahrensgerechtigkeit ist. Ja, das ist ganz wichtig. Äh man muss sich aber dann von der Illusion frei machen, dass das oder darf das dann eben nicht als reine
  361. Akzeptanzbeschaffung konzeptionalisieren, sondern muss es eben schon ernst mein mit der Beteiligung, weil die Leute das glaube
  362. ich sonst merken und dass eher Widerstand generiert. Ähm und letztlich bei dem Ausbau der Erneuerbahn, ich habe meinen Eindruck ist, da hat man auch
  363. versucht sowohl das Ziel äh zu verfolgen, dass die die Erneuerbahen eben ausgebaut werden und zugleich aber auch eben das mit ambitionierteren
  364. Beteiligungsverfahren zu koppeln und ähm das hat bisher eben nur bedingt geklappt. Ähm und bei der CO2nahme ist ein weiterer Aspekt, der mir in meiner
  365. Arbeit wichtig ist, ähm auch zu betonen, dass neben den Lokalbetroffenen auch die Interessen auf die eine oder andere Art und Weise zu berücksicht zu
  366. berüsichtigen sind derjenigen, die äh dort nicht wohnen, sondern woanders und die vom Klimaschutz aber profitieren, weil die auch Stakeholder sind und aber
  367. in der Zukunft leben oder sehr weit weg auf anderen Kontinenten und so nicht einfach natürlich in Beteiligung Beteiligungsverfahren hier in
  368. Deutschland integriert werden können, aber deren Interessen zu berücksichtigen, ist auch ganz wichtig. Und da müsste man auch mal drüber
  369. nachdenken, wie man das vielleicht auch institutionell ähm verankern kann, wo ich jetzt gerade schon spreche, ich glaube ähm noch auch einmal ganz kurz
  370. nur zurück die Schleife zum zum EU-Emissionshandel. ähm zumindest eine Teilantwort auf ihre vorherige Frage, wie man denn ähm
  371. ähm einen robusten ähm regulatorischen Rahmen schaffen kann, der auch länger bestand hält, ist ähm dass es eben eine längerfristige Integration in den
  372. EU-Emissionshandel gibt. Und äh ich denke eben auch, dass marktbasierte Lösung hier ihren wichtigen Beitrag leisten können und auch sollten. Wichtig
  373. dabei ist eben, dass man dann auch vielleicht oder dass man dann eben die richtigen Lehren aus dem sogenannten freiwillig Kohlenstoffmarkt zieht, wo
  374. ähm es eben große Probleme zum Teil auch gibt, dass ähm die ähm Emissionsreduktion, die dann äh erbracht werden, nicht so richtig das Papierwert
  375. sind, auf dem sie stehen. Und auch das ist ein Risiko, was es auf jeden Fall zu vermeiden gilt, weil das eben dann kein Klimaschutz ist und weil ähm dann auch
  376. weiter das gesellschaftliche Vertrauen in ähm CO2 in Name schwindet, wenn wir regelmäßig in den Zeitungen lesen, dass es sich ja hier um Schwindel und Betrug
  377. oder ähnliches handelt. Frau Strefler, ich äh habe auch in diesem Facket gelesen, unter anderem, dass immer wieder auch von der Rolle
  378. einer möglichen Ernährungsumstellung der Bevölkerung gesprochen wird. Und als ich das gelesen habe, habe ich meine Tochter im Ohr gehabt, die würde sagen, nämlich
  379. sagen, dein Ernst? Also ist es wirklich so, dass wir also dass man auf die Option, alle Menschen ernähren sich weniger fleischlastig,
  380. ähm dass man auf die setzen sollte, wenn man in dem Umfang ähm die Emissionen vermeiden will oder sie ähm über CDR sozusagen wieder ähm einholen möchte.
  381. So leid mir das jetzt für ihre Tochter tut. Ja, das ist tatsächlich also die Ernährung ist einer der größten Hebel, die wir haben, individuell Klimaschutz
  382. zu betreiben. Zum einen, weil das wirklich eine ein substantieller Anteil der Emissionen ist, aber fast wichtiger noch, das sind Emissionen, wo wir
  383. praktisch keine Alternativen haben. Also, wenn wir darüber nachdenken, was wir individuell machen können, wir können Energie sparen, ja, aber die
  384. Emissionen, die z.B. bei der Verstromung von Kohle entstehen, die können wir auch vermeiden, indem wir umstellen auf erneuerbare Energien. In der
  385. Landwirtschaft ist es nicht so. Die Emissionen, die aus der Tierhaltung entstehen, wenn wir weiter äh tierische Produkte zu uns nehmen wollen, dann wird
  386. das mit Emissionen einhergehen. Da gibt's wenig, also es gibt vielleicht Alternativen, wenn wir irgendwie an ähm äh mikrobielles Protein denken, ähm also
  387. sozusagen Laborfleisch. Äh, da mag es irgendwie Optionen geben, aber es sind einfach nicht besonders viele. Ähm, das heißt, die Ernährung ist wirklich ein
  388. großer Hebel, den wir individuell haben, äh weil das eben auch unsere individuelle Entscheidung ist und bleiben sollte. Ähm, der da kann man
  389. vielleicht Politiken finden, um irgendwie das zu unterstützen, indem es irgendwie mehr Informationen gibt. Da gibt es ein ganzes Forschungsfeld ähm,
  390. indem ich nicht äh unterwegs bin. Deswegen will ich das jetzt gar nicht weiter ausführen, was es da für Möglichkeiten geben könnte. Aber es gibt
  391. Optionen, wie man das irgendwie unterstützen kann, aber am Ende ist es unsere eigene Entscheidung, wie wir uns ernähren. Und wenn wir da uns
  392. entscheiden, weniger tierische Produkte zu uns zu nehmen, dann würden wir da oder hätten wir da einen Hebel, die Emission deutlich zu reduzieren. Der
  393. sind zum allen die direkten Emissionen, die durch entstehen. Das ist aber auch noch ein indirekter Effekt. Wenn wir weniger Tiere benötigen, dann heißt es,
  394. wir brauchen weniger Tierfutter, also weniger Landflächen, um dieses Tierfutter anzubauen und auch generell weniger Flächen für die Tierhalterung.
  395. Das heißt, wir haben quasi einen doppelten Effekt, dass wir zum einen direkte Emissionen reduzieren, aber zum anderen grundsätzlich Druck ähm von der
  396. Landnutzung nehmen und da Flächen frei werden, die anderweitig genutzt werden können, z.B. für eine Renaturierung, für eine Wiederaufstung, für Bioenergie.
  397. Also, es hat am Ende hat das einen doppelten Effekt. Frau Pongrat. Ähm Ach so, Herr Bz. Ja, vielleicht zwei Sätze anschließend
  398. häufig oder manchmal habe ich den Eindruck, es wirkt in den gesellschaftlichen Debatten und der Forschung so, dass ähm implizit
  399. angenommen wird, dass technologische Lösungen leichter zu implementieren sind, als solche gesellschaftlichen Veränderungen anzustoßen sind. Und ich
  400. glaube ähm das ist ein ähm eine Glaube oder ein eine Ansicht, die nicht notwendigerweise zustößt. Und wir sollten gesellschaftlich uns auch
  401. zutrauen, diesen durch diesen von Frau Strefler gerade beschriebenen gesellschaftlichen Wandel auch stärker anzustoßen und das als ernster zu nehmen
  402. als eine ethisch vollkommen zulässige ähm und in vielen Hinsichtenlich erstrebenswerten gesellschaftlichen Wandel.
  403. Ja, danke für die Ergänzung, Frau Pongratz. In dem Factscheat steht, weltweit werden aktuell 2,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid entnommen und für
  404. das 1,5° Ziel müsste man das verdoppeln oder gar verdreifachen. Jetzt haben wir hier über Restemissionen von 60 bis 130 Millionen Tonnen gesprochen und als ich
  405. das so in Relation gesetzt habe im Kopf, habe ich immer an dieses ja Deutschland emitiert ja nur 2% der globalen Treibhausgasemissionen. Was sollen wir
  406. hier schon ausrichten? Deswegen meine Frage, welche Rolle spielt denn Deutschland international auf diesem Weg hin zur Implementierung von technischen
  407. und naturbasierten CDAs? Deutschland ähm sollte grundsätzlich, denke ich, in diesem Bereich eine
  408. Vorreiterrolle haben aufgrund der historischen Verantwortung bezüglich des Klimawandels, aber auch eben weil wir ähm politisch und ökonomisch natürlich
  409. Möglichkeiten haben, die ein großer Teil der Welt gar nicht hat. Ähm Deutschland ist nicht unbedingt Vorreiter. Also es gibt Länder wie beispielsweise Dänemark,
  410. die im Bereich von CO2 Entnahme ähm und zweit voraus sind auch im Klimaschutz allgemein. Ähm aber immerhin muss man sagen, er meint es Deutschland in
  411. einigen Bereichen schon ernst. Also wir wir sind eines der größten voll öffentlich finanzierten Forschungsprogramme zur CO2 Entnahme
  412. weltweit und ähm Deutschland hat sich zumindest bemüht auch eine Langfriststrategie für Negativemissionen zu entwickeln, die
  413. jetzt wieder auf in der Warteschleife hängt. Ähm wo es eben auch darum ging, dass man sich jetzt nicht kurzfristig mit Kohlenstoffmanagement nur
  414. beschäftigt, sondern auch eben langfristig über den Zeitpunkt der Treibhausgasneutralität und darüber hinaus Gedanken macht. Wesentlich wäre,
  415. dass diese Prozesse eben jetzt wirklich umgesetzt werden, wieder aufgenommen werden und sinnvoll umgesetzt werden, damit eben diese Planungssicherheit da
  416. ist, aufgrund derer dann ein Hochlauf ökonomisch wie gesellschaftlich stattfinden kann. Ich find es übrigens ganz toll, wie treu
  417. alle Kolleginnen und Kollegen uns bleiben, obwohl wir schon überzogen haben. Das spricht dafür, dass es sehr interessant ist, was Sie machen auch.
  418. Danke, dass Sie einfach ohne, dass ich gefragt habe diese Überziehung genehmig krieg. Ich würde jetzt gerne einmal noch rei um jeweils mit Ihrer Expertise für
  419. CDR Terra ähm eine Frage stellen und vielleicht können Sie uns da einen kurzen Ausblick geben. Herr Batz, ich würde gerne mit Ihnen beginnen, denn die
  420. erste Forschungspase Phase, oh Gott, hat jetzt vier Jahre gedauert im Forschungsverbund. Ähm, welche Wissens und äh oder andere Lücken müssen wir
  421. dann noch schließen in weiteren Phasen, bis man sagen kann, jetzt haben wir hier was vorliegen, mit dem man auch sich wohlgemut auf den Weg machen kann?
  422. Wir müssen, glaube ich, noch ähm wir haben schon sehr viel rausgefunden über verschiedene Methoden und Möglichkeiten und Szenarien und ich glaube, jetzt gilt
  423. es ähm aufbauend aus auf dem Wissen, was wir schon generiert haben, noch genauer hinzuschauen jetzt konkret welche
  424. Implementierungsszen welchen welche Methodenkombination denn tatsächlich oder insgesamt uns sowohl sowohl in gewissen Hinsichten
  425. machbar erscheinen als auch den gesellschaftlichen Zielen und Werten entsprechen. Ich habe jetzt ja auch eher, wie Sie gemerkt haben, allgemeine
  426. geantwortet. Das hat zum einen mit meinem Fach zu tun, zum anderen aber auch, weil wir in ähm in unseren Projekten jetzt zum Teil ähm uns viele
  427. auch viele Grundlagen erarbeitet haben, Bewertungsschemat und so weiter und ähm Ergebnisse haben und erste Ergebnisse haben und jetzt eben noch mal genau
  428. hinschauen müssen, wie wie konkret verhalten sich jetzt die verschiedenen Szenarium Methoden vor dem Hintergrund ähm ja unserer Überlegung
  429. dazu, was wir was wir als Erstrebenswerter achten. Und bei Frau Fuß, wenn man jetzt eben speziell auf diesen MRV Bereich guckt.
  430. Ja, ich glaube, als ich äh eben äh so ein bisschen Revue passieren lassen durfte, was wir in der ersten Forschungsphase rausgefunden haben, habe
  431. ich ja schon so ein bisschen auf die Lücken abgehoben, die wir jetzt auch in der zweiten Forschungsphase adressieren wollen. Inwiefern ist das, was wir jetzt
  432. aus der Wissenschaft als den Forschungsstand mitnehmen, dann abzugleichen mit dem, was wir in der Praxis sehen, die Standards, die ja
  433. wirklich sehr stark anwachsen, wie können wir Definitionen harmonisieren, wie können wir verschiedene ähm Aspekte festlegen, wie z.B. Baselines
  434. Referenzniveaus, mit anderen Worten, Zeilräume für die Anrechnung. Wie machen wir das anwendbar? Wir dehen wir die vielleicht auch auf andere äh
  435. Nebeneffekte aus. Ich glaube, da bin ich schon ziemlich drauf eingegangen. Deswegen würde ich meine letzten 30 Sekunden vielleicht darauf verwenden,
  436. Herrn Köppens Frage zu beantworten, der nämlich fragt, wie kann er sich denn informieren oder inform? Ich hab dir mit Absicht nach hinten
  437. gestellt. Okay. [gelächter] Noch diese dann warte ich mit meinen mit meinen Ankündigungen. Ich würde das ich würde das allgemein in den Abschlusssatz mit
  438. einbringen, tatsächlich, weil ich dachte, ist TV Journalisten interessant. Dann überlasse ich den Flor Frau Strefler. Ja, Frau Strefler und bei
  439. Ihnen jetzt mit der Frage, welche Risiken müssen noch identifiziert oder äh ausgehebelt oder ähm anerkannt werden? Ähm, also was muss da ein
  440. Verständnis noch entwickelt werden können? Also, da gibt's zum einen ähm noch eine vielleicht eine Reihe von Optionen, die
  441. wir angucken können. Ja, in der zweiten Phase von CDERA gibt es jetzt ja andere Konsortien, die sich andere ähm Optionen zur CO2 Entnahme angucken. Zum anderen
  442. entwickeln sich die Dinge weiter. Ähm, wenn wir auf die rechtlichen Risiken gucken, ähm dann wurde jetzt gerade mit dem äh mit der Novelle des
  443. Kohlstoffdioxidspeicherges ähm jetzt eine rechtliche Hörde aus dem Mekoräumt. Ähm, das heißt, das verändert sich, es verändert sich auch die ganze
  444. Zeit. Und wo wir auch noch ein bisschen stärker reingucken wollen in der nächsten Phase, sind Fragen von äh von Fairness und Justice, also von
  445. Gerechtigkeit. Ähm, wenn man sich anschaut, also Deutschland hat ja das das Ziel von äh CO2 Neut, von Emissionsneutralität bis 2045 und
  446. nettoegativen Emissionen danach. ist aber gar nicht so klar, wo das genau hingehen soll und wie weit wir da runterkommen wollen. Und das hat
  447. natürlich auch mit internationaler Gerechtigkeit zu tun. Also wie viel äh oder wie wie wenn wir oder anders gesagt, wir wissen jetzt, dass wir die
  448. 1,5° überschreiten werden in den nächsten Jahren mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit und das heißt, wir brauchen nettoegative Emissionen, um die
  449. Temperatur wieder äh zu senken, um eben wieder unter 1,5° zu kommen. Aber wie das verteilt werden soll, wer jetzt eigentlich die Verantwortung hat, wie
  450. viel nettoegative Emissionen zu machen, das ist noch unklar. Darüber werden wir wahrscheinlich auch noch viel reden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten,
  451. aber da mal erste Schritte zu machen und zu gucken, ähm welche welche Verteilungsfragen und welche Gerechtigkeits und Fernnessfragen sich
  452. da ergeben für Deutschland. Das ist ein Punkt, den wir genauer untersuchen wollen. Und Frau Pongrad, Sie Leiterin des
  453. Forschungsverbundes, ähm was würden Sie denn da äh noch zum Abschluss sagen wollen? Vier kurze Punkte. Einmal das Portfolio
  454. erweitern. Es gibt noch neuartige Methoden, die wir noch nicht so auf dem Schirm, aber nicht in dieser Art. Die brauchen wirklich Grundlagenforschung.
  455. Zweitens weiter zu diesem Abbau der Hürden beitragen, die wir angesprochen haben. Hier vielfältig viel ist draußen einfach in der Umsetzung. Also wir
  456. müssen noch viel stärker jetzt, wo wir wissen, woran es harpert, in den Dialog treten mit den Fachverbänden, mit Landwirtinnen selber, mit den
  457. Ministerien. Ähm, wir müssen die Synergien viel mehr fördern. Ich persönlich halte das für wirklich nicht hinreichend ausgeschöpft
  458. dieses Potenzial. Die Zielkonflikte sind ganz wesentlich, die müssen wir immer auf dem Schirm haben, aber dann eben auch zusätzlich die Synergien wirklich
  459. erkennen und fördern, weil es ganz oft Win-Win ist unds eben einen zusätzlichen Nutzen bringen kann und das dann Ganze dann vielleicht auch ökonomisch tragbar
  460. gestaltet, tragbarer ähm und letztlich auch ähm große Lücke ist immer noch ähm wir müssen uns einfach angucken, was weiß denn die nächste Generation über
  461. CO2 Entnahme? Das Thema ist immer noch relativ neu, bis das in den Lehrplan ist, dauert auch noch. Das heißt auch ein Schulprogramm, Bildungsprogramm,
  462. auch das ist etwas, was wir einfach noch stärker vorantreiben müssen. Danke schön. Dann bleibt mir zum Abschluss jetzt noch ganz kurz etwas zu
  463. sagen. Also noch mal zur Erinnerung, versprochenerweise zum letzten Mal für diese Veranstaltung. Das Embargo läuft noch bis kommende Woche Dienstag, den
  464. 9.12. um 15 Uhr. Äh, dann dürfen Sie drüber berichten. Es gibt auch am 9.12. und den schon öfter hier angesprochenen ähm die Pressekonferenz des
  465. Forschungsverbundes selbst. Sie können ähm sich dort an eine E-Mailadresse wenden, die wir Ihnen E-Mail im Anschluss schicken werden. Ähm dort
  466. erfahren Sie, wann die Veranstaltung ist, bekommen auch die Einladung und dort können Sie auch und ich bitte Entschuldigung an den Kollegen und Fuß
  467. wollt ja gerade schon aufgreifen, aber es kam so Fragen, wo kriege ich denn z.B. die guten Quellen her, bei denen ich mich wissenschaftlich informieren
  468. kann oder welche Projekte werden in möglicherweise so bildlich interessant, dass ich die auch gut im Fernsehen umsetzen kann? All diese Informationen
  469. kriegen Sie sicherlich bei der ähm Kommunikationszentrale vom CDR Terra. Ähm und sie bekommen in dieser E-Mail auch das Factheet selbst
  470. und auch die Präsentation von Frau Pongratz, also die Frau Pongratz gerade gehalten hat, bekommen Sie dann von uns geschickt. So ist richtig formuliert.
  471. Ähm oder auch wenn Sie meinem Blick in die Konsortien sehen, oh, da interessiert mich aber hier dieser Wissenschaftler oder diese
  472. Wissenschaftlerin, um mit denen mal zu sprechen, auch dann würden Sie über diese dort genannte E-Mailadresse sicherlich schnell den Kontakt
  473. herstellen können. Wir schicken Ihnen mit dieser E-Mail auch dann noch das Video dieser Veranstaltung, das zunächst noch maschinell erstellte Transcript,
  474. dass wir dann spätestens morgen bearbeiten werden. Ansonsten hoffe ich, dass Sie die Veranstaltung auch so spannend fand. Ich danke Ihnen, liebe
  475. Expertin, lieber Experte, für Ihre Zeit, für ihre interessanten Ausführung. Für mich war es wieder so, dass ich dachte, wo ist die Zeit hin? Ging viel zu
  476. schnell. Ich hätte noch ewig weitermachen können. Ähm, danke für Ihre Zeit und ähm ja, auf bald, sage ich mal. Tschüss.

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