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Die Geschichte der Migration Teil 1: Wanderungsbewegungen innerhalb Europas bis 1815
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 302 Zeilen
- [Musik] [Musik]
- es ist 19 Uhr hier ist die Konrad-Adenauer-Stiftung herzlich willkommen zum politischen Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern heute an diesem
- geschichtsrechtlichen 9 November 2022 vor 33 Jahren fiel die Mauer wir wollen uns heute nicht über die friedliche Revolution
- unterhalten sondern über die Migration es beginnt eine eine Sendereihe mit fünf Sendungen da geht es um Migration ich begrüße da zu recht herzlich
- links von mir Herrn Professor Jakob Rösel und dr Pierre gottschlik guten Abend ja wir müssen so ein bisschen auf diesen
- geschichtsträchtigen Tag Bezug nehmen das hat ja auch was mit Migration zu tun wissen Sie noch was sie damals gemacht haben Herr Rösel
- ja ich habe glaube ich Fernsehen gesehen angeschaut um das dieses Ereignis zu verfolgen ich muss allerdings sagen Baden-Württemberg ist weit weg
- von diesen Dingen weil die Perspektive in gerade in Baden immer eher schon burgundische Pforte Mailand Toskana und
- ab das Meer war aber das war dann doch ein sehr großes Thema damals ja letztlich auch natürlich auch die Voraussetzung dass sie hier gelandet in
- Rostock also natürlich auch irgendwo eine Form von Migration wir wollen uns heute eben darüber unterhalten und ich möchte ganz ich würde sie einmal bitten
- dass wir leicht die wissenschaftlichen Grundlagen so ein wenig bearbeiten und ja was was ist definitiv was ist Migration die wie wie würden sie es
- definieren also zum einen ist Migration also Wanderungen in welcher Form auch immer eigentlich ein bisschen ein Stiefkind in
- der deutschen Forschung langeseits geblieben die Demographen haben immer so getan oder ein Teil der Demokraten hat gerne so
- getan als würde Migration gar nicht in ihr Arbeitsgebiet fallen nach dem Motto lieber Kinder als Inder ja das ist ein Thema womit man
- sich nicht beschäftigt und dazu kommt ein dank einer 200-jährigen Tradition des Nationalismus
- vor allem das ethnisch völkischen Nationalismus begründete Blindheit in Geschichte und generell Gesellschaftswissenschaften wo
- man immer von einem zentralen Modell ausgeht und das ist für uns der Moderne territorial und Nationalstaat und mit dem Begriff Kombination und
- territorialschlag verbindet sich dann die Vorstellung dass der Mensch an der Stelle wo er geboren ist bitteschön eigentlich meistens auch zu bleiben hat
- diesem Ort dieser Sprache diesem Volk dieser Regierung schuldet der Loyalität und daraus entsteht sehr schnell eine Perspektive das alles was von außen
- reinkommt oder wer etwa als Migrant wegläuft auswandert eigentlich entweder ein Vaterland zu unserer Geselle ist oder ansonsten nicht die
- richtige Loyalität aufkommen gerade in den Nationalstaaten im 19 Jahrhundert hat es ja Migration also auch Leute die weggehen ja immer gegeben wir wollen
- noch mal auf die auf die Definition was ist Migration Migration ist eigentlich ein erstmal ein
- übergreifender Dachbegriff der jede Form von sei es auch saisonaler Professor professioneller vor allem auch dauerhafter Wanderung von ob A zu Ort B
- meistens über Grenzen hinweg anspricht wobei wir da auch nie beim Thema Flüchtlinge vergessen sollten dass es Millionen von Binnenflüchtlingen
- binnen vertriebene auch immer gibt aber neben das Thema Flüchtling also derjenige Mensch der vor Naturkatastrophen politischer
- gewaltverfolgung als Minderheit aufgrund von Geschlecht Religionen Sprache und politische Überzeugung flieht kommt natürlich seit
- Jahrtausenden kann man inzwischen sagen eine fast noch viel wichtigere Form der Wanderung der Migrationen hinzu und das ist die Migration
- der Arbeitsmigration ja wobei die arbeitsmigrat so natürlich auf einer endlosen Skala gemäß den Bremer Stadtmusikanten etwas Besseres als den
- Tod finden wir überall auch dann natürlich wiederum in den Bereich politische Verfolgung übergehen kann also der Migrant wird angetrieben von
- einer Fülle von unterschiedlichsten Motiven mag sein Leben retten wollen oder mag einfach nur seine Berufssituation
- aufbessern wollen wir gleich noch reden also ich nehme mal an es gibt keine Familie auf der Welt die wenn man einmal die
- sich die Familiengeschichte anschaut nicht irgendeinmal migriert ist die irgendwann angefangen anfing zu wandeln geht gar nicht anders das heißt also es
- gibt unterschiedliche Gründe auch dazu Herr Gottschlich vielleicht sagen Sie mal ein bisschen was zu den Gründen bitte ja also Migration das ist ja
- angesprochen worden ist eigentlich eine der konstanten der Menschheitsgeschichte also seit es den Menschen gibt wandert der Mensch bewegt er sich räumlich es
- ist häufig verbunden mit einer Art Änderung im sozialen soziökonomischen Status also wenn wir nach bestimmten Merkmalen suchen um zu sagen was ist
- jetzt Migration wie kann man es festzurren dann sind viele Dinge genannt worden eine gewisse Dauerhaftigkeit gehört dazu aber dieser Prozess des
- sozialen Wandels spielte auch eine Rolle und der kann aus unterschiedlichen Motivlagen heraus erfolgen und wenn wir uns die
- Migrationsgeschichte der Menschheit ansehen dann finden wir eigentlich bis heute so fünf große Motivationen die Wanderungsbewegungen
- geprägt haben und bis heute prägen das ist in erster Linie zunächst mal der Wunsch der Verbesserung der eigenen der individuellen Lebenssituationen da gibt
- es das was man in der Migrationsforschung häufig als Push und pull-faktoren bezeichnet also push-faktoren etwas drückt ein schiebt
- einen Weg das sind Dinge die jetzt eine Wanderung ver machen weil man vor etwas weggehen will fliehen will vor Krieg vor Naturkatastrophen vor Hunger vor
- Unterdrückung vor not also man erhofft sich ein ein besseres Leben als den Tod findet man überall man erhofft sich also etwas besseres in der Fremde weil es
- auch nicht anders geht auf der anderen Seite gibt es die pull Faktoren die zugfaktoren die ein Anziehen also besonders attraktives Ziel das
- Versprechen von Sicherheit das Versprechen von Freiheit und das Versprechen von dem was man häufig als vermehrte so zu ökonomische
- Handlungsmacht bezeichnet also einen besseren Status mit dem man mehr machen kann nicht unbedingt nur für sich selbst sondern auch mit Blick auf die eigenen
- Kinder auf die eigenen Enkel dass man den sozusagen in der Fremde ein besseres Leben ermöglichen will und hier kommt auch noch etwas hinzu was gerade für die
- Zeit die wir heute besprechen durchaus eine Rolle spielt nämlich Migration als religiöse Pflicht im Sinne von Pilgerfahrten die jetzt in
- Zeiten vor Industrialisierung vor Massenmobilität dann häufig notgedrungen mit sich brachten dass so eine Pilgerfahrt jahrelang dauerte und in der
- Regel dann auch tatsächlich mit der Dauerhaftigkeit des Ortes verbunden also erster großer motivationskomplex Verbesserung der individuellen
- Lebenssituation damit ein bisschen verbunden ist die Suche nach Vorteilen für die eigene Gemeinschaft eigene Familiengemeinschaft Dorfgemeinschaft im
- Sinne von Erschließung von Handelsrouten beispielsweise Erschließen von Ressourcen aber auch das Wandern um neue Fähigkeiten Fertigkeiten zu erlernen wir
- werden vielleicht heute noch ein bisschen überhandwerker sprechen das findet man da häufig dass man wandert um eben neue Techniken auch neue
- landwirtschaftliche Techniken zu erlernen heutzutage sehen wir das vielfach auch in Unterstützungsleistungen die von außen
- zurückgetragen werden Geldüberweisungen beispielsweise in die alte Heimat also zweite Motivation Nutzen für die eigene Gemeinschaft dritte Motivation auch
- nicht zu benutzen Nutzen für die neue Heimat für die gastgemeinschaft auch das kann eine wichtige Motivation sein im Sinne von Verbreitung von religiösen
- Heilslehren beispielsweise Verbreitung von philosophischen Ideen alles das was wir heute im weitesten Sinne als Entwicklungszusammenarbeit früher
- Entwicklungshilfe bezeichnen würden auch das kann zu Motivation führen um zu wandern um zu migrieren dann vierter großer Komplex Vergnügen und Neugier
- also die Lust am Reisen die Lust am Abenteuer das Vergnügen neue Länder neue Menschen neue Ideen kennenzulernen auch das gab es schon immer gibt es bis heute
- und dann der fünfte auch ein ganz ganz wichtiger großer Faktor natürlich Zwang unfreiwillige Migration also eine Wanderung wo der Entschluss zur
- Wanderung nicht in den Händen des Einzelnen liegt das betrifft beispielsweise Kinder die sich das nicht aussuchen können ob sie ihre Eltern
- begleiten wollen das betrifft Sklaven natürlich das betrifft Gefangene das betrifft natürlich Flüchtlinge aller Art also Flucht vor religiöser Verfolgung
- vor ethnischer Verfolgung vor kulturelle Verfolgung alles das was wir heute ein bisschen als gewaltmigration zusammenfassen also Ausweichen vor einer
- in der Regel lebensbedrohenden Notlage und Gefahr die jetzt die Flucht unumgänglich macht und die dann eben auch zu migrationsbewegung
- und zu großen und bedeutenden Migrationsbewegungen führt gut okay vielen Dank dann haben wir jetzt erstmal also die großen fünf Beweggründe einmal
- kurz charakterisiert ich würde ganz gerne so ein bisschen die Geschichte jetzt eintauchen wollen ja und wir wollen ja
- heute so bis 1800 bis 1815 kommen um die Grundlagen für die nächsten Sendungen zu zum legen das wird schwer genug aber wenn wir mal auf die Antike zu sprechen
- kommen wo sehen sie dort tatsächlich also ganz wichtige Wanderungsbewegungen ich würde über vor die antike gehen um überhaupt mal die
- Totalität des Phänomens noch mal zu beleuchten und deswegen damit dass als Menschen physisch orthopädisch wenn Sie so wollen anthropologisch wanderwesen
- sind es beginnt mit dem aufrecht gehen was überhaupt Menschwerdung ermöglichte das berühmte extra uterine früher also kein Primat wird so
- früh zu früh geboren mit der Mensch kommt als unfertiges Wesen auf die Welt wo deswegen Familienbande
- mutterfürsorge erhalten die Hände werden frei werkzeugschaffung etc wir sind also bereits durch durchlaufen und zwar als große Läufer große Jäger und so weiter
- bereits wanderwesen was viel entscheidender aber noch ist ist in unserer physischen Konstitution
- sind wir körperlich sozusagen liefern wir den körperlichen Nachweis unserer frühen Wanderbewegung zum einen
- bereits bevor wir überhaupt zum heutigen Exemplar wurden was hier in diesem Raum sitzt Homo sapiens gab es ja die frühen
- Hominiden den Homo erectus den Homo robustus und der out of Africa aus Afrika heraus hat bereits vor einer Millionen Jahren teilweise vor zwei
- Millionen Jahren die übrige damals alte Welt erobert weil wir nur deshalb den peking-menschen denn Java Menschen und andere merkwürdige Exemplare bis zu den
- Menschen in atapuaca die erst vor 20 Jahren in Nordspanien ausgegraben wurden vorfinden können und unser heutiges Exemplar Homo sapiens seit 100 bis
- 150.000 Jahren entstanden ist mit unglaublicher Geschwindigkeit out of Africa also aus dem Rift Valley Kenia aber sie Indien und auch Südafrika
- herausgewandert und hat sich nicht die gesamte kontinentale alte Welt und dann vor 40.000 Jahren auch die neue Welt Amerika eigentlich erschlossen ist ein
- absolutes wanderwesen und dass er ein wanderwesen ist können wir per DNA auch heute sehr genau bestimmen überhaupt unser
- berühmtes Erkennungsmerkmal für alle Rassisten weiße Hautfarbe gelbe Hautfarbe schwarze Hautfarbe ist ja nur etwas was dank dieser Wanderung eines
- ursprünglich schwarzhaarigen Homo sapiens in die von der Sonne weniger verwöhnten Tundra und Tiger breiten dann entstanden ist also weiße Hautfarbe und
- aufgrund dieser Wanderungen ist der ursprünglich vollständige gen- alle Herren dann immer die bushmänner nannten dieser vollständigenpulver dann
- immer geringer weil er diese Spezialisierung Richtung Europäer Chinese die Menschheit am Leben zu erhalten wir
- müssen noch sagen kommen genau da kommen wir auch noch hin sie haben Recht aber wir tragen den Vorteil in uns und das entscheidende
- also ohne Migration biologisch gesehen wird es Stillstand gehen würde die Menschheit aussterben und der große Schub der Wanderungsbewegung der erfolgt
- natürlich mit der neolitischen Revolution von 10.000 Jahren ab 8000 vor weil sich da zum ersten Mal etwas zeigt was ich jetzt noch mal etwas
- spezifischer ausführen möchte was dann auch in die Antike rüber geht das ist das was die Demokraten die wave of advance also die sich selbst
- erhalten der sich selbst generieren expansionswelle nennen denn alle Untersuchungen wie hat sich Sesshaftigkeit also Ackerbau Viehzucht
- ausgebreitet weisen eigentlich inzwischen nach dass diejenigen die diese völlig neuen Techniken in Jäger und sammlergesellschaften sei es in
- Europa aus dem Orient sei es nach Mittelasien sei es im Bereich von China nach Südostasien und so weiter gebracht haben
- das ist alles Gruppen sind die sich nicht aus irgendeinem Geburtenüberschuss aus der ursprungslandschaft
- reproduziert haben sondern sie waren weil sie aufgrund einer eine Innovation haben eine völlig neue Technik die eine zehnmal höhere Besiedlung des
- Territoriums gegenüber Jägern und Sammlern ermöglichen eine sich Geburtenüberschuss selber generierende Welle was und dieses Modell haben wir
- bis heute das können wir bei Vermittlung der USA seit 1800 dann sehen das führt in 100 Jahren oft nicht nur zur Vervierfachung sondern zur Versicherung
- oder zur 20-fachung einer ursprünglichen Bevölkerung das heißt wandern Expansion von Menschen die irgendwelche Innovationen haben vor
- allem ursprünglich mal sesshaft also sesshaft werden im Sinne von neolitikum ackerbauvideo führt zu demografischen Schüben und führt und generiert immer
- wieder neue Expansionen und Migration und jetzt Antike wenn wir jetzt den letzten 2000 Jahre angucken dann können wir sogar aus unserem normalen
- geschichtswesen heraus sagen seit tausend vor bis unter Datum jetzt 1800 fällt uns so wie welche sitzen eigentlich pro Jahrhundert immer eine
- große Migrationswelle ein weil sie kolonisatorisch handelstechnischer imperialer
- zerstörerischer Art denken Sie an die phönizische Kolonisation quer durchs Mittelmeer sofort gefolgt ab dem 9 jahrhundert von der griechischen
- Kolonisation vorher haben wir ziemlich unbekannt die gewaltigen erst durch die Archäologie nachgewiesenen Bantu Expansion seit 1200 vor die überhaupt
- Ackerbau aus Westafrika langsam in die undurchdringlichen riesigen Wälder von Zentralafrika und Richtung Südafrika
- vorangeschroben haben ab dem 7 6 jahrhundert haben wir dann die ersten großen imperien-stundenreich und wenn wir
- Imperien haben haben wir im Falle der armeniden ein erstes multi-ethnisches Weltreich was damals vom Indus bis zur EGS und bis nach Ägypten reichte und das
- an seinen Grenzen die Sklavenjagden organisierte riesige söldnermärkte hatte schon in der Lage war immer ein Aspekt aller guten Imperien aber sie
- chinesischen die römischen oder halt die armeniden waren ganze Völkerschaften wenn die rebellierten oder unwohlsmäßig waren oder praktisch zu verwerten da
- würden wir einfach debattiert das ist ja dann schon eine Art der Migration die sich ja von dem was davor
- war in unterscheidet das ist organisiert ist irgendwie ja wie sieht es im Mittelalter aus also wie verändert sich im Mittelalter Migration
- was wir im weiter in Europa sehen ist zum ersten Mal in einem richtig großen Stil etwas was wir heute ein integrierten europäischen Arbeitsmarkt
- nennen würden also jetzt mal jenseits der siedlungsmigration anrollende Welle das was wir eben besprochen haben ein ganz großer Zweig der berufsbedingten
- Migration in mittelalterlichen Europa da gibt es eine ganze Reihe von unterschiedlichen Gruppen die jetzt aus ökonomischer Notwendigkeit wandern das
- sind natürlich die Wanderarbeiter die Tagelöhner die sich aber meistens in dem relativ kleinen Umkreis nur bewegen es sind Krämer Hausierer Kaufleute es sind
- Söldner die eine richtig wichtige Rolle in dieser Phase der europäischen Geschichte spielen es sind auch so was wie Wissenschaftler Ärzte die jetzt zum
- Teil europaweit wandern es sind selbstverständlich Spielleute Gaukler Sänger die kreuz und quer durch Europa erziehen und es sind vor allem Handwerk
- sondern das spielt eine sehr sehr große Rolle im Mittelalter es ist die Entstehungsphase der sogenannten wanderpflicht etwas was man vielleicht
- heute auch noch kennt von Handwerkern das geschieht damals vor allem zur Entlastung lokale Arbeitsmärkte weil vielfach mehr Gesellen ausgebildet
- werden als örtlich beschäftigt werden können mit der wanderpflicht sorgt man jetzt dafür dass die ausgebildeten Arbeitskräfte gut
- verteilt werden und insgesamt ein gesellschaftlicher auch wirtschaftlicher Fortschritt entstehen kann das gilt insbesondere für eine breite Schicht von
- sehr gefragtten Spezialisten für die jetzt tatsächlich schon und wir sind im 14 15 Jahrhundert ein Europa weiter Arbeitsmarkt besteht in dem die
- tatsächlich von Stadt zu Stadt von Fürstentum zu Fürstentum wandern und ihre speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten den dortigen Herren zur
- Verfügung stellen ich spreche von D beispielsweise sehr gefragt ich spreche von glockengießern von Waffenschmieden selbstverständlich ich spreche von
- kirchenbaumeistern es gibt zur damaligen Zeit regelrechte Bautrupps die durch Europa wandern und überall Kirchen errichten bis hin zu riesigen
- Kathedralen Uhrmacher Kunsthandwerker sind europaweit gefragt der spezialistisch Spezialisten und ab dem 15/16 jahrhundert sehen wir tatsächlich
- regelrechte Abwerbungen von solchen besonders befähigten und begabten Handwerkern durch die unterschiedlichen Fürsten in Europa also etwas was wir
- dann im Nachgang häufig als mehr kantilistische Politik beschreiben auf mehr kantilismus kommen wir noch zu sprechen in dem Zusammenhang würde mich
- interessieren wie wie die Religion die Verhältnisse zum Tanzen bringt damals gerade die Auseinandersetzung Katholizismus der aufkommende
- Protestantismus welchen Einfluss hat das das ist sozusagen jetzt noch mal eine ganz andere Geschichte zum kleinen spielt Religion
- natürlich eine Rolle in der persönlichen Motivation von Migranten 14 bis 15 bis 16 16 Jahrhundert wenn wir ein Mönche denken wenn wir einen aber auch Pilger
- denken wenn wir ein Kreuzfahrer denken die aus religiöser Motivation jetzt migrieren aber selbstverständlich ist Religion auch nicht zu denken und die
- religiösen konfessionellen konflikte sind nicht zu denken ohne große Fluchtbewegungen die wir jetzt auch im 15 16 17 Jahrhundert sehen sein es diese
- fatischen Juden die aus der iberischen Halbinsel vertrieben werden aus Spanien aus Portugal im Zuge der rekonkista seien es die Hugenotten die als
- Calvinisten jetzt das katholische Frankreich verlassen müssen also solche Fluchtbewegungen spielen hier in dieser Geschichte 16 17 bis 18 Jahrhundert
- natürlich eine überragende Rolle in Europa über die hoganten wollen wir nachher noch mal sprechen vorher würde ich gerne das Problem der Globalisierung
- also Migration als ja im Zusammenhang mit Globalisierung darauf zu sprechen kommen oder wollen Sie jetzt noch ergänzen ich wollte noch hier was
- ergänzen weil wir für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell jetzt im Mittelalter waren ich möchte weil unser großthema ist ein Migration und große
- Migration noch mal mit dem Schema ungeplante wenn Sie so wollen anarchische Migration und geplanten Migrationen arbeiten und noch mal also
- empathisch sozusagen sagen dieses Europa wie wir es haben wie es dann 1.000 1100 langsam fassbar wird ist das Produkt von einem halben Jahrtausend
- Minimum ungeplanter anarchischer zerstörerischer Migration das beginnt mit der berühmten Völkerwanderung seine dritten vierten Jahrhundert
- Angelsachsen die sich in einem England niederlassen dann gefolgt von einer riesigen aber bis heute eigentlich kaum gewürdigten oder erst seit 50 Jahren
- ausgegrabenen zweiten Völkerwanderung die slawische die ganz ganz wichtig ist denken wir nur an die Konflikte im Balkan oder das Erschließen eines
- Russlands was überhaupt von rechtslawische Migration nach Osten überhaupt zu einem Russland wurde danach dann sehr schnell und rasch die berühmt
- das Jahrhundert der Wikinger parallelisiert und gefolgt von den ständigen Überfällen 100 Jahre lang von den Ungarn diese ursprünglich
- zentralasiatische steppenreiter dann gefolgt was wir zwischen völlig verdrängt haben von der Explosion einer völlig neuen
- Weltreligion genannt Islam arabische beduinhere die das oströmische reichwasser bis dato noch einigermaßen überlebt hatte einfach kommissionieren
- was denn östlichen Teil angeht also Palästina und Ägypten und die dann mit riesigen Berber Migrationen riesige Herden Kamelherden pastoralismus und so
- weiter ganz Spanien übernehmen ein halbes Jahr tausend und bekanntermaßen an der Sehne in Portier stehen und die nächsten 200 Jahre die gesamten Küsten
- von Südfrankreich bis Riviera besetzen und die rumpeliger auf mehr oder minder eleganterweise massagieren erst nach dieser Phase
- völlig ungeplanter Völker Migrationen kommt Europa langsam zur Ruhe und dann können wir von den
- geplanten Migrationen wieder sehr schön dargestellt hat sprechen und das Allerbeste und allergrößte Beispiel dafür ist dass nach einer Art internen
- Kolonisation die wir können das als Feudalismus und Lokalisierung begreifen wo jetzt plötzlich um die Ritterburgen herum Märkte
- Subsistenzwirtschaft später Geldwirtschaft entsteht und saisonale Becken der Migration über 10 20 km von all dem was er sehr schön geschildert
- hat Handwerker Schuster Schmiede die sind alle immer unterwegs weil sie immer 40 Dörfer ab frühstücken müssen das nicht so dass jedes Dorf immer sein
- Schmied und seine Mühle hatte und daraus erwächst ab dem 11.12 jahrhundert die erste ganz ganz große geplante Migration das ist die ostkologischen die
- dann sozusagen den Masterplan des vorbildmodell für alles was später dann Richtung Russland Wolga deutsche und so weiter Jahrhunderte später passiert also
- das muss man auch noch mal zusammen nehmen ja wir wollten aber wir müssen aber auf jeden Fall auf die auf das Problem Migration als
- globalisierungsfaktor noch einmal damit kommen wir jetzt schon sozusagen zum Aufmarsch zum Wartezimmer der Moderne und das ist deswegen drei Jahrhunderte
- das ist der 16 das 17 und das 18 Jahrhundert wir haben uns ein bisschen von unserer nationalstaatlichkeiten unseren Ökonomen seit 200 Jahren
- aufschwitzen lassen dass es dann nur die große industrielle Revolution gibt und völlig vergessen dass sie industrielle Revolution nicht einfach mal so
- abgeworfen wird und nicht über Nacht irgendwie entsteht und wenn man verstehen will warum zu einer industriellen Revolution kommt und vor
- allem dass diese industrielle Revolution nicht in dem hochentwickelnden Indien nicht in diesem fantastisch weiterentwickeln China stattfindet
- sondern komischerweise in diesem abgenabelten irren kleinen Subkontinent genannt europa muss man sehen dass da zwei Revolutionen vorgebaut sind das ist
- die kommerzielle Revolution des 16 Jahrhunderts die einhergeht mit weltentdeckung Kolonisation und der Fähigkeit zum ersten Mal bis heute sowas
- wie Globalisierung wenn auch noch auf Karavellen gallionen und silbertransportens installiert das ja geplant gewesen regelrecht es ist jetzt
- alles geplant ja und das nächste ist die finanzielle Revolution die mit dem anlaufenden Territorialstaat der dann in Barock mit Residenzen stehenden Heeren
- nicht mehr diese komischen feudalen Soldaten Ritter Gefolgschaft auf die man sich nicht verlassen kann sondern Geld mit Steuern Rechtschreibung Karten
- völlige Erfassung des Territoriums operiert und jetzt ganz andere Finanzmittel mit in die Hand nimmt und in der Lage ist auch die überseeische
- Expansion jetzt schon mit Hilfe kommerzieller Kompanien und nicht mit irgendwelchen Desperados alla Columbus oder Magellan
- voran zu treiben und dann bereits [Musik] siedlungsplantation companies handelsmonopolhandelskompanien begründen
- kann die sowas wie multinationale Konzerne sind die dann ganz Indien beherrschen schon im 18 Jahrhundert oder die Karibik übernehmen oder dann die
- Besiedlung der von Neuengland der ostafrikanischen Nordküste vorantreiben und mit dieser Globalisierung entstehen völlig neue
- Formen von Migration geplante weil der spanische Staat nachdem er ganz Lateinamerika übernommen hat von Anfang an das fördert was wir heute noch als
- Tourist in Nordspanien besichtigen kann die sogenannten indianos also die verarmten zweit- und dritt geborenen die ob sie wollen oder nicht mit sieben
- Jahren auf das Schiff gesetzt werden ab dem 16 Jahrhundert und nicht wie in Deutschland ab nach Kassel um als söldnerverkauft zu werden sondern ab
- nach Mexiko ab nach Ecuador um da er Glück zu versuchen eine mestizin zu heiraten und wenn sie es geschafft haben als steinreicher und sehr sehr alter
- Mann zurückzukommen um mit ihrer Gemeinde ein Waisenhaus oder ein Brunnen zu stiften also da beginnt Migration jetzt ab dem 16 Jahrhundert zu einem
- globalen Ereignis zu werden nicht quantitativ was im 16 17 Jahrhundert kann man sich ja vorstellen auf Schiffen die sechs Wochen brauchen
- wo die Leute da wo dann jeder dritte antibus stirbt da kommt nicht viel rüber aber die Institutionen die Sprache die Kultur etc für einen ganzen neuen für
- eine neue Welt Lateinamerika und dann Nordamerika werden gelegt so dass dann nächstes Thema nächste Sitzung im 19 Jahrhundert eine wahre Explosion a der
- menschheitsverzehlfachung und gleichzeitig der globalen Migrationen einsetzen heute hinkommen ganz genau wir müssen aber jetzt noch ein bisschen noch
- mal auf nach Europa zurück und da gibt es ja natürlich eine eine Migration die Europa auch sehr stark verändert hat bis in die heutige Zeit
- die der Hugenotten ja was für Hintergründe hat diese diese Migration also kurz vielleicht ganz bruchstückhaft nur die Hugenotten sind französische
- Calvinisten Protestanten also die schon früh um 16 Jahrhundert sich Verfolgung ausgesetzt haben es gibt die hugenottenk hier die Bartholomäusnacht ist
- vielleicht dem einen oder anderen ein Begriff das ganze wird dann zumindest für eine Generation durch das Edikt von Nong befriedet in Frankreich das ist
- 1598 allerdings ist das kein dauerhafte Friede zwischen den konfessionsgemeinschaften es kommt dann zu weiteren kleineren
- Auseinandersetzungen und schließlich der große Knall dann 1685 als Ludwig XIV der Sonnenkönig beschließt das Edikt von Nord aufzuheben
- und mit einer neuen Regelung dann im Kern eigentlich die Calvinisten auslöschen möchte das ist das erklärte Ziel des französischen Staates die
- Calvinisten unsichtbar zu machen als Bevölkerungsgruppe die Kirchen werden enteignet gehen dürfen nur noch nach katholischen Vitus geschlossen werden
- alle Kinder müssen katholisch getauft werden also man will binnen einer Generation die Calvinisten sozusagen in die katholische Mehrheitsgesellschaft
- wieder aufgehen sehen das führt natürlich jetzt absehbar zu einer großen auswanderungsfälle wir haben es damals mit ungefähr 800.000 Hugenotten in
- Frankreich zu tun von denen rund ein Viertel also 170 bis 200.000 den Weg der Auswanderung der ihn nicht leicht gemacht wird wählt also man er lässt
- ganz strenge Gesetze gegen Auswanderung weil die Hugenotten ja das werden wir noch wichtig was was sind was ist das für eine Bevölkerung Schicht was ist das
- besondere an den Hugenotten wollte ich gerade drauf kommen die Hugenotten gehören damals in Frankreich zur absoluten kulturellen aber auch
- wirtschaftlichen und politischen Elite und das macht es jetzt für Ludwig den 14 selbst als absolutistischer Sonnenkönig sehr schwierig diese Bevölkerungsgruppe
- sozusagen gänzlich in die Flucht zu schlagen weil damit natürlich ökonomische Verwerfungen einhergehen man befürchten muss und auch befürchtet dass
- der Staat wirtschaftlichen Schaden davon nimmt deswegen lässt man jetzt die Grenzen kontrollieren man versucht die Bevölkerung im Land zu halten um sie zu
- rekonvertierung zum Katholizismus und nicht zur Flucht zu bringen das gelingt nur zum Teil allerdings sehen wir besten Art natürliche Auslese unter den
- Hugenotten die jetzt flüchten können das sind nämlich in der Regel die die sich leisten können denn Reisen ist ohnehin teuer zur damaligen Zeit die Verbote und
- die Bemühungen die Verbote zu umgehen Kosten noch mehr Geld es ist im Prinzip die Elite der Elite die jetzt ins Ausland flieht und die und das macht den
- Fall der Hugenotten zu so einem besonderen und historischen Sonderfall die dort mit offenen Armen empfangen werden also Hauptziele der hugenotischen
- Auswanderung sind England sind die Niederlande sind aber vor allem auch die deutschen Territorien und hier ist ein Gebiet ganz besonders zu nennen
- Brandenburg Preußen also Brandenburg Preußen wird jetzt zu dem Refugium der Hugenotten der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm er lässt noch im selben Jahr
- 1685 als Ludwig XIV die Sonderrechte der Hugenotten offen er lässt Friedrich Wilhelm ein aufnahme-edikt das Edikt von Potsdam und sorgt damit dafür dass
- zunächst mal 15.000 Hugenotten sich in Brandenburg Pre ansiedeln dürfen und dass sie auch wieso tut er das es hat zwei Gründe das eine ist das
- französische damals und das ist ein großer Vorteil der Hugenotten eine Art europäische Leitkultur ist also nicht deutsch sondern französisch ist die
- Sprache der gehobenen Klasse und Kultur und wir haben es mit einem Fürstengeschlecht zu tun was besonders frankophil ist und was sich sozusagen an
- dieser Kultur ohnehin orientiert und jetzt sozusagen die aus ihrer Sicht einmalige Gelegenheit hat die Besten der Besten sozusagen in seinen eigenen Staat
- zu holen aber natürlich spielen auch mehr kantilistische ökonomische Erwägungen eine Rolle gerade angesichts der Tatsache dass wir sind ja in der
- nicht so weit vom 30-jährigen Krieg entfernt das weite Landstriche vor allem in Brandenburg Preußen Uckermark beispielsweise die Gegend um Potsdam
- Ruppiner Land die sind quasi entvölkert worden im 30-jährigen Krieg die Hugenotten sind jetzt ebenso die Gelegenheit diese Landstriche neu zu
- besiedeln geplant zu besiedeln und zwar zu besiedeln mit Menschen die mit besonderen Fähigkeiten kommen die mit besonderen Fertigkeiten kommen die
- spezielle handwerkliche manufakturielle Kenntnisse haben und die dann auch tatsächlich in den Jahrzehnten und Jahrhunderten danach zu einem
- wirtschaftlichen Aufschwung führen das sind die Motivation dahinter und das ist auch die Motivation warum den Hugenotten jetzt eine ganz besondere privilegierte
- Stellung zugewiesen wird sie dürfen natürlich ihren Glauben behalten sie kriegen sogar eine eigene Französisch reformierte Kirche das kann man heute
- noch besichtigen wenn sie in Berlin sind am Gendarmenmarkt kennt wahrscheinlich fast jeder zwei identische Kirchen ein deutscher Dom und ein genauso hoher
- französischer Dom errichtet übrigens genau 100 Jahre nach dem Aufnahme entdeckt von Friedrich Wilhelm unter Friedrich dem zweiten der genauso
- frankophil ist und der ebenso seine schützende Hand über die Hugenotten hält die Kirche ist das eine sie bekommen eine eigene Behörde bekommen direkt
- einen Zugang zum Geheimen Rat also sozusagen das Beste vom Besten werden in der Regel in neuen Städten neuen Stadtvierteln angesiedelt Friedrichstadt
- in Berlin ist eigens errichtet für die hugenottischen Flüchtlinge um 1700 ist in Berlin fast jeder fünfte Einwohner hugenotischer Abstammung also die sind
- wesentlich dafür dass Berlin den Aufschwung zu einer echten europäischen Metropole schafft und was wir jetzt sehen ist auch etwas fast einmaliges in
- der Geschichte der europäischen Migration nämlich eine Art umgedrehte Integration eine Annäherung nicht der Neuankömmlinge an die Kultur Sprache und
- Gesellschaft der Mehrheit sondern der ansässigen Bevölkerung an die Kultur Sprache und Geflogenheiten der Neuankömmlinge es ist jetzt auch für
- alteingesessene Berliner und Preußen schick Französisch zu sprechen in die hugenottenviertel zu ziehen da wo es möglich ist zugenten Familien
- einzuheiraten da sind die Noten sehr also dass die das heißt also dass sie weitestgehende auch ihr Vermögen aus Frankreich mitnehmen durften wenn sie es
- geschafft haben nicht jeder hat das geschafft aber das spielte keine Rolle ihr Vermögen hatten sie sozusagen mit sich
- mit ihren Fähigkeiten mit ihrer Kultur mit dem was gefragt worden war und sie haben sehr günstige Startbedingungen bekommen gründerkredite gab es
- Siedlungsland Bauland jahrzehntelange Befreiung von Steuern also das spielte sozusagen keine Rolle weil der politische Wille würden wir
- heute sagen zur Integration vielleicht gar nicht in dem Sinne von Assimilierung aber zur inkooperation dieser Bevölkerungsgruppe
- so stark war dass man ihn sozusagen alle Möglichkeiten geschaffen hat und die Hugenotten haben zu ihrem eigenen aber auch zum wohl natürlich vom Brandenburg
- Preußen geschafft das Beste aus dieser Situation zu machen ich wollte es nur noch mal betonen und mit kommerzieller Revolution finanzieller Revolution
- verbinden der neue kommerzielle revolutionierende und finanzielle revolutionierende Territorialstaat ist der absolutistische Staat der nicht nur
- seine Binnenwirtschaft weiterentwickeln will sondern der merkanthinistisch also handelstechnisch
- draufsetzt möglichst viele Luxus oder interessante Manufakturen zu exportieren um Gold und Silber reinzubekommen weil es die Basis
- von Steuer macht stehenden Heeren etc und er hatte von der wunderbar ausgeführt Elite der Elite das heißt diese Hugenotten sind nicht einfacher
- normalschmiede normalweber normaltöpfer sondern die Leute die die Porzellanmanufakturen Monopol Produkte Monopolunternehmen für den Sonnenkönig
- machen die Seidenweberei strumpfmanufakturen für die feinen strümpf Herren und so weiter machen die
- Kanonengießerei beherrschen das Bankenwesen beherrschen die also nicht mehr Handwerk sondern Kunsthandwerk bis sehr hohe schon wissenschaftliche
- Technologie behalten und die die brauchen gar keinen Webstuhl mitzubringen die haben das alles im Kopf sozusagen die haben das im
- Kopf und sie haben die Netzwerke und wenn ein Friedrich der erste zweite oder der wievielte solche Leute hat hat er neuen Hebel um
- exportmäßig solche Manufakturen auf den Weltmarkt zu bringen dazu gehört dann wieder diese monopolhandelsgesellschaften es gab auch
- preußische solcher afrikanischen Gesellschaften die dann den afrikanischen Häuptlingen merkwürdige seitenstrümpfe versucht eine anzutreten
- aber es war alles in der Logik aber das Wesentliche ist die Angelsachsen unterscheiden immer sehr vernünftig zwischen Erfindung und
- Massenverbreitung invention sind Innovation erfinden kann kann jeder exzentrische Trottel sage ich mal es kommt da auf die Breitenwirkung an wie
- schaffe ich Breitenwirkung und die Breitenwirkung kommt historisch gesprochen bis vor 200 Jahren eigentlich immer nur durch die Wanderung der
- Spezialisten wenn ich die Leute reinbekomme kann man sagen wenn man sich diese Zeit anschaut und der hugenottenwanderung Katharina die Große
- und so weiter das ist quasi ein Kampf um Migration gegeben hat also ich würde sagen also es gab ja
- nicht nur die Hugenotten es gab wurde gestreift unglaublich wichtig für den Aufstieg Hollands zu einer Weltmacht im 16 17
- Jahrhundert man denke an Indonesien Kolonialisierung weiter Teile Asien und so weiter und diese Holländer haben von der von anderen Hugenotten sozusagen
- profitiert nämlich von den verfolgten Juden in Spanien die damals alle möglichen Manufakturen auch Bankwesen etc kontrolliert hatten die vor allem
- den gesamten Handel denn transatlantischen Handel in eine ganze neue Welt genannt Lateinamerika na dann Amerika hatte ja ab dem 16 Jahrhundert
- mindestens 40 schachbrettartige nach spanischen Modell aufgebaute neue Städte mit den entsprechenden Bevölkerungen da kam das ganze Gold das ganze Silber was
- die ganzen währungsmaschine Europas angibt und diese Spezialisten treibt der bigotte völlig ihre
- inquisitionsfanatisierte Staat eines Philipps des zweiten und vor einer bereits eines kalten fünften außer Landes und wo gehen die hin die konnten
- sich aussuchen die sind auch zu teilen auch im rheinischen gelandet also Abwerben von
- Katharina die Große vielleicht ein ganz kurz weil das hier wirklich gut reinpasst zu den Hugenotten noch mal weil es ist genau richtig also nicht die
- Hugenotten konkurrieren um Siedlungsland sondern die aufnehmenden starken konkurrieren jetzt darum möglichst viele dieser Flüchtlinge aufnehmen zu dürfen
- und das führt zu der heute fast bizar anmutenden Situationen dass in Frankfurt am Main die ganz wichtige Transit und Aufnahme statt Frankfurt am Main hat um
- 1700 ungefähr 30.000 Einwohner bin zehn Jahren werden dort mehr als 100.000 hugenot Flüchtlinge durchgeschleust die dort Station machen und von dort emisere
- ausschicken Botschafter die jetzt mit den aufnahmewilligen deutschen Territorien und Fürstentümern Verhandlungen führen welche
- Steuernachlässe kriegen wir welche Vergünstigungen bekommen wir welches Land bekommen wir welche Kredite bekommen wir dürfen wir unsere Kirchen
- errichten kriegen wir dafür Förderung das alles wird verhandelt also die Flüchtlinge können jetzt verhandeln sind in der Situation das zu tun und werden
- dann von Frankfurt am Main dann weiter verteilt vornehmlich nach Brandenburg Preußen aber auch nach Hessen Kassel nach Ansbach nach verschiedenen anderen
- Fürstentümern fast einmalige Situation nach Otto vintense Geschichte Mecklenburgs hat sich der nette großanzug von Mecklenburg auch um die
- Hugenotten bemüht und da kommen wir zu kommerzieller Revolution finanzieller wenn ich keinen ordentlichen Absolutismus habe wenn ich kann
- stehendes her habe wenn ich nicht eine anlaufende rationale Steuereintreibung habe wenn funktionalen Absolutismus habe sondern
- mit einem Klumpfuß die Welt Hub genannt ständig statt und ich nichts genehmigt bekomme dann kann ich dann kann ich nicht nicht groß
- disponieren und alle Versuche Hugenotten auch noch Mecklenburg zu herzulen sind dann gescheitert wie lautet Henze zumindest weil die guten Hugenotten
- gesagt haben tut uns leid dann geht wir kriegen im preußenstall bessere Bedingungen oder geht natürlich nach Holland aber Dänemark wir haben das die
- die Herkunftsländer also Frankreich vor allen Dingen oder bei den Juden dann in die Spanier haben das irgendwann mitbekommen diesen großen Verlust eben
- auch an an Gedanken in Frankreich war es ja ganz offensichtlich also es hatte ja einen Grund warum Ludwig XIV mit der Aufhebung des entdeckt von Land sofort
- die Grenzen schließen ist genau deswegen weil er ja genau diese Abwanderung verhindern wollte das ist ihm übrigens das darf man dabei nicht vergessen zu
- einem groß auch tatsächlich gelungen denn viele der französischen Hugenotten haben dann den vermeintlich einfacheren Weg der Konvertierung zu Katholizismus
- gewählt und es ist ja nur ein Viertel die gegangen sind ich will aber einen anderen Punkt noch mal aufgreifen der hier ganz ganz wesentlich ist nämlich
- Absolutismus das ist natürlich etwas was man hier nicht vernachlässigen sollte wir sehen heute sozusagen den Mythos der Flucht der Hugenotten und und die
- Erfolge die ja zweifelsohne da sind aber man darf dabei nicht vergessen dass die natürlich nur möglich gemacht wurden dadurch dass ein Friedrich Wilhelm und
- ein Friedrich der zweite Dinge durchdrücken konnten und die Bevölkerung mit der es durchaus Konflikte auch gab die nicht jetzt in Massen die Hugenotten
- mit genauso freudestrahlenden Armen empfangen haben wie die Fürsten dass diese Konflikte unterdrückt und klein gehalten werden konnten zum Teil waren
- das ganz ganz gravierende Einschnitte für die einheimische Bevölkerung die gezwungen wurde dann Flüchtlinge aufzunehmen Flüchtlinge zu unterhalten
- für eine gewisse Zeit und das gab natürlich Konfrontation und treibereien die aber nur in dem absolutistischen Staat jetzt sozusagen qua Obrigkeit und
- war jetzt wieder politischer Wille aufgehoben werden konnten gut wir sind schon am Ende der Sendung aber ich würde weil es wichtig ist einfach für die
- nachfolgenden Themen Sendungen die sich damit beschäftigen noch einmal ganz kurz zusammenfassen jetzt bis 181815 was sind die entscheidenden Momente für die Zeit
- die dann danach kommt im Hinblick auf Migration also entscheidende Momente sind das seit hunderten von Jahren die Erdbevölkerung noch nie so relativ
- leicht beschleunigt gewachsen ist wie die Bevölkerung ein winzigen kleinen Erdteil nämlich in Europa weil zum ersten Mal durch zwei Revolutionen
- kommerziell und finanz schnell die einhergehend mit einer ersten Globalisierung und damit einem ersten weltwirtschaftlichen System was eine
- völlig neue Verkehr handelssphäre aufbaut nämlich das sogenannte transatlantische
- einjahreskarussell unter den Segelbedingungen des 16 bis 18 Jahrhundert kann ich in einem Jahr mit einer vollen gallione und später mit den
- Fluids den Transportschiffen der holländischen monopolhandelsgesellschaft und dann ist
- India Mende ist India und westindischen company rüber in die Karibik an die amerikanische Ostküste oder sogar an die mexikanische Küste und wieder
- zurückkommen und das macht Transportkosten Senkungen möglich die Massengüter ermöglichen jetzt kann ich zum ersten Mal Sklaven rüber schaffen
- gigantische Plantagen aufbauen und ganz Europa mit Zucker mit Tabak und sogar mit Reis versorgen und das jetzt wieder Migration frei erstmal die brutale
- menschenverachtende das Sklavenhandels aber gleichzeitig jetzt eine beschleunigte abenteuerlustige Desperados aus Holland
- Portugiesen in Brasilien Holländer in der Karibik habe ich glaube schon erwähnt Puritaner dann nach Neuengland etc pp die völlig neue
- migrationskanäle im Rahmen von Globalisierung eröffnen und damit wird wenn jetzt sozusagen in das gemachte Nest von zwei Revolutionen Dritter
- Revolution einsetzt gefördert jetzt nicht nur von einem absolutistischen Staat sondern eine wachsen parlamentarischen also bürgerlich
- rationalen Staate alles debattiert unendliche Kredite war Parlament aufnehmen kann um Industrie insofern und endlos die rationalen Kriege und nicht
- jeder rationalen Glaubenskriege zu führen wenn das alles einsetzt sprich wenn industrielle Revolution kommt dann haben wir den absoluten Big Bang denn
- nicht nur eine Vers 7-fachung der Bevölkerung der ganzen Welt und eine vierfacherung innerhalb kürzester Zeit in Europa zulässt sondern
- Migrationswellen die die weltbeste Antwort noch nicht erlebt hat das ist nächste Thema vielen Dank und genau darüber werden wir beim nächsten Mal
- sprechen wir haben heute versucht so ein bisschen die Grundlagen zu zu legen dafür meine sehr geehrten Damen und Herren ich hoffe wir haben sehr
- interessant gefunden wenn ja bitte einmal den Daumen hoch und ich würde mich natürlich freuen wenn sie in der nächsten Woche wieder einschalten ich
- wünsche Ihnen noch einen schönen 9 November 2022 [Musik]
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