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Prof. Hans-Jörg Sigwart: „Krise der Demokratie – Was wir aus den Demokratietheorien lernen können“

LOGOI – Institut für Philosophie und Diskurs1:03:27 712 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. liebe freunde liebe gäste verehrte damen und herren wenn sie schon nicht kommen können dann ist es zumindest schön dass wir uns auf diese art und weise gegen
  2. können ich begrüße sie zu dieser online veranstaltung und grüße auch danke naturbad ist einer der beiden
  3. projektleiter des projekts offene sachen innerhalb der bürgerstiftung lebensraum aachen und ich begrüße sehr herzlich haben professor hans jörg siepert von
  4. politischen institut der rwth ich werde gleich noch kurz vorstellen wir werden einen kurzen vortrag etwas zum thema hat demokratietheorie bzw
  5. die krise der demokratie und was uns die was wir da in diesem zusammenhang aus den demokratie theorien lernen können wie gesagt er wird uns in einem kurzen
  6. vortrag seine thesen vorstellen und dann in ein gespräch eintreten mit dem ich schon erwähnt habe wie gesagt ich begrüße sie noch mal
  7. ausdrücklich draußen an den bildschirmen dass es eine gemeinschaftsveranstaltung schon genannten bürgerstiftung lebensraum aachen zusammen mit unserem
  8. philosophischen institut aus gehen wir auch im moment haben herr professor hans siebert es seit 2008 zehn professor für politische theorie
  9. und ideengeschichte hier eine rwth aachen er kann zurückblicken offen eine serie lust zeit der forschung und der lehre
  10. er war vorher an der universität erlangen und davor dann auch in amerika an der université dieses jahr erwarten damaskus inn an der tu darmstadt in
  11. budapest also sie können gefasst zeit darauf dass er seit theorie bereichert hat durch vielseitige erfahrung und diskurse wie
  12. gesagt ich darf ihnen das wort übergeben und freue mich sehr dass es heute her so bekannte ja vielen dank herr kippen haben für die freundliche vorstellungen
  13. natürlich auch für die einladung freue mich jedenfalls jetzt in diesen speziellen digitalen online format mit ihnen ins gespräch zu kommen und einige
  14. thesen zu einem allerdings ziemlich breiten thema vorzutragen ich werde es natürlich nicht in einer breite behandeln können sondern sehr punktuell
  15. exemplarisch einige probleme und demokratie theoretische perspektiven so ein bisschen darstellen und ich möchte dabei ein aktuell viel diskutiertes zum
  16. ausgangspunkt nehmen das ohne zweifel zu den besonders ernst zu nehmenden herausforderungen der etablierten westlichen demokratien aktiven gehört
  17. nämlich die sich offenbar immer wieder mal weiter vertiefen die spaltung der gesellschaft und die zunehmende polarisierung der öffentlichen debatte
  18. deren besonders deutliche symptome sich aktuell natürlich ausgeprägt in den vereinigten staaten in ähnlicher weise aber in fast allen demokratischen
  19. gesellschaften und natürlich auch in deutschland beobachten lassen und ich will vor dem hintergrund die these vertreten dass wenn man diese probleme
  20. aus demokratie theoretischer perspektive in den blick nimmt sie unter anderem die frage aufwerfen was es mit dem begriff der politischen meinung politik
  21. theoretisch gesprochen eigentlich auf sich hat was politische meinungen eigentlich sind welche rolle sie in demokratischen willensbildungsprozess
  22. spiel und in welchem verhältnis sie vielleicht auch zu wissen und vor allem zu wissen um fakten auf der einen seite und zu
  23. ansprüchen der moral und format von moralität auf der anderen seite stehen dass also das thema meines vortrages zu dem ich jetzt einiges sagen will die
  24. ursachen dieser spaltung prozesse sind natürlich vielfältig der druck der pandemischen ausnahmesituationen der letzten monate spielt natürlich eine
  25. rolle aber auch die schon seit längerer zeit sich vollziehenden fundamentalen transformationsprozesse öffentlicher kommunikation im zuge der
  26. digitalisierung und natürlich außerdem auch das wird immer wieder auch in öffentlichen debatten natürlich zur sprache gebracht das erstarken
  27. terroristischer und leo autoritärer bewegungen dass man ebenfalls in fast allen demokratischen gesellschaften seit einigen jahren seit einigen jahren
  28. verzeichnen kann öffentliche debatte scheint angesichts dieser entwicklungen nicht nur die vielen demokratischen gesellschaften
  29. nicht nur immer kontroverser zu werden sondern teilweise buchstäblich auseinander zu driften der deutsch amerikanische
  30. politikwissenschaftler ernst fraenkel der in der nachkriegszeit zu den begründern einer pluralistischen demokratie theorie gehörte also einer
  31. demokratietheorie die dezidiert die wesentliche bedeutung von konflikt von meinungsstreit von auseinandersetzung als wesentliches element politische
  32. debatten betont hat hat in dem zusammenhang den interessanten begriff des nicht kontroversen sektors in öffentlichkeiten pluralistische
  33. gesellschaft und geprägt auf dessen grundlage sich politische kontroversen gesellschaftlicher pluralismus und meinungsstreit überhaupt nur entfalten
  34. könne ohne dabei die integration der gesellschaft als ganzer zu untergraben die aktuelle polarisierung ließe sich somit mit frenkel als eine erhebliche
  35. grenzverschiebung zwischen dem kontroversen und dem nicht kontroversen sektor öffentlicher debatten zu ungunsten des letzteren beschreiben
  36. gilt bei genauerem hinsehen zeigt sich allerdings dass sich diese aktuelle grenzverschiebung offenbar auf tieferliegende ebenen der kommunikation
  37. auszuwirken scheint als auf diejenigen die frankls klassische pluralismus theorie im blick hatte angesichts der ganz neuen art eines gleichsam
  38. radikalisierten pluralismus nicht nur der interessen und meinungen sondern jetzt auch der alternativen fakten mit denen uns die populistischen bewegungen
  39. der gegenwart konfrontieren scheint über diesen normativen grundkonsens von dem fan frenkel spricht hinaus sogar noch die gesprächsgrundlage einer geteilten
  40. faktenbasis teilweise zu erodieren oder zumindest die frage gestellt auf der einen seite haben wir also populistische versuche auch noch die frage der
  41. objektiven feststellung von fakten zum legitimen gegenstand politischer willkür zu erklären oder zumindest unterschiedslos in den meinungsstreit
  42. zwischen verschiedenen politischen positionen hineinzuziehen auf der anderen seite bedienen sich entsprechende gegenstrategien nicht
  43. selten ihrerseits immer mal wieder allzu undifferenzierten verweisen auf fakten und auf wissen und auf entsprechende geld und ansprüche in denen oft
  44. vereinigungen sozusagen in die entgegengesetzte nämlich in der nationalistische richtung mit schwingen und schließlich wird auf durch ganz
  45. bestimmte vereinigungen einer nochmals ganz anderen aber dritten art der sich nicht selten so wohl interessanter weise die populisten als auch die
  46. rationalisten in der öffentlichen debatte bedienen eine weitere front eröffnet nämlich die front gegen ein vermeintliches gutmenschentum und dessen
  47. vermeintlich unangebrachte moralisierung politische fragen und auch hier würde ich sagen tendieren die entsprechenden gegenreaktionen nicht selten in die
  48. richtung eines allzu undifferenzierten beharrens auf moral das den vorwurf des moralismus im nachhinein so manches mal eher zu bestätigen als erfolgreich zu
  49. entkräften ereignisses vor allem aber scheinen die grundbegriffe der meinung des wissens und der moral auf die sich die
  50. beteiligten dabei jeweils berufen zunehmend zu flexiblen und beinahe beliebig einsetzbaren politischen kampf vokabeln umfunktioniert zu werden und im
  51. zuge ihres zunehmend polemischen gebrauchs immer mehr ihr potenzial als wichtige kommunikative unterscheidungskriterium zu verlieren
  52. die kontroverse scheint in der tat hinter an unter anderem das potenzial zu haben sozusagen gerade entlang ihrer rhetorischen frontlinien weitgehend
  53. verbrannte erde zu hinterlassen die grundlegenden unterscheidungen und grenzziehungen zwischen meinung einerseits wissen und moral andererseits
  54. um die es in dieser kontroverse unterschwellig sehr oft eigentlich geht und sich in diesen sich radikalisierenden rhetorischen kampf
  55. zunehmend aufzulösen und das könnte ein tatsächlich ernst zu nehmendes vielleicht zunächst mal sehr abstrakt klingendes aber reale wirkungen
  56. entfalten das problem darstellen mit dem möchte ich mich beschäftigen mit diesem problem aus politik theoretischer perspektive einblick in die politische
  57. ideengeschichte und auch in die demokratische debatte der gegenwart zeigt allerdings dass sich diese unterscheidungen zwischen meinung
  58. einerseits moral und wissen andererseits noch nie so einfach haben durchführen lassen wie es aus dem verständlichen bedürfnis heraus sie gegen die aktuellen
  59. tendenzen ihrer kompletten auflösung zu verteidigen vielleicht wünschenswert erscheinen mag als grundbegriffe der politischen theorie sind sie immer schon
  60. und bis heute notorisch umstrittene begriff der blick in die politik theoretische debatte zeigt aber auch dass und auch warum diese begriffe der
  61. meinung des wissens der moral tatsächlich grundbegriffe unserer politischen sprache und zwar nicht nur unsere theoretischen sondern auch unser
  62. praktischen politischen sprache sind und jeweils ganz wesentliche allerdings jeweils sehr unterschiedliche grundanliegen demokratischer politik zum
  63. ausdruck bringen welche grundanliegen sind das eigentlich und wie lassen sie sich sozusagen auf den begriff bringen im hinblick auf wissen wenn wir damit
  64. beginnen im sinne eines objektiven sachlich politischen fachwissen sowie der begriff in den aktuellen debatten meistens verwendet wird im hinblick auf
  65. diesen begriff geben vor allem realistische orientierte demokratie theorien interessante hinweise also solche theorie positionen die in der
  66. tradition des politischen denkens von machiavelli max weber oder auch joseph schumpeter stehen und die auch in der aktuellen debatte tatsächlich von einer
  67. ganzen reihe von theoretikern vertreten werden diese theorien sprechen eine spezifische theorie sprache die man vielleicht als
  68. eine sprache des politischen könnens und des politischen wissens in diesem sinne bezeichnen könnte und in ihr wird vor allem die steuerungs und umsetzungs
  69. funktion von demokratischer politik betont in der politik geht es demnach vor allem darum durch wirksame formen der governance effiziente
  70. gesamtgesellschaftliche steuerung zu ermöglichen politisches können in diesem realistischen sinne ist deshalb so
  71. entscheidend weil es in der politik aus dieser perspektive vor allem um die fundamentalen objektiven zwänge und notwendigkeiten geht in deren rahmen
  72. sich jede und also auch jede demokratische politik immer bewegt und bewegen muss und von denen er sie daher ihre grundlegenden handlungsmaximen
  73. beziehen muss zu den entsprechenden umsetzungsproblem lösungs kapazitäten die in dieser perspektive in den vordergrund rücken
  74. gehören daneben vor allem verschiedenste formen von teils relativ technischen politischen wissen angefangen von fakten informationen
  75. technischem fachwissen bis hin zu den spezifisch politischen formen von know how die sich auch die funktionsweise von politischen prozessen und institutionen
  76. beziehen und hier spielt außerdem immer auch politische macht und also wissen im sinne von macht kompetenz eine ganz
  77. wesentliche rolle und zwar macht meistens im sinne einer handlungs und durchsetzung source die im wesentlichen hierarchisch von oben nach unten
  78. ausgeübt wird im sinne des klassischen vor allem von max weber geprägten begriff politischer herrschaft diese realistische sprache politischen könnens
  79. und objektiven wissen es geht es also zusammenfassen die in erster linie um kompetentes problemlösungs handeln um die fähigkeit diejenigen probleme zu
  80. bestimmen zu verstehen und zu handhaben die sich in der politik ganz unabhängig von den meinungen unterschiedlicher akteure und auch ganz unabhängig von
  81. normativen zielvorgaben rein als sachliche probleme stellen allerdings gehört ganz offensichtlich eine explizite verständigung über solche
  82. normativen vorgaben ebenfalls zu den wesentlichen grundanliegen demokratischer politik mit diesen grundanliegen kommt unter anderem eben
  83. die moral und mit ihr eine vor allem liberal konnotierte sprache politischen sollens so will ich die nennen ins spiel in ihrer artikuliert sich das
  84. demokratische grund an liegen im rahmen öffentlicher verständigung debatten grundprinzipien der öffentlich politischen moral zu artikulieren
  85. liberale demokratien liberale demokratietheorie entschuldigung in der tradition von john locke gemeinde bekannt john rawls und anderen denken
  86. demokratische politik dabei in erster linie vom freien unabhängigen und mit grundrechten ausgestatteten individuum her und sie bemühen sich vor allem um
  87. eine prinzipielle begrenzung von politik auch von öffentlichen kontroversen darin spiegelt sich letztendlich die geno wien liberale grundidee dass jede
  88. politische regierung und auch eine solche die sich am demokratischen prinzip der volkssouveränität orientiert der moralischen beschränkung im sinne
  89. einer kollektiven selbstverpflichtung auf nicht verhandelbare grundprinzipien bedarf also etwa solche grundprinzipien wie sie im er zu beginn des deutschen
  90. grundgesetzes in den berühmten satz die würde des menschen ist unantastbar zum ausdruck kommt die entsprechende semantik politischen sprechens auch
  91. praktisch und politischen sprechens folgt einer moralischen anspruch objektiven und universalen in erster linie aber negativen logik der
  92. bestimmung von verfügbarkeiten oder der unhintergehbaren grenzen aller politik und mit ihr verbindet sich ein entsprechendes verständnis von
  93. politischer macht das vor allem vorstellungen der macht kontrolle betont der teilung von macht der checks and balances durch wehtut gegen möchte und
  94. auch durch institutionalisierte formen dass der grundrechtlichen kontrolle beziehungsweise der moralisch ethischen expertise wie sie etwa in der praxis des
  95. nationalen ethikrates oder ähnliche institutionen zum ausdruck kommt also wissen können auf der einen seite moral sollen auf der anderen seite wo genau in
  96. dem damit abgesteckten feld zwischen wissen und moral ließe sich jetzt drittens die politische meinung als ein ebenfalls eigenständiges und vielleicht
  97. auch einer spezifischen eigenen logik folgen des medium politischer praxis verorten die sprache politischen wollens in der
  98. sich diese logik am besten beschreiben lässt die folgt weniger einer realistischen und auch weniger einer liberalen sondern
  99. in erster linie einer vor allem republikanisch inspirierten semantik in ihr drückt sich unter anderem die republikanische vorstellung aus dass
  100. menschen in der gesellschaft als bürgerinnen und bürger in vielfacher weise miteinander verbunden voneinander abhängig und außerdem unausweichlich und
  101. permanent miteinander und mit ihren jeweiligen unterschieden konfrontiert sind in der demokratie geht es daher aus republikanischer perspektive eigentlich
  102. primär um die aktive austragung von fundamentalen wert konflikten und gleichzeitig um die verwirklichung von gemeinsamen projekten letztlich um die
  103. aktive kollektive gestaltung gesellschaftlichen lebens um kollektive selbstregierung sozusagen aus dieser republikanischen perspektive geht es
  104. daher in der politik nicht primär um wissen oder moral sondern um meinungen die entscheidende politische leitfrage ist weder die frage wie die gesellschaft
  105. objektiv funktioniert welche art von gesellschaftlichen sachproblemen in ihr zu rechnen ist noch die frage welche moralischen pflichten und grenzen sich
  106. eine gesellschaft bewusst sein sollte sondern primär die frage in welcher gesellschaft wir eigentlich leben wollen und das impliziert ebenfalls nochmal ein
  107. entsprechendes und noch mal etwas anders akzentuiertes verständnis von politischer macht nämlich eines nach dem politischen macht weder im sinne
  108. begrenzender vetomacht noch im sinne möglichst effizienter und vor allem von oben also als top down phänomen zu verstehender weisungsbefugnis verstanden
  109. wird sondern vor allem als bottom up phänomene zu verstehen ist als die macht der sich selbst organisierenden zivilgesellschaft sozusagen die macht
  110. der öffentlichkeit als eines kollektiven körpers verstanden oder auch als ein politisches wir verstanden eine vorstellung
  111. die in dieser republikanisch inspirierten sprache des politischen wollens eigentlich immer mehr oder weniger deutlich mit schwingt sich the
  112. people yes we can oder auch wir sind das volk welche rolle spielt nun meinung in diesem sinne in öffentlichen debatten
  113. und in welchem verhältnis steht sie zu wissen und moral in welchem verhältnis stehen diese unterschiedlichen sprachen eigentlich zueinander wenn man versucht
  114. sie sozusagen politik theoretischen den blick zu nehmen diese frage ließ sich theorie geschichtlich bis in die antike
  115. zurückverfolgen etwa bis zu platons radikaler kritik der meinung als der real als des real herrschenden mediums der politik dem er aber seinen radikalen
  116. gegenentwurf einer auf wissen basierenden herrschaft der philosophen könige entgegenstellt oder auch bis zur aristoteles und dessen gegen platon
  117. gerichteten gegenpositionen in der er nun gerade die gesellschaftlichen meinungen vor allem die besonders weit verbreiteten gesellschaftlichen
  118. meinungen zu wesentlichen grundlage zumindest zum ausgangspunkt seiner eigenen politischen philosophie zu machen versucht für die moderne
  119. politische theorie hat david hume sein berühmtes seine berühmte these vorgegeben dass überhaupt alle regierung ausschließlich auf meinungen beruhe und
  120. das gelte für despotische regierungen ebenso wie für die freiesten und republikanischen wobei david hume hier vor allem die manipulierbarkeit und die
  121. möglichkeiten meinungen als herrschaftsinstrument einzusetzen betont für john stuart mill seinem berühmten essay über die freiheit im 19
  122. jahrhundert sind meinungen dagegen vor allem zweierlei nämlich erstens unmittelbarer ausdruck der individualität und der einzigartigkeit
  123. von menschen und zweitens das entscheidende medium kollektiver lernprozesse und gesellschaftlichen fortschritts und letzteres gilt für
  124. juden explizit auch für solche meinungen die sich im nachhinein als falsch herausstellen und auf jeden fall auch für solche meinungen gerade für solche
  125. meinungen die in der öffentlichen debatte ihrer jeweiligen gegenwart als ganz besonders abseitige abstruse völlig unplausibel meinungen geld in der sich
  126. in denen sich aber aus mails perspektive in ganz ganz wenigen fällen immer mal wieder die gerade die generalität sozusagen politischer meinungen
  127. versteckt die für die zukunft von ganz wesentlicher bedeutung sein werden alexis de tocqueville ein weiterer ganz wichtiger politischer theoretiker der
  128. sich mit dem problem mit dem phänomen politischer meinung intensiv beschäftigt hat vor dem hintergrund seiner analyse der us amerikanischen demokratie die er
  129. übrigens als die exemplarische moderne gesellschaft schlechthin verstanden hat für tocqueville rückt vor allem das enorme macht potenzial das in der
  130. modernen demokratie der öffentlichen meinung zu kommt es ganz in den vordergrund diese öffentliche meinung ist buchstäblich das eigentliche
  131. machtzentrum dieser ganz neuen art von gesellschaft und ihr machtpotenzial erscheint rück will beinahe unbegrenzt für tocqueville es daher die möglichkeit
  132. einer ganz neuartigen und alles durchdringenden form von despotismus der öffentlichen meinung die große gefahren die mit der politischen modernisierung
  133. von gesellschaften einhergeht verhindern kann diese gefahr auszug will sicht übrigens wiederum nur eine lebendige öffentlichkeit und
  134. niemand sonst aber eine öffentlichkeit die im unterschied zu ihrer despotischen variante eine wirklich offene eine den meinungsstreit den konflikt echte
  135. pluralität zu lassen und das heißt immer auch eine selbstkritisch bleibende demokratische öffentlichkeit ist ist sehr interessante
  136. perspektive auf das frage auf die frage politischer meinung findet sich meines erachtens auch in der politischen theorie von hannah arendt den in meiner
  137. eigenen politik theoretischen arbeit auch eine ziemlich wichtige rolle spielt und auf die ich deswegen jetzt noch ein etwas ausführlicher blick vielleicht
  138. werden will bevor ich dann zu einem kurzen fahrzeug komme auch johanna darin ist das feld der meinung und des meinungsstreit das eigentliche feld der
  139. politik und meinungen zeichnen sich als sozusagen als medien der kommunikation und medien der politischen praxis für arendt unter anderem dadurch aus dass
  140. eine meinung von vorneherein auf den austausch mit anderen meinungen angelegt und letztlich darauf ausgerichtet ist als einzelne meinung nicht isoliert
  141. bestehen zu bleiben sondern in einem prozess der meinungsbildung auf zu gehen in denen eine ganze vielzahl von meinungen eingehen und in dem keine von
  142. diesen meinungen am ende unverändert bleiben kann und bleiben soll die überzeugungskraft der eigenen meinung ist dabei
  143. zitat abend durchaus von der zahl derer bestimmt von denen man annimmt dass sie die gleichen meinungen hegen wie man selbst wobei die anzahl keineswegs
  144. notwendigerweise auch die eigenen zeitgenossen beschränkt bleiben muss die gültigkeit von meinungen erwächst also aus der mit berücksichtigung der
  145. standpunkte anderer für arendt und aus der faktischen unterstützung durch andere weshalb auch für arendt zwar zitat nicht wahrheit wohl aber meinung
  146. zu den unerlässlichen voraussetzungen aller politischen macht gehört wobei macht bei allen tieren die bottom up form von macht im sinne einer
  147. zivilgesellschaftlichen selbstorganisation macht sozusagen ist über die ich vorhin gesprochen habe der für eine politische meinung spezifische
  148. anspruch auf gültigkeit im unterschied zum geltungsanspruch von wahrheit' aussagen ist für ihn für ahrens daher in erster linie nicht so
  149. sehr sozusagen ein anspruch auf sachliche richtigkeit sondern ein anspruch auf repräsentativität wie sie das nennt und
  150. zwar in dem sinne dass in ihr anderer leute meinung dass denken anderer immer mit präsent ist man hat sich da intensiv mit mit einer
  151. rückhand auseinander gesetzt und versucht in einer bewusst politisch weiter entwickelnden interpretation der urteilskraft bekannt die umrisse einer
  152. einer einer besonderen denkungsart einer reflektierenden denkungsart zu beschreiben und zu entwickeln die diese art des denkens sozusagen wie sie in
  153. meinungen sich eigentlich artikuliert in der das denken anderer immer mit präsent ist auf den begriff zu bringen bei jedenfalls meinungen sich somit
  154. immer nur im austausch mit anderen meinungen bilden können sind sie nicht nur prinzipiell fluktuierend von vorneherein geradezu dazu bestimmt
  155. geändert zu werden sondern sie sind immer auch konfliktträchtig geradezu jahren sagt ihrem wesen nach polemisch die öffentliche meinung debatte muss
  156. daher auch eine große portion polemik ertragen können ohne polemik und kritik ist meinungsbildung gar nicht möglich während an einer stelle schreibt
  157. damit sich aber diese immer auch polemischen bezugnahmen aufeinander die in meinungen immer mit drin stecken kein reines gegeneinander sondern
  158. zumindest hin und wieder auch so etwas wie ein miteinander ergeben kann bedarf es auch für arendt eines gemeinsamen bodens auf dem sozusagen alle
  159. konfliktparteien stehen können man findet diesen gemeinsamen boden aber nicht so sehr in einem inhaltlichen meinung sense und auch nicht mal in dem
  160. sehr sehr vage und unbestimmt bleiben denn sinne eines nicht kontroversen sektors im sinne von ernst fraenkel und schon gar nicht in so etwas wie einer
  161. klar bestimmbaren politischen leitkultur oder etwas ähnlichem sondern zunächst einmal erstens in einer ganz bestimmten art von bürgerschaftliche haltung was
  162. sie dabei im blick hat könnte man vielleicht am ehesten als so etwas wie ein habitus der sportlichen fairness im wettkampf der meinungen beschreiben
  163. gelegentlich verweist in diesem zusammenhang auf den aristotelischen begriff der politischen freundschaft was man allerdings jetzt nicht unbedingt im
  164. sinne eines romantisch antikisierenden politikverständnis es verstehen muss obwohl das vielleicht nahe liegt die spezifische politische erfahrung die
  165. ahrens dabei im sinn hat hat aber nichts mit harmonie und auch gar nichts mit intimer nähe zu tun der begriff steht für arendt für ein dezidiert
  166. öffentliches phänomen unter impliziert eigentlich vor allem eine art von kommunikativen respekt einen ganz schlichten allerdings in einem punkt
  167. doch auch sehr sehr weitgehenden nämlich einen von persönlichen eigenschaften und leistungen des jeweiligen gegenübers und zunächst auch von der sachlichen
  168. plausibilität ganz unabhängigen respekt vor der position und der meinung anderer was diese grundlegende form von kommunikativen respekt politisch bedeute
  169. und wie sie sich äußere das könne man so schreibt es die europäische immigrantinnen im jahre 1960 sozusagen aus ihrer new yorker perspektive in
  170. dieser zeit das könne man vor allem im öffentlichen leben in amerika dauernd und jeden tag erleben er äußere sich zitat einfach darin diese respekt äußere
  171. sich zitat sehr einfach darin dass zwei leute die sich an einen tisch ungeheuer in die frisuren geraten sind danach sehr friedlich ein glas wein zusammen trinken
  172. das ist keine gesinnungs losigkeit das ist auch keine charakterlosigkeit und das ist keine oberflächlichkeit sondern es ist mehr es ist freundschaft zwischen
  173. bürger ende des zitats dass er in an dieser stelle jetzt ausgerechnet die usa als exemplarisches beispiel vélez wirkt aus heutiger perspektive natürlich
  174. geradezu kurios unterstreicht aber eigentlich nur die bedeutung des punktes den sie hier hervorhebt um konstruktiv zu bleiben und
  175. nicht des integrativ und destruktiv zu werden bedarf der politische kampf in der öffentlichen debatte eine art von politischer freundschaft in dem eben
  176. skizzierten sehr spezifischen ganz und gar und sentimentalen aber gerade deshalb äußerst anspruchsvollen sind ein minimaler respekt vor der meinung
  177. anderer muss demnach gleichsam ein fundamentales gebot politischer moralität begriffen werden als bürger und bürgerin artikuliere ich zugespitzt
  178. formuliert eigentlich nur dann eine echte politische meinung nämlich eine meinung die weiß was sie ist sozusagen die sich ihrer spezifischen natur
  179. bewusst ist die sich ihrer eigenen logik und ihre eigenen inneren inneren grenzen bewusst ist eine solche echte politische meinung artikuliere ich nur dann wenn
  180. ich in der eigenen meinung zugleich den grundsätzlichen respekt vor der meinung anderer immer schon mit artikulieren an diesem punkt findet sich findet die
  181. meinungsfreiheit für arendt also in der tat ihre moralische grenze hier zeigt sich für sie ganz konkret dass und inwiefern die politische sprache des
  182. mains die für sie von wesentlicher von zentraler bedeutung ist der eingrenzung und der ergänzung durch eine moralische sprache des politischen wollens bedarf
  183. und sie bedarf außerdem zweitens auch der ergänzung und der eingrenzung durch eine realistische öffentliche sprache politischen könnens politischen wissens
  184. und objektiver bereiten gerade diesen punkt hat abend mit ihrem begriff der tatsachen wahrheit den sie in den 60er jahren entwickelt begrifflich so klar
  185. und scharf herausgearbeitet wie vielleicht niemand sonst in der jüngeren politischen und demokratietheorie übrigens spielt für arendt die kritik
  186. von überzogenen wahrheit' ansprüchen in der öffentlichen debatte eine ganz ganz wesentliche rolle überzogene wahrheit' ansprüche in einen
  187. objektiven sinne vor allem dann wenn sie sich mit unmittelbarem anspruch auf politische autorität verbinden sind aus als perspektive tatsächlich
  188. problematisch und zwar deswegen weil sie sozusagen per sie aufgrund ihrer inhärenten logik immer einen anspruch zwingender
  189. gültigkeit erheben müssen und vor diesem anspruch oder unter dem druck dieses anspruchs unter diesem zwangscharakter sozusagen muss wenn er
  190. ins extrem gesteigert wird beziehungsweise wenn der politischen absolutheitsanspruch erhebt zitat arendt der unerschöpflichen reichtum des
  191. menschlichen gesprächs unweigerlich zum stillstand kommen vom standpunkt der politik gesehen ist wahrheit despotisch ende des zitats
  192. einerseits auf der anderen seite spielt die wahrheit aber dennoch für arendt eine ganz ganz wesentliche rolle auch wahrheit muss in den spezifischen sinne
  193. ihre gültigkeit im raum des politischen haben wenn freiheitliche politik möglich sein und bleiben soll ganz bestimmte wahrheiten sind für
  194. arendt politisch sogar von absolut fundamentaler bedeutung nämlich solche arten von wahrheiten die sie eben in abgrenzung zu dem was sie vernunft
  195. wahrheiten nennt als tatsachen wahrheiten bezeichnet dieser begriff bezeichnet ein zitat solch anspruchslose richtig keiten wie die zum beispiel dass
  196. ein mann namens trotzki in der russischen revolution eine gewisse rolle gespielt hat auch wenn dies in keinem sowjetrussischen lehrbuch erwähnt wird
  197. vor allem also sofern die frage der wahrheit solche ganz grundlegend und einfachen fakten und ereignisse betrifft die sie die sie ist die führend in der
  198. tat eine eminent politische frage die wahrheitsfrage das zeigt sich nicht nur in der praxis totalitären diktaturen die geschichte von menschen und von
  199. politischen ereignissen im nachhinein permanent um zu schreiben oder gar komplett aus zu löschen sondern auch zb in der us-amerikanischen vietnam politik
  200. unter den präsidenten johnson und nixon mit der sie sich intensiv kritisch auseinandergesetzt hat wenn die faktizität von ereignissen und diese
  201. ereignissen selbst diese ereignisse selbst systematisch so behandelt werden so arenz zitat als seien sie keine tatsachen sondern dinge über die man
  202. dieser oder jener meinung sein können dann beginnt der politische streit um meinungen seine notwendige eigene basis zitat einer gemeinsamen und gemeinsam
  203. erfahrbaren realität zu zersetzen was dann auf dem spiel steht ist die faktische wirklichkeit selbst und dies ist in der tat ein politisches problem
  204. aller erster ordnung zitat ende was ein tier mit dem begriff der tatsachen wahrheit zu fassen versucht in den 60er jahren das zeigt
  205. sich in frappierend deutlicher weise in der art mit der zum beispiel kelly ann conway 2017 den begriff der trainereffekt in
  206. die politische debatte eingeführt hat hier überschreitet der politischer meinungskampf eine grenze die er nicht überschreiten darf weil er durch dieses
  207. überschreiten die eigene grundlage beschädigt und zu zersetzen droht diese position von arbeiten zusammengefasst lässt sich also sagen die politische
  208. meinung ist das zentrale medium der öffentlichen debatte weil sie das eigentliche kommunikative medium der partizipation der vernetzung mit anderen
  209. menschen des auftrags von konflikten um die frage was wir politisch eigentlich wollen und damit immer auch das eigentliche medium der generierung
  210. zivilgesellschaftlicher macht von unten ist ohne den streit der meinungen vor kommt die politik zur bloßen verwaltung ohne sie lässt sich mit tocqueville
  211. gesprochen zitat die mitarbeit des menschlichen willens nicht erlangen es braucht für sein streben freiheit für seine taten verantworten
  212. aber die meinung bedarf auch der einhegung durch moral und wissen durch eine politische moralität des respekts und durch ein für alle verlässliches
  213. wissen um die tatsachen basis des politischen streits wenn ich die zeit noch habe ich glaube ich habe sie noch vielleicht noch drei
  214. minuten [Musik] nein vielleicht noch ein zwei sätze vielleicht ja das glaube ich es ist
  215. vielleicht abschließend wichtig das heißt übrigens natürlich auch dass jede art von wissen um die tatsachenbasis in dem moment in dem es als instrument zur
  216. generierung politischer macht eingesetzt demokratietheoretisch gesprochen sich unvermeidlich in meinung verwandelt das heißt performativ umgewandelt wird von
  217. einem medium der artikulation von einsichten in das was der fall ist oder zumindest der fall zu sein scheint in ein medium der austragung von
  218. politischen konflikten und der generierung von politischen konsens und auch in diesem fall verlieren tatsachen ihre fähigkeit die verlässliche
  219. grundlage einer gemeinsamen wirklichkeit zu verbürgen jeder berechtigte eindruck dass schon diese grundlage der gemeinsamen
  220. faktenbasis im interesse bestimmter positionen sozusagen vorformatiert wird es über kurz oder lang der radikalisierten zerstörerischen form von
  221. entgrenzten meinungskampf ebenso sicher den weg für die populistischen versuche die frage der tatsachen von vorneherein zum legitimen gegenstand der
  222. meinungsbildung und der willkür zu machen damit damit lasse ich jetzt erstmal vielen dank für die aufmerksamkeit und bin gespannt auf ihre
  223. frage ja für den spannenden vortrag und ich habe ein bisschen den eindruck wenn die akteure die an interesse daran haase und demokratie einzuschränken oder gar
  224. zu zerstören wenn die ihren vortrag gehört hätten hätten sie noch genauere hinweise wo sie ansetzen können punkt demokratie kaputt zu machen und ich
  225. denke dass auch bezogen auf die klassischen strukturmerkmale demokratie die er immer also der erzeugung von macht dadurch das macht
  226. auch begrenzt ist wirklich gedient haben und was ich so sehr in unterschiedlichen ländern jetzt ist manipulation von waren oder infragestellung der rechtmäßigkeit
  227. der ergebnisse verlängerung der amtszeit um die ja sinnvoll wären begrenzung ja sinnvoll ist um auch den aus draußen die chance für andere zu gewährleisten
  228. aufhebung der gewaltenteilung dadurch dass die exekutive weitgehend die zentrale macht in der hand hat und deshalb zum beispiel auch gesichter
  229. bestellt und von sich abhängig macht und schließlich noch einschränkung von presse freier verfolgung kritischer journalisten dass wir jetzt eine ganze
  230. reihe von ländern und da ist meine erste frage ist eine grundlegende aporie der demokratie dass sie sich selbst abschafft oder
  231. abzuschaffen droht in dem sie durch wahlen akteuren macht gibt herrschaft ermöglicht die diese macht nutzen könnten den demokratie abzuschaffen
  232. ja also die demokratie ist eine komplizierte angelegenheit das ist glaube ich schon mal seine erste messe die man aus dem demokratie
  233. theoretischen politik theoretischen diskurs heraus destillieren kann sie ist eine komplizierte angelegenheit die von vielen voraussetzungen liebt die
  234. sie vielleicht auch tatsächlich nicht alle im sinne sozusagen eines selbst perpetuieren systems nicht alles selbst sozusagen garantieren kann
  235. im berühmten sagen sie denen wir den berg den wir alle kennen das ist schon mal das erste was man was man zu dieser frage vielleicht vielleicht sagen kann
  236. und ich habe versucht das jetzt gerade auch im hinblick auf dieses sehr sehr arm auf weiche phänomen sozusagen öffentlicher debatten und der
  237. öffentlichkeit die ja tatsächlich schwer institutionalisierter ist und gleichzeitig aber so eine zentrale rolle
  238. für demokratische politik spielt so ein bisschen aufzuschlüsseln und zu zeigen in dieser öffentlichkeit werden so würde ich das beschreiben permanent
  239. unterschiedliche grundanliegen verfolgt die in unterschiedlichen politischen sprachen artikuliert werden und diese grundanliegen und diese politischen
  240. sprachen die sind nicht so ohne weiteres miteinander kompatibel die stehen in spannung zu einander widersprechen sich teilweise sogar so dass also demokratie
  241. auch aus dieser perspektive ist ja komplizierte angelegenheit ist in der es eigentlich fast immer würde ich behaupten um eine politisch kluge kunst
  242. der balance sozusagen ganz unterschiedliche aspekte und größen geht die da miteinander sozusagen verschränkt sind und miteinander in sehr sehr
  243. komplizierten und immer wieder auch durch spannung oder widersprüche geprägten zusammenhängen stehen also vielleicht etwas zugespitzt jetzt mit
  244. dem ersten teil auf den ersten teil ihrer frage demokratie ist kompliziert und deswegen natürlich immer auch anfällig anfällig
  245. für gefährdungen von außen vor allem aber immer auch anfällig für selbstgefährdung das ist sicherlich das ist sicherlich richtig
  246. vor dem hintergrund könnte man natürlich die frage stellen wie ist es denn eigentlich wie kann man sich denn eigentlich ganz
  247. konkrete praktische möglichkeiten vorstellen mit denen man die entwicklung solcher solche formen der moralisch rationalen selbst begrenzung sozusagen
  248. des politischen diskurses tatsächlich unterstützen kann und vielleicht auch stabilisieren kann ohne dabei sozusagen die ganz wesentliche und die zentrale
  249. rolle des politischen meinungsstreit irgendwie aus dem blick zu verlieren und ich würde sagen dass politische institutionen tatsächlich auch immer
  250. diese funktion haben und übernehmen allerdings vielleicht weniger deutlich als andere unmittelbar greifbare funktionen
  251. und das gilt übrigens vielleicht ganz besonders deutlich für die us amerikanische verfassung weil ich in dieser us amerikanischen verfassung
  252. tatsächlich vielleicht auch deswegen weil sie so alt ist sozusagen und sich sozusagen mehr oder weniger langsam immer weiter entwickelt hat und zu einem
  253. zu einem alten gebäude sozusagen geworden ist dessen rationalität und vieler stelle vielleicht auch gar nicht mehr so richtig 434 nachvollziehbar ist
  254. aber gerade in diesen gewachsenen mehr informellen teilweise auch mehr informellen strukturen sie gerade diese funktion glaube ich mit übernimmt
  255. denn je zu blood und steven lewitzki haben in ihrem in ihrem welt bestseller autor chris dyer unter anderem genau darauf hingewiesen welche zentrale rolle
  256. die ungeschriebenen die sozusagen in langen historischen prozessen gewachsenen ungeschriebenen regeln und politischen rituale sozusagen für das
  257. funktionieren von demokratien gerade im hinblick auf diese selbst begrenzungs funktionen zb grundlegender formen der anständigkeit des respekts des
  258. wechselseitigen respekts der der akteure gegeneinander diese ungeschriebenen regeln spielen welche wesentliche rolle sie spielen und
  259. demokratien sterben unter anderem genau dann wenn diese ungeschriebenen regeln sozusagen unter unter beschuss geraten wenn sie sozusagen ganz bewusst außer
  260. kraft gesetzt werden missachtet werden weil sie zunächst einmal auch relativ einfach missachtet werden können weil es sich eben um und teilweise
  261. ungeschriebene oder eben nur durch konventionen sozusagen etablierte regeln handelt die aber eine ganz ganz wesentliche rolle spielen und natürlich
  262. können antidemokratische kräfte unter anderem auch an solchen stellen versuchen anzusetzen auf der anderen seite hat man damit vielleicht aber auch
  263. für die demokratinnen und demokraten und zwei uns genau die punkte identifiziert an denen es ums ganze geht und an denen sozusagen vorsicht geboten ist und
  264. vielleicht auch wachsamkeit geboten ist und an denen man dann tatsächlich auch in aller deutlichkeit das benennen muss was da geschieht und was da passiert ich
  265. glaube wir alle haben die gleichen reihe von beispielen im kopf gerade aus der aktuellen entwicklung in den vereinigten staaten
  266. was ich noch aus dem wasser über anderen gesagt was für mich so deutlich geworden ist ist ja man kann sagen wir können um so mehr
  267. und umso klarer konflikte aushalten und auch in konflikte gehen je mehr respekt es gibt gefährlich ist für die demokratie nicht weg und fliegt auch
  268. wenn es ein tiefgehender konflikt ist sondern gefährlich ist wenn so diese basis von dem sie auch gesprochen hatte wenn der respekt fehlt und wenn die
  269. spielregeln nicht mehr eingehalten werden die im erlaube auch sehr ernsthafte konflikte auszutragen
  270. und da sehe ich aktuell so die gefahr dass fordert ja auch ja wie soll ich sagen also sich von harmonisch super finden sich wirklich auf konflikte auch
  271. einzulassen und nicht gleich bei jedem konflikt zu denken jetzt geht es ums ganze genannten gerade werben das leben die lebendigkeit in der demokratie zu
  272. erleben und das was an der demokratie so wichtig ist was auch energie hervorruft in den blick zu nehmen wie würden sie sich das aussehen wie können wir es
  273. hinkriegen dass der konflikt nicht zerstörerisch wirkt weil er von unten ist damit wenn du eine andere grundlegend andere meinung hast dann
  274. bist du für mich ein schlechter wenn ich verurteile ich moralisch ich mache ja also das ist tatsächlich glaube ich hätte ganz ganz ganz wesentlicher punkt
  275. auf denen man unmittelbar stößt wenn man sich mit diesem begriff der meinung der politischen meinung in der politischen ideengeschichte auch
  276. beschäftigt meinungsfreiheit ist tatsächlich ein ganz ganz wesentlicher ganz wesentliches prinzip demokratischer demokratischer willensbildung also john
  277. stuart mill obwohl man darüber streiten könnte ob man in dem punkt so weit gehen will wie müll weil er tatsächlich ein echter
  278. radikaler in sachen ein haus freiheit ist und da eigentlich eigentlich gar keine wirklich denkbaren grenzen der meinungsfreiheit einziehen will also aus
  279. heutiger perspektive würde man sagen was er zum beispiel nicht nicht berücksichtigt sind ganz bestimmte formen der hate speech die unmittelbar
  280. sozusagen die person des anderen die familien und auch in einer art und weise die familien die tatsächlich unmittelbar gefährlich und bedrohlich werden kann
  281. für menschen oder auch fragen der verfassungsfeindlichkeit der wehrhaften demokratie im weitesten sinne ist etwas was beim eigentlich eigentlich nicht
  282. wirklich in den blick rückt also er ist wirklich ein radikaler in sachen meinungsfreiheit aber gerade deswegen lohnt es sich die die argumente beim
  283. sich in dieser hinsicht noch mal anzuschauen meinungsfreiheit ist tatsächlich für ihn schon deswegen von wesentlicher
  284. bedeutung weil sie ein wesentlicher motor kollektiver lernprozesse ist eigentlich überhaupt meinungsbildung nur über die freiheit von meinungen und das
  285. heißt natürlich automatisch über die konflikt heftigkeit der öffentlichen debatte wirklich funktionieren können man wisse nie zu 100 welche meinung sich
  286. am ende als falsch herausstellt auch das ist ein weiteres wichtiges argument von müll und außerdem artikuliert sich sozusagen in jeder meinungsäußerung
  287. vielleicht auch gerade in den etwas exzentrischen von meinungsäußerungen für die sich mit ganz besonders interessiert also die freiheit des exzentrikers das
  288. ist die sozusagen an der sich die freiheit der gesellschaft führen will am ende am ende entscheidet darin drückt sich auch so etwas wie ein ganz
  289. fundamentales ganz fundamentale wahrheit im sinne von individualität und einzigartigkeit aller am prozess der kollektiven willensbildung beteiligten
  290. individuen aus und es gibt auch eine reihe von weiteren ganz wichtigen punkten bei john stuart mill die man da mit gewinn sozusagen noch mal noch mal
  291. in den blick nehmen will die blick nehmen kann aber was hier deutlich wird und man könnte jetzt viele andere beispiele natürlich auch nennen
  292. ist tatsächlich das meinung und das heißt immer auch konflikt das medium der kollektiven willensbildung ist es geht nicht ohne konflikte aber das bedeutet
  293. natürlich auch dass bedarf auch einer gewissen also es bedarf sozusagen der politischen fähigkeit der urteilskraft im unterscheiden sozusagen und der
  294. beantwortung der frage an welcher stelle haben wir es mit problematischen konflikten zu tun und das hat glaube ich mit den grundlagen des meinungsstreit
  295. selbst zu tun die ich da versucht habe ich so ein bisschen herauszuarbeiten ja aber wenn er keine grenzen für die meinungsfreiheit setzt kann das auch
  296. daran liegen dass für ihn eine haltung so selbstverständlich ist dass er sich gar nicht vorstellen kann dass es menschen gibt die diese grenzen
  297. überschreiten und abwertend fertigmachen vernichten statt eben sich wechselseitig respektieren um in form eines feiert miteinander zu streiten also ich kann
  298. mir vorstellen auch gesellschaftlich in der liberalen gesellschaft englands das macht fällt ziemlich undenkbar was wir heute an auseinandersetzung beobachten
  299. müssen naja vielleicht einerseits also er hat er hat sich da natürlich vor allem auch für die für die freiheit des individuums
  300. vor allem interessiert und damit auch sozusagen für die für die freie meinungsäußerung des individuums auf der anderen seite ist für mich tatsächlich
  301. das was dann was ich jetzt anhand von tocqueville irgendwie noch mal besonders betont habe nämlich diese gefahr gerade von modernen sozusagen kommunikativ
  302. besonders besonders intensiv agierenden gesellschaften also diese gefahr einer einer tyrannisch oder despotisch werdenden öffentlichen meinung
  303. mehrheitsmeinung das ist eine frage mit der sich auch mit sehr sehr intensiv beschäftigt hat das ist auch für ihn sozusagen die die wesentliche bedrohung
  304. der freiheit also eigentlich eher so eine gesellschaftliche bedrohung sozusagen der individuellen freiheit und weniger die klassische bedrohung
  305. unmittelbar durch despotisch werden dass staatliche institutionen das spielt natürlich auch immer noch weiterhin eine rolle aber ganz neu für die moderne
  306. gesellschaft ist eine bedrohung individueller freiheit die von der gesellschaft selbst ausgeht sozusagen von der öffentlichen debatte
  307. und von formen der kollektiven meinungsbildung die obwohl sie wesentlich sind für die demokratie natürlich ihrerseits ihre spezifischen
  308. selbst gefährdungen sozusagen mit sich bringen ich denke da ist immer wieder spannend auf waren und wahlkämpfe zu gucken also
  309. was was ich als eindruck vor allem jetzt kommt schauen usa mitnehmen das war ja permanenter wahlkampf den er gemacht hat und ich hab da ein zitat
  310. gefunden wo ich ein paar auszüge mal vorlesen wird nämlich es geht auch um die usa die parteien verdoppeln kaum kommen die bahn ihren eifer und der
  311. präsident ist nur noch um damit band braucht um seine wiederwahl zu sichern er kümmert sich nicht mehr um das wohl des staates er neigt sich vor der
  312. mehrheit und stadt ihren leidenschaften zu widerstehen wie es seine pflicht wäre kommt er ihren launen n d je näher die wahl an
  313. presto lebhafter wird das ränkespiel die unruhe wächst breitet sich aus dem bürger schalten sich mehrere lager regiert es im namen seines anwärter
  314. sogar nimmt das ganze volk in diesem zustand usw sobald jedoch das schicksal entschieden verflüchtigt sich diese auf regeln alles
  315. beruhigt sich der strom der für einen augenblick über den vertrag sehr friedlich unserem web zurück also nahm ich so gedacht das ist eine schöne
  316. beschreibung des wahlkampfs wie wir ihn jetzt in den usa erlebt haben aber es ist von tocqueville um das ist von 1830 also so ganz neu sind diese phänomene
  317. auch nicht ganz neu sind sie nicht so habe ich habe vorhin auch an versucht anzudeuten ich glaube glauben neu ist im moment wieder einmal die intensität mit
  318. der mit der diese diese unterscheidungen sozusagen unter druck geraten und sich in einer bestimmten art von kontroverse die nämlich eben genau diese
  319. unterscheidungen missachtet sich sich mehr oder weniger aufzulösen drohen ich bin da jetzt auch nicht komplett pessimistisch das will ich damit nicht
  320. sagen aber ich glaube schon dass wir es dann mit einer ernst zu nehmenden tatsächlich mit einer ernst zu nehmenden aktuellen herausforderungen zu tun haben
  321. ja natürlich also zog will übrigens sollte man eigentlich fast immer auch mal im original zitieren weil er tatsächlich ein besonders großartiger
  322. stil ist natürlich natürlich auch ist der punkt auf den auf denen sie das vielleicht hinaus wollten wenn ich sie richtig verstanden habe ist aber
  323. tatsächlich einer der vielleicht noch mal ein ganz neues problem aufwirft nämlich die frage was bedeutet eigentlich repräsentation in welcher
  324. beziehung stehen eigentlich repräsentierte und repräsentanten zueinander und welche rolle spielt
  325. die meinung der repräsentierten für die praxis der der regierungspraxis der der repräsentanten das ist noch mal eine ganz eigene frage die bei tocqueville
  326. ebenfalls eine ganz wichtige rolle spielt aber nicht nur da sondern zum beispiel auch weil sie jetzt das amerikanische beispiel genannt haben zum
  327. beispiel auch in den vettel des papers sozusagen dem zweiten großen klassiker politischer tiere hätten die amerikanische tradition hervorgebracht
  328. hat neben tocqueville jetzt war franzose ist aber von den amerikanern als als einen der ihren so zusammen betrachtet wird als politischer theoretiker mit dem
  329. fell des papers spielt es auch eine ganz wesentliche rolle und da gibt es eigentlich wenn man da den phillies papers vom ende des achtzehnten
  330. jahrhunderts volk eigentlich keine einfache antwort repräsentation bedeutet etwas unterschiedliches und vor allem die repräsentation von meinungen
  331. bedeutet bedeutet etwas unterschiedliches auch da muss die verfassung versuchen sozusagen eine balance herzustellen zwischen
  332. unterschiedlichen anforderungen deswegen unterschiedliche institutionen da ganz unterschiedliche rollen spielen das repräsentantenhaus tatsächlich auch
  333. von den verfassungsväter tatsächlich so konzipiert war zum beispiel durch die sehr kurze zweijährige amtszeit und die tatsache dass das gesamte
  334. repräsentantenhaus immer vollständig alle zwei jahre zur wahl steht eine reihe von weiteren verfassungsbestimmungen versucht hat
  335. dafür sorge zu tragen dass diese institution möglichst nah an den repräsentierten bleibt und sozusagen tatsächlich mehr oder weniger sprachrohr
  336. der meinungen und der launen auch gerne des volkes bleibt ganz im unterschied zum senat der tatsächlich an vielen verschiedenen stellen genau so
  337. konzipiert ist dass er eine ganz andere repräsentative funktion übernimmt nämlich eine die die die repräsentative funktion an der institution die ganz
  338. bewusst sozusagen auch so etwas wie eine biene die stores zu zum volk und zu den repräsentierten aufbaut und so etwas wie eine institutionelle eigenlogik
  339. entwickelt das funktioniert beim senat etwa deswegen weil die senatoren sechs jahre für sechs jahre gewählt werden und nicht
  340. nur das sondern weil immer nur ein drittel des senats alle zwei jahre neu gewählt wird was was dafür sorge trägt dass tatsächlich maximal ein drittel
  341. neuer leute immer jeweils in den senat eintritt und das heißt immer zwei dritte da sind die dafür sorgen können dass diese neuen leute in die eigenlogik der
  342. erste station hinein sozialisiert werden und auch keine blöden ideen kommen sozusagen sondern ihn erstmal beigebracht wird was es eigentlich heißt
  343. senatorin und silber zu sein das ganze ist natürlich noch mal gesteigert wenn man sich den us supreme court anschaut wo die leute eben auf
  344. lebenszeit gewählt werden was natürlich aus deutscher europäischer perspektive der äußerst seltsame angelegenheit ist was man aber auf der anderen seite doch
  345. auch sagen muss ist dass gerade diese eigentümliche bauweise des us supreme court nämlich gerade auch diese diese sehr sehr langen amtszeiten schon auch
  346. so funktioniert haben zum teil dass dieser effekt sozusagen der der hinein sozialisierung von neuen richterinnen und richtern tatsächlich ziemlich gut
  347. funktioniert hat immer mal wieder und vor diesem hintergrund zum beispiel das erklärte projekt der republikanischen partei nach der bürgerrechtsbewegung und
  348. nach dem sehr progressiven supreme court in den 60er und 70er jahren auf denen unter anderem auch das berühmte versus waits urteil zurückgeht dass die
  349. abtreibung legalisiert hat in den vereinigten staaten nach dieser zeit war sozusagen erklärt das programm us amerikanische
  350. präsidenten diesen diesen supreme court auf die konservative seite zu ziehen und das hat sehr lange gedauert obwohl gerade republikanische präsidenten sehr
  351. oft die gelegenheit hatten neue richterinnen und richter zu ernennen es hat sich immer wieder gezeigt dass das diese leute sobald sie im supreme
  352. court waren und eine weile dort waren eine ganz eigene haltung entwickelt haben die sozusagen es sehr sehr schwer gemacht haben diese leute wirklich
  353. sozusagen zu steuern von außen in diesem sinn damit ist jetzt natürlich nicht gesagt dass das nicht trotzdem gerade die rolle
  354. des supreme court auch kritisch betrachtet werden muss aber ist es doch ein interessanter aspekt verfassungs theoretisch sozusagen
  355. aus politik theoretischen perspektive also was ihnen jetzt noch mal deutlich machen was ja vorher schon mal angesprochen hatten
  356. demokratie ist auch ein sehr komplexes und kompliziertes system und ich denke eine gefährdung der demokratie kommt auch daher dass so das gefühl da ist die
  357. verfahren dauern alle viel zu lange es ist nicht effizient und was ich mich da manchmal frage ob in uns nicht auch noch ganz stark so eine vorstellung vom guten
  358. herrscher steckt also der entscheidet wir müssen keine entscheidung treffen wir für uns wird gut gesagt und dass das so ein bisschen auch die
  359. wunschvorstellung ist von vielen die mit der demokratie nicht so zufrieden sind weil er anders undurchsichtiger ist es mehr verantwortung bedeutet und so
  360. weiter wie schätzen sie das also ist nur den grundhaltung zu den gründen stimmung eigentlich so dass konflikt positiv bewertet werden das sich auf schwierige
  361. auseinandersetzung einlassen durchaus als lohnend erlebt wird oder gibt er auch seine hoffnung also die sonne schnell entscheiden und zügig
  362. entscheiden und dann bin ich zufrieden ja also das ist natürlich eine schwer zu beantworten denn ich wäre kurz zur wahrheit
  363. fahrtende frage in der politik wissenschaft spricht man ja immer von input legitimität und output legitimität um das ganze so zu sagen ein bisschen
  364. positiver zu formulieren und natürlich spielt die output legitimität auch von dem demokratischen regierungsform in negativer weise eine wichtige rolle
  365. also man will auch gut regiert werden sozusagen auch er hat demokratie und das ist durchaus legitim darüber sollte man natürlich aber nicht vergessen dass
  366. demokratie tatsächlich nicht lediglich gute regierung sondern eben im weitesten sinne in einem sehr komplexen sehr vermittelten sinne nicht nur gute
  367. regierung sondern auch selbst regierung bedeutet wenn auch in einem wie gesagt in komplexen modernen gesellschaften in einem sehr sehr vermittelten sinne
  368. aber natürlich gibt es auch immer wieder die möglichkeit diese beiden unterschiedlichen formen von legitimität demokratischer regierungssysteme
  369. gegeneinander auszuspielen und die frage ob jetzt gerade in deutschland also das ist ja eigentlich der kern ihrer frage gewesen wenn ich sie richtig verstanden
  370. habe wie widerstandsfähig resilient wie weit entwickelt ist eigentlich die demokratische politische kultur in der bundesrepublik
  371. da würde ich sagen gibt es auch keine einfache antwort aber insgesamt wäre ich da jetzt nicht allzu pessimistisch mittlerweile sozialen das signal
  372. bekommen dass wir zum schluss konsolen ich würde so als schluss noch mal sagen was die zuhörer zuschauer mitnehmen sollten habt mut euch selbst zu regieren
  373. das ist ein schönes motto vielen dank ihnen und viel erfolg da war auch über die hochschule ihrer tätigkeit für die demokratie stärkung und für menschen die
  374. als politiker enthalten haben die demokratie förderlich ist dafür auch wirksam zu sagen da einen gesehen ja ich bedanke mich auch herzlichen dank

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