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Warum mischt sich die Kirche ein? | Magstrauss

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. In der ganzen Debatte Bosius Gersdorf beschweren sich ganz viele, dass sie jetzt sagen, äh, die Kirche mischt sich hier in politische Angelegenheiten ein
  2. und dabei sollte Religion ja Privatsache sein und warum kommt man hier überhaupt mit christlichen Argumentationsfiguren? Zunächst einmal habe ich immer wieder
  3. klargestellt, dass es keine christlichen, sondern allgemein menschlichen ähm Argumentationsfiguren sind, die man auch als nicht religiöser
  4. Mensch absolut nachvollziehen kann und auch sollte und dafür einstehen sollte. Ich zeige Ihnen einfach mal, was das was der Katechismus bzw. das Kompendium des
  5. Katechismus dazu zu sagen hat, weil das gerade so gut passt. auch angesichts der Tatsache, dass ganz viele sagen, gerade aus also von klerikaler Seite, ähm
  6. lassen wir das mal den Start entscheiden und mischen wir uns da nicht zu sehr ein und dass man sich da eigentlich so ein bisschen es sich leicht macht. Ich
  7. möchte jetzt keine Namen nennen. If you know, you know. Wann mischt sich die Kirche in den sozialen Bereich ein? Lesen Sie dafür im Kompendium des
  8. Katechismus unter die Nummer 510. Die Kirche mischt sich ein und fällt auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet ein sittliches Urteil, wenn die Grundrechte
  9. der Person, das Gemeinwohl oder das Heil der Seelen es erfordern. Das ist in diesem Fall ja gegeben, wenn es um die Grundrechte des ungeborenen
  10. Lebens geht. In erster Linie das allerwichtigste, nämlich das Lebensrecht. Das Lebensrecht wird ja angeblich nicht angetastet. So, Brosus
  11. Gerdorf, also sie besteht angeblich ganz für den für das Lebensrecht des Kindes ein, aber da geht's um die Menschenwürde.
  12. Aber es ist eben auch, wenn man beides unterscheiden muss, nicht voneinander abzukoppeln und deshalb muss die Kirche dafür einstehen und auch dazu was sagen,
  13. dass die Würde des Menschen unverhandelbar ist. Und das war schon immer so und welche Probleme sich theologisch, philosophisch und
  14. juristisch ergeben, wenn beides voneinander abgekoppelt wird. Ich habe dazu ja auch Videos gemacht. Das Gemeinwohl ist auch dadurch dann
  15. natürlich gefährdet, wenn nämlich so eine Denkweise salonfähig wird und wenn wir anfangen Menschenwürde ähm zu anzutasten, Menschen abzusprechen, dann
  16. endet das nicht beim Ungeborenen, dann endet das nicht beim Neugeborenen, dann es geht ähm durch die Gesellschaft durch. Das heißt, es zerstört auch die
  17. Solidarität zwischen den Menschen. Ähm es wird die ganze Gesellschaft letztendlich erschüttern, wenn wir anfangen, die Würde des Menschen zu
  18. verhandeln und dass das Ganze eine ganz große Sünde ist oder wie es der Katechismus sagt, eine himmelschreiende Sünde, die das
  19. Seelenhall des Menschen gefährdet, das versteht sich auch von selbst. Das heißt, anhand dieses aktuellen Beispiels sehen wir, dass sogar alle drei Elemente
  20. gegeben sind. Es erfordert also dreierlei auf dreierlei Weise die Einmischung der Kirche in diesen sozialen, in diese
  21. soziale Fragestellung unbedingt.