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Rückwärtskalkulation - gaaanz einfach!

Wirtschaft gaaanz einfach!7:23 153.247 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
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  1. Hallo, wir starten heute mit einer Aufgabe zur Rückwärtskalkulation. Ein Thema, das bei vielen Schülern und Studenten für schlaflose Nächte
  2. sorgt, dabei ist es eigentlich gaaanz einfach. Im vorletzten Video haben wir uns mit der Vorwärtskalkulation im Handel beschäftigt. Das Video dazu habe ich dir oben rechts verlinkt.
  3. Da sind wir immer davon ausgegangen, dass wir den Bezugspreis haben und gerne den Listenverkaufspreis berechnen möchten. Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall.
  4. Wir wissen bereits den Marktpreis, also den Listenverkaufspreis, zu dem wir das Produkt verkaufen können und möchten gerne wissen, wie hoch unser Bezugspreis unter Berücksichtigung
  5. unserer Kalkulationszuschlagssätze für Kundenskonto, Kundenrabatt und Gewinn maximal sein darf. Dies ist sehr häufig der Fall, denn in Zeiten von Internet und Vergleichsportalen,
  6. kann es sich niemand leisten davon abweichende Preise zu verlangen. Um das berechnen zu können, benutzen wir die Rückwärtskalkulation. Auch hier gibt es wieder einige Fallstricke bei der
  7. Berechnung, auf die wir aufpassen müssen. Zur Berechnung nutzen wir einfach wieder das Beispiel aus der Vorwärtskalkulation und rechnen es dieses Mal nicht von oben runter,
  8. also vorwärts, sondern von unten hoch, also rückwärts. Jetzt weißt du auch, warum diese Kalkulationsschemata Vorwärtskalkulation und Rückwärtskalkulation heißen.
  9. Unsere Marktforschung hat ergeben, dass wir unser Produkt zu einem Listenverkaufspreis von höchstens 699,14 € verkaufen können. Mehr geht nicht, sonst würden die Kunden das Produkt nicht bei uns,
  10. sondern woanders kaufen. Jetzt stellt sich für uns die Frage zu welchem maximalen Bezugspreis wir das Produkt einkaufen müssen, um unseren geplanten Gewinn realisieren zu können.
  11. Wir starten also mit einem Listenverkaufspreis von 699,14 €. Da unsere Kunden einen Rabatt von 15% haben möchten, müssen wir den natürlich in der Kalkulation berücksichtigen und berechnen. Dazu
  12. nehmen wir den Listenverkaufspreis von 699,14 € teilen den durch 100 und multiplizieren das Ergebnis mit dem Kundenrabattsatz von 15. Das ergibt einen Kundenrabatt von 104,87
  13. €. Den tragen wir in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir den Zielverkaufspreis berechnen. Normalerweise rechnen wir ja bei der Vorwärtskalkulation den Zielverkaufspreis plus den
  14. Kundenrabatt, um auf den Listenverkaufspreis zu kommen. Da wir von unten hoch rechnen, dreht sich die Rechnung jetzt um und wir rechnen statt plus, minus. Wir nehmen also den Listenverkaufspreis
  15. von 699,14 € minus den Kundenrabatt von 104,87 € ab und erhalten den Zielverkaufspreis von 594,27 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Unsere Kunden möchten, wenn sie innerhalb von 14
  16. Tagen bezahlen, 2 % Skonto haben. Den müssen wir natürlich auch in der Kalkulation berücksichtigen und ausrechnen. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie die Berechnung des Kundenrabattes.
  17. Wir nehmen den Zielverkaufspreis von 594,27 € und teilen den durch 100 und multiplizieren das Ergebnis mit dem Kundenskontosatz von 2. Das ergibt einen Kundenskonto von 11,89 €. Den Wert
  18. übernehmen wir wieder in die Tabelle. Um den Barverkaufspreis zu berechnen, rechnen wir den Zielverkaufspreis von 594,27 € minus den Kundenkonto von 11,89 € ab und
  19. erhalten somit einen Barverkaufspreis von 582,38 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Wir haben uns überlegt, dass wir gerne 10% Gewinn haben möchten. Den müssen wir natürlich in unserer
  20. Kalkulation berücksichtigen und berechnen. Wir beginnen mit dem Barverkaufspreis. Hier müssen wir jetzt aufpassen. Hier dreht sich die Berechnung im Vergleich zur Vorwärtskalkulation um. Wir teilen
  21. nicht mehr durch 100, sondern durch 100 plus den Gewinnzuschlagssatz. Wir rechnen also mit dem vermehrten Grundwert. Das Ergebnis nehmen wir mal den Gewinnzuschlagssatz und erhalten den Gewinn.
  22. Jetzt setzen wir mal in die Formel ein. Wir beginnen mit dem Barverkaufspreis von 582,38 €. Diesen teilen wir durch 100 plus den Gewinnzuschlagssatz. Dabei
  23. entspricht der Selbstkostenpreis 100 % und der Gewinnzuschlagssatz 10%. 100 % plus 10 % macht 110%. Daher entspricht der Barverkaufspreis 110%. Wir teilen also den Barverkaufspreis von 582,38
  24. € durch 110. Jetzt wissen wir was 1% ist. Wie möchten aber wissen was 10 % sind, daher rechnen wir jetzt mal dem Gewinnzuschlagssatz von 10. Das ergibt einen Gewinn von 52,94 €. Diesen tragen wir
  25. jetzt in die Tabelle ein. Du siehst, es ist wie immer gaaanz einfach. Man muss es nur wissen. Jetzt müssen wir noch den Selbstkostenpreis berechnen. Dazu rechnen wir den Barverkaufspreis
  26. von 582,38 € minus den Gewinn von 52,94 € und erhalten den Selbstkostenpreis von 529,44 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Weiter geht es mit der Berechnung der
  27. Handlungskosten. Diese betragen in unserem Betrieb durchschnittlich 20%. Sie werden auch wieder vom vermehrten Grundwert berechnet. Dabei entspricht der Einstandspreis 100 % und
  28. der Handlungskostenzuschlagssatz 20%. 100 % plus 20 % macht 120%. Daher entspricht der Selbstkostenpreis 120%. Wir teilen also den Selbstkostenpreis von 529,44 € durch 120.
  29. Jetzt wissen wir was 1% ist. Wie möchten aber wissen was 20 % sind, daher rechnen wir jetzt mal dem Handlungskostenzuschlagssatz von 20. Das ergibt Handlungskosten in Höhe von 88,24
  30. €. Die tragen wir wieder in die Tabelle ein. Um den Einstandspreis zu berechnen, nehmen wir den Selbstkostenpreis in Höhe von 529,44 € und ziehen davon die Handlungskosten von 88,24 € ab
  31. und erhalten den Einstandspreis von 441,20 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Was hat uns das Ganze jetzt gebracht? Wir wissen nun, dass wenn wir unser Produkt für 699,14 € am
  32. Markt verkaufen wollen, wir es für höchstens 441,20 € einkaufen dürfen. Diese Information ist für uns sehr wichtig. Würden wir das Produkt teurer einkaufen, so könnten wir unseren Gewinn
  33. in Höhe von 10% nicht mehr realisieren. Falls du einen Überblick über sämtliche Kalkulationsverfahren, die es im Handel und im produzierenden Gewerbe gibt, bekommen möchtest,
  34. dann schau dir doch mal mein Buch zu diesem Thema an. Ich habe es dir in der Videobeschreibung verlinkt. Hier erkläre ich alle Kalkulationsverfahren Schritt für
  35. Schritt mit über 100 Abbildungen. Außerdem findest du im kostenlosen Mitgliederbereich zu allen Themen noch Übungsaufgaben, Schritt für Schritt Anleitungen und Excel-Dateien mit
  36. Formeln zum Download. Damit kannst du alle erdenklichen Kalkulationen sofort berechnen. Falls dir das Video gefallen hat, würde ich mich über ein Like von dir freuen.
  37. Bitte abonniere auch den Kanal und aktiviere die Glocke, damit du kein Video von mir verpasst. Das nächste Video erscheint wie immer nächsten Sonntag um 12:00 Uhr.
  38. Mach´s gut, bis dann Tschüss!!!