Rückwärtskalkulation - gaaanz einfach! Wirtschaft gaaanz einfach! https://www.youtube.com/watch?v=rlW6yKOjTTA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo, wir starten heute mit einer Aufgabe zur Rückwärtskalkulation. Ein Thema, das bei vielen Schülern und Studenten für schlaflose Nächte 0:07 sorgt, dabei ist es eigentlich gaaanz einfach. Im vorletzten Video haben wir uns mit der Vorwärtskalkulation im Handel beschäftigt. Das Video dazu habe ich dir oben rechts verlinkt. 0:18 Da sind wir immer davon ausgegangen, dass wir den Bezugspreis haben und gerne den Listenverkaufspreis berechnen möchten. Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall. 0:27 Wir wissen bereits den Marktpreis, also den Listenverkaufspreis, zu dem wir das Produkt verkaufen können und möchten gerne wissen, wie hoch unser Bezugspreis unter Berücksichtigung 0:36 unserer Kalkulationszuschlagssätze für Kundenskonto, Kundenrabatt und Gewinn maximal sein darf. Dies ist sehr häufig der Fall, denn in Zeiten von Internet und Vergleichsportalen, 0:46 kann es sich niemand leisten davon abweichende Preise zu verlangen. Um das berechnen zu können, benutzen wir die Rückwärtskalkulation. Auch hier gibt es wieder einige Fallstricke bei der 0:55 Berechnung, auf die wir aufpassen müssen. Zur Berechnung nutzen wir einfach wieder das Beispiel aus der Vorwärtskalkulation und rechnen es dieses Mal nicht von oben runter, 1:05 also vorwärts, sondern von unten hoch, also rückwärts. Jetzt weißt du auch, warum diese Kalkulationsschemata Vorwärtskalkulation und Rückwärtskalkulation heißen. 1:14 Unsere Marktforschung hat ergeben, dass wir unser Produkt zu einem Listenverkaufspreis von höchstens 699,14 € verkaufen können. Mehr geht nicht, sonst würden die Kunden das Produkt nicht bei uns, 1:25 sondern woanders kaufen. Jetzt stellt sich für uns die Frage zu welchem maximalen Bezugspreis wir das Produkt einkaufen müssen, um unseren geplanten Gewinn realisieren zu können. 1:34 Wir starten also mit einem Listenverkaufspreis von 699,14 €. Da unsere Kunden einen Rabatt von 15% haben möchten, müssen wir den natürlich in der Kalkulation berücksichtigen und berechnen. Dazu 1:48 nehmen wir den Listenverkaufspreis von 699,14 € teilen den durch 100 und multiplizieren das Ergebnis mit dem Kundenrabattsatz von 15. Das ergibt einen Kundenrabatt von 104,87 2:03 €. Den tragen wir in die Tabelle ein. Jetzt müssen wir den Zielverkaufspreis berechnen. Normalerweise rechnen wir ja bei der Vorwärtskalkulation den Zielverkaufspreis plus den 2:14 Kundenrabatt, um auf den Listenverkaufspreis zu kommen. Da wir von unten hoch rechnen, dreht sich die Rechnung jetzt um und wir rechnen statt plus, minus. Wir nehmen also den Listenverkaufspreis 2:24 von 699,14 € minus den Kundenrabatt von 104,87 € ab und erhalten den Zielverkaufspreis von 594,27 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Unsere Kunden möchten, wenn sie innerhalb von 14 2:43 Tagen bezahlen, 2 % Skonto haben. Den müssen wir natürlich auch in der Kalkulation berücksichtigen und ausrechnen. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie die Berechnung des Kundenrabattes. 2:52 Wir nehmen den Zielverkaufspreis von 594,27 € und teilen den durch 100 und multiplizieren das Ergebnis mit dem Kundenskontosatz von 2. Das ergibt einen Kundenskonto von 11,89 €. Den Wert 3:09 übernehmen wir wieder in die Tabelle. Um den Barverkaufspreis zu berechnen, rechnen wir den Zielverkaufspreis von 594,27 € minus den Kundenkonto von 11,89 € ab und 3:22 erhalten somit einen Barverkaufspreis von 582,38 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Wir haben uns überlegt, dass wir gerne 10% Gewinn haben möchten. Den müssen wir natürlich in unserer 3:36 Kalkulation berücksichtigen und berechnen. Wir beginnen mit dem Barverkaufspreis. Hier müssen wir jetzt aufpassen. Hier dreht sich die Berechnung im Vergleich zur Vorwärtskalkulation um. Wir teilen 3:47 nicht mehr durch 100, sondern durch 100 plus den Gewinnzuschlagssatz. Wir rechnen also mit dem vermehrten Grundwert. Das Ergebnis nehmen wir mal den Gewinnzuschlagssatz und erhalten den Gewinn. 3:58 Jetzt setzen wir mal in die Formel ein. Wir beginnen mit dem Barverkaufspreis von 582,38 €. Diesen teilen wir durch 100 plus den Gewinnzuschlagssatz. Dabei 4:10 entspricht der Selbstkostenpreis 100 % und der Gewinnzuschlagssatz 10%. 100 % plus 10 % macht 110%. Daher entspricht der Barverkaufspreis 110%. Wir teilen also den Barverkaufspreis von 582,38 4:28 € durch 110. Jetzt wissen wir was 1% ist. Wie möchten aber wissen was 10 % sind, daher rechnen wir jetzt mal dem Gewinnzuschlagssatz von 10. Das ergibt einen Gewinn von 52,94 €. Diesen tragen wir 4:45 jetzt in die Tabelle ein. Du siehst, es ist wie immer gaaanz einfach. Man muss es nur wissen. Jetzt müssen wir noch den Selbstkostenpreis berechnen. Dazu rechnen wir den Barverkaufspreis 4:56 von 582,38 € minus den Gewinn von 52,94 € und erhalten den Selbstkostenpreis von 529,44 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Weiter geht es mit der Berechnung der 5:12 Handlungskosten. Diese betragen in unserem Betrieb durchschnittlich 20%. Sie werden auch wieder vom vermehrten Grundwert berechnet. Dabei entspricht der Einstandspreis 100 % und 5:23 der Handlungskostenzuschlagssatz 20%. 100 % plus 20 % macht 120%. Daher entspricht der Selbstkostenpreis 120%. Wir teilen also den Selbstkostenpreis von 529,44 € durch 120. 5:41 Jetzt wissen wir was 1% ist. Wie möchten aber wissen was 20 % sind, daher rechnen wir jetzt mal dem Handlungskostenzuschlagssatz von 20. Das ergibt Handlungskosten in Höhe von 88,24 5:55 €. Die tragen wir wieder in die Tabelle ein. Um den Einstandspreis zu berechnen, nehmen wir den Selbstkostenpreis in Höhe von 529,44 € und ziehen davon die Handlungskosten von 88,24 € ab 6:10 und erhalten den Einstandspreis von 441,20 €. Den Wert übernehmen wir wieder in die Tabelle. Was hat uns das Ganze jetzt gebracht? Wir wissen nun, dass wenn wir unser Produkt für 699,14 € am 6:24 Markt verkaufen wollen, wir es für höchstens 441,20 € einkaufen dürfen. Diese Information ist für uns sehr wichtig. Würden wir das Produkt teurer einkaufen, so könnten wir unseren Gewinn 6:34 in Höhe von 10% nicht mehr realisieren. Falls du einen Überblick über sämtliche Kalkulationsverfahren, die es im Handel und im produzierenden Gewerbe gibt, bekommen möchtest, 6:43 dann schau dir doch mal mein Buch zu diesem Thema an. Ich habe es dir in der Videobeschreibung verlinkt. Hier erkläre ich alle Kalkulationsverfahren Schritt für 6:52 Schritt mit über 100 Abbildungen. Außerdem findest du im kostenlosen Mitgliederbereich zu allen Themen noch Übungsaufgaben, Schritt für Schritt Anleitungen und Excel-Dateien mit 7:02 Formeln zum Download. Damit kannst du alle erdenklichen Kalkulationen sofort berechnen. Falls dir das Video gefallen hat, würde ich mich über ein Like von dir freuen. 7:11 Bitte abonniere auch den Kanal und aktiviere die Glocke, damit du kein Video von mir verpasst. Das nächste Video erscheint wie immer nächsten Sonntag um 12:00 Uhr. 7:19 Mach´s gut, bis dann Tschüss!!!