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Zutrauen wagen – der Synodenbericht 2026 der Diakonie Sachsen

Diakonie Sachsen26:30 40 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 135 Zeilen
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  1. was sich von allein einstellt. Es will gelernt, geübt und immer wieder neu errungen werden. Gerade dann, wenn die Bedingungen enger
  2. werden, sich aus unserer Sicht verschlechtern. Im zurückliegenden Jahr ist mir ein Begriff besonders nachgegangen,
  3. der diese ene präziser benennt, der Spielraum. Der Soziologe Hartmut Rosa hat ihm sein jüngstes Buch gewidmet.
  4. Situation und Konstellation vom Verschwinden des Spielraums. Rosa beschreibt, wie politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich
  5. Verantwortliche zunehmend in die Lage geraten, Vorgaben nur noch zu vollziehen, statt selbstverantwortlich zu gestalten.
  6. Komplexe Regelungsdichte, fehlende finanzielle Ressourcen und fragile Koalitionen hinterlassen den Eindruck, wir stehen
  7. den Herausforderungen der Zeit ohnmächtig gegenüber. Diese Diagnose deckt sich mit dem, was uns in unzähligen Gesprächen mit
  8. Verantwortlichen in Politik und Verwaltung begegnet. viel Engagement, hohe Fachexpertise,
  9. ehrliche Verantwortungsbereitschaft und zugleich die Sorge, den Herausforderungen kaum noch gestaltend begegnen zu können.
  10. Die Hoffnung gebiert keine Kinder. Diesen Satz hörte ich kürzlich auf einer der Sitzungen, die tatsächlich wenig Hoffnung ausstrahlten.
  11. Wo aber der Spielraum verschwindet, schwinden auf Dauer auch die Freude an Selbstwirksamkeit, das Erleben von Gestaltungskraft
  12. und der Sinn, der aus übernommener Verantwortung erwächst. Für Kirche und Diakonie stellt sich
  13. dabei besonders die Frage, woraus leben wir, wenn unsere Möglichkeiten immer kleiner werden? Die biblische Tradition ist erstaunlich
  14. nüchtern, nicht zuerst aus unseren Ressourcen, die wir besitzen, sondern aus dem Vertrauen, das uns geschenkt.
  15. oder wenn man bei dem Wort Spielraum bleibt, die uns zugespielt wird. Christliche Hoffnung entsteht selten in Zeiten des Überflusses.
  16. Sie bewährt sich dort, wo Menschen trotz knapper Spielräume Verantwortung füreinander übernehmen. Ich bin überzeugt,
  17. die Antwort darauf ist keine Resignation und kein bloßes Verwalten des Mangels. Die Antwort heißt mit rosa gesprochen Resonanz
  18. und sie heißt diakonisch gesprochen Nächsten Liebe. Beides meint Beziehung, die trägt
  19. und verändert. Und beides setzt eine Haltung voraus, die ich diesem Bericht vorausstellen möchte.
  20. zutrauen. Die sozialpolitische Lage vom Sparzwang zum Karlschlag Fragezeichen.
  21. Im vergangenen Jahr habe ich von einer Verte vor einer Verteilungslogik gewarnt, die soziale Arbeit allein am Kriterium von Pflicht und freiwilligen
  22. Aufgaben bemisst. Die Entwicklung des Jahres 2025 hat Sorge bestätigt und verschärft. Der erste Entwurf zum Doppelhaushalt
  23. 2025-2026 sah in zahlreichen Feldern massive Einschnitte
  24. vor erhebliche Kürzungen bei den psychosozialen Kontakt und Beratungsstellen. 25% weniger Mittel für das für die
  25. kommunale Suchtberatung und das vollständige Einstellen der Landesmittel für Suchtprävention ab 2026,
  26. um ein Paar der Vorschläge zu benennen. Dass viele dieser Kürzungen abgewendet werden konnten, ist ein Erfolg entschlossener, rechtverstandener
  27. Interessensvertretung, getragen von unseren Fachreferaten, den Mitgliedern der Diakonie, den Fachverbänden und dem gemeinsamen
  28. Einsatz der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Es ist ein Beleg dafür, dass beharliches,
  29. sachlich fundiertes Eintreten Wirkung entfalten kann. Ich sage aber ebenso deutlich, diese Erfolge sind Atempusen,
  30. keine Entwannung. Es gibt klare Hinweise, dass der kommende Doppelhaushalt 202728 erneut unter erheblichen Spardruck
  31. stehen wird. Was in einem Landeshaushalt mühsam verteidigt wurde, gerät im nächsten wiederunter Druck.
  32. Besonders besorgt mich, dass die härtesten Vorschläge zur Reform des Sozialstaates auf Bundesebene
  33. teilweise und zunächst unter Mitwirkung politischer Verantwortungsträger aus Sachsen entstanden sind.
  34. Es hat dazu in der Folge klärende Gespräche gegeben, wo aus wiederkehrenden Sparzwängen ein struktureller Karlschlag zu werden
  35. trot, ist eine sozialstaatliche Grenze überschritten. Was an Beratung, Hilfe und Bekleidung einmal eingestellt werden musste, lässt
  36. sich später, wenn überhaupt, nur mit größten Aufwand und noch höheren Mitteln wieder aufbauen. In diesem Zusammenhang möchte ich eine
  37. Aussage des Ministerpräsidenten beim diesjährigen Sommerempfang der Diakonie hervorheben. Ohne die Träger der freien
  38. Wohlfahrtspflege, so hat er gesagt, ist in diesem Land kein Staat zu machen.
  39. Ich halte diese Einschätzung für bemerkenswert, denn sie beschreibt zutreffend, worum es in den anstehenden
  40. Haushaltsverhandlungen geht. Es geht nicht allein um einzelne Förderprogramme oder Haushaltstitel. Es geht um die Frage, welche soziale
  41. Infrastruktur wir als Gesellschaft erhalten wollen. Wenn wir uns ein Land wünschen, das Menschen in Not nicht allein lässt,
  42. dann braucht es Orte, an denen Unterstützung, Beratung, Pflege und Bekleidung konkret stattfinden. Die Diakonie und die anderen Verbände
  43. der freien Wohlfahrtspflege sind wesentlicher Teil dieser Infrastruktur, um nicht zu sagen dieser Kultur.
  44. Deshalb werben wir dafür, soziale Ausgaben nicht allein als Kosten zu betrachten, sondern als Investition in unser gesellschaftliches für und
  45. miteinander, für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Hier zeigt sich auch die Tragfähigkeit
  46. unseres stärksten Arguments, das der Subsidiarität, die rechtliche Architektur, die die Partnerschaft von Staat und freier
  47. Wohlfahrtspflege begründet, vom Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes über Artikel 1 Wort 10, Absatz 2 der sächsischen Verfassung
  48. bis zum evangelischen Kirchenvertrag ist kein historisches Ornament. Sie ist ein belastbarer Anker in jeder Verhandlung mit Land und Kommunen.
  49. Die Diakonie und die anderen Wohlfahrtsverbände gehören weder auf die Seite des Staates, noch auf die Seite privater Anbieter.
  50. Sie ermöglichen im Auftrag der Zivilgesellschaft, also von uns Daseinsfürsorge.
  51. Und genau diese Mittelstellung gilt es zu verteidigen. Diese Mittelstellung ist für uns als die Diakonie zugleich theologisch begründet.
  52. Die Diakonie ist kein der Kirche bloß angegliederter Sozialbetrieb. sondern Wesens und Lebensäußerung der Kirche selbst, wie es auch in der
  53. Verfassung steht. Schon die Apostelgeschichte erzählt, wie die junge Gemeinde neben Verkündigung und Gottesdienst
  54. eigenschen für den Dienst an den Tischen eingesetzt hat. Die Sorge für die Bedürftigen gehört von Anfang an zum Kern dessen, was Kirche ist, nicht zu
  55. ihrem entbrlichen Rand, wo Christus selbst sich mit den hungernden, Fremden und Kranken identifiziert,
  56. was ihr getan habt, einen von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan. ist diakonisches Handeln Gottesdienst im
  57. Alltag der Welt. Das ist mehr als eine fromme Rahmung eines der sechs Spitzensverbände der freien Wohlfahrtspflege.
  58. Es ergibt sich daraus viel mehr eine nüchterne Konsequenz. Wer an der Diakonie spart, kürzt nicht an einer freiwillig
  59. Zusatzleistung. sondern beschneidet einen Vollzug der Kirche und einen Auftrag, den der Freistaat Sachsen im evangelischen Kirchenvertrag von 1994
  60. ausdrücklich anerkannt hat und zu dessen Förderung er sich verpflichtete. Diese Selbstbindung ist, ich sagte es, kein historisches Relikt, sondern ein
  61. gegenwärtig gültiges Versprechen. Wenn wir also für verlässliche Rahmenbedingungen werben, verteidigen wir nicht Besitzstände
  62. eines Verbandes. Wir treten dafür ein, dass die evangelische Kirche ihren von Christus gegebenen
  63. und vom Staat anerkannten Auftrag zur tätigen Nächsten Liebe auch morgen noch strukturiert wahrnehmen kann.
  64. Verbunden bleibt damit die Forderung, dass wir gemeinsam mit den Landkreisen und Städten erheben, die wir gemeinsam mit den Landkreisen
  65. und Städten erheben. Das sogenannte Konnektitätsprinzip, wer bestellt, zahlt. Dieses Prinzip muss neu ausbalanciert
  66. werden. Solange auf Bundesebene Leistungen beschlossen werden, die vor Ort ohne ausreichende Gegenfinanzierung umzusetzen sind, geraden sowohl die
  67. kommunalen Haushalte und mit ihnen die freie Wohlfahrtspflege strukturell unter Druck.
  68. Verantwortung in der Liga Stimme für die soziale Infrastruktur. Im Jahr 2026 hat die Diakonie Sachsen tun gemäß für 2 Jahre den Vorsitz in der
  69. Liga der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen übernommen. Diese Aufgabe ist Verantwortung und Chance zugleich.
  70. Sie verstärkt unsere Möglichkeit gemeinsame Anliegen der freien Wohlfahrtspflege mit einer Stimme mit einer Stimme in den
  71. politischen Diskurs einzubringen in einem Moment, in dem genau diese gemeinsame Stimme dringender gebraucht wird denn je.
  72. Sozialpolitische Lobbyarbeit ist für uns kein Zweck. Lassen Sie mich eine kleine Erklärung zu dem Wort Lobby sagen. Lobby ist etymologisch
  73. eine Art Wandelhalle in antiken Gebäuden und auch in Klöstern, wo Gespräche geführt worden sind. Und genau das ist die Arbeit der Diakonie bzw. Weise der
  74. freien Wohlfahrtspflege. Wir führen Gespräche, um unsere Verantwortung zum Auszug zu
  75. bringen für diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind und gegenüber den Mitarbeitenden, die diesen Dienst tragen.
  76. Dabei haben wir gelernt, dass diese Arbeit nur dann glaubwürdig ist, wenn sie nicht im Klagermodus verhart. Wer ausschließlich Defizite beschreibt
  77. undkräbt die eigene Wirkung. Unsere Aufgabe ist es, die Innovationskraft und die gesellschaftliche
  78. Unverzichtbarkeit diakonischer Arbeit sichtbar zu machen und zugleich die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, um die es geht,
  79. nicht die Institution, die von ihnen spricht. Umso wichtiger sind Orte, an denen Menschen Gemeinschaft erfahren.
  80. Unsere Beratungsstellen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätte und Kirchgemeinden sind solche Orte. Sie schaffen Beziehungen, wo Vereinzlung
  81. trot. Sie ermöglichen Begegnungen, wo gesellschaftliche Kräben wachsen. Diakonie trägt damit nicht nur zur
  82. sozialen Sicherung bei, sie trägt auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei, zum für miteinander in unserem Zusammenleben.
  83. Diakonie als Resonanzraum der Kirche. Ich komme noch einmal auf den Begriff von Hauptmutrosa zurück, der Resonanz.
  84. Für mich ist er mehr als eine soziologische Kategorie. Resonanz meint Beziehungen, die einander zum Klingen und
  85. mitschwingen bringen. Für uns ist das die gelebte Nächsten Beziehungen, die tragen und verändern. Diakonie ist in diesem Sinne ein
  86. Resonanzraum der Kirche, ein Ort, an dem Menschen erleben, dass sie wirksam sind und etwas bewirken können. John Johann Henrich Wichern,
  87. auf dem die organisierte Diakonie zurückgeht, hat dies 1848 auf dem Witttenberger Kirchentag mit dem berühmten Satz festgehalten:
  88. "Die rettende Liebe müsse der Kirche ebenso eigen sein wie das Wort der Predigt. Verkündigung und Tat gehören untrennbar zusammen.
  89. Die neuere Diakoniewissenschaft hat diesen Zusammenhang weiter aus buchstabiert. die versteht diakonisches Handeln als
  90. gelebte Antwort auf das biblische Doppelgebot der Gottes und Nächsten Liebe und als Kongression der
  91. Rechtfertigungsbotschaft. Weil der Mensch seiner Würde nicht seiner Leistung verdankt, sondern sie ihm von Gott unbedingt
  92. zugesprochen ist, begegnet die Diakonie jeden Menschen, ob pflegebedürftig, verschuldet, geflüchtet oder am
  93. Lebensende als unverfügbarem Gegenüber von eigenem unantastbar Wert. Genau hier berührt sich die theologische Tradition
  94. mit dem Resonanzbegriff. Wo der Mensch nicht als Fall verwaltet, sondern als Person geachtet wird, entsteht jene tragende Beziehung, die
  95. wir nächsten Liebe nennen. Das wird in unserem Jahresbericht, der Ihnen vorliegt, ich darf Ihnen einmal in die Höhe geben.
  96. Das wird in unserem Jahresbericht, der Ihnen vorliegt, immer wieder konkret vor Augen gemalt. in der Heilerziehungspflegerin,
  97. die sagt: "Hier bin ich angekommen, im Erzieher, der nach drei Anläufen sein Beruf als Berufung erlebt.
  98. in der jungen Frau aus Brasilien, die nach langem bürokratischen Weg heute Fachkraft im Haus Salem ist, in den rund 180 Freiwilligen, die bei uns entdecken,
  99. wer sie sein wollen. Wir machen nächsten Liebe zum Beruf, unser Jahresthema 2025-2026.
  100. Das ist kein gefälliger Slogan. sondern beschreibt unseren Auftrag präzise.
  101. Ich habe im vergangenen Jahr von den Gottesfürchtigen gesprochen, von jenen Mitarbeitenden, die nicht konfessionell gebunden sind
  102. und sich dennoch bewusst dem Geist der Diakonie verbunden fühlen. Dieser Befund gilt unverändert. Inzwischen sind weniger als die Hälfte
  103. unserer Mitarbeitenden konfessionell gebunden und doch tragen sie die Atmosphäre, das Klima, den Geist,
  104. den sie selbst benennen, wenn man sie fragt. Denn dieser Geist bleibt eingebettet in die lange jüdische
  105. christliche Tradition der Gottes und Nächsten Liebe. Er hält unsere erhält in unserer sekäularisierten Gesellschaft die
  106. Gottesfrage wach. Darin liegt der diakonische Mehrwert, der über jede öffentliche Refinanzierung hinausgeht.
  107. Ein Ausblick. Niklas Lumann wird der die Definition zugeschrieben.
  108. Vertrauen ist die Bereitschaft, das Risiko einzugehen, dem anderen gute Absichten zu unterstellen. Das hätte ich vorhin auch bei dem Bericht in der
  109. Kirchenleitung erwähnen können. Und ein weiteres Zitat: "Wer Vertrauen erweist, nimmt die Zukunft vorweg. In den kommenden biblisch gesprochenen
  110. mageren Jahren ist es uns als Vorstand, gemeinsam mit meiner Kollegin Katlin Westfall, die hinten auf der Bank sitzt, ist es uns als Vorstand wichtig, an
  111. einer Kultur des Zutrauens mitzuarbeiten und so die Zukunft der besseren Jahre vorwegzunehmen. Zutrauen ist dabei kein naiver
  112. Optimismus, sondern eine bewusste Entscheidung, Zukunft durch Zutrauen zu ermöglichen. Dabei geht es nicht allein um das
  113. Verwalten knapper Ressourcen. Es geht um die Frage, welche Kirche und welche Diakonie wir in den kommenden Jahren sein wollen.
  114. eine Kirche, die sich von ihren Grenzen her bestimmen lässt oder eine Kirche, die aus ihrem Auftrag heraushandelt. Ich bin überzeugt, die Zukunft entsteht
  115. dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und einander etwas zutrauen. Konkret heißt das für das kommende Jahr: Den Ligavorsatz Vorsitz werden wir
  116. nutzen, um die gemeinsamen auf Anliegen der freien Wohlfahrtspflege wirksam in die Verhandlung zum Doppelhaushalt
  117. 2027-202 einzubringen. Sachlich fundiert mit einer klar Haltung und Gesprächsbereitung.
  118. Den Schutz vor sexualisierter Gewalt bauen wir entschieden weiter aus. Die Verabschiedung der des Gewaltschutzkonzepts für unsere
  119. Geschäftsstelle und die Umsetzungsrichtlinie für unsere Mitglieder wurden 2025 erste Multiplikatoren und
  120. Multiplikaturen im Konzept hinschauen, helfen, handeln qualifiziert. Rund 100 weitere werden im Laufe des Jahres folgen. Dieses Anliegen hat für
  121. uns höchste Priorität. Den verantwortlichen Einsatz künstlicher Intelligenz begleiten wir auf der Grundlage unserer Leitlinien weiter mit
  122. dem Ziel Datenschutzkonforme und rechtssichere Lösung für unsere Träger zu finden. Zugleich entwickeln wir für unsere
  123. Geschäftsstelle und unsere Kommunikation so weiter, dass wir unsere Mitglieder auch künftig verlässlich unterstützen
  124. können. Dieses Vorhaben verbindet eine Überzeugung. Ohne die Haltung des Zutrauens gehen wir zwar weniger Risiko
  125. ein, würden aber konstruktiv nichts gewinnen, wäre nicht in Resonanz mit den Menschen, die uns anvertraut sind. Ich komme zum Schluss und der ist mit Dank
  126. verbunden. Die Diakonie lebt von der Haltung derer, die sie tragen, von ihrem täglichen Engagement, ihrer
  127. Fachlichkeit, ihrer Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, oft über das Erwartbare hinaus. In Zeiten, in denen nicht nur
  128. Ressourcen knapp, sondern auch Planungs und Handlungsspielräume eingeschränkt sind, ist das keine Selbstverständlichkeit.
  129. Ich danke den rund 28 000 Mitarbeitern in unseren Mitgliedseinrichtungen, den Leitungen, den vielen tausend ehrenamtlichen und allen
  130. Verantwortlichen für ihre Arbeit, ihre Geduld, Ihre Klarheit und ihre Ausdauer. Die Diakonie ist mehr als ein Zusammenschluss von Einrichtungen.
  131. Dies ist Ausdruck einer gemeinsamen Haltung in der Matrix von Fachlichkeit, Glauben und Verantwortung. Wir machen Nächsten Liebe zum Beruf,
  132. leben vom Zutrauen in die Kraft der Werke, der Einrichtungen, der Dienste sowie in die Bereitschaft der politischen
  133. Entscheidungsträgerinnen und Träger soziale Verantwortung immer mitzudenken und zu übernehmen. In diesem Sinne gehen wir mit Zutrauen
  134. in die zweite Jahreshälfte 2026. im Dienst am Menschen und zur Ehre Gottes. Ich danke Ihnen, dass Sie mir so lange zugehört haben.
  135. Liebe Sinne,