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Populärer Irrtum beim Trugschluss?! | Darum verdoppelt man die Terz!! | #musiktheorie #musiktheorie
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 24 Zeilen
- Moin zusammen. Heute setzen wir uns mit der Frage auseinander, warum im Trugschluss ähm die Terz verdoppelt wird. Warum also in diesem Gebilde
- [Musik] es zu dieser Verdoppelung kommt? Grundsätzlich ist es ja so, dass man
- sich auch Varianten vorstellen kann bei der Verbindung fün zu sech Stufe, in der ähm der Grund verdoppelt sein kann. Das hier wäre z.B. eine
- mit Grundtonverdoppelung. Es gibt aber gewisse Gründe, warum man das macht. Einer von dem ihr bestimmt
- schon gehört habt, ist, dass man Quinparallelen vermeiden soll. Und manchmal entstehen diese Quinten, weil man in einer Kadenz der Stimmführung
- eines ganz äh Schlusses folgt und dann kann diese steigende Sekunde zur Terz, die jetzt hier im Tenor liegt, ebene Quinparallele
- zum Bass erzeugen, der ja anders abbiegt im Truhchluss. Und da wird halt gesagt, um das zu vermeiden, diese Quinte, muss man eben halt anders abwiegen. Aber wie
- schon gesehen, es ist durchaus auch möglich, ohne Verletzung von Stimmführungsregeln den Grundtrun zu verdoppeln. Es hat aber
- einen Grund, dass wir trotzdem diese Bevorzugung der Terzverdopplung im Druckschluss beobachten können. Und zwar ist das folgende. Wenn wir uns
- anschauen, wie Klauseln in alten Sätzen verwendet werden, dann haben wir auf der einen Seite ja im Ganzschluss die Bassklausel, die den Grundton
- strebt. Wir haben die Tenorklausel, die in den Grundton strebt. Und wir haben die Diskklausel.
- [Musik] die ebenfalls in den Grundtrun strebt. Die einzige alte Standardklausel, die von diesem Prinzip des Strebens in den
- Grundton abweicht, ist die Altklausel, die den Grundton ähm der Pen Ultima einfach wiederholt und so in der Ultima zum
- Quinton wird. Und wenn wir diese unterschiedlichen Klauseln miteinander verbinden, dann kriegen wir dieses hier.
- Also einen Klang, der aus drei Grundtönen und einem Quinton besteht. Wenn wir die Altklausel modifizieren, also in die
- Terz des Zielakkordes entweder fallen lassen oder eben schreiten lassen, [Musik]
- beides Varianten, die modifizierte Altklausel genannt werden. Dann erhalten wir folgendes Gebilde: [Musik]
- dreimaliges Ecklingen des Grundtons und darüber die Terz. So, und jetzt kann man auf den Gedanken kommen. Wir haben hier eine Terz im
- Endeffekt, die liegt nämlich wir haben die Töne C und E und wir können unseren Bass vielleicht nicht nur in den Grundtrund fallen lassen, sondern wir
- können ihn auch steigen lassen und einem sinnvollen Akkord zu erhalten, nämlich das, was wir dann Truhschluss nennen, durchführen. Im Endeffekt wäre das ja
- dieses hier und der Bass steigt also eine Sekunde und er zeugt
- dadurch quasi einen neuen Grundton unter dieser Terz, die vorher Grundton unserer Zieltonart war. Sie ist jetzt die obere Terz der Zieltonart. Das heißt, wenn wir
- den Druckschluss bilden, dann folgen wir im Endeffekt den alten Klauseln. Das war's von mir. Hier seht ihr noch ein paar Hinweise auf Musiktheorie Videos
- auf diesem Kanal. Würd mich freuen, wenn ihr da reinklickt und ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Tag. Ciao.