Populärer Irrtum beim Trugschluss?! | Darum verdoppelt man die Terz!! | #musiktheorie #musiktheorie Musikalion | #Gehörbildung #Musiktheorie https://www.youtube.com/watch?v=qtxzKVdV0HQ Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin zusammen. Heute setzen wir uns mit der Frage auseinander, warum im Trugschluss ähm die Terz verdoppelt wird. Warum also in diesem Gebilde 0:09 [Musik] es zu dieser Verdoppelung kommt? Grundsätzlich ist es ja so, dass man 0:21 sich auch Varianten vorstellen kann bei der Verbindung fün zu sech Stufe, in der ähm der Grund verdoppelt sein kann. Das hier wäre z.B. eine 0:35 mit Grundtonverdoppelung. Es gibt aber gewisse Gründe, warum man das macht. Einer von dem ihr bestimmt 0:46 schon gehört habt, ist, dass man Quinparallelen vermeiden soll. Und manchmal entstehen diese Quinten, weil man in einer Kadenz der Stimmführung 0:57 eines ganz äh Schlusses folgt und dann kann diese steigende Sekunde zur Terz, die jetzt hier im Tenor liegt, ebene Quinparallele 1:10 zum Bass erzeugen, der ja anders abbiegt im Truhchluss. Und da wird halt gesagt, um das zu vermeiden, diese Quinte, muss man eben halt anders abwiegen. Aber wie 1:21 schon gesehen, es ist durchaus auch möglich, ohne Verletzung von Stimmführungsregeln den Grundtrun zu verdoppeln. Es hat aber 1:34 einen Grund, dass wir trotzdem diese Bevorzugung der Terzverdopplung im Druckschluss beobachten können. Und zwar ist das folgende. Wenn wir uns 1:43 anschauen, wie Klauseln in alten Sätzen verwendet werden, dann haben wir auf der einen Seite ja im Ganzschluss die Bassklausel, die den Grundton 1:54 strebt. Wir haben die Tenorklausel, die in den Grundton strebt. Und wir haben die Diskklausel. 2:03 [Musik] die ebenfalls in den Grundtrun strebt. Die einzige alte Standardklausel, die von diesem Prinzip des Strebens in den 2:12 Grundton abweicht, ist die Altklausel, die den Grundton ähm der Pen Ultima einfach wiederholt und so in der Ultima zum 2:23 Quinton wird. Und wenn wir diese unterschiedlichen Klauseln miteinander verbinden, dann kriegen wir dieses hier. 2:36 Also einen Klang, der aus drei Grundtönen und einem Quinton besteht. Wenn wir die Altklausel modifizieren, also in die 2:47 Terz des Zielakkordes entweder fallen lassen oder eben schreiten lassen, [Musik] 2:56 beides Varianten, die modifizierte Altklausel genannt werden. Dann erhalten wir folgendes Gebilde: [Musik] 3:09 dreimaliges Ecklingen des Grundtons und darüber die Terz. So, und jetzt kann man auf den Gedanken kommen. Wir haben hier eine Terz im 3:22 Endeffekt, die liegt nämlich wir haben die Töne C und E und wir können unseren Bass vielleicht nicht nur in den Grundtrund fallen lassen, sondern wir 3:30 können ihn auch steigen lassen und einem sinnvollen Akkord zu erhalten, nämlich das, was wir dann Truhschluss nennen, durchführen. Im Endeffekt wäre das ja 3:38 dieses hier und der Bass steigt also eine Sekunde und er zeugt 3:49 dadurch quasi einen neuen Grundton unter dieser Terz, die vorher Grundton unserer Zieltonart war. Sie ist jetzt die obere Terz der Zieltonart. Das heißt, wenn wir 3:59 den Druckschluss bilden, dann folgen wir im Endeffekt den alten Klauseln. Das war's von mir. Hier seht ihr noch ein paar Hinweise auf Musiktheorie Videos 4:08 auf diesem Kanal. Würd mich freuen, wenn ihr da reinklickt und ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Tag. Ciao.