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Zentraler Gottesdienst zum Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 (mit DGS - Gebärdensprachübersetzung)
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 306 Zeilen
- [musik] [musik]
- เ [glocke]
- [musik] [musik] เ เฮ
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] die
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] die [musik]
- Herzlich willkommen zum Gottesdienst, zum ökumenischen Tag der Schöpfung hier in der Elisabethkirche in Marburg. Ich begrüße Sie alle herzlich hier vor
- Ort, ebenso wie Sie über die Liveübertragung mit uns verbunden sind. Wir feiern diesen Gottesdienst immer in ökumenische Vielfalt, gemeinsam mit
- Christinnen und Christen aus unterschiedlichen kirchlichen Traditionen, heute aus der römisch-katholischen
- Kirche, der evangelischen Kirche, der evangelisch-methodistischen Kirche, der anglikischen Tradition, der orthodoxen und orientalisch
- orthodoxen Tradition und der neuapostolischen Kirche. Der ökumenische Tag der Schöpfung in Marburg ist getragen vom gemeinsamen
- Engagement der ACK in Deutschland, der ACK Hessen Rheinhessen und der ACK Marburg und steht damit für gelebte ökumenische
- Verbundenheit hier vor Ort und weit darüber hinaus. Unser Gottesdienst ist zugleich inklusiv gestaltet.
- Die Feier wird durchgehend in deutsche Gebärdensprache übersetzt. Für Menschen mit Einschränkung der Seefähigkeit stehen liturgische Texte in
- Brelschrift hier vor Ort zur Verfügung. So wollen wir miteinander Gottesdienst feiern in unsere Vielfalt und Verbundenheit offen für alle, die heute
- mit uns feiern. Liebe Schwestern und Brüder, hast du erkannt, wie weit die Erde ist?
- So fragt Gott im Buch Hiob. Diese Frage meint mehr als Entfernungen und Horizonte. Sie stellt uns hinein in die Weite der
- Schöpfung und in die Wahrheit über uns selbst. Wir leben in eine Zeit, in der wir glauben, die Erde vermessen und im Griff
- zu haben. Und doch erfahren wir ihre Verletzlichkeit. Aten sterben aus,
- Lebensräume schwinden, das Klima verändert sich. Die Weite der Erde lässt uns staunen und sie erschüttet unsere
- Selbstgewissheit. Sie ruft uns heraus aus dem Mittelpunkt. Wir sind mit Geschöpfe, nicht der Schöpfer.
- Die Weite der Erde zeigt sich im großen und im Kleinen, im Himmel über uns und dem Samen, der neues Leben in sich
- trägt. Alles ist miteinander verwen. Die Weite erinnert uns an unsere Begrenztheit
- und an unsere Abhängigkeit von Gott. Demut ist die mutige Anerkennung dieser Wahrheit.
- Wie Hiob dürfen wir klagen über die Not der Welt. Und wir dürfen darauf vertrauen, Gott hört.
- Er will das Leben. Seine Weite ist größer als unsere Schuld und größer als unsere Angst.
- Als Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen feiern wir heute ökumenisch im Blick auf die ganze bewohnte Erde.
- Wir wollen die Weite neu sehen lernen, staunen, danken und Verantwortung übernehmen. Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?
- [seufzt] So lasst uns gemeinsam unseren ökumenischen Gottesdienst beginnen im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes
- und des Heiligen Geistes. Amen. Als der Dekan im Kirchenkreis Marburg darf ich Sie herzlich willkommen heißen
- hier in Marburg, einer Universitätsstadt, die bunt und vielfältig und fröhlich ist und ganz viele
- Konfessionen schon lange in sich vereinigt. Die ACK hier vor Ort ist eine umfangreiche, ein großer Kreis, der
- sich trifft mehr als 20 verschiedene Gemeinden. Wir haben sogar eine ökumenische Heilige hier in Marburg, die Elisabeth von Thüringen. Sie hat in
- allen Menschen immer vor allem Gottes Geschöpf gesehen und sie hat geteilt, besonders mit den Armen und den Kranken Fürsorge,
- Geld, Lebensmittel. So sind auch wir dazu gerufen zu teilen und fürsorglich zu bewahren, was Gott uns gibt. Wir
- freuen uns sehr, dass Sie hier bei uns in Marburg zu Gast sind in unserer besonderen reingischen Elisabethkirche, die das Motto des Gottesdienstes, des
- Schöpfungstages eigentlich gebaut hat. Sie ist weit gespannt. Alles zeigt zum Himmel. Sie will, dass Himmel und Erde sich hier
- treffen und wir als Menschen eine Ahnung von der Weite des Reichs Gottes bekommen. Und das ist ein Reich, das im Himmel und auf der Erde zu finden
- ist. Hier soll sich das alles berühren. Guter Gott, wie wunderbar ist deine Schöpfung.
- Fasziniert und staunend betrachten wir Menschen alles lebendige um uns herum und fühlen unsere tiefe Verbundenheit mit allen deinen Geschöpfen.
- Wie verletzt ist deine Schöpfung eigensinnig und ohne Mitgefühl haben wir Menschen, allem lebendigen um uns herum unseren Stempel aufgedrückt
- und für uns verzweckt. Wie bedrohlich ist deine Schöpfung. Erschrocken und zum Teil ratlos erleben wir die Gefährdungen,
- denen wir als Menschen in deiner Schöpfung ausgesetzt sind und gegen die wir uns zu schützen haben. Wunderbar,
- verletzt, bedrohlich, die Weite, mit der sich deine Geschöpfe gegenseitig erfahren.
- Gib Zeugnis von Freiheit und Gebundenheit, Verantwortung und Loslassen, angesprochen sein und Ansprechbarkeit,
- die du in deine Schöpfung gelegt hast. Du hast uns und alle Mitgeschöpfe bei unserem und ihrem Namen gerufen. Wir sind gemeinsam
- dein Franz von Asisi hat in der ersten Strophe des Sonnengesangs geschrieben, es ist altalienische
- Sprache. Tue le Laude la Gloria et on benediktion. übersetzt. Ja,
- dein ist das Lob, die Herrlichkeit und die Ehre und jeglicher Segen. Amen.
- Denn so [singen] hoch der Himmel über [singen] der Erde ist,
- so hoch ist Gottes Huld [singen] über denen, die ihn fürchten. [musik] den Herrn
- meine See. [musik]
- So weit entfernt der Aufgang [singen] ist vom Untergang, so weit [singen] entfernt er die Schuld. von uns.
- [musik] See, [musik]
- wie [singen] ein Vater sich seiner [singen] Kinder
- erbarmt. So erbarmt [singen] sich der Herr
- über alle, die ihn fürchten. den Herr [musik]
- [musik] Es ist keine Utopie, was in der Feier der Orthodoxen Brotsegnung der
- Orthoglassia gesagt wird, wenn es heißt: "Segne die Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und melde sie in deiner Stadt, in dieser Stadt und deiner ganzen
- Welt." Das klingt ja eigentlich verrückt, dass diese fünf Brote in der ganzen Welt vermehrt werden sollen. Doch der Segen,
- der da gesprochen wird, wird ja uns zugesprochen, die wir diese Brote teilen. Wenn wir also lernen,
- dass es darum geht zu teilen, das was wir haben, auch als Besitz der anderen zu sehen, das was uns geschenkt wurde als ein Geschenk nicht für uns als
- individuell, sondern als Gemeinschaft zu begreifen, dann verändern nicht nur wir uns, sondern alles,
- was wir lokal tun. Wie wir spätestens seit der Wiederentdeckung der Ökologie gelernt haben, immer auch global.
- Man hat dies als eucharistische Lebensstil bezeichnet, denn hier steckt die Danksagung griechisch Eucharistie immer und überall mit drin. Wir haben es
- vielleicht verlernt, dass sich nur Brot und Wein, Teil und Materie der kosmischen Liturgie sind, sondern die gesamte Schüpfung. Wenn wir also
- Kartoklasier feiern, ist das immer ein Aufbruch zu diesem neuen euchaucharistischen Lebensstil. Es ist keine Utopie.
- Lasst uns zum Herrn beten. [musik]
- [musik] [musik] Herr Jesus Christus, der du gesegnet
- hast, die fünf Brote in der Wüste und 5000 gespeist hast, segne du auch diese Brote, den Weizen, den Wein und das Öl und mehrere sie in dieser Stadt und
- deiner ganzen Welt und heilige, die davon kosten Gläubigen, denn du bist es, der alles segnet und heiligst, Christus unser Gott. Und dir senden wir die
- Verherrlichungen vor samt deinem anfanglosen Vater, deinem allheiligen und guten und lehnmächtigen Geist, jetzt und immer da und von der
- Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. Reiche müssen derben und hungern. Wer aber den Herrn sucht, [singen]
- wird kein Gut entbehren. Müssen nermen und hungern. Wer aber den Herrn sucht, wird kein Gut entbehren.
- Reiche müssen darben und hungern. Wer aber den Herrn sucht, wird kein Gut entbehren.
- Wer aber den Herrn sucht, wird kein Gut entbeen. Die gesegnete Brote werden zum Schluss des Gottesdiensternes am Aushang
- ausgeteilt. [musik]
- เ [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- Du bist [räuspern] heilig, [musik] mein [singen] Schöpfer.
- Du bist reilig, [singen] [musik] mein Gott und
- du bist [singen] Heilig. [musik] Heiligt
- wo [singen] sie an dir sein. [musik] Preis und [singen] dir wo sie an mein [musik] Gott unter.
- Du bist reicht, [singen][musik] meine Zucht. [musik]
- Du gehst [singen] um mein Gott [musik] unter.
- Du bist heilig, [musik] [singen] heilig, heilig. [musik]
- Sie an ihr seid [singen] Geist und her [musik] wo sie an Nam mein Gott und [musik]
- du bist heilig ein [musik] begleitet. Ja, das [musik] mein Mund.
- Du [musik] bist heilig, heilig, [singen] heilig. [musik] Se [singen]
- na dir seis [musik][singen] und sie na mein Gott und her [musik]
- mein Gott [musik] und Herr Ja. Wir hören aus dem Buch Hiob im 38. Kapitel die Verse 1 bis 18 nach der
- Übersetzung von Martin Luther und ich bitte Sie sich dazu zu erheben. Und der Herr antwortete Hiob aus dem Sturm und sprach:
- Wer ist der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand? Gürte deine Länden wie ein Mann. Ich will dich fragen, lehre mich.
- Wo warst du, als ich die Erde die Erde gründete? Sage mir, wenn du so klug bist. Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat
- oder wer über sie die Messschnur gezogen hat? Worauf sind ihre Pfeile eingesenkt? oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
- als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Gottessöhne jubelten? Wer hat das Meer mit Toren verschlossen,
- als es herausbrach? wie aus dem Mutterschoß, als ich es mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte wie in Windeln,
- als ich ihm seine Grenze bestimmte und setzte ihm Riegel und Tore und sprach: "Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter. Hier sollen sich legen
- deine stolzen Wellen. hast du zu deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt,
- damit sie die Enden der Erde fasste und die Frefler von ihr abgeschüttelt wurden. Sie wandelt sich wie Ton unter dem
- Siegel und färbt sich bunt wie ein Kleid. Und den Freflan wird ihr Licht genommen und der erhobene Arm zerbrochen werden.
- Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen und auf dem Grund der Tiefe gewandelt? Haben sich dir des Todesore je aufgetan?
- Oder hast du gesehen die Tore der Finsternis? Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?
- Sage es, wenn du das alles weißt. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolosse.
- Jesus Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen, im
- Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare. Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten.
- Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung und in ihm hat alles bestand.
- Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen. Wort des lebendigen Gottes.
- [musik] เ
- [musik] [musik]
- Se [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] Grautreuer Freund ist alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum.
- Wir alle kennen, glaube ich, diesen Satz aus Götes Faust und sind spätestens seit Gote davon überzeugt,
- dass die Praxis eben der goldene Baum viel viel wichtiger ist als alle Theorien.
- Wer etwas auf sich hält, der packt an. Und wie langweilig sind jene, die irgendwelchen Theorien anhängen?
- Das diesjährige Motto des ökumenischen Tages der Schöpfung Liebe Gemeinde hat mich darauf gebracht, das anders zu sehen.
- Es lautet: "Sie haben es gesehen auf dem Programm und gehört, hast du erkannt, wie weit die Erde ist und bezieht sich auf das Buch Hiob im
- Alten Testament. Gerade eben haben wir in der Lesung gehört,
- der mit Gott hadden Hiob wird von eben diesem Gott selbst angesprochen in jener unvergleichlichen Ermahnung,
- die dem Zweifelnden die Augen öffnen soll. Hören Sie noch ein paar Sätze aus dieser Ermahnung.
- Der Herr spricht zu Hiob aus dem Sturm: "Ich will dich fragen, du belehre mich. Wo warst du, als ich die Erde gegründet? Sag es denn, wenn du Bescheid weißt."
- Wer setzte ihre Maße? Du weißt es ja. Wer hat die Messschnur über sie gespannt? Wohin sind ihre Pfeile eingesenkt?
- Pfeiler eingesenkt und wer hat ihren Eckstein gelegt? Und so geht es weiter in einer langen Aufzählung,
- in der die Natur und ihre Phänomene beschrieben werden. Und irgendwo mittendrin steht jener Satz,
- der zum Ausgangspunkt unseres Motors geworden ist. Hast du der Erde weiten überblickt? Sag es, wenn du das alles weißt.
- Und natürlich geht es nicht um eine Biologiestunde, die hierop erhalten soll. Der Herr möchte ihm wie gesagt die Augen
- öffnen. Hiob soll die Größe Gottes und zugleich die Grenzen des menschlichen Verstehens
- erkennen. Ein Theologe nennt dies die Liebesoffenbarung Gottes.
- Die Augen öffnen möchte auch der ökumenische Tag der Schöpfung. Ganz einfach gesagt, möchte er uns vom sehen zum Schauen
- bringen. Ist das nicht dasselbe? Werden Sie fragen? Eben nicht.
- Sehen bedeutet, dass unsere Augen funktionieren und Reize ab ankommen. Das geschieht meistens passiv. Etwas Gerät ins Blick fällt,
- meistens ohne dass man es will. Schauen dagegen bedeutet den Blick bewusst auf etwas zu richten. Es ist dabei zumeist verbunden mit einer
- Richtung oder einem Ziel. Zurück zu Gothe. Jetzt kommt der überraschende Moment.
- Bei den alten Griechen hieß die Tätigkeit des Schauerns Theoria.
- die Theorie nicht als grau grau, sondern als intensiver Akt des Hinsehens. Das betrifft nämlich nicht nur den
- physischen Seesinn, sondern umfasst auch das Erwägen, also ein geistiges Urteil, eine Meinung oder eine Ansicht über das Gesehene zu
- erlangen. Theor ich schaue, kann dann auch ich verstehe bedeuten.
- Wir kennen das ja auch aus unserem heutigen Sprachgebrauch. Wenn ich zu jemand sage, ich sehe, was du meinst,
- sage ich doch damit, ich verstehe, was du meinst. Es geht also nicht nur um eine Sinneswahrnehmung,
- sondern daraus resultierend um einen Akt Denkens. Theoria heißt dann nicht nur ich sehe oder ich sehe hin,
- sondern auch ich habe eine Meinung. Ich glaube etwas und prüfe etwas gedanklich. Und in einem weiteren Schritt folgt
- daraus: Ich untersuche oder beobachte sorgfältig.
- Und so ist daraus letztendlich auch die bei uns und bei Göte vorherrschende Bedeutung des Begriffs Theorie entstanden.
- All das erwartet der Tag der Schöpfung von uns. Es geht darum vom Sehen, von der Wahrnehmung, also zum Schauen, zum
- Verstehen und bestenfalls auch zum Handeln zu kommen.
- Für die Theologen der alten ungeteilten Kirche war die Theor Teil ihres spirituellen Weges, ja sogar das Ziel desselben.
- Sie erlaubte es Gottes Nähe zu erreichen, was als Gottesschau bezeichnet wurde. Selbst wenn man das biblische Wort
- Niemand hat Gott je gesehen, Johannes 1 18 durchaus beherzigte. Eine Schau des Schöpfergottes bewirkt allerdings auch einen neuen Blick auf
- die Schöpfung. Ein beliebter Kirchenvater des Ostens, Maximus Konfessor, der Bekenner, er lebte um das Jahr 600,
- spricht in diesem Zusammenhang von der kosmischen Liturgie. Wir haben es gerade gehört, im Zusammenhang mit der Brotsegnung.
- Das klingt heutzutage womöglich sehr exotisch oder fremd. Gemeint aber ist folgendes. Die gesamte Schöpfung eben der Kosmos
- ist tief mit Gott verbunden. Maximus sieht das Universum als einen großen mystischen Raum. in dem Himmel und Erde,
- Geist und Materie eine Einheit bilden. Die Aufgabe des Menschen ist es als Priester der Schöpfung zu handeln
- und diese tief empfundene Harmonie, Bewegung und Liebe zu Gott zurückzubringen.
- Ein Priester ist daher nach dem Heiligen Maximus nicht einfach jemand, der sonntags in der Kirche steht und den Gottesdienst feiert.
- Nein, ein Priester ist viel mehr als das. Er ist jeder Mensch, Mann oder Frau, der Gottes Liebe zu uns erkannt hat und
- diese Liebe weitergibt und teilt. Durch die heilige Taufe ist jeder Mensch ein Priester. Deshalb sprechen wir auch vom
- Priestertum aller Gläubigen, vom allgemeinen Priestertum. Ein zeitgenössischer Heiliger, Vater Sofroni aus Esse,
- er ist 1993 gestorben, beschreibt dies so, ich zitiere: "Veranschaulicht euch das großartige
- Gemälde, dass uns Gott in der Schöpfung des Kosmos und in der Schöpfung des Menschen nach seinem Bild und Gleichnis enthüllt.
- Das wonach wir auf der Suche sind, ist nicht auf unser kleines alltägliches Leben beschränkt. Wir streben nach der Gemeinschaft mit
- Gott und nach der Erlangung des Lebens in all seiner Fülle mit seinen kosmischen und göttlichen Dimensionen.
- In unserer geistigen Vision müssen wir das kosmische und das Göttliche Sein, das Geschaffene und das Ungeschaffene in uns selbst vereinen.
- Soweit das Zitat. Das ist mit der kosmischen Liturgie gemeint, die uns immer wieder in der Theologie des Ostens,
- aber auch des Westens begegnet. Hier ist insbesondere Hans von Baltasar zu nennen, der ein
- gleichnamiges Werk geschrieben hat. Ich erinnere mich an einen Freund. Er war evangelischer Pfahrer in Brül
- und an unsere theologischen Gespräche Anfang der 80er Jahre. Obwohl er eine große Hochachtung vor den Kirchenvätern hatte,
- das hatte er von seinem Marburger Professor Wolfgang Bien gelernt, war ihm die Verknüpfung von Theologie und Ökologie.
- immer irgendwie suspekt. Für ihn hatte das Kröten über die Straße tragen, damit sie bei der Krötenwanderung nicht überfahren werden.
- So nannte er das damals aufkommende ökologische Engagement der Kirchen leicht despektierlich. Dieses Kröten über die Straße tragen
- hatte nichts, aber auch gar nichts für den mit dem Glauben zu tun. für ihn. Und das Konzept einer kosmischen Liturgie wäre ihm sicher auch sehr fremd gewesen.
- Wo stehen wir heute? 40 Jahre später. Es herrscht Sturm und Gott redet im Sturm zu uns, so wie er im Sturm zu Hiob geredet hat.
- Wir erkennen, es geht nicht um die grauen Theorien oder gar Verschwörungstheorien, teurer Freund.
- Es geht um das lebens goldenen Baum. Es geht um die Theorie, um das bewusste Hinsehen, das Verstehen
- und wie gesagt nach Kräften auch um das Handeln. In diesem Sinne müssen wir alle Theoretiker werden,
- wenn es erforderlich ist, auch mit Kröten über die Straße tragen. Amen.
- Hast du erkannt, wie weit die Erde ist? So fragte Gott hierob. So sind auch wir gefragt.
- Wir, die wir meinen, die großen Geheimnisse des Lebens auf dieser Erde entschlüsselt zu haben. Die Welt reicht weit hinaus, weiter, als
- wir sie wahrnehmen können oder wollen. Dennoch die Weite der Schöpfung trägt uns und sie verbindet uns miteinander und
- mit allen Geschaffenen. Ein altes Wort der Bibel beschreibt das Roch,
- Atem, Wind, Geist Gottes. Alles lebendige atmet. Alles Lebendige teilt denselben
- Lebenshauch, den eingehauchten Atem Gottes. Heute wollen wir diesen verbindenden Atem
- spüren. Ich lade sie und euch dazu ein, still zu werden und auf den Atem zu achten,
- ihren Atem und all den Atem um sie herum.
- Lasst die Weite zu euch kommen. Atmet die Weite ein. Atmet die Weite aus.
- Atmet sie ein. Atmet sie aus.
- Atmet weit ein. Atmet weit aus.
- In der Stille spüren und hören wir auf den Atem in uns, neben uns
- und um uns. Das gemeinsame Atmen. verbindet uns mit der Weite der
- Schöpfung. Unsichtbar, aber hörbar.
- Ich höre eine Singtrosel und eine Blaumeise.
- Auch der Kuckuck ist da. Die Schöpfung ist ein Atmendes Ganzes.
- Die Luft, die wir heute einatmen, ist uralt. Sie war in Pflanzen, in Ozeanen, in Wäldern,
- in Tieren, in Menschen, die vor uns lebten. Und sie wird sein in allen, die nach uns leben.
- Wir teilen diesen Atem. Er schenkt Leben, verbindet und trägt. Wo wir achtsam miteinander leben,
- atmet die Schöpfung frei. Wo wir die Schöpfung zerstören, stockt ihr Atem.
- Gott, dein Ruch belebt alles. Lass uns ein Teil deiner atmenden Schöpfung bleiben.
- Lass uns achtsam, bewahrend und dankbar sein. Amen.
- Ich lade Sie ein, sich zu erheben und unseren gemeinsamen Glauben mit den Worten des Glaubensbekenntnises von Niza Konstantinopel zu bekennen.
- Wir sprechen gemeinsam. Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und
- Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn,
- aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.
- Durch ihn ist alles geschaffen für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den
- Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
- hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage aufverstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
- Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit zu richten die Lebenden und die Toten. Seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
- Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet
- und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten und die eine Heilige katholische und apostolische Kirche.
- Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.
- Amen. Amen. Gott, wir danken dir, dass du die Erde und noch viel mehr so vielfältig
- erschaffen hast. Mit Hiob staunen wir darüber, wie weit deine Erde ist. Wir loben dich für die wunderschöne, bunte Pflanzenwelt,
- für das Zusammenspiel von Pflanzen, Tieren, Wasser, Luft und Boden. Wie weit ist deine Erde, Gott?
- Wir bitten dich, dass wir das Staunen nicht verlernen über die großen und kleinen Wunder der Natur,
- wie Pflanzen das Sonnenlicht nutzen, wie die Zellen unseres Körpers zusammenarbeiten, wie sich das Leben an Veränderungen
- anpasst. Lass unsere Ehrfurcht wachsen mit jedem neuen Wissen.
- Gott, Hiob hat dir sein Leid geklagt und auch wir bringen vor dich, was uns verzweifeln lässt. Der Klimawandel
- schwer zu verstehen und doch allgegenwärtig. Naturparadies könnten zu Wüsten werden,
- unzählige Arten aussterben, Land überflutet werden, Millionen Menschen ihre Heimat verlieren.
- Wie weit weit ist deine Erde? Wir bitten dich für diejenigen, die keine Veränderung wollen und an
- gewohntem festhalten. Schenke ihnen Mut, sich auf Neues einzulassen.
- Wir bitten dich für das reichste Prozent der Menschheit, für Luxus und Macht, dass sie ihren Wert nicht darin suchen müssen.
- Wie weit ist deine Gott? Wir bitten dich für diejenigen in Politik und Wirtschaft, die vor allem an
- Wachstum denken, dass sie sich zuerst um das kümmern, was wirklich lebenswichtig ist.
- Wir bitten dich für alle, die denken, sie könnten nichts ausrichten, dass sie andere finden, gemeinsam Zeichen setzen und in ihrem Umfeld
- Vorbilder werden. Gott, wir bitten dich für jede und jeden von uns.
- Lass uns über uns hinauswachsen und die Verbindung spüren zu allen Geschöpfen. Lass uns nicht denken, wir seien allein.
- Halte uns dem Glauben verwurzelt. Schenke Segen, Kraft und Hoffnung.
- Ist deine Erde, Gott. In der Stille bringen wir vor dich, Gott, was uns jetzt besonders bewegt.
- Wie weit ist deine Erde, wie unfassbar deine Schöpfung. Danke, dass auch wir ein kleiner Teil von ihr sein dürfen.
- Als deine Geliebten Söhne und Töchter. beten wir voll Vertrauen zu dir, vereint mit den Worten deines Sohnes Jesus Christus.
- Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, so auf Erden.
- Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. und führe uns nicht in Versuchung,
- sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
- Amen. vor dem Lied Du hast uns deine Welt geschenkt, noch der Hinweis auf die
- Kollekte. Wohl dem, der Lust am Gesetz des Herrn hat, der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbeächen, der seine Frucht
- bringt, heißt es in Psalm 1. Wir haben heute im alten botanischen Garten mit seinem besonderen Baumbestand den Schöpfungstag begonnen.
- Und passend dazu der Kollektenzweck heute für die Aktion der evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, der Waldkirche.
- Die Aktion heißt 700.000 Bäume in 7 Jahren. Ein ambitioniertes Ziel. ob Kitas, Konfi oder Jugendgruppen hier in Marburg
- natürlich auch Studierende, ob gestandene Bibelkreise oder Einzelpersonen. Möglichst viele wollen wir animieren,
- dass sie mitpflanzen und neu unsere Verbindung zu Natur und Wald entdecken. Etwa 70.000 Bäume sind schon gepflanzt.
- Heute danken wir herzlich für ihre Unterstützung, damit wir Setzlinge kaufen, Gruppen verpflegen und begleiten können und damit wir so Zeichen der
- Hoffnung für künftige Generationen und für uns selbst ja ein Stück weit auch setzen können. Gott segne Geber und Gaben.
- [glocke] [musik]
- [glocke] [musik] [glocke]
- [glocke] [musik] [glocke]
- [musik] [musik] se
- [musik] [musik] dir
- [musik] se [musik]
- L uns de [glocke] sechen
- [musik] [musik]
- Mens เฮ [musik] [musik]
- [musik] [glocke] [musik]
- [glocke] [musik]
- [musik] Chr. Christus ist in unserer Mitte. In Frieden lasst uns beten.
- Für den Frieden, der vom Herrn kommt und das Heil unserer Seelen. [singen] Lasset uns beten.
- für den Frieden der ganzen Welt, die Standhaftigkeit der Heiligen Kirche Gottes und die Einheit aller lasset uns beten.
- Friede [singen] allen und dein Christus ist in unserer Mitze.
- Christus ist unser Friede, der ist und der se ans Ende dieses Gottesdienstes gelangt. Ganz herzlich möchte ich mich bei
- unseren beiden äh Gebärtensprachendolmetscherinnen danken sowie dem blinden und seebhinderten Bund in Hessen für die
- Unterstützung bei die Übertragung des Gottesdienstheftes in Brailschrift. Ich danke dem wunderbaren Frauenkor der
- neuapostolischen Kirche Wallu Witkenstein unter der Leitung von Berte Lüpke, dem Talisten Maximilian Braun sowie dem Kantoor der Elisabethkirche
- Nels Kupper für die schöne musikalische Begleitung [applaus]
- und auch Ihnen allen, die Sie hier vor Ort mit uns gefeiert haben und allen, die über den YouTube-Kanal der ACK mit uns verbunden waren. Schön, dass Sie
- dabei waren. Nach dem Segen werden die Brotkörper nach hinten zum Ausgang getragen. Sie sind herzlich eingeladen, sich ein Stück
- Brot zu nehmen. In der orthodoxen Tradition der Kasia, der Brotsegnung wird, wie wir vorhin gehört haben, darum gebetet, dass Gott
- das Brot in diese Stadt und in deine ganzen Welt mehrere. Vielleicht ist es auch ein sehr schönes Bild für diesen Tag. Wenn wir teilen,
- wird es nicht weniger, sondern mehr. Und das Brot verbindet uns miteinander und mit der ganzen Schöpfung. Die Brote wurden von der Gemeinde des
- Achimandritten Asenius Karatzas, der Gemeinde der Heiligen Anagio Kosmos und Damian aus Gießen gebacken. Herzlichen Dank dafür.
- Und der Tag, also ohnehin der Tag nicht und auch der Schöpfungstag ist noch lange nicht zu Ende. Um 19 Uhr, also in knapp 50 Minuten, laden wir zu einem
- moderierten Gespräch zum Thema Biodiversität bewahren, Verantwortung des Menschen für die Vielfalt der Schöpfung ein.
- Das Gespräch findet gleich hier um die Ecke im katholischen Regionalhaus Karé in der Biegenstraße 18 statt. Der Weg dorthin ist im Gottesdienstheft
- beschrieben. Einfach die Deutschhausstraße hinuntergehen und rechts abbiegen etwa 10 Minuten zu Fuß und dann im Anschluss an das Gespräch
- laden wir Sie alle sehr herzlich zum ACK Jahresempfang ebenfalls in den Räumlichkeiten des Kar. Und nun stellen wir uns unter den Segen
- Gottes und beschließen diesen Gottesdienst gemeinsam. Bitte heben Sie sich.
- Gott, Quelle annen Lebens, segne uns mit Respekt vor der Erde und mit einem Herzen der Staunen kann.
- Jesus Christus, der diese Welt liebt und ihr Leid teilt, begleite uns auf Wegen der Gerechtigkeit und stärke uns, wo Verantwortung Mut
- braucht. Heiliger Geist, Atem des Lebens, erneuere die Schöpfung und belebe uns mit Hoffnung, Kraft und Liebe.
- So segne uns der allmächtige, uns liebende und lebendige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
- Geht hin im Frieden und tragt diesen Frieden in die ganze Schöpfung. [musik][singen] sich die Stunden
- wird es sein [musik][singen] zu neigen sich die [musik][singen] Stunden sind zum Abschied [musik]
- nun gut wünschen dein guten Gute [musik][singen] Nacht, gute Nacht. Wir wünschen [singen]
- ein guten Nacht. [musik] Einer [musik][singen] wird noch wachen, wütenden, was er. [musik]
- Eine [singen] wird noch wen [musik] die [singen] Sache gute Nacht. Wir wünschen [musik]
- dein gute Nacht. Gute [singen] Macht. Wir [musik] wünschen ein guten Nacht. Lebet [musik][singen] hol wir Freunde
- an. Zeit ist [musik] nun so [singen] gehen. Leb Freunden
- bis zum [musik] Wiedersehen. Leben toll bis wir [singen] uns wieder sehen. [musik]
- Gott mit euch bis [singen] wir uns sind. [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] เ
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] [glocke] [musik]
- [musik] [applaus]