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Netzneutralität - Was ist das eigentlich?

SmartChecker6:10 382 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 43 Zeilen
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  1. Der Begriff Netzneutralität steht für die Gleichbehandlung aller Daten im Internet und genau dafür gibt es auch Telekommunikationsgesetze, die den
  2. Netzbetreibern auferlegt worden sind, damit diese Neutralität eingehalten wird. Nur in der letzten Zeit sieht es ein bisschen so danach aus, dass die
  3. Netzbetreiber das eine oder andere Gesetz etwas locker sehen. Warum es die Netzneutralität gibt und warum sie auch sehr wichtig ist, darum geht's im
  4. heutigen [Musik] Ratgeber. Reden wir erstmal über die Idee des geordneten Datenverkehrs.
  5. Stellt man sich das Internet als eine Autobahn vor, dann würde man ja ein sehr chaotisches Bild im Kopf haben, weil man einfach eine Fahrbahn hätte, wo alle
  6. möglichst schnell zu ihrem Ziel kommen wollen. Also alle Datenströme, man sagt ja auch Datenautobahn. Da kann man sich überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre,
  7. wenn man verschiedene Spuren für verschiedene Datenströme anlegen würde und so eine Priorisierung ja anlegen würde, mit der man z.B. wichtige
  8. Livestreams oder 4K Streams gegenüber eines kleinen Video Uploads ja von einem Smartphone trennen könnte und so sagen könnte, wir geben dem jetzt etwas mehr
  9. Priorität als dem Handy Upload. Das klingt ja erstmal nach einer vernünftigen Idee, denn ein Livestream kann ja nur live funktionieren und ein
  10. Upload vom Handy könnte ja mal etwas länger dauern und so könnte man ja dem Event bzw. dem Stream dann etwas mehr Priorität geben, so dass alles besser
  11. über die Datenautobahn, ich sag jetzt noch mal so, läuft und das ist auch eine gute Idee, bis dann allerdings die Interessen der Netzbetreiber mit ins
  12. Spiel kommen, denn fangen die an zu entscheiden, wer wo fahren darf auf der Autobahn? ihr kriegt das metaphorische hoffentlich mit und irgendwann
  13. Mautgebühren für bestimmte Spuren verlangen. Dann wird's natürlich fragwürdig, ob das noch okay ist, dass der Netzbetreiber entscheiden darf, ja,
  14. was am Ende beim User ankommt und welche Dienste das sind. Und wenn bestimmte Dienste und Datenströme bevorzugt werden, dann kann man sich natürlich
  15. überlegen, dass der Netzbetreiber das nicht einfach so aus Spaß macht, sondern dass diejenigen, die dann an den Netzbetreiber zahlen, natürlich auch
  16. bevorzugt werden. Und ob das im Interesse des Nutzers ist und ob das noch wirklich neutral ist, das könnt ihr euch ja wahrscheinlich selbst
  17. beantworten. Also sobald das passiert und die Netzbetreiber entscheiden, was bevorzugt wird und was nicht, ist zack die Netzneutralität verletzt, denn der
  18. User hat das Ganze ja nicht entschieden und am Ende ja werden vielleicht Dienste bevorzugt, die man gar nicht nutzen möchte und dann wird man vielleicht auch
  19. dazu gedrängt, diese Dienste zu nutzen, weil sie ja besser funktionieren und bevorzugt werden. Solche Regelungen wurden in der Vergangenheit tatsächlich
  20. mehrmals schon eingeführt. Allerdings kamen die Netzbetreiber nicht immer damit durch. Ein gutes Beispiel ist das Zero Rating.
  21. Das Zero Rating ist eine Regelung, bei der bestimmte Dienste z.B. kein Datenvolumen verbrauchen. Also, bin ich jetzt beim Anbieter und habe einen
  22. Vertrag und ich weiß, dass bei Amazon Prime Video z.B. und bei Spotify kein Datenvolumen verbraucht wird. Das finde ich natürlich erstmal super cool, weil
  23. ich kann halt so viel hören und sehen, wie ich möchte, aber ich kann halt auch nur so viel hören und sehen, wie ich möchte bei diesen Anbietern und das
  24. wurde mir ja klar vorgelegt, also ist es auf keinen Fall neutral und die Datenströme werden auf jeden Fall nicht mehr neutral behandelt, denn bei dem
  25. Einfall brauche ich Datenvolumen und beim anderen nicht. Und erstmal klingt das ja ganz cool. Vielleicht für den User, aber vor allem auch für die
  26. anderen Anbieter ist das natürlich eine Benachteiligung, weil ich als Kunde nur aufgrund des Tarifs sage, ne, ich nutze lieber Spotify, weil dafür brauche ich
  27. weniger Datenvolumen. Genauso eine Funktion hat die deutsche Telekom vor kurzem vorgestellt und zwar Telekom Stream on. Und falls euch das
  28. interessiert, könnt ihr hier ein Video schauen. Das haben wir über diesen Tarif ja produziert und da stellen wir auch noch mal so gegenüber, was das Gute und
  29. das schlechte daran ist. Und die Angst vor Zweiklassenin Internet wird immer größer, da so Angebote wie Stream an von der deutschen
  30. Telekom eben durchkommen. Und im letzten Jahr hat Barrick, das ist der Body of European Regulators for Electronic Communications, die Richtlinien zur
  31. Netzneutralität noch einmal überarbeitet. und Experten haben dort Lücken gefunden, die sie stark kritisierten und sie sagten, dass man
  32. auf jeden Fall straffere Gesetze braucht. Und diese Lücken sind vielleicht dafür auch verantwortlich, dass jetzt sowas wie Telekom Stream on
  33. halt auf dem Markt sein darf. In den USA ist die Netzneutralität noch mehr gefährdet. Unter Obama wurde schon noch Stärke darauf geschaut, dass man die
  34. Netzneutralität gewährleistet. Und ja, nun sieht es so aus, dass lockerere Gesetze für die Anbieter kommen sollen und darunter profitieren ja natürlich
  35. vor allem die großen Netzbetreiber wie AT&T, Verizon und Comcast, die reiben sich schon die Hände. Was in den nächsten Jahren in Sachen
  36. Netzneutralität passiert, bleibt abzuwarten. So Angebote wie von der Telekom, Telekom Stream sind für die User ja wirklich sehr attraktiv. Und das
  37. kann ja auch sehr gefährlich werden, denn eigentlich sollen die Netzanbieter ja darauf achten, dass die Netzneutralität gewährleistet ist und
  38. das macht ja so ein Anbieter wie die deutsche Telekom eben nicht. Und dass das Internet neutral bleibt und für jeden gleichgerecht ist, bedeutet auch
  39. ein freies Internet. Und deswegen sollten wir auch darauf schauen und wachsam bleiben, was uns denn eigentlich die Netzanbieter dort so anbieten und ob
  40. das auch wirklich okay ist. Den Ratgeber über Netzneutralität gibt's auch noch mal in Textform auf smartchecker.de. Und nicht nur diesen, es gibt dort auch noch
  41. haufenweise andere Ratgeber zum Thema Smartphone und Mobilfunkwelt. Schaut do mal vorbei. Das war's von dieser Ausgabe von Smartchecker TV. Ich freue mich
  42. sehr, dass ihr zugesehen habt und wir sehen uns beim nächsten Mal wieder. Bis dann.
  43. [Musik] [Musik]