Klimawandel & Atmosphäre: Treibhauseffekt, Smog & Ozonschicht 🌍 | Ursachen & Folgen einfach erklärt simplyscience2go https://www.youtube.com/watch?v=kwCATeolEeo Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo und herzlich willkommen. In den nächsten Minuten nehme ich sie sozusagen an die Hand und wir entschlüsseln gemeinsam die Wissenschaft unserer 0:07 Atmosphäre. Keine Sorge, das wird keine trockene Vorlesung. Wir gehen das Schritt für Schritt durch, ganz einfach und verständlich. Also, was haben wir 0:16 heute vor? Hier ist unser Plan. Zuerst schauen wir uns an, wie das Treibhaus Erde von Natur aus funktioniert. Dann sehen wir, welche Rolle wir Menschen 0:25 dabei spielen und was die Folgen davon sind. Und zum Schluss beleuchten wir noch zwei ganz konkrete Themen: Smog und die berühmte Ozonschicht. Fangen wir 0:34 also direkt an. Okay, fangen wir mal ganz von vorne an, bei den absoluten Grundlagen. Also, warum ist es auf der Erde eigentlich so angenehm warm? Wie 0:45 schafft unser Planet das, damit hier überhaupt Leben möglich ist? Stellen Sie sich das mal so vor: Die Sonne schickt ihre Energie in Form von kurzwelliger 0:54 Strahlung zu uns. Die erwärmt den Erdboden. Die Erde gibt diese Wärme dann wieder ab, aber als langwellige Strahlung. Und genau hier passiert das 1:02 Entscheidende. Bestimmte Gase in unserer Atmosphäre, die Treibhausgase, wirken wie eine Art Decke. Sie halten einen Teil dieser Wärme zurück und lassen sie 1:10 nicht einfach ins All entweichen. Dieser natürliche Effekt ist absolut lebenswichtig. Ohne ihn wäre die Erde eine gefrorene Wüste. So, und jetzt 1:18 kommt der Punkt, an dem wir ins Spiel kommen. Wir schauen uns jetzt nämlich an, wie wir Menschen diesen eigentlich so nützlichen, natürlichen Prozess 1:26 verstärken. Die Wissenschaft nennt das den anthropogenen Treibhauseffekt, also den vom Menschen gemachten. Schauen wir uns diese Tabelle mal genauer an. Sie 1:36 zeigt uns die Hauptverantwortlichen und da sticht sofort eines ins Auge: Kohlendioxid, also CO2, macht mit 56 % mehr als die Hälfte des Problems aus. 1:48 Das entsteht vor allem, wenn wir Kohle, Öl und Gas verbrennen. Aber, wie Sie sehen, sind da auch noch andere Gase, z.B. Methan aus der Landwirtschaft, die 1:57 unsere Treibhausdecke immer dicker machen. Sehen Sie, die Natur hat da eigentlich einen ziemlich cleveren Kreislauf. Pflanzen nehmen CO2 auf, um 2:06 zu wachsen, Lebewesen atmen es aus. Das war über Jahrtausende ein stabiles Gleichgewicht. Aber indem wir fossile Brennstoffe verbrennen, setzen wir 2:15 gigantische Mengen an Kohlenstoff frei, der seit Millionen von Jahren im Boden gespeichert war. Und damit bringen wir dieses empfindliche System komplett 2:24 durcheinander. Und hier, das ist der unumstößliche Beweis. Das ist kein Computermodell, das sind echte Messdaten. Man sieht hier glasklar den 2:34 rasanten Anstieg der CO2-Menge in der Luft seit den 60er Jahren. Und das Erschreckende ist, die Kurve wird immer steiler. Sie kennt wirklich nur eine 2:42 Richtung, nach oben. Es ist aber nicht nur das CO2. Nehmen wir z.B. Methan. Das wird u.a. freigesetzt, wenn die Dauerfrostböden, so wie hier in 2:51 Sibirien, auftauen. Und genau hier wird's richtig gefährlich, denn das startet eine Art Teufelskreis. Die Erwärmung taut die Böden auf, die Böden 2:59 setzen Methan frei und dieses Methan heizt die Atmosphäre noch weiter an. Eine klassische Rückkopplungsschleife. Okay, die Erwärmung ist also da. Aber 3:09 was bedeutet das jetzt konkret für uns und unseren Planeten? Die wissenschaftliche Antwort darauf ist leider sehr, sehr eindeutig. Die 3:16 Faktenlage ist klar. Die Oberfläche unseres Planeten ist im globalen Durchschnitt bereits um 1,1 Grad Celsius wärmer geworden. Das klingt jetzt 3:26 vielleicht erstmal nicht nach viel, aber stellen Sie sich mal die unvorstellbare Energiemenge vor, die man braucht, um alle Ozeane, die gesamte Landmasse und 3:34 die komplette Atmosphäre der Erde um über 1 Grad aufzuheizen. Das ist eine gewaltige Veränderung. Man muss sich das wie eine Kettenreaktion vorstellen, die 3:42 schon in vollem Gange ist. Das Eis der Gletscher schmilzt, dadurch steigt der Meeresspiegel und bedroht Küstenstädte. Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren 3:51 oder Stürme nehmen zu. Ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht, von den Alpen, wo Felsen instabil werden, bis zu den Korallenriffen, die einfach 4:00 absterben. All das sind direkte Folgen dieser Erwärmung. So, jetzt machen wir mal einen kleinen Schwenk. Wir verlassen die globale Perspektive und schauen uns 4:08 ein Problem an, das viele von uns direkt vor der Haustür erleben können: Smog. Also, wenn die Luft so richtig dick wird. 4:16 Beginnen wir mit dem sogenannten Wintersmog. Der hat viel mit dem Wetter zu tun, genauer gesagt mit einer Inversionswetterlage. 4:23 Das ist wirklich wie ein Deckel auf einem Topf. Eine warme Luftschicht legt sich über die kalte Luft am Boden. Und dieser Deckel verhindert, dass die 4:31 Schadstoffe aus Heizungen und Industrie nach oben abziehen können. Sie bleiben unten gefangen und die Luft wird richtig dick. Der Sommersmog ist etwas ganz 4:40 anderes. Hier ist der Hauptakteur die Sonne. An heißen Sommertagen wirkt die intensive Sonneneinstrahlung wie ein Motor für chemische Reaktionen. Sie 4:49 verwandelt Schadstoffe aus dem Verkehr, vor allem Stickoxide, in ein Gas namens Ozon. Und ganz wichtig an dieser Stelle: Dieses Ozon hier unten hat nichts mit 4:58 der schützenden Ozonschicht zu tun. Ganz im Gegenteil, es ist ein aggressives Reizgas, das schlecht für unsere Lungen ist. Also, um das noch mal auf den Punkt 5:07 zu bringen: Wintersmog entsteht, weil eine Wetterlage Schadstoffe wie in einer Glocke einschließt. Sommersmog entsteht, weil Sonnenlicht Schadstoffe chemisch 5:16 umwandelt. Zwei völlig unterschiedliche Ursachen für dicke Luft. Und zum Schluss kommen wir jetzt zu einem Thema, das uns zeigt, dass es auch anders geht. Eine 5:25 Art Erfolgsgeschichte, wenn man so will, die uns aber auch eine wichtige Lektion erteilt. Die Geschichte der Ozonschicht. Weit, weit über uns, in der 5:34 Stratosphäre, gibt es eine Schicht aus Ozonmolekülen. Und diese Schicht ist quasi die Sonnencreme unseres Planeten. Sie fängt 5:43 den Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne ab und schützt uns davor. Ohne diesen Schutzschild wäre Leben an Land, so wie wir es kennen, gar 5:50 nicht möglich. Und dann, in den 80er Jahren, kam der große Schock. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Chemikalien, die wir 5:59 Menschen in Spraydosen oder Kühlschränken verwendet haben, die FCKW, diese Schutzschicht systematisch zerstören. Das Ergebnis war das berühmte 6:08 ste Ozonloch, das man hier auf dem Satellitenbild als diesen riesigen blauen Fleck über der Antarktis sehen kann. Aber, und das ist die eigentliche 6:16 Pointe dieser Geschichte, die Welt hat reagiert. Die Wissenschaft hat die Warnung ausgesprochen und die Politik hat gehandelt. Fast alle Länder der Welt 6:26 haben sich zusammengeschlossen und diese schädlichen FCKW verboten. Und heute? Heute sehen wir, dass sich die Ozonschicht langsam, aber sicher wieder 6:35 erholt. Ein fantastischer Beweis dafür, dass gemeinsames globales Handeln wirklich etwas bewirken kann. Und das bringt uns zu unserer letzten 6:44 entscheidenden Frage für heute. Wenn wir es damals geschafft haben, eine globale Krise wie das Ozonloch gemeinsam zu lösen, können wir die Lehren daraus 6:52 nicht auch auf die noch viel größere Herausforderung des Klimawandels anwenden? Eine Frage, über die es sich lohnt, intensiv nachzudenken.