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Geschichte studieren? I Geschichtsstudium Tipps von Mirko von "Wissen2Go"
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 79 Zeilen
- Sag mal, Mirko, du hast doch Geschichte studiert. Wie ist das Studium so? Kannst du das empfehlen?
- Sollte man das machen? Sollte man das nicht machen? Das sind Fragen, die ich immer wieder von euch bekomme.
- Hier auf meinem Kanal, "MrWissen2go". Ich dachte, es wäre angebracht, ein Video zu machen.
- Alles, was man über das Geschichtsstudium wissen sollte, darum geht's jetzt.
- Geschichte, das ist das Studium, das ich absolviert habe. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht.
- Ich habe mich im Vorfeld schon drauf gefreut. Es klingt so streberhaft.
- Aber die Freude hat sich dann zu großen Teilen erfüllt. Ich kann es grundsätzlich jedem empfehlen,
- der sich für Geschichte interessiert, das Fach zu studieren. Würde euch aber gerne drei wichtige Dinge an die Hand geben.
- Das Erste ist, ein Geschichtsstudium ist nicht wie die Schule. In der Schule lernt man meist Jahreszahlen auswendig,
- irgendwelche Namen, muss das dann runterbeten. Möglichst viel auswendig lernen, das war's.
- Im Studium geht's nicht darum. Klar, man sollte auch ein paar Jahreszahlen parat haben.
- 1789 - Französische Revolution. 1848/49 - Deutsche Revolution. Und so weiter und so fort.
- Es ist gut, wenn man das weiß. Dann kann man sich immer orientieren. Aber viel wichtiger ist, Zusammenhänge zu verstehen.
- Zu wissen, warum ist was wie passiert? Wie hängt das alles zusammen?
- Und was bedeutet das auch für uns heute? Das macht man im Studium.
- Man analysiert sehr viele Quellen. Macht man in der Schule auch, aber da macht's meistens keinen Spaß.
- Ich kann euch versprechen, im Studium macht es Spaß. Es sind sehr interessante Quellen.
- Ich hatte verschiedene Seminare, in denen ging es jedes Mal nur um Quellenanalyse.
- Man hat sich verschiedene Reden angeschaut von Politikern rund um die Jahrhundertwende z.B.
- Man hat sich angeguckt, wie haben sich die politischen Reden im Laufe der letzten 100 Jahre verändert?
- Das ist was, was man im Studium macht. Man taucht sehr tief in ein Thema ein unter Umständen.
- Das ist auch was Besonderes. Das ist der nächste Punkt, den ich euch gerne mitgeben würde.
- Punkt zwei, wenn man Geschichte studieren will, dann muss man schon so 'n bisschen ein Nerd sein.
- Man sitzt viele Wochen teilweise am Schreibtisch, wenn man eine Hausarbeit schreibt.
- Oder in der Vorbereitung einer Klausur. Und ist tief gebeugt über historische Themen.
- Befasst sich damit, muss sich da einlesen. Muss auch wirklich viele Bücher lesen.
- Man darf viele Bücher lesen. Ich hatte zum Teil einen richtigen Koffer,
- mit dem ich zur Bibliothek gegangen bin. Hab den vollgeladen, bin nach Hause damit gelaufen.
- Und hab dann zu Hause alles gelesen. Das muss einem schon Spaß machen. Wenn man sagt, ich hab keinen Bock auf Bücherlesen,
- dann ist es vielleicht schwierig mit dem Geschichtsstudium. Das Tolle daran ist, dass man sich auch Themen aussuchen kann,
- mit denen man sich wirklich lange beschäftigten will. Mir war das in der Schule oft nicht lang genug.
- Wenn ein Thema drankam, das ich spannend fand, das war dann eine Unterrichtsstunde lang Thema.
- Dann wurde es wieder beiseite geschoben. Im Studium kann man sich für eine Hausarbeit
- z.B. mit einem Thema locker 1,5 Monate beschäftigen. Je nachdem, wie lang die Hausarbeit sein soll.
- Die Themen kann man sich oft auch selbst raussuchen. Es kommt natürlich darauf an, welche Epoche man im Studium hat.
- Ich hatte Neuere, Neueste und Technikgeschichte. Da ist die Zeit relativ eingegrenzt. Aber auch da gibt's viele Themen.
- Grundsätzlich gibt's verschiedene Studiengänge in Geschichte. Es gibt Alte Geschichte, es gibt alles umfassend.
- Z.B. wenn man auf Lehramt studiert. Dann kann man sich jeweils spezialisieren.
- Das ist das Tolle, man kann sich da immer wieder was raussuchen. Das Dritte, was ich euch gern mit auf den Weg geben würde
- zum Geschichtsstudium, ist, macht euch klar, was ihr werden wollt. Wenn man Geschichte studiert hat, das abgeschlossen hat,
- ist man Historiker. Gut, okay, das kann man als Beruf machen,
- man kann in die Forschung gehen, in die Lehre. Man kann Bücher schreiben, Professor werden, vieles mehr.
- Aber das machen die Wenigsten. Die Wenigsten, die Geschichte studiert haben,
- gehen auch in Bibliotheken, Archive und arbeiten da. Viel mehr Leute gehen in andere Bereiche.
- Aus meinem Umfeld sind viele in den Journalismus gegangen. Ich selbst ja auch.
- Ich hab schon vorher als Journalist gearbeitet. Für mich war klar, ich will weiter als Journalist arbeiten.
- Aber wenn ihr das nicht so wisst, dann Geschichte studiert, ist es vielleicht ein bisschen schwierig.
- Anders als bei Studiengängen wie Medizin oder Jura. Bei denen klar ist, man wird dann Arzt oder Anwalt oder Richter.
- Ich kann's trotzdem empfehlen, Geschichte zu studieren. Denn im Studium bekommt man sehr viel mit,
- das einem später im Berufsleben weiterhilft. Man lernt dort, mit Quellen umzugehen.
- Deswegen gehen viele in den Journalismus. Man lernt auch, in riesigen Mengen an Material
- genau das Wichtige rauszusuchen. Man bekommt ein sehr gutes Allgemeinwissen.
- Auch das hilft einem später weiter. Ich kenne einige, die sind in die Personalverwaltung gegangen,
- weil man auch sehr viel über Menschen lernt. Auch das ist im Geschichtsstudium gut, bringt einen weiter.
- Aber man sollte vorher eine grobe Idee haben, in welche Richtung es gehen könnte.
- Wenn ihr das habt, kann da eigentlich nichts schiefgehen. Was auch eine gute Möglichkeit ist,
- ist, dass man sich ein Nebenfach raussucht, das das Studienfach, das Hauptfach ergänzt.
- Bei mir war das z.B. Kulturwissenschaft. Da hab ich noch weiteren Input bekommen,
- der mir dann fürs Berufsleben weitergeholfen hat. So könnt ihr das auch machen.
- Wenn ihr sagt, Geschichte ist gut, aber ich würde gerne noch was anderes mit reinnehmen.
- Guckt mal, was eure Uni noch so anbietet. Vielleicht bietet sie ja Soziologie an.
- Das hilft einem oft weiter. Bei mir gab es noch das Nebenfach Multimedia.
- Das wäre in Bezug auf den Beruf später nicht uninteressant gewesen. So 'n Nebenfach, wenn es zeitlich irgendwie hinhaut,
- ist meist nicht die schlechteste Option. Das sind so die drei Dinge.
- Was ihr sonst grundsätzlich zum Studium wissen müsst, das erfahrt ihr auf den einschlägigen Seiten.
- Klar ist, so 'n Studium verlangt sehr viel mehr Selbstdisziplin. Man macht sich seinen Stundenplan selbst.
- Man muss sich das alles einteilen. Es ist nicht wie in der Schule, dass alles starr vorgegeben ist.
- Es bietet Chancen, aber auch Risiken. Man lässt vielleicht auch mal was schleifen.
- Aber insgesamt macht es Spaß, weil man sich entfalten kann. Es wäre übrigens gelogen, zu sagen, das Studium ist immer toll.
- Natürlich gibt es auch Phasen, die nicht toll sind. Klausurenphasen, in denen man ewig lang lernen muss.
- Oder die Phasen, in denen man sich mit Themen beschäftigt, die einem nicht ganz so Spaß machen.
- Gerade zu Beginn des Studiums war es bei mir so, da war viel Theorie, die ich jetzt nicht so toll fand.
- Da muss man durch, es wird definitiv besser. Wenn euch Geschichte interessiert, ist ein Geschichtsstudium
- eine ganz tolle Möglichkeit, sich näher damit zu befassen. Wenn ihr weitere Fragen zum Studium habt,
- postet sie gerne hier unten in den Kommentaren. Ich werde da auch reinschauen.
- Vielleicht habt ihr Bock, so ein Studium zu starten. Könnt ihr mir schreiben, wie's euch dann gefällt.
- Eure Erfahrung anderen hier mitteilen. Vielleicht seid ihr auch Geschichtsstudenten.
- Gerne eure Erfahrungen in die Kommentare. Danke fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal.
- Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2018)