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Biologie und Chemie Allgemeinwissen || Doku Hörbuch komplett

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  1. [Musik] cD WISSEN präsentiert Allgemeinbildung Biologie und Chemie
  2. gelesen von Marina Köhler und Michael [Musik]
  3. Schwarzmeier ie das Leben und sein Ursprung die Erde ist ein lebendiger
  4. Planet fast überall finden sich Lebewesen in der Tiefsee und den Gebirgen in der Wüste und in der Arktis so verschieden die Lebewesen auch
  5. sind allen ist eines gemeinsam sie bewegen sich die Vögel fliegen die Fische schwimmen andere Tiere laufen springen oder kriechen
  6. und die Pflanzen sie sind obwohl sie uns bewegungslos erscheinen ebenso lebendig wie die Tiere Pflanzen können Licht wahrnehmen und darauf reagieren manche
  7. können sogar noch mehr der Sonnentau beispielsweise fängt mit seinen Blättern Insekten und die Mimose zuckt schon bei leisester Berührung
  8. zusammen alles Lebendige bewegt sich um sich bewegen zu können brauchen die Lebewesen Nahrung sie nehmen Stoffe auf gewinnen daraus Energie und produzieren
  9. Abfallstoffe der Stoffwechsel ist das wichtigste Merkmal des Lebens denn durch die Verwertung der Nahrung werden im Organismus Zellen erhalten und neue
  10. gebildet der kör oder die Pflanze wächst Wachstum ist ein weiteres Merkmal des Lebens zum Leben gehört auch der Tod wenn ein Lebewesen stirbt muss es um
  11. seine Art zu erhalten zuvor Nachkommen erzeugt haben auch die Fortpflanzung gehört zu den Merkmalen des Lebens mit den Erscheinungsformen alles Lebendigen
  12. den Vorgängen in ihnen sowie den Beziehungen der Lebewesen zueinander und den Wechselbeziehungen zu ihrer Umwelt beschäftigt sich die Biologie die
  13. Wissenschaft vom Leben das Leben entstand in der Frühzeit der Erde vermutlich vor 3,5 oder 4 Milliarden Jahren die meisten Forscher
  14. nehmen an dass ich damals durch Zufall einfacher Stoffe wie Wasser Stickstoff Wasserstoff Ammoniak und Methan zu neuen Stoffen zusammenlagerten aus ihnen
  15. gingen schließlich Eiweißverbindungen die Grundstoffe des Lebens hervor die ersten Lebensformen sind im
  16. Wasser im Urozean entstanden sie waren noch sehr primitiv und entwickelten sich anfangs nur äußerst langsam weiter die ältesten Lebensformen die Geologen
  17. gefunden haben sind Bakterien ähnliche Lebewesen man konnte sie in 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen nachweisen die Frühzeit des Lebens auf
  18. der Erde dauerte zwe bis 3 Milliarden Jahre sie nimmt vierünftel der Entwicklungsgeschichte ein der große Motor der das Leben zur Entwicklung von
  19. immer besser organisierten höherstehenden Formen vorwärts getrieben hat war die Anpassung an die sich ständig verändernde
  20. Umwelt im Laufe der Zeit entwickelte sich das Leben zu einer ungeheuren Vielfalt es breitete sich über die ganze Erde
  21. aus bemerkenswertes Riesenzellen Zellen sind nicht immer nur winzig Nervenzellen beispielsweise
  22. werden bis zu einem Meter und pflanzliche Milchröhren sogar mehrere Meter lang
  23. Charles Darwin und die Evolution noch vor wenigen Jahrhunderten glaubte man dass die Erde mit allem was
  24. darauf lebte erst vor einigen Jahrtausenden erschaffen worden sei als selbstverständlich galt auch dass es seit dem Schöpfungstag keine
  25. wesentlichen Veränderungen gegeben habe einige Wissenschaftler aber hielten dies für falsch auch der englische Biologe Charles Robert darwin war nicht
  26. von dieser schöp Theorie überzeugt er vermutete dass alle heute lebenden Pflanzen und Tiere aus gemeinsamen Vorfahren hervorgegangen sein aber noch
  27. fehlten ihm für diese Theorie die Beweise in mühevoller Kleinarbeit suchte er sie nahezu 23 Jahre lang Darwin studierte tausende von Pflanzen und
  28. Tieren die er während seiner berühmten Seereise mit der Biegel und später gesammelt hatte ihn interessierte wie sie
  29. wie sie sich vermehrten wie sie sich den unterschiedlichen Klimazonen und ihren verschiedenen Lebensbedingungen anpassten er begann Bienen eidchsen und
  30. Pinguine zu züchten und befasste sich mit zahlreichen Experimenten nach und nach hatte der Forscher so viele Beweise für seine Theorie zusammengetragen dass
  31. er sie 1859 in einem Buch veröffentlichte es hieß der Ursprung der Arten durch natürliche Auslese und schlug ein wie
  32. eine Bombe schon am Erscheinungstag war die erste Auflage von 1250 Exemplaren vergriffen in seinem Buch gelang es
  33. darwiin überzeugend nachzuweisen dass sich die heute lebenden Formen der Tier und Pflanzenwelt im Lauf der Zeit aus einfacheren Formen entwickelt haben
  34. diese Entwicklung oder Evolution erklärt sich der Forscher durch das Überleben der tauglichsten im Kampf ums daein der Darwinismus die Lehre von der
  35. Verwandtschaft aller Lebewesen schockierte die christliche Welt 1871 erregte Charles Darwin die Welt mit einem weiteren Buch aufs Neue es hieß
  36. die Abstammung des Menschen diesmal zeigte der Wissenschaftler auf dass auch die heutigen Menschen das Ergebnis eines langen Entwicklungs und ausleseprozesses
  37. sind er behauptete dass Menschen und menschenffen mit einer nahe verwandt sind und gemeinsam von Unbekannten Vorfahren abstammen die vor vielen
  38. Jahren auf der Erde lebten als es noch keine Menschen oder Menschenaffen gab Darwin stützte seine Behauptung auf das Vorhandensein von verkümmerten
  39. Körperteilen die einst einmal eine Funktion inne hatten auch der Mensch unterlag im Laufe der Zeit also Veränderungen
  40. bemerkenswertes eine umstrittene Lehre der Darwinismus die Lehre von der Verwandtschaft aller Lebewesen fand bis in die Neuzeit hinein entrüstete Gegner
  41. in einem Staat der USA wurde erst 1968 ein Gesetz aufgehoben das jedem Strafe androhte der den Darwinismus vor Schülern auch nur
  42. erwähnte Mendel und die Vererbungslehre warum Erben Menschen die grünen Augen langen Nasen oder abstehenden Ohren
  43. ihrer Vorfahren noch in der Mitte des 19 Jahrhunderts konnte sich dies niemand erklären zu dieser Zeit aber
  44. beschäftigte sich der österreichische Mönch und Botaniker Gregor Mendel bereits mit Fragen der Vererbung ihm war nämlich aufgefallen dass manche Erbsen
  45. seines Klostergartens glatt waren andere dagegen runzlich wie konte man wohl erreichen nur glattebsen zu
  46. ernten Mendel wollte dies unbedingt herausfinden gedldigerimtierte er mit denbsenpflanzen er kreuzte sie unsuchte die Nachkommen
  47. und fand schließlich heraus dass es für bestimmte Merkmale der Pflanzen Farbe und hoch bzw niedgwüchsigkeit jeweils zwei Erbfaktoren geben müsse einer
  48. dieser beiden ist jeweils dominant vorherrschend und bestimmt bei der nachfolgenden Generation das Merkmal besonders interessant aber die Pflanzen
  49. dieser nachfolgenden Generation besitzen in ihren Erbanlagen jetzt beide Merkmale wurden nicht zwei dominante Merkmale vererbt kann in der dritten
  50. Generation bei Kreuzung mit anderen Pflanzen das bis dahin verschüttete Merkmal wieder auftauchen Mendel erkannte als erster dass nicht die
  51. Merkmale vererbt werden sondern dafür verantwortliche Anlagen nach seinen zahlreichen Versuchsreihen Mendel Zug von
  52. 1856 bis 1864 mehr als 10 000 Erbsenpflanzen auf formulierte der Forscher die sogenannten Mendelschen Regeln sie wurden zur
  53. Grundlage der Vererbungslehre als der Forscher seine Theorien 185 der wissenschaftlichen Welt vorlegte
  54. schien aber noch niemand die Bedeutung seiner erkennt zu verstehen erst 1900 16 Jahre nach seinem Tod wurden sie zufällig wiederentdeckt
  55. und bekannt gemacht inzwischen wissen die Forscher noch sehr viel mehr über die Vererbung sie haben herausgefunden dass es für
  56. jedes Lebewesen einen ganz bestimmten Bauplan gibt man hat ih in chemischer Form in den Zellen der Lebewesen entdeckt bei Menschen ist er besonders
  57. kompliziert besteht er doch aus nahezu 40 000 Einzelanweisungen den Genen von denen jedes ein einzelnes Merkmal bestimmen kann Genetik heißt heute die
  58. Wissenschaft von der Vererbung dieser Eigenschaften Träger der Erbanlagen sind die Chromosomen sie befinden sich im Kern der Zellen das Wort Chromosom
  59. bedeutet gefärbter Körper weil man sie mit Farbstoffen leicht anfärben und sichtbar machen kann jedes Lebewesen hat eine teristische Chromosomenzahl der
  60. Mensch besitzt 46 Chromosomen die Katze 38 die Mücke 6 und die Birke sogar 84 bemerkenswertes
  61. genreparaturen bei vielen Krankheiten entdeckt man genetische Ursachen gleichzeitig werden gentechnische Verfahren zu ihrer Behandlung entwickelt
  62. vielleicht so hoffen die Forscher kann man eines Tages sogar defekte Gene reparieren indem man Zellen entnimmt sie verändert und anschließend wieder in den
  63. Körper einbringt die reiche der [Musik]
  64. Lebewesen schon seit der Zeit der großen geographischen Entdeckungen bemühten sich die Wissenschaftler alle auf der Erde vorkommenden Tiere und Pflanzen zu
  65. erfassen bereits Anfang des 17 Jahrhundert unterschieden sie etwa 6000 Pflanzenarten wie aber sollte man diese ordnen und was für Namen eigneten sich
  66. für sie diese Aufgabe nahm sich der schwedische Naturforscher Karl von Lin an in mühevoller Kleinarbeit suchte er Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen
  67. Arten teilte sie in Gattungen Ordnungen und Klassen ein anschließend entwickelte er ein System zur Benennung von Pflanzen und Tieren es ist noch heute ge
  68. danach hat jede Art Spezies einen lateinischen gattungs und einen Artnamen so heißt seit line die Amsel turdus merula die verwandte Singdrossel turdus
  69. Musikus Karl von Lin genoss ein so hohes Ansehen in der wissenschaftlichen Welt dass man damals einen Spruch über ihn prägte gott hat die Welt geschaffen aber
  70. linee hat sie geordnet die wissenschaftlichen Namen der pfanen undere müssen nicht für immer und EWI gelten sie können immer dann
  71. verändert werden wenn es neue Erkenntnisse über die Verwandschaft der lebewesenben ste zu Zeiten KL von linilte man die
  72. lebewesench in nur zwei große Gruppen ein das Tier und das Pflanzenreich nach damaligem Wissensstand fiel die untercheidung
  73. nicht schwer Pflanzen waren generell grün bewegten sich nicht von der Stelle und brauchten Licht zum Leben die beweglichen Tiere dagegen ernährten sich
  74. von anderen Lebewesen inzwischen weiß man dass es nicht immer leicht ist ein Lebewesen dem einen oder dem anderen der beiden großen
  75. reiche zuzuordnen viele winzige Geschöpfe sind weder Pflanze noch Tier deshalb teilt man die Lebewesen in der Regel nicht in
  76. zwei sondern besser in fünf große reiche ein in kernlose Einzeller echte Einzeller Pilze Pflanzen und Tiere die kernlosen Einzeller haben im
  77. Gegensatz zu den echten Einzellern keinen deutlich abgegrenzten Zellkern zu ihnen gehören die Bakterien die echten Einzeller sind größer als Bakterien sie
  78. haben einen abgegrenzten Zellkern und Sie können sich wie eine Pflanze oder wie ein Tier ernähren manche auch wie beide dann nutzen Sie das Sonnenlicht um
  79. Stoffe aufzubauen und sie nehmen ähnlich einem Tier Stoffe aus der näheren Umgebung auf Einzeller fühlen sich dort am wohlsten wo es feucht ist im Wasser
  80. oder in der Erde Pilze ernähren sich mit Hilfe eines fein verzweigten fadensystems von Stoffen aus ihrer Umgebung das muss
  81. nicht immer totes Material sein manche Pilze greifen auch Tiere an und verursachen dann oft Krankheiten vor allem aber wirken Pilze
  82. mit bei der vermoderung dem Abbau der organischen Reste im Boden bemerkenswertes die Artenvielfalt der
  83. Erde noch immer kann niemand sagen wie viele Arten von Lebewesen es auf der Erde gibt entdeckt und beschrieben wurden bis zum Anfang des 21
  84. jahrhunderts rund 370 000 Pflanzenarten und mehr als 1,4 Millionen Tierarten möglicherweise aber sind es zehnm so viele
  85. [Musik] über die Pflanzen Pflanzen sind die Lunge unserer Erde sie produzieren den Sauerstoff den
  86. Mensch Tier und Pflanze seit Jahrmillionen der Luft und dem Wasser entnehmen grüne Pflanzen haben eine einmalige
  87. Eigenschaft sie können die Energie des Sonnenlichts in chemische Energie umwandeln und dadurch wachsen und gedeihen das verdanken sie dem
  88. Chlorophyl griechisch chloros gleich grün und phyllon gleich Blatt es ist in den Zellen der Blätter eingelagert und gibt ihnen die grüne Farbe das
  89. Chlorophyl verwandelt mit Hilfe des Sonnenlichts Kohlendioxid und Wasser aus der Luft und aus dem Erdboden in Traubenzucker also in Nahrung dabei
  90. entsteht als Abfallprodukt Sauerstoff Fotosynthese heißt dieser Vorgang von ihm hängt alles und menslich Leben
  91. ab Botaniker pflanzenkundler untercheiden zwei Gruppen von Pflanzen Planzen ohne blten und Planzen mit blten zu den bltenlosen Pflanzen gehen
  92. algenose undne es gab sie schon v Millionen Jahren die meistonnen sind sehr klein bltenlose Pflanzen vermehren sich
  93. durch Sporen das sindflanzung bei den Moosen werden die Sporen aus Kapseln verstreut die auf kleinen Stielen sitzen wer genau hinschaut kann
  94. sie sogar mit bloßem Auge erkennen zu den Blütenpflanzen zählt man die Nadelhölzer obwohl sie keine Blüten wie beispielsweise die Rose oder Nelke
  95. entwickeln Nadelhölzer haben zapfenblüten bei ihnen sind die Blüten in männliche oder weibliche Zapfen zusammengefasst vereinigen sich die
  96. Geschlechtszellen der männlichen und der weiblichen Zapfen entsteht ein Samen Nadelgehölze gehören zu den Nacktsamern den ältesten
  97. Samenpflanzen alle anderen Pflanzen sind Bedecktsamer sie stellen mit 250 000 bis 300.000 Arten die größte Pflanzengruppe da ihre Blüten dienen hauptsächlich der
  98. Fortpflanzung aus Form und Aufbau der Blüten lassen sich die Bedecktsamer in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen
  99. unterteilen bemerkenswertes lebenswichtiges Wasser alle Pflanzen brauchen Wasser zum Leben nur Flüssigkeit kann ihre Zellen
  100. mit Nährstoffen aus dem Erdboden versorgen der Motor für den Wassertransport von den Wurzeln bis zu den Blättern ist die Verdunstung von
  101. Wasser an den Blättern dadurch entsteht ein soog der das Wasser nach oben zieht schon eine Sonnenblume kann auf diese Weise bis einen l Wasser am Tag
  102. verdunsten ein großer Baum über 1000 l über die
  103. Tiere weit über eine Million Tierarten haben die Zoologen die tierkundler bis heute entdeckt und beschrieben vielleicht F S oder gar zehn Mal so
  104. viele könnte es geben die meisten Tiere sind klein viele von ihnen werden nur unter dem Mikroskop sichtbar das ist auch dafür warum er
  105. noch längst nicht alle Tierarten entdeckt hat Tiere in ihren einfachsten Erscheinungsformen sind von den Pflanzen
  106. nur schwer zu trennen der große Unterschied besteht jedoch darin dass Tiere organische Stoffe also Pflanzen oder andere Tiere zu ihrer Ernährung
  107. benötigen außerdem haben Tiere fast immer ein hochentwickeltes Nervensystem und Sie können sich meist frei und zielgerichtet
  108. fortbewegen Tiere gibt es in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen 97%er Tierarten sind Wirbellose viele von ihnen wie schwäme
  109. Nessel und Moostierchen im Meer Würmer sind eo wirbell wie die Gliederfüßer die die gröte Gruppe der wirbellosen bilden auch die Weichtiere zu denen Schnecken
  110. und Muschel gehören die stachelheuter und die Seescheiden bilden weitere Gruppen der wirben alle anderen Tiere sind
  111. Wirbeltiere sie haben eine Wirbelsäule die den Körper festigt und aus Knochen besteht die Wirbelsäule schließt das Rückenmark ein und trägt den Schädel den
  112. Sitz eines hochentwickelten Gehirns Wirbeltiere sind die Fische Lurche Kriechtiere Vögel und die Säugetiere es gibt etwa 31 000
  113. verschiedene Fischarten ist ihr Skelett knorpelig wieer der Haie dann heißen sie Knorpelfische ein knöchernes Skelett
  114. besitzen Knochenfische wie die Forellen die meisten Fische haben in ihrer Bauchhöhle eine Schwimmblase die Auftrieb erzeugt Fische atmen mit
  115. Kiemen die Lurche oder Amphibien werden in drei Gruppen unterteilt Froschlurche mit den Fröschen und Kröten Schwanzlurche mit den Molchen und
  116. Salamandern und blind en sie kommen in den Tropen vor und ähneln kleinen Schlangen die meisten lche Leben an Land kehren aber zur Fortpflanzung ins Wasser
  117. zurück dort entwickeln sich auch ihre Jungen die Blütezeit der kriegchtiere oder Reptilien begann vor ungefähr 190 Millionen Jahren 120 Millionen Jahre
  118. lang waren sie die beherrschende Tiergruppe unter den Landbewohnern heute gibt es noch etwa 6500 Art
  119. sie lassen sich in drei große Gruppen einteilen Echsen und Schlangen Krokodile sowie Schildkröten die einzigen Lebewesen mit
  120. Federn sind die Vögel sie stammen von den Kriechtieren ab und legen wie diese Eier mit einer Schale es gibt etwa 9000 Vogelarten
  121. einige von ihnen können nicht fliegen Säugetiere haben drei wichtige gemeinsame Eigenschaften sie sind gleich warme Tiere haben ein
  122. Haarkleid Fell und die Weibchen seugen die Jungen mit Milch aus Milchdrüsen die Gruppe der Säugetiere zu der auch der Mensch gehört nennt man
  123. Herrentiere oder Primaten bemerkenswertes das Schnabeltier es gibt etwa 4000 Arten von
  124. Säugetieren das seltsamste ist das an die 40 cm lange Schnabeltier es legt ein bis drei Eier und brütet sie allein aus die Jungen die nach 18 Tagen
  125. ihre Augen öffnen ernähren sich von Muttermilch die Sie an einer besonderen Stelle am Bauch des Muttertiers auflecken müssen Schnabeltiere Leben in
  126. südostaustralien und Tasmanien die Entwicklung des
  127. Menschen der Mensch ist das höchstentwickelte Lebewesen der Erde gemeinsam mit den Menschenaffen gehört ihr zu den Primaten oder
  128. herrentieren von den anderen Arten unterscheiden ihn der aufrechte Gang die speerliche Körperbehaarung und das stark entwickelte Gehirn die Lehre von der
  129. Abstammung und Entwicklung des Menschen heißt Anthropologie die Wiege des Menschen war vermutlich die Steppe Ostafrikas hier
  130. entwickelte er sich vor etwa 200 000 Jahren vom artigen Wesen zum eigentlichen Menschen dem Homo sapiens lateinisch homo gleich Mensch sapiens
  131. g=ich klug Weise Vernunft begabt der älteste bekannte Vorfahr des Menschen ist der australopikus der südaffe er lebte vor
  132. etwa 3 Millionen Jahren konnte bereits aufrecht gehen und hatte mit maximal 560 kubikzentimet Volumen ein doppelt so großes Gehirn wie heute
  133. Schimpansen auf ihn folgte der Homo habilis der befähigte Mensch mit rund 670 kubikzentimet Hirnvolumen war er schon ein Mensch der Homo habilis lebte
  134. vor 1,85 Millionen Jahren er stellte bereits einfache Steingeräte her ein deutlich größeres Gehirn mit 900 bis 1200 kubikzentimet hatte der Homo
  135. erektus der aufgericht Mensch er erschien vor etwa 1,5 Millionen Jahren auf der Erde und gilt als der erste wirkliche Mensch der Homo erektus kannte
  136. bereits den Gebrauch des Feuers und er verstand es Werkzeuge aus Stein herzustellen vor 200 000 Jahren starb er wieder
  137. aus der Homo sapiens der auf ihn folgte ähnelte schon sehr dem heutigen modernen Menschen er hatte ein Hirnvolumen von 1300 Kubik Centim und war sehr
  138. erfinderisch er fing das Mammut in Fallen und jagte Tiere aus deren Fällen er sich Kleider fertigte der Homo sapiens entwickelte
  139. sich in Afrika und Asien weiter in Europa und im Vorderen Orients dagegen bildete sich eine Unterform aus der Neandertaler er starb vor etwa 40000
  140. Jahren aus Homo sapiens sapiens heißt der heutige Mensch zu dem auch wir gehören erste Spuren von ihm entdeckten Forscher
  141. in Afrika sie waren 120.000 Jahre alt vor 90.000 Jahren lebte er in Israel vor 50.000 Jahren gelangte er von Asien nach Australien
  142. und vor 30 000 oder 15 000 Jahren von Sibirien nach Amerika bemerkenswertes
  143. Mischlinge im Laufe der Geschichte haben sich die meisten Völker und Rassen miteinander vermischt Mulatten heißen die Nachkommen von weißen und schwarzen
  144. Eltern Mestizen sind Mischlinge zwischen Indianern und Weißen zambos nennt man die Kinder von schwarzen und Indianern alle Rassen gehören zu einer einzigen
  145. Art dem Homo sapiens aufrecht und intelligent [Musik]
  146. der menschliche Körper ist bei allen Rassen gleich Anatomie von griechisch anatnin aufschneiden heißt die Lehre vom Körperbau des Menschen der aufrechte
  147. Gang und das leistungsfähige Gehirn unterscheiden den Homo sapiens von allen anderen Lebewesen ein konstruktives Wunderwerk
  148. ist das Skelett es besteht aus 206 Knochen unterschiedlicher Größe und stützt den Körper gibt ihm seine Form und schützt die Organe Zentrum des
  149. Skeletts ist die Wirbelsäule ein 26 stöckiger knochenturm der oberste Wirbel heißt Atlas er trägt den Kopf des Menschen das Skelett wächst mit dem
  150. Körper mit gemessen an seiner Festigkeit ist es erstaunlich leicht im Durchschnitt beträgt sein Gewicht nicht mehr als 20% des
  151. Körpergewichts das Gehirn enthält viele Milliarden Nervenzellen sie sind untereinander und mit den Nerven im Körper verknüpft jede Nervenzelle kann
  152. mit bis zu 10 000 Zellen in der Nachbarschaft in Verbindung stehen das Gehirn ist die Kommandozentrale des Körpers es gliedert
  153. sich in drei Hauptteile Stammhirn Kleinhirn und Großhirn Hirnstamm und Kleinhirn steuern die Atmung den Blutkreislauf die
  154. Körperhaltung und die Bewegungen das Großhirn man nennt es auch Vorderhirn macht den größten Teil des Gehirns aus es ist zugleich sein höchstentwickelter
  155. Teil erst durch das Großhirn sind wir in der Lage geistige Leistungen zu vollbringen das Großhirn unterteilt sich in verschiedene Bereiche in den
  156. motorischen Feldern werden Bewegungen gesteuert und das Sprechen ermöglicht sensorische Felder z.B das Seezentrum im Hinterkopf empfangen Informationen aus
  157. unseren Sinnesorganen beim Menschen sind die assoziationsfelder besonders ausgeprägt hier werden Informationen aus
  158. verschiedenen gehirnteilen miteinander verknüpft auch die Intelligenz eines Menschen wird maßgeblich vom Großhirn bestimmt unter
  159. Intelligenz lateinisch Intelligenz g=ich einsichtsvoll verständig verstehen die Gelehrten unterschiedliche Fähigkeiten die wie man sich an neue Aufgaben und
  160. Lebensbedingungen anpasst wie man Informationen verarbeitet wie man Probleme löst oder neue Einsichten gewinnt das Gehirn liegt gut geschützt
  161. in der knöchernen Schädelkapsel es wird durch Scheidewände aus Bindegewebe sicher an seinem Platz gehalten selbst im Schlaf wenn das Bewusstsein
  162. abgeschaltet ist Arbeiten lebenswichtige Gehirnteile weiter das menschliche Gehirn ist Durchschnitt zweieinhalb Pfund schwer
  163. dreimal mehr wiegt das Gehirn eines Elefanten weder Größe noch Verhältnis zum Körpergewicht spielen bei der Leistungsfähigkeit des Gehirns eine
  164. Rolle bemerkenswertes das Gehirn eines Babys die Gehirnmasse eines Säuglings beträgt nur ein Viertel der eines
  165. Erwachsenen dennoch verfügt das Baby schon über sämtliche Neuronen so nennt man die Nervenzellen mit ihren Nervenfasern die der Erwachsene je haben
  166. wird doch erst mit dem Beginn des erwachsen werdens endet der Entwicklungsprozess des Gehirns dann erst sind die Verknüpfungen zwischen den
  167. Neuronen ausgebildet Ärzte und [Musik]
  168. Arzneien Krankheiten vorzubeugen sie zu heilen und zu lindern das ist die Aufgabe der Medizin lateinisch Heilkunde ihre wichtigsten Mittel sind Arzneien
  169. und die Chirurgie die genauen Anfänge der Medizin liegen im Dunkeln Funde beweisen jedoch dass bereits die
  170. Steinzeitmenschen Heilkräuter kannten und gebrochene Glieder einrichten konnten und warum heute nicht mehr die wissenschaftliche Medizin fand
  171. ihren Anfang im alten Griechenland der berühmteste griechische Arzt war Hippokrates seine Lehren lange Zeit die Medizin
  172. Hippokrates forderte von seinen Arztkollegen sich vor ihrem Eingreifen zuerst ein vollständiges Krankheitsbild zu machen außerdem sollten stets die
  173. Selbstheilungskräfte der Patienten mobilisiert und erst danach die Krankheiten durch Heilmittel kuriert werden jeden neu ausgebildeten Mediziner
  174. ließ Hippokrates vor Antritt seines Amtes einen Eid schwören der Eid des Hippokrates wird noch heute von den med abgelegt als im 15 Jahrhundert das bis
  175. dahin verbotene sizien von Leichen üblich wurde machte die Medizin einen Riesenschritt nach vorn 1543 veröffentlichte Andreas wesal sein
  176. Buch vom Bau des menschlichen Körpers und begründete damit die Anatomie 1616 gelang dem englischen Arzt William Harvey eine Epoche machende
  177. Entdeckung er beschrieb sie 1600 8 in seinem Buch die Bewegung des Herzens und des Blutes Harve hatte den Blutkreislauf entdeckt trotz dieser Erfolge trieben zu
  178. dieser Zeit nach wie vor zahlreiche Quacksalber ihr Unwesen im 19 Jahrhundert wurden die Bakterien als Erreger von Krankheiten
  179. ausgemacht der französische Forscher Louis Pasteur entwickelte ein Verfahren bei dem Lebensmittel durch Erhitzen haltbar werden die
  180. pasturisierung der deutsche Arzt Robert Koch erkannte dass zu jeder Krankheit ein bestimmter Erreger gehört 1882 entdeckte er den Tuberkuloseerreger
  181. ein Jahr darauf den Erreger der Cholera 7 Jahre später gelang dem deutschen Mediziner Emil von Bering die Entwicklung von Impfstoffen gegen
  182. difterie und Tetanus wundstarkrampf er hatte sie aus dem Blut von Tieren gewonnen denen er kleine Mengen des difterie bzw
  183. ttanusoxins des bakteriengiftes verabreicht hatte einen Meilenstein der Medizin setzte schließlich Alexander Fleming der schottische Wissenschaftler
  184. bemerkte 1928 dass auf einem seiner näherböden Schimmel gewachsen war und die Bakterien abgetötet hatte er entwickelte aus dem
  185. Schimmelpilz Penicillium das erste und am häufigsten eingesetzte Mittel das Bakterien abtötet oder in ihrer Vermehrung beeinträchtigt er nannte es
  186. Penicillin später fand man noch viele weitere Substanzen mit denen sich bestimmte Krankheiten gezielt bekämpfen ließen Millionen Menschenleben konnten
  187. gerettet werden eine große pharmazeutische Industrie entstand bemerkenswertes der Gott der Heilkunst
  188. Symbole des Arztberufes sind noch heute der Stab und die heilige Schlange des asklipios des griechischen Gottes der Heilkunst als Asklepios oder eskulab der
  189. Legende nach seine Wunderheilungen an toten versuchte wurde er von Zeus mit einem Blitz in die Unterwelt geschleudert der asklepioskult
  190. entstand im 5ün Jahrhundert vor Christus parallel zum Wirken des Hippokrates unter dem Messer die Chirurgie die wundarznei war
  191. lange Zeit ein Stiefkind der Medizin erst als die Anästhesie entstand und keimtötende Mittel die Antiseptika aufkamen begann sich dies zu
  192. ändern nun konnten die Chirurgen die um 1900 erstmals weiße Kleidung trugen um Schmutz sofort sichtbar zu machen in Ruhe
  193. operieren doch nicht immer ist eine Oper nötig 1895 entdeckte der deutsche Physiker Wilhelm röngen die nach ihm benannten
  194. rönkenstrahlen mit ihrer Hilfe war es den Ärzten erstmals möglich in den Körper zu schauen ohne ihn zu öffnen als man kurz darauf die zerstörerische
  195. Wirkung der Röntgenstrahlen auf Gewebe erkannt hatte begann man sie auch erfolgreich zur Bekämpfung von Wucherungen und Tumoren
  196. einzusetzen noch genauere Bilder des inneren liefern seit den 70er Jahren des 20 Jahrhunderts Computertomographen auch der für den
  197. Menschen unhörbare Ultraschall hilft bei der Beobachtung und Überwachung bestimmter Körperfunktionen modernste Technik hat
  198. auch im Operationssaal Einzug gehalten wo das herkömmliche skypel das traditionelle Schneidwerkzeug des Chirurgen immer häufiger durch den
  199. Laserstrahl abgelöst wird die energiereichen Laser lassen sich sehr genau steuern und sie verursachen weniger Schmerzen und
  200. Blutungen keine äußerlich sichtbaren operationsspuren hinterlassen die neuesten Endoskope griechisch endon gleich
  201. drinnen und scopein gleich schauen die nicht nur Blicke ins Körperinnere sondern auch Operationen ermöglichen künstliche äußere
  202. Körperteile Prothesen gibt es schon seit Jahrhunderten sie sind sind im Laufe der Zeit vervollkommnet und durch Implantate und Transplantate ergänzt worden
  203. Implantate werden in den Körper eingesetzt wo sie die Funktion eines Organs oder Körperteils übernehmen Transplantate sind lebende Organe von
  204. meist anderen Menschen die einem Patienten eingepflanzt werden zu den gebräuchlichsten Implantaten gehören Herzklappen
  205. Herzschrittmacher Zähne Kniegelenke Bandscheiben und Schultergelenke künstliche Nieren sind Geräte die das Blut des Patienten außerhalb des Körpers
  206. von Abfallstoffen reinigen sie werden nur verwendet bis ein Spenderorgan für eine Transplantation gefunden ist die ersten Dialysegeräte griechisch dialysis
  207. gleich Auflösung wurden ab 1940 gebaut heute werden nicht mehr nur Krankheiten kuriert ein völlig neuer Zweig der Medizin die Epidemiologie
  208. Lehre von den Epidemien untersucht warum Krankheiten auftreten wen sie treffen und wie und warum sie sich ausbreiten
  209. bemerkenswertes Krankenpflege damals mit der Ausbreitung des Christentums übernahmen vor allem Nonnen die Pflege von Kranken die Anrede
  210. Schwester für die Krankenpflegerin erinnert noch heute an die Ordensschwestern die sich entsprechend ihren gelübten jahrhundertelang um die
  211. Wachen und Kranken kümmerten
  212. Chemie alles ist Stoff uns umgibt eine Unmenge verschiedener Stoffe Sand Holz Papier
  213. Glas Steine Metalle Kunststoffe Wasser Luft und viele andere mehr Stoffe können weich sein oder hart spröde oder biegsam rau oder glatt sie
  214. können farbig sein oder einen typischen Geschmack haben alles was wir sehen können oder wie Luft manchmal auch nicht was wir riechen fühlen schmecken und
  215. wiegen können sind chemische Stoffe die Chemie eine vergleichsweise noch junge Naturwissenschaft untersucht wie diese Stoffe zusammengesetzt sind ob
  216. sie sich in verschiedene Bestandteile zerlegen lassen und wie sie unter bestimmten Bedingungen mit anderen Stoffen
  217. reagieren in der chemischen Industrie wird dieses Wissen dann praktisch umgesetzt man stellt Substanzen her die in der Natur nicht oder nur selten
  218. vorkommen bereits die altgriechischen Philosophen bemühten sich die damals bekannten chemischen Vorgänge theoretisch zu erklären vor allem aber
  219. suchten sie nach den Stoffen aus denen alle Dinge in der Welt bestehen Empedokles lehrte dass es vier Elemente gbt aus denen sich alle Dinge
  220. zusammensetzten Erde Wasser Luft und Feuer nach der Überzeugung von Aristoteles konnten sie sogar ineinander übergehen außerdem strebe die gesamte
  221. Natur nach Vollkommenheit nach einer immer höheren Seinsweise diese noch wenig wissenschaftlichen Vorstellungen führten
  222. vermischt mit religiösem Gedankengut zu einer verlockenden Idee man träumte davon unedle also weniger wertvolle Metalle wie Eisen oder Blei in Gold
  223. umwandeln zu können diese Idee sollte die Chemie über viele Jahrhunderte beherrschen ihren Ursprung hatte die Alchemie wie man das Streben nach dem
  224. künstlichen Gold nannte in Ägypten später versuchten auch in Europa Alchemisten ihr Glück rastlos suchten sie in ihren Laboratorien den
  225. alchemistenküchen nach einer geheimnisvollen Substanz denn nur mit dem Stein der Weisen so glaubte man sollte es möglich sein künstliches Gold
  226. herzustellen das gelang zwar nicht immerhin aber machten die Alchemisten Entdeckungen die nicht nur für die spätere Chemie von Bedeutung waren einer
  227. der bekanntesten Goldsucher war Johann Friedrich böttg er war goldmacher wie viele andere auch als er von Preußen nach Sachsen fliehen musste konnte er im
  228. Auftrag von König August dem Starken seine Experimente fortsetzen allerdings um den Preis seiner Freiheit nach einem vergeblichen Fluchtversuch bekam er den
  229. Auftrag der Porzellanherstellung auf die Spur zu kommen 1708 1709 gelang ihm die Herstellung von weißem Hartporzellan das weiße Gold wurde als
  230. meiener Porzellan weltberühmt bemerkenswertes alltägliche Chemie viele Dinge die wir tagtäglich ganz
  231. selbstverständlich verwenden verdanken wir der Chemie Seifen Kosmetika Waschmittel Medikamente Lacke Farben Düngemittel
  232. Autoreifen die chemische Industrie ist heute einer der wichtigsten Wirtschaftszweige klein kleiner
  233. Atom alle Dinge auf der Welt bestehen aus winzigen Teilchen den Atomen dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Sterne oder Steine handelt um
  234. Tiere Pflanzen oder auch um Wasser selbst die Luft die wir normalerweise nur als Wind wahrnehmen setzt sich aus Massen von Atomen
  235. zusammen die erste Atomtheorie stellte der griechische Philosoph Demokrit auf er war überzeugt dass es kleinste unteilbare Teilchen geben müsse aus
  236. denen alles in der Natur entstünde er nannte sie Atome weil unteilbar im griechischen Atomos heißt Anfang des 19 Jahrhunderts Griff
  237. der englische Physiker und Chemiker John Dalton die Idee von Demokrit wieder auf und entwickelte eine moderne Atomtheorie mit ihr lassen sich
  238. verschiedene und grundlegende chemische Gesetzmäßigkeiten anschaulich erklären Atome verbinden sich miteinander zu größeren Gebilden den
  239. Molekülen manche Stoffe wie etwa Sauerstoff bestehen nur aus Atomen ein und derselben Art das sind die Elemente Elemente unterscheiden sich
  240. untereinander weil ihre Atome verschieden sind andere Stoffe z.B Wasser setzen sich aus miteinander verbundenen Atomen
  241. verschiedener Elemente zusammen aus zwei Atomen Wasserstoff hydrogen und einem Atom Sauerstoff oxygen die Formeln in der Chemie geben
  242. an welche Atome in einem Molekül vorhanden sind und in welcher Menge sie vorkommen zunächst wurde angenommen die Atome seinen die Allerkleinsten
  243. weltbausteine und damit nicht teilbar seit Beginn des 20 Jahrhunderts weiß man dass sich Atome aus verschiedenen Teilchen zusammensetzen 1911 stellte der
  244. britische Physiker ernest Rutherford ein erstes Atommodell vor danach befindet sich im Mittelpunkt des Atoms ein Kern der aus winzigen
  245. Elementarteilchen besteht den positiv geladenen Protonen und den elektrisch neutralen Neutronen der positiv geladene Atomkern wird von anderen Teilchen mit
  246. großer Geschwindigkeit umkreist sie heißen Elektronen und werden durch ihre negative elektrische Ladung in den Kreisbahnen
  247. gehalten obwohl der Atomkern unglaublich winzig ist befinden sich dort mehr als 99,9% der Masse des 1913 nahm der dänische Physiker Nils
  248. Boher an dass die Elektronen den Kern des Atoms in Schalen umhüllen dieses Atommodell wurde später mehrfach verfeinert inzwischen weiß man dass die
  249. Protonen und die Neutronen aus den noch kleineren Quarks aufgebaut sind Quarks werden von sogenannten Gluonen den bindungsteilchen
  250. zusammengehalten bemerken wtes immer rundherum das winzige Atom und unser riesiges Sonnensystem haben durchaus
  251. eine Gemeinsamkeit die Elektronen umkreisen den Atomkern ähnlich wie die Planeten unseres Sonnensystems die
  252. Sonne Elemente in Rei und Glied für die Gelehrten des alten Griechenlands waren Erde Luft Feuer und
  253. Wasser die Grundelemente schlecht hin der englische Physiker und Chemiker Robert Boyle widersprach dieser Vorstellung in seinem Buch der
  254. zweifelnde Chemiker definierte er ein Element als einen Stoff der sich nicht in noch einfachere Stoffe zerlegen lässt Chemiker unterteilen alle Stoffe
  255. die uns umgeben grob in zwei Arten erstens in die reinen Substanzen wie Gold oder Eisen die nur aus einer Art von Atomen bestehen man bezeichnet sie
  256. als Elemente und zweitens in die Gruppe der chemischen Verbindungen wie Wasser oder Kochsalz die sich aus Atomen verschiedener Elemente zusammensetzen
  257. Robert Boy hatte recht Wasser ist ebenso wie Erde kein Element sondern eine Verbindung in der Natur kommen nur 92 Stoffe als Element vor darunter gold
  258. Kupfer Eisen und Magnesium weitere 28 konnten im Labor künstlich hergestellt werden die meisten Elemente wurden zwischen 1700 und 1900
  259. entdeckt bis 1700 waren lediglich 15 Elemente bekannt in der Mitte des 19 Jahrhunderts erkannten die Forscher dass sich manche
  260. Elemente wegen ihrer ähnlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften in Gruppen zusammenfassen lassen 1869 legten der russische
  261. Chemiker Dimitri mendelejev und der deutsche Loa Meer unabhängig voneinander natürliche Systeme der chemischen Elemente
  262. vor in seinem sogenannten Periodensystem der Elemente schrieb mendelejev die Elemente nach steigendem Atomgewicht nebeneinander
  263. auf nach jeweils sieben Elementen wiederholten sich die Eigenschaften so schrieb er die chemisch ähnlichen jeweils untereinander und
  264. erhielt auf diese Weise ein System aus wagerechten Perioden und senkrechten Gruppen da zu seiner Zeit noch nicht alle Elemente entdeckt waren ließ der
  265. Forscher an den entsprechenden Stellen seines Systems Lücken zum Erstaunen zahlreicher anderer Wissenschaftler sagte er diese Elemente mit ihren
  266. wesentlichsten chemischen und physikalischen Eigenschaften voraus als mendelejevs Voraussagen fast völlig mit den tatsächlichen Werten der später
  267. entdeckten Elemente übereinstimmten feierte die Chemie einen ihrer größten Triumphe im 19 Jahrhundert viele Elemente tragen die
  268. Namen ihrer Entdecker andere haben griechische oder lateinische Bezeichnungen oder heißen nach dem Ort an dem man sie erstmals fand bereits
  269. 1813 hatte der schwedische Chemiker Jöns Berzelius ein einfaches Begriffssystem für die Elemente eingeführt das noch heute gebräuchlich ist danach wird jedes
  270. chemische Element mit einem eigenen Symbol belegt das immer aus dem ersten Buchstaben seines lateinischen namens besteht haben zwei Elemente denselben
  271. Anfangsbuchstaben so fügt man einen zweiten kleinen Buchstaben hinzu Schwefel hat beispielsweise die Abkürzung S und Silber die Abkürzung AG
  272. von agentum dem lateinischen Wort für Silber bemerkenswertes die drei Klassen der Elemente die Elemente werden in drei
  273. Klassen eingeteilt Metalle Nichtmetalle und halbmetalle Metalle sind feste Körper außer dem flüssigen Quecksilber mit
  274. meist hohen Schmelz und Siedepunkten die meisten Nichtmetalle sind Gase mit niedrigen Schmelz und Siedepunkten halbmetalle besitzen sowohl
  275. Eigenschaften der Metalle als auch der Nichtmetalle der überwiegende Teil der chemischen Elemente sind [Musik]
  276. Metalle organische und anorganische Chemie die Chemie unterteilt sich in zwei große Arbeitsgebiete die organische
  277. und anorganische [Musik] Chemie früher verstand man unter organischer Chemie die Lehre von den in
  278. Pflanzen und Tieren in lebenden Körpern also aufgebauten Stoffen das sind beispielsweise Eiweiß Fett Zucker oder auch
  279. Harnstoff heute dagegen umfasst der Begriff organische Chemie all jene Verbindungen die das Element Kohlenstoff enthalten Kohlenstoffatome können sich
  280. mit anderen Kohlenstoffatomen zu Molekülketten Ringen oder noch komplizierteren Bindungen zusammenfügen sie setzen sich manchmal
  281. aus tausenden von Atomen zusammen gegenwärtig kennt die organische Chemie zu der unter anderem auch die Fachgebiete Biochemie und
  282. Lebensmittelchemie gehören über 16 Millionen Kohlenstoffverbindungen die Zahl der anorganischen Verbindungen ist um ein
  283. Vielfaches geringer die organische Chemie hat in unserem täglichen Leben eine große Bedeutung zu den
  284. Kohlenstoffverbindungen mit denen wir es im Alltag zu tun haben gehören bei beispielsweise fette Zucker Stärke Kosmetika
  285. Arzneimittel Reinigungsmittel und Farbstoffe unter den organischen Verbindungen gibt es eine große Anzahl von Stoffen die lediglich aus
  286. Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen die Kohlenwasserstoffe auch sie sind aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken bekannte Kohlenwasserstoffe
  287. sind Petroleum Propangas Dieselöl und Schmieröl auch Erdöl ein Flüssigkeitsgemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen und
  288. Erdgas gehören zu den organischen Stoffen weil organische Verbindungen immer Kohlenstoffverbindungen sind nennt man die organische Chemie heute auch die
  289. Chemie der Kohlenstoffverbindungen während die organische Chemie sich mit den
  290. Verbindungen des Kohlenstoffs beschäftigt umfasst die anorganische Chemie alle Elemente und Verbindungen die keinen Kohlenstoff enthalten
  291. zur anorganischen Chemie gehören beispielsweise solche Bereiche wie die Chemie der Metalle und die Chemie der Erden der überwiegende Teil der
  292. chemischen Elemente sind Metalle sie sind gute Leiter für Wärme und Elektrizität und haben hohe Schmelzpunkte darüber hinaus kann man
  293. Metalle biegen pressen Walzen hämmern und ziehen auch lassen sich geschmolzene Metalle gut mit weiteren metallis oder nichtmetallischen Stoffen vermischen die
  294. so entstehenden neuen Stoffe haben andere Eigenschaften im Vergleich zu den einzelnen Bestandteilen solche Stoffe nennt man
  295. Legierungen das häufigste Metall der Erde ist Eisen die schwersten Metalle sind Wolfram Osmium und Iridium das leichteste ist
  296. Lithium wenn man Metalle an der Luft erhitzt reagieren sie mit dem Sauerstoff neue Stoffe entstehen die sogenannten Metalloxide mit Säuren wiederum bilden
  297. die Metalle Salze da sich die organische und die anorganische Chemie vielfach überschneiden gibt es in der Praxis
  298. meist keine strenge Trennung zwischen diesen beiden chemischen Arbeitsgebieten bemerkenswertes ungewöhnliche
  299. Metalle zwei seltsame Metalle sind Quecksilber und Kalium Quecksilber ist das einzige Metall das bei Zimmertemperatur flüssig ist Kalium
  300. wiederum ist weich wie Wachs und schwimmt auf dem Wasser weil es von feuchter Luft sofort angegriffen wird bewahrt man es in Öl oder flüssigem
  301. Paraffin auf wenn sich Stoffe
  302. verändern was passiert wenn man zwei oder mehr Stoffe zusammenfügt dann kann zweierlei geschehen entweder sie mischen sich
  303. behalten aber ihre ursprüngliche Form oder sie verändern sich chemisch und werden zu einer neuen Art von Stoff dann hat wie die Wissenschaftler sagen
  304. eine chemische Reaktion stattgefunden ihr Kennzeichen ist dass die Produkte der Reaktion andere Eigenschaften haben als die
  305. Ausgangsstoffe mit unterschiedlichen Verfahren dem Erhitzen beispielsweise lässt sich der Zusammensetzung unbekannter Stoffe auf die spurken
  306. solche Analysen versuchten schon die frühen Chemiker bei einer chemischen Reaktion geht keine Materie verloren und es wird
  307. auch keine zerstört selbst wenn sie ihre Form ändert dies ist eines der grundlegenden naturwissenschaftlichen Gesetze es besagt dass die Masse der
  308. Stoffe vor der chemischen Reaktion gleich der Masse der Stoffe ist nach der Reaktion formuliert hat das Gesetz von der Erhaltung der Masse der französ
  309. Wissenschaftler Antoine Lavoisier es war seine wichtigste Entdeckung bei jeder chemischen Reaktion wird Energie umgesetzt man unterscheidet
  310. zwischen exothermen Reaktionen von griechisch Exo heraus und thermoswärme und endothermen Reaktionen von griechisch Endo hinein wird energierei
  311. in Form von Wärme Licht oder Elektrizität spricht man von einer exothermenreaktion muss man dagegen Energie zuführen ist die Reaktion
  312. endotherm die meisten chemischen Reaktionen benötigen eine startenergie chemische Reaktionen laufen unterschiedlich schnell ab manche
  313. erfolgen schlagartig das sind die Explosionen andere verlaufen sehr viel langsamer ein Nagel eine Eisenbahnschiene oder ein Fahrrad rosten
  314. erst nach Jahren Druck Temperatur Licht die ob oberflächengröße und die Zusammensetzung der Ausgangsstoffe beeinflussen
  315. dies chemische Vorgänge lassen sich auch beschleunigen das bewirken die Katalysatoren sie Ebenen den Beteiligten einer chemischen Reaktion den Weg ohne
  316. sich selbst dabei zu verändern oder an ihr teilzunehmen ohne Katalysatoren würden viele Reaktionen nicht oder nur sehr langsam ablaufen rund 90% aller
  317. Chemikalien werden unter der Verwendung von aten hergestellt bemerkenswerte Katalysatoren bringt auch die Natur hervor
  318. Enzyme diese Stoffe lassen in Lebewesen chemische Reaktionen ablaufen enzyme sind entscheidend am verwerten unserer Nahrung beteiligt sie werden auch
  319. künstlich erzeugt und beispielsweise in der waschmittelproduktion genutzt bemerkenswertes der
  320. Cut auch der Abgaskatalysator des aut ist ein chemischer Beschleuniger er besteht im wesentlichen aus einem mit Platin und rodium beschichteten
  321. wenartigen Keramikkörper dessen feinstukturierte Oberfläche der Größe zweier Fußballfelder entspricht auf dieser Oberfläche laufen die
  322. katalytischen Reaktionen ab sie spalten die giftigen und schädlichen Abgase in weniger schädliche
  323. Produkte Kunststoffe im Jahre 1909 gelang dem amerikanischen Chemiker belgischer Herkunft Leo Henrick
  324. beckeland eine folgenreiche Entdeckung während eines Experiments bemerkte er eine dunkle teerartige Masse die durch Erhitzen zu einem harten Stoff
  325. wurde beckeland hatte den ersten vollständig aus künstlichen Ausgangsstoffen hergestellten Stoff erfunden der neue
  326. hitzeb Werkstoff ließ sich in jede beliebige Form pressen und wurde nach seinem Erfinder Bakelit genannt aus dem dunkelbraunen Bakelit
  327. entstanden damals Telefonapparate Radiogehäuse und elektrische Stecker heute sind Kunststoffe aus unserem täglichen Leben gar nicht mehr
  328. wegzudenken Chemiker verstehen unter Kunststoffen organische Verbindungen die durch chemische Synthese hergestellt werden Kunststoffe bestehen aus
  329. riesenmolekülen in denen bis über 100.000 kleine gleichartige Moleküle miteinander verknüpft sein können diese kleinen Bausteine heißen Monomere
  330. griechisch Mono 1 plus mer Teil die riesenmoleküle sind Polymere griechisch polily gleich viel die Makromoleküle wie sie auch heißen können fadenförmig
  331. netzartig oder verzweigt sein alle Kunstoffe und viele Textilfasern bestehen aus künstlich hergestellten Polymeren Kunststoffe werden aufgrund
  332. ihres Verhaltens beim Erhitzen in zwei große Gruppen eingeteilt Thermoplaste und Duroplaste Thermoplaste werden bei jedem
  333. erwärmen weich dann lassen sie sich leicht verformen bekannte thermoplastische Kunststoffe sind PVC
  334. Polyvinylchlorid Plexiglas und polyethyl duroplastische Kunststoffe wie Bakelit und Melamin behalten ihre einmal erhaltene Gestalt bei sie lassen sich
  335. durch Erwärmen nicht verformen und zersetzen sich bei zu hohen Temperaturen schließlich gibt es noch Kunststoffe die elastisch wie Gummi sind
  336. die Elastomere der wichtigste Rohstoff für die Synthese von Kunststoffen ist neben Erdgas das
  337. Erdöl aus ihm entsteht nach verschiedeneen Bearbeitungsstufen ein Granulat das unterschiedlich weiter verarbeitet wird verschiedene
  338. Kunststoffe lassen sich durch scheumverfahren beispielsweise durch Einblasen oder einrühren von Luft in die Grundmasse
  339. aufschäumen Kunststoffe sind sehr leicht deshalb setzt man sie immer mehr im Fahrzeug Flugzeug und Schiffsbau ein auch als Wandverkleidungen Fensterrahmen
  340. Heizöltanks Chemikalienbehälter fußbodenbelege Schläuche Spielzeug Büroartikel und im Haushalt finden sie zunehmend
  341. Verwendung kunststoffe haben allerdings auch Nachteile sie können höheren Temperaturen meist nur begrenzt standhalten und sie sind nicht so
  342. kratzfest wie Metall oder Glas vor allem aber lassen Sie sich nur umständlich entsorgen Kunststoffe verrotten auf Deponien nicht deshalb bemüht man sich
  343. verstärkt um eine wierverwertung bemerkenswertes die erste kunstphaser die erste nur aus künstlich
  344. gewonnenen chemischen Verbindungen hergestellte Faser war Nylon das stabile dehnbare Material ist haltbarer und billiger als naturfas Nylon führte zu
  345. einer wahren Revolution in der Textilindustrie die ersten Damenstrümpfe aus Nylon kamen bereits 1940 auf den Markt sie wurden ein Verkauf
  346. Schlager weitere Hörbücher aus der Reihe cD WISSEN Allgemeinbildung gibt es im Buchhandel und unter wwwh.höherkiosk.de der audiomediaavlag
  347. bedankt sich fürs zuhören [Musik]

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