Biologie und Chemie Allgemeinwissen || Doku Hörbuch komplett ÜberWissen https://www.youtube.com/watch?v=iEu-HHLO6lE Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] cD WISSEN präsentiert Allgemeinbildung Biologie und Chemie 0:12 gelesen von Marina Köhler und Michael [Musik] 0:28 Schwarzmeier ie das Leben und sein Ursprung die Erde ist ein lebendiger 0:39 Planet fast überall finden sich Lebewesen in der Tiefsee und den Gebirgen in der Wüste und in der Arktis so verschieden die Lebewesen auch 0:50 sind allen ist eines gemeinsam sie bewegen sich die Vögel fliegen die Fische schwimmen andere Tiere laufen springen oder kriechen 1:00 und die Pflanzen sie sind obwohl sie uns bewegungslos erscheinen ebenso lebendig wie die Tiere Pflanzen können Licht wahrnehmen und darauf reagieren manche 1:11 können sogar noch mehr der Sonnentau beispielsweise fängt mit seinen Blättern Insekten und die Mimose zuckt schon bei leisester Berührung 1:21 zusammen alles Lebendige bewegt sich um sich bewegen zu können brauchen die Lebewesen Nahrung sie nehmen Stoffe auf gewinnen daraus Energie und produzieren 1:32 Abfallstoffe der Stoffwechsel ist das wichtigste Merkmal des Lebens denn durch die Verwertung der Nahrung werden im Organismus Zellen erhalten und neue 1:42 gebildet der kör oder die Pflanze wächst Wachstum ist ein weiteres Merkmal des Lebens zum Leben gehört auch der Tod wenn ein Lebewesen stirbt muss es um 1:55 seine Art zu erhalten zuvor Nachkommen erzeugt haben auch die Fortpflanzung gehört zu den Merkmalen des Lebens mit den Erscheinungsformen alles Lebendigen 2:06 den Vorgängen in ihnen sowie den Beziehungen der Lebewesen zueinander und den Wechselbeziehungen zu ihrer Umwelt beschäftigt sich die Biologie die 2:16 Wissenschaft vom Leben das Leben entstand in der Frühzeit der Erde vermutlich vor 3,5 oder 4 Milliarden Jahren die meisten Forscher 2:26 nehmen an dass ich damals durch Zufall einfacher Stoffe wie Wasser Stickstoff Wasserstoff Ammoniak und Methan zu neuen Stoffen zusammenlagerten aus ihnen 2:38 gingen schließlich Eiweißverbindungen die Grundstoffe des Lebens hervor die ersten Lebensformen sind im 2:46 Wasser im Urozean entstanden sie waren noch sehr primitiv und entwickelten sich anfangs nur äußerst langsam weiter die ältesten Lebensformen die Geologen 2:57 gefunden haben sind Bakterien ähnliche Lebewesen man konnte sie in 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinen nachweisen die Frühzeit des Lebens auf 3:09 der Erde dauerte zwe bis 3 Milliarden Jahre sie nimmt vierünftel der Entwicklungsgeschichte ein der große Motor der das Leben zur Entwicklung von 3:20 immer besser organisierten höherstehenden Formen vorwärts getrieben hat war die Anpassung an die sich ständig verändernde 3:28 Umwelt im Laufe der Zeit entwickelte sich das Leben zu einer ungeheuren Vielfalt es breitete sich über die ganze Erde 3:37 aus bemerkenswertes Riesenzellen Zellen sind nicht immer nur winzig Nervenzellen beispielsweise 3:47 werden bis zu einem Meter und pflanzliche Milchröhren sogar mehrere Meter lang 3:59 Charles Darwin und die Evolution noch vor wenigen Jahrhunderten glaubte man dass die Erde mit allem was 4:09 darauf lebte erst vor einigen Jahrtausenden erschaffen worden sei als selbstverständlich galt auch dass es seit dem Schöpfungstag keine 4:18 wesentlichen Veränderungen gegeben habe einige Wissenschaftler aber hielten dies für falsch auch der englische Biologe Charles Robert darwin war nicht 4:28 von dieser schöp Theorie überzeugt er vermutete dass alle heute lebenden Pflanzen und Tiere aus gemeinsamen Vorfahren hervorgegangen sein aber noch 4:39 fehlten ihm für diese Theorie die Beweise in mühevoller Kleinarbeit suchte er sie nahezu 23 Jahre lang Darwin studierte tausende von Pflanzen und 4:52 Tieren die er während seiner berühmten Seereise mit der Biegel und später gesammelt hatte ihn interessierte wie sie 5:00 wie sie sich vermehrten wie sie sich den unterschiedlichen Klimazonen und ihren verschiedenen Lebensbedingungen anpassten er begann Bienen eidchsen und 5:09 Pinguine zu züchten und befasste sich mit zahlreichen Experimenten nach und nach hatte der Forscher so viele Beweise für seine Theorie zusammengetragen dass 5:20 er sie 1859 in einem Buch veröffentlichte es hieß der Ursprung der Arten durch natürliche Auslese und schlug ein wie 5:30 eine Bombe schon am Erscheinungstag war die erste Auflage von 1250 Exemplaren vergriffen in seinem Buch gelang es 5:41 darwiin überzeugend nachzuweisen dass sich die heute lebenden Formen der Tier und Pflanzenwelt im Lauf der Zeit aus einfacheren Formen entwickelt haben 5:50 diese Entwicklung oder Evolution erklärt sich der Forscher durch das Überleben der tauglichsten im Kampf ums daein der Darwinismus die Lehre von der 6:03 Verwandtschaft aller Lebewesen schockierte die christliche Welt 1871 erregte Charles Darwin die Welt mit einem weiteren Buch aufs Neue es hieß 6:14 die Abstammung des Menschen diesmal zeigte der Wissenschaftler auf dass auch die heutigen Menschen das Ergebnis eines langen Entwicklungs und ausleseprozesses 6:24 sind er behauptete dass Menschen und menschenffen mit einer nahe verwandt sind und gemeinsam von Unbekannten Vorfahren abstammen die vor vielen 6:35 Jahren auf der Erde lebten als es noch keine Menschen oder Menschenaffen gab Darwin stützte seine Behauptung auf das Vorhandensein von verkümmerten 6:45 Körperteilen die einst einmal eine Funktion inne hatten auch der Mensch unterlag im Laufe der Zeit also Veränderungen 6:57 bemerkenswertes eine umstrittene Lehre der Darwinismus die Lehre von der Verwandtschaft aller Lebewesen fand bis in die Neuzeit hinein entrüstete Gegner 7:08 in einem Staat der USA wurde erst 1968 ein Gesetz aufgehoben das jedem Strafe androhte der den Darwinismus vor Schülern auch nur 7:24 erwähnte Mendel und die Vererbungslehre warum Erben Menschen die grünen Augen langen Nasen oder abstehenden Ohren 7:36 ihrer Vorfahren noch in der Mitte des 19 Jahrhunderts konnte sich dies niemand erklären zu dieser Zeit aber 7:45 beschäftigte sich der österreichische Mönch und Botaniker Gregor Mendel bereits mit Fragen der Vererbung ihm war nämlich aufgefallen dass manche Erbsen 7:55 seines Klostergartens glatt waren andere dagegen runzlich wie konte man wohl erreichen nur glattebsen zu 8:03 ernten Mendel wollte dies unbedingt herausfinden gedldigerimtierte er mit denbsenpflanzen er kreuzte sie unsuchte die Nachkommen 8:14 und fand schließlich heraus dass es für bestimmte Merkmale der Pflanzen Farbe und hoch bzw niedgwüchsigkeit jeweils zwei Erbfaktoren geben müsse einer 8:26 dieser beiden ist jeweils dominant vorherrschend und bestimmt bei der nachfolgenden Generation das Merkmal besonders interessant aber die Pflanzen 8:36 dieser nachfolgenden Generation besitzen in ihren Erbanlagen jetzt beide Merkmale wurden nicht zwei dominante Merkmale vererbt kann in der dritten 8:48 Generation bei Kreuzung mit anderen Pflanzen das bis dahin verschüttete Merkmal wieder auftauchen Mendel erkannte als erster dass nicht die 8:57 Merkmale vererbt werden sondern dafür verantwortliche Anlagen nach seinen zahlreichen Versuchsreihen Mendel Zug von 9:07 1856 bis 1864 mehr als 10 000 Erbsenpflanzen auf formulierte der Forscher die sogenannten Mendelschen Regeln sie wurden zur 9:18 Grundlage der Vererbungslehre als der Forscher seine Theorien 185 der wissenschaftlichen Welt vorlegte 9:26 schien aber noch niemand die Bedeutung seiner erkennt zu verstehen erst 1900 16 Jahre nach seinem Tod wurden sie zufällig wiederentdeckt 9:37 und bekannt gemacht inzwischen wissen die Forscher noch sehr viel mehr über die Vererbung sie haben herausgefunden dass es für 9:46 jedes Lebewesen einen ganz bestimmten Bauplan gibt man hat ih in chemischer Form in den Zellen der Lebewesen entdeckt bei Menschen ist er besonders 9:56 kompliziert besteht er doch aus nahezu 40 000 Einzelanweisungen den Genen von denen jedes ein einzelnes Merkmal bestimmen kann Genetik heißt heute die 10:08 Wissenschaft von der Vererbung dieser Eigenschaften Träger der Erbanlagen sind die Chromosomen sie befinden sich im Kern der Zellen das Wort Chromosom 10:19 bedeutet gefärbter Körper weil man sie mit Farbstoffen leicht anfärben und sichtbar machen kann jedes Lebewesen hat eine teristische Chromosomenzahl der 10:31 Mensch besitzt 46 Chromosomen die Katze 38 die Mücke 6 und die Birke sogar 84 bemerkenswertes 10:46 genreparaturen bei vielen Krankheiten entdeckt man genetische Ursachen gleichzeitig werden gentechnische Verfahren zu ihrer Behandlung entwickelt 10:55 vielleicht so hoffen die Forscher kann man eines Tages sogar defekte Gene reparieren indem man Zellen entnimmt sie verändert und anschließend wieder in den 11:06 Körper einbringt die reiche der [Musik] 11:15 Lebewesen schon seit der Zeit der großen geographischen Entdeckungen bemühten sich die Wissenschaftler alle auf der Erde vorkommenden Tiere und Pflanzen zu 11:26 erfassen bereits Anfang des 17 Jahrhundert unterschieden sie etwa 6000 Pflanzenarten wie aber sollte man diese ordnen und was für Namen eigneten sich 11:37 für sie diese Aufgabe nahm sich der schwedische Naturforscher Karl von Lin an in mühevoller Kleinarbeit suchte er Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen 11:48 Arten teilte sie in Gattungen Ordnungen und Klassen ein anschließend entwickelte er ein System zur Benennung von Pflanzen und Tieren es ist noch heute ge 12:00 danach hat jede Art Spezies einen lateinischen gattungs und einen Artnamen so heißt seit line die Amsel turdus merula die verwandte Singdrossel turdus 12:13 Musikus Karl von Lin genoss ein so hohes Ansehen in der wissenschaftlichen Welt dass man damals einen Spruch über ihn prägte gott hat die Welt geschaffen aber 12:24 linee hat sie geordnet die wissenschaftlichen Namen der pfanen undere müssen nicht für immer und EWI gelten sie können immer dann 12:33 verändert werden wenn es neue Erkenntnisse über die Verwandschaft der lebewesenben ste zu Zeiten KL von linilte man die 12:42 lebewesench in nur zwei große Gruppen ein das Tier und das Pflanzenreich nach damaligem Wissensstand fiel die untercheidung 12:51 nicht schwer Pflanzen waren generell grün bewegten sich nicht von der Stelle und brauchten Licht zum Leben die beweglichen Tiere dagegen ernährten sich 13:01 von anderen Lebewesen inzwischen weiß man dass es nicht immer leicht ist ein Lebewesen dem einen oder dem anderen der beiden großen 13:10 reiche zuzuordnen viele winzige Geschöpfe sind weder Pflanze noch Tier deshalb teilt man die Lebewesen in der Regel nicht in 13:19 zwei sondern besser in fünf große reiche ein in kernlose Einzeller echte Einzeller Pilze Pflanzen und Tiere die kernlosen Einzeller haben im 13:33 Gegensatz zu den echten Einzellern keinen deutlich abgegrenzten Zellkern zu ihnen gehören die Bakterien die echten Einzeller sind größer als Bakterien sie 13:45 haben einen abgegrenzten Zellkern und Sie können sich wie eine Pflanze oder wie ein Tier ernähren manche auch wie beide dann nutzen Sie das Sonnenlicht um 13:56 Stoffe aufzubauen und sie nehmen ähnlich einem Tier Stoffe aus der näheren Umgebung auf Einzeller fühlen sich dort am wohlsten wo es feucht ist im Wasser 14:06 oder in der Erde Pilze ernähren sich mit Hilfe eines fein verzweigten fadensystems von Stoffen aus ihrer Umgebung das muss 14:16 nicht immer totes Material sein manche Pilze greifen auch Tiere an und verursachen dann oft Krankheiten vor allem aber wirken Pilze 14:26 mit bei der vermoderung dem Abbau der organischen Reste im Boden bemerkenswertes die Artenvielfalt der 14:36 Erde noch immer kann niemand sagen wie viele Arten von Lebewesen es auf der Erde gibt entdeckt und beschrieben wurden bis zum Anfang des 21 14:46 jahrhunderts rund 370 000 Pflanzenarten und mehr als 1,4 Millionen Tierarten möglicherweise aber sind es zehnm so viele 14:57 [Musik] über die Pflanzen Pflanzen sind die Lunge unserer Erde sie produzieren den Sauerstoff den 15:09 Mensch Tier und Pflanze seit Jahrmillionen der Luft und dem Wasser entnehmen grüne Pflanzen haben eine einmalige 15:18 Eigenschaft sie können die Energie des Sonnenlichts in chemische Energie umwandeln und dadurch wachsen und gedeihen das verdanken sie dem 15:28 Chlorophyl griechisch chloros gleich grün und phyllon gleich Blatt es ist in den Zellen der Blätter eingelagert und gibt ihnen die grüne Farbe das 15:39 Chlorophyl verwandelt mit Hilfe des Sonnenlichts Kohlendioxid und Wasser aus der Luft und aus dem Erdboden in Traubenzucker also in Nahrung dabei 15:49 entsteht als Abfallprodukt Sauerstoff Fotosynthese heißt dieser Vorgang von ihm hängt alles und menslich Leben 16:01 ab Botaniker pflanzenkundler untercheiden zwei Gruppen von Pflanzen Planzen ohne blten und Planzen mit blten zu den bltenlosen Pflanzen gehen 16:14 algenose undne es gab sie schon v Millionen Jahren die meistonnen sind sehr klein bltenlose Pflanzen vermehren sich 16:25 durch Sporen das sindflanzung bei den Moosen werden die Sporen aus Kapseln verstreut die auf kleinen Stielen sitzen wer genau hinschaut kann 16:36 sie sogar mit bloßem Auge erkennen zu den Blütenpflanzen zählt man die Nadelhölzer obwohl sie keine Blüten wie beispielsweise die Rose oder Nelke 16:46 entwickeln Nadelhölzer haben zapfenblüten bei ihnen sind die Blüten in männliche oder weibliche Zapfen zusammengefasst vereinigen sich die 16:56 Geschlechtszellen der männlichen und der weiblichen Zapfen entsteht ein Samen Nadelgehölze gehören zu den Nacktsamern den ältesten 17:07 Samenpflanzen alle anderen Pflanzen sind Bedecktsamer sie stellen mit 250 000 bis 300.000 Arten die größte Pflanzengruppe da ihre Blüten dienen hauptsächlich der 17:20 Fortpflanzung aus Form und Aufbau der Blüten lassen sich die Bedecktsamer in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen 17:30 unterteilen bemerkenswertes lebenswichtiges Wasser alle Pflanzen brauchen Wasser zum Leben nur Flüssigkeit kann ihre Zellen 17:40 mit Nährstoffen aus dem Erdboden versorgen der Motor für den Wassertransport von den Wurzeln bis zu den Blättern ist die Verdunstung von 17:49 Wasser an den Blättern dadurch entsteht ein soog der das Wasser nach oben zieht schon eine Sonnenblume kann auf diese Weise bis einen l Wasser am Tag 17:59 verdunsten ein großer Baum über 1000 l über die 18:09 Tiere weit über eine Million Tierarten haben die Zoologen die tierkundler bis heute entdeckt und beschrieben vielleicht F S oder gar zehn Mal so 18:19 viele könnte es geben die meisten Tiere sind klein viele von ihnen werden nur unter dem Mikroskop sichtbar das ist auch dafür warum er 18:29 noch längst nicht alle Tierarten entdeckt hat Tiere in ihren einfachsten Erscheinungsformen sind von den Pflanzen 18:37 nur schwer zu trennen der große Unterschied besteht jedoch darin dass Tiere organische Stoffe also Pflanzen oder andere Tiere zu ihrer Ernährung 18:47 benötigen außerdem haben Tiere fast immer ein hochentwickeltes Nervensystem und Sie können sich meist frei und zielgerichtet 18:57 fortbewegen Tiere gibt es in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen 97%er Tierarten sind Wirbellose viele von ihnen wie schwäme 19:09 Nessel und Moostierchen im Meer Würmer sind eo wirbell wie die Gliederfüßer die die gröte Gruppe der wirbellosen bilden auch die Weichtiere zu denen Schnecken 19:22 und Muschel gehören die stachelheuter und die Seescheiden bilden weitere Gruppen der wirben alle anderen Tiere sind 19:31 Wirbeltiere sie haben eine Wirbelsäule die den Körper festigt und aus Knochen besteht die Wirbelsäule schließt das Rückenmark ein und trägt den Schädel den 19:42 Sitz eines hochentwickelten Gehirns Wirbeltiere sind die Fische Lurche Kriechtiere Vögel und die Säugetiere es gibt etwa 31 000 19:54 verschiedene Fischarten ist ihr Skelett knorpelig wieer der Haie dann heißen sie Knorpelfische ein knöchernes Skelett 20:03 besitzen Knochenfische wie die Forellen die meisten Fische haben in ihrer Bauchhöhle eine Schwimmblase die Auftrieb erzeugt Fische atmen mit 20:15 Kiemen die Lurche oder Amphibien werden in drei Gruppen unterteilt Froschlurche mit den Fröschen und Kröten Schwanzlurche mit den Molchen und 20:26 Salamandern und blind en sie kommen in den Tropen vor und ähneln kleinen Schlangen die meisten lche Leben an Land kehren aber zur Fortpflanzung ins Wasser 20:38 zurück dort entwickeln sich auch ihre Jungen die Blütezeit der kriegchtiere oder Reptilien begann vor ungefähr 190 Millionen Jahren 120 Millionen Jahre 20:50 lang waren sie die beherrschende Tiergruppe unter den Landbewohnern heute gibt es noch etwa 6500 Art 20:59 sie lassen sich in drei große Gruppen einteilen Echsen und Schlangen Krokodile sowie Schildkröten die einzigen Lebewesen mit 21:10 Federn sind die Vögel sie stammen von den Kriechtieren ab und legen wie diese Eier mit einer Schale es gibt etwa 9000 Vogelarten 21:21 einige von ihnen können nicht fliegen Säugetiere haben drei wichtige gemeinsame Eigenschaften sie sind gleich warme Tiere haben ein 21:32 Haarkleid Fell und die Weibchen seugen die Jungen mit Milch aus Milchdrüsen die Gruppe der Säugetiere zu der auch der Mensch gehört nennt man 21:42 Herrentiere oder Primaten bemerkenswertes das Schnabeltier es gibt etwa 4000 Arten von 21:53 Säugetieren das seltsamste ist das an die 40 cm lange Schnabeltier es legt ein bis drei Eier und brütet sie allein aus die Jungen die nach 18 Tagen 22:05 ihre Augen öffnen ernähren sich von Muttermilch die Sie an einer besonderen Stelle am Bauch des Muttertiers auflecken müssen Schnabeltiere Leben in 22:14 südostaustralien und Tasmanien die Entwicklung des 22:24 Menschen der Mensch ist das höchstentwickelte Lebewesen der Erde gemeinsam mit den Menschenaffen gehört ihr zu den Primaten oder 22:34 herrentieren von den anderen Arten unterscheiden ihn der aufrechte Gang die speerliche Körperbehaarung und das stark entwickelte Gehirn die Lehre von der 22:44 Abstammung und Entwicklung des Menschen heißt Anthropologie die Wiege des Menschen war vermutlich die Steppe Ostafrikas hier 22:54 entwickelte er sich vor etwa 200 000 Jahren vom artigen Wesen zum eigentlichen Menschen dem Homo sapiens lateinisch homo gleich Mensch sapiens 23:06 g=ich klug Weise Vernunft begabt der älteste bekannte Vorfahr des Menschen ist der australopikus der südaffe er lebte vor 23:18 etwa 3 Millionen Jahren konnte bereits aufrecht gehen und hatte mit maximal 560 kubikzentimet Volumen ein doppelt so großes Gehirn wie heute 23:29 Schimpansen auf ihn folgte der Homo habilis der befähigte Mensch mit rund 670 kubikzentimet Hirnvolumen war er schon ein Mensch der Homo habilis lebte 23:42 vor 1,85 Millionen Jahren er stellte bereits einfache Steingeräte her ein deutlich größeres Gehirn mit 900 bis 1200 kubikzentimet hatte der Homo 23:56 erektus der aufgericht Mensch er erschien vor etwa 1,5 Millionen Jahren auf der Erde und gilt als der erste wirkliche Mensch der Homo erektus kannte 24:08 bereits den Gebrauch des Feuers und er verstand es Werkzeuge aus Stein herzustellen vor 200 000 Jahren starb er wieder 24:18 aus der Homo sapiens der auf ihn folgte ähnelte schon sehr dem heutigen modernen Menschen er hatte ein Hirnvolumen von 1300 Kubik Centim und war sehr 24:30 erfinderisch er fing das Mammut in Fallen und jagte Tiere aus deren Fällen er sich Kleider fertigte der Homo sapiens entwickelte 24:40 sich in Afrika und Asien weiter in Europa und im Vorderen Orients dagegen bildete sich eine Unterform aus der Neandertaler er starb vor etwa 40000 24:52 Jahren aus Homo sapiens sapiens heißt der heutige Mensch zu dem auch wir gehören erste Spuren von ihm entdeckten Forscher 25:03 in Afrika sie waren 120.000 Jahre alt vor 90.000 Jahren lebte er in Israel vor 50.000 Jahren gelangte er von Asien nach Australien 25:15 und vor 30 000 oder 15 000 Jahren von Sibirien nach Amerika bemerkenswertes 25:26 Mischlinge im Laufe der Geschichte haben sich die meisten Völker und Rassen miteinander vermischt Mulatten heißen die Nachkommen von weißen und schwarzen 25:35 Eltern Mestizen sind Mischlinge zwischen Indianern und Weißen zambos nennt man die Kinder von schwarzen und Indianern alle Rassen gehören zu einer einzigen 25:47 Art dem Homo sapiens aufrecht und intelligent [Musik] 26:01 der menschliche Körper ist bei allen Rassen gleich Anatomie von griechisch anatnin aufschneiden heißt die Lehre vom Körperbau des Menschen der aufrechte 26:13 Gang und das leistungsfähige Gehirn unterscheiden den Homo sapiens von allen anderen Lebewesen ein konstruktives Wunderwerk 26:23 ist das Skelett es besteht aus 206 Knochen unterschiedlicher Größe und stützt den Körper gibt ihm seine Form und schützt die Organe Zentrum des 26:34 Skeletts ist die Wirbelsäule ein 26 stöckiger knochenturm der oberste Wirbel heißt Atlas er trägt den Kopf des Menschen das Skelett wächst mit dem 26:45 Körper mit gemessen an seiner Festigkeit ist es erstaunlich leicht im Durchschnitt beträgt sein Gewicht nicht mehr als 20% des 26:55 Körpergewichts das Gehirn enthält viele Milliarden Nervenzellen sie sind untereinander und mit den Nerven im Körper verknüpft jede Nervenzelle kann 27:05 mit bis zu 10 000 Zellen in der Nachbarschaft in Verbindung stehen das Gehirn ist die Kommandozentrale des Körpers es gliedert 27:16 sich in drei Hauptteile Stammhirn Kleinhirn und Großhirn Hirnstamm und Kleinhirn steuern die Atmung den Blutkreislauf die 27:27 Körperhaltung und die Bewegungen das Großhirn man nennt es auch Vorderhirn macht den größten Teil des Gehirns aus es ist zugleich sein höchstentwickelter 27:37 Teil erst durch das Großhirn sind wir in der Lage geistige Leistungen zu vollbringen das Großhirn unterteilt sich in verschiedene Bereiche in den 27:48 motorischen Feldern werden Bewegungen gesteuert und das Sprechen ermöglicht sensorische Felder z.B das Seezentrum im Hinterkopf empfangen Informationen aus 27:59 unseren Sinnesorganen beim Menschen sind die assoziationsfelder besonders ausgeprägt hier werden Informationen aus 28:08 verschiedenen gehirnteilen miteinander verknüpft auch die Intelligenz eines Menschen wird maßgeblich vom Großhirn bestimmt unter 28:18 Intelligenz lateinisch Intelligenz g=ich einsichtsvoll verständig verstehen die Gelehrten unterschiedliche Fähigkeiten die wie man sich an neue Aufgaben und 28:29 Lebensbedingungen anpasst wie man Informationen verarbeitet wie man Probleme löst oder neue Einsichten gewinnt das Gehirn liegt gut geschützt 28:41 in der knöchernen Schädelkapsel es wird durch Scheidewände aus Bindegewebe sicher an seinem Platz gehalten selbst im Schlaf wenn das Bewusstsein 28:50 abgeschaltet ist Arbeiten lebenswichtige Gehirnteile weiter das menschliche Gehirn ist Durchschnitt zweieinhalb Pfund schwer 29:00 dreimal mehr wiegt das Gehirn eines Elefanten weder Größe noch Verhältnis zum Körpergewicht spielen bei der Leistungsfähigkeit des Gehirns eine 29:10 Rolle bemerkenswertes das Gehirn eines Babys die Gehirnmasse eines Säuglings beträgt nur ein Viertel der eines 29:20 Erwachsenen dennoch verfügt das Baby schon über sämtliche Neuronen so nennt man die Nervenzellen mit ihren Nervenfasern die der Erwachsene je haben 29:30 wird doch erst mit dem Beginn des erwachsen werdens endet der Entwicklungsprozess des Gehirns dann erst sind die Verknüpfungen zwischen den 29:38 Neuronen ausgebildet Ärzte und [Musik] 29:49 Arzneien Krankheiten vorzubeugen sie zu heilen und zu lindern das ist die Aufgabe der Medizin lateinisch Heilkunde ihre wichtigsten Mittel sind Arzneien 30:01 und die Chirurgie die genauen Anfänge der Medizin liegen im Dunkeln Funde beweisen jedoch dass bereits die 30:09 Steinzeitmenschen Heilkräuter kannten und gebrochene Glieder einrichten konnten und warum heute nicht mehr die wissenschaftliche Medizin fand 30:19 ihren Anfang im alten Griechenland der berühmteste griechische Arzt war Hippokrates seine Lehren lange Zeit die Medizin 30:30 Hippokrates forderte von seinen Arztkollegen sich vor ihrem Eingreifen zuerst ein vollständiges Krankheitsbild zu machen außerdem sollten stets die 30:40 Selbstheilungskräfte der Patienten mobilisiert und erst danach die Krankheiten durch Heilmittel kuriert werden jeden neu ausgebildeten Mediziner 30:50 ließ Hippokrates vor Antritt seines Amtes einen Eid schwören der Eid des Hippokrates wird noch heute von den med abgelegt als im 15 Jahrhundert das bis 31:02 dahin verbotene sizien von Leichen üblich wurde machte die Medizin einen Riesenschritt nach vorn 1543 veröffentlichte Andreas wesal sein 31:13 Buch vom Bau des menschlichen Körpers und begründete damit die Anatomie 1616 gelang dem englischen Arzt William Harvey eine Epoche machende 31:25 Entdeckung er beschrieb sie 1600 8 in seinem Buch die Bewegung des Herzens und des Blutes Harve hatte den Blutkreislauf entdeckt trotz dieser Erfolge trieben zu 31:39 dieser Zeit nach wie vor zahlreiche Quacksalber ihr Unwesen im 19 Jahrhundert wurden die Bakterien als Erreger von Krankheiten 31:49 ausgemacht der französische Forscher Louis Pasteur entwickelte ein Verfahren bei dem Lebensmittel durch Erhitzen haltbar werden die 32:00 pasturisierung der deutsche Arzt Robert Koch erkannte dass zu jeder Krankheit ein bestimmter Erreger gehört 1882 entdeckte er den Tuberkuloseerreger 32:12 ein Jahr darauf den Erreger der Cholera 7 Jahre später gelang dem deutschen Mediziner Emil von Bering die Entwicklung von Impfstoffen gegen 32:22 difterie und Tetanus wundstarkrampf er hatte sie aus dem Blut von Tieren gewonnen denen er kleine Mengen des difterie bzw 32:34 ttanusoxins des bakteriengiftes verabreicht hatte einen Meilenstein der Medizin setzte schließlich Alexander Fleming der schottische Wissenschaftler 32:45 bemerkte 1928 dass auf einem seiner näherböden Schimmel gewachsen war und die Bakterien abgetötet hatte er entwickelte aus dem 32:56 Schimmelpilz Penicillium das erste und am häufigsten eingesetzte Mittel das Bakterien abtötet oder in ihrer Vermehrung beeinträchtigt er nannte es 33:08 Penicillin später fand man noch viele weitere Substanzen mit denen sich bestimmte Krankheiten gezielt bekämpfen ließen Millionen Menschenleben konnten 33:17 gerettet werden eine große pharmazeutische Industrie entstand bemerkenswertes der Gott der Heilkunst 33:29 Symbole des Arztberufes sind noch heute der Stab und die heilige Schlange des asklipios des griechischen Gottes der Heilkunst als Asklepios oder eskulab der 33:41 Legende nach seine Wunderheilungen an toten versuchte wurde er von Zeus mit einem Blitz in die Unterwelt geschleudert der asklepioskult 33:50 entstand im 5ün Jahrhundert vor Christus parallel zum Wirken des Hippokrates unter dem Messer die Chirurgie die wundarznei war 34:04 lange Zeit ein Stiefkind der Medizin erst als die Anästhesie entstand und keimtötende Mittel die Antiseptika aufkamen begann sich dies zu 34:15 ändern nun konnten die Chirurgen die um 1900 erstmals weiße Kleidung trugen um Schmutz sofort sichtbar zu machen in Ruhe 34:25 operieren doch nicht immer ist eine Oper nötig 1895 entdeckte der deutsche Physiker Wilhelm röngen die nach ihm benannten 34:35 rönkenstrahlen mit ihrer Hilfe war es den Ärzten erstmals möglich in den Körper zu schauen ohne ihn zu öffnen als man kurz darauf die zerstörerische 34:45 Wirkung der Röntgenstrahlen auf Gewebe erkannt hatte begann man sie auch erfolgreich zur Bekämpfung von Wucherungen und Tumoren 34:54 einzusetzen noch genauere Bilder des inneren liefern seit den 70er Jahren des 20 Jahrhunderts Computertomographen auch der für den 35:04 Menschen unhörbare Ultraschall hilft bei der Beobachtung und Überwachung bestimmter Körperfunktionen modernste Technik hat 35:14 auch im Operationssaal Einzug gehalten wo das herkömmliche skypel das traditionelle Schneidwerkzeug des Chirurgen immer häufiger durch den 35:23 Laserstrahl abgelöst wird die energiereichen Laser lassen sich sehr genau steuern und sie verursachen weniger Schmerzen und 35:32 Blutungen keine äußerlich sichtbaren operationsspuren hinterlassen die neuesten Endoskope griechisch endon gleich 35:41 drinnen und scopein gleich schauen die nicht nur Blicke ins Körperinnere sondern auch Operationen ermöglichen künstliche äußere 35:53 Körperteile Prothesen gibt es schon seit Jahrhunderten sie sind sind im Laufe der Zeit vervollkommnet und durch Implantate und Transplantate ergänzt worden 36:03 Implantate werden in den Körper eingesetzt wo sie die Funktion eines Organs oder Körperteils übernehmen Transplantate sind lebende Organe von 36:13 meist anderen Menschen die einem Patienten eingepflanzt werden zu den gebräuchlichsten Implantaten gehören Herzklappen 36:23 Herzschrittmacher Zähne Kniegelenke Bandscheiben und Schultergelenke künstliche Nieren sind Geräte die das Blut des Patienten außerhalb des Körpers 36:32 von Abfallstoffen reinigen sie werden nur verwendet bis ein Spenderorgan für eine Transplantation gefunden ist die ersten Dialysegeräte griechisch dialysis 36:44 gleich Auflösung wurden ab 1940 gebaut heute werden nicht mehr nur Krankheiten kuriert ein völlig neuer Zweig der Medizin die Epidemiologie 36:58 Lehre von den Epidemien untersucht warum Krankheiten auftreten wen sie treffen und wie und warum sie sich ausbreiten 37:09 bemerkenswertes Krankenpflege damals mit der Ausbreitung des Christentums übernahmen vor allem Nonnen die Pflege von Kranken die Anrede 37:19 Schwester für die Krankenpflegerin erinnert noch heute an die Ordensschwestern die sich entsprechend ihren gelübten jahrhundertelang um die 37:27 Wachen und Kranken kümmerten 37:34 Chemie alles ist Stoff uns umgibt eine Unmenge verschiedener Stoffe Sand Holz Papier 37:45 Glas Steine Metalle Kunststoffe Wasser Luft und viele andere mehr Stoffe können weich sein oder hart spröde oder biegsam rau oder glatt sie 37:59 können farbig sein oder einen typischen Geschmack haben alles was wir sehen können oder wie Luft manchmal auch nicht was wir riechen fühlen schmecken und 38:10 wiegen können sind chemische Stoffe die Chemie eine vergleichsweise noch junge Naturwissenschaft untersucht wie diese Stoffe zusammengesetzt sind ob 38:22 sie sich in verschiedene Bestandteile zerlegen lassen und wie sie unter bestimmten Bedingungen mit anderen Stoffen 38:29 reagieren in der chemischen Industrie wird dieses Wissen dann praktisch umgesetzt man stellt Substanzen her die in der Natur nicht oder nur selten 38:39 vorkommen bereits die altgriechischen Philosophen bemühten sich die damals bekannten chemischen Vorgänge theoretisch zu erklären vor allem aber 38:48 suchten sie nach den Stoffen aus denen alle Dinge in der Welt bestehen Empedokles lehrte dass es vier Elemente gbt aus denen sich alle Dinge 38:59 zusammensetzten Erde Wasser Luft und Feuer nach der Überzeugung von Aristoteles konnten sie sogar ineinander übergehen außerdem strebe die gesamte 39:11 Natur nach Vollkommenheit nach einer immer höheren Seinsweise diese noch wenig wissenschaftlichen Vorstellungen führten 39:21 vermischt mit religiösem Gedankengut zu einer verlockenden Idee man träumte davon unedle also weniger wertvolle Metalle wie Eisen oder Blei in Gold 39:32 umwandeln zu können diese Idee sollte die Chemie über viele Jahrhunderte beherrschen ihren Ursprung hatte die Alchemie wie man das Streben nach dem 39:43 künstlichen Gold nannte in Ägypten später versuchten auch in Europa Alchemisten ihr Glück rastlos suchten sie in ihren Laboratorien den 39:54 alchemistenküchen nach einer geheimnisvollen Substanz denn nur mit dem Stein der Weisen so glaubte man sollte es möglich sein künstliches Gold 40:06 herzustellen das gelang zwar nicht immerhin aber machten die Alchemisten Entdeckungen die nicht nur für die spätere Chemie von Bedeutung waren einer 40:15 der bekanntesten Goldsucher war Johann Friedrich böttg er war goldmacher wie viele andere auch als er von Preußen nach Sachsen fliehen musste konnte er im 40:26 Auftrag von König August dem Starken seine Experimente fortsetzen allerdings um den Preis seiner Freiheit nach einem vergeblichen Fluchtversuch bekam er den 40:36 Auftrag der Porzellanherstellung auf die Spur zu kommen 1708 1709 gelang ihm die Herstellung von weißem Hartporzellan das weiße Gold wurde als 40:48 meiener Porzellan weltberühmt bemerkenswertes alltägliche Chemie viele Dinge die wir tagtäglich ganz 41:00 selbstverständlich verwenden verdanken wir der Chemie Seifen Kosmetika Waschmittel Medikamente Lacke Farben Düngemittel 41:09 Autoreifen die chemische Industrie ist heute einer der wichtigsten Wirtschaftszweige klein kleiner 41:22 Atom alle Dinge auf der Welt bestehen aus winzigen Teilchen den Atomen dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Sterne oder Steine handelt um 41:33 Tiere Pflanzen oder auch um Wasser selbst die Luft die wir normalerweise nur als Wind wahrnehmen setzt sich aus Massen von Atomen 41:43 zusammen die erste Atomtheorie stellte der griechische Philosoph Demokrit auf er war überzeugt dass es kleinste unteilbare Teilchen geben müsse aus 41:54 denen alles in der Natur entstünde er nannte sie Atome weil unteilbar im griechischen Atomos heißt Anfang des 19 Jahrhunderts Griff 42:06 der englische Physiker und Chemiker John Dalton die Idee von Demokrit wieder auf und entwickelte eine moderne Atomtheorie mit ihr lassen sich 42:15 verschiedene und grundlegende chemische Gesetzmäßigkeiten anschaulich erklären Atome verbinden sich miteinander zu größeren Gebilden den 42:25 Molekülen manche Stoffe wie etwa Sauerstoff bestehen nur aus Atomen ein und derselben Art das sind die Elemente Elemente unterscheiden sich 42:35 untereinander weil ihre Atome verschieden sind andere Stoffe z.B Wasser setzen sich aus miteinander verbundenen Atomen 42:45 verschiedener Elemente zusammen aus zwei Atomen Wasserstoff hydrogen und einem Atom Sauerstoff oxygen die Formeln in der Chemie geben 42:56 an welche Atome in einem Molekül vorhanden sind und in welcher Menge sie vorkommen zunächst wurde angenommen die Atome seinen die Allerkleinsten 43:06 weltbausteine und damit nicht teilbar seit Beginn des 20 Jahrhunderts weiß man dass sich Atome aus verschiedenen Teilchen zusammensetzen 1911 stellte der 43:17 britische Physiker ernest Rutherford ein erstes Atommodell vor danach befindet sich im Mittelpunkt des Atoms ein Kern der aus winzigen 43:28 Elementarteilchen besteht den positiv geladenen Protonen und den elektrisch neutralen Neutronen der positiv geladene Atomkern wird von anderen Teilchen mit 43:39 großer Geschwindigkeit umkreist sie heißen Elektronen und werden durch ihre negative elektrische Ladung in den Kreisbahnen 43:48 gehalten obwohl der Atomkern unglaublich winzig ist befinden sich dort mehr als 99,9% der Masse des 1913 nahm der dänische Physiker Nils 44:01 Boher an dass die Elektronen den Kern des Atoms in Schalen umhüllen dieses Atommodell wurde später mehrfach verfeinert inzwischen weiß man dass die 44:13 Protonen und die Neutronen aus den noch kleineren Quarks aufgebaut sind Quarks werden von sogenannten Gluonen den bindungsteilchen 44:25 zusammengehalten bemerken wtes immer rundherum das winzige Atom und unser riesiges Sonnensystem haben durchaus 44:36 eine Gemeinsamkeit die Elektronen umkreisen den Atomkern ähnlich wie die Planeten unseres Sonnensystems die 44:48 Sonne Elemente in Rei und Glied für die Gelehrten des alten Griechenlands waren Erde Luft Feuer und 44:58 Wasser die Grundelemente schlecht hin der englische Physiker und Chemiker Robert Boyle widersprach dieser Vorstellung in seinem Buch der 45:08 zweifelnde Chemiker definierte er ein Element als einen Stoff der sich nicht in noch einfachere Stoffe zerlegen lässt Chemiker unterteilen alle Stoffe 45:20 die uns umgeben grob in zwei Arten erstens in die reinen Substanzen wie Gold oder Eisen die nur aus einer Art von Atomen bestehen man bezeichnet sie 45:31 als Elemente und zweitens in die Gruppe der chemischen Verbindungen wie Wasser oder Kochsalz die sich aus Atomen verschiedener Elemente zusammensetzen 45:42 Robert Boy hatte recht Wasser ist ebenso wie Erde kein Element sondern eine Verbindung in der Natur kommen nur 92 Stoffe als Element vor darunter gold 45:57 Kupfer Eisen und Magnesium weitere 28 konnten im Labor künstlich hergestellt werden die meisten Elemente wurden zwischen 1700 und 1900 46:08 entdeckt bis 1700 waren lediglich 15 Elemente bekannt in der Mitte des 19 Jahrhunderts erkannten die Forscher dass sich manche 46:19 Elemente wegen ihrer ähnlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften in Gruppen zusammenfassen lassen 1869 legten der russische 46:29 Chemiker Dimitri mendelejev und der deutsche Loa Meer unabhängig voneinander natürliche Systeme der chemischen Elemente 46:38 vor in seinem sogenannten Periodensystem der Elemente schrieb mendelejev die Elemente nach steigendem Atomgewicht nebeneinander 46:48 auf nach jeweils sieben Elementen wiederholten sich die Eigenschaften so schrieb er die chemisch ähnlichen jeweils untereinander und 46:58 erhielt auf diese Weise ein System aus wagerechten Perioden und senkrechten Gruppen da zu seiner Zeit noch nicht alle Elemente entdeckt waren ließ der 47:09 Forscher an den entsprechenden Stellen seines Systems Lücken zum Erstaunen zahlreicher anderer Wissenschaftler sagte er diese Elemente mit ihren 47:18 wesentlichsten chemischen und physikalischen Eigenschaften voraus als mendelejevs Voraussagen fast völlig mit den tatsächlichen Werten der später 47:28 entdeckten Elemente übereinstimmten feierte die Chemie einen ihrer größten Triumphe im 19 Jahrhundert viele Elemente tragen die 47:38 Namen ihrer Entdecker andere haben griechische oder lateinische Bezeichnungen oder heißen nach dem Ort an dem man sie erstmals fand bereits 47:48 1813 hatte der schwedische Chemiker Jöns Berzelius ein einfaches Begriffssystem für die Elemente eingeführt das noch heute gebräuchlich ist danach wird jedes 48:00 chemische Element mit einem eigenen Symbol belegt das immer aus dem ersten Buchstaben seines lateinischen namens besteht haben zwei Elemente denselben 48:11 Anfangsbuchstaben so fügt man einen zweiten kleinen Buchstaben hinzu Schwefel hat beispielsweise die Abkürzung S und Silber die Abkürzung AG 48:22 von agentum dem lateinischen Wort für Silber bemerkenswertes die drei Klassen der Elemente die Elemente werden in drei 48:33 Klassen eingeteilt Metalle Nichtmetalle und halbmetalle Metalle sind feste Körper außer dem flüssigen Quecksilber mit 48:43 meist hohen Schmelz und Siedepunkten die meisten Nichtmetalle sind Gase mit niedrigen Schmelz und Siedepunkten halbmetalle besitzen sowohl 48:52 Eigenschaften der Metalle als auch der Nichtmetalle der überwiegende Teil der chemischen Elemente sind [Musik] 49:03 Metalle organische und anorganische Chemie die Chemie unterteilt sich in zwei große Arbeitsgebiete die organische 49:15 und anorganische [Musik] Chemie früher verstand man unter organischer Chemie die Lehre von den in 49:23 Pflanzen und Tieren in lebenden Körpern also aufgebauten Stoffen das sind beispielsweise Eiweiß Fett Zucker oder auch 49:34 Harnstoff heute dagegen umfasst der Begriff organische Chemie all jene Verbindungen die das Element Kohlenstoff enthalten Kohlenstoffatome können sich 49:45 mit anderen Kohlenstoffatomen zu Molekülketten Ringen oder noch komplizierteren Bindungen zusammenfügen sie setzen sich manchmal 49:55 aus tausenden von Atomen zusammen gegenwärtig kennt die organische Chemie zu der unter anderem auch die Fachgebiete Biochemie und 50:05 Lebensmittelchemie gehören über 16 Millionen Kohlenstoffverbindungen die Zahl der anorganischen Verbindungen ist um ein 50:13 Vielfaches geringer die organische Chemie hat in unserem täglichen Leben eine große Bedeutung zu den 50:22 Kohlenstoffverbindungen mit denen wir es im Alltag zu tun haben gehören bei beispielsweise fette Zucker Stärke Kosmetika 50:31 Arzneimittel Reinigungsmittel und Farbstoffe unter den organischen Verbindungen gibt es eine große Anzahl von Stoffen die lediglich aus 50:40 Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen die Kohlenwasserstoffe auch sie sind aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken bekannte Kohlenwasserstoffe 50:51 sind Petroleum Propangas Dieselöl und Schmieröl auch Erdöl ein Flüssigkeitsgemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen und 51:01 Erdgas gehören zu den organischen Stoffen weil organische Verbindungen immer Kohlenstoffverbindungen sind nennt man die organische Chemie heute auch die 51:12 Chemie der Kohlenstoffverbindungen während die organische Chemie sich mit den 51:18 Verbindungen des Kohlenstoffs beschäftigt umfasst die anorganische Chemie alle Elemente und Verbindungen die keinen Kohlenstoff enthalten 51:27 zur anorganischen Chemie gehören beispielsweise solche Bereiche wie die Chemie der Metalle und die Chemie der Erden der überwiegende Teil der 51:38 chemischen Elemente sind Metalle sie sind gute Leiter für Wärme und Elektrizität und haben hohe Schmelzpunkte darüber hinaus kann man 51:47 Metalle biegen pressen Walzen hämmern und ziehen auch lassen sich geschmolzene Metalle gut mit weiteren metallis oder nichtmetallischen Stoffen vermischen die 51:59 so entstehenden neuen Stoffe haben andere Eigenschaften im Vergleich zu den einzelnen Bestandteilen solche Stoffe nennt man 52:08 Legierungen das häufigste Metall der Erde ist Eisen die schwersten Metalle sind Wolfram Osmium und Iridium das leichteste ist 52:19 Lithium wenn man Metalle an der Luft erhitzt reagieren sie mit dem Sauerstoff neue Stoffe entstehen die sogenannten Metalloxide mit Säuren wiederum bilden 52:31 die Metalle Salze da sich die organische und die anorganische Chemie vielfach überschneiden gibt es in der Praxis 52:39 meist keine strenge Trennung zwischen diesen beiden chemischen Arbeitsgebieten bemerkenswertes ungewöhnliche 52:48 Metalle zwei seltsame Metalle sind Quecksilber und Kalium Quecksilber ist das einzige Metall das bei Zimmertemperatur flüssig ist Kalium 52:59 wiederum ist weich wie Wachs und schwimmt auf dem Wasser weil es von feuchter Luft sofort angegriffen wird bewahrt man es in Öl oder flüssigem 53:08 Paraffin auf wenn sich Stoffe 53:18 verändern was passiert wenn man zwei oder mehr Stoffe zusammenfügt dann kann zweierlei geschehen entweder sie mischen sich 53:28 behalten aber ihre ursprüngliche Form oder sie verändern sich chemisch und werden zu einer neuen Art von Stoff dann hat wie die Wissenschaftler sagen 53:38 eine chemische Reaktion stattgefunden ihr Kennzeichen ist dass die Produkte der Reaktion andere Eigenschaften haben als die 53:48 Ausgangsstoffe mit unterschiedlichen Verfahren dem Erhitzen beispielsweise lässt sich der Zusammensetzung unbekannter Stoffe auf die spurken 53:57 solche Analysen versuchten schon die frühen Chemiker bei einer chemischen Reaktion geht keine Materie verloren und es wird 54:06 auch keine zerstört selbst wenn sie ihre Form ändert dies ist eines der grundlegenden naturwissenschaftlichen Gesetze es besagt dass die Masse der 54:16 Stoffe vor der chemischen Reaktion gleich der Masse der Stoffe ist nach der Reaktion formuliert hat das Gesetz von der Erhaltung der Masse der französ 54:26 Wissenschaftler Antoine Lavoisier es war seine wichtigste Entdeckung bei jeder chemischen Reaktion wird Energie umgesetzt man unterscheidet 54:38 zwischen exothermen Reaktionen von griechisch Exo heraus und thermoswärme und endothermen Reaktionen von griechisch Endo hinein wird energierei 54:50 in Form von Wärme Licht oder Elektrizität spricht man von einer exothermenreaktion muss man dagegen Energie zuführen ist die Reaktion 55:00 endotherm die meisten chemischen Reaktionen benötigen eine startenergie chemische Reaktionen laufen unterschiedlich schnell ab manche 55:11 erfolgen schlagartig das sind die Explosionen andere verlaufen sehr viel langsamer ein Nagel eine Eisenbahnschiene oder ein Fahrrad rosten 55:21 erst nach Jahren Druck Temperatur Licht die ob oberflächengröße und die Zusammensetzung der Ausgangsstoffe beeinflussen 55:31 dies chemische Vorgänge lassen sich auch beschleunigen das bewirken die Katalysatoren sie Ebenen den Beteiligten einer chemischen Reaktion den Weg ohne 55:42 sich selbst dabei zu verändern oder an ihr teilzunehmen ohne Katalysatoren würden viele Reaktionen nicht oder nur sehr langsam ablaufen rund 90% aller 55:53 Chemikalien werden unter der Verwendung von aten hergestellt bemerkenswerte Katalysatoren bringt auch die Natur hervor 56:02 Enzyme diese Stoffe lassen in Lebewesen chemische Reaktionen ablaufen enzyme sind entscheidend am verwerten unserer Nahrung beteiligt sie werden auch 56:13 künstlich erzeugt und beispielsweise in der waschmittelproduktion genutzt bemerkenswertes der 56:22 Cut auch der Abgaskatalysator des aut ist ein chemischer Beschleuniger er besteht im wesentlichen aus einem mit Platin und rodium beschichteten 56:32 wenartigen Keramikkörper dessen feinstukturierte Oberfläche der Größe zweier Fußballfelder entspricht auf dieser Oberfläche laufen die 56:42 katalytischen Reaktionen ab sie spalten die giftigen und schädlichen Abgase in weniger schädliche 56:53 Produkte Kunststoffe im Jahre 1909 gelang dem amerikanischen Chemiker belgischer Herkunft Leo Henrick 57:04 beckeland eine folgenreiche Entdeckung während eines Experiments bemerkte er eine dunkle teerartige Masse die durch Erhitzen zu einem harten Stoff 57:16 wurde beckeland hatte den ersten vollständig aus künstlichen Ausgangsstoffen hergestellten Stoff erfunden der neue 57:25 hitzeb Werkstoff ließ sich in jede beliebige Form pressen und wurde nach seinem Erfinder Bakelit genannt aus dem dunkelbraunen Bakelit 57:36 entstanden damals Telefonapparate Radiogehäuse und elektrische Stecker heute sind Kunststoffe aus unserem täglichen Leben gar nicht mehr 57:47 wegzudenken Chemiker verstehen unter Kunststoffen organische Verbindungen die durch chemische Synthese hergestellt werden Kunststoffe bestehen aus 57:57 riesenmolekülen in denen bis über 100.000 kleine gleichartige Moleküle miteinander verknüpft sein können diese kleinen Bausteine heißen Monomere 58:08 griechisch Mono 1 plus mer Teil die riesenmoleküle sind Polymere griechisch polily gleich viel die Makromoleküle wie sie auch heißen können fadenförmig 58:22 netzartig oder verzweigt sein alle Kunstoffe und viele Textilfasern bestehen aus künstlich hergestellten Polymeren Kunststoffe werden aufgrund 58:34 ihres Verhaltens beim Erhitzen in zwei große Gruppen eingeteilt Thermoplaste und Duroplaste Thermoplaste werden bei jedem 58:43 erwärmen weich dann lassen sie sich leicht verformen bekannte thermoplastische Kunststoffe sind PVC 58:52 Polyvinylchlorid Plexiglas und polyethyl duroplastische Kunststoffe wie Bakelit und Melamin behalten ihre einmal erhaltene Gestalt bei sie lassen sich 59:05 durch Erwärmen nicht verformen und zersetzen sich bei zu hohen Temperaturen schließlich gibt es noch Kunststoffe die elastisch wie Gummi sind 59:14 die Elastomere der wichtigste Rohstoff für die Synthese von Kunststoffen ist neben Erdgas das 59:23 Erdöl aus ihm entsteht nach verschiedeneen Bearbeitungsstufen ein Granulat das unterschiedlich weiter verarbeitet wird verschiedene 59:32 Kunststoffe lassen sich durch scheumverfahren beispielsweise durch Einblasen oder einrühren von Luft in die Grundmasse 59:41 aufschäumen Kunststoffe sind sehr leicht deshalb setzt man sie immer mehr im Fahrzeug Flugzeug und Schiffsbau ein auch als Wandverkleidungen Fensterrahmen 59:52 Heizöltanks Chemikalienbehälter fußbodenbelege Schläuche Spielzeug Büroartikel und im Haushalt finden sie zunehmend 1:00:02 Verwendung kunststoffe haben allerdings auch Nachteile sie können höheren Temperaturen meist nur begrenzt standhalten und sie sind nicht so 1:00:11 kratzfest wie Metall oder Glas vor allem aber lassen Sie sich nur umständlich entsorgen Kunststoffe verrotten auf Deponien nicht deshalb bemüht man sich 1:00:23 verstärkt um eine wierverwertung bemerkenswertes die erste kunstphaser die erste nur aus künstlich 1:00:34 gewonnenen chemischen Verbindungen hergestellte Faser war Nylon das stabile dehnbare Material ist haltbarer und billiger als naturfas Nylon führte zu 1:00:45 einer wahren Revolution in der Textilindustrie die ersten Damenstrümpfe aus Nylon kamen bereits 1940 auf den Markt sie wurden ein Verkauf 1:01:01 Schlager weitere Hörbücher aus der Reihe cD WISSEN Allgemeinbildung gibt es im Buchhandel und unter wwwh.höherkiosk.de der audiomediaavlag 1:01:12 bedankt sich fürs zuhören [Musik]