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Der deutsche Bauernkrieg 1525 (Teil1)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 485 Zeilen
- [Musik] den folgenden Text habe ich im Jahr 2017 verfassten damals eras Broschüre veröffentlicht ich würde heute einiges
- anders schreiben einiges anders Gewichten einige zusätzliche Themen hinzunehmen anderes weniger ausführlich behandeln ich plane auch dass ich
- nächstes Jahr eine größere podcastreihe zur Geschichte des Bauernkriegs veröffentlichen werde möchte bis dahin weil das aber noch mindestens ein Jahr
- dauern wird den Text wie ich im Jahr 2017 geschrieben habe aber trotzdem zur Verfügung stellen und damit beginnen mit diesen meines Erachtens immer noch
- brauchbaren Einleitungstext über die Geschichte des Bauernkrieges in Deutschland
- in den 1470er Jahren lebt auf dem Gebiet des Fürst Bischofs von Würzburg ein junger Schafherde namens Hans Böheim er verdient dass ich ein kleines Zubrot
- indem er abends in den Dörfern durch die erzogenen schenken auf Dorffesten und Hochzeiten Flöte spielte und selbst gedichtete Lieder sein die Leute dagegen
- mochten das frei verhänzlein gern und oft kam eines der Dorfmädchen nachts mit auf seiner Weide im Jahr 1476 plagte deswegen das
- schlechte Gewissen und der pilgerte zum Marienbild von Niklas Hausen wo man diesen in Franken berühmten Wallfahrtsort seine Sünden zu beichten
- in der Nacht darauf hat er eine religiöse Vision in der die Jungfrau Maria gesehen haben will und das ganze auf ihn eindringende Leid aller Menschen
- der Welt die Jungfrau so sagte er habe ihn befohlen sein oberflächliches Leben aufzugeben und nur noch dafür zu leben
- denn menschengerechtigkeit und ein besseres Leben zu schaffen so verbrannte er seine geliebten Musikinstrumente die bunten Federn und kleinen Schmuckstücke
- die er mit sich trug und begann den Leuten den Dörfern reden darüber zu halten dass alles ganz anders werden die Welt völlig umgestaltet werden müssen
- die Gabe Menschen für sich einzunehmen hat er immer besessen aber nun da predigte statt Flöte blies kam nicht mehr einige Dutzend sondern Hunderte
- bald tausende Menschen die zig kilometerweit hinaus wanderten um ihn zu hören aber obwohl er sich auch auf die heilige Jungfrau berief bekam sie bei
- ihm ganz andere Dinge zu hören als beim Fahrrad alle Menschen seinen Brüder und Schwestern alle gleich und frei die einander helfen und miteinander teilen
- sollen die Herren haben zu ihrem Reichtum selbst nichts getan sondern verprassen nur das was andere für sie erarbeiten darum soll es keine Herren
- mehr geben sondern jeder mit seinen eigenen Händen erarbeiten geschätze der bischöfer und Klöster sollen ihn genommen werden um damit die
- Armen und Kranken zu versorgen die Wälder Wiesen und Flüsse und alles was in ihnen sei gehöre allen Menschen gleichermaßen und das waren unerhörte
- Forderung und sie trafen den Nerv der Bauern Handwerker und entlassenen Soldaten die es hör Ten zu Hause in ihren Gemeinden weitererzählten und
- darüber diskutierten bald Drang sein Ruf über das Taubertal hinaus und aus für die Begriffe und die Transportbedingungen der Zeit weit
- entfernten Regionen strömten neugierige zu ihm aus Thüringen Sachsen Bayern Württemberg und Hessen vieler blieben ganz beim Pfeifer
- Henssler und zogen mit ihm durchs Land der Bund der Haufen umfasste hunderte bald tausende Menschen die alles verkauften was sie nicht dringend
- brauchten und gleichmäßig unter sich teilten einander nur mit Bruder und Schwester anredeten und nachts unter freiem Fällen mehr auf freiem Feld unter
- dem Sternenhimmel schliefen der Fürst Bischof von Würzburg der gerade inthronisierte Rudolf von Scherenberg der in diesem schönen
- fruchtbaren Ländchen nicht nur als Geistlicher oberhärte sondern auch aus weltlicher Fürst herrschte schenkte dem anfangs keine große Beachtung
- bald aber nahm die Bewegung einen schafarm die klerikalen Ton an den aufforderten ließ in einem Fürst bist du wie Würzburg wo die Geistlichen
- gleichzeitig weltliche Herren war zeigte sich die degeneriertheit der hohen Ränge der Kirche besonders scharf der Bischof selbst und die ihm
- unterstehenden Stiftsherren und Äbte pressten die ihnen unterstehenden Bauern mit immer neuen Steuern Sonderabgaben und Zöllen so erbarmungslos aus dass
- selbst in einer so fruchtbaren Gegend oft Hunger herrschte dazu mussten die Bauern noch an mehreren Tagen pro Woche unbezahlt auf den Feldern der
- geistlichen schuften und auch sonst jeden Dienst für sie verrichten wer die Rechtmäßigkeit einer neuen Abgabe besteht landete schnell das
- Aufrührer im Kerker von dem Geld dass die hohen geistlichen die durchwegsöhne namhafter Adels Familien waren aus den Bauern
- herausgeschunden hatten führten sie ein verschwenderisches und ausschweifen des Lebens kleine Könige und nicht eigentlich durch Gelübde zu Armut und
- Keuschheit verpflichtet Drogen sündhaft teurer herrlich mit Goldfäden bestickte Brokat Gewänder aßen viele gängige Delikatessen Menüs aus Gold und
- Silbergeschirr betranken sich an teuren Weinen gaben Kunstwerken Auftrag und hielten sich auf deinen Haaren von Prostituierten
- das Pfeifer henssline das den zu ihm kommenden geduldig zuhörte bekam immer neue erschütternden Geschichten davon zu hören wie die Pfaffen die armen Leute
- beraubten betrogen und demütigten seine Reden gegen die Priester und Mönche wurden immer schärfer er forderte dass sie ein Dach über dem Kopf Essen und
- warme Kleider bekommen sollten aber nicht mehr und dass sie dafür arbeiten sollten wie jeder andere am Ende sollten alle Menschen von allen gleich viel
- haben in seiner Anhänger verehrten jetzt werden heiligen Propheten und sie sagen gemeinsam den Koral wir wollen es Gott im Himmel klagen
- dass wir die Pfaffen nicht tot sondern schlagen dazu konnte der Fürst Bischof nicht mehr untätig zuschauen er schickte Spitzel
- unter die Anhänger des heiligen Jünglings wie er jetzt genannt wurde und erfuhr dass er alle Männer im Juli 1476 dazu aufrief sich bewaffnet bei ihm zu
- versammeln und ihre Frauen und Kinder nach Hause zu schicken um zu hören was die heilige Jungfrau ihnen zu tun Befehle das wollte der Bischof lieber
- nicht abwarten stattdessen schickt er in der Nacht zum 12 juli ein Trupp bewaffneter Reiter an das Lager des Pfeifer hänsleins ließen festnehmen und
- die auf einen Berg über Würzburg drohende Fürst bischöfliche Festung Marienberg in den Kerker werfen ein großer Teil der Anhänger des
- heiligen Jünglings zerstreute sich am nächsten Tag niedergeschlagen ihre Dörfer aber 16.000 zogen mit Sensen Hexen Keulen und Messern in der Hand
- Richtung Würzburg und ihren Propheten notfalls mit Gewalt zu befreien am Fuß der Festung angekommen Ritter bischöfliche Marschall Georg von
- gelb-sattel zu ihnen herab womit ihn zu reden stellte sich dabei was so ungeschickt an dass die Bauern wütend wurden und Steine nach ihm warfen über
- die Köpfe der Bauern hinweg einige da gibt Sattel flüchtete zurück in die Festung und der Bischof fließt über die Köpfe der Bauern hinweg einige
- Kanonenkugeln dann schickt er einen weiteren Ritter hinunter den diplomatischer auftretenden Konrad von Hutten er redete den Bauern
- begütigen zu versicherte dass die Sache Hans böheims gewissenhaft geprüft werde und ihm nichts geschehe wenn er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen
- die Bauern sollten doch lieber friedlich nach Hause gehen dann wäre ja Aufruhr vergeben und vergessen sein schließlich sei doch auch gerade heuer Ernte und
- würden sie auf ihren Höfen gebraucht das überzeugte sie und sie erklärten sie schließlich bereit umzukehren und nach Hause zu gehen aber das alles war nur
- eine Finte des Bischofs und sobald der riesige Bauernhaufen sich in lauter isolierte kleine Grüppchen aufgelöst hatte ließ er seine Panzerreiter aus
- schwärmen die die einzelnen Häufchen rasch einholten hunderte tot schlugen hunderte weitere mit Stricken gefesselt auf die Festung abführten es sollte ein
- examples statuiert werden was mit Bauern passierte die sich anmaßen ihre von Gott gegebene Obrigkeit in Frage zu stellen dem heiligen Pfeifer hänslein war kein
- so schneller tot vergönnt eine Woche nach seiner Festnahme zerrte man ihn bei Sonnenaufgang aus dem Kerker brachte ihn auf eine Wiese außerhalb der Festung und
- richtete jemand Scheiterhaufen auf in dessen flammende langsamer steckte hoch oben auf dem Berg damit man den Rauch weit hinein da sehen können
- die Ordnung war fürs erste wiederhergestellt im Würzburger Land aber unter der Oberfläche gärte es weiter und bald zeigte sich dass das
- traurige Schicksal des Pfeifer hensslers nur ein erstes Wetterleuchten neuer Ausbrüche noch ganz andere Dimensionen war
- eine solche soziale Protestbewegung die 10.000 auf die Beine brachte kam nicht das heiterem Himmel im Laufe des Spätmittelalters hatten sich die
- sozialen Konflikte in Deutschland so zugespitzt dass viele Zeitgenossen spürten es müsste irgendeine Explosion irgendeine große Umwälzung kommen was
- ich anfangs in religiösen und esoterischen Formen ausdrückte in apokalyptischen Visionen und dunklen Prophezeiungen darüber dass das Unterste
- zuoberst gekehrt und bald alles anders würde wie war dieses Land wie waren die sozialen und politischen Verhältnisse in
- ihm geschaffen ein Staat Deutschland im modernen Sinne des Wortes gab es nicht das heutige Deutschland bildete den Kern
- des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen das nach heutigen Grenzen neben Deutschland noch die Niederlande Belgien Luxemburg Ostfrankreich und die Provence
- die Schweiz Norditalien Slowenien Österreich Tschechien und den Westen Polens umfasste viele dieser Gebiete gehörten um 1500
- aber nur noch formell zum Reich und warnen Wirklichkeit völlig unabhängig von ihm geworden und so war die Macht der deutschen Kaiser über Italien schon
- im 13 jahrhundert erloschen und im 14 Jahrhundert entstand die Schweiz als Staatenbund einiger Stadt und bauernstaaten die mit der Reichspolitik
- gar nichts mehr zu schaffen hatten sich im 15 Jahrhundert beträchtlich Aussehen auch die Zugehörigkeit der Provence zum Reich bei reinformeller Natur auch wenn
- noch 1365 Kaiser Karl der vierte in Aal gekrönt wurde 1481 schied die Provence danach offiziell aus dem Reich aus und kamen
- Frankreich aber auch in seinen deutschsprachigen Kerngebieten war dieses Gebilde weit von einem modernen Nationalstaat entfernt an
- seiner Spitze stand ein Kaiser dessen Amt nicht vererbt wurde sondern den nach den Bestimmungen der goldenen wohler von 1346 die sieben Kurfürsten wählten der
- Erzbischof von Trier der Erzbischof von Köln der König von Böhmen der Pfalzgraf bei Rhein der Herzog von Sachsen der Markgraf von Brandenburg und der
- Erzbischof von Mainz theoretisch konnten diese Kurfürsten jeden Adligen zum Kaiser wählen tatsächlich aber wurde seit 1438 bis zum
- Ende des Reiches fast immer der Kandidat der Adels Dynastie Habsburg gewählt die das größte Territorium aller deutschen Fürstenhäuser besaß
- im Gegensatz zu späteren Zeiten wo das reicht de facto an habsburgischer Erbmonarchie und die Wahl eine reine Zeremonie geworden war war dieses
- Vorrecht der Habsburger an der Wende vom 15 zum 16 Jahrhundert aber noch nicht selbstverständlich noch Karl der fünfte der mächtigste aller Habsburger Kaiser
- musste 1519 ungeheure Bestechungsgelder an die Kurfürsten zahlen um gewählt zu werden die eigentliche machbasis Karls der
- gleichzeitig König von Spanien war lag aber außerhalb des Reiches in Spanien dem von Spanien annektierten Königreichen Neapel und den riesigen
- spanischen Eroberungen in Mittel und Südamerika die elternbesitzung der Habsburger in Deutschland die den Großteil des heutigen Österreich sowie
- ein paar verstreute gebietsfetzen in Südwestdeutschland umfassten wirken dagegen wie ein provinzielles Anhängsel das Karl der kaum deutschsprache nur
- seltenen Reich war von seinem Bruder Ferdinand verwalten trotz des hochtrabenden Titels waren die Macht Befugnisse der römisch-deutschen
- Kaiser im Reich sehr begrenzt unumschränk daher war nur in seiner Hausmacht das heißt in Territorien seiner Familien Dynastie der Rest des
- reichers bestand das hunderten mittleren kleinen und sehr kleinen Territorien denn sogenannten Reichsständen die auf ihrem Gebiet weitgehend tun und lassen
- konnten was sie wollten und zwischen der denen der Kaiser erst eine Art Moderator der das unumschränkte Herrscher auftrat das Reich bot ein Gewissen gemeinsam
- Rechtsraum es gab einen gemeinsamen Obersten Gerichtshof des reichers und ein paar weitere Reichsbehörden aber ein Beschluss des Reichs kammergerichtes war
- gegen ein Fürsten nur durchsetzbar wenn der Kaiser mit den Mitteln seiner Haus macht oder ein anderer mächtiger Reich führst bereit waren jedoch durchzusetzen
- so etwas wie eine gemeinsame Polizei oder eine gemeinsame Armee gab es nämlich nicht allenfalls konnte beim Angriff von außen
- ein zeitlich begrenztes Reichs aufgebaut aufgestellt werden das aber meistens militärisch bedeutungslos blieb Krieg ob untereinander oder gegen
- auswerte gestarten führten die einzelnen Fürsten mit ihren eigenen Armeen und nicht das Reich insgesamt
- kreisständer trafen sich regelmässig auf den Reichstagen um unter Vorsitz des Kaisers über die Politik im Reich zu diskutieren aber dabei handelt es sich
- eher um eine fürstenkonferenz als um eine Regierung ein bisschen Ähnlichkeit hat er dieses ganze Gebilde mit der heutigen EU auch wenn von
- wirtschaftlicher Einigung spätmittelalterlichen Deutschland keine Spur war in jedem Fürstentum galten andere Maße und Gewichtseinheiten wurden
- andere Münzen geprägt und Zölle musste man nicht nur bei der Reise von einem Fürstentum in ein anderes sondern oft auch mehrmals innerhalb eines einzigen
- Fürstentums zahlen anders als beispielsweise in Frankreich England oder Spanien wo der König im Laufe des Mittelalters gegenüber den
- regionalen Fürsten immer mächtiger geworden war und das um 1500 schon eine Art zentral verwalteten modern stark gab war die Macht der deutschen Kaiser
- gegenüber den Fürsten immer schwächer geworden um am Ende und am Ende des Mittelalters waren die deutschen Fürstentümer fast schon unabhängige
- Staaten die dem Kaiser nur noch auf dem Papier unterstanden es würde jetzt zu weit führen lange zur erörtern warum die Entwicklung in
- Deutschland ein entgegengesetzten Verlauf wie in Westeuropa genommen hat aber bedeutend waren dafür beispielsweise die Überdehnung des
- Reiches durch den immer wiederholten Versuch Italien der Gewalt der Kaiser zu halten und die kaiserlose Zeit des 13 jahrhunderts als das Reich erst mit
- Friedrich dem zweiten einen Kaiser hatte der nie in Deutschland anwesend war und stattdessen in Sizilien einen kleinen musterstaat aufbaut und dann Jahrzehnte
- lang gar keine anerkannten Kaiser mehr so dass die Adligen ihre Macht massiv ausbauen konnten das wahlkaisertum das dem
- kontinuierlichen Aufbau einer zentralen Macht schwieriger macht als beispielsweise in Frankreich wo die Dynastie der kapitinger über viele
- Generationen hinweg gerne immer größere Hausmacht anhäufen konnte die mit dem Zentralstaat identisch waren mit diesem langsam das Übergewicht über alle
- regional Fürsten gab als der deutsche Kaisertitel dann für die Habsburger praktisch erblich wurde war die Macht der deutschen territorial
- Fürsten schon so befestigt dass sie das Reich trotz ihrer starken Hausmacht nicht mehr wesentlich zentralisieren konnten allerdings haben die Habsburger
- in den nächsten anderthalb Jahrhunderten noch zwei große erfolglose Versuche unternommen Deutschland doch noch ein iPhone Wien aus verwalteten modernen
- Zentralstaat zu verwandeln erst im Schmalkaldischen Krieg und dann noch einmal im 30-jährigen Krieg die hunderten Reichsstände aus denen
- sich dieses Heilige Römische Reich Deutscher Nationen nun zusammensetzte lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen unterteilen
- erstens gab es von Adligen beherrschte Fürstentümer vom großen und relativ mächtigen Herzogtum bis hin zur winzigen Grafschaft die kaum aus mehr als ein
- paar Burgen und Dörfern bestand innerhalb dieser Fürstentümer gab es noch einmal eine Menge kleinere Adliger die Ritter die ihren Fürsten
- lebenspflichtig waren das heißt sie hatten zwar ein kleines eigenes Gebiet dessen Bauern ihre Leibeigenen oder zinspflichtigen war aber sie mussten ein
- Teil ihrer Einnahmen an den Fürsten abtreten ihm im Kriegsfall als berittene Soldaten dienen und es ist eine Gesetzgebung fügen im Laufe des
- Spätmittelalters waren die Ritter gegenüber ihren Fürsten in einer immer schwächere Position geraten und kaum noch mehr als ihre lokalen Stadthalter
- zweitens gab es geistliche Fürstentümer in denen der Bischof oder der ab deines reichen Klosters gleichzeitig weltlicher Herrscher war
- wie oben erwähnt waren drei dieser Fürst Bischöfe sogar Kurfürsten die den Kaiser wählen konnten diese geistlichen Fürsten stammten Durchblick aus bedeutenden
- Adelsfamilien und lebten eher wie Herzöge denn das Priester mit Theologie hatten die meisten von ihnen herzlich wenig zu tun stattdessen traten sie es
- Kriegsherren auf hatten einen eindrucksvollen Hofstaat und führten ein verschwenderisches leben ja in der Regel waren die geistlichen
- Fürsten reicher und Lanz voller als die weltlichen denn das geistliche Herren konnten sie den Bauern nicht nur die normalen Steuern und Abgaben abreisen
- sondern dazu noch den Kirchen sehenden auch konnten da sie keine ehrlichen Erbberechtigten Kinder haben konnten ohne ehrliche dafür umso mehr ihre
- Länder nicht zersplittern wie bei den weltlichen Fürsten die ihr Land oft unter mehreren Söhnen aufhalten schließlich konnten sie durch Sünden
- ablässern ähnliches noch mehr Geld dabei schaffen auch den geistlichen Fürsten unterstanden lehnspflichtige kleinere Adliger
- drittens gab es die freien reichsstätte praktisch statt Republiken die nur den Kaiser unterstanden das heißt unabhängig war
- die Bürger hatten sich diese Freiheit gegen Adlige und Bischöfe oft im jahrhundertelang harten Klassenkämpfen erringen müssen und folglich gab es die
- meisten freien reißstätte dort wo sich das spätmittelalterliche Bürgertum am stärksten entwickelt hatte nämlich in Süddeutschland besonders im heutigen
- Baden-Württemberg und Bayern in dieser Stadtrepubliken waren keine Demokratien sondern wurden beherrscht von einem Rad der sich nur aus den aller
- reichsten Bürgerfamilien der Stadt zusammensetzte während die Handwerksgesellen die kleinen Kaufleute die städtischen Armen und die Bauern der
- Umgebung in der Regel kein politisches Mitspracherecht hatten in vielen freien Reichsstädten gab es ein inneren Rat der aus den elitärsten
- Patrizierfamilien gebildet wurde und dann äußeren Rat der vor allem aus den auch schon wohlhabenden Handwerksmeister und ähnlichen bestand
- [Musik] die freien reisstätte waren die Zentren des aufblühenden handelskapitalismus das
- Finanzwesens des Handwerks und dank des in ihnen herrschenden freien geistigen Klimas von Kunst und Kultur dementsprechend waren fast alle der
- größeren Städte des Reiches freie reichsstätte während sich die fürstlichen Landstädte nur kümmerlich entwickelten
- die Bevölkerung Deutschlands hatte sich im Laufe des 15 jahrhunderts erst langsam von der furchtbaren Pest Epidemie von 1347 bis 49 wobei ein
- Drittel der Bevölkerung Europas gestorben war erholt und Betrug um 1500 etwa 12 Millionen italien hatte damals rund 10 Millionen
- Einwohner Frankreich etwa 16 Millionen und England lediglich 4 Millionen nur eine kleine Minderheit lebten und nach modernen Maßstäben waren diese
- Städte allesamt sehr klein oft eher ummauerte Dörfer anders als im zentralisierten Frankreich und England wo es einer das ganze Land
- beherrschende große Metropole gab Paris hatte damals immerhin schon 200.000 Einwohner London 125000 hat er sich zersplitterten Deutschen Reich keine
- Hauptstadt oder dominante Metropole gebildet Wien die Hauptstadt der habsburgischen Ländereien im Reich waren
- Regionalzentrum von kaum 10.000 Einwohner die größten Städte waren Köln Prag und Nürnberg mit jeweils etwa 40.000 Einwohnern ein zwei Dutzend
- weitere Städte erreichten 10.000 bis 30.000 Einwohnern waren damit regionale Zentren aber man darf sich das Leben in diesen Städten nicht wie in einem
- heutigen Provinz Städtchen gleicher Einwohnerzahl vorstellen eine 30 oder 40.000 Einwohner Stadt ist heute nichts Besonderes damals hingegen
- war sie der Mittelpunkt einer ganzen Region die Bauern des Umlandes strömten dorthin um ihre Abgaben zu leisten oder Obst und Gemüse zu verkaufen die Adligen
- der Region kam dorthin um ihr Geld zu verprassen Studenten aus ganz Europa kamen die überall entstehenden neuen Universitäten Handwerkern Künstler
- eröffneten dort ihre Werkstätten Kaufleute aus dem ganzen Reich stellten ihre Waren aus entwurzelte aus den Dörfern Bettler
- Straßenmusikanten Tagelöhner Prostituierte gingen in die Städte und ein paar Krümel vom wachsenden Wohlstand des städtischen Bürgertums aufzufangen
- dazu waren die Städte äußerst dicht besiedelt die Straßen entsprechend voller Leben die größeren der freien reißstätte Süd-
- und Mitteldeutschlands hatten eine durchaus großstädtische Atmosphäre in diesen Städten hat es im Verlauf des Mittelalters eine neue Klasse Gebilde
- die immer mächtiger wurde und sich inzwischen oft gegen Adel und kläres durchsetzen konnte das Bürgertum und mit ihm die kapitalistische Wirtschaft
- Industriekapitalismus gab es noch nicht sondern erst Handels und Finanzkapitalismus sowie in bescheidenem Umfang Anfänger von Manufakturen
- Verlagswesen vorherrschen waren kapitalistische Wirtschaftsformen und moderne Geldwirtschaft nur in den verstreuten
- städtischen Inseln während die Bäuerinnen auf dem Land einen großen Teil ihrer Erzeugnisse ohne Gegenleistungen Adel und leeres abgeben
- und dann Großteil des Rest das wäre eigene Ernährung das Saatgut verwenden mussten verkaufen konnten sie nur kleine Ernte
- Überschüsse hatten somit nur wenig Geld kauften oder verkauften wenig und haben nur geringen Anteil an sich bildenden kapitalistischen Wirtschaftsformen
- proletarierin im modernen Sinne also lohnabhängig beschäftigte die nichts außer ihrer eigenen Arbeitskraft verkaufen konnten und gar keine eigenen
- Produktionsmittel besaßen gab es im spätmittelalterlichen Deutschland zwar durchaus schon aber sie waren noch eine sehr kleine Gruppe in einigen
- städtischen Erwerbszweigen vor allem aber im Bergbau der damals in Deutschland höher entwickelt war es irgendwo auf der Welt in den Bergwerken
- Mitteldeutschlands sehen wir schon um 1500 kapitalistische Unternehmer die Arbeiter beschäftigen die ausschließlich als Lohnarbeiter lebten und sich nicht
- nur ein Zubrot verdienten wie viele Bauern die ein paar Monate pro Jahr als Hilfsarbeitern die Stadt gehen
- innerhalb des Bürgertums gab es große sozialen ökonomische Unterschiede da gab es zum einen die schwerreichen Patrizierfamilien die großen Bankiers
- und großkauf Leute die wie die fuggeren Welser in Augsburg und Nürnberg riesige Vermögen anhäuften und einen reichsstätten wie urbane Fürsten
- auftragen die Fugger hatten 1519 Karl dem fünften die von Ihm zur Kaiserwahl benötigten enorm Bestechungsgelder geliehen und sich damit quasi ihren
- eigenen Kaiser gekauft der ihnen politischen Angelegenheiten immer wohlwollend Beistand in Augsburg nahmen die fuga eine
- ähnliche Stellung ein Bizer gleichen Zeit die Medici in der Stadtrepublik Florenz offiziell nur eine Bürgerfamilie unter
- anderem bestimmten sie tatsächlich das ganze Geschehen in der Republik sie trieben um die Sympathien der städtischen Armen zu gewinnen etwas
- paternalistische Sozialpolitik und Gründen mit der Augsburger Fuggerei die erste sozialwohnsiedlung Deutschlands in der arme für ein symbolisch geringen
- Mietpreis eine Wohnung bekam wie die Medici gaben sie große Summen aus Metzen für die Förderung von Kunst und Kultur aus und starteten Augsburg
- mit prachtvollen Renaissance Bauten Brunnen und Statuen aus und wie die Medici versuchten sie ihre inoffizielle herrscherstellungen eine offizielle
- umzuwarnung und erbliche Herzöge zu werden was ihnen im Gegensatz zuerst daran aber nicht gelang indem er den Vorgang konkurrierenden in
- Augsburg und Nürnberg ansässigen Welser besaßen im 16 Jahrhundert wenn er zu elas privatkolonie ihre Familie und verdienten enorme Summen mit dem Verkauf
- von Sklaven Gold Edelhölzern und Gewürzen aus ihrer Kolonie so wird er so wie mit ihren Zuckerplantagen in der Karibik und auf Madeira
- neben diesen international agierenden Millionen schweren großbürgern erschienen die Adligen wie bemitleidenswerte provinzielle arme
- Schlucker den größeren Teil des städtischen Bürgertums machten Handwerksmeister aus Waffenschmiede und kanonengießer Gold
- und Silberschmiede Graveure Uhrmacher Schneider Bildhauer Maler und so weiter skulpturenmalerei wurden damals allgemein als Handwerk betrachtet
- sie waren in Zünften organisiert die nur eine strengen begrenzte Zahl zur Ausübung eines Handwerks auf einem Gebiet eine Reichsstadt zu lesen sie
- damit vor Konkurrenz schützen die Preise hochhielten und garantierten dass jemand der es mal zum Handwerksmeister gebracht hat das ein ganzes Leben lang ein
- wohlhabenderman gesichert der sozialer Stellung bleibt mit dem Wachstum der Städte und dem rasch zunehmenden Reichtum der Stadt
- Bevölkerung waren die Handwerkern Kunsthandwerker immer vielfältiger und raffinierter geworden und wer das Geld dazu hatte konnte sich einen Städten mit
- immer schöneren und immer kunstvolleren Luxusartikeln eindecken schließlich gab es die aufkommenden modernen freien Berufe Ärzte Anwälte
- Professoren Verleger und Buchhändler in Ansätzen auch schon so etwas wie moderne intellektueller in Ulrich von Hutten werden wir noch ein prominenten Beispiel
- begegnen und dann war da noch das zahlreiche städtische Kleinbürgertum beispielsweise Handwerksgesellen Kneipen und
- herbergswerte oder Bordellbetreiber die Prostitution war im späten Mittelalter enorm verbreitet das für viele Mädchen das verarmten Bauern Familien keine
- andere Einkommensmöglichkeit gab es nie statt zu gehen sich dort zu prostituieren trotz aller Unterschiede trotz aller oft
- heftigen Konflikte zwischen patrizien einerseits Mittel und Kleinbürgern andererseits besaß dieses Bürgertum ein gemeinsames Standesbewusstsein dass ich
- im Konflikt mit Adel und Klerus entwickelte die gierig auf die blühenden freien reichsstätte schielten sie sich mit ihren sprudelnden Einnahmequellen
- untertan machen wollten wo das gelangen selten sie sich übrigens den Arzt auf dem sie saßen schnell selbst ab denn unter der fürstlichen
- Willkür Wirtschaft verödeten die Handelsstädte rasch wieder durch das Geld dieses wachsenden Bürgertums dass ich als kulturell
- führende klasse in Szene setzte während bisher fast nur die Kirche Aufträge an Künstler vergeben hatte gedient Kunst und Kultur im Deutschland das 15 und
- späten 16,15 und 16 Jahrhundert überreichlich die Spätgotik erlebt ein herrliche Spätblüte die Zentren dieser kulturellen Blüte waren Veran Schwaben
- und Franken kaum ein größeres Dorf dieser Gegenden indem man nicht noch heute eine der wundervollen spätgotischen Kirchen des 15 und 16
- Jahrhundert sieht mit ihren reich geschmückten Portalen und filigranen Türen denn komplexen Netz und sternengewölben im Inneren mit schönen
- Wandmalereien bunten Glasfenstern kunstvollen heiligen Figuren und dann einen Wänden den grabmelden Denkmälern der Bürger und Ritter dagegen
- in den reichen handelsstätten baute das wohlhabende Bürgertum auf eigene Kosten neue großkirch nach dem letzten Stand von Technik und Kunst um demonstrativ zu
- zeigen wer hier den Ton angab einige davon wie das im späten 14 Jahrhundert begonnene Ulmer Münster stellten ihren Dimensionen die Karte
- dralen der Bischöfe in den Schatten während die frühen hochgurtet erst mit 100-jähriger Verspätung aus Frankreich nach Deutschland gekommen und nur
- zögerlich angenommen wurde entwickelten sich in der Spätgotik jetzt spezifische deutsche regionalspiele und die süddeutschen Hallenkirchen des 14 und 15
- jahrhunderts gehören zum Schönsten was die gotische Kunst überhaupt geschaffen hat auch Malerei und bildhauereinnahmen jetzt ein ungeheuren Aufschwung und die
- städtischen Ateliers produzierten Gemälde und Skulpturen in einer bisher unbekannten Menge bis heute sind die regionalen Museen Süd und
- Mitteldeutschlands Österreichs und der Schweiz voll von den heiligen Figuren und Tafel gemelden der Zeit von etwa 1420 bis 1530
- und obwohl sie von teils dutzenden Gesellen in einer Werkstatt und unter Anleitung des Meisters hergestellt Massenprodukte wurden weil ihr
- künstlerisches Niveau und durchweg sehr hoch Würzburg Nürnberg Augsburg
- auch luxuskleidung Goldschmiede Arbeiten Möbel Teppiche und teures Geschirr erreichen immer höheres Niveau und je nach zahlreichenden Museen ausgestelltem
- goldenen und silbernen prunkbecher Pokale Prunk Uhren und so weiter aus den Werkstätten von Nürnberg Augsburg und Ulm sind wahre Kunstwerke
- in der Literatur werden erstmals deutschsprachige Texte in großer Zahl vertrieben Gedichte Schwenker und volkstümliche Vers Romane aber auch
- schöne Liedersammlungen mit Text und Melodien Notenschrift in der 1452 von Johannes Gutenberg in Mainz erfundene Buchdruck mit
- beweglichen Lettern breitete sich rascher aus und im 16 Jahrhundert wurden in Deutschland schon etwa 100.000 Hitler aufgelegt die meisten davon in Deutsch
- und nicht mehr auf Latein abgesehen von Norditalien gab es nirgends mehr Verlage Druckereien und Buchhandlungen als in Deutschland es war
- jetzt wirklich Flugschriften zur aktuellen politischen Themen und sogar schon eine Art regelmäßiger Zeitung herauszugeben der eine den ganzen
- deutschen Sprache umfassende öffentliche Meinung schufen und seiner enorm Politisierung der Bevölkerung führten was für die reformationenden Bauernkrieg
- entscheidend werden sollte in jedem Dorf gab es jemanden der lesen konnte und den anderen die neuen Flugschriften und Broschüren vorlassen und noch im
- abgelegensten Dorf diskutierten die Bäuerinnen jetzt über Politik und Religion neben diesem Aufschwung des Bürgertums
- befanden sich die meisten Adligen und geistlichen auf einem absteigenden Ast zwar konnten sich einige Dutzend bedeutende regional Fürsten auf Kosten
- der kaiserlichen Macht konsolidieren und auf ihren Territorium an zentralisierten Staaten zunehmend modern Zügen aufbauen aber das implizierte die fortschreitende
- Entmachtung der Ihnen als basalen unterstehenden Ritter und kleinen Grafen die Fürsten versuchten die kleinen Reichs unmittelbaren Ritter und
- Grafschaften das heißt wir alle das heißt die eigene Reichsstände waren zu schlucken und die schon als basalen auf ihrem Gebiet befindlichen zu ihren
- lokalen Beamten zu degradieren viele Ritter und kleine Grafen hassten die großen Fürsten ihre alte Freiheit beschnitten und sie ins Korsett der
- strengenden Ordnung des modernen Staates hineinzwingen wollten ein prominentes Beispiel für diesen Typus von Ritter der von der guten alten
- Zeit träumt als sie noch raue keinem aus dem Kaiser verantwortliche Herren waren die sich nach Herzenslust befinden durften und war Götz von Berlichingen
- deren Bauern Krieg noch eine Rolle spielen wird und uns seine farbige Autobiografie hinterlassen hat aber es brauchte gar nicht erst die
- Fürsten um diese kleinen Adligen herunterzubringen im Spätmittelalter ging es mit den ökonomisch sowieso steilberger ab das hatte verschiedene
- Gründe zum einen erforderte der technische Fortschritt im Kriegswesen enorme extra Ausgaben im Zeitalter von Büchsen und Kanonen mussten die Ritter
- die Befestigungen ihrer Burgen extrem verstärken wenn sie noch irgendeinen militärischen Wert haben sollten auch ihre Körperpanzerung musste
- drastisch verstärkt werden um noch etwas Schutz vor Kugeln zu bieten während die Ritter im Hochmittelalter kaum mehr als ein Helm ein leichtes Kettenhemden
- lederarms zu ihrem Schutz getragen hatten so mussten die Ritter des 15 und 16 Jahrhunderts ihren ganzen Körper und auf den ihrer Pferde mit massiven
- Stahlplatten ummantel die diese unbeweglich machen dass sie beim Sturz von ihrem Pferd hilflos waren wie auf dem Rücken liegende Käfer dieser
- martialisch aussehenden ganzkörper Panzer dieser Zeit sind heute noch Blickfang auf der Öffentlichkeit geöffnet und Schlössern und den Museen
- aber sie zeigen den Untergang des Rittertums an und nicht seine Blüte das alles kostet es sehr sehr viel Geld bei Einnahmen die nicht wesentlich
- liegen die neue militärische Situation bedeutet auch eine rapiden prestigeverlusterritter während die
- Adligen Reiters früher sich als Elite fühlten die Könige des Schlachtfeldes war so konnten sie jetzt jeder Fuß knappe aus einem Badem Bauern Aufgebot
- mit einer Büchse oder Armbrust und ohne besonderen militärische Ausbildung leicht niederschießen weswegen die Armbrust auch aus unritterliche Waffe
- verpönt war die aus den Rätern gebildetes schwere Reiterei entschied um 1500 zwar immer noch die meisten Schlachten aber ihre
- Bedeutung beim Sinken begriffen und es kam vor das reine infanteriehere wie die der schweizerischen Eidgenossen berittener Adels Heere vernichten
- schlugen die Ritter verloren somit ihren eigentlichen militärischen Existenzgrund zu alledem kam das vor ihren vor ihren Augen stehende Beispiel der im Luxus
- schwelgenen städtischen Großbürger die ausgedehnten neuen Luxusindustrie was irgendein städtischer Bankier oder Kaufmann in seinem stadtpares ich
- leisten konnte das musste der standesbewusste Ritter der verächtlich auf den städtischen Krämer herabblickte erst recht haben nur der städtische
- Krämer konnte sich das leisten der auf seiner Burg sitzende Ritter meistens nicht mehr und so verschuldete er sich über beide Ohren beim städtischen
- Bankhäusern um sich auch zeigen Gewänder Gold und Silbergeschirr Elfenbein Statue hätten silberne Uhren und in vor der prunkwaffen mit golddeko zu kaufen all
- diese verlockenden schönen Dinge diesen frühen Hochmittelalter noch kaum gegeben hatte um Ihre finanzielle Situation noch
- irgendwie einen Griff zu bekommen mussten die Ritter immer neue Steuern und Sonderabgaben erfinden die ihre Bäuerin in zahlen sollten oft warfen sie
- sie auch unter irgendeinem vorwandenden Kerker und zwang dann seine Familie in gegen ein schweres Lösegeld frei zu kaufen
- denn Handel Hemden sie durch immer neue Zölle für durch ihr Gebiet ziehende Kaufleute und macht da noch ein paar goldenen mehr herauszupressen
- viele Ritter wurden als Raubritter auch einfach ganz ordinäre Straßenräuber die davon lebten mit der Waffe in der Hand Reisen auf den Landstraßen auszuplündern
- und die von ihren Burgen aus ganze Regionen tyrannisierten auch das federwesen also der kleine Privatkrieg gegen andere Ritter oder
- gegen reichsstätte nahmen 15 Jahrhundert massiv zu und der irgendeinem albern Vorwand wurde ein rechtssta Rechtsstreit mit einer der wohlhabenden Städte der
- Gegend konstruiert und der Ritter zog dann mit einer scharan gewordene Söldner durch ihr Gebiet um sich seine Recht zu verschaffen indem er ihre Händler und
- Bauern ausraubte und die Ritter wurden auf deine Richter gelangtage und unter den städtischen patrizieren war die Ehrfurcht vor dem Adels so geschwunden
- dass es sie erst Gesindel betrachteten sie gerne das gewöhnliche Verbrecher festgenommen und aufgehängt hätten dazu trug auch die notorische
- Unfähigkeit der kleinen Adligen Ball mit Geld umzugehen was sie zu schlechten unzuverlässigen Schuldner machte das geliehene Geld investierten sie nicht
- sondern verprassten das meistens für Luxusausgaben und wenn das Geld wieder ausging betteln sie im neuen Kredit zogen auf Raubzug oder quetschen ihre
- Bauern dann noch ein bisschen mehr aus schließlich sank die Stellung der Ritter auch dadurch dass ihre Fürsten sie nun kaum noch als Berater und Hofbeamter an
- sich heranzgezogen das Erledigen jetzt bürgerliche Fachleute die an einer der neuen Universitäten studiert hatten wozu sich kaum ein Ritter hier gab
- mochte er noch so stolz auftreten es zeichnete sich ab dass die Gesellschaft wenn sie sich weiterentwickeln wollte dieses Gespür zu dem der kleine Adel
- geworden war los werden musste die Landesfürsten an diesen schon strenger Feder Verbote um den ritterlichen Unwesen Schranken zu setzen
- unterdessen litten die Bäuerinnen die ja die überwältigende Bevölkerung Mehrheit bilden sowohl einen aufsteigenden mit den absteigenden Kräften der
- Gesellschaft obwohl durch modernere Flüge und rationellere Feldwirtschaft bewirtschaft und die landwirtschaftliche Produktivität im Spätmittelalter
- erheblich gestiegen war ging es dann meistens Bäuerin immer schlechter und von allen Seiten wurden sie intensiver schreibt und ausgenommen
- zunächst mussten sie Reichssteuern an die kaiserliche Gewalt zahlen dann mussten sie den Kirchen zehnten an die Geistlichen leisten und in
- unentgeltlicher erheblichen Teil ihrer Ernte abgeben dann kam die Steuern an den Landesfürsten der für den Aufbau des modernen Staates mit einer wachsenden
- Bürokratie sowie für ein repräsentativen Hofstaat immer mehr Geld brauchte schließlich die auspreisung durch ihren lokalen Herren deren geldnödel oben
- geschildert sind überall in Deutschland nahm die Steuern Abgabenlast der Bäuerin im 15 und frühen 16 Jahrhundert dramatisch zu sodass sie
- oft in den fruchtbarsten Landstrichen hungerlebten und gerade genug zum Überleben haben in schlechten Jahren vom Hungertod bedroht waren
- noch dazu mussten sie ja nicht nur Steuern und Abgaben leisten mussten sie es nicht nur hinnehmen dass ihr Herr sich beim Tod eines Familienvaters
- ungeniert das Haupt oder alleine Erbe einsetzte und der Familie den Besitz des Verstorbenen Vietnam mussten sie nicht nur immer neue sondergelder Zahlen
- Sondersteuern für die Hochzeit für die drogenbesteigung eines neuen Fürsten und für 100 andere Gelegenheiten nicht nur mussten siehst dulden dass ihre Herren
- sie mit gefälschten Gewichten betrogen noch mehr Abnahmen also ihn durch die horrenden Abgaben lassen ohnehin schon Schulden nein sie mussten auch noch
- regelmäßig umsonst auf den Feldern ihre Herren schuften während ihrer eigenen Ernte vielleicht gerade auf arbeitende Hände wartete und nicht nur das so weit
- hat eine Adligen und geistlichen dir wie schon geschildert oft selbst feudalhern waren es getrieben dass die Bäuerin in jeden denkbaren knechtsdienstleisten
- mussten ohne Lohn natürlich Holzhacken Reparaturen durchführen Scheunen bauen Wege Graben in den herrschaftlichen gebäudenzen mehr noch
- als die materielle Bedrängnis nach dann Bäuerin auf der Verlust ihrer würde wenn sie willenloses Fieber behandelt wurden in einer kleinen Grafschaft bestandte
- Funke der das fast jeder aber Empörung zur Explosion brachte und darin dass eine verzogene Prinzessin in harter Arbeit ergraute Bauern dazu zwang an
- ihren seltenen freien Tagen in den Wald zu ziehen und dort auf dem Boden kriechen Schneckenhäuser für sich zusammen aus denen Sie Schmuck basteln
- wollte hier war die unsichtbare Linie überschritten bei der die Bauern sich sagten das lassen wir uns nicht mehr
- gefallen unter den Reichen Bürgern und Adligen wuchs die Verachtung für die Bauern in dem Maße wie sie sie mehr mehr Ausnahmen es erschien jetzt Sport
- Gedichte und Karikaturen auf die Bauern in denen sie so rohes tierhaft trieb gesteuertes gesehenen ausgelacht wurden und tatsächlich Sprachen die Adligen der
- Zeit über ihre Bauern durchweg wie über nutzt sie eher wie über Menschen wenn ein Bauernkrieg da rot lassen hat der Bauern mit solcher Macht wie eine
- Naturgewalt ausbrach so bekam die artigen und geistlichen nur die Quittung für ihr Verhalten und ihre Einstellung gegenüber den Bauern zuvor
- auch ihr rechtlicher Status verschlimmert dass ich im Spätmittelalter zunehmt hat es im Hochmittelalter noch sehr viele freie
- Bauern gegeben die eigenständige Grundbesitzer waren die keine Frondienste leisten und allen Fasern paar geringer Steuern zahlen mussten
- also kehrte diese Entwicklung sich im weiten Teilen Deutschlands im 15 16 Jahrhundert immer mehr um Bauern wurden wieder zu Leibeigenen oder höheren
- zinspflichtigen die sich von Leibeigenen nicht sehr unterschieden die Fürsten Bischöfe und Äbte erfanden immer neue Frondienste und fälschten oft
- sehr plump immer neue Urkunden die angeblich als alter Vergangenheit stand und ganz neue Dienste und Abgaben unter dem Hinweis verlangten dass das nur das
- alte hier gebracht der rechtzeit dass ihre Vorväter beachtet hätten die Bauern erinnerten sich wohl dass ihre Väter und Großvater noch viel weniger Dienste noch
- viel weniger Abgaben hatten leisten müssen als sie aber gegen so ein Stück Papier dass die Gesetzlichkeit des Ganzen verbürgt da waren sie machtlos
- sie konnten es nicht lesen und wenn doch wann sie die Nieren Schule besucht oder Geschichte gelernt hatten unfähig noch so grob schlechte gefälschung zu
- erkennen ihre Fürsten gerichtlich zu verklagen war für die höheringen der Regel unmöglich und wenn es doch einmal dazu
- kam entschieden die Gerichte zuverlässig nahezu immer zugunsten der Reichen und Mächtigen zumal die Bauern sich keine Anwälte leisten konnten während die
- Fürsten Bischöfe sich von ihrem römischen Recht geschulten Hof Juristen für jeden noch so dreiste Betrügereien eindrucksvolles juristisches Gutachten
- ihrem Sinne zusammenschreiben ließen so verloren immer mehr Bauern ihre früheren Freiheiten und einen lateinischen Urkunden der Zeit nennen
- die Chronisten aus dem Klöstern die ihnen unterstehenden Leibeigenen oft ganz treffend einfach servus gleich Slave in die Bauern fühlten den Betrug
- konnten sich aber nicht gegen ihn wehren und so war bei Ausbruch der Bauern auf Stein ihre erste Forderung immer die Wiederherstellung des alten Rechts vor
- den Adligen und geistlichen Übergriffen der letzten 50 bis 100 Jahre die geistlichen Herren triebens eher noch schlimmer als die Welt brechen hier
- war der Betrug noch dreister mit widerwärtigen pastoralen Moral sein tanzen übertünft wie die Ritter so verloren auch die
- Mönche und mittleren geistlichen mehr und mehr ihre soziale Funktion seitdem das städtische Bürgertum sie kulturell und intellektuell weit überflutet hatte
- und die Klöster ihre Funktion als einzige Städten höherer Bildung verloren stattdessen wurden die Klöster jetzt von nichts tun aus besseren Familien
- bewohnter Anstalten zur ausquetschung der arbeitenden Bevölkerung der Region die keinen nachvollziehbaren Sinn mehr hatten außer Geld Geld und noch mehr
- Geld für das Wohlleben der Mönche und Prälaten herbei zu schaffen die in offener Verhöhnung ihres armuts und keuschheitsglück des zechten und
- Trachten wie nur irgendein weltlicher Fürst der bäuerliche Hass auf die Mönche und Bischöfe waren der Regel noch viel
- stärker als gegen den Adel und in der ganzen populären Literatur des späten Mittelalters erscheinen Pfaffen fast ausnahmslosen was gehässige Karikaturen
- also Fresser Säufer Lügner Betrüger und Vergewaltiger vor denen man Frauen Kinder in Sicherheit bringen muss in den einfachen Leuten gepredigte Theologie
- war dabei recht schlicht seit ihrem Herrn immer Gehorsam und gibt vor allem fleißig das Geld heraus dass er von euch wünscht wenn ihr euer Seelen Heil retten
- und den Himmel kommen wollt was man nicht durch Abgaben aus ihm herauspressen konnte versuchte man durch Schüren von dumpfen aber glauben zu
- gewinnen das ablassunwesen kommt damals auf als man gegen schweres Geld von umherziehenden schillernde werberäden
- halten und Verkäufern Papierstücke kaufen konnte die am Verwandten Linderung seiner quaren im Fegefeuer bringen sollten das damit eingenommene
- Geld sehr viel Geld ging teils nach oben damit der Papst davon seinem privatkriege mit den italienischen Fürsten führen und sich einen neuen
- herrlichen Dom bauen konnte teils an die lokalen deutschen Bischöfe und Äbte die sich davon Brokat Gewänder exotische Gewürze und goldgeschirr leisteten auch
- der Verkauf gefälschter Reliquien und Massen produzierter wundertätige Heiligenbilder was sehr beliebt und besser die Kasse auf
- der Abscheu über diese Praktiken der Kirche was so allgemein dass er auch das Bürgertum erfasste und den Wunsch näherte die deutsche Kirche von Rom zu
- trennen und grundlegend zu reformieren sehr verschieden von den hohen prellaten waren die einfachen Dorfer die meistens sehr arm waren das alltägliche Leben und
- die Note einfachen Leute kannten mit ihnen Sympathie hatten sehr viele von ihnen schlossen sich den Sozialprotesten der Zeit an und wir werden noch sehen
- wie viele Anführern Ideologen das Bauernkrieges aus der niederen Geistlichkeit kam so geduldig die Bäuerin nach langen
- gewesen waren ihre Leidensfähigkeit erreicht am Beginn des 16 Jahrhunderts Grenzen überall Gerte es wuchs die Unzufriedenheit und der Widerstandsgeist
- der nur auf eine günstige Gelegenheit zum offenen Ausbruch wartete an solchen Gelegenheiten sollte es nicht mangeln
- zu den üblichen finanztricks der Fürsten zur Aufbesserung ihrer Kasse gehörte die massenhafte Prägung minderwertiger Münzen mit verringertem edelmetallgehalt
- die sie es vollwertig unter ihren Untertanen Umlauf brachten um so mit ihrer Schulden Weg zu inflationieren diese Praktiken führten zu regelmäßigen
- Staaten Teuerung die die Bauern hart trafen denn sie hatten ja kein regelmäßiges Geld Einkommen dass eine Inflation hätte angepasst werden können
- sondern mussten von einem kleinen Ersparnissen zern die sie durch den Verkauf ihrer Ernte Überschüsse im Vorjahr erzielt hatten und die nun rappt
- jeder an Wert verloren sofern sie überhaupt ein bisschen Geld zurücklegen konnten und die Abgaben Adel und leeres nicht gleich alles aufreißen
- Anfang der 1490er Jahre wüteten Mitteleuropa eine besonders schlimme Teuerungswelle die nicht nur ein heftigen bauernaufstandenden
- Niederlanden auslöste der vom Herzog von Sachsen militärisch niedergeschlagen wurde sondern gaben auch den Anstoß für den ersten Aufstandsversuch des
- berühmten Bundschuh Bundschuh die Bewegung hatte ihren Namen von den hohen Riemen schon die die Bauern trugen in Abgrenzung von
- Lederstiefeln der Ritter und wenn die Bewegung um das Pfeifer Henssler oder der holländische Bauernaufstand Massen Mobilisierung ohne klares politisches
- Bewusstsein ohne militärischen und organisatorischen Plan waren so der Bundschuh das genaue Gegenteil eine hochorganisierte disziplinierte
- Verschwörergruppe mit präzisen militärischen Planung und ausformulierten politischen Forderung aber ohne hinter ihm stehende Massen
- der Bundschuh trat erstmal 1493 im Umland der kleinen elsässischen Stadt schlägt Staat auf die meisten der Verschwörer waren Bauern
- aber es schlossen sich ihm nach städtische Arme an und sogar einige Stadtbürger und niedriger Adlige sympathisierten mit Ihnen
- die Forderungen die sie proklamieren wollten waren noch relativ gemäßigt und sollten das bestehende feudale Gesellschaftssystem nicht Umstürzen
- sondern nur seine schlimmsten Auswüchse beseitigen schuldeners abschaffungen einer Reihe besonders willkürlicher neuerer
- freudealabgaben Abschaffung der zuverlässig immer gegen die Armen entscheidenden Geistlichen und Reichsgerichte und stattdessen
- demokratisch gewählte Gerichte für jede Gemeinde Beschränkung der geistlichen auf ein Amt mit bescheidenem Einkommen es kam oft vor dass höhere geistliche
- zig verschiedene Ämter auf sich vereinigten und deren einkornamen einsprechen ohne ihre Amtspflichten tatsächlich zu beachten Bewilligung
- neuer Steuern und Abgaben durch die Gemeinden der Plan für die entfachung des Aufstandes in dem diese Forderungen
- durchgesetzt werden sollten war akribisch ausgearbeitet und sollte mit einem Angriff auf schlecht statt beginnen von wo ist die Bewegung sich im
- Land ausbreiten sollte aber trotz harter strafanderung gegen Verräter siegerten Nachrichten von den Vorbereitungen an die Behörden durch die sofort reagierten
- dutzende verschworene wurden verhaftet einige hingerichtet vielen das Abschrecken des mahnzeichen einige Finger abgehakt
- noch Jahre später kam es vor das Reisen dass ich einen schenken bei Männer mit fehlenden Fingern wunderten und die ortsansässigen in leise zuflüsterten das
- ist noch vom Bundschuh aber der Bundschuh von dessen führen viele ans Ausland fliehen konnten ließ sich von diesem Rückschlag nicht
- entmutigen und trat wenige Jahre später wieder auf dem Plan das Haupt der Bewegung war diesmal Joss Fritz aus dem Bistum Speyer an
- leibeigenerbauer des Bischofs der aber Lesen und Schreiben gelernt und sich mit den umlaufenden politischen und religiösen Reformen Ideen beschäftigt
- hatte als Söldner war der drückenden Engel des bäuerlichen Lebens sein kommt hatte einiges von der Welt gesehen und einen
- weiteren Horizont entwickelt dass es für einen Bauern der Zeit üblich war als er 1501 aus dem Militärdienst aussieht und seine Heimat zurückkehrte
- fand das Bistum Speyer in einem bedrückenden Zustand wieder eine solche die häufigen verheerenden Infektionskrankheiten die zahllosen
- durch Unterernährung schlimme Lebensbedingungen geschwächten bauernden Tod brachten wurden pauschale als Pest bezeichnet und eine die Ernte
- verderbende Dürer hatten das Land ins Elend gestürzt und der Bischof fließt trotzdem die erdrückenden Steuern und Abgaben erbarmungslos eintreiben
- wer nichts mehr zahlen konnte wurde einen Kerker gesteckt oder seiner verbliebenen Habe beraubt unter diesen Bedingungen nahm die Ideen
- von Joss Fred revolutionären Charakter an und der Plan den er den bauernden Dörfern entwarf ging viel weiter als die Forderung der ersten Bundschuh
- Verschwörung sein Programm war im wesentlichen dass der bürgerlichen Revolution wie sie viel später in England und Frankreich
- vollzogen wurde die Leibeigenschaft und höherigkeit der Bauern sollte vollständig abgeschafft werden alle Privilegien des Adels verschwinden damit
- die Kleinstaaterei in der hunderte Winkel Fürsten ihre Untertan schikanierten sollte verschwinden und Deutschland eine geeinte
- konstitutionelle Monarchie werden mit einem Kaiser an der Spitze dessen Macht Befugnisse von einer demokratisch gewählten Volksversammlung begrenzt
- werden die von den Bauern bearbeiteten Äcker sollten ihren Besitz übergehen und jeder frei über seine Arbeitskraft und seine
- Eigentum verfügen dürfen Wälder Wiesen und Gewässer sollten wieder Gemeineigentum aller werden die Geistlichen sollten wieder zu einfachen
- Priestern werden die jede politische Macht verlieren und nur ein für ihren Lebensunterhalt ausreichendes Gehalt bekommen sollten die fürstlichen Söldner
- Heere sollten aufgelöst und durch ein volksherr des Reiches ersetzt werden während viele unzufriedene Bauern sich noch Illusionen darüber hingaben dass
- man Adel und kleros durch gutes Zureden und das gesetzliche reformerischem Wege zur Aufgabe ihrer Privilegien bringen können was Fritz politisch
- Fortgeschrittene und erkannte das ist zur Realisierung dieser Forderung kein anderen Weg gab es dem der bewaffneten Revolution
- beim Aufbau seiner geheimen Organisation wurde Fritz von vielen Veteranen des ersten Bundschuh unterstützt und bald gab es eine ganzen Region lokale
- miteinander koordinierte Verschwörer zirke die offensichtlichen verschiedenen konspirationsgrade unterteilt waren ein inneren Kern der ganz Eingeweihten
- Führer des Aufstandes und ein größeren Kreis von Helferinnen und Sympathisanten wobei Fritz besonders die aus der ein starker Kasten getrennten Gesellschaft
- Ausgestoßener als Agenten Monster das städtische Lumpen producariat besonders aber die damals sehr zahlreichen Bettler Details zu uns ähnlich organisiert waren
- und von regionalen bettlerkönigin geleitet wurden mit diesen nun Schloss Fritz Bündnisse versprach ihn bei gelingen das
- Aufstandes hohe Geld Belohnung und brachte sie dafür dazu Nachrichten zwischen den verschiedenen Gruppen zu übermitteln und sich als Kundschafter im
- Land umzusehen im Frühjahr 1502 gehörten dem Geheimbund bereits nicht nur 7000 Männer sondern auch 400 Frauen an deren doppelt
- unterdrückten Status Fritz erkannt hatte und der sich darum bemühte sie zu politisieren auch 500 entlassene Söldner mit
- militärischer Erfahrung gehörten dem Boden da und sogar einige unter der wachsenden Macht dafürsten leidende Ritter wollten sich im anschließen wobei
- Fritz jedoch jeden ab wie es der noch selbst Leibe eigentlich hielt sein militärischer Plan war gut durchdacht
- erst sollten die Verschworenen die bischöfliche Festung Bruchsal im Handstreich einnehmen die dortigen Stadtsoldaten zum Anschluss bewegen und
- sich mit denen der Stadt lagernden Waffen ausrüsten dann sollten sie dann rein überqueren die Hauptstadt Speyer erobern von da aus das ganze Bistum oder
- ihre Kontrolle bringen denn Aufstand oder Mitwirkung der Veteran das ersten bundschuhens elsaßen die Markgrafschaft Baden tragen und wenn sie sich dort
- einmal konsolidiert hätten mit vereinten Kräften ganz Deutschland zur Revolution der eröffnungsschlag gegen Bruchsal sollte am 22 April 1502 erfolgen
- aber wieder scheiterte das Unternehmen kurz vor dem angesetzten Termin durch Verrat zwei verschworene ging nach Speyer
- deckten den Bischof die ganze Verschwörung auf und nannten den Namen der wichtigsten Führer der Bischof unterstützt vom alarmierten Markgrafen
- von Baden nahm sofort eine Reihe Hauptleute fest und entlockte ihm unter der Folter die Namen zahlreicher weiter verschworener
- hunderte wurden festgenommen zehn enthauptet einige weitere geviertheit und ihre Leichen zur Abschreckung an den Landstraßen aufgehängt
- jeder der in die Verschwörung involviert war verlor seinen gesamten Besitz seinen Bischof der Geld für seine luxuriöse Hofhaltung brauchte
- wieder wie schon 1493 in schlecht statt wurde den Verschwörern die man nicht hinrichtete der Finger abgehakt mit dem sie auf den Bund geschworen hatten und
- diese aufrührerischen Elemente leicht kenntlich zu machen der Verräter der den Bischof gewarnt hatte bekam zur Belohnungen reichliches Geld geschenkt
- und ein Ehrenposten als gerichtsweise sein Speyer Jos Fritz gelang es rechtzeitig aus dem Bistum zu fliehen und uns preisgau zu
- gelangen wo unter falscher Identität lebte und sogar von Balthasar von blumeneck einen kleinen Adligen der Nähe von Freiburg als feldhüter angestellt
- wurde aber Fritz blieb auch hier nicht lange ruhig er nahm heimlich Verbindung mit anderen unzufriedenen der Gegend auf und
- baute zusammen mit seiner Frau else einen neuen Geheimbund auf 1513 rumorte es wieder in Süddeutschland sein Programm der Abschaffung von Adel
- und Klerus und der Begründung eines politisch geeinten Staates freier und gleicher Bürgerin blieb in seinem wesentlichen Zügen dasselbe wurde aber
- nun um etliches sozialpolitische Forderungen ergänzt so sollte es eine generelle Entschuldung aller Bauern geben der maximale Zinssatz soll doch
- fünf Prozent begrenzt werden Wucherzinsen von 20 bis 30 Prozent waren damals nicht unüblich und die beschlagnahmen Güter der geistlichen
- sollten zur Versorgung der Armenien die Verschwörer trafen sich nachts auf der hartmatte eine abgelegenen Waldlichtung besprachen dort ihre Pläne
- und wählen die militärischen Führer für den Aufstand diesmal sollte es mit der Einnahme des wohlhabenden für damalige Verhältnisse
- recht großen Freiburg losgehen und von dort Schwaben das Elsass und das Bistum Bayern Aufruhr versetzt werden jetzt brauchen Sie nur noch eine
- feldfahrer und Fritz warnte sich an ein Freiburger Maler der allerdings entsetzt ablehnt hat fritzinger Öffner der dass er die Flagge mit einem Bundschuh
- bemalen lassen wollte der Begriff Bundschuh war schon zum Synonym für gewaltsamen Aufruhr geworden und dann manchen Orten lief es den Adligen und
- geistlichen kalten Rücken hinunter wenn Sie Ihre Bauer nach irgendeiner neuen schikaner vom bundumormen hörten Fritz gegen die freie Reichsstadt
- Heilbronn wohin niemand kannte und beauftragte dort einen anderen Maler auch der was skeptisch also ein Bundschuh malen sollte aber Fritz der
- einiges schauspielerisches Talent besaß imitierte Schweizer Dialekt und meinte er sei der Sohn eines schweizerischen Gastwirts der von schumachern abstamme
- und deswegen einen Grundschulen Familienwappen führen der Maler glaubte ihm diese Geschichte und mit der neuen bundschuhfahren
- erklärte Ernst Breisgau zurück doch als er dort ankam war auch der dritte bodenschuh bereits verraten zwei verschworene hatten einen Bauern
- zum Eintreten die Verschwörung zu überreden versucht und Ihnen als er davon nichts wissen wollte und so sehr bedrängt dass er zum örtlichen Fahrer
- liefern ihm die Geschichte erzählte der Pfarrer gab die Information sofort an die Behörden weiter die bald die ganze Verschwörung aufdecken
- 200 bewaffnete Reiter schwärmten aus Freiburg aus nahmen die Hauptleute Fest wieder gab es Enthauptungen und vierteilungen wieder wurden dutzende
- spurfinger abgehakt zig andere enteignet und das Landes verwiesen und wieder gelang es Joss Fritz der zu einem Flugblättern und Liedern gefeierten
- Volkshelden unter den Armen geworden war unterzutauchen und sein Verfolgern zu entkommen aber es verging lediglich ein Jahr bevor
- wieder große Unruhen ausbrachen diesmal im Herzogtum würdenberg an der Spitze wirkenbergs einem der größeren Fürstentümer Süddeutschlands
- stand der damals 27-Jährige Herzog Ulrich der schon das Kind zum Herzog geworden war unter zerrütterten Familienverhältnissen
- ohne jede regelmäßige Bildung und Erziehung aufgewachsen wurde Ulrich der jede willkürliche kindliche Laune tyrannisch ausleben konnte ein brutaler
- unberechenbarer Choleriker der sich im Regierungsgeschäfte kaum kümmerte und sich zu einem maßlosen trasser und Alkoholiker entwickelter
- als Jugendlicher hatten die Vorzüge des Herzogs Seins für ihn vor allem darin bestanden sich jederzeit mit jeder Delikatesse vollstopfen zu können dir
- bei seinen Höfling bestellte und war stark fettleibig geworden eines Tages aber bemerkte er also beim Kloster Maulbronn ein Partner die
- heimischen Blicke seiner Begleiter und der beschloss abzunehmen was er dann noch erfolgreich Tat vor allem durch tägliche stundenlange reicht und
- Jagdausflüge bei denen am Gefolge bedenkenlos die Felder niederritt von deren Ernte die Bauern leben mussten das Jagdfieber packte ihn so dass er
- gewaltige Reh und wildschweinbestände heranfüttern ließ die die Äcker und Gärten der Bauern wegfraßen wo gegen diese nichts unternehmen durften wer das
- will dass seine Ernte fraß Schoss oder auch nur von seinem Feld verscheuchte musste mit harter Bestrafung rechnen als er 1511 die mit dem Kaiser Verwandte
- bayerische Prinzessin Sabina heiratete Lisa an seiner Stuttgarter Residenz eine exorbitante pro Hochzeit mit 7000 Adligen Gästen veranstalten für den
- Versorgung ein komplettes Jahresbudget des Herzogtums verschleudert wurde aus repräsentationsgründen zahlt der ungeheure Summen an Adlige aus berühmten
- Fürsten Familien als Dienstleute an seinen Hof zu kommen und für sein hemmungslosen Lebensstil gegen weitere riesige Beträge drauf
- um die zerrütteten Staatsfinanzen einigermaßen zu konsolidieren dachte er sich immer neue Sondersteuern und Abgaben für seine Untertanen aus den
- einem so fruchtbaren Land bald zu den ärmsten und gedrücktesten Deutschlands gehörten der Hass auf den Herzog wurde allgemein
- und sogar der Kaiser rügt den öffentlich aus ihm zu Ohren kam das Ulreich seine Frau im so regelmäßige wildprügelte sie zur absonderlichen Sexualpraktiken Zwang
- und misshandelte und demütigte wenn sie sich weigerte das sind Provinz Fürst somit einer Kaiser Nichte umsprang das ging doch etwas zu weit
- der Tropfen der das fast zum überlaufen brachte war Ulrichs Versuch mit gefälschten Gewichten die indirekten Steuern hochzutreiben nachdem die
- direkten Steuern schon so hoch waren das kaum noch eine Steigerung möglich war die neuen Gewichte mit den Lebensmittel abgewogen werden mussten trugen die
- alten Pfund Bezeichnungen Wogen aber nur noch zwei Drittel davon wer also den vollen Preis für ein Pfund Getreide oder Fleisch bezahlt bekam nur zwei Drittel
- davon der Rest der Summe waren indirekte Steuern den die Kasse des Herzogs Flossen der Widerstand begannen humoristischer Form im Remstal zogen die
- Bauern in die städtischen Verwaltungsgebäude nahmen dort die neuen Gewichte an sich und brachten sie uns Ufer des Flusses wo sie vor der
- versammelten Dorfgemeinde ein Gottesgericht über die Gewichte abhalten wurden bei den Hexenprozessen des späten Mittelalters in der frühen Neuzeit darf
- man der Hexerei Verdächtige Frauen oft ins Wasser um zu prüfen ob sie wirklich Hexen sein ertranken sie waren sie unschuldig und blieben sie oben
- schwimmen mussten sie hexen sein und das machten die Bauern im Remstal jetzt mit den Gewichten wenn der Herzog im rechtzeit dann sollten die Gewichte oben
- schwimmen haben aber die Bauern recht so sollten sie untergehen natürlich versanken die metallenen Gewichte immer im Wasser
- unter großem Gelächter der Zuschauerin dieses Schauspiel wiederholten sie in der ganzen Gegend und aus den spontanen die es auslöste kristallisierten sich
- schließlich politische widerstandspläne heraus sie beschlossen dass die Bauern sich bewaffnen das städtische Bürgertum auf ihre Seite ziehen und die Willkür
- des Herzogs zuerst zogen sie mittlerweile 3000 Mann stark nach Schorndorf und forderten die Stadt auf auf ihre Seite zu treten der
- herzogliche Statthalter kam zu ihnen heraus redete ihnen gut zu bewertete sie mit Brot und Wein und erklärte dass der Herzog gerade zu Besuch beim Landgrafen
- von Hessen sei sich aber sicher Ihre Beschwerden anhören werde wenn er wieder zurück sein sie sollten in zwei Wochen wiederkommen
- dann können man alles mit dem Herzog direkt besprechen und sicher zu einer vernünftigen Lösung kommen die Bauern erklärten sich dazu bereit und ging
- vorerst wieder friedlich nach Hause Ulrich wurde von seinen Räten sofort nach Württemberg zurückgerufen am liebsten hätte er dann Aufruhr
- militärisch niedergeschlagen aber kein Bankier war bereit im Hals so Geld für einen solchen Feldzug zu sein also musst du Ulrich vorerst nachgeben erklärte die
- neuen indirekten Steuern für aufgehoben und versprach einen Landtag einzuberufen auf dem die Bauern ihre Beschwerden vorbringen können
- die Bauern waren zufrieden und bereiteten sich auf den Landtag vor zu ihrer Bewegung die man den Armen Konrad nannte was sprichwörtlich war für den
- armen Mann bekannten sich neben baue nach zahlreiche städtische Bürger die das wirtschaftlich verantwortungslos als Hindernis für die freie Entfaltung
- von Handel und finanzbetrachteten aus ganz Württemberg strömten Bauern in die Kanzlei des Arm Konrad im Haus des Schorndorfer messerschmieds Kasper
- pregitzer wo juristisch gebildete Bürger ihre beschwerdenaufnahmen und den schriftliche Form brachten die bürgerlichen im Arm Conrad wieder
- Jurist Ulrich entenmeier tragen vor allem auf eine verantwortliche Wirtschaftspolitik des Herzogs und größere Autonomie für die Städte werden
- die bäuerliche Fraktion deren prominentester Sprecher an würtinger Bauern namens singer hans war nicht nur die den Bauern akut auf den Nägeln
- brennenden Themen pochte Schluss mit dem herzoglichen Jagd und wildtheke Unwesen dass die Felder zerstörte Rückführung der Wälder Wiesen und Gewässern
- Gemeineigentum sondern auch politische Ideen des Bundschuh wieder aufgriffen Ende des vordersystems mit seinen unzähligen adligen Herren und Schaffen
- eines geeinten Staat das unter kaiserliche Regierung da brachte ein Überfall auf den singer Hans durch den herzoglichen Forstmeister
- die Situation zur Eskalation insbesondere dass das Gerücht aufkam dass der Herzog an den Grenzen fremde Truppen zusammenziehe um die Bauern mit
- Gewalten niederzuwerfen die Bauern bewaffneten sich und sammelten sich in bald tausende Mann starken heraufen viele Städte öffnen ihn
- die Tore und nahmen auf ihren Mauern bäuerliche Garnison auf in anderen Städten putschte das Bürgertum selbst gegen die herzogliche Gewalt und unter
- der niederen Geistlichkeit macht er sich eine Art Befreiungstheologie bereit die erklärte dass die willküren die Räubereien der Adligen und hohen
- geistlichen gegen die Gebote Christi sein und die Bauern sich mit Gewalt zur Wehr setzen sollten um das Göttliche recht wieder herzustellen
- eine besonders entschlossene revolutionäre Zelle im bildete sich in Markgröningen unter dem Pfarrer Dr Reinhard Geislingen dessen aufstachelnde
- Predigten sondern späteren predigen Thomas Müntzer sein bald trugen die Bauern einer seine Stange gespießten Bundschuh
- erfeltzeichen manche Städte stellten Truppen aus ihren Bürgern auf andere wollten nur friedliche Verhandlungen mit dem Herzog
- so war die Atmosphäre zum Zerreißen gespannt als der vom Herzog einberufenen Landtag in Stuttgart begann und die Delegierten ihre Forderungen
- unterbreiten Entmachtung der verhassten bisherigen Reiter des Herzogs Kontrolle seiner Macht durch Anderson Adel städtischen
- Bürgertum dann Dorfgemeinden zusammengesetzten Gremium in dem Ritter und Bürger allerdings die Stimmen Mehrheit haben sollten
- Aufstellung eines festen Jahresbudgets für die Privatausgaben des Herzogs und Besteuerung seines persönlichen Grundbesitzes
- Aufhebung der Steuerfreiheit für Kirchenbesitz und Verstaatlichung dessen was über das zu Versorgung der geistlichkeiten notwendige Maß
- hinausging Einberufung eines Untersuchungsausschusses über die bisherige Misswirtschaft der
- herzoglichen Regierung diese Forderung verschlugendem Herzog die Sprache und draußen vor der staatsammeln sich heraufen bewaffneter
- Bauern um den Forderungen ihrer Delegierten Nachdruck zu verleihen Ulreich Flo aus dem unruhigen Stuttgart ins erzkonservative landstätten Tübingen
- wohin hat ein Landtag bestellte Bauern und klaviermaßen weitertragen zu können und die überwiegend aus dem städtischen
- Bürgertum stammten Delegierten gaben einen ersten Beweis ihres Mannes eine Rückgrat und politische Reife folgten der Aufforderung und ließen sich vom
- Herzog soweit herunter handeln dass ich schließlich Decken gegen ein paar unbedeutende Konzession deren Einhaltung sich nicht kontrollieren ließ die
- Bezahlung seiner immensen Schulden zu übernehmen die Zeche dafür würden die Bauern zahlen müssen die meisten Bauernhaufen fanden sich mit
- dem Tübinger Vertrag resigniert ab und ging nach Hause nicht aber die remstaler Bauern von denen der Aufruhr ausgegangen war Ulrich forderte sie auf sich
- unbewaffnet vor der Stadt Schorndorf zu versammeln wo er mit ihnen sprechen wurde sie erschienen aber nicht unbewaffnet sondern mit Spießen Keulen
- und Schwertern in der Hand 7000 veranstark und der Herzog der damit nicht gerechnet hatte führte nur ein kleines gefolger von 80 panzerreitern
- mit sich das er seinen Marschall Konrad von Tom mitbrachte den sie für den Misswirtschaft in erster Linie verantwortlich machten machte die Bauern
- besonders wütend sie weigerten sich den Tübinger Vertrag anzuerkennen und der Herzog in den vielen noch Illusionen gesetzt hatten er meines eigentlich gut
- mit ihnen und werde nur von schlechten Ratgebern verdorben fuhr sie in herrischen verachtungsvollen Ton angefällig zu gehorchen
- sein Marschall rief den Bauern zu jeder der sich zusammen rechtmäßigen Herrn bekennensole zu ihm treten nicht an einziger der siebentausendtrat hervor
- stattdessen riefen sie dem Herzog Beschimpfungen zu und hielten ihm vor wie er sie jahrelang betrogen und ausgeraubt habe als Unrechts Gefolge
- Anstalten machte die Bauern anzugreifen zielte einer von ihnen mit seiner hakenbüchse auf den Herzog und die Umstehenden riefen ihm zu schieß doch
- auf ihn schieß doch auf dem Lumpen aber ohne rechte dein Ernst der Lage Begriff hatte sich mit seiner Reitern zur Flucht gewarnt und war entkommen die Stadt
- Schorndorf wohin er fliehen wollte war zu den Bauern übergetreten und hielten Herzog die Tore verschlossen so dass er auf seinen Stuttgarter Schloss
- zurückkehren musste wieder schaden sich um die remstaler zigtausende bewaffnete Bauern aus ganz Württemberg und dann versucht Stuttgart
- zu erobern scheiterte nur knapp schließlich legte sich die erste Wut wieder und Ulrich konnte sie zu einem Vertrag bewegen nachdem sie vorher erst
- wieder nach Hause gehen sollten während der versprache neuen Landtag einzuberufen dem noch einmal alle ihre Klagen diskutiert werden sollten
- aber daran dachte der Herr zu gar nicht denn mittlerweile waren große Truppenverbände der benachbarten Fürsten gekommen die fürchteten dass der
- würtemberger Aufruhr sich aufs ganze Land ausdehnen konnte und in deswegen Keim ersticken wollen erneut bildeten sich bewaffnete
- Bauernhaufen die sich beim aber nicht zu einem einzigen großen Heer vereinigten und Übermacht der fremden Truppen zwang ein der isolierten Haufen nach dem
- anderen zur Kapitulation 1.600 am Aufruhr beteiligte wurden in den Kerker gesteckt und gefoltert in jedem besonders Beteiligten
- Ort von öffentliche Hinrichtung von dutzenden Rebellen statt die Ruhe in würdenberg war unterströmen von Blut wieder hergestellt und im landkursierte
- der Vers ich bin jung und nicht alt gerade hübsch und wohlgestalt groß genug und kein Zwerg Herzog und hängt davon würdenberg
- zur rechtzeitigen Aufspürung künftiger Unruhen richtete Unrecht im Land den ersten modernen Geheimdienst Deutschlands sein der überall hin seine
- Spitzel aussahen der um jede öffentliche unmutsregelung sofort zu denunzieren und das Schwäbische Bund der lockere Zusammenschluss der Süddeutschen
- Fürstentümern freien Reichsstädte schwor mit vereinten Kräften jeden Bauernaufstand niederzuschlagen der sich in einem der Mitgliedsstaaten Regen
- sollte bald sollte das auch bitter nötig werden [Musik]