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Der deutsche Bauernkrieg 1525 (Teil1)

Fabian Lehr1:13:37 17.932 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 485 Zeilen
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  1. [Musik] den folgenden Text habe ich im Jahr 2017 verfassten damals eras Broschüre veröffentlicht ich würde heute einiges
  2. anders schreiben einiges anders Gewichten einige zusätzliche Themen hinzunehmen anderes weniger ausführlich behandeln ich plane auch dass ich
  3. nächstes Jahr eine größere podcastreihe zur Geschichte des Bauernkriegs veröffentlichen werde möchte bis dahin weil das aber noch mindestens ein Jahr
  4. dauern wird den Text wie ich im Jahr 2017 geschrieben habe aber trotzdem zur Verfügung stellen und damit beginnen mit diesen meines Erachtens immer noch
  5. brauchbaren Einleitungstext über die Geschichte des Bauernkrieges in Deutschland
  6. in den 1470er Jahren lebt auf dem Gebiet des Fürst Bischofs von Würzburg ein junger Schafherde namens Hans Böheim er verdient dass ich ein kleines Zubrot
  7. indem er abends in den Dörfern durch die erzogenen schenken auf Dorffesten und Hochzeiten Flöte spielte und selbst gedichtete Lieder sein die Leute dagegen
  8. mochten das frei verhänzlein gern und oft kam eines der Dorfmädchen nachts mit auf seiner Weide im Jahr 1476 plagte deswegen das
  9. schlechte Gewissen und der pilgerte zum Marienbild von Niklas Hausen wo man diesen in Franken berühmten Wallfahrtsort seine Sünden zu beichten
  10. in der Nacht darauf hat er eine religiöse Vision in der die Jungfrau Maria gesehen haben will und das ganze auf ihn eindringende Leid aller Menschen
  11. der Welt die Jungfrau so sagte er habe ihn befohlen sein oberflächliches Leben aufzugeben und nur noch dafür zu leben
  12. denn menschengerechtigkeit und ein besseres Leben zu schaffen so verbrannte er seine geliebten Musikinstrumente die bunten Federn und kleinen Schmuckstücke
  13. die er mit sich trug und begann den Leuten den Dörfern reden darüber zu halten dass alles ganz anders werden die Welt völlig umgestaltet werden müssen
  14. die Gabe Menschen für sich einzunehmen hat er immer besessen aber nun da predigte statt Flöte blies kam nicht mehr einige Dutzend sondern Hunderte
  15. bald tausende Menschen die zig kilometerweit hinaus wanderten um ihn zu hören aber obwohl er sich auch auf die heilige Jungfrau berief bekam sie bei
  16. ihm ganz andere Dinge zu hören als beim Fahrrad alle Menschen seinen Brüder und Schwestern alle gleich und frei die einander helfen und miteinander teilen
  17. sollen die Herren haben zu ihrem Reichtum selbst nichts getan sondern verprassen nur das was andere für sie erarbeiten darum soll es keine Herren
  18. mehr geben sondern jeder mit seinen eigenen Händen erarbeiten geschätze der bischöfer und Klöster sollen ihn genommen werden um damit die
  19. Armen und Kranken zu versorgen die Wälder Wiesen und Flüsse und alles was in ihnen sei gehöre allen Menschen gleichermaßen und das waren unerhörte
  20. Forderung und sie trafen den Nerv der Bauern Handwerker und entlassenen Soldaten die es hör Ten zu Hause in ihren Gemeinden weitererzählten und
  21. darüber diskutierten bald Drang sein Ruf über das Taubertal hinaus und aus für die Begriffe und die Transportbedingungen der Zeit weit
  22. entfernten Regionen strömten neugierige zu ihm aus Thüringen Sachsen Bayern Württemberg und Hessen vieler blieben ganz beim Pfeifer
  23. Henssler und zogen mit ihm durchs Land der Bund der Haufen umfasste hunderte bald tausende Menschen die alles verkauften was sie nicht dringend
  24. brauchten und gleichmäßig unter sich teilten einander nur mit Bruder und Schwester anredeten und nachts unter freiem Fällen mehr auf freiem Feld unter
  25. dem Sternenhimmel schliefen der Fürst Bischof von Würzburg der gerade inthronisierte Rudolf von Scherenberg der in diesem schönen
  26. fruchtbaren Ländchen nicht nur als Geistlicher oberhärte sondern auch aus weltlicher Fürst herrschte schenkte dem anfangs keine große Beachtung
  27. bald aber nahm die Bewegung einen schafarm die klerikalen Ton an den aufforderten ließ in einem Fürst bist du wie Würzburg wo die Geistlichen
  28. gleichzeitig weltliche Herren war zeigte sich die degeneriertheit der hohen Ränge der Kirche besonders scharf der Bischof selbst und die ihm
  29. unterstehenden Stiftsherren und Äbte pressten die ihnen unterstehenden Bauern mit immer neuen Steuern Sonderabgaben und Zöllen so erbarmungslos aus dass
  30. selbst in einer so fruchtbaren Gegend oft Hunger herrschte dazu mussten die Bauern noch an mehreren Tagen pro Woche unbezahlt auf den Feldern der
  31. geistlichen schuften und auch sonst jeden Dienst für sie verrichten wer die Rechtmäßigkeit einer neuen Abgabe besteht landete schnell das
  32. Aufrührer im Kerker von dem Geld dass die hohen geistlichen die durchwegsöhne namhafter Adels Familien waren aus den Bauern
  33. herausgeschunden hatten führten sie ein verschwenderisches und ausschweifen des Lebens kleine Könige und nicht eigentlich durch Gelübde zu Armut und
  34. Keuschheit verpflichtet Drogen sündhaft teurer herrlich mit Goldfäden bestickte Brokat Gewänder aßen viele gängige Delikatessen Menüs aus Gold und
  35. Silbergeschirr betranken sich an teuren Weinen gaben Kunstwerken Auftrag und hielten sich auf deinen Haaren von Prostituierten
  36. das Pfeifer henssline das den zu ihm kommenden geduldig zuhörte bekam immer neue erschütternden Geschichten davon zu hören wie die Pfaffen die armen Leute
  37. beraubten betrogen und demütigten seine Reden gegen die Priester und Mönche wurden immer schärfer er forderte dass sie ein Dach über dem Kopf Essen und
  38. warme Kleider bekommen sollten aber nicht mehr und dass sie dafür arbeiten sollten wie jeder andere am Ende sollten alle Menschen von allen gleich viel
  39. haben in seiner Anhänger verehrten jetzt werden heiligen Propheten und sie sagen gemeinsam den Koral wir wollen es Gott im Himmel klagen
  40. dass wir die Pfaffen nicht tot sondern schlagen dazu konnte der Fürst Bischof nicht mehr untätig zuschauen er schickte Spitzel
  41. unter die Anhänger des heiligen Jünglings wie er jetzt genannt wurde und erfuhr dass er alle Männer im Juli 1476 dazu aufrief sich bewaffnet bei ihm zu
  42. versammeln und ihre Frauen und Kinder nach Hause zu schicken um zu hören was die heilige Jungfrau ihnen zu tun Befehle das wollte der Bischof lieber
  43. nicht abwarten stattdessen schickt er in der Nacht zum 12 juli ein Trupp bewaffneter Reiter an das Lager des Pfeifer hänsleins ließen festnehmen und
  44. die auf einen Berg über Würzburg drohende Fürst bischöfliche Festung Marienberg in den Kerker werfen ein großer Teil der Anhänger des
  45. heiligen Jünglings zerstreute sich am nächsten Tag niedergeschlagen ihre Dörfer aber 16.000 zogen mit Sensen Hexen Keulen und Messern in der Hand
  46. Richtung Würzburg und ihren Propheten notfalls mit Gewalt zu befreien am Fuß der Festung angekommen Ritter bischöfliche Marschall Georg von
  47. gelb-sattel zu ihnen herab womit ihn zu reden stellte sich dabei was so ungeschickt an dass die Bauern wütend wurden und Steine nach ihm warfen über
  48. die Köpfe der Bauern hinweg einige da gibt Sattel flüchtete zurück in die Festung und der Bischof fließt über die Köpfe der Bauern hinweg einige
  49. Kanonenkugeln dann schickt er einen weiteren Ritter hinunter den diplomatischer auftretenden Konrad von Hutten er redete den Bauern
  50. begütigen zu versicherte dass die Sache Hans böheims gewissenhaft geprüft werde und ihm nichts geschehe wenn er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen
  51. die Bauern sollten doch lieber friedlich nach Hause gehen dann wäre ja Aufruhr vergeben und vergessen sein schließlich sei doch auch gerade heuer Ernte und
  52. würden sie auf ihren Höfen gebraucht das überzeugte sie und sie erklärten sie schließlich bereit umzukehren und nach Hause zu gehen aber das alles war nur
  53. eine Finte des Bischofs und sobald der riesige Bauernhaufen sich in lauter isolierte kleine Grüppchen aufgelöst hatte ließ er seine Panzerreiter aus
  54. schwärmen die die einzelnen Häufchen rasch einholten hunderte tot schlugen hunderte weitere mit Stricken gefesselt auf die Festung abführten es sollte ein
  55. examples statuiert werden was mit Bauern passierte die sich anmaßen ihre von Gott gegebene Obrigkeit in Frage zu stellen dem heiligen Pfeifer hänslein war kein
  56. so schneller tot vergönnt eine Woche nach seiner Festnahme zerrte man ihn bei Sonnenaufgang aus dem Kerker brachte ihn auf eine Wiese außerhalb der Festung und
  57. richtete jemand Scheiterhaufen auf in dessen flammende langsamer steckte hoch oben auf dem Berg damit man den Rauch weit hinein da sehen können
  58. die Ordnung war fürs erste wiederhergestellt im Würzburger Land aber unter der Oberfläche gärte es weiter und bald zeigte sich dass das
  59. traurige Schicksal des Pfeifer hensslers nur ein erstes Wetterleuchten neuer Ausbrüche noch ganz andere Dimensionen war
  60. eine solche soziale Protestbewegung die 10.000 auf die Beine brachte kam nicht das heiterem Himmel im Laufe des Spätmittelalters hatten sich die
  61. sozialen Konflikte in Deutschland so zugespitzt dass viele Zeitgenossen spürten es müsste irgendeine Explosion irgendeine große Umwälzung kommen was
  62. ich anfangs in religiösen und esoterischen Formen ausdrückte in apokalyptischen Visionen und dunklen Prophezeiungen darüber dass das Unterste
  63. zuoberst gekehrt und bald alles anders würde wie war dieses Land wie waren die sozialen und politischen Verhältnisse in
  64. ihm geschaffen ein Staat Deutschland im modernen Sinne des Wortes gab es nicht das heutige Deutschland bildete den Kern
  65. des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen das nach heutigen Grenzen neben Deutschland noch die Niederlande Belgien Luxemburg Ostfrankreich und die Provence
  66. die Schweiz Norditalien Slowenien Österreich Tschechien und den Westen Polens umfasste viele dieser Gebiete gehörten um 1500
  67. aber nur noch formell zum Reich und warnen Wirklichkeit völlig unabhängig von ihm geworden und so war die Macht der deutschen Kaiser über Italien schon
  68. im 13 jahrhundert erloschen und im 14 Jahrhundert entstand die Schweiz als Staatenbund einiger Stadt und bauernstaaten die mit der Reichspolitik
  69. gar nichts mehr zu schaffen hatten sich im 15 Jahrhundert beträchtlich Aussehen auch die Zugehörigkeit der Provence zum Reich bei reinformeller Natur auch wenn
  70. noch 1365 Kaiser Karl der vierte in Aal gekrönt wurde 1481 schied die Provence danach offiziell aus dem Reich aus und kamen
  71. Frankreich aber auch in seinen deutschsprachigen Kerngebieten war dieses Gebilde weit von einem modernen Nationalstaat entfernt an
  72. seiner Spitze stand ein Kaiser dessen Amt nicht vererbt wurde sondern den nach den Bestimmungen der goldenen wohler von 1346 die sieben Kurfürsten wählten der
  73. Erzbischof von Trier der Erzbischof von Köln der König von Böhmen der Pfalzgraf bei Rhein der Herzog von Sachsen der Markgraf von Brandenburg und der
  74. Erzbischof von Mainz theoretisch konnten diese Kurfürsten jeden Adligen zum Kaiser wählen tatsächlich aber wurde seit 1438 bis zum
  75. Ende des Reiches fast immer der Kandidat der Adels Dynastie Habsburg gewählt die das größte Territorium aller deutschen Fürstenhäuser besaß
  76. im Gegensatz zu späteren Zeiten wo das reicht de facto an habsburgischer Erbmonarchie und die Wahl eine reine Zeremonie geworden war war dieses
  77. Vorrecht der Habsburger an der Wende vom 15 zum 16 Jahrhundert aber noch nicht selbstverständlich noch Karl der fünfte der mächtigste aller Habsburger Kaiser
  78. musste 1519 ungeheure Bestechungsgelder an die Kurfürsten zahlen um gewählt zu werden die eigentliche machbasis Karls der
  79. gleichzeitig König von Spanien war lag aber außerhalb des Reiches in Spanien dem von Spanien annektierten Königreichen Neapel und den riesigen
  80. spanischen Eroberungen in Mittel und Südamerika die elternbesitzung der Habsburger in Deutschland die den Großteil des heutigen Österreich sowie
  81. ein paar verstreute gebietsfetzen in Südwestdeutschland umfassten wirken dagegen wie ein provinzielles Anhängsel das Karl der kaum deutschsprache nur
  82. seltenen Reich war von seinem Bruder Ferdinand verwalten trotz des hochtrabenden Titels waren die Macht Befugnisse der römisch-deutschen
  83. Kaiser im Reich sehr begrenzt unumschränk daher war nur in seiner Hausmacht das heißt in Territorien seiner Familien Dynastie der Rest des
  84. reichers bestand das hunderten mittleren kleinen und sehr kleinen Territorien denn sogenannten Reichsständen die auf ihrem Gebiet weitgehend tun und lassen
  85. konnten was sie wollten und zwischen der denen der Kaiser erst eine Art Moderator der das unumschränkte Herrscher auftrat das Reich bot ein Gewissen gemeinsam
  86. Rechtsraum es gab einen gemeinsamen Obersten Gerichtshof des reichers und ein paar weitere Reichsbehörden aber ein Beschluss des Reichs kammergerichtes war
  87. gegen ein Fürsten nur durchsetzbar wenn der Kaiser mit den Mitteln seiner Haus macht oder ein anderer mächtiger Reich führst bereit waren jedoch durchzusetzen
  88. so etwas wie eine gemeinsame Polizei oder eine gemeinsame Armee gab es nämlich nicht allenfalls konnte beim Angriff von außen
  89. ein zeitlich begrenztes Reichs aufgebaut aufgestellt werden das aber meistens militärisch bedeutungslos blieb Krieg ob untereinander oder gegen
  90. auswerte gestarten führten die einzelnen Fürsten mit ihren eigenen Armeen und nicht das Reich insgesamt
  91. kreisständer trafen sich regelmässig auf den Reichstagen um unter Vorsitz des Kaisers über die Politik im Reich zu diskutieren aber dabei handelt es sich
  92. eher um eine fürstenkonferenz als um eine Regierung ein bisschen Ähnlichkeit hat er dieses ganze Gebilde mit der heutigen EU auch wenn von
  93. wirtschaftlicher Einigung spätmittelalterlichen Deutschland keine Spur war in jedem Fürstentum galten andere Maße und Gewichtseinheiten wurden
  94. andere Münzen geprägt und Zölle musste man nicht nur bei der Reise von einem Fürstentum in ein anderes sondern oft auch mehrmals innerhalb eines einzigen
  95. Fürstentums zahlen anders als beispielsweise in Frankreich England oder Spanien wo der König im Laufe des Mittelalters gegenüber den
  96. regionalen Fürsten immer mächtiger geworden war und das um 1500 schon eine Art zentral verwalteten modern stark gab war die Macht der deutschen Kaiser
  97. gegenüber den Fürsten immer schwächer geworden um am Ende und am Ende des Mittelalters waren die deutschen Fürstentümer fast schon unabhängige
  98. Staaten die dem Kaiser nur noch auf dem Papier unterstanden es würde jetzt zu weit führen lange zur erörtern warum die Entwicklung in
  99. Deutschland ein entgegengesetzten Verlauf wie in Westeuropa genommen hat aber bedeutend waren dafür beispielsweise die Überdehnung des
  100. Reiches durch den immer wiederholten Versuch Italien der Gewalt der Kaiser zu halten und die kaiserlose Zeit des 13 jahrhunderts als das Reich erst mit
  101. Friedrich dem zweiten einen Kaiser hatte der nie in Deutschland anwesend war und stattdessen in Sizilien einen kleinen musterstaat aufbaut und dann Jahrzehnte
  102. lang gar keine anerkannten Kaiser mehr so dass die Adligen ihre Macht massiv ausbauen konnten das wahlkaisertum das dem
  103. kontinuierlichen Aufbau einer zentralen Macht schwieriger macht als beispielsweise in Frankreich wo die Dynastie der kapitinger über viele
  104. Generationen hinweg gerne immer größere Hausmacht anhäufen konnte die mit dem Zentralstaat identisch waren mit diesem langsam das Übergewicht über alle
  105. regional Fürsten gab als der deutsche Kaisertitel dann für die Habsburger praktisch erblich wurde war die Macht der deutschen territorial
  106. Fürsten schon so befestigt dass sie das Reich trotz ihrer starken Hausmacht nicht mehr wesentlich zentralisieren konnten allerdings haben die Habsburger
  107. in den nächsten anderthalb Jahrhunderten noch zwei große erfolglose Versuche unternommen Deutschland doch noch ein iPhone Wien aus verwalteten modernen
  108. Zentralstaat zu verwandeln erst im Schmalkaldischen Krieg und dann noch einmal im 30-jährigen Krieg die hunderten Reichsstände aus denen
  109. sich dieses Heilige Römische Reich Deutscher Nationen nun zusammensetzte lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen unterteilen
  110. erstens gab es von Adligen beherrschte Fürstentümer vom großen und relativ mächtigen Herzogtum bis hin zur winzigen Grafschaft die kaum aus mehr als ein
  111. paar Burgen und Dörfern bestand innerhalb dieser Fürstentümer gab es noch einmal eine Menge kleinere Adliger die Ritter die ihren Fürsten
  112. lebenspflichtig waren das heißt sie hatten zwar ein kleines eigenes Gebiet dessen Bauern ihre Leibeigenen oder zinspflichtigen war aber sie mussten ein
  113. Teil ihrer Einnahmen an den Fürsten abtreten ihm im Kriegsfall als berittene Soldaten dienen und es ist eine Gesetzgebung fügen im Laufe des
  114. Spätmittelalters waren die Ritter gegenüber ihren Fürsten in einer immer schwächere Position geraten und kaum noch mehr als ihre lokalen Stadthalter
  115. zweitens gab es geistliche Fürstentümer in denen der Bischof oder der ab deines reichen Klosters gleichzeitig weltlicher Herrscher war
  116. wie oben erwähnt waren drei dieser Fürst Bischöfe sogar Kurfürsten die den Kaiser wählen konnten diese geistlichen Fürsten stammten Durchblick aus bedeutenden
  117. Adelsfamilien und lebten eher wie Herzöge denn das Priester mit Theologie hatten die meisten von ihnen herzlich wenig zu tun stattdessen traten sie es
  118. Kriegsherren auf hatten einen eindrucksvollen Hofstaat und führten ein verschwenderisches leben ja in der Regel waren die geistlichen
  119. Fürsten reicher und Lanz voller als die weltlichen denn das geistliche Herren konnten sie den Bauern nicht nur die normalen Steuern und Abgaben abreisen
  120. sondern dazu noch den Kirchen sehenden auch konnten da sie keine ehrlichen Erbberechtigten Kinder haben konnten ohne ehrliche dafür umso mehr ihre
  121. Länder nicht zersplittern wie bei den weltlichen Fürsten die ihr Land oft unter mehreren Söhnen aufhalten schließlich konnten sie durch Sünden
  122. ablässern ähnliches noch mehr Geld dabei schaffen auch den geistlichen Fürsten unterstanden lehnspflichtige kleinere Adliger
  123. drittens gab es die freien reichsstätte praktisch statt Republiken die nur den Kaiser unterstanden das heißt unabhängig war
  124. die Bürger hatten sich diese Freiheit gegen Adlige und Bischöfe oft im jahrhundertelang harten Klassenkämpfen erringen müssen und folglich gab es die
  125. meisten freien reißstätte dort wo sich das spätmittelalterliche Bürgertum am stärksten entwickelt hatte nämlich in Süddeutschland besonders im heutigen
  126. Baden-Württemberg und Bayern in dieser Stadtrepubliken waren keine Demokratien sondern wurden beherrscht von einem Rad der sich nur aus den aller
  127. reichsten Bürgerfamilien der Stadt zusammensetzte während die Handwerksgesellen die kleinen Kaufleute die städtischen Armen und die Bauern der
  128. Umgebung in der Regel kein politisches Mitspracherecht hatten in vielen freien Reichsstädten gab es ein inneren Rat der aus den elitärsten
  129. Patrizierfamilien gebildet wurde und dann äußeren Rat der vor allem aus den auch schon wohlhabenden Handwerksmeister und ähnlichen bestand
  130. [Musik] die freien reisstätte waren die Zentren des aufblühenden handelskapitalismus das
  131. Finanzwesens des Handwerks und dank des in ihnen herrschenden freien geistigen Klimas von Kunst und Kultur dementsprechend waren fast alle der
  132. größeren Städte des Reiches freie reichsstätte während sich die fürstlichen Landstädte nur kümmerlich entwickelten
  133. die Bevölkerung Deutschlands hatte sich im Laufe des 15 jahrhunderts erst langsam von der furchtbaren Pest Epidemie von 1347 bis 49 wobei ein
  134. Drittel der Bevölkerung Europas gestorben war erholt und Betrug um 1500 etwa 12 Millionen italien hatte damals rund 10 Millionen
  135. Einwohner Frankreich etwa 16 Millionen und England lediglich 4 Millionen nur eine kleine Minderheit lebten und nach modernen Maßstäben waren diese
  136. Städte allesamt sehr klein oft eher ummauerte Dörfer anders als im zentralisierten Frankreich und England wo es einer das ganze Land
  137. beherrschende große Metropole gab Paris hatte damals immerhin schon 200.000 Einwohner London 125000 hat er sich zersplitterten Deutschen Reich keine
  138. Hauptstadt oder dominante Metropole gebildet Wien die Hauptstadt der habsburgischen Ländereien im Reich waren
  139. Regionalzentrum von kaum 10.000 Einwohner die größten Städte waren Köln Prag und Nürnberg mit jeweils etwa 40.000 Einwohnern ein zwei Dutzend
  140. weitere Städte erreichten 10.000 bis 30.000 Einwohnern waren damit regionale Zentren aber man darf sich das Leben in diesen Städten nicht wie in einem
  141. heutigen Provinz Städtchen gleicher Einwohnerzahl vorstellen eine 30 oder 40.000 Einwohner Stadt ist heute nichts Besonderes damals hingegen
  142. war sie der Mittelpunkt einer ganzen Region die Bauern des Umlandes strömten dorthin um ihre Abgaben zu leisten oder Obst und Gemüse zu verkaufen die Adligen
  143. der Region kam dorthin um ihr Geld zu verprassen Studenten aus ganz Europa kamen die überall entstehenden neuen Universitäten Handwerkern Künstler
  144. eröffneten dort ihre Werkstätten Kaufleute aus dem ganzen Reich stellten ihre Waren aus entwurzelte aus den Dörfern Bettler
  145. Straßenmusikanten Tagelöhner Prostituierte gingen in die Städte und ein paar Krümel vom wachsenden Wohlstand des städtischen Bürgertums aufzufangen
  146. dazu waren die Städte äußerst dicht besiedelt die Straßen entsprechend voller Leben die größeren der freien reißstätte Süd-
  147. und Mitteldeutschlands hatten eine durchaus großstädtische Atmosphäre in diesen Städten hat es im Verlauf des Mittelalters eine neue Klasse Gebilde
  148. die immer mächtiger wurde und sich inzwischen oft gegen Adel und kläres durchsetzen konnte das Bürgertum und mit ihm die kapitalistische Wirtschaft
  149. Industriekapitalismus gab es noch nicht sondern erst Handels und Finanzkapitalismus sowie in bescheidenem Umfang Anfänger von Manufakturen
  150. Verlagswesen vorherrschen waren kapitalistische Wirtschaftsformen und moderne Geldwirtschaft nur in den verstreuten
  151. städtischen Inseln während die Bäuerinnen auf dem Land einen großen Teil ihrer Erzeugnisse ohne Gegenleistungen Adel und leeres abgeben
  152. und dann Großteil des Rest das wäre eigene Ernährung das Saatgut verwenden mussten verkaufen konnten sie nur kleine Ernte
  153. Überschüsse hatten somit nur wenig Geld kauften oder verkauften wenig und haben nur geringen Anteil an sich bildenden kapitalistischen Wirtschaftsformen
  154. proletarierin im modernen Sinne also lohnabhängig beschäftigte die nichts außer ihrer eigenen Arbeitskraft verkaufen konnten und gar keine eigenen
  155. Produktionsmittel besaßen gab es im spätmittelalterlichen Deutschland zwar durchaus schon aber sie waren noch eine sehr kleine Gruppe in einigen
  156. städtischen Erwerbszweigen vor allem aber im Bergbau der damals in Deutschland höher entwickelt war es irgendwo auf der Welt in den Bergwerken
  157. Mitteldeutschlands sehen wir schon um 1500 kapitalistische Unternehmer die Arbeiter beschäftigen die ausschließlich als Lohnarbeiter lebten und sich nicht
  158. nur ein Zubrot verdienten wie viele Bauern die ein paar Monate pro Jahr als Hilfsarbeitern die Stadt gehen
  159. innerhalb des Bürgertums gab es große sozialen ökonomische Unterschiede da gab es zum einen die schwerreichen Patrizierfamilien die großen Bankiers
  160. und großkauf Leute die wie die fuggeren Welser in Augsburg und Nürnberg riesige Vermögen anhäuften und einen reichsstätten wie urbane Fürsten
  161. auftragen die Fugger hatten 1519 Karl dem fünften die von Ihm zur Kaiserwahl benötigten enorm Bestechungsgelder geliehen und sich damit quasi ihren
  162. eigenen Kaiser gekauft der ihnen politischen Angelegenheiten immer wohlwollend Beistand in Augsburg nahmen die fuga eine
  163. ähnliche Stellung ein Bizer gleichen Zeit die Medici in der Stadtrepublik Florenz offiziell nur eine Bürgerfamilie unter
  164. anderem bestimmten sie tatsächlich das ganze Geschehen in der Republik sie trieben um die Sympathien der städtischen Armen zu gewinnen etwas
  165. paternalistische Sozialpolitik und Gründen mit der Augsburger Fuggerei die erste sozialwohnsiedlung Deutschlands in der arme für ein symbolisch geringen
  166. Mietpreis eine Wohnung bekam wie die Medici gaben sie große Summen aus Metzen für die Förderung von Kunst und Kultur aus und starteten Augsburg
  167. mit prachtvollen Renaissance Bauten Brunnen und Statuen aus und wie die Medici versuchten sie ihre inoffizielle herrscherstellungen eine offizielle
  168. umzuwarnung und erbliche Herzöge zu werden was ihnen im Gegensatz zuerst daran aber nicht gelang indem er den Vorgang konkurrierenden in
  169. Augsburg und Nürnberg ansässigen Welser besaßen im 16 Jahrhundert wenn er zu elas privatkolonie ihre Familie und verdienten enorme Summen mit dem Verkauf
  170. von Sklaven Gold Edelhölzern und Gewürzen aus ihrer Kolonie so wird er so wie mit ihren Zuckerplantagen in der Karibik und auf Madeira
  171. neben diesen international agierenden Millionen schweren großbürgern erschienen die Adligen wie bemitleidenswerte provinzielle arme
  172. Schlucker den größeren Teil des städtischen Bürgertums machten Handwerksmeister aus Waffenschmiede und kanonengießer Gold
  173. und Silberschmiede Graveure Uhrmacher Schneider Bildhauer Maler und so weiter skulpturenmalerei wurden damals allgemein als Handwerk betrachtet
  174. sie waren in Zünften organisiert die nur eine strengen begrenzte Zahl zur Ausübung eines Handwerks auf einem Gebiet eine Reichsstadt zu lesen sie
  175. damit vor Konkurrenz schützen die Preise hochhielten und garantierten dass jemand der es mal zum Handwerksmeister gebracht hat das ein ganzes Leben lang ein
  176. wohlhabenderman gesichert der sozialer Stellung bleibt mit dem Wachstum der Städte und dem rasch zunehmenden Reichtum der Stadt
  177. Bevölkerung waren die Handwerkern Kunsthandwerker immer vielfältiger und raffinierter geworden und wer das Geld dazu hatte konnte sich einen Städten mit
  178. immer schöneren und immer kunstvolleren Luxusartikeln eindecken schließlich gab es die aufkommenden modernen freien Berufe Ärzte Anwälte
  179. Professoren Verleger und Buchhändler in Ansätzen auch schon so etwas wie moderne intellektueller in Ulrich von Hutten werden wir noch ein prominenten Beispiel
  180. begegnen und dann war da noch das zahlreiche städtische Kleinbürgertum beispielsweise Handwerksgesellen Kneipen und
  181. herbergswerte oder Bordellbetreiber die Prostitution war im späten Mittelalter enorm verbreitet das für viele Mädchen das verarmten Bauern Familien keine
  182. andere Einkommensmöglichkeit gab es nie statt zu gehen sich dort zu prostituieren trotz aller Unterschiede trotz aller oft
  183. heftigen Konflikte zwischen patrizien einerseits Mittel und Kleinbürgern andererseits besaß dieses Bürgertum ein gemeinsames Standesbewusstsein dass ich
  184. im Konflikt mit Adel und Klerus entwickelte die gierig auf die blühenden freien reichsstätte schielten sie sich mit ihren sprudelnden Einnahmequellen
  185. untertan machen wollten wo das gelangen selten sie sich übrigens den Arzt auf dem sie saßen schnell selbst ab denn unter der fürstlichen
  186. Willkür Wirtschaft verödeten die Handelsstädte rasch wieder durch das Geld dieses wachsenden Bürgertums dass ich als kulturell
  187. führende klasse in Szene setzte während bisher fast nur die Kirche Aufträge an Künstler vergeben hatte gedient Kunst und Kultur im Deutschland das 15 und
  188. späten 16,15 und 16 Jahrhundert überreichlich die Spätgotik erlebt ein herrliche Spätblüte die Zentren dieser kulturellen Blüte waren Veran Schwaben
  189. und Franken kaum ein größeres Dorf dieser Gegenden indem man nicht noch heute eine der wundervollen spätgotischen Kirchen des 15 und 16
  190. Jahrhundert sieht mit ihren reich geschmückten Portalen und filigranen Türen denn komplexen Netz und sternengewölben im Inneren mit schönen
  191. Wandmalereien bunten Glasfenstern kunstvollen heiligen Figuren und dann einen Wänden den grabmelden Denkmälern der Bürger und Ritter dagegen
  192. in den reichen handelsstätten baute das wohlhabende Bürgertum auf eigene Kosten neue großkirch nach dem letzten Stand von Technik und Kunst um demonstrativ zu
  193. zeigen wer hier den Ton angab einige davon wie das im späten 14 Jahrhundert begonnene Ulmer Münster stellten ihren Dimensionen die Karte
  194. dralen der Bischöfe in den Schatten während die frühen hochgurtet erst mit 100-jähriger Verspätung aus Frankreich nach Deutschland gekommen und nur
  195. zögerlich angenommen wurde entwickelten sich in der Spätgotik jetzt spezifische deutsche regionalspiele und die süddeutschen Hallenkirchen des 14 und 15
  196. jahrhunderts gehören zum Schönsten was die gotische Kunst überhaupt geschaffen hat auch Malerei und bildhauereinnahmen jetzt ein ungeheuren Aufschwung und die
  197. städtischen Ateliers produzierten Gemälde und Skulpturen in einer bisher unbekannten Menge bis heute sind die regionalen Museen Süd und
  198. Mitteldeutschlands Österreichs und der Schweiz voll von den heiligen Figuren und Tafel gemelden der Zeit von etwa 1420 bis 1530
  199. und obwohl sie von teils dutzenden Gesellen in einer Werkstatt und unter Anleitung des Meisters hergestellt Massenprodukte wurden weil ihr
  200. künstlerisches Niveau und durchweg sehr hoch Würzburg Nürnberg Augsburg
  201. auch luxuskleidung Goldschmiede Arbeiten Möbel Teppiche und teures Geschirr erreichen immer höheres Niveau und je nach zahlreichenden Museen ausgestelltem
  202. goldenen und silbernen prunkbecher Pokale Prunk Uhren und so weiter aus den Werkstätten von Nürnberg Augsburg und Ulm sind wahre Kunstwerke
  203. in der Literatur werden erstmals deutschsprachige Texte in großer Zahl vertrieben Gedichte Schwenker und volkstümliche Vers Romane aber auch
  204. schöne Liedersammlungen mit Text und Melodien Notenschrift in der 1452 von Johannes Gutenberg in Mainz erfundene Buchdruck mit
  205. beweglichen Lettern breitete sich rascher aus und im 16 Jahrhundert wurden in Deutschland schon etwa 100.000 Hitler aufgelegt die meisten davon in Deutsch
  206. und nicht mehr auf Latein abgesehen von Norditalien gab es nirgends mehr Verlage Druckereien und Buchhandlungen als in Deutschland es war
  207. jetzt wirklich Flugschriften zur aktuellen politischen Themen und sogar schon eine Art regelmäßiger Zeitung herauszugeben der eine den ganzen
  208. deutschen Sprache umfassende öffentliche Meinung schufen und seiner enorm Politisierung der Bevölkerung führten was für die reformationenden Bauernkrieg
  209. entscheidend werden sollte in jedem Dorf gab es jemanden der lesen konnte und den anderen die neuen Flugschriften und Broschüren vorlassen und noch im
  210. abgelegensten Dorf diskutierten die Bäuerinnen jetzt über Politik und Religion neben diesem Aufschwung des Bürgertums
  211. befanden sich die meisten Adligen und geistlichen auf einem absteigenden Ast zwar konnten sich einige Dutzend bedeutende regional Fürsten auf Kosten
  212. der kaiserlichen Macht konsolidieren und auf ihren Territorium an zentralisierten Staaten zunehmend modern Zügen aufbauen aber das implizierte die fortschreitende
  213. Entmachtung der Ihnen als basalen unterstehenden Ritter und kleinen Grafen die Fürsten versuchten die kleinen Reichs unmittelbaren Ritter und
  214. Grafschaften das heißt wir alle das heißt die eigene Reichsstände waren zu schlucken und die schon als basalen auf ihrem Gebiet befindlichen zu ihren
  215. lokalen Beamten zu degradieren viele Ritter und kleine Grafen hassten die großen Fürsten ihre alte Freiheit beschnitten und sie ins Korsett der
  216. strengenden Ordnung des modernen Staates hineinzwingen wollten ein prominentes Beispiel für diesen Typus von Ritter der von der guten alten
  217. Zeit träumt als sie noch raue keinem aus dem Kaiser verantwortliche Herren waren die sich nach Herzenslust befinden durften und war Götz von Berlichingen
  218. deren Bauern Krieg noch eine Rolle spielen wird und uns seine farbige Autobiografie hinterlassen hat aber es brauchte gar nicht erst die
  219. Fürsten um diese kleinen Adligen herunterzubringen im Spätmittelalter ging es mit den ökonomisch sowieso steilberger ab das hatte verschiedene
  220. Gründe zum einen erforderte der technische Fortschritt im Kriegswesen enorme extra Ausgaben im Zeitalter von Büchsen und Kanonen mussten die Ritter
  221. die Befestigungen ihrer Burgen extrem verstärken wenn sie noch irgendeinen militärischen Wert haben sollten auch ihre Körperpanzerung musste
  222. drastisch verstärkt werden um noch etwas Schutz vor Kugeln zu bieten während die Ritter im Hochmittelalter kaum mehr als ein Helm ein leichtes Kettenhemden
  223. lederarms zu ihrem Schutz getragen hatten so mussten die Ritter des 15 und 16 Jahrhunderts ihren ganzen Körper und auf den ihrer Pferde mit massiven
  224. Stahlplatten ummantel die diese unbeweglich machen dass sie beim Sturz von ihrem Pferd hilflos waren wie auf dem Rücken liegende Käfer dieser
  225. martialisch aussehenden ganzkörper Panzer dieser Zeit sind heute noch Blickfang auf der Öffentlichkeit geöffnet und Schlössern und den Museen
  226. aber sie zeigen den Untergang des Rittertums an und nicht seine Blüte das alles kostet es sehr sehr viel Geld bei Einnahmen die nicht wesentlich
  227. liegen die neue militärische Situation bedeutet auch eine rapiden prestigeverlusterritter während die
  228. Adligen Reiters früher sich als Elite fühlten die Könige des Schlachtfeldes war so konnten sie jetzt jeder Fuß knappe aus einem Badem Bauern Aufgebot
  229. mit einer Büchse oder Armbrust und ohne besonderen militärische Ausbildung leicht niederschießen weswegen die Armbrust auch aus unritterliche Waffe
  230. verpönt war die aus den Rätern gebildetes schwere Reiterei entschied um 1500 zwar immer noch die meisten Schlachten aber ihre
  231. Bedeutung beim Sinken begriffen und es kam vor das reine infanteriehere wie die der schweizerischen Eidgenossen berittener Adels Heere vernichten
  232. schlugen die Ritter verloren somit ihren eigentlichen militärischen Existenzgrund zu alledem kam das vor ihren vor ihren Augen stehende Beispiel der im Luxus
  233. schwelgenen städtischen Großbürger die ausgedehnten neuen Luxusindustrie was irgendein städtischer Bankier oder Kaufmann in seinem stadtpares ich
  234. leisten konnte das musste der standesbewusste Ritter der verächtlich auf den städtischen Krämer herabblickte erst recht haben nur der städtische
  235. Krämer konnte sich das leisten der auf seiner Burg sitzende Ritter meistens nicht mehr und so verschuldete er sich über beide Ohren beim städtischen
  236. Bankhäusern um sich auch zeigen Gewänder Gold und Silbergeschirr Elfenbein Statue hätten silberne Uhren und in vor der prunkwaffen mit golddeko zu kaufen all
  237. diese verlockenden schönen Dinge diesen frühen Hochmittelalter noch kaum gegeben hatte um Ihre finanzielle Situation noch
  238. irgendwie einen Griff zu bekommen mussten die Ritter immer neue Steuern und Sonderabgaben erfinden die ihre Bäuerin in zahlen sollten oft warfen sie
  239. sie auch unter irgendeinem vorwandenden Kerker und zwang dann seine Familie in gegen ein schweres Lösegeld frei zu kaufen
  240. denn Handel Hemden sie durch immer neue Zölle für durch ihr Gebiet ziehende Kaufleute und macht da noch ein paar goldenen mehr herauszupressen
  241. viele Ritter wurden als Raubritter auch einfach ganz ordinäre Straßenräuber die davon lebten mit der Waffe in der Hand Reisen auf den Landstraßen auszuplündern
  242. und die von ihren Burgen aus ganze Regionen tyrannisierten auch das federwesen also der kleine Privatkrieg gegen andere Ritter oder
  243. gegen reichsstätte nahmen 15 Jahrhundert massiv zu und der irgendeinem albern Vorwand wurde ein rechtssta Rechtsstreit mit einer der wohlhabenden Städte der
  244. Gegend konstruiert und der Ritter zog dann mit einer scharan gewordene Söldner durch ihr Gebiet um sich seine Recht zu verschaffen indem er ihre Händler und
  245. Bauern ausraubte und die Ritter wurden auf deine Richter gelangtage und unter den städtischen patrizieren war die Ehrfurcht vor dem Adels so geschwunden
  246. dass es sie erst Gesindel betrachteten sie gerne das gewöhnliche Verbrecher festgenommen und aufgehängt hätten dazu trug auch die notorische
  247. Unfähigkeit der kleinen Adligen Ball mit Geld umzugehen was sie zu schlechten unzuverlässigen Schuldner machte das geliehene Geld investierten sie nicht
  248. sondern verprassten das meistens für Luxusausgaben und wenn das Geld wieder ausging betteln sie im neuen Kredit zogen auf Raubzug oder quetschen ihre
  249. Bauern dann noch ein bisschen mehr aus schließlich sank die Stellung der Ritter auch dadurch dass ihre Fürsten sie nun kaum noch als Berater und Hofbeamter an
  250. sich heranzgezogen das Erledigen jetzt bürgerliche Fachleute die an einer der neuen Universitäten studiert hatten wozu sich kaum ein Ritter hier gab
  251. mochte er noch so stolz auftreten es zeichnete sich ab dass die Gesellschaft wenn sie sich weiterentwickeln wollte dieses Gespür zu dem der kleine Adel
  252. geworden war los werden musste die Landesfürsten an diesen schon strenger Feder Verbote um den ritterlichen Unwesen Schranken zu setzen
  253. unterdessen litten die Bäuerinnen die ja die überwältigende Bevölkerung Mehrheit bilden sowohl einen aufsteigenden mit den absteigenden Kräften der
  254. Gesellschaft obwohl durch modernere Flüge und rationellere Feldwirtschaft bewirtschaft und die landwirtschaftliche Produktivität im Spätmittelalter
  255. erheblich gestiegen war ging es dann meistens Bäuerin immer schlechter und von allen Seiten wurden sie intensiver schreibt und ausgenommen
  256. zunächst mussten sie Reichssteuern an die kaiserliche Gewalt zahlen dann mussten sie den Kirchen zehnten an die Geistlichen leisten und in
  257. unentgeltlicher erheblichen Teil ihrer Ernte abgeben dann kam die Steuern an den Landesfürsten der für den Aufbau des modernen Staates mit einer wachsenden
  258. Bürokratie sowie für ein repräsentativen Hofstaat immer mehr Geld brauchte schließlich die auspreisung durch ihren lokalen Herren deren geldnödel oben
  259. geschildert sind überall in Deutschland nahm die Steuern Abgabenlast der Bäuerin im 15 und frühen 16 Jahrhundert dramatisch zu sodass sie
  260. oft in den fruchtbarsten Landstrichen hungerlebten und gerade genug zum Überleben haben in schlechten Jahren vom Hungertod bedroht waren
  261. noch dazu mussten sie ja nicht nur Steuern und Abgaben leisten mussten sie es nicht nur hinnehmen dass ihr Herr sich beim Tod eines Familienvaters
  262. ungeniert das Haupt oder alleine Erbe einsetzte und der Familie den Besitz des Verstorbenen Vietnam mussten sie nicht nur immer neue sondergelder Zahlen
  263. Sondersteuern für die Hochzeit für die drogenbesteigung eines neuen Fürsten und für 100 andere Gelegenheiten nicht nur mussten siehst dulden dass ihre Herren
  264. sie mit gefälschten Gewichten betrogen noch mehr Abnahmen also ihn durch die horrenden Abgaben lassen ohnehin schon Schulden nein sie mussten auch noch
  265. regelmäßig umsonst auf den Feldern ihre Herren schuften während ihrer eigenen Ernte vielleicht gerade auf arbeitende Hände wartete und nicht nur das so weit
  266. hat eine Adligen und geistlichen dir wie schon geschildert oft selbst feudalhern waren es getrieben dass die Bäuerin in jeden denkbaren knechtsdienstleisten
  267. mussten ohne Lohn natürlich Holzhacken Reparaturen durchführen Scheunen bauen Wege Graben in den herrschaftlichen gebäudenzen mehr noch
  268. als die materielle Bedrängnis nach dann Bäuerin auf der Verlust ihrer würde wenn sie willenloses Fieber behandelt wurden in einer kleinen Grafschaft bestandte
  269. Funke der das fast jeder aber Empörung zur Explosion brachte und darin dass eine verzogene Prinzessin in harter Arbeit ergraute Bauern dazu zwang an
  270. ihren seltenen freien Tagen in den Wald zu ziehen und dort auf dem Boden kriechen Schneckenhäuser für sich zusammen aus denen Sie Schmuck basteln
  271. wollte hier war die unsichtbare Linie überschritten bei der die Bauern sich sagten das lassen wir uns nicht mehr
  272. gefallen unter den Reichen Bürgern und Adligen wuchs die Verachtung für die Bauern in dem Maße wie sie sie mehr mehr Ausnahmen es erschien jetzt Sport
  273. Gedichte und Karikaturen auf die Bauern in denen sie so rohes tierhaft trieb gesteuertes gesehenen ausgelacht wurden und tatsächlich Sprachen die Adligen der
  274. Zeit über ihre Bauern durchweg wie über nutzt sie eher wie über Menschen wenn ein Bauernkrieg da rot lassen hat der Bauern mit solcher Macht wie eine
  275. Naturgewalt ausbrach so bekam die artigen und geistlichen nur die Quittung für ihr Verhalten und ihre Einstellung gegenüber den Bauern zuvor
  276. auch ihr rechtlicher Status verschlimmert dass ich im Spätmittelalter zunehmt hat es im Hochmittelalter noch sehr viele freie
  277. Bauern gegeben die eigenständige Grundbesitzer waren die keine Frondienste leisten und allen Fasern paar geringer Steuern zahlen mussten
  278. also kehrte diese Entwicklung sich im weiten Teilen Deutschlands im 15 16 Jahrhundert immer mehr um Bauern wurden wieder zu Leibeigenen oder höheren
  279. zinspflichtigen die sich von Leibeigenen nicht sehr unterschieden die Fürsten Bischöfe und Äbte erfanden immer neue Frondienste und fälschten oft
  280. sehr plump immer neue Urkunden die angeblich als alter Vergangenheit stand und ganz neue Dienste und Abgaben unter dem Hinweis verlangten dass das nur das
  281. alte hier gebracht der rechtzeit dass ihre Vorväter beachtet hätten die Bauern erinnerten sich wohl dass ihre Väter und Großvater noch viel weniger Dienste noch
  282. viel weniger Abgaben hatten leisten müssen als sie aber gegen so ein Stück Papier dass die Gesetzlichkeit des Ganzen verbürgt da waren sie machtlos
  283. sie konnten es nicht lesen und wenn doch wann sie die Nieren Schule besucht oder Geschichte gelernt hatten unfähig noch so grob schlechte gefälschung zu
  284. erkennen ihre Fürsten gerichtlich zu verklagen war für die höheringen der Regel unmöglich und wenn es doch einmal dazu
  285. kam entschieden die Gerichte zuverlässig nahezu immer zugunsten der Reichen und Mächtigen zumal die Bauern sich keine Anwälte leisten konnten während die
  286. Fürsten Bischöfe sich von ihrem römischen Recht geschulten Hof Juristen für jeden noch so dreiste Betrügereien eindrucksvolles juristisches Gutachten
  287. ihrem Sinne zusammenschreiben ließen so verloren immer mehr Bauern ihre früheren Freiheiten und einen lateinischen Urkunden der Zeit nennen
  288. die Chronisten aus dem Klöstern die ihnen unterstehenden Leibeigenen oft ganz treffend einfach servus gleich Slave in die Bauern fühlten den Betrug
  289. konnten sich aber nicht gegen ihn wehren und so war bei Ausbruch der Bauern auf Stein ihre erste Forderung immer die Wiederherstellung des alten Rechts vor
  290. den Adligen und geistlichen Übergriffen der letzten 50 bis 100 Jahre die geistlichen Herren triebens eher noch schlimmer als die Welt brechen hier
  291. war der Betrug noch dreister mit widerwärtigen pastoralen Moral sein tanzen übertünft wie die Ritter so verloren auch die
  292. Mönche und mittleren geistlichen mehr und mehr ihre soziale Funktion seitdem das städtische Bürgertum sie kulturell und intellektuell weit überflutet hatte
  293. und die Klöster ihre Funktion als einzige Städten höherer Bildung verloren stattdessen wurden die Klöster jetzt von nichts tun aus besseren Familien
  294. bewohnter Anstalten zur ausquetschung der arbeitenden Bevölkerung der Region die keinen nachvollziehbaren Sinn mehr hatten außer Geld Geld und noch mehr
  295. Geld für das Wohlleben der Mönche und Prälaten herbei zu schaffen die in offener Verhöhnung ihres armuts und keuschheitsglück des zechten und
  296. Trachten wie nur irgendein weltlicher Fürst der bäuerliche Hass auf die Mönche und Bischöfe waren der Regel noch viel
  297. stärker als gegen den Adel und in der ganzen populären Literatur des späten Mittelalters erscheinen Pfaffen fast ausnahmslosen was gehässige Karikaturen
  298. also Fresser Säufer Lügner Betrüger und Vergewaltiger vor denen man Frauen Kinder in Sicherheit bringen muss in den einfachen Leuten gepredigte Theologie
  299. war dabei recht schlicht seit ihrem Herrn immer Gehorsam und gibt vor allem fleißig das Geld heraus dass er von euch wünscht wenn ihr euer Seelen Heil retten
  300. und den Himmel kommen wollt was man nicht durch Abgaben aus ihm herauspressen konnte versuchte man durch Schüren von dumpfen aber glauben zu
  301. gewinnen das ablassunwesen kommt damals auf als man gegen schweres Geld von umherziehenden schillernde werberäden
  302. halten und Verkäufern Papierstücke kaufen konnte die am Verwandten Linderung seiner quaren im Fegefeuer bringen sollten das damit eingenommene
  303. Geld sehr viel Geld ging teils nach oben damit der Papst davon seinem privatkriege mit den italienischen Fürsten führen und sich einen neuen
  304. herrlichen Dom bauen konnte teils an die lokalen deutschen Bischöfe und Äbte die sich davon Brokat Gewänder exotische Gewürze und goldgeschirr leisteten auch
  305. der Verkauf gefälschter Reliquien und Massen produzierter wundertätige Heiligenbilder was sehr beliebt und besser die Kasse auf
  306. der Abscheu über diese Praktiken der Kirche was so allgemein dass er auch das Bürgertum erfasste und den Wunsch näherte die deutsche Kirche von Rom zu
  307. trennen und grundlegend zu reformieren sehr verschieden von den hohen prellaten waren die einfachen Dorfer die meistens sehr arm waren das alltägliche Leben und
  308. die Note einfachen Leute kannten mit ihnen Sympathie hatten sehr viele von ihnen schlossen sich den Sozialprotesten der Zeit an und wir werden noch sehen
  309. wie viele Anführern Ideologen das Bauernkrieges aus der niederen Geistlichkeit kam so geduldig die Bäuerin nach langen
  310. gewesen waren ihre Leidensfähigkeit erreicht am Beginn des 16 Jahrhunderts Grenzen überall Gerte es wuchs die Unzufriedenheit und der Widerstandsgeist
  311. der nur auf eine günstige Gelegenheit zum offenen Ausbruch wartete an solchen Gelegenheiten sollte es nicht mangeln
  312. zu den üblichen finanztricks der Fürsten zur Aufbesserung ihrer Kasse gehörte die massenhafte Prägung minderwertiger Münzen mit verringertem edelmetallgehalt
  313. die sie es vollwertig unter ihren Untertanen Umlauf brachten um so mit ihrer Schulden Weg zu inflationieren diese Praktiken führten zu regelmäßigen
  314. Staaten Teuerung die die Bauern hart trafen denn sie hatten ja kein regelmäßiges Geld Einkommen dass eine Inflation hätte angepasst werden können
  315. sondern mussten von einem kleinen Ersparnissen zern die sie durch den Verkauf ihrer Ernte Überschüsse im Vorjahr erzielt hatten und die nun rappt
  316. jeder an Wert verloren sofern sie überhaupt ein bisschen Geld zurücklegen konnten und die Abgaben Adel und leeres nicht gleich alles aufreißen
  317. Anfang der 1490er Jahre wüteten Mitteleuropa eine besonders schlimme Teuerungswelle die nicht nur ein heftigen bauernaufstandenden
  318. Niederlanden auslöste der vom Herzog von Sachsen militärisch niedergeschlagen wurde sondern gaben auch den Anstoß für den ersten Aufstandsversuch des
  319. berühmten Bundschuh Bundschuh die Bewegung hatte ihren Namen von den hohen Riemen schon die die Bauern trugen in Abgrenzung von
  320. Lederstiefeln der Ritter und wenn die Bewegung um das Pfeifer Henssler oder der holländische Bauernaufstand Massen Mobilisierung ohne klares politisches
  321. Bewusstsein ohne militärischen und organisatorischen Plan waren so der Bundschuh das genaue Gegenteil eine hochorganisierte disziplinierte
  322. Verschwörergruppe mit präzisen militärischen Planung und ausformulierten politischen Forderung aber ohne hinter ihm stehende Massen
  323. der Bundschuh trat erstmal 1493 im Umland der kleinen elsässischen Stadt schlägt Staat auf die meisten der Verschwörer waren Bauern
  324. aber es schlossen sich ihm nach städtische Arme an und sogar einige Stadtbürger und niedriger Adlige sympathisierten mit Ihnen
  325. die Forderungen die sie proklamieren wollten waren noch relativ gemäßigt und sollten das bestehende feudale Gesellschaftssystem nicht Umstürzen
  326. sondern nur seine schlimmsten Auswüchse beseitigen schuldeners abschaffungen einer Reihe besonders willkürlicher neuerer
  327. freudealabgaben Abschaffung der zuverlässig immer gegen die Armen entscheidenden Geistlichen und Reichsgerichte und stattdessen
  328. demokratisch gewählte Gerichte für jede Gemeinde Beschränkung der geistlichen auf ein Amt mit bescheidenem Einkommen es kam oft vor dass höhere geistliche
  329. zig verschiedene Ämter auf sich vereinigten und deren einkornamen einsprechen ohne ihre Amtspflichten tatsächlich zu beachten Bewilligung
  330. neuer Steuern und Abgaben durch die Gemeinden der Plan für die entfachung des Aufstandes in dem diese Forderungen
  331. durchgesetzt werden sollten war akribisch ausgearbeitet und sollte mit einem Angriff auf schlecht statt beginnen von wo ist die Bewegung sich im
  332. Land ausbreiten sollte aber trotz harter strafanderung gegen Verräter siegerten Nachrichten von den Vorbereitungen an die Behörden durch die sofort reagierten
  333. dutzende verschworene wurden verhaftet einige hingerichtet vielen das Abschrecken des mahnzeichen einige Finger abgehakt
  334. noch Jahre später kam es vor das Reisen dass ich einen schenken bei Männer mit fehlenden Fingern wunderten und die ortsansässigen in leise zuflüsterten das
  335. ist noch vom Bundschuh aber der Bundschuh von dessen führen viele ans Ausland fliehen konnten ließ sich von diesem Rückschlag nicht
  336. entmutigen und trat wenige Jahre später wieder auf dem Plan das Haupt der Bewegung war diesmal Joss Fritz aus dem Bistum Speyer an
  337. leibeigenerbauer des Bischofs der aber Lesen und Schreiben gelernt und sich mit den umlaufenden politischen und religiösen Reformen Ideen beschäftigt
  338. hatte als Söldner war der drückenden Engel des bäuerlichen Lebens sein kommt hatte einiges von der Welt gesehen und einen
  339. weiteren Horizont entwickelt dass es für einen Bauern der Zeit üblich war als er 1501 aus dem Militärdienst aussieht und seine Heimat zurückkehrte
  340. fand das Bistum Speyer in einem bedrückenden Zustand wieder eine solche die häufigen verheerenden Infektionskrankheiten die zahllosen
  341. durch Unterernährung schlimme Lebensbedingungen geschwächten bauernden Tod brachten wurden pauschale als Pest bezeichnet und eine die Ernte
  342. verderbende Dürer hatten das Land ins Elend gestürzt und der Bischof fließt trotzdem die erdrückenden Steuern und Abgaben erbarmungslos eintreiben
  343. wer nichts mehr zahlen konnte wurde einen Kerker gesteckt oder seiner verbliebenen Habe beraubt unter diesen Bedingungen nahm die Ideen
  344. von Joss Fred revolutionären Charakter an und der Plan den er den bauernden Dörfern entwarf ging viel weiter als die Forderung der ersten Bundschuh
  345. Verschwörung sein Programm war im wesentlichen dass der bürgerlichen Revolution wie sie viel später in England und Frankreich
  346. vollzogen wurde die Leibeigenschaft und höherigkeit der Bauern sollte vollständig abgeschafft werden alle Privilegien des Adels verschwinden damit
  347. die Kleinstaaterei in der hunderte Winkel Fürsten ihre Untertan schikanierten sollte verschwinden und Deutschland eine geeinte
  348. konstitutionelle Monarchie werden mit einem Kaiser an der Spitze dessen Macht Befugnisse von einer demokratisch gewählten Volksversammlung begrenzt
  349. werden die von den Bauern bearbeiteten Äcker sollten ihren Besitz übergehen und jeder frei über seine Arbeitskraft und seine
  350. Eigentum verfügen dürfen Wälder Wiesen und Gewässer sollten wieder Gemeineigentum aller werden die Geistlichen sollten wieder zu einfachen
  351. Priestern werden die jede politische Macht verlieren und nur ein für ihren Lebensunterhalt ausreichendes Gehalt bekommen sollten die fürstlichen Söldner
  352. Heere sollten aufgelöst und durch ein volksherr des Reiches ersetzt werden während viele unzufriedene Bauern sich noch Illusionen darüber hingaben dass
  353. man Adel und kleros durch gutes Zureden und das gesetzliche reformerischem Wege zur Aufgabe ihrer Privilegien bringen können was Fritz politisch
  354. Fortgeschrittene und erkannte das ist zur Realisierung dieser Forderung kein anderen Weg gab es dem der bewaffneten Revolution
  355. beim Aufbau seiner geheimen Organisation wurde Fritz von vielen Veteranen des ersten Bundschuh unterstützt und bald gab es eine ganzen Region lokale
  356. miteinander koordinierte Verschwörer zirke die offensichtlichen verschiedenen konspirationsgrade unterteilt waren ein inneren Kern der ganz Eingeweihten
  357. Führer des Aufstandes und ein größeren Kreis von Helferinnen und Sympathisanten wobei Fritz besonders die aus der ein starker Kasten getrennten Gesellschaft
  358. Ausgestoßener als Agenten Monster das städtische Lumpen producariat besonders aber die damals sehr zahlreichen Bettler Details zu uns ähnlich organisiert waren
  359. und von regionalen bettlerkönigin geleitet wurden mit diesen nun Schloss Fritz Bündnisse versprach ihn bei gelingen das
  360. Aufstandes hohe Geld Belohnung und brachte sie dafür dazu Nachrichten zwischen den verschiedenen Gruppen zu übermitteln und sich als Kundschafter im
  361. Land umzusehen im Frühjahr 1502 gehörten dem Geheimbund bereits nicht nur 7000 Männer sondern auch 400 Frauen an deren doppelt
  362. unterdrückten Status Fritz erkannt hatte und der sich darum bemühte sie zu politisieren auch 500 entlassene Söldner mit
  363. militärischer Erfahrung gehörten dem Boden da und sogar einige unter der wachsenden Macht dafürsten leidende Ritter wollten sich im anschließen wobei
  364. Fritz jedoch jeden ab wie es der noch selbst Leibe eigentlich hielt sein militärischer Plan war gut durchdacht
  365. erst sollten die Verschworenen die bischöfliche Festung Bruchsal im Handstreich einnehmen die dortigen Stadtsoldaten zum Anschluss bewegen und
  366. sich mit denen der Stadt lagernden Waffen ausrüsten dann sollten sie dann rein überqueren die Hauptstadt Speyer erobern von da aus das ganze Bistum oder
  367. ihre Kontrolle bringen denn Aufstand oder Mitwirkung der Veteran das ersten bundschuhens elsaßen die Markgrafschaft Baden tragen und wenn sie sich dort
  368. einmal konsolidiert hätten mit vereinten Kräften ganz Deutschland zur Revolution der eröffnungsschlag gegen Bruchsal sollte am 22 April 1502 erfolgen
  369. aber wieder scheiterte das Unternehmen kurz vor dem angesetzten Termin durch Verrat zwei verschworene ging nach Speyer
  370. deckten den Bischof die ganze Verschwörung auf und nannten den Namen der wichtigsten Führer der Bischof unterstützt vom alarmierten Markgrafen
  371. von Baden nahm sofort eine Reihe Hauptleute fest und entlockte ihm unter der Folter die Namen zahlreicher weiter verschworener
  372. hunderte wurden festgenommen zehn enthauptet einige weitere geviertheit und ihre Leichen zur Abschreckung an den Landstraßen aufgehängt
  373. jeder der in die Verschwörung involviert war verlor seinen gesamten Besitz seinen Bischof der Geld für seine luxuriöse Hofhaltung brauchte
  374. wieder wie schon 1493 in schlecht statt wurde den Verschwörern die man nicht hinrichtete der Finger abgehakt mit dem sie auf den Bund geschworen hatten und
  375. diese aufrührerischen Elemente leicht kenntlich zu machen der Verräter der den Bischof gewarnt hatte bekam zur Belohnungen reichliches Geld geschenkt
  376. und ein Ehrenposten als gerichtsweise sein Speyer Jos Fritz gelang es rechtzeitig aus dem Bistum zu fliehen und uns preisgau zu
  377. gelangen wo unter falscher Identität lebte und sogar von Balthasar von blumeneck einen kleinen Adligen der Nähe von Freiburg als feldhüter angestellt
  378. wurde aber Fritz blieb auch hier nicht lange ruhig er nahm heimlich Verbindung mit anderen unzufriedenen der Gegend auf und
  379. baute zusammen mit seiner Frau else einen neuen Geheimbund auf 1513 rumorte es wieder in Süddeutschland sein Programm der Abschaffung von Adel
  380. und Klerus und der Begründung eines politisch geeinten Staates freier und gleicher Bürgerin blieb in seinem wesentlichen Zügen dasselbe wurde aber
  381. nun um etliches sozialpolitische Forderungen ergänzt so sollte es eine generelle Entschuldung aller Bauern geben der maximale Zinssatz soll doch
  382. fünf Prozent begrenzt werden Wucherzinsen von 20 bis 30 Prozent waren damals nicht unüblich und die beschlagnahmen Güter der geistlichen
  383. sollten zur Versorgung der Armenien die Verschwörer trafen sich nachts auf der hartmatte eine abgelegenen Waldlichtung besprachen dort ihre Pläne
  384. und wählen die militärischen Führer für den Aufstand diesmal sollte es mit der Einnahme des wohlhabenden für damalige Verhältnisse
  385. recht großen Freiburg losgehen und von dort Schwaben das Elsass und das Bistum Bayern Aufruhr versetzt werden jetzt brauchen Sie nur noch eine
  386. feldfahrer und Fritz warnte sich an ein Freiburger Maler der allerdings entsetzt ablehnt hat fritzinger Öffner der dass er die Flagge mit einem Bundschuh
  387. bemalen lassen wollte der Begriff Bundschuh war schon zum Synonym für gewaltsamen Aufruhr geworden und dann manchen Orten lief es den Adligen und
  388. geistlichen kalten Rücken hinunter wenn Sie Ihre Bauer nach irgendeiner neuen schikaner vom bundumormen hörten Fritz gegen die freie Reichsstadt
  389. Heilbronn wohin niemand kannte und beauftragte dort einen anderen Maler auch der was skeptisch also ein Bundschuh malen sollte aber Fritz der
  390. einiges schauspielerisches Talent besaß imitierte Schweizer Dialekt und meinte er sei der Sohn eines schweizerischen Gastwirts der von schumachern abstamme
  391. und deswegen einen Grundschulen Familienwappen führen der Maler glaubte ihm diese Geschichte und mit der neuen bundschuhfahren
  392. erklärte Ernst Breisgau zurück doch als er dort ankam war auch der dritte bodenschuh bereits verraten zwei verschworene hatten einen Bauern
  393. zum Eintreten die Verschwörung zu überreden versucht und Ihnen als er davon nichts wissen wollte und so sehr bedrängt dass er zum örtlichen Fahrer
  394. liefern ihm die Geschichte erzählte der Pfarrer gab die Information sofort an die Behörden weiter die bald die ganze Verschwörung aufdecken
  395. 200 bewaffnete Reiter schwärmten aus Freiburg aus nahmen die Hauptleute Fest wieder gab es Enthauptungen und vierteilungen wieder wurden dutzende
  396. spurfinger abgehakt zig andere enteignet und das Landes verwiesen und wieder gelang es Joss Fritz der zu einem Flugblättern und Liedern gefeierten
  397. Volkshelden unter den Armen geworden war unterzutauchen und sein Verfolgern zu entkommen aber es verging lediglich ein Jahr bevor
  398. wieder große Unruhen ausbrachen diesmal im Herzogtum würdenberg an der Spitze wirkenbergs einem der größeren Fürstentümer Süddeutschlands
  399. stand der damals 27-Jährige Herzog Ulrich der schon das Kind zum Herzog geworden war unter zerrütterten Familienverhältnissen
  400. ohne jede regelmäßige Bildung und Erziehung aufgewachsen wurde Ulrich der jede willkürliche kindliche Laune tyrannisch ausleben konnte ein brutaler
  401. unberechenbarer Choleriker der sich im Regierungsgeschäfte kaum kümmerte und sich zu einem maßlosen trasser und Alkoholiker entwickelter
  402. als Jugendlicher hatten die Vorzüge des Herzogs Seins für ihn vor allem darin bestanden sich jederzeit mit jeder Delikatesse vollstopfen zu können dir
  403. bei seinen Höfling bestellte und war stark fettleibig geworden eines Tages aber bemerkte er also beim Kloster Maulbronn ein Partner die
  404. heimischen Blicke seiner Begleiter und der beschloss abzunehmen was er dann noch erfolgreich Tat vor allem durch tägliche stundenlange reicht und
  405. Jagdausflüge bei denen am Gefolge bedenkenlos die Felder niederritt von deren Ernte die Bauern leben mussten das Jagdfieber packte ihn so dass er
  406. gewaltige Reh und wildschweinbestände heranfüttern ließ die die Äcker und Gärten der Bauern wegfraßen wo gegen diese nichts unternehmen durften wer das
  407. will dass seine Ernte fraß Schoss oder auch nur von seinem Feld verscheuchte musste mit harter Bestrafung rechnen als er 1511 die mit dem Kaiser Verwandte
  408. bayerische Prinzessin Sabina heiratete Lisa an seiner Stuttgarter Residenz eine exorbitante pro Hochzeit mit 7000 Adligen Gästen veranstalten für den
  409. Versorgung ein komplettes Jahresbudget des Herzogtums verschleudert wurde aus repräsentationsgründen zahlt der ungeheure Summen an Adlige aus berühmten
  410. Fürsten Familien als Dienstleute an seinen Hof zu kommen und für sein hemmungslosen Lebensstil gegen weitere riesige Beträge drauf
  411. um die zerrütteten Staatsfinanzen einigermaßen zu konsolidieren dachte er sich immer neue Sondersteuern und Abgaben für seine Untertanen aus den
  412. einem so fruchtbaren Land bald zu den ärmsten und gedrücktesten Deutschlands gehörten der Hass auf den Herzog wurde allgemein
  413. und sogar der Kaiser rügt den öffentlich aus ihm zu Ohren kam das Ulreich seine Frau im so regelmäßige wildprügelte sie zur absonderlichen Sexualpraktiken Zwang
  414. und misshandelte und demütigte wenn sie sich weigerte das sind Provinz Fürst somit einer Kaiser Nichte umsprang das ging doch etwas zu weit
  415. der Tropfen der das fast zum überlaufen brachte war Ulrichs Versuch mit gefälschten Gewichten die indirekten Steuern hochzutreiben nachdem die
  416. direkten Steuern schon so hoch waren das kaum noch eine Steigerung möglich war die neuen Gewichte mit den Lebensmittel abgewogen werden mussten trugen die
  417. alten Pfund Bezeichnungen Wogen aber nur noch zwei Drittel davon wer also den vollen Preis für ein Pfund Getreide oder Fleisch bezahlt bekam nur zwei Drittel
  418. davon der Rest der Summe waren indirekte Steuern den die Kasse des Herzogs Flossen der Widerstand begannen humoristischer Form im Remstal zogen die
  419. Bauern in die städtischen Verwaltungsgebäude nahmen dort die neuen Gewichte an sich und brachten sie uns Ufer des Flusses wo sie vor der
  420. versammelten Dorfgemeinde ein Gottesgericht über die Gewichte abhalten wurden bei den Hexenprozessen des späten Mittelalters in der frühen Neuzeit darf
  421. man der Hexerei Verdächtige Frauen oft ins Wasser um zu prüfen ob sie wirklich Hexen sein ertranken sie waren sie unschuldig und blieben sie oben
  422. schwimmen mussten sie hexen sein und das machten die Bauern im Remstal jetzt mit den Gewichten wenn der Herzog im rechtzeit dann sollten die Gewichte oben
  423. schwimmen haben aber die Bauern recht so sollten sie untergehen natürlich versanken die metallenen Gewichte immer im Wasser
  424. unter großem Gelächter der Zuschauerin dieses Schauspiel wiederholten sie in der ganzen Gegend und aus den spontanen die es auslöste kristallisierten sich
  425. schließlich politische widerstandspläne heraus sie beschlossen dass die Bauern sich bewaffnen das städtische Bürgertum auf ihre Seite ziehen und die Willkür
  426. des Herzogs zuerst zogen sie mittlerweile 3000 Mann stark nach Schorndorf und forderten die Stadt auf auf ihre Seite zu treten der
  427. herzogliche Statthalter kam zu ihnen heraus redete ihnen gut zu bewertete sie mit Brot und Wein und erklärte dass der Herzog gerade zu Besuch beim Landgrafen
  428. von Hessen sei sich aber sicher Ihre Beschwerden anhören werde wenn er wieder zurück sein sie sollten in zwei Wochen wiederkommen
  429. dann können man alles mit dem Herzog direkt besprechen und sicher zu einer vernünftigen Lösung kommen die Bauern erklärten sich dazu bereit und ging
  430. vorerst wieder friedlich nach Hause Ulrich wurde von seinen Räten sofort nach Württemberg zurückgerufen am liebsten hätte er dann Aufruhr
  431. militärisch niedergeschlagen aber kein Bankier war bereit im Hals so Geld für einen solchen Feldzug zu sein also musst du Ulrich vorerst nachgeben erklärte die
  432. neuen indirekten Steuern für aufgehoben und versprach einen Landtag einzuberufen auf dem die Bauern ihre Beschwerden vorbringen können
  433. die Bauern waren zufrieden und bereiteten sich auf den Landtag vor zu ihrer Bewegung die man den Armen Konrad nannte was sprichwörtlich war für den
  434. armen Mann bekannten sich neben baue nach zahlreiche städtische Bürger die das wirtschaftlich verantwortungslos als Hindernis für die freie Entfaltung
  435. von Handel und finanzbetrachteten aus ganz Württemberg strömten Bauern in die Kanzlei des Arm Konrad im Haus des Schorndorfer messerschmieds Kasper
  436. pregitzer wo juristisch gebildete Bürger ihre beschwerdenaufnahmen und den schriftliche Form brachten die bürgerlichen im Arm Conrad wieder
  437. Jurist Ulrich entenmeier tragen vor allem auf eine verantwortliche Wirtschaftspolitik des Herzogs und größere Autonomie für die Städte werden
  438. die bäuerliche Fraktion deren prominentester Sprecher an würtinger Bauern namens singer hans war nicht nur die den Bauern akut auf den Nägeln
  439. brennenden Themen pochte Schluss mit dem herzoglichen Jagd und wildtheke Unwesen dass die Felder zerstörte Rückführung der Wälder Wiesen und Gewässern
  440. Gemeineigentum sondern auch politische Ideen des Bundschuh wieder aufgriffen Ende des vordersystems mit seinen unzähligen adligen Herren und Schaffen
  441. eines geeinten Staat das unter kaiserliche Regierung da brachte ein Überfall auf den singer Hans durch den herzoglichen Forstmeister
  442. die Situation zur Eskalation insbesondere dass das Gerücht aufkam dass der Herzog an den Grenzen fremde Truppen zusammenziehe um die Bauern mit
  443. Gewalten niederzuwerfen die Bauern bewaffneten sich und sammelten sich in bald tausende Mann starken heraufen viele Städte öffnen ihn
  444. die Tore und nahmen auf ihren Mauern bäuerliche Garnison auf in anderen Städten putschte das Bürgertum selbst gegen die herzogliche Gewalt und unter
  445. der niederen Geistlichkeit macht er sich eine Art Befreiungstheologie bereit die erklärte dass die willküren die Räubereien der Adligen und hohen
  446. geistlichen gegen die Gebote Christi sein und die Bauern sich mit Gewalt zur Wehr setzen sollten um das Göttliche recht wieder herzustellen
  447. eine besonders entschlossene revolutionäre Zelle im bildete sich in Markgröningen unter dem Pfarrer Dr Reinhard Geislingen dessen aufstachelnde
  448. Predigten sondern späteren predigen Thomas Müntzer sein bald trugen die Bauern einer seine Stange gespießten Bundschuh
  449. erfeltzeichen manche Städte stellten Truppen aus ihren Bürgern auf andere wollten nur friedliche Verhandlungen mit dem Herzog
  450. so war die Atmosphäre zum Zerreißen gespannt als der vom Herzog einberufenen Landtag in Stuttgart begann und die Delegierten ihre Forderungen
  451. unterbreiten Entmachtung der verhassten bisherigen Reiter des Herzogs Kontrolle seiner Macht durch Anderson Adel städtischen
  452. Bürgertum dann Dorfgemeinden zusammengesetzten Gremium in dem Ritter und Bürger allerdings die Stimmen Mehrheit haben sollten
  453. Aufstellung eines festen Jahresbudgets für die Privatausgaben des Herzogs und Besteuerung seines persönlichen Grundbesitzes
  454. Aufhebung der Steuerfreiheit für Kirchenbesitz und Verstaatlichung dessen was über das zu Versorgung der geistlichkeiten notwendige Maß
  455. hinausging Einberufung eines Untersuchungsausschusses über die bisherige Misswirtschaft der
  456. herzoglichen Regierung diese Forderung verschlugendem Herzog die Sprache und draußen vor der staatsammeln sich heraufen bewaffneter
  457. Bauern um den Forderungen ihrer Delegierten Nachdruck zu verleihen Ulreich Flo aus dem unruhigen Stuttgart ins erzkonservative landstätten Tübingen
  458. wohin hat ein Landtag bestellte Bauern und klaviermaßen weitertragen zu können und die überwiegend aus dem städtischen
  459. Bürgertum stammten Delegierten gaben einen ersten Beweis ihres Mannes eine Rückgrat und politische Reife folgten der Aufforderung und ließen sich vom
  460. Herzog soweit herunter handeln dass ich schließlich Decken gegen ein paar unbedeutende Konzession deren Einhaltung sich nicht kontrollieren ließ die
  461. Bezahlung seiner immensen Schulden zu übernehmen die Zeche dafür würden die Bauern zahlen müssen die meisten Bauernhaufen fanden sich mit
  462. dem Tübinger Vertrag resigniert ab und ging nach Hause nicht aber die remstaler Bauern von denen der Aufruhr ausgegangen war Ulrich forderte sie auf sich
  463. unbewaffnet vor der Stadt Schorndorf zu versammeln wo er mit ihnen sprechen wurde sie erschienen aber nicht unbewaffnet sondern mit Spießen Keulen
  464. und Schwertern in der Hand 7000 veranstark und der Herzog der damit nicht gerechnet hatte führte nur ein kleines gefolger von 80 panzerreitern
  465. mit sich das er seinen Marschall Konrad von Tom mitbrachte den sie für den Misswirtschaft in erster Linie verantwortlich machten machte die Bauern
  466. besonders wütend sie weigerten sich den Tübinger Vertrag anzuerkennen und der Herzog in den vielen noch Illusionen gesetzt hatten er meines eigentlich gut
  467. mit ihnen und werde nur von schlechten Ratgebern verdorben fuhr sie in herrischen verachtungsvollen Ton angefällig zu gehorchen
  468. sein Marschall rief den Bauern zu jeder der sich zusammen rechtmäßigen Herrn bekennensole zu ihm treten nicht an einziger der siebentausendtrat hervor
  469. stattdessen riefen sie dem Herzog Beschimpfungen zu und hielten ihm vor wie er sie jahrelang betrogen und ausgeraubt habe als Unrechts Gefolge
  470. Anstalten machte die Bauern anzugreifen zielte einer von ihnen mit seiner hakenbüchse auf den Herzog und die Umstehenden riefen ihm zu schieß doch
  471. auf ihn schieß doch auf dem Lumpen aber ohne rechte dein Ernst der Lage Begriff hatte sich mit seiner Reitern zur Flucht gewarnt und war entkommen die Stadt
  472. Schorndorf wohin er fliehen wollte war zu den Bauern übergetreten und hielten Herzog die Tore verschlossen so dass er auf seinen Stuttgarter Schloss
  473. zurückkehren musste wieder schaden sich um die remstaler zigtausende bewaffnete Bauern aus ganz Württemberg und dann versucht Stuttgart
  474. zu erobern scheiterte nur knapp schließlich legte sich die erste Wut wieder und Ulrich konnte sie zu einem Vertrag bewegen nachdem sie vorher erst
  475. wieder nach Hause gehen sollten während der versprache neuen Landtag einzuberufen dem noch einmal alle ihre Klagen diskutiert werden sollten
  476. aber daran dachte der Herr zu gar nicht denn mittlerweile waren große Truppenverbände der benachbarten Fürsten gekommen die fürchteten dass der
  477. würtemberger Aufruhr sich aufs ganze Land ausdehnen konnte und in deswegen Keim ersticken wollen erneut bildeten sich bewaffnete
  478. Bauernhaufen die sich beim aber nicht zu einem einzigen großen Heer vereinigten und Übermacht der fremden Truppen zwang ein der isolierten Haufen nach dem
  479. anderen zur Kapitulation 1.600 am Aufruhr beteiligte wurden in den Kerker gesteckt und gefoltert in jedem besonders Beteiligten
  480. Ort von öffentliche Hinrichtung von dutzenden Rebellen statt die Ruhe in würdenberg war unterströmen von Blut wieder hergestellt und im landkursierte
  481. der Vers ich bin jung und nicht alt gerade hübsch und wohlgestalt groß genug und kein Zwerg Herzog und hängt davon würdenberg
  482. zur rechtzeitigen Aufspürung künftiger Unruhen richtete Unrecht im Land den ersten modernen Geheimdienst Deutschlands sein der überall hin seine
  483. Spitzel aussahen der um jede öffentliche unmutsregelung sofort zu denunzieren und das Schwäbische Bund der lockere Zusammenschluss der Süddeutschen
  484. Fürstentümern freien Reichsstädte schwor mit vereinten Kräften jeden Bauernaufstand niederzuschlagen der sich in einem der Mitgliedsstaaten Regen
  485. sollte bald sollte das auch bitter nötig werden [Musik]