Der deutsche Bauernkrieg 1525 (Teil1) Fabian Lehr https://www.youtube.com/watch?v=cvFTyFxBbD0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 [Musik] den folgenden Text habe ich im Jahr 2017 verfassten damals eras Broschüre veröffentlicht ich würde heute einiges 0:33 anders schreiben einiges anders Gewichten einige zusätzliche Themen hinzunehmen anderes weniger ausführlich behandeln ich plane auch dass ich 0:42 nächstes Jahr eine größere podcastreihe zur Geschichte des Bauernkriegs veröffentlichen werde möchte bis dahin weil das aber noch mindestens ein Jahr 0:50 dauern wird den Text wie ich im Jahr 2017 geschrieben habe aber trotzdem zur Verfügung stellen und damit beginnen mit diesen meines Erachtens immer noch 0:58 brauchbaren Einleitungstext über die Geschichte des Bauernkrieges in Deutschland 1:06 in den 1470er Jahren lebt auf dem Gebiet des Fürst Bischofs von Würzburg ein junger Schafherde namens Hans Böheim er verdient dass ich ein kleines Zubrot 1:17 indem er abends in den Dörfern durch die erzogenen schenken auf Dorffesten und Hochzeiten Flöte spielte und selbst gedichtete Lieder sein die Leute dagegen 1:26 mochten das frei verhänzlein gern und oft kam eines der Dorfmädchen nachts mit auf seiner Weide im Jahr 1476 plagte deswegen das 1:37 schlechte Gewissen und der pilgerte zum Marienbild von Niklas Hausen wo man diesen in Franken berühmten Wallfahrtsort seine Sünden zu beichten 1:46 in der Nacht darauf hat er eine religiöse Vision in der die Jungfrau Maria gesehen haben will und das ganze auf ihn eindringende Leid aller Menschen 1:53 der Welt die Jungfrau so sagte er habe ihn befohlen sein oberflächliches Leben aufzugeben und nur noch dafür zu leben 2:01 denn menschengerechtigkeit und ein besseres Leben zu schaffen so verbrannte er seine geliebten Musikinstrumente die bunten Federn und kleinen Schmuckstücke 2:11 die er mit sich trug und begann den Leuten den Dörfern reden darüber zu halten dass alles ganz anders werden die Welt völlig umgestaltet werden müssen 2:20 die Gabe Menschen für sich einzunehmen hat er immer besessen aber nun da predigte statt Flöte blies kam nicht mehr einige Dutzend sondern Hunderte 2:31 bald tausende Menschen die zig kilometerweit hinaus wanderten um ihn zu hören aber obwohl er sich auch auf die heilige Jungfrau berief bekam sie bei 2:39 ihm ganz andere Dinge zu hören als beim Fahrrad alle Menschen seinen Brüder und Schwestern alle gleich und frei die einander helfen und miteinander teilen 2:48 sollen die Herren haben zu ihrem Reichtum selbst nichts getan sondern verprassen nur das was andere für sie erarbeiten darum soll es keine Herren 2:57 mehr geben sondern jeder mit seinen eigenen Händen erarbeiten geschätze der bischöfer und Klöster sollen ihn genommen werden um damit die 3:06 Armen und Kranken zu versorgen die Wälder Wiesen und Flüsse und alles was in ihnen sei gehöre allen Menschen gleichermaßen und das waren unerhörte 3:15 Forderung und sie trafen den Nerv der Bauern Handwerker und entlassenen Soldaten die es hör Ten zu Hause in ihren Gemeinden weitererzählten und 3:23 darüber diskutierten bald Drang sein Ruf über das Taubertal hinaus und aus für die Begriffe und die Transportbedingungen der Zeit weit 3:32 entfernten Regionen strömten neugierige zu ihm aus Thüringen Sachsen Bayern Württemberg und Hessen vieler blieben ganz beim Pfeifer 3:41 Henssler und zogen mit ihm durchs Land der Bund der Haufen umfasste hunderte bald tausende Menschen die alles verkauften was sie nicht dringend 3:50 brauchten und gleichmäßig unter sich teilten einander nur mit Bruder und Schwester anredeten und nachts unter freiem Fällen mehr auf freiem Feld unter 3:59 dem Sternenhimmel schliefen der Fürst Bischof von Würzburg der gerade inthronisierte Rudolf von Scherenberg der in diesem schönen 4:07 fruchtbaren Ländchen nicht nur als Geistlicher oberhärte sondern auch aus weltlicher Fürst herrschte schenkte dem anfangs keine große Beachtung 4:17 bald aber nahm die Bewegung einen schafarm die klerikalen Ton an den aufforderten ließ in einem Fürst bist du wie Würzburg wo die Geistlichen 4:26 gleichzeitig weltliche Herren war zeigte sich die degeneriertheit der hohen Ränge der Kirche besonders scharf der Bischof selbst und die ihm 4:35 unterstehenden Stiftsherren und Äbte pressten die ihnen unterstehenden Bauern mit immer neuen Steuern Sonderabgaben und Zöllen so erbarmungslos aus dass 4:44 selbst in einer so fruchtbaren Gegend oft Hunger herrschte dazu mussten die Bauern noch an mehreren Tagen pro Woche unbezahlt auf den Feldern der 4:52 geistlichen schuften und auch sonst jeden Dienst für sie verrichten wer die Rechtmäßigkeit einer neuen Abgabe besteht landete schnell das 5:01 Aufrührer im Kerker von dem Geld dass die hohen geistlichen die durchwegsöhne namhafter Adels Familien waren aus den Bauern 5:09 herausgeschunden hatten führten sie ein verschwenderisches und ausschweifen des Lebens kleine Könige und nicht eigentlich durch Gelübde zu Armut und 5:18 Keuschheit verpflichtet Drogen sündhaft teurer herrlich mit Goldfäden bestickte Brokat Gewänder aßen viele gängige Delikatessen Menüs aus Gold und 5:28 Silbergeschirr betranken sich an teuren Weinen gaben Kunstwerken Auftrag und hielten sich auf deinen Haaren von Prostituierten 5:36 das Pfeifer henssline das den zu ihm kommenden geduldig zuhörte bekam immer neue erschütternden Geschichten davon zu hören wie die Pfaffen die armen Leute 5:45 beraubten betrogen und demütigten seine Reden gegen die Priester und Mönche wurden immer schärfer er forderte dass sie ein Dach über dem Kopf Essen und 5:55 warme Kleider bekommen sollten aber nicht mehr und dass sie dafür arbeiten sollten wie jeder andere am Ende sollten alle Menschen von allen gleich viel 6:03 haben in seiner Anhänger verehrten jetzt werden heiligen Propheten und sie sagen gemeinsam den Koral wir wollen es Gott im Himmel klagen 6:13 dass wir die Pfaffen nicht tot sondern schlagen dazu konnte der Fürst Bischof nicht mehr untätig zuschauen er schickte Spitzel 6:23 unter die Anhänger des heiligen Jünglings wie er jetzt genannt wurde und erfuhr dass er alle Männer im Juli 1476 dazu aufrief sich bewaffnet bei ihm zu 6:33 versammeln und ihre Frauen und Kinder nach Hause zu schicken um zu hören was die heilige Jungfrau ihnen zu tun Befehle das wollte der Bischof lieber 6:41 nicht abwarten stattdessen schickt er in der Nacht zum 12 juli ein Trupp bewaffneter Reiter an das Lager des Pfeifer hänsleins ließen festnehmen und 6:50 die auf einen Berg über Würzburg drohende Fürst bischöfliche Festung Marienberg in den Kerker werfen ein großer Teil der Anhänger des 6:59 heiligen Jünglings zerstreute sich am nächsten Tag niedergeschlagen ihre Dörfer aber 16.000 zogen mit Sensen Hexen Keulen und Messern in der Hand 7:08 Richtung Würzburg und ihren Propheten notfalls mit Gewalt zu befreien am Fuß der Festung angekommen Ritter bischöfliche Marschall Georg von 7:17 gelb-sattel zu ihnen herab womit ihn zu reden stellte sich dabei was so ungeschickt an dass die Bauern wütend wurden und Steine nach ihm warfen über 7:26 die Köpfe der Bauern hinweg einige da gibt Sattel flüchtete zurück in die Festung und der Bischof fließt über die Köpfe der Bauern hinweg einige 7:34 Kanonenkugeln dann schickt er einen weiteren Ritter hinunter den diplomatischer auftretenden Konrad von Hutten er redete den Bauern 7:44 begütigen zu versicherte dass die Sache Hans böheims gewissenhaft geprüft werde und ihm nichts geschehe wenn er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen 7:53 die Bauern sollten doch lieber friedlich nach Hause gehen dann wäre ja Aufruhr vergeben und vergessen sein schließlich sei doch auch gerade heuer Ernte und 8:01 würden sie auf ihren Höfen gebraucht das überzeugte sie und sie erklärten sie schließlich bereit umzukehren und nach Hause zu gehen aber das alles war nur 8:09 eine Finte des Bischofs und sobald der riesige Bauernhaufen sich in lauter isolierte kleine Grüppchen aufgelöst hatte ließ er seine Panzerreiter aus 8:18 schwärmen die die einzelnen Häufchen rasch einholten hunderte tot schlugen hunderte weitere mit Stricken gefesselt auf die Festung abführten es sollte ein 8:27 examples statuiert werden was mit Bauern passierte die sich anmaßen ihre von Gott gegebene Obrigkeit in Frage zu stellen dem heiligen Pfeifer hänslein war kein 8:37 so schneller tot vergönnt eine Woche nach seiner Festnahme zerrte man ihn bei Sonnenaufgang aus dem Kerker brachte ihn auf eine Wiese außerhalb der Festung und 8:46 richtete jemand Scheiterhaufen auf in dessen flammende langsamer steckte hoch oben auf dem Berg damit man den Rauch weit hinein da sehen können 8:55 die Ordnung war fürs erste wiederhergestellt im Würzburger Land aber unter der Oberfläche gärte es weiter und bald zeigte sich dass das 9:03 traurige Schicksal des Pfeifer hensslers nur ein erstes Wetterleuchten neuer Ausbrüche noch ganz andere Dimensionen war 9:13 eine solche soziale Protestbewegung die 10.000 auf die Beine brachte kam nicht das heiterem Himmel im Laufe des Spätmittelalters hatten sich die 9:22 sozialen Konflikte in Deutschland so zugespitzt dass viele Zeitgenossen spürten es müsste irgendeine Explosion irgendeine große Umwälzung kommen was 9:31 ich anfangs in religiösen und esoterischen Formen ausdrückte in apokalyptischen Visionen und dunklen Prophezeiungen darüber dass das Unterste 9:40 zuoberst gekehrt und bald alles anders würde wie war dieses Land wie waren die sozialen und politischen Verhältnisse in 9:48 ihm geschaffen ein Staat Deutschland im modernen Sinne des Wortes gab es nicht das heutige Deutschland bildete den Kern 9:58 des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen das nach heutigen Grenzen neben Deutschland noch die Niederlande Belgien Luxemburg Ostfrankreich und die Provence 10:08 die Schweiz Norditalien Slowenien Österreich Tschechien und den Westen Polens umfasste viele dieser Gebiete gehörten um 1500 10:18 aber nur noch formell zum Reich und warnen Wirklichkeit völlig unabhängig von ihm geworden und so war die Macht der deutschen Kaiser über Italien schon 10:26 im 13 jahrhundert erloschen und im 14 Jahrhundert entstand die Schweiz als Staatenbund einiger Stadt und bauernstaaten die mit der Reichspolitik 10:35 gar nichts mehr zu schaffen hatten sich im 15 Jahrhundert beträchtlich Aussehen auch die Zugehörigkeit der Provence zum Reich bei reinformeller Natur auch wenn 10:45 noch 1365 Kaiser Karl der vierte in Aal gekrönt wurde 1481 schied die Provence danach offiziell aus dem Reich aus und kamen 10:56 Frankreich aber auch in seinen deutschsprachigen Kerngebieten war dieses Gebilde weit von einem modernen Nationalstaat entfernt an 11:06 seiner Spitze stand ein Kaiser dessen Amt nicht vererbt wurde sondern den nach den Bestimmungen der goldenen wohler von 1346 die sieben Kurfürsten wählten der 11:16 Erzbischof von Trier der Erzbischof von Köln der König von Böhmen der Pfalzgraf bei Rhein der Herzog von Sachsen der Markgraf von Brandenburg und der 11:26 Erzbischof von Mainz theoretisch konnten diese Kurfürsten jeden Adligen zum Kaiser wählen tatsächlich aber wurde seit 1438 bis zum 11:37 Ende des Reiches fast immer der Kandidat der Adels Dynastie Habsburg gewählt die das größte Territorium aller deutschen Fürstenhäuser besaß 11:47 im Gegensatz zu späteren Zeiten wo das reicht de facto an habsburgischer Erbmonarchie und die Wahl eine reine Zeremonie geworden war war dieses 11:56 Vorrecht der Habsburger an der Wende vom 15 zum 16 Jahrhundert aber noch nicht selbstverständlich noch Karl der fünfte der mächtigste aller Habsburger Kaiser 12:06 musste 1519 ungeheure Bestechungsgelder an die Kurfürsten zahlen um gewählt zu werden die eigentliche machbasis Karls der 12:16 gleichzeitig König von Spanien war lag aber außerhalb des Reiches in Spanien dem von Spanien annektierten Königreichen Neapel und den riesigen 12:25 spanischen Eroberungen in Mittel und Südamerika die elternbesitzung der Habsburger in Deutschland die den Großteil des heutigen Österreich sowie 12:34 ein paar verstreute gebietsfetzen in Südwestdeutschland umfassten wirken dagegen wie ein provinzielles Anhängsel das Karl der kaum deutschsprache nur 12:43 seltenen Reich war von seinem Bruder Ferdinand verwalten trotz des hochtrabenden Titels waren die Macht Befugnisse der römisch-deutschen 12:52 Kaiser im Reich sehr begrenzt unumschränk daher war nur in seiner Hausmacht das heißt in Territorien seiner Familien Dynastie der Rest des 13:02 reichers bestand das hunderten mittleren kleinen und sehr kleinen Territorien denn sogenannten Reichsständen die auf ihrem Gebiet weitgehend tun und lassen 13:11 konnten was sie wollten und zwischen der denen der Kaiser erst eine Art Moderator der das unumschränkte Herrscher auftrat das Reich bot ein Gewissen gemeinsam 13:22 Rechtsraum es gab einen gemeinsamen Obersten Gerichtshof des reichers und ein paar weitere Reichsbehörden aber ein Beschluss des Reichs kammergerichtes war 13:32 gegen ein Fürsten nur durchsetzbar wenn der Kaiser mit den Mitteln seiner Haus macht oder ein anderer mächtiger Reich führst bereit waren jedoch durchzusetzen 13:41 so etwas wie eine gemeinsame Polizei oder eine gemeinsame Armee gab es nämlich nicht allenfalls konnte beim Angriff von außen 13:49 ein zeitlich begrenztes Reichs aufgebaut aufgestellt werden das aber meistens militärisch bedeutungslos blieb Krieg ob untereinander oder gegen 13:58 auswerte gestarten führten die einzelnen Fürsten mit ihren eigenen Armeen und nicht das Reich insgesamt 14:06 kreisständer trafen sich regelmässig auf den Reichstagen um unter Vorsitz des Kaisers über die Politik im Reich zu diskutieren aber dabei handelt es sich 14:15 eher um eine fürstenkonferenz als um eine Regierung ein bisschen Ähnlichkeit hat er dieses ganze Gebilde mit der heutigen EU auch wenn von 14:24 wirtschaftlicher Einigung spätmittelalterlichen Deutschland keine Spur war in jedem Fürstentum galten andere Maße und Gewichtseinheiten wurden 14:32 andere Münzen geprägt und Zölle musste man nicht nur bei der Reise von einem Fürstentum in ein anderes sondern oft auch mehrmals innerhalb eines einzigen 14:40 Fürstentums zahlen anders als beispielsweise in Frankreich England oder Spanien wo der König im Laufe des Mittelalters gegenüber den 14:49 regionalen Fürsten immer mächtiger geworden war und das um 1500 schon eine Art zentral verwalteten modern stark gab war die Macht der deutschen Kaiser 14:58 gegenüber den Fürsten immer schwächer geworden um am Ende und am Ende des Mittelalters waren die deutschen Fürstentümer fast schon unabhängige 15:06 Staaten die dem Kaiser nur noch auf dem Papier unterstanden es würde jetzt zu weit führen lange zur erörtern warum die Entwicklung in 15:15 Deutschland ein entgegengesetzten Verlauf wie in Westeuropa genommen hat aber bedeutend waren dafür beispielsweise die Überdehnung des 15:22 Reiches durch den immer wiederholten Versuch Italien der Gewalt der Kaiser zu halten und die kaiserlose Zeit des 13 jahrhunderts als das Reich erst mit 15:31 Friedrich dem zweiten einen Kaiser hatte der nie in Deutschland anwesend war und stattdessen in Sizilien einen kleinen musterstaat aufbaut und dann Jahrzehnte 15:40 lang gar keine anerkannten Kaiser mehr so dass die Adligen ihre Macht massiv ausbauen konnten das wahlkaisertum das dem 15:48 kontinuierlichen Aufbau einer zentralen Macht schwieriger macht als beispielsweise in Frankreich wo die Dynastie der kapitinger über viele 15:54 Generationen hinweg gerne immer größere Hausmacht anhäufen konnte die mit dem Zentralstaat identisch waren mit diesem langsam das Übergewicht über alle 16:02 regional Fürsten gab als der deutsche Kaisertitel dann für die Habsburger praktisch erblich wurde war die Macht der deutschen territorial 16:12 Fürsten schon so befestigt dass sie das Reich trotz ihrer starken Hausmacht nicht mehr wesentlich zentralisieren konnten allerdings haben die Habsburger 16:21 in den nächsten anderthalb Jahrhunderten noch zwei große erfolglose Versuche unternommen Deutschland doch noch ein iPhone Wien aus verwalteten modernen 16:30 Zentralstaat zu verwandeln erst im Schmalkaldischen Krieg und dann noch einmal im 30-jährigen Krieg die hunderten Reichsstände aus denen 16:39 sich dieses Heilige Römische Reich Deutscher Nationen nun zusammensetzte lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen unterteilen 16:46 erstens gab es von Adligen beherrschte Fürstentümer vom großen und relativ mächtigen Herzogtum bis hin zur winzigen Grafschaft die kaum aus mehr als ein 16:56 paar Burgen und Dörfern bestand innerhalb dieser Fürstentümer gab es noch einmal eine Menge kleinere Adliger die Ritter die ihren Fürsten 17:04 lebenspflichtig waren das heißt sie hatten zwar ein kleines eigenes Gebiet dessen Bauern ihre Leibeigenen oder zinspflichtigen war aber sie mussten ein 17:12 Teil ihrer Einnahmen an den Fürsten abtreten ihm im Kriegsfall als berittene Soldaten dienen und es ist eine Gesetzgebung fügen im Laufe des 17:20 Spätmittelalters waren die Ritter gegenüber ihren Fürsten in einer immer schwächere Position geraten und kaum noch mehr als ihre lokalen Stadthalter 17:31 zweitens gab es geistliche Fürstentümer in denen der Bischof oder der ab deines reichen Klosters gleichzeitig weltlicher Herrscher war 17:41 wie oben erwähnt waren drei dieser Fürst Bischöfe sogar Kurfürsten die den Kaiser wählen konnten diese geistlichen Fürsten stammten Durchblick aus bedeutenden 17:51 Adelsfamilien und lebten eher wie Herzöge denn das Priester mit Theologie hatten die meisten von ihnen herzlich wenig zu tun stattdessen traten sie es 18:00 Kriegsherren auf hatten einen eindrucksvollen Hofstaat und führten ein verschwenderisches leben ja in der Regel waren die geistlichen 18:07 Fürsten reicher und Lanz voller als die weltlichen denn das geistliche Herren konnten sie den Bauern nicht nur die normalen Steuern und Abgaben abreisen 18:16 sondern dazu noch den Kirchen sehenden auch konnten da sie keine ehrlichen Erbberechtigten Kinder haben konnten ohne ehrliche dafür umso mehr ihre 18:26 Länder nicht zersplittern wie bei den weltlichen Fürsten die ihr Land oft unter mehreren Söhnen aufhalten schließlich konnten sie durch Sünden 18:34 ablässern ähnliches noch mehr Geld dabei schaffen auch den geistlichen Fürsten unterstanden lehnspflichtige kleinere Adliger 18:43 drittens gab es die freien reichsstätte praktisch statt Republiken die nur den Kaiser unterstanden das heißt unabhängig war 18:51 die Bürger hatten sich diese Freiheit gegen Adlige und Bischöfe oft im jahrhundertelang harten Klassenkämpfen erringen müssen und folglich gab es die 19:00 meisten freien reißstätte dort wo sich das spätmittelalterliche Bürgertum am stärksten entwickelt hatte nämlich in Süddeutschland besonders im heutigen 19:09 Baden-Württemberg und Bayern in dieser Stadtrepubliken waren keine Demokratien sondern wurden beherrscht von einem Rad der sich nur aus den aller 19:18 reichsten Bürgerfamilien der Stadt zusammensetzte während die Handwerksgesellen die kleinen Kaufleute die städtischen Armen und die Bauern der 19:25 Umgebung in der Regel kein politisches Mitspracherecht hatten in vielen freien Reichsstädten gab es ein inneren Rat der aus den elitärsten 19:35 Patrizierfamilien gebildet wurde und dann äußeren Rat der vor allem aus den auch schon wohlhabenden Handwerksmeister und ähnlichen bestand 19:59 [Musik] die freien reisstätte waren die Zentren des aufblühenden handelskapitalismus das 20:07 Finanzwesens des Handwerks und dank des in ihnen herrschenden freien geistigen Klimas von Kunst und Kultur dementsprechend waren fast alle der 20:17 größeren Städte des Reiches freie reichsstätte während sich die fürstlichen Landstädte nur kümmerlich entwickelten 20:26 die Bevölkerung Deutschlands hatte sich im Laufe des 15 jahrhunderts erst langsam von der furchtbaren Pest Epidemie von 1347 bis 49 wobei ein 20:35 Drittel der Bevölkerung Europas gestorben war erholt und Betrug um 1500 etwa 12 Millionen italien hatte damals rund 10 Millionen 20:45 Einwohner Frankreich etwa 16 Millionen und England lediglich 4 Millionen nur eine kleine Minderheit lebten und nach modernen Maßstäben waren diese 20:56 Städte allesamt sehr klein oft eher ummauerte Dörfer anders als im zentralisierten Frankreich und England wo es einer das ganze Land 21:05 beherrschende große Metropole gab Paris hatte damals immerhin schon 200.000 Einwohner London 125000 hat er sich zersplitterten Deutschen Reich keine 21:15 Hauptstadt oder dominante Metropole gebildet Wien die Hauptstadt der habsburgischen Ländereien im Reich waren 21:23 Regionalzentrum von kaum 10.000 Einwohner die größten Städte waren Köln Prag und Nürnberg mit jeweils etwa 40.000 Einwohnern ein zwei Dutzend 21:34 weitere Städte erreichten 10.000 bis 30.000 Einwohnern waren damit regionale Zentren aber man darf sich das Leben in diesen Städten nicht wie in einem 21:43 heutigen Provinz Städtchen gleicher Einwohnerzahl vorstellen eine 30 oder 40.000 Einwohner Stadt ist heute nichts Besonderes damals hingegen 21:53 war sie der Mittelpunkt einer ganzen Region die Bauern des Umlandes strömten dorthin um ihre Abgaben zu leisten oder Obst und Gemüse zu verkaufen die Adligen 22:02 der Region kam dorthin um ihr Geld zu verprassen Studenten aus ganz Europa kamen die überall entstehenden neuen Universitäten Handwerkern Künstler 22:11 eröffneten dort ihre Werkstätten Kaufleute aus dem ganzen Reich stellten ihre Waren aus entwurzelte aus den Dörfern Bettler 22:19 Straßenmusikanten Tagelöhner Prostituierte gingen in die Städte und ein paar Krümel vom wachsenden Wohlstand des städtischen Bürgertums aufzufangen 22:27 dazu waren die Städte äußerst dicht besiedelt die Straßen entsprechend voller Leben die größeren der freien reißstätte Süd- 22:37 und Mitteldeutschlands hatten eine durchaus großstädtische Atmosphäre in diesen Städten hat es im Verlauf des Mittelalters eine neue Klasse Gebilde 22:45 die immer mächtiger wurde und sich inzwischen oft gegen Adel und kläres durchsetzen konnte das Bürgertum und mit ihm die kapitalistische Wirtschaft 22:56 Industriekapitalismus gab es noch nicht sondern erst Handels und Finanzkapitalismus sowie in bescheidenem Umfang Anfänger von Manufakturen 23:04 Verlagswesen vorherrschen waren kapitalistische Wirtschaftsformen und moderne Geldwirtschaft nur in den verstreuten 23:12 städtischen Inseln während die Bäuerinnen auf dem Land einen großen Teil ihrer Erzeugnisse ohne Gegenleistungen Adel und leeres abgeben 23:19 und dann Großteil des Rest das wäre eigene Ernährung das Saatgut verwenden mussten verkaufen konnten sie nur kleine Ernte 23:28 Überschüsse hatten somit nur wenig Geld kauften oder verkauften wenig und haben nur geringen Anteil an sich bildenden kapitalistischen Wirtschaftsformen 23:39 proletarierin im modernen Sinne also lohnabhängig beschäftigte die nichts außer ihrer eigenen Arbeitskraft verkaufen konnten und gar keine eigenen 23:47 Produktionsmittel besaßen gab es im spätmittelalterlichen Deutschland zwar durchaus schon aber sie waren noch eine sehr kleine Gruppe in einigen 23:55 städtischen Erwerbszweigen vor allem aber im Bergbau der damals in Deutschland höher entwickelt war es irgendwo auf der Welt in den Bergwerken 24:03 Mitteldeutschlands sehen wir schon um 1500 kapitalistische Unternehmer die Arbeiter beschäftigen die ausschließlich als Lohnarbeiter lebten und sich nicht 24:12 nur ein Zubrot verdienten wie viele Bauern die ein paar Monate pro Jahr als Hilfsarbeitern die Stadt gehen 24:20 innerhalb des Bürgertums gab es große sozialen ökonomische Unterschiede da gab es zum einen die schwerreichen Patrizierfamilien die großen Bankiers 24:29 und großkauf Leute die wie die fuggeren Welser in Augsburg und Nürnberg riesige Vermögen anhäuften und einen reichsstätten wie urbane Fürsten 24:37 auftragen die Fugger hatten 1519 Karl dem fünften die von Ihm zur Kaiserwahl benötigten enorm Bestechungsgelder geliehen und sich damit quasi ihren 24:48 eigenen Kaiser gekauft der ihnen politischen Angelegenheiten immer wohlwollend Beistand in Augsburg nahmen die fuga eine 24:56 ähnliche Stellung ein Bizer gleichen Zeit die Medici in der Stadtrepublik Florenz offiziell nur eine Bürgerfamilie unter 25:04 anderem bestimmten sie tatsächlich das ganze Geschehen in der Republik sie trieben um die Sympathien der städtischen Armen zu gewinnen etwas 25:12 paternalistische Sozialpolitik und Gründen mit der Augsburger Fuggerei die erste sozialwohnsiedlung Deutschlands in der arme für ein symbolisch geringen 25:21 Mietpreis eine Wohnung bekam wie die Medici gaben sie große Summen aus Metzen für die Förderung von Kunst und Kultur aus und starteten Augsburg 25:30 mit prachtvollen Renaissance Bauten Brunnen und Statuen aus und wie die Medici versuchten sie ihre inoffizielle herrscherstellungen eine offizielle 25:39 umzuwarnung und erbliche Herzöge zu werden was ihnen im Gegensatz zuerst daran aber nicht gelang indem er den Vorgang konkurrierenden in 25:48 Augsburg und Nürnberg ansässigen Welser besaßen im 16 Jahrhundert wenn er zu elas privatkolonie ihre Familie und verdienten enorme Summen mit dem Verkauf 25:58 von Sklaven Gold Edelhölzern und Gewürzen aus ihrer Kolonie so wird er so wie mit ihren Zuckerplantagen in der Karibik und auf Madeira 26:06 neben diesen international agierenden Millionen schweren großbürgern erschienen die Adligen wie bemitleidenswerte provinzielle arme 26:15 Schlucker den größeren Teil des städtischen Bürgertums machten Handwerksmeister aus Waffenschmiede und kanonengießer Gold 26:24 und Silberschmiede Graveure Uhrmacher Schneider Bildhauer Maler und so weiter skulpturenmalerei wurden damals allgemein als Handwerk betrachtet 26:34 sie waren in Zünften organisiert die nur eine strengen begrenzte Zahl zur Ausübung eines Handwerks auf einem Gebiet eine Reichsstadt zu lesen sie 26:42 damit vor Konkurrenz schützen die Preise hochhielten und garantierten dass jemand der es mal zum Handwerksmeister gebracht hat das ein ganzes Leben lang ein 26:50 wohlhabenderman gesichert der sozialer Stellung bleibt mit dem Wachstum der Städte und dem rasch zunehmenden Reichtum der Stadt 26:57 Bevölkerung waren die Handwerkern Kunsthandwerker immer vielfältiger und raffinierter geworden und wer das Geld dazu hatte konnte sich einen Städten mit 27:06 immer schöneren und immer kunstvolleren Luxusartikeln eindecken schließlich gab es die aufkommenden modernen freien Berufe Ärzte Anwälte 27:17 Professoren Verleger und Buchhändler in Ansätzen auch schon so etwas wie moderne intellektueller in Ulrich von Hutten werden wir noch ein prominenten Beispiel 27:25 begegnen und dann war da noch das zahlreiche städtische Kleinbürgertum beispielsweise Handwerksgesellen Kneipen und 27:33 herbergswerte oder Bordellbetreiber die Prostitution war im späten Mittelalter enorm verbreitet das für viele Mädchen das verarmten Bauern Familien keine 27:42 andere Einkommensmöglichkeit gab es nie statt zu gehen sich dort zu prostituieren trotz aller Unterschiede trotz aller oft 27:50 heftigen Konflikte zwischen patrizien einerseits Mittel und Kleinbürgern andererseits besaß dieses Bürgertum ein gemeinsames Standesbewusstsein dass ich 28:00 im Konflikt mit Adel und Klerus entwickelte die gierig auf die blühenden freien reichsstätte schielten sie sich mit ihren sprudelnden Einnahmequellen 28:08 untertan machen wollten wo das gelangen selten sie sich übrigens den Arzt auf dem sie saßen schnell selbst ab denn unter der fürstlichen 28:16 Willkür Wirtschaft verödeten die Handelsstädte rasch wieder durch das Geld dieses wachsenden Bürgertums dass ich als kulturell 28:26 führende klasse in Szene setzte während bisher fast nur die Kirche Aufträge an Künstler vergeben hatte gedient Kunst und Kultur im Deutschland das 15 und 28:35 späten 16,15 und 16 Jahrhundert überreichlich die Spätgotik erlebt ein herrliche Spätblüte die Zentren dieser kulturellen Blüte waren Veran Schwaben 28:46 und Franken kaum ein größeres Dorf dieser Gegenden indem man nicht noch heute eine der wundervollen spätgotischen Kirchen des 15 und 16 28:55 Jahrhundert sieht mit ihren reich geschmückten Portalen und filigranen Türen denn komplexen Netz und sternengewölben im Inneren mit schönen 29:04 Wandmalereien bunten Glasfenstern kunstvollen heiligen Figuren und dann einen Wänden den grabmelden Denkmälern der Bürger und Ritter dagegen 29:13 in den reichen handelsstätten baute das wohlhabende Bürgertum auf eigene Kosten neue großkirch nach dem letzten Stand von Technik und Kunst um demonstrativ zu 29:23 zeigen wer hier den Ton angab einige davon wie das im späten 14 Jahrhundert begonnene Ulmer Münster stellten ihren Dimensionen die Karte 29:33 dralen der Bischöfe in den Schatten während die frühen hochgurtet erst mit 100-jähriger Verspätung aus Frankreich nach Deutschland gekommen und nur 29:42 zögerlich angenommen wurde entwickelten sich in der Spätgotik jetzt spezifische deutsche regionalspiele und die süddeutschen Hallenkirchen des 14 und 15 29:51 jahrhunderts gehören zum Schönsten was die gotische Kunst überhaupt geschaffen hat auch Malerei und bildhauereinnahmen jetzt ein ungeheuren Aufschwung und die 30:01 städtischen Ateliers produzierten Gemälde und Skulpturen in einer bisher unbekannten Menge bis heute sind die regionalen Museen Süd und 30:09 Mitteldeutschlands Österreichs und der Schweiz voll von den heiligen Figuren und Tafel gemelden der Zeit von etwa 1420 bis 1530 30:19 und obwohl sie von teils dutzenden Gesellen in einer Werkstatt und unter Anleitung des Meisters hergestellt Massenprodukte wurden weil ihr 30:27 künstlerisches Niveau und durchweg sehr hoch Würzburg Nürnberg Augsburg 30:49 auch luxuskleidung Goldschmiede Arbeiten Möbel Teppiche und teures Geschirr erreichen immer höheres Niveau und je nach zahlreichenden Museen ausgestelltem 30:59 goldenen und silbernen prunkbecher Pokale Prunk Uhren und so weiter aus den Werkstätten von Nürnberg Augsburg und Ulm sind wahre Kunstwerke 31:08 in der Literatur werden erstmals deutschsprachige Texte in großer Zahl vertrieben Gedichte Schwenker und volkstümliche Vers Romane aber auch 31:17 schöne Liedersammlungen mit Text und Melodien Notenschrift in der 1452 von Johannes Gutenberg in Mainz erfundene Buchdruck mit 31:26 beweglichen Lettern breitete sich rascher aus und im 16 Jahrhundert wurden in Deutschland schon etwa 100.000 Hitler aufgelegt die meisten davon in Deutsch 31:36 und nicht mehr auf Latein abgesehen von Norditalien gab es nirgends mehr Verlage Druckereien und Buchhandlungen als in Deutschland es war 31:45 jetzt wirklich Flugschriften zur aktuellen politischen Themen und sogar schon eine Art regelmäßiger Zeitung herauszugeben der eine den ganzen 31:53 deutschen Sprache umfassende öffentliche Meinung schufen und seiner enorm Politisierung der Bevölkerung führten was für die reformationenden Bauernkrieg 32:02 entscheidend werden sollte in jedem Dorf gab es jemanden der lesen konnte und den anderen die neuen Flugschriften und Broschüren vorlassen und noch im 32:11 abgelegensten Dorf diskutierten die Bäuerinnen jetzt über Politik und Religion neben diesem Aufschwung des Bürgertums 32:19 befanden sich die meisten Adligen und geistlichen auf einem absteigenden Ast zwar konnten sich einige Dutzend bedeutende regional Fürsten auf Kosten 32:27 der kaiserlichen Macht konsolidieren und auf ihren Territorium an zentralisierten Staaten zunehmend modern Zügen aufbauen aber das implizierte die fortschreitende 32:37 Entmachtung der Ihnen als basalen unterstehenden Ritter und kleinen Grafen die Fürsten versuchten die kleinen Reichs unmittelbaren Ritter und 32:45 Grafschaften das heißt wir alle das heißt die eigene Reichsstände waren zu schlucken und die schon als basalen auf ihrem Gebiet befindlichen zu ihren 32:53 lokalen Beamten zu degradieren viele Ritter und kleine Grafen hassten die großen Fürsten ihre alte Freiheit beschnitten und sie ins Korsett der 33:03 strengenden Ordnung des modernen Staates hineinzwingen wollten ein prominentes Beispiel für diesen Typus von Ritter der von der guten alten 33:11 Zeit träumt als sie noch raue keinem aus dem Kaiser verantwortliche Herren waren die sich nach Herzenslust befinden durften und war Götz von Berlichingen 33:20 deren Bauern Krieg noch eine Rolle spielen wird und uns seine farbige Autobiografie hinterlassen hat aber es brauchte gar nicht erst die 33:28 Fürsten um diese kleinen Adligen herunterzubringen im Spätmittelalter ging es mit den ökonomisch sowieso steilberger ab das hatte verschiedene 33:36 Gründe zum einen erforderte der technische Fortschritt im Kriegswesen enorme extra Ausgaben im Zeitalter von Büchsen und Kanonen mussten die Ritter 33:46 die Befestigungen ihrer Burgen extrem verstärken wenn sie noch irgendeinen militärischen Wert haben sollten auch ihre Körperpanzerung musste 33:55 drastisch verstärkt werden um noch etwas Schutz vor Kugeln zu bieten während die Ritter im Hochmittelalter kaum mehr als ein Helm ein leichtes Kettenhemden 34:03 lederarms zu ihrem Schutz getragen hatten so mussten die Ritter des 15 und 16 Jahrhunderts ihren ganzen Körper und auf den ihrer Pferde mit massiven 34:13 Stahlplatten ummantel die diese unbeweglich machen dass sie beim Sturz von ihrem Pferd hilflos waren wie auf dem Rücken liegende Käfer dieser 34:21 martialisch aussehenden ganzkörper Panzer dieser Zeit sind heute noch Blickfang auf der Öffentlichkeit geöffnet und Schlössern und den Museen 34:28 aber sie zeigen den Untergang des Rittertums an und nicht seine Blüte das alles kostet es sehr sehr viel Geld bei Einnahmen die nicht wesentlich 34:38 liegen die neue militärische Situation bedeutet auch eine rapiden prestigeverlusterritter während die 34:46 Adligen Reiters früher sich als Elite fühlten die Könige des Schlachtfeldes war so konnten sie jetzt jeder Fuß knappe aus einem Badem Bauern Aufgebot 34:55 mit einer Büchse oder Armbrust und ohne besonderen militärische Ausbildung leicht niederschießen weswegen die Armbrust auch aus unritterliche Waffe 35:04 verpönt war die aus den Rätern gebildetes schwere Reiterei entschied um 1500 zwar immer noch die meisten Schlachten aber ihre 35:12 Bedeutung beim Sinken begriffen und es kam vor das reine infanteriehere wie die der schweizerischen Eidgenossen berittener Adels Heere vernichten 35:21 schlugen die Ritter verloren somit ihren eigentlichen militärischen Existenzgrund zu alledem kam das vor ihren vor ihren Augen stehende Beispiel der im Luxus 35:33 schwelgenen städtischen Großbürger die ausgedehnten neuen Luxusindustrie was irgendein städtischer Bankier oder Kaufmann in seinem stadtpares ich 35:42 leisten konnte das musste der standesbewusste Ritter der verächtlich auf den städtischen Krämer herabblickte erst recht haben nur der städtische 35:51 Krämer konnte sich das leisten der auf seiner Burg sitzende Ritter meistens nicht mehr und so verschuldete er sich über beide Ohren beim städtischen 35:59 Bankhäusern um sich auch zeigen Gewänder Gold und Silbergeschirr Elfenbein Statue hätten silberne Uhren und in vor der prunkwaffen mit golddeko zu kaufen all 36:09 diese verlockenden schönen Dinge diesen frühen Hochmittelalter noch kaum gegeben hatte um Ihre finanzielle Situation noch 36:16 irgendwie einen Griff zu bekommen mussten die Ritter immer neue Steuern und Sonderabgaben erfinden die ihre Bäuerin in zahlen sollten oft warfen sie 36:24 sie auch unter irgendeinem vorwandenden Kerker und zwang dann seine Familie in gegen ein schweres Lösegeld frei zu kaufen 36:31 denn Handel Hemden sie durch immer neue Zölle für durch ihr Gebiet ziehende Kaufleute und macht da noch ein paar goldenen mehr herauszupressen 36:39 viele Ritter wurden als Raubritter auch einfach ganz ordinäre Straßenräuber die davon lebten mit der Waffe in der Hand Reisen auf den Landstraßen auszuplündern 36:49 und die von ihren Burgen aus ganze Regionen tyrannisierten auch das federwesen also der kleine Privatkrieg gegen andere Ritter oder 36:57 gegen reichsstätte nahmen 15 Jahrhundert massiv zu und der irgendeinem albern Vorwand wurde ein rechtssta Rechtsstreit mit einer der wohlhabenden Städte der 37:07 Gegend konstruiert und der Ritter zog dann mit einer scharan gewordene Söldner durch ihr Gebiet um sich seine Recht zu verschaffen indem er ihre Händler und 37:16 Bauern ausraubte und die Ritter wurden auf deine Richter gelangtage und unter den städtischen patrizieren war die Ehrfurcht vor dem Adels so geschwunden 37:25 dass es sie erst Gesindel betrachteten sie gerne das gewöhnliche Verbrecher festgenommen und aufgehängt hätten dazu trug auch die notorische 37:33 Unfähigkeit der kleinen Adligen Ball mit Geld umzugehen was sie zu schlechten unzuverlässigen Schuldner machte das geliehene Geld investierten sie nicht 37:42 sondern verprassten das meistens für Luxusausgaben und wenn das Geld wieder ausging betteln sie im neuen Kredit zogen auf Raubzug oder quetschen ihre 37:51 Bauern dann noch ein bisschen mehr aus schließlich sank die Stellung der Ritter auch dadurch dass ihre Fürsten sie nun kaum noch als Berater und Hofbeamter an 38:00 sich heranzgezogen das Erledigen jetzt bürgerliche Fachleute die an einer der neuen Universitäten studiert hatten wozu sich kaum ein Ritter hier gab 38:09 mochte er noch so stolz auftreten es zeichnete sich ab dass die Gesellschaft wenn sie sich weiterentwickeln wollte dieses Gespür zu dem der kleine Adel 38:18 geworden war los werden musste die Landesfürsten an diesen schon strenger Feder Verbote um den ritterlichen Unwesen Schranken zu setzen 38:27 unterdessen litten die Bäuerinnen die ja die überwältigende Bevölkerung Mehrheit bilden sowohl einen aufsteigenden mit den absteigenden Kräften der 38:35 Gesellschaft obwohl durch modernere Flüge und rationellere Feldwirtschaft bewirtschaft und die landwirtschaftliche Produktivität im Spätmittelalter 38:43 erheblich gestiegen war ging es dann meistens Bäuerin immer schlechter und von allen Seiten wurden sie intensiver schreibt und ausgenommen 38:52 zunächst mussten sie Reichssteuern an die kaiserliche Gewalt zahlen dann mussten sie den Kirchen zehnten an die Geistlichen leisten und in 39:00 unentgeltlicher erheblichen Teil ihrer Ernte abgeben dann kam die Steuern an den Landesfürsten der für den Aufbau des modernen Staates mit einer wachsenden 39:08 Bürokratie sowie für ein repräsentativen Hofstaat immer mehr Geld brauchte schließlich die auspreisung durch ihren lokalen Herren deren geldnödel oben 39:18 geschildert sind überall in Deutschland nahm die Steuern Abgabenlast der Bäuerin im 15 und frühen 16 Jahrhundert dramatisch zu sodass sie 39:28 oft in den fruchtbarsten Landstrichen hungerlebten und gerade genug zum Überleben haben in schlechten Jahren vom Hungertod bedroht waren 39:36 noch dazu mussten sie ja nicht nur Steuern und Abgaben leisten mussten sie es nicht nur hinnehmen dass ihr Herr sich beim Tod eines Familienvaters 39:43 ungeniert das Haupt oder alleine Erbe einsetzte und der Familie den Besitz des Verstorbenen Vietnam mussten sie nicht nur immer neue sondergelder Zahlen 39:51 Sondersteuern für die Hochzeit für die drogenbesteigung eines neuen Fürsten und für 100 andere Gelegenheiten nicht nur mussten siehst dulden dass ihre Herren 39:59 sie mit gefälschten Gewichten betrogen noch mehr Abnahmen also ihn durch die horrenden Abgaben lassen ohnehin schon Schulden nein sie mussten auch noch 40:07 regelmäßig umsonst auf den Feldern ihre Herren schuften während ihrer eigenen Ernte vielleicht gerade auf arbeitende Hände wartete und nicht nur das so weit 40:17 hat eine Adligen und geistlichen dir wie schon geschildert oft selbst feudalhern waren es getrieben dass die Bäuerin in jeden denkbaren knechtsdienstleisten 40:27 mussten ohne Lohn natürlich Holzhacken Reparaturen durchführen Scheunen bauen Wege Graben in den herrschaftlichen gebäudenzen mehr noch 40:36 als die materielle Bedrängnis nach dann Bäuerin auf der Verlust ihrer würde wenn sie willenloses Fieber behandelt wurden in einer kleinen Grafschaft bestandte 40:46 Funke der das fast jeder aber Empörung zur Explosion brachte und darin dass eine verzogene Prinzessin in harter Arbeit ergraute Bauern dazu zwang an 40:54 ihren seltenen freien Tagen in den Wald zu ziehen und dort auf dem Boden kriechen Schneckenhäuser für sich zusammen aus denen Sie Schmuck basteln 41:01 wollte hier war die unsichtbare Linie überschritten bei der die Bauern sich sagten das lassen wir uns nicht mehr 41:09 gefallen unter den Reichen Bürgern und Adligen wuchs die Verachtung für die Bauern in dem Maße wie sie sie mehr mehr Ausnahmen es erschien jetzt Sport 41:18 Gedichte und Karikaturen auf die Bauern in denen sie so rohes tierhaft trieb gesteuertes gesehenen ausgelacht wurden und tatsächlich Sprachen die Adligen der 41:27 Zeit über ihre Bauern durchweg wie über nutzt sie eher wie über Menschen wenn ein Bauernkrieg da rot lassen hat der Bauern mit solcher Macht wie eine 41:36 Naturgewalt ausbrach so bekam die artigen und geistlichen nur die Quittung für ihr Verhalten und ihre Einstellung gegenüber den Bauern zuvor 41:44 auch ihr rechtlicher Status verschlimmert dass ich im Spätmittelalter zunehmt hat es im Hochmittelalter noch sehr viele freie 41:52 Bauern gegeben die eigenständige Grundbesitzer waren die keine Frondienste leisten und allen Fasern paar geringer Steuern zahlen mussten 42:00 also kehrte diese Entwicklung sich im weiten Teilen Deutschlands im 15 16 Jahrhundert immer mehr um Bauern wurden wieder zu Leibeigenen oder höheren 42:09 zinspflichtigen die sich von Leibeigenen nicht sehr unterschieden die Fürsten Bischöfe und Äbte erfanden immer neue Frondienste und fälschten oft 42:20 sehr plump immer neue Urkunden die angeblich als alter Vergangenheit stand und ganz neue Dienste und Abgaben unter dem Hinweis verlangten dass das nur das 42:28 alte hier gebracht der rechtzeit dass ihre Vorväter beachtet hätten die Bauern erinnerten sich wohl dass ihre Väter und Großvater noch viel weniger Dienste noch 42:38 viel weniger Abgaben hatten leisten müssen als sie aber gegen so ein Stück Papier dass die Gesetzlichkeit des Ganzen verbürgt da waren sie machtlos 42:46 sie konnten es nicht lesen und wenn doch wann sie die Nieren Schule besucht oder Geschichte gelernt hatten unfähig noch so grob schlechte gefälschung zu 42:55 erkennen ihre Fürsten gerichtlich zu verklagen war für die höheringen der Regel unmöglich und wenn es doch einmal dazu 43:02 kam entschieden die Gerichte zuverlässig nahezu immer zugunsten der Reichen und Mächtigen zumal die Bauern sich keine Anwälte leisten konnten während die 43:11 Fürsten Bischöfe sich von ihrem römischen Recht geschulten Hof Juristen für jeden noch so dreiste Betrügereien eindrucksvolles juristisches Gutachten 43:19 ihrem Sinne zusammenschreiben ließen so verloren immer mehr Bauern ihre früheren Freiheiten und einen lateinischen Urkunden der Zeit nennen 43:29 die Chronisten aus dem Klöstern die ihnen unterstehenden Leibeigenen oft ganz treffend einfach servus gleich Slave in die Bauern fühlten den Betrug 43:39 konnten sich aber nicht gegen ihn wehren und so war bei Ausbruch der Bauern auf Stein ihre erste Forderung immer die Wiederherstellung des alten Rechts vor 43:47 den Adligen und geistlichen Übergriffen der letzten 50 bis 100 Jahre die geistlichen Herren triebens eher noch schlimmer als die Welt brechen hier 43:56 war der Betrug noch dreister mit widerwärtigen pastoralen Moral sein tanzen übertünft wie die Ritter so verloren auch die 44:05 Mönche und mittleren geistlichen mehr und mehr ihre soziale Funktion seitdem das städtische Bürgertum sie kulturell und intellektuell weit überflutet hatte 44:14 und die Klöster ihre Funktion als einzige Städten höherer Bildung verloren stattdessen wurden die Klöster jetzt von nichts tun aus besseren Familien 44:23 bewohnter Anstalten zur ausquetschung der arbeitenden Bevölkerung der Region die keinen nachvollziehbaren Sinn mehr hatten außer Geld Geld und noch mehr 44:31 Geld für das Wohlleben der Mönche und Prälaten herbei zu schaffen die in offener Verhöhnung ihres armuts und keuschheitsglück des zechten und 44:39 Trachten wie nur irgendein weltlicher Fürst der bäuerliche Hass auf die Mönche und Bischöfe waren der Regel noch viel 44:47 stärker als gegen den Adel und in der ganzen populären Literatur des späten Mittelalters erscheinen Pfaffen fast ausnahmslosen was gehässige Karikaturen 44:56 also Fresser Säufer Lügner Betrüger und Vergewaltiger vor denen man Frauen Kinder in Sicherheit bringen muss in den einfachen Leuten gepredigte Theologie 45:06 war dabei recht schlicht seit ihrem Herrn immer Gehorsam und gibt vor allem fleißig das Geld heraus dass er von euch wünscht wenn ihr euer Seelen Heil retten 45:15 und den Himmel kommen wollt was man nicht durch Abgaben aus ihm herauspressen konnte versuchte man durch Schüren von dumpfen aber glauben zu 45:23 gewinnen das ablassunwesen kommt damals auf als man gegen schweres Geld von umherziehenden schillernde werberäden 45:31 halten und Verkäufern Papierstücke kaufen konnte die am Verwandten Linderung seiner quaren im Fegefeuer bringen sollten das damit eingenommene 45:39 Geld sehr viel Geld ging teils nach oben damit der Papst davon seinem privatkriege mit den italienischen Fürsten führen und sich einen neuen 45:47 herrlichen Dom bauen konnte teils an die lokalen deutschen Bischöfe und Äbte die sich davon Brokat Gewänder exotische Gewürze und goldgeschirr leisteten auch 45:57 der Verkauf gefälschter Reliquien und Massen produzierter wundertätige Heiligenbilder was sehr beliebt und besser die Kasse auf 46:06 der Abscheu über diese Praktiken der Kirche was so allgemein dass er auch das Bürgertum erfasste und den Wunsch näherte die deutsche Kirche von Rom zu 46:14 trennen und grundlegend zu reformieren sehr verschieden von den hohen prellaten waren die einfachen Dorfer die meistens sehr arm waren das alltägliche Leben und 46:24 die Note einfachen Leute kannten mit ihnen Sympathie hatten sehr viele von ihnen schlossen sich den Sozialprotesten der Zeit an und wir werden noch sehen 46:33 wie viele Anführern Ideologen das Bauernkrieges aus der niederen Geistlichkeit kam so geduldig die Bäuerin nach langen 46:40 gewesen waren ihre Leidensfähigkeit erreicht am Beginn des 16 Jahrhunderts Grenzen überall Gerte es wuchs die Unzufriedenheit und der Widerstandsgeist 46:50 der nur auf eine günstige Gelegenheit zum offenen Ausbruch wartete an solchen Gelegenheiten sollte es nicht mangeln 47:02 zu den üblichen finanztricks der Fürsten zur Aufbesserung ihrer Kasse gehörte die massenhafte Prägung minderwertiger Münzen mit verringertem edelmetallgehalt 47:11 die sie es vollwertig unter ihren Untertanen Umlauf brachten um so mit ihrer Schulden Weg zu inflationieren diese Praktiken führten zu regelmäßigen 47:21 Staaten Teuerung die die Bauern hart trafen denn sie hatten ja kein regelmäßiges Geld Einkommen dass eine Inflation hätte angepasst werden können 47:29 sondern mussten von einem kleinen Ersparnissen zern die sie durch den Verkauf ihrer Ernte Überschüsse im Vorjahr erzielt hatten und die nun rappt 47:37 jeder an Wert verloren sofern sie überhaupt ein bisschen Geld zurücklegen konnten und die Abgaben Adel und leeres nicht gleich alles aufreißen 47:46 Anfang der 1490er Jahre wüteten Mitteleuropa eine besonders schlimme Teuerungswelle die nicht nur ein heftigen bauernaufstandenden 47:55 Niederlanden auslöste der vom Herzog von Sachsen militärisch niedergeschlagen wurde sondern gaben auch den Anstoß für den ersten Aufstandsversuch des 48:04 berühmten Bundschuh Bundschuh die Bewegung hatte ihren Namen von den hohen Riemen schon die die Bauern trugen in Abgrenzung von 48:13 Lederstiefeln der Ritter und wenn die Bewegung um das Pfeifer Henssler oder der holländische Bauernaufstand Massen Mobilisierung ohne klares politisches 48:22 Bewusstsein ohne militärischen und organisatorischen Plan waren so der Bundschuh das genaue Gegenteil eine hochorganisierte disziplinierte 48:32 Verschwörergruppe mit präzisen militärischen Planung und ausformulierten politischen Forderung aber ohne hinter ihm stehende Massen 48:41 der Bundschuh trat erstmal 1493 im Umland der kleinen elsässischen Stadt schlägt Staat auf die meisten der Verschwörer waren Bauern 48:52 aber es schlossen sich ihm nach städtische Arme an und sogar einige Stadtbürger und niedriger Adlige sympathisierten mit Ihnen 49:00 die Forderungen die sie proklamieren wollten waren noch relativ gemäßigt und sollten das bestehende feudale Gesellschaftssystem nicht Umstürzen 49:08 sondern nur seine schlimmsten Auswüchse beseitigen schuldeners abschaffungen einer Reihe besonders willkürlicher neuerer 49:16 freudealabgaben Abschaffung der zuverlässig immer gegen die Armen entscheidenden Geistlichen und Reichsgerichte und stattdessen 49:23 demokratisch gewählte Gerichte für jede Gemeinde Beschränkung der geistlichen auf ein Amt mit bescheidenem Einkommen es kam oft vor dass höhere geistliche 49:32 zig verschiedene Ämter auf sich vereinigten und deren einkornamen einsprechen ohne ihre Amtspflichten tatsächlich zu beachten Bewilligung 49:40 neuer Steuern und Abgaben durch die Gemeinden der Plan für die entfachung des Aufstandes in dem diese Forderungen 49:48 durchgesetzt werden sollten war akribisch ausgearbeitet und sollte mit einem Angriff auf schlecht statt beginnen von wo ist die Bewegung sich im 49:56 Land ausbreiten sollte aber trotz harter strafanderung gegen Verräter siegerten Nachrichten von den Vorbereitungen an die Behörden durch die sofort reagierten 50:06 dutzende verschworene wurden verhaftet einige hingerichtet vielen das Abschrecken des mahnzeichen einige Finger abgehakt 50:14 noch Jahre später kam es vor das Reisen dass ich einen schenken bei Männer mit fehlenden Fingern wunderten und die ortsansässigen in leise zuflüsterten das 50:24 ist noch vom Bundschuh aber der Bundschuh von dessen führen viele ans Ausland fliehen konnten ließ sich von diesem Rückschlag nicht 50:32 entmutigen und trat wenige Jahre später wieder auf dem Plan das Haupt der Bewegung war diesmal Joss Fritz aus dem Bistum Speyer an 50:42 leibeigenerbauer des Bischofs der aber Lesen und Schreiben gelernt und sich mit den umlaufenden politischen und religiösen Reformen Ideen beschäftigt 50:49 hatte als Söldner war der drückenden Engel des bäuerlichen Lebens sein kommt hatte einiges von der Welt gesehen und einen 50:57 weiteren Horizont entwickelt dass es für einen Bauern der Zeit üblich war als er 1501 aus dem Militärdienst aussieht und seine Heimat zurückkehrte 51:07 fand das Bistum Speyer in einem bedrückenden Zustand wieder eine solche die häufigen verheerenden Infektionskrankheiten die zahllosen 51:16 durch Unterernährung schlimme Lebensbedingungen geschwächten bauernden Tod brachten wurden pauschale als Pest bezeichnet und eine die Ernte 51:24 verderbende Dürer hatten das Land ins Elend gestürzt und der Bischof fließt trotzdem die erdrückenden Steuern und Abgaben erbarmungslos eintreiben 51:34 wer nichts mehr zahlen konnte wurde einen Kerker gesteckt oder seiner verbliebenen Habe beraubt unter diesen Bedingungen nahm die Ideen 51:42 von Joss Fred revolutionären Charakter an und der Plan den er den bauernden Dörfern entwarf ging viel weiter als die Forderung der ersten Bundschuh 51:51 Verschwörung sein Programm war im wesentlichen dass der bürgerlichen Revolution wie sie viel später in England und Frankreich 51:58 vollzogen wurde die Leibeigenschaft und höherigkeit der Bauern sollte vollständig abgeschafft werden alle Privilegien des Adels verschwinden damit 52:08 die Kleinstaaterei in der hunderte Winkel Fürsten ihre Untertan schikanierten sollte verschwinden und Deutschland eine geeinte 52:16 konstitutionelle Monarchie werden mit einem Kaiser an der Spitze dessen Macht Befugnisse von einer demokratisch gewählten Volksversammlung begrenzt 52:24 werden die von den Bauern bearbeiteten Äcker sollten ihren Besitz übergehen und jeder frei über seine Arbeitskraft und seine 52:33 Eigentum verfügen dürfen Wälder Wiesen und Gewässer sollten wieder Gemeineigentum aller werden die Geistlichen sollten wieder zu einfachen 52:43 Priestern werden die jede politische Macht verlieren und nur ein für ihren Lebensunterhalt ausreichendes Gehalt bekommen sollten die fürstlichen Söldner 52:52 Heere sollten aufgelöst und durch ein volksherr des Reiches ersetzt werden während viele unzufriedene Bauern sich noch Illusionen darüber hingaben dass 53:01 man Adel und kleros durch gutes Zureden und das gesetzliche reformerischem Wege zur Aufgabe ihrer Privilegien bringen können was Fritz politisch 53:09 Fortgeschrittene und erkannte das ist zur Realisierung dieser Forderung kein anderen Weg gab es dem der bewaffneten Revolution 53:18 beim Aufbau seiner geheimen Organisation wurde Fritz von vielen Veteranen des ersten Bundschuh unterstützt und bald gab es eine ganzen Region lokale 53:27 miteinander koordinierte Verschwörer zirke die offensichtlichen verschiedenen konspirationsgrade unterteilt waren ein inneren Kern der ganz Eingeweihten 53:37 Führer des Aufstandes und ein größeren Kreis von Helferinnen und Sympathisanten wobei Fritz besonders die aus der ein starker Kasten getrennten Gesellschaft 53:46 Ausgestoßener als Agenten Monster das städtische Lumpen producariat besonders aber die damals sehr zahlreichen Bettler Details zu uns ähnlich organisiert waren 53:56 und von regionalen bettlerkönigin geleitet wurden mit diesen nun Schloss Fritz Bündnisse versprach ihn bei gelingen das 54:05 Aufstandes hohe Geld Belohnung und brachte sie dafür dazu Nachrichten zwischen den verschiedenen Gruppen zu übermitteln und sich als Kundschafter im 54:13 Land umzusehen im Frühjahr 1502 gehörten dem Geheimbund bereits nicht nur 7000 Männer sondern auch 400 Frauen an deren doppelt 54:24 unterdrückten Status Fritz erkannt hatte und der sich darum bemühte sie zu politisieren auch 500 entlassene Söldner mit 54:32 militärischer Erfahrung gehörten dem Boden da und sogar einige unter der wachsenden Macht dafürsten leidende Ritter wollten sich im anschließen wobei 54:40 Fritz jedoch jeden ab wie es der noch selbst Leibe eigentlich hielt sein militärischer Plan war gut durchdacht 54:48 erst sollten die Verschworenen die bischöfliche Festung Bruchsal im Handstreich einnehmen die dortigen Stadtsoldaten zum Anschluss bewegen und 54:56 sich mit denen der Stadt lagernden Waffen ausrüsten dann sollten sie dann rein überqueren die Hauptstadt Speyer erobern von da aus das ganze Bistum oder 55:06 ihre Kontrolle bringen denn Aufstand oder Mitwirkung der Veteran das ersten bundschuhens elsaßen die Markgrafschaft Baden tragen und wenn sie sich dort 55:15 einmal konsolidiert hätten mit vereinten Kräften ganz Deutschland zur Revolution der eröffnungsschlag gegen Bruchsal sollte am 22 April 1502 erfolgen 55:28 aber wieder scheiterte das Unternehmen kurz vor dem angesetzten Termin durch Verrat zwei verschworene ging nach Speyer 55:35 deckten den Bischof die ganze Verschwörung auf und nannten den Namen der wichtigsten Führer der Bischof unterstützt vom alarmierten Markgrafen 55:44 von Baden nahm sofort eine Reihe Hauptleute fest und entlockte ihm unter der Folter die Namen zahlreicher weiter verschworener 55:52 hunderte wurden festgenommen zehn enthauptet einige weitere geviertheit und ihre Leichen zur Abschreckung an den Landstraßen aufgehängt 56:01 jeder der in die Verschwörung involviert war verlor seinen gesamten Besitz seinen Bischof der Geld für seine luxuriöse Hofhaltung brauchte 56:10 wieder wie schon 1493 in schlecht statt wurde den Verschwörern die man nicht hinrichtete der Finger abgehakt mit dem sie auf den Bund geschworen hatten und 56:20 diese aufrührerischen Elemente leicht kenntlich zu machen der Verräter der den Bischof gewarnt hatte bekam zur Belohnungen reichliches Geld geschenkt 56:29 und ein Ehrenposten als gerichtsweise sein Speyer Jos Fritz gelang es rechtzeitig aus dem Bistum zu fliehen und uns preisgau zu 56:38 gelangen wo unter falscher Identität lebte und sogar von Balthasar von blumeneck einen kleinen Adligen der Nähe von Freiburg als feldhüter angestellt 56:47 wurde aber Fritz blieb auch hier nicht lange ruhig er nahm heimlich Verbindung mit anderen unzufriedenen der Gegend auf und 56:55 baute zusammen mit seiner Frau else einen neuen Geheimbund auf 1513 rumorte es wieder in Süddeutschland sein Programm der Abschaffung von Adel 57:06 und Klerus und der Begründung eines politisch geeinten Staates freier und gleicher Bürgerin blieb in seinem wesentlichen Zügen dasselbe wurde aber 57:15 nun um etliches sozialpolitische Forderungen ergänzt so sollte es eine generelle Entschuldung aller Bauern geben der maximale Zinssatz soll doch 57:24 fünf Prozent begrenzt werden Wucherzinsen von 20 bis 30 Prozent waren damals nicht unüblich und die beschlagnahmen Güter der geistlichen 57:32 sollten zur Versorgung der Armenien die Verschwörer trafen sich nachts auf der hartmatte eine abgelegenen Waldlichtung besprachen dort ihre Pläne 57:42 und wählen die militärischen Führer für den Aufstand diesmal sollte es mit der Einnahme des wohlhabenden für damalige Verhältnisse 57:51 recht großen Freiburg losgehen und von dort Schwaben das Elsass und das Bistum Bayern Aufruhr versetzt werden jetzt brauchen Sie nur noch eine 58:00 feldfahrer und Fritz warnte sich an ein Freiburger Maler der allerdings entsetzt ablehnt hat fritzinger Öffner der dass er die Flagge mit einem Bundschuh 58:09 bemalen lassen wollte der Begriff Bundschuh war schon zum Synonym für gewaltsamen Aufruhr geworden und dann manchen Orten lief es den Adligen und 58:17 geistlichen kalten Rücken hinunter wenn Sie Ihre Bauer nach irgendeiner neuen schikaner vom bundumormen hörten Fritz gegen die freie Reichsstadt 58:27 Heilbronn wohin niemand kannte und beauftragte dort einen anderen Maler auch der was skeptisch also ein Bundschuh malen sollte aber Fritz der 58:36 einiges schauspielerisches Talent besaß imitierte Schweizer Dialekt und meinte er sei der Sohn eines schweizerischen Gastwirts der von schumachern abstamme 58:44 und deswegen einen Grundschulen Familienwappen führen der Maler glaubte ihm diese Geschichte und mit der neuen bundschuhfahren 58:52 erklärte Ernst Breisgau zurück doch als er dort ankam war auch der dritte bodenschuh bereits verraten zwei verschworene hatten einen Bauern 59:01 zum Eintreten die Verschwörung zu überreden versucht und Ihnen als er davon nichts wissen wollte und so sehr bedrängt dass er zum örtlichen Fahrer 59:09 liefern ihm die Geschichte erzählte der Pfarrer gab die Information sofort an die Behörden weiter die bald die ganze Verschwörung aufdecken 59:18 200 bewaffnete Reiter schwärmten aus Freiburg aus nahmen die Hauptleute Fest wieder gab es Enthauptungen und vierteilungen wieder wurden dutzende 59:27 spurfinger abgehakt zig andere enteignet und das Landes verwiesen und wieder gelang es Joss Fritz der zu einem Flugblättern und Liedern gefeierten 59:37 Volkshelden unter den Armen geworden war unterzutauchen und sein Verfolgern zu entkommen aber es verging lediglich ein Jahr bevor 59:45 wieder große Unruhen ausbrachen diesmal im Herzogtum würdenberg an der Spitze wirkenbergs einem der größeren Fürstentümer Süddeutschlands 59:55 stand der damals 27-Jährige Herzog Ulrich der schon das Kind zum Herzog geworden war unter zerrütterten Familienverhältnissen 1:00:04 ohne jede regelmäßige Bildung und Erziehung aufgewachsen wurde Ulrich der jede willkürliche kindliche Laune tyrannisch ausleben konnte ein brutaler 1:00:13 unberechenbarer Choleriker der sich im Regierungsgeschäfte kaum kümmerte und sich zu einem maßlosen trasser und Alkoholiker entwickelter 1:00:22 als Jugendlicher hatten die Vorzüge des Herzogs Seins für ihn vor allem darin bestanden sich jederzeit mit jeder Delikatesse vollstopfen zu können dir 1:00:31 bei seinen Höfling bestellte und war stark fettleibig geworden eines Tages aber bemerkte er also beim Kloster Maulbronn ein Partner die 1:00:40 heimischen Blicke seiner Begleiter und der beschloss abzunehmen was er dann noch erfolgreich Tat vor allem durch tägliche stundenlange reicht und 1:00:48 Jagdausflüge bei denen am Gefolge bedenkenlos die Felder niederritt von deren Ernte die Bauern leben mussten das Jagdfieber packte ihn so dass er 1:00:57 gewaltige Reh und wildschweinbestände heranfüttern ließ die die Äcker und Gärten der Bauern wegfraßen wo gegen diese nichts unternehmen durften wer das 1:01:06 will dass seine Ernte fraß Schoss oder auch nur von seinem Feld verscheuchte musste mit harter Bestrafung rechnen als er 1511 die mit dem Kaiser Verwandte 1:01:16 bayerische Prinzessin Sabina heiratete Lisa an seiner Stuttgarter Residenz eine exorbitante pro Hochzeit mit 7000 Adligen Gästen veranstalten für den 1:01:27 Versorgung ein komplettes Jahresbudget des Herzogtums verschleudert wurde aus repräsentationsgründen zahlt der ungeheure Summen an Adlige aus berühmten 1:01:37 Fürsten Familien als Dienstleute an seinen Hof zu kommen und für sein hemmungslosen Lebensstil gegen weitere riesige Beträge drauf 1:01:46 um die zerrütteten Staatsfinanzen einigermaßen zu konsolidieren dachte er sich immer neue Sondersteuern und Abgaben für seine Untertanen aus den 1:01:55 einem so fruchtbaren Land bald zu den ärmsten und gedrücktesten Deutschlands gehörten der Hass auf den Herzog wurde allgemein 1:02:03 und sogar der Kaiser rügt den öffentlich aus ihm zu Ohren kam das Ulreich seine Frau im so regelmäßige wildprügelte sie zur absonderlichen Sexualpraktiken Zwang 1:02:15 und misshandelte und demütigte wenn sie sich weigerte das sind Provinz Fürst somit einer Kaiser Nichte umsprang das ging doch etwas zu weit 1:02:24 der Tropfen der das fast zum überlaufen brachte war Ulrichs Versuch mit gefälschten Gewichten die indirekten Steuern hochzutreiben nachdem die 1:02:32 direkten Steuern schon so hoch waren das kaum noch eine Steigerung möglich war die neuen Gewichte mit den Lebensmittel abgewogen werden mussten trugen die 1:02:41 alten Pfund Bezeichnungen Wogen aber nur noch zwei Drittel davon wer also den vollen Preis für ein Pfund Getreide oder Fleisch bezahlt bekam nur zwei Drittel 1:02:51 davon der Rest der Summe waren indirekte Steuern den die Kasse des Herzogs Flossen der Widerstand begannen humoristischer Form im Remstal zogen die 1:03:01 Bauern in die städtischen Verwaltungsgebäude nahmen dort die neuen Gewichte an sich und brachten sie uns Ufer des Flusses wo sie vor der 1:03:09 versammelten Dorfgemeinde ein Gottesgericht über die Gewichte abhalten wurden bei den Hexenprozessen des späten Mittelalters in der frühen Neuzeit darf 1:03:18 man der Hexerei Verdächtige Frauen oft ins Wasser um zu prüfen ob sie wirklich Hexen sein ertranken sie waren sie unschuldig und blieben sie oben 1:03:26 schwimmen mussten sie hexen sein und das machten die Bauern im Remstal jetzt mit den Gewichten wenn der Herzog im rechtzeit dann sollten die Gewichte oben 1:03:35 schwimmen haben aber die Bauern recht so sollten sie untergehen natürlich versanken die metallenen Gewichte immer im Wasser 1:03:42 unter großem Gelächter der Zuschauerin dieses Schauspiel wiederholten sie in der ganzen Gegend und aus den spontanen die es auslöste kristallisierten sich 1:03:53 schließlich politische widerstandspläne heraus sie beschlossen dass die Bauern sich bewaffnen das städtische Bürgertum auf ihre Seite ziehen und die Willkür 1:04:01 des Herzogs zuerst zogen sie mittlerweile 3000 Mann stark nach Schorndorf und forderten die Stadt auf auf ihre Seite zu treten der 1:04:12 herzogliche Statthalter kam zu ihnen heraus redete ihnen gut zu bewertete sie mit Brot und Wein und erklärte dass der Herzog gerade zu Besuch beim Landgrafen 1:04:21 von Hessen sei sich aber sicher Ihre Beschwerden anhören werde wenn er wieder zurück sein sie sollten in zwei Wochen wiederkommen 1:04:29 dann können man alles mit dem Herzog direkt besprechen und sicher zu einer vernünftigen Lösung kommen die Bauern erklärten sich dazu bereit und ging 1:04:37 vorerst wieder friedlich nach Hause Ulrich wurde von seinen Räten sofort nach Württemberg zurückgerufen am liebsten hätte er dann Aufruhr 1:04:46 militärisch niedergeschlagen aber kein Bankier war bereit im Hals so Geld für einen solchen Feldzug zu sein also musst du Ulrich vorerst nachgeben erklärte die 1:04:57 neuen indirekten Steuern für aufgehoben und versprach einen Landtag einzuberufen auf dem die Bauern ihre Beschwerden vorbringen können 1:05:05 die Bauern waren zufrieden und bereiteten sich auf den Landtag vor zu ihrer Bewegung die man den Armen Konrad nannte was sprichwörtlich war für den 1:05:14 armen Mann bekannten sich neben baue nach zahlreiche städtische Bürger die das wirtschaftlich verantwortungslos als Hindernis für die freie Entfaltung 1:05:24 von Handel und finanzbetrachteten aus ganz Württemberg strömten Bauern in die Kanzlei des Arm Konrad im Haus des Schorndorfer messerschmieds Kasper 1:05:34 pregitzer wo juristisch gebildete Bürger ihre beschwerdenaufnahmen und den schriftliche Form brachten die bürgerlichen im Arm Conrad wieder 1:05:43 Jurist Ulrich entenmeier tragen vor allem auf eine verantwortliche Wirtschaftspolitik des Herzogs und größere Autonomie für die Städte werden 1:05:52 die bäuerliche Fraktion deren prominentester Sprecher an würtinger Bauern namens singer hans war nicht nur die den Bauern akut auf den Nägeln 1:06:00 brennenden Themen pochte Schluss mit dem herzoglichen Jagd und wildtheke Unwesen dass die Felder zerstörte Rückführung der Wälder Wiesen und Gewässern 1:06:08 Gemeineigentum sondern auch politische Ideen des Bundschuh wieder aufgriffen Ende des vordersystems mit seinen unzähligen adligen Herren und Schaffen 1:06:17 eines geeinten Staat das unter kaiserliche Regierung da brachte ein Überfall auf den singer Hans durch den herzoglichen Forstmeister 1:06:25 die Situation zur Eskalation insbesondere dass das Gerücht aufkam dass der Herzog an den Grenzen fremde Truppen zusammenziehe um die Bauern mit 1:06:34 Gewalten niederzuwerfen die Bauern bewaffneten sich und sammelten sich in bald tausende Mann starken heraufen viele Städte öffnen ihn 1:06:43 die Tore und nahmen auf ihren Mauern bäuerliche Garnison auf in anderen Städten putschte das Bürgertum selbst gegen die herzogliche Gewalt und unter 1:06:53 der niederen Geistlichkeit macht er sich eine Art Befreiungstheologie bereit die erklärte dass die willküren die Räubereien der Adligen und hohen 1:07:01 geistlichen gegen die Gebote Christi sein und die Bauern sich mit Gewalt zur Wehr setzen sollten um das Göttliche recht wieder herzustellen 1:07:09 eine besonders entschlossene revolutionäre Zelle im bildete sich in Markgröningen unter dem Pfarrer Dr Reinhard Geislingen dessen aufstachelnde 1:07:18 Predigten sondern späteren predigen Thomas Müntzer sein bald trugen die Bauern einer seine Stange gespießten Bundschuh 1:07:26 erfeltzeichen manche Städte stellten Truppen aus ihren Bürgern auf andere wollten nur friedliche Verhandlungen mit dem Herzog 1:07:34 so war die Atmosphäre zum Zerreißen gespannt als der vom Herzog einberufenen Landtag in Stuttgart begann und die Delegierten ihre Forderungen 1:07:42 unterbreiten Entmachtung der verhassten bisherigen Reiter des Herzogs Kontrolle seiner Macht durch Anderson Adel städtischen 1:07:50 Bürgertum dann Dorfgemeinden zusammengesetzten Gremium in dem Ritter und Bürger allerdings die Stimmen Mehrheit haben sollten 1:07:58 Aufstellung eines festen Jahresbudgets für die Privatausgaben des Herzogs und Besteuerung seines persönlichen Grundbesitzes 1:08:05 Aufhebung der Steuerfreiheit für Kirchenbesitz und Verstaatlichung dessen was über das zu Versorgung der geistlichkeiten notwendige Maß 1:08:13 hinausging Einberufung eines Untersuchungsausschusses über die bisherige Misswirtschaft der 1:08:19 herzoglichen Regierung diese Forderung verschlugendem Herzog die Sprache und draußen vor der staatsammeln sich heraufen bewaffneter 1:08:27 Bauern um den Forderungen ihrer Delegierten Nachdruck zu verleihen Ulreich Flo aus dem unruhigen Stuttgart ins erzkonservative landstätten Tübingen 1:08:37 wohin hat ein Landtag bestellte Bauern und klaviermaßen weitertragen zu können und die überwiegend aus dem städtischen 1:08:46 Bürgertum stammten Delegierten gaben einen ersten Beweis ihres Mannes eine Rückgrat und politische Reife folgten der Aufforderung und ließen sich vom 1:08:54 Herzog soweit herunter handeln dass ich schließlich Decken gegen ein paar unbedeutende Konzession deren Einhaltung sich nicht kontrollieren ließ die 1:09:03 Bezahlung seiner immensen Schulden zu übernehmen die Zeche dafür würden die Bauern zahlen müssen die meisten Bauernhaufen fanden sich mit 1:09:12 dem Tübinger Vertrag resigniert ab und ging nach Hause nicht aber die remstaler Bauern von denen der Aufruhr ausgegangen war Ulrich forderte sie auf sich 1:09:22 unbewaffnet vor der Stadt Schorndorf zu versammeln wo er mit ihnen sprechen wurde sie erschienen aber nicht unbewaffnet sondern mit Spießen Keulen 1:09:30 und Schwertern in der Hand 7000 veranstark und der Herzog der damit nicht gerechnet hatte führte nur ein kleines gefolger von 80 panzerreitern 1:09:39 mit sich das er seinen Marschall Konrad von Tom mitbrachte den sie für den Misswirtschaft in erster Linie verantwortlich machten machte die Bauern 1:09:48 besonders wütend sie weigerten sich den Tübinger Vertrag anzuerkennen und der Herzog in den vielen noch Illusionen gesetzt hatten er meines eigentlich gut 1:09:57 mit ihnen und werde nur von schlechten Ratgebern verdorben fuhr sie in herrischen verachtungsvollen Ton angefällig zu gehorchen 1:10:05 sein Marschall rief den Bauern zu jeder der sich zusammen rechtmäßigen Herrn bekennensole zu ihm treten nicht an einziger der siebentausendtrat hervor 1:10:15 stattdessen riefen sie dem Herzog Beschimpfungen zu und hielten ihm vor wie er sie jahrelang betrogen und ausgeraubt habe als Unrechts Gefolge 1:10:24 Anstalten machte die Bauern anzugreifen zielte einer von ihnen mit seiner hakenbüchse auf den Herzog und die Umstehenden riefen ihm zu schieß doch 1:10:32 auf ihn schieß doch auf dem Lumpen aber ohne rechte dein Ernst der Lage Begriff hatte sich mit seiner Reitern zur Flucht gewarnt und war entkommen die Stadt 1:10:41 Schorndorf wohin er fliehen wollte war zu den Bauern übergetreten und hielten Herzog die Tore verschlossen so dass er auf seinen Stuttgarter Schloss 1:10:48 zurückkehren musste wieder schaden sich um die remstaler zigtausende bewaffnete Bauern aus ganz Württemberg und dann versucht Stuttgart 1:10:57 zu erobern scheiterte nur knapp schließlich legte sich die erste Wut wieder und Ulrich konnte sie zu einem Vertrag bewegen nachdem sie vorher erst 1:11:05 wieder nach Hause gehen sollten während der versprache neuen Landtag einzuberufen dem noch einmal alle ihre Klagen diskutiert werden sollten 1:11:14 aber daran dachte der Herr zu gar nicht denn mittlerweile waren große Truppenverbände der benachbarten Fürsten gekommen die fürchteten dass der 1:11:21 würtemberger Aufruhr sich aufs ganze Land ausdehnen konnte und in deswegen Keim ersticken wollen erneut bildeten sich bewaffnete 1:11:29 Bauernhaufen die sich beim aber nicht zu einem einzigen großen Heer vereinigten und Übermacht der fremden Truppen zwang ein der isolierten Haufen nach dem 1:11:37 anderen zur Kapitulation 1.600 am Aufruhr beteiligte wurden in den Kerker gesteckt und gefoltert in jedem besonders Beteiligten 1:11:49 Ort von öffentliche Hinrichtung von dutzenden Rebellen statt die Ruhe in würdenberg war unterströmen von Blut wieder hergestellt und im landkursierte 1:11:59 der Vers ich bin jung und nicht alt gerade hübsch und wohlgestalt groß genug und kein Zwerg Herzog und hängt davon würdenberg 1:12:08 zur rechtzeitigen Aufspürung künftiger Unruhen richtete Unrecht im Land den ersten modernen Geheimdienst Deutschlands sein der überall hin seine 1:12:17 Spitzel aussahen der um jede öffentliche unmutsregelung sofort zu denunzieren und das Schwäbische Bund der lockere Zusammenschluss der Süddeutschen 1:12:25 Fürstentümern freien Reichsstädte schwor mit vereinten Kräften jeden Bauernaufstand niederzuschlagen der sich in einem der Mitgliedsstaaten Regen 1:12:34 sollte bald sollte das auch bitter nötig werden [Musik]