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Die Bewahrung der Schöpfung. Was Kirche tun kann und tut.

Michaelsbund14:50 1.493 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 90 Zeilen
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  1. wohl fühlt sich diese fledermaus in kirchtürmen auch in diesem mariä himmelfahrt im oberbayerischen aschau am inn hier lebt seit jahren das große
  2. mausohr das große mausohr dass hier in aschau auch lebt das praktisch eine klassische kirchen fledermausart kommt also bei uns im sommer nur auf den
  3. dachböden vor und fast überwiegend auf kirchen dachböden verantwortung das heißt konkret sanierungsmaßnahmen mit fledermausexperten koordinieren und vor
  4. allem rücksicht auf die nachtaktiven säugetiere zu nehmen wir sind beispielsweise gebeten worden die kirchturm beleuchtung zu reduzieren und
  5. wir haben das dann auch so beschlossen dass wir von april bis september überhaupt keine kirchturm beleuchtung haben das heißt also in dieser zeit wo
  6. die fledermäuse sind übrigens fledermäuse sind nicht nur nützlich sondern auch sehr soziale tiere und dass sie in menschen haare fliegen ist nur
  7. ein gerücht und selbst wenn damit hätten die aschauer kein problem da konnte griff leder aber sie sind ja vielleicht doch
  8. nicht so unheimlich wie man ihn immer nach sagt die fledermäuse und einer ihrer lieblingsorte scheinen tatsächlich kirchtürme zu sein
  9. umwelt- und kirche das ist unser thema heute wir gehen auf tümpel safari im kloster benediktbeuern wir waren auf der landesgartenschau in
  10. rosenheim und wir besuchen einen pfarrer der sich nicht nur um seine schäfchen kümmert sondern auch um bienen und blumen er ist nämlich gelernter gärtner
  11. die bibel tausende jahre alt und voller gedanken zur natur und umwelt schon das alte testament macht durch die schöpfungsgeschichte klar dass christen
  12. für die umwelt eine besondere verantwortung tragen die natur ist nicht freiwild sozusagen sondern sie ist geschaffen von gott sie
  13. ist uns von gott gegeben und damit sind wir aber auch gott gegenüber verantwortlich doch schon auf den ersten seiten der
  14. bibel findet sich jener satz der allzu oft missverstanden wird wenn es um das thema umwelt geht also gott segnet den menschen und sagt seid fruchtbar
  15. vermehrt euch und macht durch die erde untertan das heißt es ist ein gutes wort ein segenswort dass gott den menschen mit
  16. auf den weg gibt und dieses segenswort dahingehend zu verwenden dass wir uns die erde in dem sinne unterwerfen dass wir sie ausbeuten das wäre sozusagen
  17. also für mich ein missbrauch des göttlichen segens den er uns mitgegeben hat aber wie soll der mensch von heute der natur und dem fortschritt begegnen
  18. inwieweit darf er in die schöpfung eingreifen der auftrag sich auch der natur zu bedienen sie sich verfügbar zu machen
  19. das ist schon teil auch des biblischen schöpfungslehre schon dass der mensch natürlich die anlagen hat und die natur auch für ihn geschaffen ist dass er hier
  20. und mit ihr gut leben sollen im rahmen des möglichen und des vernünftigen sie auch verändern darf ich denke eingriffe in auch solche komplexen prozesse wie es
  21. das menschliche erbgut oder auch tierisches und pflanzliches erbgut ist sie sind vor allen dingen deswegen gefährlich weil die abziehbarkeit der
  22. folgen in der regel nicht gegeben ist die grenze der machbarkeit ist für mich immer da gegeben wo der mensch sich selbst zum schöpfer aufspielt wo der
  23. mensch etwas tun will was eigentlich gott zu steht die bibel ist also die grundlage für den respektvollen und verantwortungsbewussten umgang des
  24. christen mit der umwelt ein ethischer grundsatz auch für die zukunft das heißt wir tragen auch verantwortung für die generation die nach uns kommt und da ist
  25. natürlich die erhaltung der lebensbedingungen der natürlichen umwelt für die kommende generation eines der kernelemente dieser sozialethik die
  26. kirche gottes schöpfung bewahren heute und morgen denn wir sind nur ein teil des großen ganzen schaugärten und wiesen labyrinth bootfahren auf inn und
  27. mangfall das sind nur einige der highlights von der landesgartenschau wenn sie es verpasst haben oder auch wenn sie hier
  28. gewesen sind wir haben hier noch einige impressionen für sie pfarrer andreas maria zach nimmt sie mit auf einen ganz besonderen rundgang
  29. mein name ist andreas maria zach ich bin hier seit drei jahren pfarrer in st niklaus in rosenheim also genau in der katholischen vor
  30. gemeinde in der das gesamte gelände der landesgartenschau 2010 hier in rosenheim angesiedelt ist vom ersten tag an bin ich mit diesem projekt mit betraut ich
  31. entdecke ich mir wieder was neues also hat man wirklich etwas ganz spezielles diesen zusammenschluss von mangfall und inn ein wasser war für sie
  32. herkommt verschiedene farbe und auch als ein strom dann richtung norden weiter fließen nicht zu vergessen die vielen kunstwerke
  33. die es da gibt schade finde ich dass diese gut über den hammerbach dass dieser selten zu regnen beginnt
  34. kinderspielplätze ohne ende also die kinder kommen hier voll auf ihre kosten aber auch ältere menschen wo ich feststelle manche kommen her um leute zu
  35. treffen man kann sich hier wunderbar wie man so schön sagt ergehen
  36. und wir kirchen wollten von anfang an dabei sein die evangelische kirche wie die katholische kirche und die ergebnisse kann man hier an dieser arche
  37. am besten konzentriert sich der die arche ist zunächst einmal würde ich sagen ein symbol ein uhr symbol für überleben in ganz schwierigen zeiten als
  38. ein zeichen gott will dass sie überleben also tut auch etwas dafür damit ihr und die nachfolgenden generationen noch gut leben können auf
  39. dieser schöpfung auf diesem erdball in dieser welt das ding hier lebt
  40. kirche und umwelt das ist heute unser thema in jedem der sieben bayerischen bistümer gibt es einen eigenen umweltbeauftragten bei mir ist jetzt
  41. matthias kiefer aus dem erzbistum münchen freising er liefert der besuch einer landesgartenschau ist es so etwas wie
  42. ein pflichtprogramm für einen umweltbeauftragten sie haben ja angesprochen ich komme aus mich als bistum münchen und freising großenhain
  43. gebiet des erzbistums insofern bin ich der örtlich zuständig umweltbeauftragten insofern was natürlich für mich teil meiner arbeit
  44. dass ich mich hier einbringen ich konnte machen sie denn die erfahrung dass die verein jetzt eher sagen roch schon wieder sondern uns mit umwelt
  45. beschäftigen oder wollen die auch etwas wissen wie sie jetzt besser mit der schöpfung mit der umwelt umgehen können wie ist die resonanz ist eine hoch
  46. interessante frage weil häufig anfangs die skepsis groß ist nach dem motto wie sie es gesagt damit wo in space einer von uns ja faktisch ist es dann aber so
  47. und das zeigen alle erfahrungen in den gemeinden in denen es eine derart gestaltet die umweltarbeit läuft dass man sehr positive erfahrungen damit
  48. gemacht weil das thema umwelt klimawandel ressourcenknappheit gesellschaftlich bedeutsam es ist es das bewegt die menschen im moment
  49. das ist der eine aspekt und der zweite aspekt ist es ist völlig klar dass wenn ich wenn ich mich als als gemeinde auf den weg machen in richtung mehr mehr
  50. schöpfungsverantwortung und dieses eben dann auch einen eigenen alltag seinen niederschlag finden soll dann kann ich das nicht das
  51. einzelkämpfertum es müssen alle motiviert werden und insofern ist dieses kann es eine beteiligungs- element verständliche umweltarbeit auch für das
  52. gemeindeleben insgesamt sehr positiv also es gibt noch jede menge zu tun aber wir sind wohl auf einem guten weg vielen herzlichen dank für das gespräch herr
  53. kiefer zu unserem thema heute kirche und umwelt da passt doch eigentlich auch wunderbar pfarrer und gärtner und stehen gibt es wirklich herbert walter ist
  54. seelsorger katholischer pfarrer im oberbayerischen markt schwaben und gelernter gärtner und wir haben uns mal in seinem ganz persönlichen paradies
  55. umgeschaut zinngießer gasse 37 in markt schwaben katholisches pfarramt st margaret das ist die adresse des garten eden naja
  56. fast es ist nicht mein paradies es ist ein bisschen ein kleiner ausblick in diesem garten hinein vielleicht pfarrer herbert
  57. walter liebt seinen garten schon als kind hat er mit leidenschaft in der erde gebuddelt gesät und gepflanzt kein wunder dass er zierpflanzengärtner
  58. lernte doch neben dem beruf gab es auch immer die berufung und so wurde aus dem gärtner der gottesmann aus den zwei
  59. lebenswelten wurde eine welt ich denke das ist auch kirche wenn ich durch meinen garten spazieren die natur die schöpfung das ist doch die ganz große
  60. kirche gottes und wenn ich mich in ihr bewegen dann erlebe ich das auch ja ich glaube schon dass mir dass mir gott auf diese
  61. weise ganz nahe ist der betrieb in meiner partei manchmal zu viel wird wenn ich vor einem problem stehen dann gehe ich erst mal eine runde
  62. im garten oder wenn ich ergab und ich innerlich aufgewühlt bin dann gehe ich durch meinen garten nicht in die kirche und die menschen aus der
  63. gemeinde finden ihren pfarrer mein garten ist offen zum durchlaufen die leute wandern durch freuen sich an den pflanzen und wenn wir
  64. uns dann begegnen dann ist es ja auch schon wieder so was was würden sie ja immer wünschen in unserer kirche dass wir uns begegnen dass menschen
  65. zusammenkommen und dass wir dann einsteigen in ein gespräch und über diese schiene des gartens kommt man dann ganz schnell auch auf andere
  66. themenbereiche die immer wieder das leben eben der menschen beinhaltet du damit eben auch die seelsorge weil da geht es ja um den menschen garten und
  67. gottesdienst das ist für pfarrer walter kein entweder oder sondern ein eben drum von ganz alleine führt mich mein garten immer wieder zu meinem wirklichen beruf
  68. als priester wer weiß vielleicht ist der garten von sankt margareta ja doch ein kleines stück vom paradies
  69. ein oberbayerisches kloster in einer wunderbaren umgebung das ist benediktbeuern seit 80 jahren sind die salesianer don boscos hier neben der
  70. hochschule und der basilika ist benediktbeuern aber vor allem bekannt für seine aktivitäten und aktionen in sachen umwelt und natur und das ist
  71. genau unser thema heute kirche und umwelt mittendrin statt nur dabei von barfuß pfad bis biolabor in sachen
  72. umweltbildung ist das zentrum für umwelt und kultur ein echtes vorzeigeprojekt in deutschland die natur mit allen sinnen erfassen
  73. hören riechen schmecken sehen und tasten jede menge angebote für alt und jung aber das zuck ist mehr die erfahrungen die menschen hier machen
  74. wirken fürs leben egal ob sie als besucher nur kurz bleiben oder länger als mitarbeiter oder zivi ich denke es öffnet bisschen die augen
  75. ich wusste zum beispiel nicht dass es so viele tiere auf einem haufen im tümpel gibt und man lernt schon sehr viel dazu was einem denke ich auch später
  76. weiterhelfen wird und auch jenseits der klostermauern steht die umwelt im zentrum die 300 hektar kloster land werden naturnah bewirtschaftet und auch
  77. die energieversorgung stammt zu über 80 prozent aus regenerativen energien des eigenen energiezentrums praktische schöpfungsverantwortung im
  78. kloster benediktbeuern darauf ist salesianer pater karl geißinger chef des umweltzentrums zu recht stolz aber es ist erst der anfang
  79. wie er uns im gespräch verraten hat müsste die kirche allgemein jetzt noch viel mehr tun in sachen umwelt umweltschutz natur erhaltung
  80. also ich denke da haben wir einen riesen nachholbedarf die entfremdung des menschen zur natur waren in der jungen generation geht
  81. rasant vor sich wir ziehen uns zurück in unsere künstlichen unsere virtuelle welt die die welt der technik in die welt auch in unserer sozialen welten und der
  82. der unmittelbare bezug zur natur der geht sehr stark verloren ich denke dass kirche sich sehr stark natürlich um soziale themen auch
  83. annehmen muss das gehört zur kernaufgabe der kirche aber die grundlage des lebens und die zukunft des menschen auf dieser erde muss ein grundanliegen der kirche
  84. sein und dazu ist es sicher noch notwendig vielmehr anstrengungen zu machen als bisher
  85. bei der geisinger was raten sie denn jetzt zu dem normalen christen der nicht hierherkommen kann wie kann er in seinem alltag jetzt die umwelt schützen was für
  86. die natur tun ich denke wir müssen uns heute sehr genau überlegen welchen lebensstil führen wie es kann ich ihn so
  87. verantworten mit dem energieverbrauch mit dem wasserverbrauch die ressourcen die wir einfach nutzen und verbrauchen ist das für kommende generationen für
  88. andere menschen auf dieser welt andere kontinenten völkern ist es verantwortbar jeder soll sich nach seinen ökologischen fußabdruck berechnet
  89. ja dann gehen einem die augen auf dann findet man aber auch möglichkeiten wo man umweltbewusst leben kann ohne ein lebensstandard und lebensqualität zu
  90. verlieren

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