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Schalenbau der Erde: Aufbau Erdschichten - Plattentektonik & Vulkane 4

Geographie - simpleclub10:45 758.421 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 106 Zeilen
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  1. Moin Leute! Das ist die Erde!
  2. Also der Planet auf dem wir alle leben. So sieht die Erdkugel von außen aus.
  3. Das is ja jetzt nicht so spannend! Aber wisst ihr auch wie unser Planet von innen aussieht?
  4. In diesem Video erfahrt ihr’s! Ok, legen wir los!
  5. Die Erde besteht aus mehreren Schichten oder Schalen. Ihr könnt euch das so vorstellen wie bei einem Pfirsich!
  6. (2x)Ganz außen haben wir einen festen Teil. Dieser Teil wird auch Lithosphäre genannt.
  7. Das ist der Teil auf dem wir stehen! Beim Pfirsich wär’ das dann die Schale.
  8. Danach kommt das Fruchtfleisch. Dieser Teil im Inneren der Erde ist mehr oder weniger flüssig.
  9. Man sollte dort aber nicht schwimmen gehen! Es ist dort nämlich mehr als 2000 Grad heiß.
  10. Deshalb ist der Teil auch flüssig. Es ist so derbe warm, dass das Gestein im Erdinneren schmilzt.
  11. Geschmolzenes Gestein heißt dann Magma. Ganz im Inneren haben wir wie beim Pfirsich einen harten, festen Kern.
  12. Der besteht hauptsächlich aus den Metallen Eisen und Nickel. Gut, ok wir haben also geklärt, dass die Erde aufgebaut ist wie ein Pfirsich.
  13. Also außen ist sie fest , … Stichwort Lithosphäre... dann in der Mitte flüssig … und ganz innen wieder fest.
  14. … Stichwort Pfirsichkern. Man kann die drei Teile aber noch weiter unterscheiden.
  15. Damit geht’s jetzt weiter! Fangen wir mal in der Mitte der Erde an:
  16. Die Erde hat eine Radius von 6371 Kilometern. Das heißt man müsste 6371 Kilometer tief buddeln, um ganz in die Mitte der Erde zu
  17. kommen. Wenn ihr aus der anderen Seite wieder heraus kommen wollt, braucht ihr also ein doppelt
  18. so tiefes Loch. Das wären 12742 Kilometer.
  19. Ganz im Inneren befindet sich der so genannte “innere Erdkern”. Der innere Erdkern beginnt ab einer Tiefe von etwa 5000 Kilometern.
  20. Das Teil ist fest wie der Pfirsichkern. Außerdem ist der innere Kern richtig heiß.
  21. Die Ursache dafür erfahrt ihr jetzt. Der Kern besteht wie gesagt aus hauptsächlich aus Eisen und Nickel.
  22. Aber dort befinden sich auch radioaktive Elemente wie Uran. Das sind Teilchen, die nicht stabil sind.
  23. Sie zerfallen also von alleine in andere Teilchen. Mehr zu dazu gibt’s in unserem Video zur Radioaktivität.
  24. Beim Zerfallen der Teilchen entsteht Energie… Und zwar in Form von Wärme
  25. Dieses Prinzip wird genutzt um in Atomkraftwerken mit der Wärme Strom zu erzeugen. Der innere Erdkern ist also wie ein riesiges Atomkraftwerk, das Wärme erzeugt,(...)
  26. und zwar nicht zu knapp: (...) Bis zu 5500 Grad Celcius.
  27. Das ist in etwa so heiß wie die Sonne. Ganz schön hot da unten! :D
  28. Diese Hitze im Erdinneren sorgt dafür, dass die Temperatur von oben aus gesehen alle 100 Meter um 3 Grad Celsius ansteigt.
  29. In 10.000 Metern Tiefe ist es also 300 Grad wärmer als an der Erdoberfläche. Aber warum ist der Erdkern immer noch hart, obwohl die Temperaturen dort am höchsten
  30. sind? Eigentlich schmelzen Stoffe doch, wenn sie erhitzt werden.
  31. So wie der Käse auf der Pizza. Das liegt am Druck.
  32. Je tiefer man ins Erdinnere vordringt, desto höher ist auch der Umgebungdruck. Ihr könnt euch das so vorstellen: Hier haben wir den inneren Erdkern:
  33. Über dem Kern liegt also eine Menge Gestein. Diese Gesteinsmassen drücken dann von oben auf den Kern.
  34. Je tiefer die Erdschicht liegt, desto mehr Gesteinsmassen lasten ja auf der unteren Erdschicht. Auf dem inneren Erdkern lastet also am meisten Gestein.
  35. Die Metalle und anderen Bodenbestandteile werden also sehr stark zusammen gedrückt. Dieser Druck beeinflusst die Temperatur, bei der ein Stoff schmilzt.
  36. Also … die Schmelztemperatur. Die Schmelztemperatur steigt, je höher der Druck ist.
  37. Der innere Erdkern hat also eine sehr hohe Schmelztemperatur, weil dort eine ein so hoher Druck herrscht.
  38. Deshalb schmilzt der innere Kern auch nicht, obwohl es 5500 Grad heiß ist. Es wird aber noch komplizierter.
  39. Neben der Temperatur und dem Druck gibt es noch einen dritten Faktor. Das sind die chemischen Eigenschaften des Stoffes.
  40. So schmilzt Wasser zum Beispiel bei normalem Luftdruck bei 0 Grad und Eisen erst bei 1538 °C.
  41. Wir müssen also immer die drei Komponenten Temperatur, Druck und chemische Eigenschaften der Erdschalen berücksichtigen, wenn wir wissen wollen, warum eine Erdschicht fest
  42. oder flüssig ist. Genug Physik für heute!
  43. Gut, wir haben geklärt, warum der innere Erdkern trotz der Hitze noch fest ist. Jetzt geht’s zur nächsten Schicht…
  44. Dem äußeren Erdkern. Der äußere Erdkern befindet sich in einer Tiefe von etwa 3000 bis 5000 Kilometern.
  45. Hier herrschen noch Temperaturen von bis zu 4000 Grad Celsius. Auch der Äußere Kern besteht vor allem aus Eisen und Nickel.
  46. Zudem haben wir dort noch kleinen Anteil an Schwefel, Sauerstoff und Wasserstoff. Diese Elemente sorgen dafür, dass die Schmelztemperatur im äußeren Kern sinkt.
  47. Außerdem ist dort der Druck jetzt nicht mehr so hoch wie im inneren Kern. Es lasten ja nicht mehr ganz so viele Schichten auf dem äußeren Kern.
  48. Die veränderten Stoffeigenschaft und der verringerte Druck sorgen also dafür, dass der äußere Kern flüssig ist...
  49. Und das Ganze, obwohl es etwa 1500 Grad kälter ist. Science ist so crazy!
  50. :) Ok, jetzt kennen wir die beiden inneren Kernschichten.
  51. Weiter geht’s in Richtung Oberfläche! Als nächstes kommt der Erdmantel.
  52. Der Erdmantel besteht hauptsächlich aus Gestein. Der Mantel besteht aus zwei Teilen…
  53. Dem “Oberen Mantel” und dem “Unteren Mantel”. Der untere Mantel erstreckt sich von einer Tiefe von 700 Kilometer bis zu einer Tiefe
  54. von ca. 3000 Kilometern. Hier herrschen Temperaturen von 2000 bis 3600 Grad Celsius.
  55. Dieser Teil wirkt fest. So wie Glas.
  56. Aber über Jahrtausende und Jahrmillionen gesehen ist das Ding flüssig. Der untere Mantel bewegt sich also ganz … ganz langsam.
  57. Man merkt dem Gestein im unteren Mantel also nicht an, dass es sich bewegt. Trotzdem ist diese Bewegung wichtig.
  58. Der Wärmeausgleich zwischen Erdkern und Erdoberfläche passiert nämlich über den Anstieg von heißem Gestein aus dem Erdinneren nach oben.
  59. Das ganze heißt Mantelkonvektion. Falls ihr euch den Prozess ein bisschen genauer anschauen wollt,
  60. schaut euch das Video “Plattentektonik Teil 1” an. Ok, das war der untere Mantel!
  61. Jetzt schauen wir uns den oberen Mantel an: Der obere Mantel ist ein bisschen komplizierter.
  62. Das Ding besteht nämlich aus einer flüssigen, unteren Schicht (...) und aus einer festen, oberen Schicht.
  63. Schauen wir uns erstmal die untere Schicht an. Diese beginnt bei Tiefen von ungefähr 70 Kilometern.
  64. Die Tiefe kann aber von Ort zu Ort um einige Kilometer schwanken. Hier ist es bis zu 2000 Grad warm.
  65. Ab 1300 Grad schmilzt hier das Gestein zu Magma. Deshalb haben wir eine flüssige und eine feste Schicht im oberen Mantel.
  66. Die ganze Suppe ist also verformbar und beweglich. Verformbar heißt unter Physikern auch plastisch.
  67. Deshalb wird der untere Teil vom oberen Mantel auch “plastische Fließzone” genannt. Von hier unten stammt das Magma, das bei Vulkanausbrüchen an die Oberfläche geschleudert wird.
  68. Alright! Der obere Erdmantel besteht also im unteren Bereich aus zähflüssigem und verformbarem
  69. Magma. Wie sieht’s darüber aus?
  70. Darüber haben wir den festen Teil vom oberen Mantel. Hier herrschen “nur” Temperaturen von etwa 1000 Grad.
  71. Da denkt sich das Gestein: “Nö, ist mir zu kalt, um zu schmelzen.” Deshalb schmilzt das Gestein nicht zu Magma und bleibt fest.
  72. Wenn ihr euch an den Pfirsich erinnert, fängt hier die Fruchtschale an. Die Pfirsichschale war nochmal was?
  73. … genau die Lithosphäre. Deshalb wird der obere Teil des oberen Mantels auch “untere Lithosphäre” genannt.
  74. Die untere Lithosphäre ist etwa 40 Kilometer dick. Ihr ahnt es, wenn es eine untere Lithosphäre gibt, dann gibt’s wohl auch eine obere.
  75. Genau! Die obere Lithospähre heißt “Erdkruste”.
  76. Kruste wie beim Brot. Die Erdkruste ist die Schicht, auf der wir stehen.
  77. Aber Erdkruste ist nicht gleich Erdkruste! Da gibt’s zwei Verschiedene.
  78. Die erste ist die kontinentale Erdkruste. Is klar!
  79. Das ist die Kruste an Land. Die kontinentale Erdkruste ist im Durchschnitt so 35 Kilometer dick.
  80. Unter Gebirgen kann sie aber auch bis zu 70 Kilometer dick sein. Außerdem gibt es die ozeanische Kruste.
  81. Also, grob gesagt, der Teil der Kruste, der sich im Meer befindet. Die ozeanische Erdkruste ist viel dünner als die kontinentale Kruste.
  82. Sie ist nur 5 bis 8 Kilometer dick. Deshalb ist der Weg von Magma aus der plastischen Fließzone bis ins Meer auch nicht so weit
  83. wie auf dem Land. Ok nochmal zur Wiederholung: Die Erdkruste besteht aus der kontinentalen und der ozeanischen
  84. Kruste. Die Kruste bildet dann zusammen mit dem oberen, festen Teil vom oberen Erdmantel die feste
  85. Lithosphäre. Die Lithosphäre schwimmt dann auf einer Schicht aus geschmolzenem Gestein, dem Magma.
  86. By the way: Die Lithosphäre ist kein einzelnes Stück Gestein.
  87. Sie besteht aus mehreren Lithosphärenplatten. Manchmal werden die auch Kontinentalplatten genannt.
  88. Diese Platten bewegen sich. Ihr könnt euch das vorstellen wie Eisschollen auf einem See.
  89. Der See ist dann das Magma und die Schollen sind die Kontinentalplatten. Wenn ihr mehr über die Platten erfahren wollt, schaut euch das Video zur Plattentektonik
  90. an. Okay, das sind ja ganz schön viele Schichten in unsrem schönen Planeten!
  91. Gehen wir die Schichten noch einmal kurz durch. In der Mitte der Erde haben wir einen festen Kern.
  92. Die Hauptbestandteile sind Eisen und Nickel. Aber man findet dort auch radioaktive Substanzen wie Uran.
  93. Das Uran zerfällt und erzeugt dadurch ne Menge Hitze So wie in einem Atomkraftwerk.
  94. Deshalb wird es immer heißer je näher man dem Erdkern kommt. Der Kern ist fest, weil die anderen Erdschichten Druck auf ihn ausüben.
  95. Weiter geht’s zum äußeren Erdkern! Um den festen Kern herum sind das Nickel und das Eisen geschmolzen.
  96. Das liegt daran, dass hier neben dem den beiden Metallen auch noch Schwefel, Sauerstoff und Wasserstoff vorkommen.
  97. Jetzt folgt der Erdmantel aus Gestein. Und zwar zuerst der Untere Erdmantel:
  98. Dieser untere Mantel ist fast fest. Aber innerhalb von Jahrtausenden bewegt er sich.
  99. Das ist wichtig für den Wärmetransport aus dem Erdinneren zur Erdoberfläche. Über dem unteren Mantel haben wir den Oberen Mantel:
  100. Der teilt sich auf in die Plastische Fließzone und die feste, untere Lithosphäre. In der plastischen Fließzone schmilzt das Gestein zum Magma.
  101. Darüber liegt die Lithosphäre: Die untere Lithosphäre ist fest, da hier die Temperaturen zu gering sind.
  102. Das Gestein schmilzt nicht mehr zu Magma. Der obere Teil der Lithosphäre ist die Erdkruste.
  103. Diese lässt sich noch in die dicke, kontinentale Kruste und die dünne ozeanische Kruste aufteilen! Alles klar, Party People!
  104. Das war’s von den Mänteln, Schalen und Krusten! Ich mach mir jetzt erstmal ne Stulle!
  105. Wenn ihr mehr ErdkundeVideos gehen wollt, checkt unsere Lernplattform auf www.thesimpleclub.de aus!
  106. Bis dann!

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