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Valenz und Verbklassen, Ergänzungen und Angaben | Morphologie 8 & Syntax 11/1

Roland Schäfer42:09 2.494 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 240 Zeilen
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  1. hallo und willkommen zur Vorlesung über Morphologie wir sind bereits in Woche 8 und jetzt geht es eigentlich gar nicht mehr so sehr um Morphologie sondern um
  2. Lexikologie die mit Morphologie und Syntax sogar zusammenhängt es geht um Valenz der Überblick wie immer wir werden sprechen über funktionale
  3. Wortschatz Gliederung das ist hier gemeint mit Lexikologie also nicht Wortbedeutung oder sowas sondern wir reden über
  4. bestimmte Gliederungen im Wortschatz und zwar jetzt der Verben bisher haben wir eine morphologisch motivierte Gliederung vorgenommen zum
  5. Beispiel in Form der Wortklassen zum Beispiel auch in Form von Plural Klassen bei den Substantiven die weitere Gliederung jetzt erfolgt morphos sind
  6. taktisch funktional das heißt wir bilden Klassen von Verben auf Basis bestimmter funktionaler Eigenschaften und zwar werden wir uns zuerst anschauen was sind
  7. passivierbare Verben das ist ja eine wichtige Unterklasse der Verben nicht alle Verben sind passivierbar und werden das dann ein bisschen ausdehnen auf
  8. valenzklassen sie kennen wahrscheinlich transitive und intransitive Verben nun das sind bereits valenzklassen wir werden das nur ein bisschen genauer
  9. machen zum Beispiel werden wir uns anschauen was werben mit präpositionalobjekten sind und wie auch diese den Verb Wortschatz weiter
  10. untergliedern was wir hier sehen ist auf jeden Fall jetzt auch wieder nur ein Ausschnitt der möglichen Klassen auch hier kann man sehr viel feiner zu Werke
  11. gehen aber genau wie bei den Wortklassen ist das in erster Näherung auch gar nicht nötig für unsere Zwecke was ist nun valents Valens trennt zwischen
  12. Ergänzung und Angaben denn nur die Ergänzungen sind valenzgebunden wir schauen uns einfach ein paar Beispiele an Gabriele malt ein Bild es
  13. geht sich um ein Bild also wieder die eingeklammerten Konstituenten Gabriele malt gerne sie werden hier sofort aus der Schulgrammatik sehen dass es sich
  14. bei ein Bild um ein Objekt und bei gerne um eine sogenannte adverbiale Bestimmung handelt in Wesentlichen geht es um diesen Bereich
  15. Gabriele malt den ganzen Tag das ist gewiss zu den ganzen Tag lang verkürzt aber wir können das auch so als reinen Akkusativ benutzen aber auch das
  16. erscheint uns mehr wie eine sogenannte adverbiale Bestimmung Gabriele malt ihrem Mann zu figürlich da wäre jetzt wieder die Frage nach dem
  17. Status dieser beiden eingeklammerten Konstituenten sind das naja Ergänzungen oder Angaben bzw Objekte oder adverbiale Bestimmungen in dem Moment wo wir sagen
  18. ein Bild ist ein Objekt weisen wir ihm eine besondere Funktion zu oder besser gesagt wir stellen es in eine besondere Relation zum Verb denn etwas kann nur
  19. ein Objekt zu einem Verb sein wenn wir ein Bild außerhalb des satzkontextes sehen können wir nicht sagen ob das ein Objekt ist wir können vielleicht sagen
  20. es ist ein Nominativ oder Akkusativ aber ein Objekt das ergibt erst Sinn wenn wir uns im satzkontext befinden wir wollen also eine besondere Relation
  21. postulieren zwischen ein Bild und malt in diesem Fall adverbiale oder Angaben im allgemeinen haben diese spezielle Relation nicht das steckt auch hinter
  22. der schulterminologie wichtig ist dass es nicht darum geht was man weglassen kann das ist hier nicht der entscheidende Unterschied das wird
  23. manchmal in der Schule so unterrichtet das ist aber tatsächlich falsch sie können ein Bild weglassen das Objekt Gabriele malt sie können genauso die
  24. hier Geld markierten putativen Angaben bzw adverbialen Bestimmungen und so weiter weglassen also Gabriele malt ja und dann wissen Sie ja nicht mal ob sie
  25. jetzt gerne oder ein Bild oder gerne ein Bild weggelassen haben das können Sie alles weglassen das führt uns nicht zu diesem Unterschied was führt uns denn
  26. jetzt zu diesem Unterschied zwischen Ergänzungen und Angaben und der Unterschied zwischen Objekten und adverbialen Bestimmungen ist ein
  27. Spezialfall dieses Unterschieds und das ist die Lizenzierung Lizenzierung bedeutet eigentlich nur dass das Verb es bestimmten Satzgliedern Phrasen erlaubt
  28. im Satz aufzutreten und wir schauen uns Beispiele an Gabriele ist den ganzen Tag Walnüsse das ist wieder dieser Akkusativ hier gewiss verkürzt zu den ganzen Tag
  29. lang oder den ganzen Tag über aber wir können es eben auch so als reinen Akkusativ verwenden Gabriele läuft den ganzen Tag da ist er
  30. wieder Gabriele backt ihrer Schwester den ganzen Tag Stollen da ist er wieder dieser Akkusativ Gabriele litt den ganzen Tag unter Sonnenbrand wir sehen
  31. also dass bei allen diesen Verben mit ihren Objekten die sie sowieso zu sich nehmen diese Angabe den ganzen Tag stehen kann die ist hier frei
  32. kombinierbar und jetzt schauen wir uns den Fall an wo das nicht geht Gabriele ist ein Bild Walnüsse jetzt werden Sie sagen Moment Bilder kann man
  33. nicht essen nun gut einen Kuchen ist Gabriele Walnüsse da fällt Ihnen sofort auf dass das nicht geht das geht auch nicht obwohl man einen Kuchen essen kann
  34. das geht nicht weil sie da zwei Akkusative haben nämlich ein Bild respektive einen Kuchen und Walnüsse Gabriele läuft ein Bild geht auch nicht
  35. dieser Akkusativ im Gegensatz zu diesem Akkusativ hier oben ist nicht kompatibel zu laufen Gabriele backt ihrer Schwester ein Bild
  36. Stollen das geht auch nicht und auch hier liegt es nicht an der Semantik von ein Bild denn wenn wir daraus machen einen Kuchen backt Gabriele ihrer
  37. Schwester ein Stollen auch das geht nicht Gabriele litt ein Bild unter Sonnenbrand irgendwas verhindert dass ein Bild oder
  38. ganz viele andere Akkusative hier stehen können den ganzen Tag war aber okay das liegt daran dass Angaben wie den ganzen Tag die ganze Zeit einen Tag lang
  39. andauernd und so weiter Verb unspezifisch lizenziert sind das bedeutet nichts anderes als dass sie bei jedem Verb stehen können natürlich kann
  40. es sein dass sie semantisch nicht dazu passen das ist also landläufig gesagt keinen Sinn ergibt ein bestimmtes Adverb z.B zu kombinieren mit einem Verb aber
  41. im Prinzip sind taktisch gesehen können Sie bei jedem Verb stehen diese Ergänzungen hier in blau die sind für bestimmte Verben oder bestimmte
  42. verklassen spezifisch diese Verben bzw verbklassen lizensieren spezifisch diese Arten von akkusativen und das kennen Sie eigentlich auch schon
  43. aus der Schule nicht jedes Verb erlaubt ist das ein zum Beispiel Akkusativobjekt oder ein Dativobjekt bei diesem Verb steht wenn dann ein Akkusativ steht so
  44. wie bei laufen dann muss es sich um so eine Angabe handeln die also letztlich adverbiel verwendet wird um ein bisschen den Anschluss an die schulterminologie
  45. zu halten die Valenz ist nun nichts anderes als die Liste der Ergänzungen eines Verbs oder anderer Wörter wir werden sehen das spielt vor allem
  46. bei den Verben eine Rolle aber es gibt auch andere Wortarten wie zum Beispiel Präpositionen oder auch nominar die Valenz haben ausgehend von dieser
  47. Definition können wir uns jetzt Gedanken machen über weitere Eigenschaften von Ergänzungen bzw Angaben iterierbarkeit wäre die erste und das
  48. heißt nichts anderes als Wiederholbarkeit beziehungsweise Stapelbarkeit könnte man sich auch vorstellen von Angaben nur Angaben
  49. können das Ergänzungen nicht wir sehen hier wie das funktioniert wir müssen den Wagen jetzt mit aller Kraft vorsichtig anschieben da haben wir hier drei
  50. Angaben wir essen schnell mit Appetit an einem Tisch mit der Gabel einen Salat schnell mit Appetit an einem Tisch mit der Gabel sind Angaben und wir können
  51. vier ohne weiteres hier in diesem Satz haben wir könnten uns auch noch weitere überlegen und problemlos hin hinzufügen was aber nicht geht ist einen zweiten
  52. Akkusativ der nur als Objekt interpretierbar ist hinzuzufügen wir essen schnell ein Tofu Gericht da ist der erste Akkusativ mit Appetit an einem
  53. Tisch mit der Gabel einen Salat da wäre der zweite Akkusativ und diese beiden Akkusative können nur als Objekt interpretiert werden den ganzen Tag da
  54. wissen wir es gibt diese besondere Interpretation als also eine Art adverbial aber bei diesen beiden hier geht das nicht und dann können wir nicht
  55. beide in diesem Satz verwenden genau das ist damit gemeint dass die Angaben hier gelb markiert iterierbar sind wir können also sehr
  56. viele davon haben das liegt eben genau daran dass sie beliebig für jedes Verb lizenziert sind und Objekte zum Beispiel sind nur einmal
  57. bei bestimmten Verben lizenziert so wie das Akkusativobjekt hier sie sehen dass es nichts mit weglassbar kein zu tun hat
  58. die Objekte sind nicht die Satzteile die man nicht weglassen kann wir essen schnell mit Appetit an einem Tisch mit der Gabel sie sehen wir können das auch
  59. ganz ohne Akkusativobjekt machen wir können es aber nicht mit zwei akkusativobjekten machen das ist der wesentliche Unterschied Ergänzungen
  60. stellen eine der wichtigen Schnittstellen zwischen Syntax und Semantik da die werbemantik sagt nämlich welche Rolle bestimmte von den
  61. Satzgliedern bezeichnete Dinge in der Situation spielen die das Verb beschreibt diese Semantik von Ergänzungen ist damit abhängig vom Verb
  62. wir sehen dann gleich noch Beispiele diese Mantik von Angaben hingegen ist völlig unabhängig vom Verb deswegen können wir Sie zu jedem Verb hinzufügen
  63. und schauen Sie sich an was damit gemeint ist ich lösche den Ordner während der Hausdurchsuchung den Ordner ist eine Ergänzung während der
  64. Hausdurchsuchung eine Angabe ich mähe den Rasen während der Ferien ich fürchte den Sturm während des Sommers und hier sehen wir dass wir jedes mal so eine
  65. Zeitangabe mit während hinzufügen können und die bedeutet jedes mal dasselbe was eben eine präpositionalphrase mit während bedeutet
  66. sie gibt den Zeitraum an innerhalb dessen etwas passiert das ist völlig aus sich selbst heraus erklärbar während der Hausdurchsuchung wenn wir das Hören dann
  67. wissen wir es gibt offensichtlich eine Hausdurchsuchung die hat einen bestimmten Zeitablauf und genau das beschreibt während der Hausdurchsuchung
  68. und während der Ferien während des Sommers was aber die spezielle Rolle von den Rasen den Ordner und den Sturm ist in
  69. den beschriebenen Ereignissen das wissen wir erst wenn wir das Verb dazu sehen das sind alles Akkusative und wir können jetzt nicht sagen ja was passiert denn
  70. mit denen wenn wir nämlich dann hören ich lösche den Ordner dann wissen wir der wird vernichtet in diesem Ereignis ich mähe den Rasen dann wird der
  71. verändert da wird dann ein Stück abgenommen in der Fläche ich fürchte den Sturm da passiert mit dem Sturm ja wirklich gar nichts sondern der Sturm
  72. löst in uns im Sprecher oder in der beschriebenen durch das Subjekt beschriebenen Person einen Angstzustand aus das sind völlig verschiedene Dinge
  73. die hier mit dem Akkusativ passieren sobald ich während habe weiß ich es geht um ein Zeitraum innerhalb dessen bestimmte Dinge passieren wir fassen
  74. jetzt im Wesentlichen zusammen Angaben sind grammatisch immer lizensiert und bringen ihre eigene semantische Rolle mit das heißt es liegt in der Angabe
  75. selber was für eine Art Aspekt eines Ereignisses sie beschreiben zum Beispiel einen Zeitraum sie können natürlich semantisch pragmatisch inkompatibel sein
  76. das ist aber aus der Semantik relativ gut vorhersagbar und wie Ergänzungen mit dem Verb zusammenhängen das weiß man erst wenn man das Verb gelernt hat das
  77. ist nicht vorhersagbar Ergänzungen sind nämlich Satzteile die spezifisch vom Verb lizenziert werden und in ihrer
  78. semantischen Rolle vom Verb abhängen und das ist ganz wichtig das haben wir gesehen jede dieser Rollen kann nur einmal vergeben werden wenn ein Verb
  79. sagt ich nehme einen Akkusativobjekt dann nimmt es nur ein Akkusativobjekt manchmal kann man das Weglassen wir können aber nie zwei akkusativobjekte
  80. haben außer bei ganz bestimmten Verben die aber dann eben lexikalisch auf zwei Akkusative fest bewegt sind und das ist nicht mal eine Handvoll jetzt habe ich
  81. gesagt es geht darum welche Rolle ein bestimmtes Objekt also ein Gegenstand an einem Ereignis spielt was sind diese Rollen wir schauen uns hier wieder
  82. Beispiele an Michelle kauft einen Rottweiler der Rottweiler schläft der Rottweiler erfreut Marina sie sehen es geht hier um Subjekte das sind alles
  83. Subjekte hier nominative die mit dem Verb kongruieren und wir können Fragen gibt es eine semantische Verallgemeinerung also spielen diese
  84. Subjekte bzw die von ihnen bezeichneten Gegenstände immer eine ganz bestimmte Rolle bei diesen Ereignissen wir können natürlich sagen es geht hier um eine
  85. Käuferin einen Schläfer und einen Feuer aber gibt's da eine Verallgemeinerung das Subjekt drückt aus wer oder was im Satz handelt das findet man in vielen
  86. Schulbüchern z.B natürlich längst nicht in allen aber das ist Unsinn denn sie sehen ja schon also der Rottweiler handelt nicht
  87. wirklich nur die Käuferin handelt hier der Rottweiler wenn er schläft handelt nicht und wenn er Marina erfreut dadurch dass er ein Hund ist und Hunde Dinge tut
  88. tut er das ja auch nicht handelnd aktiv willentlich wenn Sie aber einen Rottweiler kaufen oder irgendetwas tun sie das in aller Regel willentlich mit
  89. Absicht als aktiv Handelnde Person wir betrachten hier das sehen sie ja schon bewerben als Codierung eines situationstyps also der Typ kaufen
  90. Situation schlafen Situation erfreuen Situation und können dann eben fragen was sind die charakteristischen Mitspieler in dieser Situation die Dinge
  91. die an einer kaufen schlafen erfreuen Situation typischerweise beteiligt sind also handelnde Betroffene in irgendeiner
  92. Form veränderte wie der Rasen wenn ich ihn mähe Emotionen erfahrene das ist so wie hier bei dem erfreuen da ist Marina die Person die eine bestimmte Emotion
  93. empfindet sie sehen schon es geht hier um Mitspieler im weiteren Sinn das können auch Gegenstände Zeitpunkte sein ja eben nicht nur willentlich handelnde
  94. Personen sondern alle Dinge die so an einem situationstyp typischerweise beteiligt sein können und es ist nicht so dass solche Rollen wie zum Beispiel
  95. handelnde Betroffene veränderte und so weiter sich direkt auf Kasus abbilden lassen das macht jedes Verb für sich verteilt die Rollen auf bestimmte Kasus
  96. und damit wissen Sie was Kasus eigentlich macht das ist die Möglichkeit der Grammatik eine Verbindung zu bestimmten vom Verb vom individu Ellen
  97. Verb festgelegten Rollen herzustellen wir schauen uns jetzt zwei dieser möglichen Rollen an agents und experience Michael kauft einen
  98. Rottweiler das sind die Sätze von vorhin der Rottweiler schläft der Rottweiler erfreut Marina wir reden also über die farblich hervorgehobenen Satzteile und
  99. überlegen was sind die Rollen michelle ist hier wirklich eine handelnde und das nennt man dann ein agenz Marina hier in dem Satz C erfährt
  100. einen psychischen Zustand sie wird erfreut das nennt man gerne einen experience und das ist ja glaube ich dann klar aus dem Englischen was die
  101. Idee dabei ist der Rottweiler hier dreimal gelb markiert na gut der würde jetzt andere Rollen jeweils Spielen auf die wir hier nicht weiter eingehen ich
  102. habe da im Buch auch die unbekannte Rolle eingeführt die Rolle x das ist nicht so dass ich hier nicht etwas zu sagen könnte sondern das ist
  103. einfach hier didaktisch verkürzt wir kommen dann jetzt noch mal auf Rollen Zuweisung und auf den Unterschied von Ergänzungen und Angaben zurück wir
  104. können jetzt jeweils fragen welche charakteristischen Rollen gibt es denn in einem situationstyp wie er von einem Verb beschrieben wird fast immer gibt es
  105. zum Beispiel einen Zeitpunkt ein Ort eine Dauer nicht immer haben wir zum Beispiel handelnde beim Schlafen fallen oder gefallen haben wir eigentlich
  106. niemanden der handelt ein psychischen Zustand erfahren da gibt es auch nicht in jeder Situation die von einem Verb beschrieben werden kann beim Laufen
  107. reparieren häkeln erfahren wir vielleicht psychische Zustände das Verb macht aber keinerlei Aussage darüber und das ist wichtig im Hinterkopf zu
  108. behalten man kann natürlich immer sagen ich häkelte traurig eine Decke dann sage ich in dem Satz dass ich traurig war das ist völlig kompatibel aber das Verb
  109. häkeln sagt eben nichts über psychische Zustände das muss ich extra hinzufügen über eine Angabe physisch veränderte Gegenstände haben wir auch nicht immer
  110. wenn ich etwas betrachte etwas so belasse wie es ist oder etwas verkaufe gibt es eben gerade keine veränderten Gegenstände beim Verkaufen ändert sich
  111. zwar der Besitz Status aber der Gegenstand selber bleibt derselbe und wie System schon angedeutet habe auch wenn kaufen fallen und so weiter
  112. Emotionen auslöst dass jeweilige Verb von sich aus sagt darüber nichts es gehört also nicht zu unserem Konzept von kaufen fallen und so weiter dass wir da
  113. jedes Mal etwas über einen psychischen Zustand sagen müssen der irgendjemandem induziert wird Ergänzungen sind gekoppelt an solche werkspezifischen
  114. Rollen das haben wir eben schon mal gesagt aber jetzt sollte das klar werden hier diese jetzt orange markierten Mitspieler an Ereignissen sind solche
  115. die typischerweise über Ergänzungen codiert werden und ich sage es noch mal jedes Verb entscheidet für sich welche Rollen das sind und mit welchen Kasus
  116. dann auf der grammatischen Seite diese Gegenstände verknüpft werden Angaben haben Verb und spezifische Rollen das heißt man kann sie solange das
  117. einigermaßen semantischen ergibt auch zu jedem Verb hinzufügen etwas das ich eben auch schon einmal angedeutet habe nennt man auch das Prinzip der Rollen
  118. Zuweisung oder so ähnlich dass nämlich diese situationsspezifischen Rollen nur jeweils einmal vergeben werden dürfen
  119. und genau das führt dazu dass wir zum Beispiel ein Objekt zum Beispiel ein Akkusativobjekt nicht einfach Doppeln können das haben wir reichhaltig gesehen
  120. in den Sätzen vorhin sobald er zwei akkusativobjekte vorkommen werden die Sätze ungrammatisch das ist jetzt die semantische Motivation
  121. dafür dass Angaben iterierbar sind sie brauchen keine spezifische Lizenz und Ergänzungen nicht sie brauchen eine spezifische Lizenz die nur einmal
  122. vergeben wird wir müssen natürlich aufpassen es gibt so etwas wie Koordinationen also Marina und Michelle kaufen bei einer seriösen Züchterin und
  123. ihrer Freundin einen Dobermann und einen Rottweiler hier haben wir jeweils koordinationsstrukturen mit und natürlich haben wir dadurch immer zwei
  124. Personen oder zwei Hunde an die die jeweilige Rolle vergeben wird und da muss man jetzt eben aufpassen koordinierte NPS ergeben ein
  125. syntaktisches Argument eine konstitude und die kann eine Rolle zugewiesen bekommen denn wir haben eine Rolle pro syntaktischem Argument wir haben hier
  126. den Effekt dass diese Koordination so etwas wie ein Summen Individuum als Zusammenfassung von zwei oder mehr Individuen bildet und das ist eben das
  127. wunderschöne das die Grammatik ist uns erlaubt dass wir da zwar mehrere Gegenstände oder Menschen oder Hunde zusammenfassen können aber die bekommen
  128. dann nur eine Rolle zugewiesen und sobald wir das ohne und versuchen geht es eben nicht ich habe ja gesagt ihr geht es um die
  129. syntax-semantik-schnittstelle und damit kommen wir schon zu den passiven eine kleine Vorbemerkung ist nötig ich beschreibe passivbildung als
  130. valenzänderung wir müssen uns jetzt ganz kurz überlegen was eine valenzänderung denn sein soll im Prinzip ist das eine Art von Wortbildung die Valenz von
  131. kaufen in formell beschrieben sieht so aus wir haben eine Nominativ NP und einer Akkusativ NP wenn wir uns das Passiv von kaufen vorstellen dann haben
  132. wir nur noch eine Nominativ NP ich ich hoffe das Auto das Auto wird gekauft nur noch eine NP und die im Nominativ und das was im Passiv die Nominativ NP
  133. beschreibt ist im Aktiv das was die Akkusativ NP beschreibt und wir stellen uns das Passiv jetzt so vor dass diese valenzliste zu dieser geändert wird aber
  134. da Valenz eigentlich ein statisches Merkmal ist ist die passivbildung eigentlich sowas ähnliches wie Wortbildung und in der vierten Auflage
  135. meines Buches Einführung in die grammatische Beschreibung des deutschen werden die infiniten Verbformen aus diesen Gründen dann eben auch als
  136. Wortbildung eingeführt es gibt auch andere wortbildungsprozesse mit valenzänderungen zum Beispiel den applikativ mit the ich zeige ihnen was
  137. das sein soll wenn Sie ein Verb haben wie gehen und machen daraus begehen dann ändert sich die Valenz ich gehe da haben sie einen Nominativ aber ich
  138. begehe die Straße wenn sie gehen haben müssen Sie wenn Sie die Straße ins Spiel bringen wollen das mit einer Angabe tun ich gehe auf der Straße beim applikativ
  139. und das macht B wird so eine Angabe in den valenzrahmen wie man auch sagt übernommen ich begehe die Straße sie können dann nicht mehr sagen ich begehe
  140. ja was denn wenn sie da haben sie plötzlich einen Akkusativ der sogar stehen muss denn nicht nur lizensiert ist sondern in dem Fall tatsächlich
  141. obligatorisch damit kommen wir jetzt endgültig zum passiv zu der Beschreibung des Passivs im deutschen und wir schauen uns das werden passiv an sie werden
  142. sehen es gibt mehrere passive ich habe in der Schule gelernt nur transitive Verben können passiviert werden und zur Erinnerung transitive Verben das sind
  143. solche die einen Subjekt und ein direktes Objekt ein Akkus motivobjekt nehmen das ist falsch diese Beschreibung der passivierbarkeit stimmt nicht
  144. schauen wir uns Sätze an im aktiv und ihre korrespondierenden Sätze im Passiv Johann wäscht den Wagen das ist ein transitives Verb johann ist das Subjekt
  145. den Wagen ist das Akkusativobjekt das Passiv dazu lautet der Wagen wird von Johann gewaschen wir können dieses von Johann hinzufügen das passiert aber nur
  146. in ungefähr 10% aller Fälle in denen wir ein passiv bilden Alma schenkt dem Schlossherrn den Roman hier haben wir ein Subjekt im Nominativ ein Dativobjekt
  147. und ein Akkusativobjekt das Passiv dazu lautet der Roman wird dem Schloss Herrn von Alma geschenkt und sie sehen hier wurde der Akkusativ
  148. des aktivs zum Nominativ im Passiv und das gleiche passiert hier der Akkusativ wird zum Nominativ mit dem Dativ dem Schloss Herrn passiert eigentlich nichts
  149. Johann bringt den Brief zur Post der Brief wird von Johann zur Post gebracht hier haben wir ein Verb bringen und was auch immer zur Post ist wahrscheinlich
  150. eine Angabe nun das verändert sich nicht und wieder wird der Akkusativ zum Nominativ der Maler dankt den Fremden achtung das ist ein Dativ den Fremden
  151. wird vom Maler gedankt sie sehen auch hier der Maler fällt eigentlich weg wir können zwar sagen vom Maler das tun wir aber meistens nicht in
  152. 90% der Fälle den Fremden verändert sich nicht das ist ein Dativ der tritt einfach hier wieder auf und merken sie etwas dieser Satz hat kein Subjekt
  153. Johann arbeitet hier immer montags montags wird hier von Johann immer gearbeitet die Verben in 14 und 15 sind keine transitiven Verben es gibt keinen
  154. Akkusativ danken und arbeiten lizenzieren keinen Akkusativobjekt wir können sie trotzdem passivieren da das Subjekt des Passivs
  155. aber aus dem Akkusativ des aktivs gemacht wird haben diese Sätze kein Subjekt montags eine adverbiale Bestimmung also wir sagen jetzt eine
  156. Angabe hier ist ebenfalls eine Angabe von Johann wahrscheinlich auch immer ist eine Angabe und dann kommt da schon das Verb kein Subjekt es gibt natürlich sehr
  157. sehr viele Sätze ohne Subjekt der Ball platzt bei zu hohem Druck bei zu hohem Druck wird vom Ball geplatzt und sie sehen das geht nicht da
  158. ist natürlich jetzt die Frage na gut arbeiten ist intransitiv nimmt nur ein Subjekt platzen ist ebenfalls intransitiv nimmt nur ein Subjekt keinen
  159. Akkusativ warum kann ich das eine verbarbeiten passivieren das andere platzen hingegen nicht der Rottweiler fällt Michelle auf achtung das ist ein
  160. Dativ 4 Michelle der Rottweiler ist das Subjekt das heißt wir haben letztlich wieder ein intransitives Verb das zusätzlich einen
  161. Dativ nimmt Michelle wird von dem Rottweiler aufgefallen auch das geht nicht das ist also wieder ein verbtyp der kein Akkusativ hat der nicht
  162. passivierbar ist aber es gibt durchaus Verben ohne Akkusativ die passivierbar sind woran liegt es denn nun das 14 und 15 bewerben enthalten intransitive die
  163. passivierbar sind ob nun mit oder ohne Dativ und 16 und 17 werden enthält die nicht passivierbar sind obwohl sie eigentlich morphologisch sind taktisch
  164. genauso aussehen wie die in 14 und 15 bevor wir das Beantworten fassen wir noch mal zusammen was beim Vorgangs passiv passiert wir nehmen ein Hilfsverb
  165. hinzu das ist werden und das Verb das wir passivieren wollen muss dann im Partizip stehen wird verkauft für die passivierbarkeit
  166. ist jetzt die Nominativ Ergänzung relevant es geht eigentlich gar nicht um den Akkusativ wir beschreiben Passivierung wie gesagt als
  167. valenzänderung der Nominativ wird zu einer optionalen Angabe von Johann von Alma und so weiter da kann man sich überlegen ob das vielleicht eine
  168. weglassbare Ergänzung ist das soll uns jetzt nicht groß beschäftigen eventuelle akkusativergänzungen wenn sie denn da sind im aktiv werden zur Nominativ
  169. Ergänzung also zum Subjekt im Passiv das heißt nichts anderes als das direkte Objekt im aktiv wird zum Subjekt im Passiv wenn das Verb im Aktiv keinen
  170. Akkusativ hat dann haben wir im Passiv eben auch kein Subjekt wir haben nichts was wir zum Subjekt machen können und dann haben wir einen
  171. sogenanntes unpersönliches passiv ist eine dativ-ergänzung vorhanden bleibt sie eine Dativ Ergänzung haben wir Angaben bleiben diese Angaben
  172. und die Frage ist jetzt eigentlich nur noch nach welche Verben können wir denn nun nicht passivieren das sind Verben die eine Nominativ Ergänzung haben oder
  173. vielleicht auch nicht aber die auf jeden Fall keine agentinische nominativergänzung haben das gilt mit prototypischem Charakter wenn sie ins
  174. Buch schauen gibt es da eine Vertiefung mit entsprechenden Problemen Fällen auf jeden Fall gilt als grobe Generalisierung die sehr sehr weit trägt
  175. das Verben die ein Nominativ haben der eine aktiv Handelnde Person bezeichnet passivierbar sind nur diese wenn wir also einmal kurz hierher zurückgehen
  176. dann haben wir gesehen danken nimmt keinen Akkusativ aber es hat immerhin ein Subjekt und jemand der dank handelt willentlich und deswegen können wir
  177. danken passivieren arbeiten ist auch ein Vorgang der willentlich ausgeführt wird und das Subjekt hier Johann bezeichnet die Person die da willentlich handelnd
  178. arbeitet deswegen können wir das passivieren wenn wir platzen nehmen das hat zwar ein Subjekt wie hier der Ball Platz aber der Ball tut das eben nicht
  179. willentlich nichts das platzt tut das mit Absicht mit Vorsatz und willentlich handelnd deswegen können wir das Verb nicht passivieren das Fehlen eines
  180. akkusativs wäre völlig egal dann hätten wir halt kein Subjekt wie in 14 b und 15b und genauso verhält es sich mit auffallen wenn wir jemandem auffallen
  181. oder eine Vase fällt jemandem auf oder ein Hund dann tut der Gegenstand der da auffällt dass nicht auf willentliche Art und Weise wenn Sie sagen wollen dass
  182. irgendjemand mit Gewalt versucht aufzufallen Vater würde man sagen ja gut das ist doch dann willentlich aber dann müssen sie eben auch sagen die Person
  183. versucht aufzufallen die tiktokerin versucht mit aller Gewalt aufzufallen und eben nicht die tiktokerin fällt mit aller Gewalt auf das geht einfach nicht
  184. denn mit aller Gewalt impliziert dass jemand etwas willentlich tut durch solche Angaben wie mit aller Gewalt oder absichtlich können wir testen auf eine
  185. zusätzliche Weise ob ein Verb ein willentlich handelndes argentinisches Subjekt hat mit diesem Hintergrundwissen können wir jetzt werben feiner
  186. klassifizieren als wir das vorher getan haben wir bekommen eine neue Klassifikation vor dem Hintergrund des Vorgangs Passivs
  187. wir erfassen zusammen die Bedingung dafür dass ein vorgangspassivbildbar ist ist dass das Verb ein argentinischen Nominativ
  188. regiert und ich habe hier diese Abkürzung nomen_ag eingeführt einfach um zu markieren dass das nicht irgendein
  189. Nominativ ist sondern einer der ein agents bezeichnet und mit dieser zusätzlichen Kategorie Nominativ versus Nominativ der ein
  190. agents bezeichnet können wir nun verblassen so wie transitiv intransitiv noch viel genauer beschreiben transitive die können das Passiv immer
  191. bilden regieren einen argentinischen Nominativ und einen Akkusativ sie haben solche NPS auf ihrer valenzliste zum Beispiel waschen ich wasche das Auto das
  192. Auto wird gewaschen bei den intransitiven das sind die die nur ein Nominativ nehmen und keinen Akkusativ da
  193. unterscheiden wir jetzt zwischen denen die passivierbar sind und denen die nicht passivierbar sind und wie schon gesagt das entscheidet sich
  194. ausschließlich darüber ob der Nominativ agentinisch ist Arbeiten tun wir absichtlich deswegen ist das passivierbar hier wird
  195. gearbeitet da gibt es dann kein Subjekt das stört aber niemanden hier wird geplatzt geht nicht mal platzen ein Vorgang ist der nicht willentlich
  196. ausgeführt wird die Namen für diese beiden sind dann eben nicht mehr einfach in transitiv wer ersetzen den Terminus intransitiv durch unergativ bei den
  197. Verben wie arbeiten die diesen argentinischen Nominativ haben und unakkusativ bei den Verben wie platzen die zwar einen Nominativ auf der
  198. valenzliste haben der aber nicht argentinisch ist und die kann man nicht passivieren und wenn wir dann jetzt hier unten weiter schauen dann haben wir hier
  199. Verben die nur ein Nominativ und ein Dativ regieren also eine valenzliste auf der 2 NPS stehen einem Nominativ einem Dativ und da gilt letztlich dasselbe wie
  200. bei den intransitiven wenn ein argentinischer Nominativ da ist wie bei danken kann ich es passivieren bei auffallen ist der
  201. Nominativ nicht argentisch dann kann ich nicht passivieren werden mit einem argentinischen nominativen und dativem Akkusativ das sind dann die sogenannten
  202. die transitiven begeben ich gebe ihm das Geschenk die kann ich passivieren das liegt aber eben nicht daran dass die die dran sie tief heißen sondern dass sie
  203. einen argentinischen Nominativ haben ich habe ihn versprochen dass wir hier die Verben feiner untergliedern können und Sie sehen wir können und wir sehen auch
  204. dass die Unterscheidung zwischen schön transitiv und intransitiv die man in der Schule macht eigentlich eine sehr seltsame Auswahl ist warum haben wir
  205. gerade für diese beiden verbtypen eine Bezeichnung viel wichtiger wäre die Trennung zwischen argentinischen nicht argentinischen Verben diese Begriffe
  206. hier in der Spalte Name sind auf jeden Fall eine reine bequemlichkeitsterminologie wir könnten auch statt dieser Begriffe jeweils diese
  207. Liste hier nehmen das wäre halt ein bisschen umständlicher und nicht so intuitiv wir haben bisher nur gesprochen über Verben die NPS auf ihrer
  208. valenzliste haben nominative Akkusative und dative wir haben außerdem getrennt zwischen diesen Ergänzungen die auf der valenzliste stehen und Angaben die das
  209. nicht tun weil sie Verb unspezifisch lizenziert sind es gibt nun aber auch Verben die präpositionalobjekte regieren und die
  210. müssen wir ebenfalls Trennen von Angaben die dieselbe Form haben wir schauen uns nun also an präpositional Angaben versus
  211. präpositional Ergänzungen und überlegen wie wir die oft schwierige Unterscheidung zwischen valenzgebunden nicht valenzgebunden regiert nicht
  212. regiert treffen können viele Menschen leiden unter Vorurteilen viele Menschen schwitzen unter Sonnenschirmen und sie sehen natürlich
  213. haben wir hier beide Male unter eine präpositionalphrase mitunter aber irgendwie wissen wir das unter hier tatsächlich
  214. räumliches unter bedeutet hier oben nicht mehr wirklich Ergänzungen wie unter Vorurteilen in pp-form haben eine verbundene Semantik
  215. das ist nicht anders als bei den Ergänzungen die nominal sind also eine NP die semantische Rolle der präpositionalphrase in dem Fall unter
  216. Vorurteilen wird also vom Verb zugewiesen die Angabe mitunter hat eine eigenständige Semantik das ist ein lokales unter wir können ja nun
  217. schwitzen unter Sonnenschirmen wir können schlafen unter Sonnenschirmen Essen eine Vorlesung halten unter Sonnenschirm und so weiter und so weiter
  218. diese matrische Rolle dieser PP wenn es eine Angabe ist wird also eigentlich nur von der Präposition zugewiesen oder ist in dieser codiert das ist hier in diesem
  219. beiden Beispielen recht intuitiv aber wenn sie mit der Grundschule oder Schulgrammatik hier herangehen haben Sie eigentlich gar kein richtiges Mittel an
  220. der Hand um diese Unterscheidung zu machen denn im Grunde müssen sie über semantische Rollen reden und wir schauen uns den einzigen Test der mir wirklich
  221. gefällt an obwohl er auch nicht immer befriedigend funktioniert ich nenne ihn den auskopplungstest und er basiert darauf dass wir die PP aus dem Satz
  222. rausnehmen und dies geschieht und dann die PP wieder anhängen hinzufügen viele Menschen leiden dies geschieht unter Vorurteilen die allermeisten Sprecher
  223. des deutschen finden dass das nicht geht eindeutig in Ordnung ist viele Menschen schwitzen dies geschieht unter Sonnenschirm und schauen Sie dieser Test
  224. den finde ich deswegen so gut weil er mit der eigentlichen Generalisierung zusammenhängt die eigentliche Generalisierung ist ja dass die Rolle
  225. von unter Vorurteilen von Leiden zugewiesen wird und das kann leiden nicht wenn diese PP im nächsten Satz steht diese Zuweisung von Rollen muss im
  226. Satz geschehen sonst geschieht sie gar nicht und deswegen kann ich das nicht auskoppeln in Anführungsstrichen da aber unter Sonnenschirmen eine Angabe ist und
  227. die Rolle die codiert wird nicht anders verbunden ist können wir auskoppeln viele Menschen schwitzen dies geschieht unter Sonnenschirmen und deswegen habe
  228. ich mir diesen Test herausgegriffen weil er so schön direkt mit dem Prinzip der Rollenzuweisung in Verbindung zu bringen ist es gibt aber reichlich Fälle wo das
  229. Ergebnis schwierig zu interpretieren ist Mausi schickt einen Brief dies geschieht an ihre Mutter geht ziemlich eindeutig nicht Mausi befindet sich dies geschieht
  230. in Hamburg geht auch nicht denn an ihre Mutter und in Hamburg das sind jeweils Ergänzungen Mausi liegt dies geschieht auf dem Bett
  231. ja da steht ein Fragezeichen weil ich mich schon mit vielen Sprechern des deutschen darüber unterhalten habe ob das nun geht oder nicht und natürlich
  232. ist auf dem Bett eine Angabe und keine Ergänzung und ich sage jetzt natürlich aber in dem Moment wo sie sagen Moment das geht doch nicht Mausi liegt dies
  233. geschieht auf dem Bett wenn Sie zu den Menschen gehören die das nicht okay finden dann versagt hier der Test für Sie und dass ich ihnen versichere dass
  234. das natürlich so ist spielt dann überhaupt keine Rolle es ist der beste Test den es gibt trotz der Probleme die wir hier gesehen haben vor allem zeigt
  235. der Test aber das selbst wenn sie solche Tests anbieten und die Ergebnisse nicht immer eindeutig sind dass sie dann vielleicht überlegen sollten ob sie von
  236. Lernenden in der Schule verlangen dass sie da etwas erkennen ein Unterschied erkennen wo sie selber nicht genau sagen können wie sie eigentlich diesen
  237. Unterschied erkennen also sie haben keine Operationalisierung das war es dann für diese Woche in der nächsten Woche geht es weiter mit verbtypen als
  238. valenztypen da haben wir eigentlich jetzt schon mit angefangen wir reden dann noch über den Dativ und ich hoffe sie schauen vorher schon mal rein denn
  239. das ist ein Punkt wo wir jetzt natürlich über theoretisch sehr interessante Dinge sprechen die vielleicht es erfordern dass sie vorher schon mal über die
  240. Beispiele die wir dann besprechen nachgedacht haben in jedem Fall würde ich sagen bis nächste Woche vielen Dank bis dahin

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