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Was sind Bedürfnisse und Wünsche? [Politik im Überblick]
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
- Hallo und herzlich willkommen. Wir schauen uns heute mal ein richtig großes Thema an. Deine Finanzen. [schnauben] Aber und das ist das Spannende, wir
- machen das mal ganz anders als du es wahrscheinlich gewohnt bist. Also das hier kennst du bestimmt, oder? Die 50 3020 Regel. Sieht auf den ersten Blick
- super aus. eine ganz einfache, ja, fast schon geniale Formel, um die eigenen Finanzen in den Griff zu kriegen. Aber und jetzt kommt der Haken. Der ganze
- Erfolg von diesem System, der steht und fällt mit einem einzigen winzigen Detail, einem Detail, das die allermeisten Leute komplett falsch
- verstehen. So, und genau da steigen wir jetzt mal richtig tief ein. Okay, fangen wir mal ganz von vorne an. Was steckt eigentlich genau hinter dieser berühmten
- Budgetmethode? Ganz einfach gesagt, du nimmst dein Nettoeinkommen und teilst es auf. Die Hälfte, also 50% geht für deine
- Fixkosten drauf. Miete, Lebensmittel, Versicherungen, also alles, was wirklich sein muss. 30% sind dann für deinen Lifestyle, für die schönen Dinge im
- Leben, Hobbys, Essen, gehen, Urlaub. Und die restlichen 20%, die gehen direkt ins Sparen, in den Schuldenabbau oder in Investitionen.
- Klingt doch eigentlich total simpel, oder? Tja, aber genau hier, genau hier lauert die Falle, denn die entscheidende Frage ist, was ist denn eigentlich ein
- echtes Bedürfnis und was ist nur ein Wunsch? Und genau da spielt uns unser Gehirn oft einen Streich und wirft alles durcheinander.
- Also schauen wir uns das mal ganz genau an, denn ganz ehrlich, wenn du diesen Unterschied nicht verstehst, dann wird kein Budget der Welt für dich
- funktionieren. Das ist wirklich der Kern des Ganzen. Okay, ein Bedürfnis. Das ist im Grunde ein Mangelgefühl, etwas ganz fundamentales, fast schon biologisches.
- Du spürst einfach, dass dir was Wichtiges fehlt. Denk an Hunger, Durst oder das Bedürfnis nach Sicherheit, nach einem Zuhause. Und der Wunsch, der ist
- was ganz anderes. Ein Wunsch ist sozusagen der konkrete Plan, wie du dieses Bedürfnis stellen willst. Also, du hast nicht nur Hunger, das ist das
- Bedürfnis. Du willst diese eine ganz bestimmte Pizza von deinem Lieblingsitaliener. Das ist der Wunsch. Und hier sehen wir
- den Unterschied noch mal schwarz auf weiß. Bedürfnisse, die sind quasi in uns allen drin, universell und bleiben über lange Zeit gleich. Wünsche dagegen, die
- sind total wankelmütig, ändern sich ständig und werden ganz wichtig von außen beeinflusst durch unsere Kultur, unsere Freunde und natürlich durch
- Werbung. Und dass wir das so oft verwechseln, das ist, man muss es so sagen, kein Zufall. Da steckt System dahinter. Es gibt eine riesige
- Industrie, die Milliarden damit verdient, unsere Wünsche so aufzublasen, dass sie sich plötzlich wie absolut dringende Bedürfnisse anfühlen. Genau,
- das ist der Trick. Denk mal drüber nach. Ein teurer Sportwagen wird dir ja nicht als reines Fortbewegungsmittel verkauft. Nein, er wird als Mittel für Status, für
- Anerkennung, für Freiheit verkauft. Marketing zielt fast nie auf das Produkt selbst, sondern immer auf das tieferliegende Bedürfnis dahinter. Und
- dafür haben Unternehmen eine ganze Trickkriste. Das kennst du alles. Nur noch zwei Stück auf Lager. Das ist künstliche Verknappung. Oder 128 andere
- Leute schauen sich das gerade an. Socialpof. Es gibt den IKEA Effekt, bei dem du etwas mehr Wert schätzt, weil du es selbst zusammengebaut hast und
- natürlich der Einklickkauf, der jede Bedenkzeit ausschaltet. All das umgeht unser logisches Denken und spricht direkt unsere Gefühle an. Das hier
- trifft es perfekt. Wir müssen aufhören uns ständig Vorwürfe zu machen, wenn wir mal wieder zu viel Geld ausgegeben haben. Es geht nicht um Schuld. Der neue
- viel klügere Ansatz ist neugierig werden. Frag dich: "Hey, welches Bedürfnis wollte ich mir da eigentlich gerade erfüllen?" Okay, aber wie kommt
- man da raus? Wie wehrt man sich dagegen? Die Antwort ist: Du brauchst deinen eigenen Werkzeugkasten, eine Sammlung von Strategien für bewusste, kluge
- Entscheidungen. Der erste Schritt ist, diesen Teufelskreis zu erkennen. Es fängt oft mit einem blöden Gefühl an, oder Stress, Langeweile, Einsamkeit.
- Dann kommt der Gedanke, ach, wenn ich mir jetzt das kaufe, dann geht's mir besser. Du kaufst es, kriegst einen kurzen Glückskick und kurz danach kommt
- das schlechte Gewissen. Die Reue, die Sorgen kennen wir alle. Aber wie durchbricht man den? Hier sind ein paar ganz konkrete Tricks. Z.B. die
- Wunschlistenregel. Alles, was du nicht sofort brauchst, kommt auf eine Liste und du wartest 30 Tage. Wetten? Du willst die Hälfte davon gar nicht mehr
- oder der 10 Minuten Trick. Wenn der Kaufimpuls kommt, mach einfach 10 Minuten was komplett anderes. Meistens ist der Drang danach weg. Super wichtig
- ist auch, frag dich, was du gerade fühlst. Bist du müde, hungrig, einsam? Kümmer dich erst darum. Und ein Klassiker, der immer wirkt. Zahl deine
- Wünsche mal wieder in Bar. Das fühlt sich einfach viel realer an. Für die, die noch einen Schritt weitergehen wollen, gibt es dieses extrem mächtige
- Werkzeug hier, die gewaltfreie Kommunikation. Das hilft dir wirklich auf den Grund zu gehen. Du beobachtest, was passiert, ohne zu urteilen. Du
- spurst, was du fühlst. Du fragst dich, welches Bedürfnis dahinter steckt und erst dann überlegst du dir eine Bitte an dich selbst oder andere, um dieses
- Bedürfnis zu erfühlen. Das ist ein echter Gamechanger. So und mit all diesem Wissen im Gepäck schauen wir uns jetzt noch mal die 50 30
- 20 Regel an, aber diesmal mit ganz anderen Augen. Du siehst, die Regel ist plötzlich viel mehr als nur ein schnödes Budget. Sie ist ein Rahmen, ein Kompass,
- ein Werkzeug, das dir dabei hilft, dein Geld wirklich für die Dinge auszugeben, die dir im Herzen wichtig sind und mit deinen Werten übereinstimmen. Machen wir
- das doch mal ganz konkret. Stell dir vor, du hast 3000 € netto im Monat. Das würde bedeuten 1500 € für deine echten überprüften Bedürfnisse, 900 € für deine
- ganzbewussten Wünsche, also die Dinge, die dich wirklich glücklich machen und 600 € die jeden Monat für deine Ziele und deine Sicherheit arbeiten. Und das
- glaube ich ist die wichtigste Erkenntnis von allem. Was, wenn finanzielle Freiheit gar nicht bedeutet, sich alles kaufen zu können, sondern die Fähigkeit
- zu haben, zu einem kurzfristigen haben wollen nein zu sagen, um zu einem wirklich wichtigen langfristigen Ziel ja sagen zu können? Das ist keine
- Einschränkung, das ist pure Selbstbestimmung. So, das war's für heute. Wenn dir diese kleine Reise durch die Psychologie des Geldes gefallen hat
- und du vielleicht den einen oder anderen Gedanken für dich mitnehmen konntest, dann lass uns doch gerne ein Like da und abonniere kostenlos, um nichts mehr zu
- verpassen. Vielen Dank fürs Zuschauen.