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L11V10 NoeSLIDE Definition gravitative Massenbewegungen | iMooX

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  1. Unsere Landschaften sind durch die verschiedensten Oberflächenformen charakterisiert, die wiederum durch unterschiedliche Prozesse geformt wurden und werden. Und, die auch durch
  2. vielfältige Materialien aufgebaut sind. Das Klima und entsprechend der Klimawandel beeinflusst diese Materialien sehr stark, beeinflusst die Prozesse und dadurch auch die Oberflächenformen.
  3. In hügeligen und gebirgigen Regionen der Erde sind hierbei die gravitativen Massenbewegungen von fundamentaler Bedeutung für die frühere Reliefformung und die heutigen Prozessdynamiken.
  4. Die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den Veränderungen in der Dynamik von gravitativen Massenbewegungen sind noch nicht vollständig verstanden und variieren
  5. natürlich auch in den verschiedenen Regionen. Gravitative Massenbewegungen, die im Englischen als Landslides bezeichnet werden, sind definiert als eine hangabwärts
  6. gerichtete Verlagerung von Felsen, Schutt oder Boden und der Wirkung der Schwerkraft. Das ist hier in der Tabelle sehr schön dargestellt, wo Sie vier Spalten haben. In dieser Tabelle sind
  7. in der ersten Zeile die verschiedenen Materialien gravitativer Massenbewegungen, also Festgestein, Schutt und Boden aufgeführt. Und in der ersten Spalte sind die Bewegungsprozesse genannt,
  8. differenziert in die großen Prozessbereiche Fallen und Stürzen, Kippen, translationsförmiges oder rotationsförmiges Rutschen, Driften, Fließen und final auch komplexe Prozesse. Und im zentralen
  9. Bereich dieser Tabelle sind die verschiedenen Kombinationen präsentiert, also beispielsweise ein Felssturtz oder ein Schuttfließen oder ein Erdrutsch. Häufig sind diese Typen jedoch eine
  10. Kombination von verschiedenen Materialien und Prozessen, die sogenannten komplexen Bewegungen. Das ist sehr schön in einer Abbildung vom United States Geological Survey,
  11. dem USGS, dargestellt, wo Sie die verschiedenen Prozessbereiche sehr schön erkennen können, die verschiedenen gravitativen Massenbewegung. Das heißt,
  12. die Klassifizierung aus vorheriger Tabelle wurde hier grafisch übersetzt, in der die unterschiedlichen Kombinationen idealtypisch dargestellt werden. Hierbei sind die
  13. verschiedenen Materialien in den verschiedenen Farbgebungen entsprechend repräsentiert. Bei der Untersuchung gravitativer Massenbewegungen müssen drei Faktoren getrennt analysiert werden.
  14. Diese vorbereitenden Faktoren, die die Disposition einer Region definieren, die prozessauslösenden Faktoren, die die eigentliche Mobilisierung initiieren, und Kontrollfaktoren,
  15. die den tatsächlichen Bewegungsablauf steuern. Einige wichtige vorbereitende Faktoren sind zum Beispiel die Verwitterung des Gesteins, Veränderungen der Vegetation
  16. oder Änderungen der Hanggeometrie. Bezüglich der möglichen Trigger könnten Faktoren sein, dass sie starke Niederschlagsereignisse haben oder eine Schneeschmelze. Sie können aber
  17. auch durch vulkanische Aktivität oder durch ein Erdbeben ausgelöst werden. Die Kontrollfaktoren wiederum beeinflussen den eigentlichen Bewegungsablauf einer gravitativen Massenbewegung,
  18. also deren Auslaufstrecke zum Beispiel und damit deren potenzielle Risiken auf mögliche Gesellschaften. Die kontrollierenden Faktoren behalten Faktoren wie die
  19. Hangneigung oder die Exposition, Vegetation oder Oberflächenrauigkeit. Die Untersuchung der gravitativen Massenbewegungen erfordert daher die Differenzierung und die getrennte
  20. Analyse all dieser drei Faktoren. Und das ist besonders wichtig hinsichtlich des Klimawandels.

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