L11V10 NoeSLIDE Definition gravitative Massenbewegungen | iMooX iMooX at https://www.youtube.com/watch?v=Xv3YS5MAmQo Transkript (automatisch erstellt) 0:08 Unsere Landschaften sind durch die verschiedensten Oberflächenformen charakterisiert, die wiederum durch unterschiedliche Prozesse geformt wurden und werden. Und, die auch durch 0:21 vielfältige Materialien aufgebaut sind. Das Klima und entsprechend der Klimawandel beeinflusst diese Materialien sehr stark, beeinflusst die Prozesse und dadurch auch die Oberflächenformen. 0:35 In hügeligen und gebirgigen Regionen der Erde sind hierbei die gravitativen Massenbewegungen von fundamentaler Bedeutung für die frühere Reliefformung und die heutigen Prozessdynamiken. 0:49 Die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den Veränderungen in der Dynamik von gravitativen Massenbewegungen sind noch nicht vollständig verstanden und variieren 1:00 natürlich auch in den verschiedenen Regionen. Gravitative Massenbewegungen, die im Englischen als Landslides bezeichnet werden, sind definiert als eine hangabwärts 1:12 gerichtete Verlagerung von Felsen, Schutt oder Boden und der Wirkung der Schwerkraft. Das ist hier in der Tabelle sehr schön dargestellt, wo Sie vier Spalten haben. In dieser Tabelle sind 1:31 in der ersten Zeile die verschiedenen Materialien gravitativer Massenbewegungen, also Festgestein, Schutt und Boden aufgeführt. Und in der ersten Spalte sind die Bewegungsprozesse genannt, 1:43 differenziert in die großen Prozessbereiche Fallen und Stürzen, Kippen, translationsförmiges oder rotationsförmiges Rutschen, Driften, Fließen und final auch komplexe Prozesse. Und im zentralen 2:03 Bereich dieser Tabelle sind die verschiedenen Kombinationen präsentiert, also beispielsweise ein Felssturtz oder ein Schuttfließen oder ein Erdrutsch. Häufig sind diese Typen jedoch eine 2:21 Kombination von verschiedenen Materialien und Prozessen, die sogenannten komplexen Bewegungen. Das ist sehr schön in einer Abbildung vom United States Geological Survey, 2:33 dem USGS, dargestellt, wo Sie die verschiedenen Prozessbereiche sehr schön erkennen können, die verschiedenen gravitativen Massenbewegung. Das heißt, 2:48 die Klassifizierung aus vorheriger Tabelle wurde hier grafisch übersetzt, in der die unterschiedlichen Kombinationen idealtypisch dargestellt werden. Hierbei sind die 3:03 verschiedenen Materialien in den verschiedenen Farbgebungen entsprechend repräsentiert. Bei der Untersuchung gravitativer Massenbewegungen müssen drei Faktoren getrennt analysiert werden. 3:15 Diese vorbereitenden Faktoren, die die Disposition einer Region definieren, die prozessauslösenden Faktoren, die die eigentliche Mobilisierung initiieren, und Kontrollfaktoren, 3:31 die den tatsächlichen Bewegungsablauf steuern. Einige wichtige vorbereitende Faktoren sind zum Beispiel die Verwitterung des Gesteins, Veränderungen der Vegetation 3:41 oder Änderungen der Hanggeometrie. Bezüglich der möglichen Trigger könnten Faktoren sein, dass sie starke Niederschlagsereignisse haben oder eine Schneeschmelze. Sie können aber 4:01 auch durch vulkanische Aktivität oder durch ein Erdbeben ausgelöst werden. Die Kontrollfaktoren wiederum beeinflussen den eigentlichen Bewegungsablauf einer gravitativen Massenbewegung, 4:13 also deren Auslaufstrecke zum Beispiel und damit deren potenzielle Risiken auf mögliche Gesellschaften. Die kontrollierenden Faktoren behalten Faktoren wie die 4:26 Hangneigung oder die Exposition, Vegetation oder Oberflächenrauigkeit. Die Untersuchung der gravitativen Massenbewegungen erfordert daher die Differenzierung und die getrennte 4:40 Analyse all dieser drei Faktoren. Und das ist besonders wichtig hinsichtlich des Klimawandels.