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Interpretation schreiben | einfach erklärt

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
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  1. Eine Interpretation ist die Deutung eines Textes. In unserem Video erfährst du, wie du eine richtig gute
  2. Interpretation schreibst. Bei einer Interpretation gehst du vor wie ein Mechaniker, der verstehen will,
  3. wie eine Maschine funktioniert. Er baut sie auseinander und ordnet jedem einzelnen Teil eine Funktion zu.
  4. Genauso nimmst du dir einen Text vor und zerlegst ihnen seine Bestandteile. Dieser Schritt heißt Analyse. Dann
  5. schaust du dir die verschiedenen Elemente an und überlegst, welche Bedeutung sie haben.
  6. Für deine Interpretation ist es besonders wichtig, dass du dich gut vorbereitest. Plane dir dafür ruhig
  7. etwas mehr Zeit ein. Zuerst liest du dir den Text mehrmals durch. Währenddessen markierst du alles farbig, was dir
  8. wichtig erscheint. Schlüsselwörter, rhetorische Mittel, auffällige Formulierungen und so weiter. Danach
  9. kommt die Analyse. Du untersuchst den Inhalt, die Form und die sprachliche Gestaltung des Werkes. Darauf folgen
  10. auch schon deine ersten Ideen zur Interpretation. Du machst dir Gedanken, warum der Autor seinen Text so gestaltet
  11. hat. Daraus ergibt sich meistens eine Deutungshypothese, also deine Vermutung zur Kernaussage und Intention des
  12. Werkes. Zuletzt noch einen Tipp. Mach dir bei deiner Vorbereitung unbedingt Notizen,
  13. denn das erleichtert dir später das Schreiben. Wenn du damit fertig bist, erstellst du
  14. eine Gliederung. Sie wird dir dabei helfen, immer die Orientierung zu behalten.
  15. Sehr gut. Jetzt kannst du auch schon mit dem Schreiben loslegen. Du möchtest kostenlose Bildung
  16. unterstützen? Dann abonniere unseren Kanal. In der Einleitung stellst du deinem
  17. Leser den Text erst einmal vor. Deshalb teilst du ihm alle wichtigen Informationen mit, die er zum Text
  18. wissen muss. Das sind der Titel des Werkes, der Name des Autors und das Erscheinungsjahr. Außerdem erwähnst du
  19. die Textgattung, also ob es sich etwa um ein Drama, ein Gedicht oder einen Roman handelt. Wenn du weißt, zu welcher
  20. Epoche der Text gehört, kannst du auch das nennen. Der erste Satz deiner Einleitung klingt dann ungefähr so.
  21. Göttes Faust 1 ist ein typischer Vertreter der Weimara Klassik und ist bereits vor mehr als 200 Jahren
  22. erschienen, genauer gesagt im Jahr 180. Um deine Einleitung abzurunden, erklärst du kurz das Thema und gibst einen
  23. Ausblick auf deine Deutungshypothese. Das kannst du dir so vorstellen. Trotzdem hat das Drama um den Gelehrten
  24. Heinrich Faust, der sich auf seiner Suche nach Erkenntnis dem Teufel verschreibt, auch im 21. Jahrhundert
  25. noch Relevanz, denn darin werden grundlegende Probleme des Menschseins behandelt.
  26. Jetzt geht es ans Eingemachte. Im Hauptteil setzt du dich ausführlich mit der Textvorlage auseinander. Dabei gehst
  27. du in drei Schritten vor. Als erstes fasst du den Text wie bei einer Inhaltsangabe zusammen. Dein Ziel ist
  28. es, dass dein Leser über den Inhalt des Textes Bescheid weiß, auch wenn er ihn nicht gelesen hat.
  29. Als zweites folgt eine Deutungshypothese. Das bedeutet, du stellst eine Vermutung
  30. auf, was die Aussage des Textes sein könnte. Du überlegst auch, mit welcher Absicht der Autor Werk verfasst hat. Es
  31. gibt dabei kein richtig oder falsch. Du musst deine Behauptung aber mit Textstellen belegen können. Bei unserem
  32. Beispiel könnte die Deutungshypothese etwa so aussehen. Got hat seine Figur Heinrich Faust als Stellvertreter für
  33. die gesamte Menschheit entworfen. Als Drittes belegst du deine Deutungshypothese mit Stellen aus dem
  34. Werk. Es geht also nun darum, den Text zu interpretieren. Dabei kannst du dich an folgenden Punkten orientieren.
  35. Untersuche zunächst den Inhalt, also etwa die Figuren, den Raum und die Zeit. Betrachte anschließend die Form, wie
  36. z.B. die Erzählperspektive bei einer Erzählung oder das Reimschema bei einem Gedicht. Nimm daraufhin die sprachliche
  37. Gestaltung unter die Lupe. Welche Stilmittel und Auffälligkeiten zeichnen den Text aus? Versuche zuletzt den Text
  38. einer literarischen Epoche zuzuordnen. Dabei ist es besonders wichtig, dass du diese Punkte nicht einfach nur aufzählst
  39. und an ihnen auch gleich eine Bedeutung zuweist. Außerdem solltest du deine Aussagen immer mit Zitaten oder
  40. Verweisen auf den Text belegen. [schnauben] Super.
  41. Zum Schluss ziehst du ein Fazit aus deiner Interpretation. Du fasst also zusammen, zu welchem Ergebnis du
  42. gekommen bist. Hat sich deine Deutungshypothese bestätigt oder nicht? Du kannst auch deine eigene Meinung zum
  43. Text äußern. Oft bietet es sich an, die Aussage des Textes in die heutige Zeit zu übertragen.
  44. Jetzt bist du perfekt für deine nächste Interpretation vorbereitet. Eine beliebte Textgattung für
  45. Interpretationen sind Gedichte. Zur Gedichtinterpretation haben wir im nächsten Video noch mehr Tipps und
  46. Beispiele für dich. Bis gleich. Dir hat das Video gefallen? Für mehr kostenlose Videos komm auf studyflix.de
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