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Funktionelle Gruppen – Organische Chemie | MedAT-Zusammenfassung der BMS-Stichwortliste

MEDBREAKER I MedAT4:51 413 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Hi, ich bin der Max von Medbreaker. Ich unterrichte die Masterclasses in Biologie und Chemie und heute erzähle ich dir ein bisschen was zu den
  2. funktionellen Gruppen. Funktionelle Gruppen sind spezifische Atomgruppen, die die chemischen Eigenschaften von organischen
  3. Verbindungen bestimmen. Sie nehmen großen Einfluss auf die Polarität, die Reaktivität, aber auch auf die physikalischen Eigenschaften der
  4. Verbindungen. Deshalb wirst du sie nicht nur für die Beantwortung der ein oder anderen Medatfrage brauchen, sondern sie werden dir auch noch im Medizinstudium
  5. zu genüge unterkommen. Wie gesagt, sind funktionelle Gruppen spezifische Atomgruppen, die die Eigenschaften organischer Verbindungen bestimmen. Zu
  6. den wahrscheinlich wichtigsten funktionellen Gruppen gehören die Alkohole, die Carbonsäuren und die Aldhüde und Ketone. Alkohole beinhalten
  7. die Hydroxygruppe, also eine OH-Gruppe und Carbonsäuren eine Carboxiggruppe, die COOH Gruppe. Diese beiden funktionellen Gruppen besitzen eine hohe
  8. Polarität und sind dementsprechend sehr wasserlöslich. Was ist der Grund für diese Polarität und diese Wasserlöslichkeit?
  9. Die große Elektronegativitätsdifferenz zwischen den Atomen in der Verbindung. Das heißt, hier haben wir Sauerstoff und Wasserstoff. OH beim Alkohol und genau
  10. das gleiche auch bei den Carbonsäuren und zwischen Sauerstoff und Wasserstoff ist eben eine sehr große Elektronegativitätsdifferenz.
  11. Dementsprechend entstehen Partialladungen und deswegen auch die Polarität und die hohe Wasserlöslichkeit.
  12. Die Aldhüyde und die Ketone enthalten Carbonylruppen. Der Unterschied zwischen den beiden ist nur die Lokalisation dieser Carbonylruppe in der Verbindung.
  13. Neben den Alkoholen, den Carbonsäuren und den Carbonylverbindungen sind auch noch folgende funktionelle Gruppen sehr wichtig für den Medat. Die Amine, die
  14. eine NH2 Gruppe enthalten, leiten sich vom Ammoniak ab, NH3 und sind dementsprechend basisch. Sie spielen eine wichtige Rolle im Aufbau von
  15. Proteinen bzw. Aminosäuren. Die Tiole, die eine SH Gruppe, also ein Schwefelatom enthalten und die ETA, Ester Amide. und Säureanhyd, die dann
  16. schon aus der Reaktion von zwei funktionellen Gruppen entstehen. Im Fall von ETA reagieren zwei Alkohole miteinander. Im Fall von Ester ein
  17. Alkohol mit einer Carbonsäure. Bei Amiden handelt es sich um eine Säure mit einem Amin und bei Säureanhriden reagieren zwei Carbonsäuren miteinander.
  18. Für den Matad kann ich dir auf jeden Fall mitgeben, dass du dir die Eigenschaften der funktionellen Gruppen merkst sowie auch deren Strukturen und
  19. dann musst du noch einen Schritt weitergehen und dir die Nomenklatur nach UPAk anschauen. Das heißt, du musst lernen, wie man komplexe organische
  20. Verbindungen mit funktionellen Gruppen richtig benennt. Schauen wir uns zu guter Letzt jetzt noch die Medat Beispielfrage an, die ich dir
  21. mitgebracht habe. Welche der folgenden funktionellen Gruppen verleih organischen Verbindung besonders hohe Wasserlöslichkeit aufgrund ihrer
  22. Polarität? Und das ist jetzt genau das, was ich dir auf der ersten Folie versucht habe zu erklären. Da musst du jetzt schauen, ob
  23. es zwei Atome gibt, die eine hohe Elektronegativitätsdifferenz aufweisen. Das ist bei A zwischen Kohlenstoff und Wasserstoff nicht
  24. unbedingt der Fall. Zwischen Schwefel und Wasserstoff ist die Elektronegativität zwar schon ziemlich hoch, aber nicht ganz so hoch wie
  25. zwischen Sauerstoff und Wasserstoff, wie es bei C der Fall ist, bei Cooh. Das ist also eine Carbonsäure und D zwischen Stickstoff und
  26. Wasserstoff ist die Elektronegativität auch nicht so hoch wie zwischen Sauerstoff und Wasserstoff und zwischen Kohlenstoff und Sauerstoff auch nicht.
  27. Das heißt, die richtige Antwort ist COOh. Natürlich kannst du diese Frage auch mit etwas weniger Verständnis und ein bisschen mehr Auswendig Lernerei
  28. beantworten, wenn du dir gemerkt hast, dass Carbonsäuren und Alkohole eine hohe Wasserlöslichkeit aufweisen. Aber ich empfehle immer, versuch die Basics zu
  29. verstehen, versuch zu hinterfragen, warum diese Verbindungen eine hohe Wasserlöslichkeit aufweisen. Dann kommst du eben drauf, dass es an der
  30. Elektronegativität liegt und dann kannst du wirklich viele Fragen beim Medad mit Verständnis beantworten und da spaßt dir viel anwendig Lernerei. Ja, die
  31. funktionellen Gruppen sind wirklich ein wichtiges Thema in der Organik und ich verspreche dir, du wirst sie im Medizinstudium wiederbrauchen.
  32. Dementsprechend zahlt sich es aus, das Ganze jetzt gleich zu lernen. Dann ersst du dir in ein paar Jahren, im Idealfall nächstes Jahr, erneute Auswendig
  33. Lernerei. Wenn du das Thema noch besser verstehen willst, dann komm zu uns in die Masterclass. Da gehen wir wirklich auf alles im Detail ein und bereiten
  34. dich optimal auf dem Medat vor. Hat mich gefreut. Bis zum nächsten Mal. Co?

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