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Funktionelle Gruppen – Organische Chemie | MedAT-Zusammenfassung der BMS-Stichwortliste
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 34 Zeilen
- Hi, ich bin der Max von Medbreaker. Ich unterrichte die Masterclasses in Biologie und Chemie und heute erzähle ich dir ein bisschen was zu den
- funktionellen Gruppen. Funktionelle Gruppen sind spezifische Atomgruppen, die die chemischen Eigenschaften von organischen
- Verbindungen bestimmen. Sie nehmen großen Einfluss auf die Polarität, die Reaktivität, aber auch auf die physikalischen Eigenschaften der
- Verbindungen. Deshalb wirst du sie nicht nur für die Beantwortung der ein oder anderen Medatfrage brauchen, sondern sie werden dir auch noch im Medizinstudium
- zu genüge unterkommen. Wie gesagt, sind funktionelle Gruppen spezifische Atomgruppen, die die Eigenschaften organischer Verbindungen bestimmen. Zu
- den wahrscheinlich wichtigsten funktionellen Gruppen gehören die Alkohole, die Carbonsäuren und die Aldhüde und Ketone. Alkohole beinhalten
- die Hydroxygruppe, also eine OH-Gruppe und Carbonsäuren eine Carboxiggruppe, die COOH Gruppe. Diese beiden funktionellen Gruppen besitzen eine hohe
- Polarität und sind dementsprechend sehr wasserlöslich. Was ist der Grund für diese Polarität und diese Wasserlöslichkeit?
- Die große Elektronegativitätsdifferenz zwischen den Atomen in der Verbindung. Das heißt, hier haben wir Sauerstoff und Wasserstoff. OH beim Alkohol und genau
- das gleiche auch bei den Carbonsäuren und zwischen Sauerstoff und Wasserstoff ist eben eine sehr große Elektronegativitätsdifferenz.
- Dementsprechend entstehen Partialladungen und deswegen auch die Polarität und die hohe Wasserlöslichkeit.
- Die Aldhüyde und die Ketone enthalten Carbonylruppen. Der Unterschied zwischen den beiden ist nur die Lokalisation dieser Carbonylruppe in der Verbindung.
- Neben den Alkoholen, den Carbonsäuren und den Carbonylverbindungen sind auch noch folgende funktionelle Gruppen sehr wichtig für den Medat. Die Amine, die
- eine NH2 Gruppe enthalten, leiten sich vom Ammoniak ab, NH3 und sind dementsprechend basisch. Sie spielen eine wichtige Rolle im Aufbau von
- Proteinen bzw. Aminosäuren. Die Tiole, die eine SH Gruppe, also ein Schwefelatom enthalten und die ETA, Ester Amide. und Säureanhyd, die dann
- schon aus der Reaktion von zwei funktionellen Gruppen entstehen. Im Fall von ETA reagieren zwei Alkohole miteinander. Im Fall von Ester ein
- Alkohol mit einer Carbonsäure. Bei Amiden handelt es sich um eine Säure mit einem Amin und bei Säureanhriden reagieren zwei Carbonsäuren miteinander.
- Für den Matad kann ich dir auf jeden Fall mitgeben, dass du dir die Eigenschaften der funktionellen Gruppen merkst sowie auch deren Strukturen und
- dann musst du noch einen Schritt weitergehen und dir die Nomenklatur nach UPAk anschauen. Das heißt, du musst lernen, wie man komplexe organische
- Verbindungen mit funktionellen Gruppen richtig benennt. Schauen wir uns zu guter Letzt jetzt noch die Medat Beispielfrage an, die ich dir
- mitgebracht habe. Welche der folgenden funktionellen Gruppen verleih organischen Verbindung besonders hohe Wasserlöslichkeit aufgrund ihrer
- Polarität? Und das ist jetzt genau das, was ich dir auf der ersten Folie versucht habe zu erklären. Da musst du jetzt schauen, ob
- es zwei Atome gibt, die eine hohe Elektronegativitätsdifferenz aufweisen. Das ist bei A zwischen Kohlenstoff und Wasserstoff nicht
- unbedingt der Fall. Zwischen Schwefel und Wasserstoff ist die Elektronegativität zwar schon ziemlich hoch, aber nicht ganz so hoch wie
- zwischen Sauerstoff und Wasserstoff, wie es bei C der Fall ist, bei Cooh. Das ist also eine Carbonsäure und D zwischen Stickstoff und
- Wasserstoff ist die Elektronegativität auch nicht so hoch wie zwischen Sauerstoff und Wasserstoff und zwischen Kohlenstoff und Sauerstoff auch nicht.
- Das heißt, die richtige Antwort ist COOh. Natürlich kannst du diese Frage auch mit etwas weniger Verständnis und ein bisschen mehr Auswendig Lernerei
- beantworten, wenn du dir gemerkt hast, dass Carbonsäuren und Alkohole eine hohe Wasserlöslichkeit aufweisen. Aber ich empfehle immer, versuch die Basics zu
- verstehen, versuch zu hinterfragen, warum diese Verbindungen eine hohe Wasserlöslichkeit aufweisen. Dann kommst du eben drauf, dass es an der
- Elektronegativität liegt und dann kannst du wirklich viele Fragen beim Medad mit Verständnis beantworten und da spaßt dir viel anwendig Lernerei. Ja, die
- funktionellen Gruppen sind wirklich ein wichtiges Thema in der Organik und ich verspreche dir, du wirst sie im Medizinstudium wiederbrauchen.
- Dementsprechend zahlt sich es aus, das Ganze jetzt gleich zu lernen. Dann ersst du dir in ein paar Jahren, im Idealfall nächstes Jahr, erneute Auswendig
- Lernerei. Wenn du das Thema noch besser verstehen willst, dann komm zu uns in die Masterclass. Da gehen wir wirklich auf alles im Detail ein und bereiten
- dich optimal auf dem Medat vor. Hat mich gefreut. Bis zum nächsten Mal. Co?