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Beschaffung & Lagerhaltung

user11110:35 8 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 71 Zeilen
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  1. steht die nächste Klassenarbeit in Beschaffung und Lagerhaltung an und du denkst dir so: "Hä, Bahnhof, super, dann bist du hier gold richtig." Wir knecken
  2. das Thema jetzt mal zusammen, ganz ohne Fachinesisch, versprochen. Am Ende wirst du dir denken, ach, das war alles easy. Also, vergiss mal die staubtrockenen
  3. Definitionen aus dem Lehrbuch. Wir picken uns jetzt echt nur die Rosinen raus. Also genau das, was du für eine gute Note wirklich brauchst. sieh das
  4. hier einfach als deinen, na ja, legalen Spickzettel fürs Gehirn. Okay, also schnall dich an. Hier ist unser Schlachtplan. Wir fangen ganz ganz vorne
  5. an bei der absoluten Basis. Was zum Teufel sind eigentlich diese Geschäftsprozesse? Dann schauen wir uns das Gehirn der
  6. Firma an, also die IT-Systeme. Danach geht's ans Eingemachte. Wie kauft eine Firma schlau ein? Wir checken die ganze Planung und am Ende da habe ich noch
  7. einen genialen Trick für dich, wie du Wichtiges von Unwichtigem trennst. Stichwort ABC Analyse. So, lass uns mal ganz bei Adam und Eva anfangen. Bevor
  8. wir jetzt hier über irgendwelche fancy Software oder komplizierte Analysen quatschen, müssen wir erstmal eine ganz simple Frage klären. Was macht so eine
  9. Firma eigentlich den ganzen Tag? Die Antwort ist total einfach. Sie folgt Geschäftsprozessen und das, merkt ihr, das ist das absolute
  10. Fundament für alles, was danach kommt. Geschäftsprozess klingt erstmal super kompliziert, sowie aus einem BWL Lexikon, oder? Ist es aber
  11. überhaupt nicht. Stell dir einfach vor, du kochst Kaffee. Was machst du? Tasse holen, Wasser rein, Kapsel rein, Knopf drücken, fertig. Das ist ein Prozess,
  12. eine glasklare Schritt für Schritt Anleitung mit einem Ziel: leckerer Kaffee. Und exakt so funktioniert eine Firma auch, wenn sie z.B. eine
  13. Bestellung bearbeitet, nur halt mit Rechnungen statt Kaffeekapseln. So, und jetzt pass mal auf, das hier ist ein absoluter Klassiker in jeder,
  14. wirklich jeder Klausur. Der Unterschied zwischen einem Prozess und einem Projekt. Denk mal so, ein Prozess ist wie Zähne putzen. Das machst du jeden
  15. Tag immer und immer wieder. Ein Projekt, das ist eher wie ein Haus bauen. Das machst du hoffentlich nur einmal im Leben. Also Bestellung bearbeiten, Zähne
  16. putzen, eine brandneue Lagerhalle bauen, Hausbau. Simpel, oder? Alright, Prozessor haben wir im Kasten. Aber eine große Firma hat ja nicht nur einen
  17. einzigen Prozess, die haben tausende davon und die laufen alle gleichzeitig. Wie soll da bitte kein pures Chaos ausbrechen? Die Antwort ist eigentlich
  18. ganz einfach mit einem digitalen Gehirn. Und dieses digitale Gehirn, das nennt sich RP-System. Stell dir das mal vor wie eine riesige unternehmensweite
  19. WhatsAppgruppe. Da landen alle Infos in Echtzeit. Der Verkauf schreibt: "Kunde X hat gekauft" und zack ploppt im Lager sofort die Nachricht auf: "Hey Leute,
  20. pack mal das und das ein." Gleichzeitig kriegt der Einkauf eine Pushnachricht. Achtung, der Artikel wird bald leer. Schnell nachbestellen. Kein Zettelchaos
  21. mehr, kein nerviges Rumtelefonieren, alles an einem Ort. Und wozu der ganze Zirkus? Ganz simpel, es geht um Zeit und es geht um Geld. Wenn alle auf dem
  22. gleichen Stand sind, passieren weniger Fehler. Alles geht zack zack, viel schneller und die Firma spart eine Menge Kohle. Anstatt irgendwie im Nebel
  23. rumzustochern, kann der Chef auf einen Knopf drücken, sieht sofort, was los ist und kann dadurch natürlich viel klügere Entscheidungen treffen. Okay, also das
  24. EAP ist das große Gehirn, der Generalist, aber manchmal da braucht selbst das beste Gehirn einen echten Spezialisten. Und genau das ist das
  25. Warenwirtschaftssystem. Kurz WWS. Das ist sozusagen der absolute Lagern in der Firma. Der weiß über jedes einzelne Teil Bescheid. Woher kommt's, in welchem
  26. Regal liegt's, an welchen Kunden geht's raus, stellst dir vor wie die Sendungsverfolgung von DHL, aber für absolut alles, was in der Firma
  27. rumliegt. Und wie passen die beiden jetzt zusammen? Ganz einfach. Meistens ist dieses WWS nur ein Teil, quasi ein Unterprogramm oder Modul von diesem
  28. großen EP Gehirn. Das EAP ist der Chef, der den kompletten Überblick behält und das WWS ist sein spezialisierter Lagerexperte, der ihm alle Details zu
  29. den Waren reinruft. Perfektes Teamwork. So, jetzt wird's spannend. Wir kommen zum absoluten Herzstück, der Beschaffung oder um es mal ganz blöd zu sagen, dem
  30. Einkaufen. Jede, aber auch wirklich jede Firma muss ja Zeug kaufen, um überhaupt arbeiten zu können. Und wie die das machen, ist echt kein Hexenwerk. Das
  31. Ganze folgt einer super einfachen Regel, die du und ich aus unserem Alltag kennen. Ja, und was wird da so alles eingekauft? Denk jetzt bloß nicht nur an
  32. Schrauben und Druckerpapier. Eine Firma kauft ja viel mehr. Die kauft die Arbeitskraft von ihren Mitarbeitern, die kauft coole Ideen von der Werbeagentur,
  33. die kauft sich sogar Geld von der Bank in Form von Krediten. Im Grunde muss einfach alles, was eine Firma braucht, aber nicht selber hat, irgendwie, na ja,
  34. beschafft werden. Und egal, was da jetzt gekauft wird, eine einzige Regel gilt immer, das ökonomische Prinzip. Das ist wieder so ein hochgestochenes Wort für
  35. was total simples, was du vom Shoppen kennst. Du wirst entweder das meiste für dein Geld kriegen oder für ein bestimmtes Teil so wenig wie möglich
  36. ausgeben. Punkt. Es geht einfach darum, sein Geld nicht zum Fenster rauszuwerfen. Und dieses Prinzip, das hat zwei
  37. Ausprägungen und die, merk sie dir bitte, die kommen zu 99,9% in der Klausur dran. Also, erstens, das Minimalprinzip. Hier ist dein Ziel
  38. vorgegeben. Du sagst, ich brauche exakt 100 Schrauben. Deine Mission: Finde diese 100 Schrauben so billig wie irgendwie möglich. Zweitens, das
  39. Maximalprinzip. Hier ist dein Geld vorgegeben. Du sagst, ich habe 50 € im Beutel. Deine Mission: Kauf mit diesen 50 € so viele Schrauben, wie du kriegen
  40. kannst. Also, die entscheidende Frage ist immer: Ist das Zielfest oder das Geld? Das ist schon die ganze Magie dahinter. Klar, im echten Leben ist das
  41. Ganze natürlich ein bisschen komplizierter. Die super duper billige Schraube kommt vielleicht vom anderen Ende der Welt und wurde unter echt
  42. miesen Bedingungen hergestellt. Da steht die Firma dann von der Zwickmühle. Geht's uns nur um den billigsten Preis oder achten wir auch auf sowas wie
  43. Umwelt und soziale Verantwortung? Dieser Spagat, also zwischen billig und gut, zwischen ökonomisch und ökologisch, das ist eine der größten Herausforderungen
  44. überhaupt. Okay, genug graue Theorie jetzt. Lass uns mal in die Praxis gucken. Wie sieht das denn jetzt im echten Leben von so
  45. einem Einkäufer aus? Wie wird aus diesen ganzen Prinzipien ein handfester Plan? Ein Einkäufer, der ist im Grunde ein Zirkusartist, ein Jongleur. Der muss
  46. ständig mit totalen Gegensätzen jonglieren. Auf der einen Seite darf das Lager nie leer sein, sonst steht die Produktion. Auf der anderen Seite darf
  47. es aber auch nicht überquellen, weil jedes Teil im Lager totes Kapital ist, also Geld kostet. Er soll den allerbilligsten Preis rausholen, aber
  48. gleichzeitig muss die Qualität absolut top sein. Das ist als ob du versuchst gleichzeitig zu sparen und im Luxus zu leben. Geht nicht. Es ist immer ein
  49. Kompromiss. Und damit unser Jongleur nicht alle Bälle auf einmal fallen lässt, braucht er natürlich einen Plan. Und dieser Plan, der besteht eigentlich
  50. nur aus fünf ganz einfachen Fragen, die er sich stellt. Erstens, was brauchen wir überhaupt? Zweitens, okay. Und welche Art genau? Drittens, wie viel
  51. davon? Viertens, wann muss es da sein? Und dann die absolute Millionen Dollar Frage. Fünftens, von wem bekommen wir den Kram am besten? Jetzt stell dir aber
  52. mal vor, eine große Firma hat tausende, zehntausende verschiedene Artikel im Lager. Wenn du da versuchst, jede einzelne Unterlegscheibe genauso wichtig
  53. zu behandeln wie einen sündhaft teuren Motor, dann wirst du verrückt. Du kommst zu nichts. Und genau für dieses Problem gibt es einen genialen Trick, um
  54. Prioritäten zu setzen und der heißt ABC-Analyse. Die Idee dahinter ist so simpel, es ist fast schon genial. Behandle nicht alles
  55. gleich. Ganz logisch, oder? Ein Goldbarren ist der ja auch wichtiger als ein Kieselstein und in einem Lager ist halt ein teurer Mikrochip um ein
  56. Vielfaches wichtiger als eine billige Schraube. Die ABC-Analyse macht also nichts anderes als alle Artikel knallhart nach ihrem Wert zu sortieren.
  57. A für die super wichtigen teuren Dinger, B für den Mittelkram und C für na ja die Masse an Kleinkram. Und das Verrückte ist, das Ergebnis ist fast immer das
  58. Gleiche und haut einen echt vom Hocker. Meistens machen nur ganz wenige Artikel, das sind dann die A-Güter, den absoluten Löwenanteil von Gesamtwert aus. Wir
  59. reden hier von der berühmten 8020 Regel. 20% der Artikel machen 80% des Werts aus und die riesige Masse an Kleinkramm, die Cgüter, die machen wertmäßig fast gar
  60. nichts aus. Du hast also im Prinzip ein paar wenige Goldbarren im Lager und einen riesigen Haufen Kieselsteine. So, und was fangen wir jetzt mit dieser
  61. Erkenntnis an? Ganz einfach, kümmer dich um deine Goldbarren. Bei den teuren A-Gütern, da wird geplant, da wird geprüft, da wird verhandelt bis aufs
  62. Blut, da zählt jeder einzelne Cent. Und bei den Kieselsteinen, also den Cgütern wie Büroklammern oder so, hey, da machst du dir doch keinen Kopf. Da bestellst du
  63. einmal eine riesige Kiste fürs ganze Jahr und gut ist. Es geht darum, deine kostbare Zeit und Energie schlau einzusetzen und zwar genau da, wo die
  64. meiste Kohle drin steckt. Also fassen wir noch mal ganz kurz zusammen, was du für die Prüfung mitnehmen musst. Du musst kapieren, was ein Prozess ist,
  65. diese Schritt für Schritt Anleitung. Du musst wissen, dass ein EAP-System das digitale Gehirn der Firma ist und du musst verstehen, wie man schlau
  66. einkauft, nämlich indem du mit der ABC Analyse deine ganze Energie auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrierst. Wenn du diese Zusammenhänge drauf hast,
  67. anstatt nur Stur Definitionen auswendig zu lernen, dann bist du absolut auf der sicheren Seite. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Und jetzt zum
  68. Abschluss noch eine kleine Frage an dich, um zu testen, ob es wirklich Klick gemacht hat. Was ist dein persönliches Cgut bei dir zu Hause? Ist es das
  69. Toilettenpapier? Sind es die Nudeln? Also, was ist dieser eine Kram, von dem du einfach einen riesen Vorratspack kaufst, damit du monatelang deine Ruhe
  70. hast? Und was ist im Gegenzug dein Aut? Vielleicht ein teures Smartphone, auf das du höllisch aufpasst. Denk mal kurz drüber nach. Wenn du das für dich
  71. beantworten kannst, dann hast du die ABC-Analyse wirklich wirklich verstanden. Und jetzt viel Erfolg bei deiner Klausur. Du packst das.