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Das Konzentrationslager vor dem sogar die Nazis Angst hatten
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 85 Zeilen
- Es klingt eigentlich unglaublich. Die KZs der Nationalsozialisten, wie etwa Auschwitz, Birkenau oder Buchenwald, waren Orte des Schreckens. Überall in
- diesen Lagern wurden die perfidesten Methoden genutzt, um Menschen zu eliminieren. Aber wusstet ihr, dass es ein Konzentrationslager gab, das sogar
- noch perfider, noch grausamer und verstörender war als alle anderen KZs? Tatsächlich existierte tief in den Sumpfgebieten des Balkans genauer gesagt
- im heutigen Kroatien ein Lager, in dem so abscheuliche Methoden genutzt wurden, dass selbst hochrangige deutsche Nazis völlig bestürzt waren, wie furchtbar
- Menschen hier behandelt wurden. Und zwar geht es um das Lager Jassenak, ein Todeslager, das von den kroatischen Faschisten errichtet wurde und dessen
- Geschichte bis heute erschreckend unbekannt ist. Und genau dieses Lager, die verstörenden Methoden der Offiziere dort und der Grund dahinter, warum es
- überhaupt entstand, wollen wir euch in diesem Video vorstellen. Vermutlich sagt euch der Name Jassenovak zunächst erstmal nicht viel. Das liegt daran,
- dass es kein Konzentrationslager der Nazis war, zumindest nicht offiziell. Aber das müssen wir wahrscheinlich erst kurz erklären. Im April 1941
- hatten die Achsenmächte, also Nazi Deutschland und das faschistische Italien Jugoslawien zerschlagen. Auf den Trümmern errichteten sie dann den
- sogenannten unabhängigen Staat Kroatien. Unabhängig war an diesem Stat aber absolut gar nichts. Stattdessen war es ein reiner Marionettenstaat Hitlers und
- die Macht übergaben die deutschen dann Prommer der radikalen kroatisch-faschistischen Ustas Bewegung unter der Führung von
- Ante Pavelic. Dieser wiederum ließ dann das KZ Jassenak in einem überschwemmten Sumpfgebiet an den Flüssen Save und Unaatien errichten und bereits kurz nach
- der Gründung des Lagers im Spätsommer 1941 passierte etwas absolut bizarres. Als die deutschen Nationalsozialisten das KZ inspizierten, waren sie zutiefst
- geschockt. Edmond Gleise von Horstenau, ein hochrangiger General der deutschen Wehrmacht, nannte das Lager in offiziellen Berichten den Gipfel des
- Grauens auf der Welt. In seinem Tagebuch notierte er, dass alleine der Anblick der Zustände ausreiche, um jemandem zum Erbrechen zu bringen. Andere deutsche
- Strategen stimmten ihm dabei zu. Die Nazis empfanden dieses Lager nicht als effizient, sondern als eine kranke entfesselte Schlechterei. Aber was ging
- dort eigentlich genau vor, dass es selbst die Nazis so erschütterte? Was Jassenak von anderen KZs abhob, war, dass es hier keine Gaskammern mit Zyklon
- B oder ähnliche industrielle Tötungsmethoden gab. Die Ustaas Werter töteten nämlich nicht auf Knopfdruck, sondern fast ausschließlich per
- Handarbeit. Angesicht zu Angesicht und das war wirklich heftig. 100tausende [musik] Häftlinge wurden in großen Gruppen an
- die sandigen Ufer der Flüsse Save und Una getrieben, die das Lager umgaben. Anstatt Erschießungskommandos zu nutzen, was den Wertern zu teuer und ineffizient
- erschien, verwandelten sie die Flussufer in Schlachtbänke. Zum Morden nutzten sie dabei rohe Werkzeuge wie schwere Vorschlaghammer, stumpfe Holzknüppel,
- Cte, eiserne Brechstangen und sogar einfache Holzsägen. Die Opfer mussten sich oft am Rand von riesigen ausgehobenen Groben hinknien oder sich
- auch direkt ans Wasser stellen. Dann zerschmetterten die Täter ihnen mit brutaler Körperkraft die Schädel. Viele Opfer starben nicht sofort, sondern
- wurden schwer verletzt und blutend in die Wasserströmung gestoßen, wo sie dann qualvoll ertranken. Im Gegensatz zu beispielsweise SS- Leeuten in Auschwitz,
- die eine Luke öffneten und Giftgas einwarfen oder Häftlinge erschossen, waren die kroatischen Werter nach ihren Schichten daher buchstäblich von Kopf
- bis Fuß mit dem Blut, den Knochensplittern und dem Gewebe ihrer Opfer bedeckt. Die rohe Gewalt mit Hammern und chten hatte aus Sicht der
- kroatischen Lagerleitung jedoch einen entscheidenden Nachteil. Sie kostete die Täter nämlich enorme körperliche Kraft. Um die Abschlachtung der Menschenmassen
- effizienter zu machen, ohne teure Munition zu verschwenden, führte die Ustaasha daher schnell ein spezielles landwirtschaftliches Werkzeug ein,
- [musik] das bald als das ultimative Symbol des Schreckens von Yasenova galt, nämlich das Sirbosjek. Übersetzt der Serbenschneider. Dieses in Deutschland
- hergestellte Werkzeug war eigentlich für die Weizenernte auf dem Feld gedacht. Es bestand aus einer gekrümmten, extrem scharfen Klinge von etwa 12 cm Länge,
- mit der man leicht ganze Getreideegaben durchschneiden konnte. Doch die Ustaas funktionierte es zu einer [musik] diabolischen Mordwaffe um. Die Klinge
- wurde auf einer runden Leder und Kupferplatte montiert, die man sich dann wie einen halben Handschuh über den Handrücken und die Knöchel schnallte.
- Durch dieses durchdachte Design lag die Klinge wie eine natürliche Verlängerung der Handfläche direkt unter den Fingern. Die Werter mussten so kein Messer mehr
- fest umklammern, was auf Dauer zu starken Krämpfen in der Handmuskulatur geführt hätte. Mit dem Sir Boschek Handschuh konnten sie stattdessen ein
- Opfer am Kopf oder an den Haaren packen und ihm mit einer schnellen und kraftvollen Zugbewegung des Arms komplett [musik]
- die Kehle durchtrennen. Historische Berichte und Zeugenaussagen von Überlebenden bestätigen, dass dieses Messer es einzelnen Wertern ermöglichte
- in [musik] einer einzigen Schicht unfassbarerweise hunderten Menschen hintereinander das Leben zu nehmen. absoluten Höhepunkt seiner Einsätze
- erreichte das Sir Boschek Messer in der Nacht des 29. August 1942. An diesem Abend schloss eine Gruppe von Wertern nämlich eine makabere Wette ab.
- Wer in einer einzigen Nacht die meisten Menschen mit dem Sir Bosscheck Messer abschlachten könne, sollte einen Preis gewinnen. Einer der Werter, Mile
- Friganovic, verfiel dabei in eine absolute Blute und tötete laut eigener Aussage über 1100 Menschen, bis er dann schließlich vor einem alten serbischen
- Bauer namens Wukashin stand. Weil der alte Mann nicht ängstlich genug wirkte und Friganov das wütend machte, schnitt er dem Bauern die Nase und Ohren ab und
- befahl ihm, das faschistische Regime zu preisen. Doch als der alte Mann ihm nur in die Augen schaute und leise sagte: "Mache deine Arbeit, Kind", brach er
- damit die Psyche des Mörders. Friganovic erstarrte und war für den Rest der Nacht nicht mehr in der Lage zu töten. Seine Kollegen hielt das allerdings nicht vom
- Schlachten ab. Den Wettbewerb gewann am Ende der Werter Peter Brischka. Er schnitt in dieser einen Nacht, nämlich unfassbaren 1360
- Menschen die Kehle durch. Als Preis dafür erhielt er dann von der Lagerverwaltung eine goldene Uhr und ein gebratenes Schwein. Die Tatsache, dass
- das Zur Boschek Messer das absolute Lieblingswerkzeug der sadistischen Werter in Jassenovak war, bedeutet übrigens aber nicht, dass sie nicht auch
- immer wieder andere Tötungssysteme erfanden. Eine dieser Methoden war unter den Häftlingen als der Draht bekannt. gefangenen wurden die Arme auf dem
- Rücken mit einem scharfen dicken Metalldraht extrem eng zusammengebunden. Der Draht schnitt sich dann tief in die Haut und das Fleisch ein. Wenn die
- Häftlinge so gefesselt wurden, verursachte schon die kleinste Bewegung unerträgliche schneidende Schmerzen und führte in der dreckigen Sumpfumgebung
- fast zwangsläufig zu tödlichen Infektionen. Die Werter setzten den Draht sogar ein, wenn sie die Häftlinge zur Exekution an die Flussu vertrieben,
- wo diese ja ohnehin sterben sollten. war somit auch ein Mittel, um die Opfer Tod noch maximal zu quälen, zu entwürdigen und psychisch zu brechen. Genau wie in
- deutschen KZs gab es übrigens auch in Jasenovak industrielle Öfen, die als Krematorien genutzt wurden, um die unzähligen Leichen zu verbrennen. Im
- Gegensatz zu den deutschen Lagern wurden die sogenannten Piciliöfen benannt nach ihrem Erfinder, dem kroatischen Bauingenieur Hinko Picini, aber auch
- dazu genutzt, um Häftlinge bei lebendigem Leib in die lodernden Brennkammern zu werfen. Der wahrscheinliche Höhepunkt der
- Grausamkeit wurde jedoch im Unterlager Stas Gradiska erreicht. Dieser Teil des Lagers war nämlich speziell für Frauen und Kinder vorgesehen. Alleine hier
- wurden schätzungsweise 20.000 Kinder getötet. Und wie ihr euch sicher schon denken könnt, wurden auch sie nicht einfach nur erschossen. Tatsächlich
- wurden Babys hier nämlich ihren Müttern entrissen und bewusst in speziellen Baracken verhungern gelassen. Überlebende Zeugen sagten später auch
- aus, dass Werter Kleinkinder an den Beinen packten und sie lachend mit dem Kopf gegen Ziegelwände warfen. Nachdem ihr all das nun gehört habt, fragt ihr
- euch sicherlich, wie Menschen eigentlich zu solch unfassbaren Monstern werden können. Tatsächlich kamen hier gleich zwei Dinge zusammen, die wie wohl nichts
- anderes in der Weltgeschichte seit Urzeiten immer wieder für Kriege sorgen, nämlich radikaler Nationalismus und religiöser Fanatismus. Die faschistische
- Ustaas Bewegung unter Ante Pavilic hatte eine klare, wahnwitzige Vision. Sie wollte ein ethnisch und religiös absolut reines Großkroatien schaffen. Knapp 30%
- der Menschen im neu gegründeten Marionettenstaat waren allerdings Serben. Und diese Serben gehörten orthodoxen Christentum an. Für die
- Ustascher, die ihren kroatischen Ultranationalismus mit einem extrem militanten Katholizismus kreuzte, galten sie somit als der absolute Erzfeind.
- Dieser Hass geht sogar zurück bis in die Zeit des alten Königreichs Jugoslawien, in dem sich Kroaten oft von der serbischen Monarchie und Elite
- unterdrückt fühlten. Letztlich wuchsen alle der Täter von Josenovak also schon von klein auf mit Hass gegen ihre späteren Opfer auf. Und das vielleicht
- verstörendste ist, dass nicht mal stark religiöse Personen sich diesem Grauen in den Weg stellten, sondern ihn sogar noch befeuerten. Personen wie etwa Miroslav
- Filipovic Majostro. Er war ein ehemaliger Franzisk Pater, der von den Häftlingen nur Fra Sotona, Bruder Satan, genannt wurde. Der Geistliche war als
- Lagerkommandant von Jenovak für den Tod von 40.000 [musik] taus Menschen verantwortlich. Er gab nicht nur die Befehle, sondern tötete
- auch nach Gottesdiensten [musik] immer wieder persönlich Häftlinge aus nächster Nähe auf brutale Weise. Danach soll er sich auf seinen Stuhl gesetzt und
- erklärt haben, dass Zitat der Gerechtigkeit nun genüge getan wurde. Berichten zufolge machte er sich auch gerne einen sadistischen Spaß daraus,
- Säuglinge in die Luft zu werfen und zu versuchen, sie mit einem Dolch aufzuspießen. während andere Werter Wetten auf sein Gelingen abschlossen. Er
- gab später zu, mehr als 100 Opfern selbst das Leben genommen zu haben. Das Grauen von Jasenovak endete schließlich im April 1945.
- Als sich die kommunistischen Partisanen unter Tito dem Lager näherten, gerieten die Werter in Panik. Hastig töteten sie noch die restlichen etwa 600 Häftlinge
- und sprengten das Lager dann in die Luft. Die Hauptarchitekten des Lagers, darunter auch der Ustas Führer Ante Pavelic, wurde allerdings nie zur
- Rechenschaft gezogen, denn sie entkam über die sogenannten Rattenlinien in den Süden. Pavel lebte bis zu seinem Tod als alter Mann durch ein Attentat, jahrelang
- unbehelligt in Argentinien und im faschistischen Spanien, ohne jemals für hunderttausende Tote vor Gericht zu stehen. Und noch heftiger auch im dann
- kommunistischen Jugoslawien wurde die Geschichte des KZS unter den Teppich gekehrt und nicht ehrlich aufgearbeitet. Als Jugoslawien in den späten 80ern und
- frühen 90er Jahren zerfiel, wurde die Geschichte von Jenovak jedoch aus dem Archiv geholt [musik] und als politische Waffe eingesetzt. Kroatische
- Revisionisten redeten das Lager klein und verharmlosten es als reines Arbeitslager. Auf der anderen Seite begannen dann serbische Nationalisten
- unter Slobodan Milusevwic Opferzahlen des KZS hingegen völlig zu überschätzen und von über einer Millionen Toten zu sprechen. serbische Staatsfernsehen
- sendete wochenlang grausame Bilder vom KZ und Milosowic nutzte das alte Trauma, um in der serbischen Bevölkerung eine Massenpanik auszulösen. Und so wurde
- dieser künstlich wiederbelebte historische Schmerz letztlich auch noch zum primären Brandbeschleuniger für die dann folgenden blutigen
- Jugoslawienkriege der 90er Jahre, bei denen wieder über 100.000 1000 Menschen starben. Wenn ihr dieses Video interessant fandet, seht euch auch gerne
- unser Video über unfassbare Dinge an, die in den KZ der Nazis normal waren. Ansonsten sehen wir uns dann das nächste Mal hier bei Wissenswert. Macht's gut.
- M.