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Das Konzentrationslager vor dem sogar die Nazis Angst hatten

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 85 Zeilen
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  1. Es klingt eigentlich unglaublich. Die KZs der Nationalsozialisten, wie etwa Auschwitz, Birkenau oder Buchenwald, waren Orte des Schreckens. Überall in
  2. diesen Lagern wurden die perfidesten Methoden genutzt, um Menschen zu eliminieren. Aber wusstet ihr, dass es ein Konzentrationslager gab, das sogar
  3. noch perfider, noch grausamer und verstörender war als alle anderen KZs? Tatsächlich existierte tief in den Sumpfgebieten des Balkans genauer gesagt
  4. im heutigen Kroatien ein Lager, in dem so abscheuliche Methoden genutzt wurden, dass selbst hochrangige deutsche Nazis völlig bestürzt waren, wie furchtbar
  5. Menschen hier behandelt wurden. Und zwar geht es um das Lager Jassenak, ein Todeslager, das von den kroatischen Faschisten errichtet wurde und dessen
  6. Geschichte bis heute erschreckend unbekannt ist. Und genau dieses Lager, die verstörenden Methoden der Offiziere dort und der Grund dahinter, warum es
  7. überhaupt entstand, wollen wir euch in diesem Video vorstellen. Vermutlich sagt euch der Name Jassenovak zunächst erstmal nicht viel. Das liegt daran,
  8. dass es kein Konzentrationslager der Nazis war, zumindest nicht offiziell. Aber das müssen wir wahrscheinlich erst kurz erklären. Im April 1941
  9. hatten die Achsenmächte, also Nazi Deutschland und das faschistische Italien Jugoslawien zerschlagen. Auf den Trümmern errichteten sie dann den
  10. sogenannten unabhängigen Staat Kroatien. Unabhängig war an diesem Stat aber absolut gar nichts. Stattdessen war es ein reiner Marionettenstaat Hitlers und
  11. die Macht übergaben die deutschen dann Prommer der radikalen kroatisch-faschistischen Ustas Bewegung unter der Führung von
  12. Ante Pavelic. Dieser wiederum ließ dann das KZ Jassenak in einem überschwemmten Sumpfgebiet an den Flüssen Save und Unaatien errichten und bereits kurz nach
  13. der Gründung des Lagers im Spätsommer 1941 passierte etwas absolut bizarres. Als die deutschen Nationalsozialisten das KZ inspizierten, waren sie zutiefst
  14. geschockt. Edmond Gleise von Horstenau, ein hochrangiger General der deutschen Wehrmacht, nannte das Lager in offiziellen Berichten den Gipfel des
  15. Grauens auf der Welt. In seinem Tagebuch notierte er, dass alleine der Anblick der Zustände ausreiche, um jemandem zum Erbrechen zu bringen. Andere deutsche
  16. Strategen stimmten ihm dabei zu. Die Nazis empfanden dieses Lager nicht als effizient, sondern als eine kranke entfesselte Schlechterei. Aber was ging
  17. dort eigentlich genau vor, dass es selbst die Nazis so erschütterte? Was Jassenak von anderen KZs abhob, war, dass es hier keine Gaskammern mit Zyklon
  18. B oder ähnliche industrielle Tötungsmethoden gab. Die Ustaas Werter töteten nämlich nicht auf Knopfdruck, sondern fast ausschließlich per
  19. Handarbeit. Angesicht zu Angesicht und das war wirklich heftig. 100tausende [musik] Häftlinge wurden in großen Gruppen an
  20. die sandigen Ufer der Flüsse Save und Una getrieben, die das Lager umgaben. Anstatt Erschießungskommandos zu nutzen, was den Wertern zu teuer und ineffizient
  21. erschien, verwandelten sie die Flussufer in Schlachtbänke. Zum Morden nutzten sie dabei rohe Werkzeuge wie schwere Vorschlaghammer, stumpfe Holzknüppel,
  22. Cte, eiserne Brechstangen und sogar einfache Holzsägen. Die Opfer mussten sich oft am Rand von riesigen ausgehobenen Groben hinknien oder sich
  23. auch direkt ans Wasser stellen. Dann zerschmetterten die Täter ihnen mit brutaler Körperkraft die Schädel. Viele Opfer starben nicht sofort, sondern
  24. wurden schwer verletzt und blutend in die Wasserströmung gestoßen, wo sie dann qualvoll ertranken. Im Gegensatz zu beispielsweise SS- Leeuten in Auschwitz,
  25. die eine Luke öffneten und Giftgas einwarfen oder Häftlinge erschossen, waren die kroatischen Werter nach ihren Schichten daher buchstäblich von Kopf
  26. bis Fuß mit dem Blut, den Knochensplittern und dem Gewebe ihrer Opfer bedeckt. Die rohe Gewalt mit Hammern und chten hatte aus Sicht der
  27. kroatischen Lagerleitung jedoch einen entscheidenden Nachteil. Sie kostete die Täter nämlich enorme körperliche Kraft. Um die Abschlachtung der Menschenmassen
  28. effizienter zu machen, ohne teure Munition zu verschwenden, führte die Ustaasha daher schnell ein spezielles landwirtschaftliches Werkzeug ein,
  29. [musik] das bald als das ultimative Symbol des Schreckens von Yasenova galt, nämlich das Sirbosjek. Übersetzt der Serbenschneider. Dieses in Deutschland
  30. hergestellte Werkzeug war eigentlich für die Weizenernte auf dem Feld gedacht. Es bestand aus einer gekrümmten, extrem scharfen Klinge von etwa 12 cm Länge,
  31. mit der man leicht ganze Getreideegaben durchschneiden konnte. Doch die Ustaas funktionierte es zu einer [musik] diabolischen Mordwaffe um. Die Klinge
  32. wurde auf einer runden Leder und Kupferplatte montiert, die man sich dann wie einen halben Handschuh über den Handrücken und die Knöchel schnallte.
  33. Durch dieses durchdachte Design lag die Klinge wie eine natürliche Verlängerung der Handfläche direkt unter den Fingern. Die Werter mussten so kein Messer mehr
  34. fest umklammern, was auf Dauer zu starken Krämpfen in der Handmuskulatur geführt hätte. Mit dem Sir Boschek Handschuh konnten sie stattdessen ein
  35. Opfer am Kopf oder an den Haaren packen und ihm mit einer schnellen und kraftvollen Zugbewegung des Arms komplett [musik]
  36. die Kehle durchtrennen. Historische Berichte und Zeugenaussagen von Überlebenden bestätigen, dass dieses Messer es einzelnen Wertern ermöglichte
  37. in [musik] einer einzigen Schicht unfassbarerweise hunderten Menschen hintereinander das Leben zu nehmen. absoluten Höhepunkt seiner Einsätze
  38. erreichte das Sir Boschek Messer in der Nacht des 29. August 1942. An diesem Abend schloss eine Gruppe von Wertern nämlich eine makabere Wette ab.
  39. Wer in einer einzigen Nacht die meisten Menschen mit dem Sir Bosscheck Messer abschlachten könne, sollte einen Preis gewinnen. Einer der Werter, Mile
  40. Friganovic, verfiel dabei in eine absolute Blute und tötete laut eigener Aussage über 1100 Menschen, bis er dann schließlich vor einem alten serbischen
  41. Bauer namens Wukashin stand. Weil der alte Mann nicht ängstlich genug wirkte und Friganov das wütend machte, schnitt er dem Bauern die Nase und Ohren ab und
  42. befahl ihm, das faschistische Regime zu preisen. Doch als der alte Mann ihm nur in die Augen schaute und leise sagte: "Mache deine Arbeit, Kind", brach er
  43. damit die Psyche des Mörders. Friganovic erstarrte und war für den Rest der Nacht nicht mehr in der Lage zu töten. Seine Kollegen hielt das allerdings nicht vom
  44. Schlachten ab. Den Wettbewerb gewann am Ende der Werter Peter Brischka. Er schnitt in dieser einen Nacht, nämlich unfassbaren 1360
  45. Menschen die Kehle durch. Als Preis dafür erhielt er dann von der Lagerverwaltung eine goldene Uhr und ein gebratenes Schwein. Die Tatsache, dass
  46. das Zur Boschek Messer das absolute Lieblingswerkzeug der sadistischen Werter in Jassenovak war, bedeutet übrigens aber nicht, dass sie nicht auch
  47. immer wieder andere Tötungssysteme erfanden. Eine dieser Methoden war unter den Häftlingen als der Draht bekannt. gefangenen wurden die Arme auf dem
  48. Rücken mit einem scharfen dicken Metalldraht extrem eng zusammengebunden. Der Draht schnitt sich dann tief in die Haut und das Fleisch ein. Wenn die
  49. Häftlinge so gefesselt wurden, verursachte schon die kleinste Bewegung unerträgliche schneidende Schmerzen und führte in der dreckigen Sumpfumgebung
  50. fast zwangsläufig zu tödlichen Infektionen. Die Werter setzten den Draht sogar ein, wenn sie die Häftlinge zur Exekution an die Flussu vertrieben,
  51. wo diese ja ohnehin sterben sollten. war somit auch ein Mittel, um die Opfer Tod noch maximal zu quälen, zu entwürdigen und psychisch zu brechen. Genau wie in
  52. deutschen KZs gab es übrigens auch in Jasenovak industrielle Öfen, die als Krematorien genutzt wurden, um die unzähligen Leichen zu verbrennen. Im
  53. Gegensatz zu den deutschen Lagern wurden die sogenannten Piciliöfen benannt nach ihrem Erfinder, dem kroatischen Bauingenieur Hinko Picini, aber auch
  54. dazu genutzt, um Häftlinge bei lebendigem Leib in die lodernden Brennkammern zu werfen. Der wahrscheinliche Höhepunkt der
  55. Grausamkeit wurde jedoch im Unterlager Stas Gradiska erreicht. Dieser Teil des Lagers war nämlich speziell für Frauen und Kinder vorgesehen. Alleine hier
  56. wurden schätzungsweise 20.000 Kinder getötet. Und wie ihr euch sicher schon denken könnt, wurden auch sie nicht einfach nur erschossen. Tatsächlich
  57. wurden Babys hier nämlich ihren Müttern entrissen und bewusst in speziellen Baracken verhungern gelassen. Überlebende Zeugen sagten später auch
  58. aus, dass Werter Kleinkinder an den Beinen packten und sie lachend mit dem Kopf gegen Ziegelwände warfen. Nachdem ihr all das nun gehört habt, fragt ihr
  59. euch sicherlich, wie Menschen eigentlich zu solch unfassbaren Monstern werden können. Tatsächlich kamen hier gleich zwei Dinge zusammen, die wie wohl nichts
  60. anderes in der Weltgeschichte seit Urzeiten immer wieder für Kriege sorgen, nämlich radikaler Nationalismus und religiöser Fanatismus. Die faschistische
  61. Ustaas Bewegung unter Ante Pavilic hatte eine klare, wahnwitzige Vision. Sie wollte ein ethnisch und religiös absolut reines Großkroatien schaffen. Knapp 30%
  62. der Menschen im neu gegründeten Marionettenstaat waren allerdings Serben. Und diese Serben gehörten orthodoxen Christentum an. Für die
  63. Ustascher, die ihren kroatischen Ultranationalismus mit einem extrem militanten Katholizismus kreuzte, galten sie somit als der absolute Erzfeind.
  64. Dieser Hass geht sogar zurück bis in die Zeit des alten Königreichs Jugoslawien, in dem sich Kroaten oft von der serbischen Monarchie und Elite
  65. unterdrückt fühlten. Letztlich wuchsen alle der Täter von Josenovak also schon von klein auf mit Hass gegen ihre späteren Opfer auf. Und das vielleicht
  66. verstörendste ist, dass nicht mal stark religiöse Personen sich diesem Grauen in den Weg stellten, sondern ihn sogar noch befeuerten. Personen wie etwa Miroslav
  67. Filipovic Majostro. Er war ein ehemaliger Franzisk Pater, der von den Häftlingen nur Fra Sotona, Bruder Satan, genannt wurde. Der Geistliche war als
  68. Lagerkommandant von Jenovak für den Tod von 40.000 [musik] taus Menschen verantwortlich. Er gab nicht nur die Befehle, sondern tötete
  69. auch nach Gottesdiensten [musik] immer wieder persönlich Häftlinge aus nächster Nähe auf brutale Weise. Danach soll er sich auf seinen Stuhl gesetzt und
  70. erklärt haben, dass Zitat der Gerechtigkeit nun genüge getan wurde. Berichten zufolge machte er sich auch gerne einen sadistischen Spaß daraus,
  71. Säuglinge in die Luft zu werfen und zu versuchen, sie mit einem Dolch aufzuspießen. während andere Werter Wetten auf sein Gelingen abschlossen. Er
  72. gab später zu, mehr als 100 Opfern selbst das Leben genommen zu haben. Das Grauen von Jasenovak endete schließlich im April 1945.
  73. Als sich die kommunistischen Partisanen unter Tito dem Lager näherten, gerieten die Werter in Panik. Hastig töteten sie noch die restlichen etwa 600 Häftlinge
  74. und sprengten das Lager dann in die Luft. Die Hauptarchitekten des Lagers, darunter auch der Ustas Führer Ante Pavelic, wurde allerdings nie zur
  75. Rechenschaft gezogen, denn sie entkam über die sogenannten Rattenlinien in den Süden. Pavel lebte bis zu seinem Tod als alter Mann durch ein Attentat, jahrelang
  76. unbehelligt in Argentinien und im faschistischen Spanien, ohne jemals für hunderttausende Tote vor Gericht zu stehen. Und noch heftiger auch im dann
  77. kommunistischen Jugoslawien wurde die Geschichte des KZS unter den Teppich gekehrt und nicht ehrlich aufgearbeitet. Als Jugoslawien in den späten 80ern und
  78. frühen 90er Jahren zerfiel, wurde die Geschichte von Jenovak jedoch aus dem Archiv geholt [musik] und als politische Waffe eingesetzt. Kroatische
  79. Revisionisten redeten das Lager klein und verharmlosten es als reines Arbeitslager. Auf der anderen Seite begannen dann serbische Nationalisten
  80. unter Slobodan Milusevwic Opferzahlen des KZS hingegen völlig zu überschätzen und von über einer Millionen Toten zu sprechen. serbische Staatsfernsehen
  81. sendete wochenlang grausame Bilder vom KZ und Milosowic nutzte das alte Trauma, um in der serbischen Bevölkerung eine Massenpanik auszulösen. Und so wurde
  82. dieser künstlich wiederbelebte historische Schmerz letztlich auch noch zum primären Brandbeschleuniger für die dann folgenden blutigen
  83. Jugoslawienkriege der 90er Jahre, bei denen wieder über 100.000 1000 Menschen starben. Wenn ihr dieses Video interessant fandet, seht euch auch gerne
  84. unser Video über unfassbare Dinge an, die in den KZ der Nazis normal waren. Ansonsten sehen wir uns dann das nächste Mal hier bei Wissenswert. Macht's gut.
  85. M.

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