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Was genau geschah am 17. Juni 1953? | DW Nachrichten

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Transkriptautomatisch erstellt · 52 Zeilen
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  1. Erinnerungen an einen Aufstand der Europa stärker prägte als vielen bewusst ist drei Monate nach dem Tod von Josef Stalin gingen in der DDR mehr als eine
  2. Million Menschen auf die Straße für faire Arbeitsbedingungen und freie Wahlen eine massenrevolte die die regierende Sozialistische Einheitspartei
  3. entlarvte russische Panzer beendeten schließlich den Widerstand es gab mehr als 50 Tote und viele Festnahmen bei der Gedenkfeier in Berlin bezeichnete
  4. Bundespräsident Steinmeier am Freitag den Aufstand des 17 Juni 1953 als historisches Verdienst auf das Menschen in ganz Deutschland stolz sein sollten
  5. vor 70 Jahren wurden Städte in ganz Ostdeutschland von einer Reihe von Protesten erschüttert es war der erste große Volksaufstand eine sowjetischen
  6. Einfluss wäre doch was genau geschah am 17 Juni 1953 nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die vier Siegermächte diese Welt Union
  7. die Vereinigten Staaten Großbritannien und Frankreich die Kontrolle über Deutschland die Interessen zwischen den westlichen Alliierten und der
  8. Sowjetunion begann sich jedoch schnell auseinander zu entwickeln Essen standen zwei deutsche Staaten die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche
  9. Demokratische Republik die DDR im Osten beide Staaten entwickelten sich unterschiedlich Westdeutschland zu einer marktwirtschaftlichen parlamentarischen
  10. Demokratie Ostdeutschland zu einer sozialistischen Volksrepublik froh und selbstbewusst die Geburtsstunden realissimus Stalin im
  11. Osten verschlechterten sich die Lebensbedingungen und Lebensmittel Knappheit macht das Leben für viele zu einem täglichen Kampf eine wachsende
  12. Zahl von Menschen floh in den Westen die Unzufriedenheit in der ostdeutschen Bevölkerung wuchs noch mehr als die DDR die Arbeitsnorm anhob ohne die Löhne zu
  13. erhöhen de facto war da waren das Lohnkürzungen und das war letztlich der springende Punkt der zu einem breiten Volksaufstand
  14. führte anfangs mit sozialpolitischen Forderungen der Rücknahme dieser Arbeitsleistungen auch die Verbesserung der der
  15. Lebensmittelversorgung zugleich dann aber eben auch mit den politischen Forderungen nach freien Wahlen nach der Freilassung politischer Häftlinge nach
  16. der Absetzung der Regierung und der deutschen Einheit die ersten Proteste fanden auf Großbaustellen in Berlin statt bald
  17. weitete sich der Aufstand auf die gesamte DDR aus in über 700 Städten ging die Menschen auf die Straße sie stürmten Gefängnisse Regierungsbüros und
  18. Polizeistation die ostdeutsche Polizei verlor bald die Kontrolle über die Situation sowjetische Truppen griffen ein und
  19. schlugen die Volksaufstand gewaltsam nieder 55 Menschen starben mehr als 10.000 Menschen wurden verhaftet das war für
  20. die Bevölkerung aber auch für die sed-regierung ein Trauma die sed-regierung wusste sozusagen dass sie nicht im Einklang mit der Bevölkerung
  21. also nicht wie es hier noch kooperantistisch dargestellt ist handelte sondern dass sie von Moskau und der Protektion abhängig war
  22. 53 erreicht die Demonstranten ihr Ziel nicht aber es war der erste Volksaufstand im sowjetischen Einflussbereich und es war nicht der
  23. letzte spielt der erhoben sich auch in Ungarn der Tschechoslowakei und Polen die Menschen gegen ihre Regierungen
  24. in den späten 80er Jahren erschütterte eine weitere Welle von Demonstrationen Ostdeutschland die schließlich zum Fall der Berliner Mauer und zur deutschen
  25. Wiedervereinigung führte ja im Studio ist Ulrich Mellert von der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur ich freue mich dass Sie
  26. Zeit haben es war ein kurzer ein heftiger Aufstand nur wenige Jahre nach der Gründung der DDR warum sollten wir uns heute daran erinnern weil das 17
  27. Juni sich einreiht in ganz wenige großartige Ereignisse der deutschen demokratiegeschichte also 1848 1918 1953 1989 das sind vielleicht die vier
  28. wichtigsten Daten wo deutsche massenhaft auf die Straße gegangen sind um für ihre Rechte und Freiheiten zu kämpfen und insofern ist es praktisch im Sinne einer
  29. positiven Identitätsstiftung wichtig sich dessen gewahr zu sein sehen Sie denn in diesem Aufstand auch ein erstes Aufbegehren gegen den
  30. Imperialismus des Kremmel wie das einige Beobachter deuten ich halte die Perspektive für überzogen und erwähne aus der heutigen Sicht
  31. zurück projiziert es ist ja bezeichnet dass die Demonstranten sich nicht vor der sed-parteizentrale versammelt haben sie
  32. sind dich vor die sowjetische Kontrollkommission gegangen sie haben demonstriert vor der Regierung der DDR das heißt sie hatten ein sehr
  33. etatistischen Ansatz waren von überzeugt dass die Gesprächspartner die Regierung ist und das ist auch der heutigen sich eigentlich bemerkenswert oder so für ein
  34. paar praktisch so fast die sowjetische Besatzungsmacht gewesen das ist erstmal ein Aufstand gegen eine ungerecht agierende Regierung die von der
  35. sedominiert worden war und ohne den Eingriff der so wird Militärs wer ist aber womöglich ja dann schon nach vier Jahren DDR vorbei gewesen mit dem Regime
  36. unter Wahlrecht Walter Ulbricht wie hat es dieses Regime geschafft sich dann sozusagen den selbst Erhalt zu bescheren und auch durchzudrücken wird der
  37. Geschichte ist das Walter Ulbricht vor dem 17 Juni kurz vor seiner Absetzung Zustand und der 17 Juni im gewissen Sinne seinen Kopf gerettet hat an diesem
  38. Tag hat er sich die Parteiführung zu einer Sowjets abgesetzt das heißt sie hatte selbst gar nicht die Hoffnung sich durchsetzen zu können und hätte die
  39. Sowjetunion nicht eingegriffen dann wäre die DDR als Staat wahrscheinlich bin in kürzester Frist zu Ende gewesen die Konsequenz aus dem 17 Juli war super
  40. Brot und Peitsche man hat auf der einen Seite den harten Stabilisierungskurs abgebildet man hat die Versorgungslage verbessert aber man hat gleichzeitig
  41. damit dürfen nie wieder passieren das heißt der Ausbau der Stadt Sicherheit der Ausbau der der Volkspolizei der ganzen
  42. Sicherheitskräfte war praktisch auch durch den 17 Juni intentiert und der das bemerkenswerte ist das im Sommer 1989 als die Menschen wieder auf die Straße
  43. gegangen sind der Stadt Sicherheitsminister irich Mielke seine Getreuen fragte ist es so dass wieder den 17 Juni haben das heißt die
  44. Regierenden hat dieses Datum verinnerlicht und gefürchtet für uns sagen sie könnte eine positive identitätsstiftende Referenz ein das
  45. meinte auch auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wünscht sich mehr Einsatz und Anerkennung für die heutige Demokratie wie kommen wir denn
  46. dahin naja natürlich ist historische Erinnerungen nicht der Schlüssel schlechthin zu einer Verstetigung und Verfestigung unserer Demokratie aber es
  47. ist ein Instrument ein Schlüssel um die Menschen auch davon zu überzeugen dass es wert ist für Freiheit und Demokratie einzustehen und dass man dafür Mut haben
  48. muss dass man dafür auch riesigen eingehen muss und das eben unsere Geschichte nicht nur durch diese ganz dunklen Kapitel des Dritten Reiches
  49. geprägt ist sondern dass wir eben auch Momente der Freiheit unter demokratiegeschichte haben auf die wir uns beziehen müssen um Kraft auch zu
  50. haben für demokratisches Engagement dagegen wird ich danke für den Besuch im Studio Ulrich und gutes Gelingen bei ihrer Arbeit da
  51. geht es ja auch darum immer in Ausstellungen auch zu schildern was diese Vergangenheit so bewegte vielen Dank und ihnen danken wir natürlich auch
  52. fürs zuschauen