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Ein Besuch in Auschwitz-Birkenau: die Todesfabrik des Holocaust
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 93 Zeilen
- [Musik] ich bin heute in auschwitz-bkenau dem größten Vernichtungslager der deutschen Nationalsozialisten zwischen 1940 und
- 1945 wurden hier mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet so viele wie in keinem anderen Lager es war die größte Todesfabrik der
- Nazis Männer Frauen und Kinder wurden systematisch und kaltblütig ermordet sie wurden aus ganz Europa hierher verschleppt die überwältigende
- Mehrheit der Ermordeten etwa eine Million Menschen waren Juden Auschwitz wurde zum Synonym für den
- Holocaust und für Völkermord es gibt wohl kaum einen grausameren Ort als
- ausschwitz-bkenau trotzdem kommen jedes Jahr etwa 2 Millionen Besucher hier her es ist eine der meist besuchten Gedenkstätten der
- Welt ich werde die Lager Ausschwitz 1 und zwe besichtigen sehe Baracken in denen die Häftlinge dichtgedrängt leben mussten und betrete eine Gaskammer in
- der Menschen grausam ermordet wurden außerdem treffe ich eine Freiwillige aus Deutschland die die
- Bildungsarbeit in Auschwitz unterstützt es ist früh am Morgen ich bin überrascht wie viel hier schon los ist immer mehr
- Besucher kommen um Auschwitz 1 das sogenannte Stammlager zu besichtigen
- h im Eingangstunnel höre ich Namen von Menschen die in Auschwitz starben so viele Schicksale
- über dem Eingangstor drei zynische Worte arbeit macht frei Ausschwitz liegt zwischen den polnischen Städten katwiz und Krakau die
- Nazis errichteten das Stammlager 1940 in einer ehemaligen Kaserne es bestand anfangs aus 22 Blöcken später aus
- 28 Wachtürme Stacheldraht und Elektrozäune machten eine Flucht nahzu
- [Musik] möglich auschwitz war am Anfang eines der vielen Konzentrationslager wie sie überall in Europa von den Nazis
- errichtet worden sind später wurde es zum Vernichtungslager ausgebaut denn es lag zentral in der Mitte des von den Deutschen besetzten Europas und war gut
- an das Eisenbahnnetz angeschlossen das Stammlager hatte Platz für 20.000 Häftlinge obwohl Platz das falsche Wort ist auf engstem Raum war
- waren die Menschen zusammengepfercht zuerst waren es vor allem politische Häftlinge aus Polen
- aber schon bald Deportierten die Nazis Menschen aus ganz Europa nach Auschwitz sowjetische Kriegsgefangene Sindi und Roma und Quere
- Menschen später dann hauptsächlich Juden [Musik] die Nazis behaupteten man würde sie
- umsiedeln und sie sollten nur das nötigste Gepäck mit sich nehmen das wurde den Menschen direkt nach der Ankunft in Auschwitz abgenommen nicht
- nur Gold oder Wertgegenstände sondern auch Brillen Prothesen Kleidung Schuhe nichts wurde ihnen gelassen
- [Musik] auch das Haar wurde ihnen abrasiert daraus stellte man Stoffe her für Matratzen oder
- Uniform aus Respekt vor den Toten dürfen wir in diesem Block nicht filmen hier sind Tonnen von Haaren zu sehen die Häftlinge mussten in den
- umliegenden Fabriken unter schwersten Bedingungen arbeiten die meisten hielten nur wenige Monate durch sie starben an Entkräftung Hunger
- Krankheiten Folter medizinischen Experimenten oder sie wurden an dieser todeswand per Genickschuss getötet viele der Opfer hier waren polnische
- Widerstandskämpfer 1941 wurde in Auschwitz ein neues mordverfahren getestet Massenvernichtung in der Gaskammer durch Zyklon B die Nazis die
- geeignete Methode um die sogenannte entlösung der Judenfrage umzusetzen also die systematische Vernichtung aller judene Europas diesem mörderischen warn
- fielen 6 Millionen Menschen zum [Musik] Opfer die Gaskammer im Stammlager ist
- noch erhalten es ist unvorstellbar hier in diesem Raum sind tausende von Menschen qualvoll
- erstickt direkt neben der Gaskammer das Krematorium im Akkord wurden hier die Leichen verbrannt die Öfen wurden eigens dafür entwickelt von der deutschen Firma
- Topf und Söhne neben der Gaskammer wurde 1947 der ehemalige Lagerkommandant Rudolf Höss
- gehängt nachdem ihm in Nürnberg und in Warschau der Prozess gemacht wurde die Gaskammer im Stammlager wurde 1942 stillgelegt stattdessen nahmen die
- Nazis vier große neue Gaskammern im nachbarlager Birkenau in Betrieb es war eine Fabrik des Todes einzig errichtet um die Juden Europas auszulöschen
- das Vernichtungslager Birkenau auch Auschwitz 2 genannt befindet sich etwa 2 km vom Stammlager entfernt das besuche ich
- morgen für den Moment muss ich erst einmal durchatmen die Brutalität und Kaltblütigkeit das Ausmaß der hier verübten Verbrechen ist
- unfassbar wie geht es anderen Besuchern alles schrecklich alles schrecklich unmenschlich
- istabell personell thosen
- [Musik] hum
- hum Auschwitz wurde am 27 januar 1945 durch die Sowjetarmee befreit es gab etwa 7000 Überlebende davon 200 Kinder
- die Lebenden wurden versorgt die Toten beerdigt die Gedenkstätte Auschwitz gehört heute zur Welterbeliste der
- UNESCO und der 27 januar wurde zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust ernannt ich bin mit andj Kik verabredet
- dem stellvertretenden Direktor des staatlichen Museums auschwitzbkenau dieser Ort hat eine Geschichte wie kann man diese Geschichte
- adäquat angemessen den besucherinen und Besuchern vermitteln es ist immer eine Herausforderung seit 80 Jahren schon weil die Gedenkstätte schon unmittelbart
- nach dem zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen wurde offiziell im Jahr 47 aber schon im Jahr 46 sind hier Überlebende gewesen die wollen auch dieses diesen
- Ort als Gedenkstätte erhalten und seit dieser Zeit hat sich viel bei der Bildung der der der Besucher auch verändert aber das
- wichtigste ist geblieben also immer die Wahrheit über Auschwitz zu sagen was wissen Sie denn über die Besucherinnen und Besucher wie setzen
- sich diese Gruppen zusammen wo kommen sie her wie alt sind sie jedes Jahr kommen Besucher aus über 200 Länder in jedem Alter also von Jugendlichen im
- Alter 15 16 17 Jahre alt bis zu den pensionierten Menschen die auf der Studienreisen in Europa sind also das Thema Auschwitz und Holocaust bleiben
- immer als sehr wichtiger Teil der europäische Gedenkkultur wir sehen in Europa und in der ganzen Welt dass rechtsextreme
- Kräfte antisemitische Kräfte nationalistische Kräfte stärker werden wie gehen Sie damit um hier die ganze unsere Arbeit hier die Schicksale von
- Kinder Babys Leuten die unschuldig gewesen sind zu zeigen und das ist mein in meinem meine Meinung
- nach unser ganz Kampf gegen Antisemitismus seit vielen vielen Jahren wir müssen machen weiter meine ich dasselbe um
- äh möglicherweise Millionen Leuten nicht nur zeigen und nicht überzeugen aber die Werkzeuge in die Hände geben guck mal was kann man aus dem Hass entstehen aus
- dem aus dem Wort aus dem [Musik] tat der nächste Tag heute besuche ich Ausschwitz i also das Vernichtungslager
- Birkenau hier installierten die Nazis eine perfide ausgeklügelte Todesmaschinerie die nur ein Ziel hatte so viele Juden wie möglich zu
- töten Birkenau war riesig das Arbeitslager zählte mehr als 300 Baracken gedacht für rund 100 Häftlinge dazu kamen vier große
- Gaskammern und Krematorien die waren Tag und Nacht in Betrieb nur so ist die Dimension des hier verübten Massenmordes erklärbar in Birkenau wurden
- hunderttausende Menschen vergast du hast gesagt du hast Geschichte war ich werde begleitet von
- Lea sukau die Abiturientin kommt aus Deutschland und arbeitet für ein Jahr als Freiwillige in der internationalen Jugendbegegnung stte
- auschwitzbs die schauen wir später an das war in Raum mit den haen wir gehen zuerst zu der Stelle wo die SS die sogenannten Selektionen vorgenommen
- hatte hier sind Zug angekommen Menschen sind ausgestiegen wurden dann sortiert Frauen auf die linke Seite wie man hier sieht Männer auf die rechte Seite in
- zwei Reihen die sich gegenübersten und wie ging es dann von von hier weiter von dort ging es dann weiter wirklich zur Selektion es wurde entschieden ob die
- Menschen ins Arbeitslager hierher kommen oder direkt in die Gaskammern i ihren Tod entgegenehen müssen hier haben sich Dramen abgespielt
- Familien wurden auseinander gerissen sahen einander nie wieder das alles ist genau hier an dieser Stelle passiert Frauen mit Kindern Alte und
- Kranke wurden meist direkt in die Gaskammern geführt diejenigen deren Arbeitskraft die Nazis noch Ausbeuten wollten pferchte man in Baracken die
- waren mit 400 Menschen völlig überfüllt Hunger Kälte Krankheiten Seuchen die Todesrate war unglaublich hoch als im November 1944 die
- Sowjetarmee vorrückte begann die SS die Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen deshalb wurden die Gaskammern und Krematorien
- gesprengt Lea zeigt mir auch einen Ort der etw steckt auf dem weitläufigen Gelände liegt hier sehen wir jetzt einen
- ascheteich hier wurde die Asche aus dem kremmatoren 4 und5 ja entsorgt ja und für mich ist dieser Ort
- eben ein besonderer er wird auch als Friedhof behandelt also h haben keine Konservierungsarbeiten oder ähnliches stattgefunden und für mich ist es
- besonders weil die Menschen die hier umgekommen sind noch mal sehr präsent sind und für mich ist das eben ein wichtiger Ort des Gedenkens
- [Musik] das ganze Gelände ist ein riesiges Massengrab insgesamt wurden in
- auschwitz- Birkenau etwa eine Million Juden umgebracht diese Zahl ist ungeheuerlich
- unvorstellbar Lea begleitet oft Jugendgruppen zur Gedenkstätte wird es irgendwann leichter diesen Ort zu
- besuchen es gibt Tage an denen es es emotional schon schwierig W das Thema Holokaust begleitet mich jeden Tag das steckt man auch nicht so einfach weg
- aber es gibt auch Tage an denen auch ich eher auf Distanz zu dem gehen kann was ich hier sehe aber trotzdem ist es ein Ort an den ich mich nicht gewöhnen kann
- und auch nicht gewöhnen möchte denn genau darum geht es ja eben das hier nicht zu vergessen und nicht einfach so zu akzeptieren
- [Musik] am Schluss nimmt mich Lea mit in die kleine Stadt oschwimchim das ist der polnische Name von
- Auschwitz hier befindet sich auch ihr Arbeitsplatz auf Zeit die internationale Jugendbegegnungsstätte kurz [Musik]
- ijbs jedes Jahr kommen rund 150 Gruppen aus Europa hierher für ein paar Tage wohnen Sie hier werden auf Ihren Besuch in der Gedenkstätte vorbereitet und
- haben anschließend die Möglichkeit über das Gesehene zu sprechen es zu verarbeiten das ist jetzt einer unserer Seminarräume hier finden z
- kennenlernrunden statt aber auch reflektionsrunden nach dem Besuch in Birkenau und im Stammlager aber auch workshoparbeit die Gruppen schauen hier
- Filme wenn du hier mit den jungen Leuten ins Gespräch kommst wegen der Nachbereitung was kommen da so für Fragen auf eine große Frage die die
- Jugendlichen hier natürlich bewegt ist wie konnte das alles überhaupt passieren eine Antwort darauf zu finden ist natürlich sehr schwer und ja
- meistens geht auch eher um die Reaktion wie es einem geht manchen fällt es auch sehr schwer darüber zu reden manche können es gar nicht andere sind auch
- sehr offen gehen sehr offen mit ihren Gefühlen um und können das auch gut zeigen gibt's auch Momente wo wo es dir vielleicht zu viel wird wo du nicht
- genau weißt wie du reagieren sollst ja diese Momente gibt es auf jeden Fall vor allem wenn Leute dann anfangen zu weinen und so ist ist auch für mich emotional
- schon sehr schwer weil ich eben auch öfter an diesem Ort bin und auch weiß worüber sie sprechen gen da ist die Verbindung noch mal stärker da ich sehe
- hier die ganzen Bilder was ist was ist da der Hintergrund die Bilder sind Teil eines fotoprojekts aus diesem Jahr die TeilnehmerInnen sollten jeweils ein Bild
- in der Gedenkstätte aufnehmen und damit verdeutlichen was Auschwitz für sie bedeutet du hast jetzt hier nicht teilgenommen aber wenn du an so einem
- Projekt teilnehmen würdest was wäre dein Bild ich könnte mir schon vorstellen dass es auch hinten an dem ich wäre dort dass ich dort ein Bild machen würde
- [Musik] [Musik]