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Das Kirchenjahr einfach erklärt (evangelisch) | In 5 Minuten!

Thomas Millionair5:56 33 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
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  1. Hm, wie bekomme ich viele Menschen in die Kirche? Na ja, am 24.12. sind ja ganz viele Menschen in der Kirche. Gut, jeder Sonntagsgottesdienst
  2. ist ab jetzt Weihnachtsgottesdienst, dann ist die Kirche immer so voll. Ich glaube, das wäre ein bisschen auffällig, aber jetzt mal ganz im Ernst, was feiern
  3. wir so unterm Jahr eigentlich für Gottesdienste? [musik] Ich da mal sagen, wir schauen uns das Kirchenjahr einmal an. bleibt's locker, kommt's mit. Ihr
  4. seht da unser Kerzenarchiv und das sind die Kerzen, die im Adventkranz oben waren. Und mit dem Advent beginnt auch das evangelische Kirchenjahr. Den Nicolo
  5. gibt's natürlich auch. Da sägt hier unsere Krippe und damit sind wir schon bei Weihnachten und beim sogenannten Weihnachtskreis. Da ist dann auch
  6. Silvester dabei und das geht dann über ins neue Jahr und da gibt's immer dieses goldene oder helle Dirchel. Epiphanias ist das Fest der Erscheinung. Also dort,
  7. wo den Menschen plötzlich klar wird mit diesem Jesus, hat es etwas Besonderes auf sich, weil er ist Gott. Und das zeigt sich daran, dass die heiligen drei
  8. Könige kommen und ihn schon als den Heilern verehren. Und deshalb ist es auch der sogenannte drei Königstag. In welcher Kirchenjahreszeit man sich
  9. befindet, das erfahrt man immer an der Farbe der Tücher, die z.B. vor Altar und Kanzel hängen. Wenn man dieses Violett z.B. sieht, dann weiß man, dass man in
  10. der Fastenzeit ist. Also entweder Anfang Advent, es wissen n mal ganz wenig, dass das eigentlich der Fastenzeit ist, aber natürlich auch in der Passionszeit, in
  11. der Zeit vor Ostern und die beginnt mit Ascher Mittwoch und endet mit K. Samstag. Aser Mittwoch in der katholischen Tradition ist da, wo man
  12. ein Aschekreuz bekommt auf die Stirn. Das gibt es in manchen evangelischen Regionen übrigens auch. In Österreich ist das im evangelischen Bereich
  13. allerdings ein unüblicher Brauch. Palmsonntag. Da erinnern wir uns daran, dass Jesus in Jerusalem einzieht und die ganze Stadt im zujubelt und eine Woche
  14. später oder nicht einmal fünf Tage später stirbt er am [musik] Kreuz. Beim Sonntag heißt eben Jesus kommt in die Stadt hinein und eigentlich feiern wir
  15. in den Gottesdiensten, wenn wir Abend mal feiern, immer auch ein bisschen Palmsonntag mit, weil auch hier jubeln wir mit dem gleichen Gesang zu, den die
  16. Menschen damals Jesus zugerufen haben, nämlich Heilig, heilig, heilig ist der Herr. Für uns Evangelischer ist der Freitag ganz besonders wichtig, weil das
  17. ist jener Tag, wo Jesus Christus gestorben ist und wo wir dadurch einfach wissen, dieser Jesus, dieser Gott ist für meine persönliche Schuld in meinem
  18. Leben gestorben. Ich bin frei und Gott [musik] liebt mich. bei Ostersonntag, da sind wir natürlich beim goldenen Dier, weil da feiern wir Jesus ist
  19. aufverstanden, er ist nicht mehr tot [musik] und wir dürfen das als wunderbares Zeichen der Hoffnung sehen, weil eines Tages werden wir auch sterben
  20. und auch wir werden wieder von den Toten auferweckt werden. An Christi Himmelfahrt. Ja, da sind sich Christinnen und Christen ereinigt, dass
  21. Jesus von der sichtbaren Welt in die unsichtbare hinübergegangen ist. Aber er ist immer noch da und [musik] er lässt uns nicht allein und er hat uns seinen
  22. Geist geschickt. Und damit kommen wir gleich zum nächsten Festal. Rot ist die Farbe, weil die Menschen so begeistert, so feurig sind, als sie plötzlich von
  23. einer unglaublichen Kraft erfasst worden sind. Und dieses Fest heißt Pfingsten, weil es 50 Tage nach Ostern stattgefunden hat. Und da erinnern wir
  24. uns, dass wir es Gemeinde immer wieder zum Glauben berufen sind. Übrigens dieses rote Tirchel, das wird auch bei den Konfirmationen ausgehangen. Auch da
  25. geht es ja darum, dass junge Menschen, die als Kind getauft worden sind, dann als Erwachsener, ja, noch einmal ihr persönliches Jahen sagen. Deshalb ist
  26. das Dücher da ebenfalls rot. Und Reformationsg, der Tag an dem Martin Luther die 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt hat
  27. am Tag vor Aller Heiligen, das heißt am 31. Oktober 1517. Und das ist natürlich ein ganz besonderer Feiertag für eine evangelische Kirche, weil da hat die
  28. Reformation angefangen und wir als Kirche erinnern uns daran, dass das hier einen guten Start genommen hat. Da sitt jetzt einmal wie das mit den Tierchallen
  29. so ungefähr ausschaut dann in der Vollpracht und dieses grüne Tuch, das spricht für die sogenannte Trinitatiszeit
  30. und wir feiern das Fest Trinitatis, [musik] weil wir eben daran glauben, dass Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in dieser
  31. Dreiheit ist. Ihr wisst ja, wie das ist mit der Trinität und der Dreieinigkeit und so, nämlich ich glaube an Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dann ist
  32. die Sommerzeit und die Trinitatiszeit und Reformationstag. Aller Heiligen, das ist so ein bisschen ein ökumenisches Projekt. Wir Evangelischen feiern das in
  33. manchen Gemeinden durchaus mit. Hier denken wir an die verstorbenen Menschen. Aber es gibt in Österreich zumindest dann noch den sogenannten Totensonntag.
  34. Und deshalb gedenken wir allerheiligen nicht den verstorbenen, außer im ökumenischen Kontext, also mit den Katholiken z.B. zusammen. Ah ja,
  35. Martinsfest feiern wir eigentlich auch. Das ist der mit den Gänsen und so und wo so immer gut das Essen gibt. Der Bus und Bettag. [musik] Ein wunderbarer Tag, wo
  36. man einmal darüber nachdenkt, was im Leben gut und was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Und wo man sich Gott ganz anvertrauen kann, ein kirchlicher
  37. Feiertag in vielen Teilen Deutschlands, in Österreich leider nicht. Und das Kirchenjahr endet mit dem sogenannten Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag,
  38. wie es genannt wird. Wir gedenken der Toten, aber wir wissen auch, dass sie in der Ewigkeit Gottes gut aufgehoben sind. Am besten ist, man erlebt das einfach
  39. mit, wie so ein Kirchenjahr funktioniert. Und das kannst du ganz einfach machen, indem du einfach jeden Sonntag in die Kirchen gehst und
  40. mitfährst. Dann kannst du es einmal so richtig aufsaugen und verinnerlichen und da merkt man auch, wie wunderbar so ein Kirchenjahr einen über das ganze Jahr
  41. hinweg begleitet. Also kommt s mal vorbei.