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Das Kirchenjahr einfach erklärt (evangelisch) | In 5 Minuten!
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- Hm, wie bekomme ich viele Menschen in die Kirche? Na ja, am 24.12. sind ja ganz viele Menschen in der Kirche. Gut, jeder Sonntagsgottesdienst
- ist ab jetzt Weihnachtsgottesdienst, dann ist die Kirche immer so voll. Ich glaube, das wäre ein bisschen auffällig, aber jetzt mal ganz im Ernst, was feiern
- wir so unterm Jahr eigentlich für Gottesdienste? [musik] Ich da mal sagen, wir schauen uns das Kirchenjahr einmal an. bleibt's locker, kommt's mit. Ihr
- seht da unser Kerzenarchiv und das sind die Kerzen, die im Adventkranz oben waren. Und mit dem Advent beginnt auch das evangelische Kirchenjahr. Den Nicolo
- gibt's natürlich auch. Da sägt hier unsere Krippe und damit sind wir schon bei Weihnachten und beim sogenannten Weihnachtskreis. Da ist dann auch
- Silvester dabei und das geht dann über ins neue Jahr und da gibt's immer dieses goldene oder helle Dirchel. Epiphanias ist das Fest der Erscheinung. Also dort,
- wo den Menschen plötzlich klar wird mit diesem Jesus, hat es etwas Besonderes auf sich, weil er ist Gott. Und das zeigt sich daran, dass die heiligen drei
- Könige kommen und ihn schon als den Heilern verehren. Und deshalb ist es auch der sogenannte drei Königstag. In welcher Kirchenjahreszeit man sich
- befindet, das erfahrt man immer an der Farbe der Tücher, die z.B. vor Altar und Kanzel hängen. Wenn man dieses Violett z.B. sieht, dann weiß man, dass man in
- der Fastenzeit ist. Also entweder Anfang Advent, es wissen n mal ganz wenig, dass das eigentlich der Fastenzeit ist, aber natürlich auch in der Passionszeit, in
- der Zeit vor Ostern und die beginnt mit Ascher Mittwoch und endet mit K. Samstag. Aser Mittwoch in der katholischen Tradition ist da, wo man
- ein Aschekreuz bekommt auf die Stirn. Das gibt es in manchen evangelischen Regionen übrigens auch. In Österreich ist das im evangelischen Bereich
- allerdings ein unüblicher Brauch. Palmsonntag. Da erinnern wir uns daran, dass Jesus in Jerusalem einzieht und die ganze Stadt im zujubelt und eine Woche
- später oder nicht einmal fünf Tage später stirbt er am [musik] Kreuz. Beim Sonntag heißt eben Jesus kommt in die Stadt hinein und eigentlich feiern wir
- in den Gottesdiensten, wenn wir Abend mal feiern, immer auch ein bisschen Palmsonntag mit, weil auch hier jubeln wir mit dem gleichen Gesang zu, den die
- Menschen damals Jesus zugerufen haben, nämlich Heilig, heilig, heilig ist der Herr. Für uns Evangelischer ist der Freitag ganz besonders wichtig, weil das
- ist jener Tag, wo Jesus Christus gestorben ist und wo wir dadurch einfach wissen, dieser Jesus, dieser Gott ist für meine persönliche Schuld in meinem
- Leben gestorben. Ich bin frei und Gott [musik] liebt mich. bei Ostersonntag, da sind wir natürlich beim goldenen Dier, weil da feiern wir Jesus ist
- aufverstanden, er ist nicht mehr tot [musik] und wir dürfen das als wunderbares Zeichen der Hoffnung sehen, weil eines Tages werden wir auch sterben
- und auch wir werden wieder von den Toten auferweckt werden. An Christi Himmelfahrt. Ja, da sind sich Christinnen und Christen ereinigt, dass
- Jesus von der sichtbaren Welt in die unsichtbare hinübergegangen ist. Aber er ist immer noch da und [musik] er lässt uns nicht allein und er hat uns seinen
- Geist geschickt. Und damit kommen wir gleich zum nächsten Festal. Rot ist die Farbe, weil die Menschen so begeistert, so feurig sind, als sie plötzlich von
- einer unglaublichen Kraft erfasst worden sind. Und dieses Fest heißt Pfingsten, weil es 50 Tage nach Ostern stattgefunden hat. Und da erinnern wir
- uns, dass wir es Gemeinde immer wieder zum Glauben berufen sind. Übrigens dieses rote Tirchel, das wird auch bei den Konfirmationen ausgehangen. Auch da
- geht es ja darum, dass junge Menschen, die als Kind getauft worden sind, dann als Erwachsener, ja, noch einmal ihr persönliches Jahen sagen. Deshalb ist
- das Dücher da ebenfalls rot. Und Reformationsg, der Tag an dem Martin Luther die 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt hat
- am Tag vor Aller Heiligen, das heißt am 31. Oktober 1517. Und das ist natürlich ein ganz besonderer Feiertag für eine evangelische Kirche, weil da hat die
- Reformation angefangen und wir als Kirche erinnern uns daran, dass das hier einen guten Start genommen hat. Da sitt jetzt einmal wie das mit den Tierchallen
- so ungefähr ausschaut dann in der Vollpracht und dieses grüne Tuch, das spricht für die sogenannte Trinitatiszeit
- und wir feiern das Fest Trinitatis, [musik] weil wir eben daran glauben, dass Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in dieser
- Dreiheit ist. Ihr wisst ja, wie das ist mit der Trinität und der Dreieinigkeit und so, nämlich ich glaube an Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dann ist
- die Sommerzeit und die Trinitatiszeit und Reformationstag. Aller Heiligen, das ist so ein bisschen ein ökumenisches Projekt. Wir Evangelischen feiern das in
- manchen Gemeinden durchaus mit. Hier denken wir an die verstorbenen Menschen. Aber es gibt in Österreich zumindest dann noch den sogenannten Totensonntag.
- Und deshalb gedenken wir allerheiligen nicht den verstorbenen, außer im ökumenischen Kontext, also mit den Katholiken z.B. zusammen. Ah ja,
- Martinsfest feiern wir eigentlich auch. Das ist der mit den Gänsen und so und wo so immer gut das Essen gibt. Der Bus und Bettag. [musik] Ein wunderbarer Tag, wo
- man einmal darüber nachdenkt, was im Leben gut und was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Und wo man sich Gott ganz anvertrauen kann, ein kirchlicher
- Feiertag in vielen Teilen Deutschlands, in Österreich leider nicht. Und das Kirchenjahr endet mit dem sogenannten Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag,
- wie es genannt wird. Wir gedenken der Toten, aber wir wissen auch, dass sie in der Ewigkeit Gottes gut aufgehoben sind. Am besten ist, man erlebt das einfach
- mit, wie so ein Kirchenjahr funktioniert. Und das kannst du ganz einfach machen, indem du einfach jeden Sonntag in die Kirchen gehst und
- mitfährst. Dann kannst du es einmal so richtig aufsaugen und verinnerlichen und da merkt man auch, wie wunderbar so ein Kirchenjahr einen über das ganze Jahr
- hinweg begleitet. Also kommt s mal vorbei.