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Was ist eine digitale Signatur? Die sichere alternative zur Unterschrift auf Papier | Kurz erklärt

Digitalzentrum Berlin4:05 32.571 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Wer kennt es nicht: Ein wichtiges Dokument kommt per Mail, wird ausgedruckt, unterschrieben, wieder eingescannt und geht dann per Mail zurück an den Absender.
  2. In vielen Fällen muss das Originaldokument dann zusätzlich noch den Weg per Post antreten. Diesen ganzen Aufwand kann man sich mit einer „echten digitalen
  3. Signatur“ sparen. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen in diesem Video. Die digitale Signatur ist eine rechtssichere Alternative zur analogen Unterschrift. Mit ihr
  4. können Verträge geschlossen oder Behördengänge einfach und sicher erledigt werden. Digitale Signaturen müssen dafür eindeutig, fälschungssicher und langfristig überprüfbar sein.
  5. Diese Vorgaben werden von drei verschiedenen Arten der elektronischen Unterschrift erfüllt. Was diese drei Typen unterscheidet, erklären wir jetzt.
  6. Die drei Varianten der elektronischen Signatur unterscheiden sich durch unterschiedliche Sicherheitsstandards. Die gängigste Variante ist dabei
  7. 1. Die einfache elektronische Signatur (EES) zum Beispiel für Bestellungen oder Aufträge. Dieses Verfahren kennen wir alle von unserer Unterschrift auf einem Scanner des Paketboten.
  8. Sie bietet eine geringe rechtliche Sicherheit, da nicht nachvollzogen werden kann, ob etwas im Nachhinein am unterschriebenen Dokument verändert wurde
  9. 2. Die fortgeschrittene elektronischen Signatur (FES) Sie ist zum Beispiel gültig für Miet- oder auch Gesellschaftsverträge. Hier gelten strengere
  10. Auflagen zur Identitätsprüfung. Diese Signatur muss mit Mitteln erstellt sein, auf die nur die Personen Zugriff haben, die auch Autorisiert sind. Zum Beispiel das eigene Smartphone,
  11. Tablet oder den Computer. Und schließlich 3. Die qualifizierte elektronische Signatur (QES)
  12. Sie wird für Kredit- und Arbeitsverträge oder auch Behördendokumente genutzt. Sie besitzt das höchste Sicherheitsniveau und ist der handschriftlichen Unterschrift
  13. gleichgestellt. Nur diese Signatur ersetzt die per Gesetz geforderte Unterschrift auf Papier. Doch woher weiß man, dass man einer digitalen Signatur vertrauen kann?
  14. Die meisten fortgeschrittenen und alle qualifizierten elektronischen Signaturen sind verschlüsselt und werden mit Hilfe eines Zertifikats bestätigt. Achten Sie darauf,
  15. dass der Anbieter durch die Regierung zertifiziert ist. Eine Liste der deutschen Zertifizierungsdiensteanbieter
  16. finden Sie auf der Homepage der Bundesnetzagentur. Das Zertifikat garantiert, dass das Dokument seit der Signatur nicht mehr verändert wurde.
  17. Gleichzeitig lässt sich daran eindeutig ablesen, wer das Dokument signiert hat. Übrigens: Ein elektronisch signierter Kaufvertrag muss auch im EU-Ausland so behandelt werden,
  18. als wäre er handschriftlich unterzeichnet. Das verlangt die eIDAS-Verordnung. Durch sie wird eine EU-weite sichere und vertrauenswürdige elektronische Kommunikation garantiert.
  19. Was braucht man, um eine qualifizierte elektronische Signatur zu erstellen? Die Zertifizierungsdienstleister bieten für Unternehmen verschiedene Lösungen an.
  20. Bei On-Premise Lösungen muss die Hard- und Software eines Anbieters in Ihrem Unternehmen vor Ort installiert werden. Bei cloudbasierten Signatur-Systemen liegen die
  21. Zertifikate verschlüsselt auf einem externen Server. Die Signatur wird hier aus der Ferne ausgelöst und verwaltet, zum Beispiel über Tablets und Smartphones. Welche der beiden
  22. Varianten für Ihr Unternehmen in Frage kommt, finden Sie im persönlichen Gespräch heraus. Holen Sie verschiedene Angebote ein und vergleichen Sie die Vor- und Nachteile.
  23. Und so läuft das Signaturverfahren ab - Im ersten Schritt wählen Sie einen geeigneten Zertifizierungsdienst aus. - Dieser stellt Ihnen dann die benötigte
  24. Hard- und Software zur Verfügung - Bei on-Premise Lösungen bekommen Sie in der Regel ein Kartenlesegerät und die entsprechende Signaturkarte
  25. - Bei cloudbasierten Lösungen bekommen Sie die notwendige Software für Ihre qualifizierte elektronische Signatur - Nach der Einrichtung fügen Sie oder
  26. Ihre Mitarbeiter_innen eine digitale Unterschrift auf einem Dokument ein. Bei jeder Signatur identifizieren Sie sich eindeutig, z. B. durch die Signaturkarte
  27. oder eine SMS-Tan. Nur so wird anschließend ein qualifiziertes Zertifikat ausgestellt. Fazit. Die digitale Signatur ist eine technisch ausgereifte und
  28. rechtssichere Alternative zur analogen Unterschrift. Sie entlastet Menschen und Unternehmen von Bürokratie. Viele Behördengänge und Briefe können
  29. künftig durch elektronische Kommunikation ersetzt werden. Somit werden Fernsignatur und elektronisches Siegel zu den zentralen Werkzeugen der digitalen Transformation.
  30. Sie beabsichtigen, die digitale Signatur in Ihren Workflow einzubauen? Dann sind Sie schon auf dem besten Weg zum papierlosen Büro. Nähere Informationen dazu finden Sie
  31. auf www.digitalzentrum.berlin.

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