Was ist eine digitale Signatur? Die sichere alternative zur Unterschrift auf Papier | Kurz erklärt Digitalzentrum Berlin https://www.youtube.com/watch?v=KNgdhzd0wC8 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wer kennt es nicht: Ein wichtiges Dokument kommt per Mail, wird ausgedruckt, unterschrieben, wieder eingescannt und geht dann per Mail zurück an den Absender. 0:07 In vielen Fällen muss das Originaldokument dann zusätzlich noch den Weg per Post antreten. Diesen ganzen Aufwand kann man sich mit einer „echten digitalen 0:14 Signatur“ sparen. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen in diesem Video. Die digitale Signatur ist eine rechtssichere Alternative zur analogen Unterschrift. Mit ihr 0:26 können Verträge geschlossen oder Behördengänge einfach und sicher erledigt werden. Digitale Signaturen müssen dafür eindeutig, fälschungssicher und langfristig überprüfbar sein. 0:33 Diese Vorgaben werden von drei verschiedenen Arten der elektronischen Unterschrift erfüllt. Was diese drei Typen unterscheidet, erklären wir jetzt. 0:38 Die drei Varianten der elektronischen Signatur unterscheiden sich durch unterschiedliche Sicherheitsstandards. Die gängigste Variante ist dabei 0:42 1. Die einfache elektronische Signatur (EES) zum Beispiel für Bestellungen oder Aufträge. Dieses Verfahren kennen wir alle von unserer Unterschrift auf einem Scanner des Paketboten. 0:50 Sie bietet eine geringe rechtliche Sicherheit, da nicht nachvollzogen werden kann, ob etwas im Nachhinein am unterschriebenen Dokument verändert wurde 0:57 2. Die fortgeschrittene elektronischen Signatur (FES) Sie ist zum Beispiel gültig für Miet- oder auch Gesellschaftsverträge. Hier gelten strengere 1:05 Auflagen zur Identitätsprüfung. Diese Signatur muss mit Mitteln erstellt sein, auf die nur die Personen Zugriff haben, die auch Autorisiert sind. Zum Beispiel das eigene Smartphone, 1:13 Tablet oder den Computer. Und schließlich 3. Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) 1:20 Sie wird für Kredit- und Arbeitsverträge oder auch Behördendokumente genutzt. Sie besitzt das höchste Sicherheitsniveau und ist der handschriftlichen Unterschrift 1:26 gleichgestellt. Nur diese Signatur ersetzt die per Gesetz geforderte Unterschrift auf Papier. Doch woher weiß man, dass man einer digitalen Signatur vertrauen kann? 1:34 Die meisten fortgeschrittenen und alle qualifizierten elektronischen Signaturen sind verschlüsselt und werden mit Hilfe eines Zertifikats bestätigt. Achten Sie darauf, 1:42 dass der Anbieter durch die Regierung zertifiziert ist. Eine Liste der deutschen Zertifizierungsdiensteanbieter 1:47 finden Sie auf der Homepage der Bundesnetzagentur. Das Zertifikat garantiert, dass das Dokument seit der Signatur nicht mehr verändert wurde. 1:57 Gleichzeitig lässt sich daran eindeutig ablesen, wer das Dokument signiert hat. Übrigens: Ein elektronisch signierter Kaufvertrag muss auch im EU-Ausland so behandelt werden, 2:05 als wäre er handschriftlich unterzeichnet. Das verlangt die eIDAS-Verordnung. Durch sie wird eine EU-weite sichere und vertrauenswürdige elektronische Kommunikation garantiert. 2:14 Was braucht man, um eine qualifizierte elektronische Signatur zu erstellen? Die Zertifizierungsdienstleister bieten für Unternehmen verschiedene Lösungen an. 2:21 Bei On-Premise Lösungen muss die Hard- und Software eines Anbieters in Ihrem Unternehmen vor Ort installiert werden. Bei cloudbasierten Signatur-Systemen liegen die 2:29 Zertifikate verschlüsselt auf einem externen Server. Die Signatur wird hier aus der Ferne ausgelöst und verwaltet, zum Beispiel über Tablets und Smartphones. Welche der beiden 2:37 Varianten für Ihr Unternehmen in Frage kommt, finden Sie im persönlichen Gespräch heraus. Holen Sie verschiedene Angebote ein und vergleichen Sie die Vor- und Nachteile. 2:48 Und so läuft das Signaturverfahren ab - Im ersten Schritt wählen Sie einen geeigneten Zertifizierungsdienst aus. - Dieser stellt Ihnen dann die benötigte 2:55 Hard- und Software zur Verfügung - Bei on-Premise Lösungen bekommen Sie in der Regel ein Kartenlesegerät und die entsprechende Signaturkarte 3:01 - Bei cloudbasierten Lösungen bekommen Sie die notwendige Software für Ihre qualifizierte elektronische Signatur - Nach der Einrichtung fügen Sie oder 3:09 Ihre Mitarbeiter_innen eine digitale Unterschrift auf einem Dokument ein. Bei jeder Signatur identifizieren Sie sich eindeutig, z. B. durch die Signaturkarte 3:16 oder eine SMS-Tan. Nur so wird anschließend ein qualifiziertes Zertifikat ausgestellt. Fazit. Die digitale Signatur ist eine technisch ausgereifte und 3:25 rechtssichere Alternative zur analogen Unterschrift. Sie entlastet Menschen und Unternehmen von Bürokratie. Viele Behördengänge und Briefe können 3:32 künftig durch elektronische Kommunikation ersetzt werden. Somit werden Fernsignatur und elektronisches Siegel zu den zentralen Werkzeugen der digitalen Transformation. 3:40 Sie beabsichtigen, die digitale Signatur in Ihren Workflow einzubauen? Dann sind Sie schon auf dem besten Weg zum papierlosen Büro. Nähere Informationen dazu finden Sie 3:46 auf www.digitalzentrum.berlin.