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Eschatologische Gewaltideologie der Hamas – Religion als Legitimierung des Tötens

Willi Menzel3:43 16 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Die Charter der Hamas ist kein politisches Programm im herkömmlichen Sinn, sondern ein religiös ideologisches Manifest. Sie vereint islamische
  2. Essatologie mit politischem Fanatismus und erhebt Gewalt zu einem göttlichen Gebot. In ihrer ursprünglichen Fassung von 1988
  3. und auch in der überarbeiteten von 2017 wird der Jihad als heilige Pflicht definiert. Der Kampf gegen Israel und die Juden gilt nicht als politische
  4. Auseinandersetzung, sondern als Teil einer göttlich bestimmten Endgeschichte, die nur mit der Vernichtung des Gegners enden kann. Im Mittelpunkt steht die
  5. religiöse Legitimation von Gewalt. Schon in den einleitenden Artikeln erklärt die Hammas, der Islam sei ihr Programm und der Jihad ihr Weg. Die
  6. Tötung im Kampf werde als herster Wunsch bezeichnet, einen Ausdruck, der den Tod nicht als Verlust, sondern als Eintritt in göttliche Belohnung verklärt.
  7. Friedensverhandlungen, diplomatische Initiativen oder internationale Konferenzen werden ausdrücklich abgelehnt, da jede Form des Kompromisses
  8. als Sünde gegen Gott gilt. Wer auf einen Teil Palästiners verzichtet, verrate den Glauben selbst. Palästina wird als sogenanntes Wackfland dargestellt, also
  9. als Eigentum Gottes, das bis zum jüngsten Tag den Muslimen gehöre. Diese Vorstellung macht den Konflikt grundsätzlich unlösbar, denn wenn das
  10. Land Heiliges Gut ist, das kein Mensch veräußern darf, wird jeder politische Vertrag theologisch ungültig. Der Islam selbst wird zurechtstitelinstanz
  11. und die Hammers versteht sich als Vollstrecker dieses göttlichen Eigentumsanspruchs. Besonders aufschlussreich ist
  12. deratologische Bezug. Die Kater zitiert einen Hadith, in dem angekündigt wird, dass am Ende der Zeit Muslime die Juden töten, bis selbst
  13. Steine und Bäume die Versteckten verraten. Diese Endzeitvorstellung wird nicht als bloße Prophezeiung, sondern als Handlungsauftrag verstanden. Damit
  14. verknüppt die Hamas den realen Krieg mit der göttlichen Geschichte der Welt. Der Kampf erhält dadurch eine religiöse Unausweichlichkeit,
  15. als müsse er stattfinden, um die göttliche Ordnung zu vollenden. Auch der Jihad wird in diesem Rahmen zur individuellen Pflicht erklärt.
  16. Jeder Muslim heißt es: "Sei verpflichtet, sich dem Feind entgegenzustellen, sobald muslimisches Land besetzt sei." Diese Pflicht gelte
  17. unabhängig von Rang, Geschlecht oder Herkunft. Selbst Frauen sollen ihre Söhne zu künftigen Kämpfern erziehen und ihnen die religiöse Bedeutung des
  18. Kampfes vermitteln. Der bewaffnete Widerstand wird damit zum zentralen Lebensinhalt der Gemeinschaft erhoben. Selbst die überarbeitete Charter von
  19. 2017 ändert an dieser Grundhaltung wenig. Zwar vermeidet sie einige der drastischsten Formulierungen und spricht statt vom Töten der Juden nun vom
  20. bewaffneten Widerstand. Doch das Ziel bleibt dasselbe, die vollständige Auflösung Israels und die Errichtung eines islamischen Staates auf dem
  21. gesamten Gebiet. Der Islam bleibt Quelle des Rechts, der Jihad sein Werkzeug. In ihrer Gesamtheit ist die Charter der Hammers ein theologischer Kriegstext.
  22. Sie verschmilzt Glauben, Politik und Gewalt zu einer einzigen Vorstellung, dass die Geschichte erst dann erfüllt ist, wenn der Islam siegt.
  23. Diese Verbindung von Religion und Endzeiterwartung macht die Bewegung resistent gegen jede Form von politischer Vermittlung.
  24. Der Konflikt wird nicht als Streit zwischen zwei Völkern verstanden, sondern als göttliche Prüfung und damit als Kampf, der weder verhandelt noch
  25. beendet werden darf. Yeah.