Eschatologische Gewaltideologie der Hamas – Religion als Legitimierung des Tötens Willi Menzel https://www.youtube.com/watch?v=Glpf4CmVxYY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Die Charter der Hamas ist kein politisches Programm im herkömmlichen Sinn, sondern ein religiös ideologisches Manifest. Sie vereint islamische 0:09 Essatologie mit politischem Fanatismus und erhebt Gewalt zu einem göttlichen Gebot. In ihrer ursprünglichen Fassung von 1988 0:19 und auch in der überarbeiteten von 2017 wird der Jihad als heilige Pflicht definiert. Der Kampf gegen Israel und die Juden gilt nicht als politische 0:29 Auseinandersetzung, sondern als Teil einer göttlich bestimmten Endgeschichte, die nur mit der Vernichtung des Gegners enden kann. Im Mittelpunkt steht die 0:37 religiöse Legitimation von Gewalt. Schon in den einleitenden Artikeln erklärt die Hammas, der Islam sei ihr Programm und der Jihad ihr Weg. Die 0:46 Tötung im Kampf werde als herster Wunsch bezeichnet, einen Ausdruck, der den Tod nicht als Verlust, sondern als Eintritt in göttliche Belohnung verklärt. 0:55 Friedensverhandlungen, diplomatische Initiativen oder internationale Konferenzen werden ausdrücklich abgelehnt, da jede Form des Kompromisses 1:03 als Sünde gegen Gott gilt. Wer auf einen Teil Palästiners verzichtet, verrate den Glauben selbst. Palästina wird als sogenanntes Wackfland dargestellt, also 1:13 als Eigentum Gottes, das bis zum jüngsten Tag den Muslimen gehöre. Diese Vorstellung macht den Konflikt grundsätzlich unlösbar, denn wenn das 1:22 Land Heiliges Gut ist, das kein Mensch veräußern darf, wird jeder politische Vertrag theologisch ungültig. Der Islam selbst wird zurechtstitelinstanz 1:32 und die Hammers versteht sich als Vollstrecker dieses göttlichen Eigentumsanspruchs. Besonders aufschlussreich ist 1:39 deratologische Bezug. Die Kater zitiert einen Hadith, in dem angekündigt wird, dass am Ende der Zeit Muslime die Juden töten, bis selbst 1:49 Steine und Bäume die Versteckten verraten. Diese Endzeitvorstellung wird nicht als bloße Prophezeiung, sondern als Handlungsauftrag verstanden. Damit 2:00 verknüppt die Hamas den realen Krieg mit der göttlichen Geschichte der Welt. Der Kampf erhält dadurch eine religiöse Unausweichlichkeit, 2:09 als müsse er stattfinden, um die göttliche Ordnung zu vollenden. Auch der Jihad wird in diesem Rahmen zur individuellen Pflicht erklärt. 2:18 Jeder Muslim heißt es: "Sei verpflichtet, sich dem Feind entgegenzustellen, sobald muslimisches Land besetzt sei." Diese Pflicht gelte 2:26 unabhängig von Rang, Geschlecht oder Herkunft. Selbst Frauen sollen ihre Söhne zu künftigen Kämpfern erziehen und ihnen die religiöse Bedeutung des 2:34 Kampfes vermitteln. Der bewaffnete Widerstand wird damit zum zentralen Lebensinhalt der Gemeinschaft erhoben. Selbst die überarbeitete Charter von 2:43 2017 ändert an dieser Grundhaltung wenig. Zwar vermeidet sie einige der drastischsten Formulierungen und spricht statt vom Töten der Juden nun vom 2:53 bewaffneten Widerstand. Doch das Ziel bleibt dasselbe, die vollständige Auflösung Israels und die Errichtung eines islamischen Staates auf dem 3:02 gesamten Gebiet. Der Islam bleibt Quelle des Rechts, der Jihad sein Werkzeug. In ihrer Gesamtheit ist die Charter der Hammers ein theologischer Kriegstext. 3:13 Sie verschmilzt Glauben, Politik und Gewalt zu einer einzigen Vorstellung, dass die Geschichte erst dann erfüllt ist, wenn der Islam siegt. 3:24 Diese Verbindung von Religion und Endzeiterwartung macht die Bewegung resistent gegen jede Form von politischer Vermittlung. 3:32 Der Konflikt wird nicht als Streit zwischen zwei Völkern verstanden, sondern als göttliche Prüfung und damit als Kampf, der weder verhandelt noch 3:41 beendet werden darf. Yeah.