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Die Frühgeschichte des Bürgertums / Volker Reinhardt / Jonas Hopf

Jonas Hopf9:57 280 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 61 Zeilen
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  1. zum Ende des Mittelalters habe ich mir mal drei Punkte notiert zu denen ich gerne ein paar Fragen stellen würde der der erste Punkt des erstmal dass es
  2. dass das Bürger an Einfluss gewinnen auf die Politik ohne dem Adel anzugehören wie schaffen die das durch Geld das heißt der Handel und das frühe Bankwesen
  3. bricht irgendwie das Mittelalter auf also Stichwort deutsche Hanse oder italienische handelsstätte wie Venedig wo fängt er für sie das Bürgertum an
  4. oder wo wo fängt die Geschichte des frühen Bürgertums an gut wir müssen ja sicher unterscheiden also wir haben bis zur französischen
  5. Revolution ein sogenanntes alt-ständisches alt-europäisches Bürgertum dass sich unterhalb des Adels an einem bequemen Nischen Platz
  6. eigentlich ganz wohl fühlt Ärzte juristenverein Notar Rechtsanwälte Mediziner revolutionär Gebärden die sich erst nach
  7. 1750 im Zeitalter der Aufklärung sie sprechen allerdings ein vielschichtigen Prozess an ein Prozess den wir sozialhistorie
  8. Eliten elitenergänzungs oder auch elitenablösungsprozesse sie haben vollkommen recht im 15 16 Jahrhundert kommen neue Familien nach
  9. oben die in Handel Großhandel Textilgewerbe reich geworden sind genetische sind so ein rote Beispiel sie sind durch das Bankgewerbe
  10. unermesslich reich geworden so reich dass sie sich quasi ihre Stadt ihre Netzwerke ihre Gefolgschaft ihre Anhänger kaufen können wir haben diese
  11. Phänomene in allen europäischen Städten Alter Adel wird abgelöst stirbt aus keine Familie lebt ewig neue Familien steigen auf die ursprünglich Handwerker
  12. oder Kaufleute gewesen sind aber diese Aufsteiger haben nichts einige was zu tun als ich selber ardlich zu
  13. kostümieren sich einen von vor den oder die vor den haben zu stellen und eigentlich zu leben also Bürgerlichkeit ist etwas was man so schnell wie möglich
  14. abstreifen möchte in dieser Zeit um in den Adel aufzusteigen und das gelingt sehr vielen Familien man muss dann weniger Steuern bezahlen wenn man zum
  15. Adel gehört man kann Offiziers Stellen in der Armee besetzen man hat Anspruch auf Führungspositionen in der Kirche all das ist im Wesentlichen dem Adel
  16. vorgehalten also wir haben immer wieder im 14 15 16 Jahrhundert solche aufstiegsprozesse ein schönes Beispiel ist mein Lieblingsmensch der Neuzeit
  17. Michelle montanier der kluge französische Philosoph der unnachahmlich tiefgründige Beobachtung zum Menschen getroffen hat
  18. sein urosvater hat noch mit Fischen und Farbstoffen gehandelt aber er tut so als wenn er immer ein edelmark gewesen sei das gelingt dieser Zeit also das
  19. Bürgertum möchte adelig werden ab der Mitte des 18 Jahrhunderts ist man da noch einmal stolz darauf und verachtet den Adel behauptet das zumindest und
  20. beansprucht selbst die Führungsposition im Staat aber vorher möchte man eigentlich so schnell wie möglich aus dieser Bürgerlichkeit aus dem Bürgertum
  21. wieder heraus das heißt das was so im späten Mittelalter beginnt ich sag mal den Anführungszeichen die frühen Bürger wollen keine eigene Schicht bilden und
  22. irgendwie die Macht übernehmen das passiert erst Jahrhunderte später sondern sie beeilen sich so schnell wie möglich auch zum Adel dazu zu gehören
  23. schauen Sie nach Augsburg die Fugger an Jakob der reiche war am Anfang der 16 Jahrhundert wahrscheinlich tatsächlich der reichste Mann Europas aber das
  24. Bankgewerbe ist gefährlich geworden es hängt zu sehr von politischen umschwingen Umstürzen Konjunkturen ab
  25. man investiert in mächtige und die sind dann auf einmal nicht mehr mächtig das haben die Medici erleben müssen mit dem Herzog von Burgund deswegen wollen die
  26. Reichen Bank hier ist auch so schnell wie möglich in den Adel den Fuggern der Familie Vogel ist doch wunderbar gelungen man steigt in den
  27. in den Adel auf wenn man hat Helfer dabei man hat Kaiser Karl dem fünften seine wahlfinanzierte da musste seine Wähler
  28. kräftig bestellen die Vorgaben geholfen und dann hilft eben auch der Krise wenn man in den Adel möchte das ist tatsächlich ein durchgehender Prozess
  29. einfach deswegen weil der Adel eigentlich alle Aufstiegschancen monopolisiert sie haben jetzt gerade dass das
  30. Bankwesen genannt welche Möglichkeiten gibt es denn am Ende des Mittelalters noch um um reich zu werden die es im frühen Mittelalter noch nicht gab
  31. die klassischen Metiers Großhandel ein besonders erfolgreicher Kaufmann der in
  32. meinem testbuch auch eine gewisse Zeitzeugen Rolle spielt hat das vorgemacht was brauchen Menschen immer das hat er sich ganz klug überlegt es
  33. wird immer Krieg geben die Menschen sind nicht friesartig also Waffenhandel ist ein tolles Geschäft die Menschen werden sich immer betrinken Alkohol ist eine
  34. ewigkeitserscheinung Weinhandel ist ein gutes Geschäft die Menschen sind fromm also mit Devotionalien handeln also wenn man diese Geschäfte klug
  35. Betrieb und international betritt dann konnte man sehr sehr viel Geld verdienen eben auch noch mit der Bank das bankgewerbegerät zu ab 1500 zunehmend in
  36. die in die Krise aber vorher konnte man da sehr reich werden man konnte das auch unspektakulärer tun im lokalen regionalen Rahmen wenn man
  37. Getreideprodukten handelte essen müssen die Menschen ja auch immer ein Brot ist das Nahrungsmittel Nummer eins mehr auf die Hälfte eines Familienbudgets
  38. einfacher Leute wird für Brot ausgegeben also da konnte man sich [Musik] aktiv umtun und man konnte viel Geld
  39. verdienen also Bankiers Großhändler und Textilunternehmer ja das ist die Formel
  40. keines dieser Gewerbe ist völlig sicher sind alle etwas krisenanfällig wolle beziehen die italienischen Textilproduzenten des 14 jahrhunderts
  41. für ihre luxusklamotten und das mal etwas salopp zu sagen aus England da gibt es die vielen Schafe die Wolle wird also über den Kanal auf Festland
  42. und dann nach Italien transportiert der englische König ist zugleich hoch verschuldet bei den großen florentinischen Firmen da kommt der
  43. Schock bezahlt seine Schulden nicht mehr er fängt auch ein Wollstoff also wie die heutige Weltwirtschaft ist diese Globalisierung
  44. aber die reichen haben sich insgesamt doch ganz gut aus der Affäre zu ziehen jetzt fragt man sich natürlich warum am Ende des Mittelalters Dinge möglich
  45. waren die am Anfang des Mittelalters noch nicht möglich waren hängt das irgendwie mit mehr Kontakten mit mit anderen Teilen der Welt zusammen also
  46. hängt das zusammen mit mit den Kreuzzügen und den mongolischen Großreichen die er dann auch einen Kontakt mit China herstellten und so
  47. weiter es sind das die Gründe im Großen und Ganzen schon ja also folgen wir hier dem Bahn berechnen Historiker Voltaire der
  48. in den urwörtern seiner großen historischen Werke tatsächlich zu einer Theorie aus entwickelt und darstellt so ab etwa 1500
  49. beginnt die Welt sich zu vernetzen die erste Weltumsegelung findet statt neue Länder werden erschlossen neue Handelswege werden geöffnet
  50. Europa entdeckt dass es noch andere Welten gibt damit steigt die unternehmungslos und das für voltair alles entscheidende Prinzip ich
  51. glaube er hat Recht damit die Konkurrenz die Rivalität belebt nicht nur das Geschäft sondern auch die Kultur der Druck der Buchdruck wird erfunden
  52. Texte können auf einmal viel schneller die Runde machen während der Reformationszeit gibt es Hunderttausende von Flugschriften also es bewegt sich
  53. etwas bei 1500 wenn wir noch mal auf das Ende des Mittelalters schauen da fällt dann ja dann eher die deutsche Hanse ein oder
  54. die die Kreuzzüge und die die handelsstätte Venedig Genua mit dem Nahen Osten auch da bewegt sich bereits einiges also dieser öffnungsprozess ist
  55. ein eine Entwicklung sich in vielen Schritten vollzieht nicht alles bleibt folgenreich aber
  56. diese Ausweitung der Perspektiven vor allem auch der kommerziel Beziehung ja das entwickelt sich nach und nach Europa reagiert sehr unterschiedlich auf
  57. den Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen die primärreaktion ist erst einmal Ablehnung und Abstoßung wir wissen dass
  58. man die Fremden Völkerschaften erst einmal abwertet aber trotzdem entwickelt sich nach und nach sicher einen Austausch man lernt man profitiert
  59. voneinander gerade das Europa 11.12 jahrhunderts hat natürlich aus der muslimischen kultursphäre auch sehr vieles übernommen also das ist ein
  60. Prozess der sich ein raten vollzieht und mit den Seewegen in die neue Welt und dann eben
  61. auch ins ferne Asien formuliert ja