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Die Frühgeschichte des Bürgertums / Volker Reinhardt / Jonas Hopf
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 61 Zeilen
- zum Ende des Mittelalters habe ich mir mal drei Punkte notiert zu denen ich gerne ein paar Fragen stellen würde der der erste Punkt des erstmal dass es
- dass das Bürger an Einfluss gewinnen auf die Politik ohne dem Adel anzugehören wie schaffen die das durch Geld das heißt der Handel und das frühe Bankwesen
- bricht irgendwie das Mittelalter auf also Stichwort deutsche Hanse oder italienische handelsstätte wie Venedig wo fängt er für sie das Bürgertum an
- oder wo wo fängt die Geschichte des frühen Bürgertums an gut wir müssen ja sicher unterscheiden also wir haben bis zur französischen
- Revolution ein sogenanntes alt-ständisches alt-europäisches Bürgertum dass sich unterhalb des Adels an einem bequemen Nischen Platz
- eigentlich ganz wohl fühlt Ärzte juristenverein Notar Rechtsanwälte Mediziner revolutionär Gebärden die sich erst nach
- 1750 im Zeitalter der Aufklärung sie sprechen allerdings ein vielschichtigen Prozess an ein Prozess den wir sozialhistorie
- Eliten elitenergänzungs oder auch elitenablösungsprozesse sie haben vollkommen recht im 15 16 Jahrhundert kommen neue Familien nach
- oben die in Handel Großhandel Textilgewerbe reich geworden sind genetische sind so ein rote Beispiel sie sind durch das Bankgewerbe
- unermesslich reich geworden so reich dass sie sich quasi ihre Stadt ihre Netzwerke ihre Gefolgschaft ihre Anhänger kaufen können wir haben diese
- Phänomene in allen europäischen Städten Alter Adel wird abgelöst stirbt aus keine Familie lebt ewig neue Familien steigen auf die ursprünglich Handwerker
- oder Kaufleute gewesen sind aber diese Aufsteiger haben nichts einige was zu tun als ich selber ardlich zu
- kostümieren sich einen von vor den oder die vor den haben zu stellen und eigentlich zu leben also Bürgerlichkeit ist etwas was man so schnell wie möglich
- abstreifen möchte in dieser Zeit um in den Adel aufzusteigen und das gelingt sehr vielen Familien man muss dann weniger Steuern bezahlen wenn man zum
- Adel gehört man kann Offiziers Stellen in der Armee besetzen man hat Anspruch auf Führungspositionen in der Kirche all das ist im Wesentlichen dem Adel
- vorgehalten also wir haben immer wieder im 14 15 16 Jahrhundert solche aufstiegsprozesse ein schönes Beispiel ist mein Lieblingsmensch der Neuzeit
- Michelle montanier der kluge französische Philosoph der unnachahmlich tiefgründige Beobachtung zum Menschen getroffen hat
- sein urosvater hat noch mit Fischen und Farbstoffen gehandelt aber er tut so als wenn er immer ein edelmark gewesen sei das gelingt dieser Zeit also das
- Bürgertum möchte adelig werden ab der Mitte des 18 Jahrhunderts ist man da noch einmal stolz darauf und verachtet den Adel behauptet das zumindest und
- beansprucht selbst die Führungsposition im Staat aber vorher möchte man eigentlich so schnell wie möglich aus dieser Bürgerlichkeit aus dem Bürgertum
- wieder heraus das heißt das was so im späten Mittelalter beginnt ich sag mal den Anführungszeichen die frühen Bürger wollen keine eigene Schicht bilden und
- irgendwie die Macht übernehmen das passiert erst Jahrhunderte später sondern sie beeilen sich so schnell wie möglich auch zum Adel dazu zu gehören
- schauen Sie nach Augsburg die Fugger an Jakob der reiche war am Anfang der 16 Jahrhundert wahrscheinlich tatsächlich der reichste Mann Europas aber das
- Bankgewerbe ist gefährlich geworden es hängt zu sehr von politischen umschwingen Umstürzen Konjunkturen ab
- man investiert in mächtige und die sind dann auf einmal nicht mehr mächtig das haben die Medici erleben müssen mit dem Herzog von Burgund deswegen wollen die
- Reichen Bank hier ist auch so schnell wie möglich in den Adel den Fuggern der Familie Vogel ist doch wunderbar gelungen man steigt in den
- in den Adel auf wenn man hat Helfer dabei man hat Kaiser Karl dem fünften seine wahlfinanzierte da musste seine Wähler
- kräftig bestellen die Vorgaben geholfen und dann hilft eben auch der Krise wenn man in den Adel möchte das ist tatsächlich ein durchgehender Prozess
- einfach deswegen weil der Adel eigentlich alle Aufstiegschancen monopolisiert sie haben jetzt gerade dass das
- Bankwesen genannt welche Möglichkeiten gibt es denn am Ende des Mittelalters noch um um reich zu werden die es im frühen Mittelalter noch nicht gab
- die klassischen Metiers Großhandel ein besonders erfolgreicher Kaufmann der in
- meinem testbuch auch eine gewisse Zeitzeugen Rolle spielt hat das vorgemacht was brauchen Menschen immer das hat er sich ganz klug überlegt es
- wird immer Krieg geben die Menschen sind nicht friesartig also Waffenhandel ist ein tolles Geschäft die Menschen werden sich immer betrinken Alkohol ist eine
- ewigkeitserscheinung Weinhandel ist ein gutes Geschäft die Menschen sind fromm also mit Devotionalien handeln also wenn man diese Geschäfte klug
- Betrieb und international betritt dann konnte man sehr sehr viel Geld verdienen eben auch noch mit der Bank das bankgewerbegerät zu ab 1500 zunehmend in
- die in die Krise aber vorher konnte man da sehr reich werden man konnte das auch unspektakulärer tun im lokalen regionalen Rahmen wenn man
- Getreideprodukten handelte essen müssen die Menschen ja auch immer ein Brot ist das Nahrungsmittel Nummer eins mehr auf die Hälfte eines Familienbudgets
- einfacher Leute wird für Brot ausgegeben also da konnte man sich [Musik] aktiv umtun und man konnte viel Geld
- verdienen also Bankiers Großhändler und Textilunternehmer ja das ist die Formel
- keines dieser Gewerbe ist völlig sicher sind alle etwas krisenanfällig wolle beziehen die italienischen Textilproduzenten des 14 jahrhunderts
- für ihre luxusklamotten und das mal etwas salopp zu sagen aus England da gibt es die vielen Schafe die Wolle wird also über den Kanal auf Festland
- und dann nach Italien transportiert der englische König ist zugleich hoch verschuldet bei den großen florentinischen Firmen da kommt der
- Schock bezahlt seine Schulden nicht mehr er fängt auch ein Wollstoff also wie die heutige Weltwirtschaft ist diese Globalisierung
- aber die reichen haben sich insgesamt doch ganz gut aus der Affäre zu ziehen jetzt fragt man sich natürlich warum am Ende des Mittelalters Dinge möglich
- waren die am Anfang des Mittelalters noch nicht möglich waren hängt das irgendwie mit mehr Kontakten mit mit anderen Teilen der Welt zusammen also
- hängt das zusammen mit mit den Kreuzzügen und den mongolischen Großreichen die er dann auch einen Kontakt mit China herstellten und so
- weiter es sind das die Gründe im Großen und Ganzen schon ja also folgen wir hier dem Bahn berechnen Historiker Voltaire der
- in den urwörtern seiner großen historischen Werke tatsächlich zu einer Theorie aus entwickelt und darstellt so ab etwa 1500
- beginnt die Welt sich zu vernetzen die erste Weltumsegelung findet statt neue Länder werden erschlossen neue Handelswege werden geöffnet
- Europa entdeckt dass es noch andere Welten gibt damit steigt die unternehmungslos und das für voltair alles entscheidende Prinzip ich
- glaube er hat Recht damit die Konkurrenz die Rivalität belebt nicht nur das Geschäft sondern auch die Kultur der Druck der Buchdruck wird erfunden
- Texte können auf einmal viel schneller die Runde machen während der Reformationszeit gibt es Hunderttausende von Flugschriften also es bewegt sich
- etwas bei 1500 wenn wir noch mal auf das Ende des Mittelalters schauen da fällt dann ja dann eher die deutsche Hanse ein oder
- die die Kreuzzüge und die die handelsstätte Venedig Genua mit dem Nahen Osten auch da bewegt sich bereits einiges also dieser öffnungsprozess ist
- ein eine Entwicklung sich in vielen Schritten vollzieht nicht alles bleibt folgenreich aber
- diese Ausweitung der Perspektiven vor allem auch der kommerziel Beziehung ja das entwickelt sich nach und nach Europa reagiert sehr unterschiedlich auf
- den Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen die primärreaktion ist erst einmal Ablehnung und Abstoßung wir wissen dass
- man die Fremden Völkerschaften erst einmal abwertet aber trotzdem entwickelt sich nach und nach sicher einen Austausch man lernt man profitiert
- voneinander gerade das Europa 11.12 jahrhunderts hat natürlich aus der muslimischen kultursphäre auch sehr vieles übernommen also das ist ein
- Prozess der sich ein raten vollzieht und mit den Seewegen in die neue Welt und dann eben
- auch ins ferne Asien formuliert ja