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Einfach erklärt: Die Brennstoffzelle in der Chemie 4k 60Fps

chemistryathome9:26 770 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 85 Zeilen
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  1. Chemistry at home, Chemie einfach erklärt. In diesem Video geht es um die
  2. Brennstoffzellen und wie man es ja schon sehen kann, stellt man sich beim Brennen ein Feuer bzw. eine entstehende Flamme
  3. vor. Bei der Brennstoffzelle kommt es jedoch zu keiner Flammenerscheinung. Es brennt also nichts im klassischen Sinn,
  4. sondern der Brennstoff liefert die Elektronen für die Redoxreaktion. Damit kommen wir auch schon zu den Grundlagen,
  5. welche wir benötigen, um die Thematik vollständig verstehen zu können. Diese sind zum einen das Bestimmen der
  6. Oxidationzahlen von Verbindungen, da man ohne diese schwierig die Redoxreaktionen an sich aufstellen kann und zum anderen
  7. eben die schon angesprochenen Redoxreaktionen. Letztlich bedeutet dies, dass man vollständige
  8. Redoxreaktionen mit allen Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen können sollte. Falls ihr zu
  9. einem der Punkte noch etwas Nachrollbedarf habt, verlinken wir unsere Erklärvideos dazu in der
  10. Videobeschreibung. Starten wir also direkt mit der Funktionsweise der Brennstoffzelle. Wie
  11. bei einer Batterie braucht man zwei Elektroden, welche in der Reaktion die Anode und damit den Minuspol und die
  12. Kathode und damit den Pluspol bilden. Diese Elektroden müssen über einen elektrischen Leiter verbunden sein,
  13. wobei dort die elektrische Energie genutzt werden kann, um z.B. eine Lampe zum Leuchten zu bringen oder einen Motor
  14. anzutreiben. Darüber hinaus müssen Moleküle über den Elektrolyten, welcher bei Brennstoffzellen ganz
  15. unterschiedlich sein kann, zwischen den Elektroden wandern können. Bei einem Elektrolytten handelt es sich um einen
  16. Ionenleiter. Um die Reaktion zu starten, brauchen wir unsere Reaktionspartner, welche sich an
  17. den Elektroden anlagern. Die Platinelektroden übernehmen dabei eine katalytische Funktion und ermöglichen
  18. erst die Reaktion. Bei der Anode lagern sich Wasserstoffmoleküle an, wohingegen bei der Kathode ein Sauerstoffmolekül zu
  19. finden ist. Für das Video wurden bewusst so wenige Moleküle, welche sich aber im richtigen Zahlenverhändnis befinden,
  20. gewählt, da diese ausreichen das Prinzip zu erklären. In der Realität findet man jedoch an beiden Elektroden eine
  21. Vielzahl von Wasserstoff und Sauerstoffmolekülen. Den Sauerstoff für die Reaktion bekommen
  22. wir aus der Luft, wohingegen wir den Wasserstoff bereits vorab hergestellt haben müssen und für die Reaktion
  23. zuleiten. Hier sieht man bereits einen Unterschied zu Batterien oder Akkus. Bei diesen muss nicht kontinuierlich ein
  24. Brennstoff zugeführt werden. Zurück zur Brennstoffzelle. Wir gehen zunächst die Abläufe Schritt für Schritt durch. So
  25. müssen die Wasserstoffmoleküle an der Annode voneinander getrennt werden und jedes Wasserstoffatom ein Elektron
  26. abgeben. Damit erhalten wir aus einem Wasserstoffmolekül zwei Elektronen und zwei einfach positiv geladene
  27. Wasserstoffkationen oder einfacher ausgedrückt zwei Protonen. Die Elektronen wandern dann über den
  28. elektrischen Leiter und die Protonen durch den Elektrolyten, also den Ionenleiter. Die Übertragung der
  29. Elektronen und Protonen findet zur gleichen Zeit statt, was man sich in etwas so vorstellen kann. Durch die
  30. Bewegung der Elektronen kann jetzt eine Lampe zum Leuchten gebracht werden oder ein anderer Stromabnehmer damit
  31. betrieben werden. Wie man hier sehen kann, hört die Lampe zum Leuchten auf, sobald der Elektronfluss erliegt. Bei
  32. einer echten Brennstoffzelle läuft der gerade gezeigte Vorgang kontinuierlich ab bzw. Solange es einen Brennstoff, in
  33. diesem Fall Wasserstoff gibt. Die Reaktion an sich ist noch nicht zu Ende. Auf der Kathodenseite haben sich die
  34. Elektronen und Protonen ja an dem Sauerstoffmolekül angelagert. Wenn man das Sauerstoffmolekül betrachtet, so
  35. nimmt jedes der Sauerstoffatome jeweils zwei Elektronen und zwei Protonen auf. Dabei spalten sich die
  36. Sauerstoffmoleküle auch voneinander und es entstehen zwei Wassermoleküle. Diese verbleiben nicht an der Kathode, sondern
  37. sind in der Regel gasförmig und verlassen die Brennstoffzelle. Für die Brennstoffzelle brauchen wir
  38. immer einen Brennstoff, der kontinuierlich zugeführt wird und Sauerstoff, welchen wir wie auch bei
  39. anderen Antrieben oder auch teilweise Batterien aus der Luft nehmen können. Die Reaktion, welche in der
  40. vorgestellten Brennstoffzelle abläuft, ist eigentlich nichts anderes als eine kontrollierte Knallgasreaktion, bei der
  41. jedoch keine Explosion und keine Flamme entstehen, sondern durch das räumliche Trennen der Reaktionspartner eine
  42. kontrollierte Redoxreaktion. Also kontrollierte Oxidation von Wasserstoff und Reduktion von Sauerstoff zum Produkt
  43. Wasser stattfindet. Die räumliche Trennung von Oxidation undter Reduktion ist auch das Prinzip, welches Batterien
  44. funktionieren lässt. Neben Wasserstoff gibt es noch andere gängige Brennstoffe für Brennstoffzellen wie Methan oder
  45. auch Methanol. An jeweiligen Summenformel erkennt man den großen Unterschied zu Wasserstoff, nämlich dass
  46. zusätzlich ein neues Element, nämlich Kohlenstoff, in die Reaktion eingebracht wird. Und wozu reagiert Kohlenstoff,
  47. wenn es oxidiert wird? Zu Kohlenstoffdioxid. Das heißt, aus unserer sauberen
  48. Wasserstoffbrennstoffzelle kann durch die Wahl des Brennstoffs die Klimabilanz für Brennstoffzellen ganz schnell ganz
  49. schlecht aussehen. In der Chemie ist für uns von besonderer Bedeutung die Redoxreaktion, die hinter
  50. der Brennstoffzelle steht. Fangen wir mit der Anode an. Dort haben wir gesehen, dass aus einem
  51. Wasserstoffmolekül, was unser Edukt ist, zwei Elektronen und zwei Protonen entstehen. Das bedeutet, die Oxidation,
  52. welche immer an der Anode stattfindet, lautet: Ein Wasserstoffmolekül reagiert zu zwei Protonen und zwei Elektronen.
  53. Dass es wirklich die Oxidation ist, sehen wir, wenn wir die Oxidationszahlen des Wasserstoffmoleküls mit 0, mit dem
  54. der Protonen mit +1 vergleichen. Für die Reduktion an der Kathode wissen wir, dass wir ein Sauerstoffmolekül als Eukt
  55. brauchen. Darüber hinaus benötigen wir aber auch die Produkte der Annode, also die Elektronen und Protonen, damit
  56. letztlich Wassermoleküle entstehen können. Die Reduktion lautet demnach: Aus einem Sauerstoffmolekül mit vier
  57. Elektronen und vier Protonen entstehen zwei Wassermoleküle. Auch hier ergibt die Überprüfung der Oxidationszahlen,
  58. dass es sich wirklich um die Reduktionsgleichung handelt. Um aus beiden Teilgleichungen eine
  59. Redoxreaktion aufzustellen, müssen wir ja die Elektronen angleichen. Deswegen muss die Oxidationsgleichung mit 2
  60. multipliziert werden. In der Animation zuvor haben wir das ja von Anfang an berücksichtigt, da wir direkt mit zwei
  61. Wasserstoffmolekülen gestartet haben. Die Redoxreaktion lautet demnach: zwei Wasserstoffmoleküle reagieren mit einem
  62. Sauerstoffmolekül zu zwei Wassermolekülen. Alle Elektronen und Protonen kürzen sich in der
  63. Reduxgleichung heraus. Jetzt ist es aber so, dass die Protonen nicht einfach so von der Anode zur
  64. Kathode wandern, sondern dafür ein mobiles I brauchen. Brennstoffzellen können unterschiedlich aufgebaut sein
  65. und unterschiedliche Ionenleiter verbaut haben. Man kann z.B. Membranen mit einer sauren oder basischen Lösung verwenden.
  66. Hier wollen wir das Ganze im sauren Milieu durchspielen. Folglich ändert sich die Oxidationsgleichung in ein
  67. Wasserstoffmolekül reagiert mit zwei Wassermolekülen zu zwei Oxoniumonen und zwei Elektronen. Formal hat man hier auf
  68. Edukt und Produktseite jeweils zwei Wassermoleküle hinzugefügt, damit die Protonen mit diesen zu Oxoniumonen
  69. reagieren können. Aus der Reduktionsgleichung wird ein Sauerstoffmolekül reagiert mit vier
  70. Elektronen und vier Oxoniumonen zu zwei Wassermolekülen und noch mal vier Wassermolekülen, was ja insgesamt sechs
  71. Wassermoleküle ergibt. Die vier Wassermoleküle ergeben sich durch den Stoffausgleich. Nach dem Multiplizieren
  72. und kürzen lautet die gesamte Redoxreaktion aber dann wieder: Zwei Wasserstoffmoleküle reagieren mit einem
  73. Sauerstoffmolekül zu zwei Wassermolekülen. Dies liegt daran, da wir auf Edukt und Produktseite die
  74. gleiche Anzahl an Wassermolekülen zugegeben haben und diese sich damit einfach am Ende wieder rauskürzen.
  75. Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst. Bei den Brennstoffzellen findet keine klassische
  76. Verbrennung mit Flammenentwicklung, sondern eine Redoxreaktion mit Oxidation des Brennstoffs und Reduktion von
  77. Sauerstoff statt. Der Brennstoff muss im Vergleich zu einer Batterie oder einem Akku aber kontinuierlich zugeführt
  78. werden. Damit gibt es keine Brennstoffzellen, die ich einfach als Einheit in mein stromverbrauchendes
  79. Gerät legen kann, da man ja eine ständige Brennstoffzufuhr gewährleisten muss. Typische Brennstoffe sind
  80. Wasserstoffmethan oder auch Methanol. Dabei kann als Elektrolyt ein Feststoff oder Membranen mit z.B. Säuren verwendet
  81. werden. Die mobilen Ionen, welche die Übertragung von Proton dann ermöglichen, sind meistens Oxonium oder
  82. Hydroxidionen. Weitere Chemieinhalte findet ihr unter www.chistryhome.de. chemistryathome.de.
  83. Falls ihr Fragen habt, einfach in den Kommentaren posten. Darüber hinaus freuen wir uns über jeden Like und jedes
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