Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

KI im Englischunterricht

Mediendozent7:31 20 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
Herunterladen
  1. Hallo und herzlich willkommen. Heute geht's um ein echt spannendes Thema. Künstliche Intelligenz im Englischunterricht. Und ich kann schon
  2. mal verraten, es geht hier um viel mehr als nur eine nette Ergänzung. Es geht darum, wie KI den Unterricht von Grund auf verändern könnte. Fangen wir mal mit
  3. einer ziemlich coolen Idee an. Also, wir kennen das ja, der Schüler selbst und die Mitschüler, das sind quasi die ersten beiden Lehrer. Die Lernumgebung,
  4. das Klassenzimmer ist der Dritte. Aber was wäre, wenn da jetzt noch ein vierter dazu kommt? Genau die KI. Und das ist eine super spannende Perspektive, denn
  5. sie sieht KI eben nicht als Störfaktor, sondern als echten pädagogischen Partner. So ein neuer Lehrer im Klassenzimmer. Um diese Idee vom vierten
  6. Lehrer wirklich zu packen, müssen wir uns kurz anschauen, was es mit dem dritten Lehrer eigentlich auf sich hat. Das ist nämlich die Grundlage für alles
  7. weitere. Also, der dritte Lehrer, was ist das? Im Grunde ist das die Erkenntnis, dass das Klassenzimmer selbst, also der Raum, viel mehr ist als
  8. nur vier Wände. Es ist ein aktiver Teil des Lernens. Denken Sie mal drüber nach. Flexible Sitzordnungen, die Teamarbeit fördern oder Wände, an den
  9. Schülerarbeiten hängen. Der Raum selbst lehrt also mit. Und genau an diese Idee knüpfen wir jetzt an. Gut, jetzt denken Sie vielleicht, okay, KI, das ist doch
  10. nur der nächste Hype, der durchs Dorf getrieben wird. Aber und das ist wichtig, die Sache ist die KI in den Unterricht zu holen. Das ist eigentlich
  11. nur der nächste logische Schritt. Das baut auf etwas auf, was schon lange in der Bildungsstrategie verankert ist. Schauen Sie mal, schon seit 2016 gibt es
  12. von der Kultusministerkonferenz, also der KMK, die Strategie Kompetenzen in der digitalen Welt. Das ist quasi der offizielle Auftrag an die Schulen
  13. digitale Werkzeuge zu nutzen. Es geht also gar nicht darum jetzt blindlings jeder neuen Technologie hinterherzulaufen. Nein, es geht darum
  14. einen ganz konkreten Bildungsauftrag zu erfühlen. Und hier sehen wir das offizielle Rahmenwerk der KMK. Puh, sieht auf den ersten Blick vielleicht
  15. ein bisschen kompliziert aus, ich weiß, aber die Kernaussage, die ist eigentlich ganz einfach. All die Fähigkeiten, die wir für den Umgang mit KI brauchen,
  16. kritisches Denken, kommunizieren, digitale Medien analysieren, die sind schon längst Teil des Lehrplans. Okay, kommen wir zum Kern der Sache, die
  17. vielen Rollen des vierten Lehrers. Was genau kann diese KI im Unterricht denn nun wirklich leisten? Welche Hüte kann sie aufsetzen, um Lehrer und Schüler zu
  18. unterstützen? Schauen wir uns das mal ganz praktisch an. So, hier mal ein ganz konkretes Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie sind Englischlehrer. Sie
  19. brauchen eine kleine Geschichte für eine Schreibübung. Sie geben der KI einenfachen Befehl, einen Prompt und zack, da ist der Text. Aber jetzt kommt
  20. der Clue. Sie sagen der KI: "Okay, super, aber mach's mal einfacher und füg ein paar Dialoge ein." Und sofort spuckt die KI eine neue Version aus. Eine, die
  21. viel zugänglicher ist, vielleicht für Schüler, die sich ein bisschen schwer tun. Das ist Differenzierung auf Knopfdruck. Absolut genial für die
  22. individuelle Förderung. Und es geht noch weiter. Sie wollen gezielt Adjektive üben? Kein Problem. Ein dritter Befehl und die KI verwandelt dieselbe
  23. Geschichte in einen Lückentext, bei dem genau diese Adjektive fehlen. Sie bekommen also maßgeschneidertes Übungsmaterial in Sekunden. Sehen Sie,
  24. was hier passiert. Die KI ist eben nicht nur ein einziges Tool. Sie ist wie ein Schweizer Taschenmesser für den Unterricht. Mal ist sie die kreative
  25. Muse, die Ideen liefert, dann ist sie der persönliche Tutor, der individuell hilft, oder sie wird zum soatischen Sparingspartner, der zum Nachdenken
  26. anregt. Ein ganzer Werkzeugkasten eben. Und das Tolle ist, das Ganze funktioniert nicht nur in einer Schulform. Nein, wir schauen uns jetzt
  27. mal an, wie KI wirklich überall im deutschen Bildungssystem eingesetzt werden kann, von den kleinsten in der Grundschule bis hin zu den Atsubis in
  28. der Berufsschule. Fangen wir mal bei den Jüngsten an. in der Grund oder Förderschule. Hier kann die KI ein echter Segen sein. Sie kann helfen,
  29. total ansprechende und einfache Materialien zu erstellen. Denken Sie an simple Geschichten, bunte Bildwortkarten oder Übungen, die ganz genau auf die
  30. Bedürfnisse eines einzelnen Kindes zugeschnitten sind. Spielerisch, motivierend und super individuell. Springen wir mal ans andere Ende, die
  31. Berufsschule. Da geht's ja um Praxis, um die Vorbereitung auf den Job. Und auch hier ist KI ein Gamechanger. Sie kann z.B. berufliche Gespräche simulieren.
  32. Sagen wir ein Verkaufsgespräch auf Englisch. Sie kann helfen, professionelle E-Mails zu formulieren. Das ist Training für die echte Welt
  33. direkt im Klassenzimmer. Und dazwischen, z.B. am Gymnasium, da geht's ans Eingemachte. Hier kann die KI dabei helfen, wirklich anspruchsvolle
  34. Fähigkeiten zu trainieren. Eine Geschichte in ein Gedicht umwandeln, kein Problem. sprachliche Stilmittel analysieren, aber sicher. Die KI wird
  35. hier zum Werkzeug für tiefgehende Analysen und fördert Kreativität auf einem ganz neuen Level. Okay, das klingt jetzt alles ziemlich mächtig. Da stellt
  36. sich natürlich die Frage, ja, und was macht dann eigentlich noch die Lehrkraft? Wird die jetzt überflüssig? Ganz im Gegenteil, die Daten zeigen, die
  37. Rolle des Lehrers oder der Lehrerin wird wichtiger als je zuvor. Sie verändert sich nur. und zwar hin zum Regisseur. Eine Umfrage vom British Council gibt
  38. uns da schon mal erste Einblicke, wie das in der Praxis aussieht. Und was sehen wir? Lehrkräfte nutzen KI im Moment vor allem zur Vorbereitung. Also
  39. 31% für die Planung von Unterrichtsstunden und 28% um Materialien zu erstellen. Das direkte Arbeiten mit Schülern wie Korrigieren
  40. und üben, das macht im Moment noch einen kleineren Teil aus. Und das bringt uns zu einem super wichtigen Punkt, den eine Lehrkraft in
  41. dieser Studie auf den Punkt gebracht hat. Im Grunde sagt sie: "Jedes Werkzeug, egal wie toll, kann auch schaden, wenn man es falsch einsetzt."
  42. Und das ist doch die Wahrheit, oder? Das Werkzeug ist immer nur so gut wie der Mensch, der es in der Hand hat. Genau hier kommt die Lehrkraft als Regisseur
  43. ins Spiel. Was heißt das konkret? Na ja, es sind im Grunde vier entscheidende Schritte. Erstens, ein klares Lernziel festlegen. Zweitens der KI ganz präzise
  44. Anweisungen geben. Drittens, und das ist mega wichtig, alles, was die KI ausspuckt, kritisch prüfen und viertens, das Material dann für die eigene Klasse
  45. anpassen. Der Lehrer beit also der Chef im Ring. Okay, zum Schluss werfen wir mal einen Blick in die Kristallkugel, die Zukunft des Lernens. Denn diese enge
  46. Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, die stellt natürlich ein paar ziemlich grundlegende Fragen. Fragen, die die Zukunft des Sprachunterrichts,
  47. wie wir ihn kennen, komplett auf den Kopf stellen könnten. Denken Sie mal einen Moment darüber nach. Wir haben jetzt schon KI Tools, die fast perfekt
  48. in Echtzeit übersetzen. Was bedeutet das? Das bedeutet, die klassische Sprachbarriere verschwindet langsam, aber sicher. Und wenn das passiert, dann
  49. müssen wir uns fragen, warum lernen wir dann überhaupt noch Sprachen? Und das ist die große provokante Frage, mit der ich sie zurücklasse. Wenn die KI
  50. die ganze Übersetzungsarbeit übernimmt, was ist dann noch die Kernkompetenz im Fremdsprachenunterricht? Geht es dann nur noch um kulturelles
  51. Verständnis, um kritisches Denken oder um etwas völlig Neues? Wenn die Technik das wie des Sprachenlernens löst, was wird dann unser neues Warum?