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Apokalypse in der Bronzezeit Das Ende der ersten Hochkulturen ZDF History Dokumentation deutsch
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 238 Zeilen
- [Musik] Detektive der Vergangenheit ungelöste
- Fälle bewegendes Schicksal große Geschichte ZDF history mit Guido
- [Musik] kN die Apokalypse das Ende der Welt zeihung gefürchtet in fast allen Kulturkreisen vor gut 3000 Jahren wird
- sie Realität die ersten Hochkulturen versinken in Chaos und Tod die Ursache ist bis heute
- unbekannt liebe Zuschauer willkommen heute wollen wir sie entführen in eine Zeit des Untergangs von der wir bis vor ein paar Jahren nahzu nichts wussten die
- Jahrhunderte bis zum Beginn des letzten Jahrtausends vor Christus da verschwinden auf einmal mächtige reiche völlig von der Bildfläche die Hochkultur
- der Hetiter versinkt in Griechenland geht Mykene unter auf Greta zerfallen die stolzen Paläste der Mino selbst die antike Supermacht Ägypten steckt in
- schweren Krisen was war schuld an diesem Niedergang Naturkatastrophen ein Klimawandel oder eine Art antiker Völkerwanderung Mars marsuki vom History
- Channel nimmt uns mit auf eine spannende Spurensuche es ist das größte Rätsel der Altertumsforschung warum geht die Bronzezeit im Mittelmeerraum so
- plötzlich zu Ende Antworten finden sich vor allem unter der Erde Relikte und Ruinen zeugen
- von einer Katastrophe die niemand kommen [Musik] sah es ist die Zeit der ersten
- Hochkulturen im zweiten Jahrtausend vor Christus konzentriert sich der Fortschritt zwischen dem Schwarzen Meer Ägypten und
- Babylon in der sind mächtige reiche entstanden mykena und Mino stellen die schlagkräftigsten Truppen der Epoche ihre Kunst und ihre
- Bauten zählen zum modernsten was die Bronzezeit zu bieten hat bei Luxor lässt der Pharao ramsis ein monumentales Symbol ägyptischer
- Kultur erichten die Tempel von [Musik] Karnak die kriegerischen Hetiter herrschen über Kleinasien und
- Vasallenstaaten im nördlichen Syrien während die Stadtstaaten in Kanaan die wichtigen Handelsrouten der bsezeit
- [Musik] kontrollieren es ist eine ferne fremde Welt mit unzähligen kleinkönigen veriedenen kulturellen
- Schwerpunkten doch als die ersten systematischen Ausgrabungen vor rund 80 Jahren unternommen werden zeigen fast alle Städten der späten Bronzezeit das
- gleiche [Musik] Muster wir fanden überall Zerstörung fast alle Städte und Paläste waren
- betroffen aus unterschiedlichen Gründen Spuren der Verwüstung im gesamten östlichen Mittelmeerraum fast alle stammen aus dem gleichen Zeitraum
- der zweiten Hälfte des 13 jahrhunderts vor [Musik] Christus in nur 50 Jahren gehen vier
- große Kulturen unter Mykene und Kanaan verschwinden ebenso die Minoa und die Hetiter Ägypten wird so geschwächt dass es sich nie wieder erholt das ist schon
- bemerkenswert es sind die Supermächte von damals und alle werden innerhalb weniger Generationen zerstört
- der Beginn der 19 Dynastie in Ägypten ist geprägt von großen Bauvorhaben und immensem Wohlstand aber dann kommen die ersten Einbrüche in der Wirtschaft in
- der Religion überall Anzeichen der Krise unter Rams dem dritten setzt dann eine verheerende Inflation
- ein diebauten werden deutlich kleiner Ste geht zurück Ägyptens Selbstvertrauen scheint nachhaltig
- erschüttert aus dieser Zeit gibt es erstmals überlieferte Bittgebete an die Götter gott hilf mir so etwas gab es vorhin
- [Musik] nicht das 13 jahrhundert vor Christus die erste alphabetische Schrift entsteht die ersten Noten für Musikinstrumente
- werden aufgeschrieben dann aber um das Jahr 12 bricht die schriftliche Überlieferung plötzlich ab ein dunkles Zeitalter
- [Musik] beginnt der Begriff dunkles Zeitalter steht für zwei Bedeutungen auf der einen Seite gibt es diesen abrupten
- Kulturverlust im östlichen Mittelmeerraum ganze Zivilisationen verschwanden für mehrere hundert Jahre in Griechenland ging die Schrift wieder
- verloren und die Fähigkeit große zu errichten diese Phase dauerte Z bis 300 Jahre aber auf der anderen Seite ist das natürlich auch für uns Historiker ein im
- wahrsten Sinne dunkles Zeitalter ohne schriftliche Zeugnisse muss sich die Forschung vor allem auf
- Bodenfunde stützen um das Jahr 1200 kommt es zu massiven Migrationsbewegungen im östlichen Mittelmeerraum auf Kreta verweisen die
- Küstenregionen die Bewohner ziehen um ins Innere der Insel eine Gegend die bis dahin nur von Bauern und scharfhirten bewohnt
- wird die nördliche Landenge das Gebiet hinter mir scheint in mykenischer Zeit nicht oder nur sehr dünn besiedelt gewesen zu sein es gab da höchstens ein
- paar einzelne Behausungen und im frühen 12 Jahrhundert vor Christus wächst die Bevölkerung hier plötzlich stark an aber woher die Menschen kamen und warum sie
- hier siedelten ist ungewiss von den Städten aus denen die Siedler kamen finden Archäologen nur Ruinen und
- Brandspuren war es eine Flucht es kann sehr schwer sein den Grund für solche Zerstörungen zu finden
- man erkennt zwar die Spuren der Verwüstungen Asche verbranntes Holz menschliche Überreste aber die Ursache ist völlig offen
- die Antwort findet sich nicht in den Ruinen an der Küste Kretas sondern in den unzugänglichen Gebirgen des Hinterlandes das glaubt zumindest der
- polnische Archäologe Kristof notzki 1983 kam er als Student nach Kreta seitdem hat er hier dutzende
- Siedlungen aus der späten Bronzezeit untersucht und Hinweise gefunden die eine völlig neue Erklärung liefern können für den Beginn des dunklen alters
- um 12 vor Christus warum finden sich die schweren Zerstörungen vor allem in den
- Küstenstädten weshalb verließen die Menschen ihre fruchtbare Heimat in der Nähe des Meeres und zogen ins karge Innere der
- Insel seine erste Grabung unternimmt Nowitzki 1983 im Osten von Kreta in einer bonsezeitlichen Siedlung auf dem Berg KFI 1100 m über dem
- Meeresspiegel wer hier wohnte und welchem Zweck eine Siedlung so hoch oben diente ist unter Forschern heftig
- umstritten war es ein ritueller Ort eines der vielen minoischen bergheiligtümer auf Kreta John pendleber ein britischer
- Archäologe als erster Überreste der Siedlung auf KI er glaubte dass hier nur im Sommer Menschen wohnten im Winter sei es auf
- dem Berg schlicht zu kalt KOF notzki hat inzwischen weite Teile der gesamten Anlage freigelegt er kommt zu einem anderen
- Ergebnis das interessante an den Häusern auff ist dass sie sehr solide gebaut sind das deutet darauin diewohner D lebenollten es waren dauerhafte
- Wohnsitze eine These die für Aufsehen sorgt reichen die mehr als 3000 Jahre alten Pfunde für so weitgehende
- Schlüsse bei den ausgabungen wurden bis 30 Häuser gefunden die Überreste sind schlecht erhalten aber man kann noch immer die erkennen einzelne Häuser und
- ihre räumefi war eine große Siedlung kein kleines Dorf hier lebten wahrscheinlich
- 120 bis 150 Familien also zwischen 600 und 1200 Menschen Trinkwasser Nahrung Brennholz dauerhaftes Überleben in dieser Höhe ein
- Rätsel aus der Bronzezeit [Musik] eine so große Siedlung erwartet man hier nicht auf einem Felsen und in dieser
- Höhe wir sitzen hier gerade bei 35° aber im Winter ist es stürmisch und kalt hier zu leben war sicher nicht
- angenehm Mens auf daha icher aber warum wir müssen tatsächlich fragen weshalb die Menschen hierher gekommen
- sind warum sie ihre Häuser an einem Ort gebaut haben der so schwer zu erreichen ist warum sie ihre Familien dorthin brachten und ihr gesamtes
- Wirtschaftssystem verlagerten ausgerechnet in diese Berge die C14 Analyse von Keramikfunden aoscfi erlaubt eine genaue Datierung der
- Siedlungszeit das Ergebnis 12 Jahre vor Christus die Zeit der großen [Musik]
- Wüstungen in den Jahrzehnten davor lebten die Menschen noch in den Ebenen und Tälern in der Nähe des Meeres um das Jahr 12 vor Christus
- wurden viele dieser ungeschützten Siedlungen zerstört oder aufgegeben was könnte eine blühende Zivilisation von der Küste in die Berge
- Treiben in den sperlichen schriftlichen Quellen findet sich keine eindeutige Ursache Nährboden für
- Spekulationen es gibt die verrücktesten Theorien zum Ende der bronzeit Vulkane Außerirdische alles
- mögliche eine Naturkatastrophe für einige Experten der nahliegenste Verdacht ja eine Dürre gilt als mögliche Erklärung demnach hat sich eine
- Trockenperiode über die eges und den ganzen Mittelmeerraum erstreckt und eine Völkerwanderung ausgelöst tatsächlich sank der Meeresspiegel gegen Ende der
- Bronzezeit beträchtlich oder war es ein verheerendes Erdbeben wie es in der seismisch sensiblen Region
- zwischen Bosporus und eges immer wieder [Musik] auftritt in der späten Bronzezeit wurden eine ganze Reihe historischer Städten
- innerhalb von nur 50 Jahren durch Erdbeben zerstört Mykene und Troja se wurden durch Erdbeben zerstört möglicherweise wurden noch Ugarit und
- megido im heutigen Israel von Beben vernichtet aber es kann nicht nur ein einziges großes Erdbeben gewesen sein das die
- bronzeit beendete denn diese Städten gingen nicht gleichzeitig unter sondern in einem Zeitraum von 50 Jahren keine singuläre große Katastrophe
- also aber eine ungewöhnliche Häufung von Ereignissen Geophysiker sprechen von einer erdbeberie oder einem
- Erdbeben einemchen ben den angesten Druck einer tektonischen Verwerfung nicht ausgleicht es kommt zu weiteren Beben
- ein Jahr später 10 Jahre später wenn die Verwerfungen entlang einer Linie von Ost nach West oder Nord nach Süd aufbrechen kann es zu einer solchen bebenserie
- kommen die zwischen 30 und 60 Jahren dauert viele der den lagen am Rande solcher
- Verwerfung wenn man die Lage der Städte die am Ende der Bronzezeit zerstört wurden mit den seismisch aktiven Zonen vergleicht ergeben sich erstaunliche
- Übereinstimmungen die erdbebentheorie stößt in der Fachwelt auf ein geteiltes
- Echo Menschen erholen sich schnell von Erdbeben das ist oft genug bewiesen worden auch von wiederholten Beben auch für die Entdeckungen von
- Christof Nowitzki auf dem Berg KFI bieten Erdbeben keine zufriedenstellende [Musik]
- Erklärung das erklärt ja nicht warum die Menschen ihr Dorf auf die Spitze eines 1100 m hohen Berges verlegt haben warum flieht man vor einem Erdbeben auf einen
- Felsen diese Menschen sind nicht vor einer Naturkatastrophe geflüchtet das ergibt keinen
- Sinn für Nowitzki sind die bergsiedlungen auf Kreta eine Art letzte [Musik] Zuflucht doch die Menschen flohen nicht
- vor feindlicher [Applaus] [Musik] Naturgewalt es gib kein warum man an
- einem felsigen Abgrund oder auf einer steinigen Kuppe Leben sollte außer wenn man durch andere Menschen bedroht
- [Musik] wird sollte nowizkis Theorie zutreffen müssten sich in den Bergen der eges weitere Fluchtorte und Festungen
- finden und es müsste Hinweise geben auf die Identität der Angreifer woher kamen sie über welche technischen und militärischen Fähigkeiten verfügten
- sie wie konnten sie die Großmächte der Bronzezeit eine nach der anderen herausfordern und besiegen und in welchem Zusammenhang stehen ihre
- Angriffe mit den nachweisbaren Naturkatastrophen jener Zeit [Musik]
- eine erste Spur findet sich im nordsyrischen Ugarit archäologen fanden dort in den 30er Jahren eine Tontafel die damals
- niemand erklären konnte die Tafel sollte den König der Stadt vor Gefahr warnen der Feind wird dich von See angreifen umgb deine Orte mit Mauern und erwarte
- ihn mit Soldaten und Streitwagen eine andere Tafel aus Ugarit verzeichnet einen verzweifelten
- Hilferuf der König von Ugarit schreibt mein Vater sieben Schiffe des Feindes haben meinem Reich großen Schaden zugefügt gib Zeichen wenn Du weitere
- kommen siehst die Tafel ist in einem Brennofen gefunden worden und nie abgeschickt worden vermutlich kamen die feundlichen Schiffe dem zuvor und haben
- die stad zerstört wer aber sind die üers Meer kommen nur eine Kultur entgeht der
- Apokalypse am Ende der branchezeit und kann über die Identität der geheimnisvollen Angreifer berichten ägyptische Hieroglyphen nennen sie die
- [Musik] Seevölker alles was wir über Erscheinung und Herkunft dieser Seevölker wissen
- wissen wir von den Ägyptern sie hinterließen in steinemeißelte Texte und auch bildhafte Darstellung man kann erkennen welche
- Helme sie trug welchen Haarschmuck sie waren offenbar mit Ochsenkarren unterwegs manchmal mit der ganzen Familie mit Frauen Kindern allem
- Hab und Gut es war wohl eine regelrechte Völkerwanderung die den gesamtenstlichen
- um erfas jede Kultur der Region auch die Großen und Mächtigen wie die Ägypter wurden vom Ansturm der Seevölker erschüttert dabei ging es um Beute und
- um Land zum siedeln der Ansturm der sogenannten Seevölker um 1200 vor Christus passt
- genau in die Theorie des Archäologen sind die Bewohner von KI also tatsächlich vor flüchtet die vom Meer
- Herken wenn das so ist muss es auf Kreta noch weitere Höhensiedlungen aus der Bronzezeit
- geben 20 Jahre hat der polnische Forscher die Berge der Insel abgesucht mit sperlichen Mitteln jahrelang hat er nicht mehr gefunden als in den Fels
- geschlagene Stufen dann Ende der 80er Jahre endlich der erhoffte Durchbruch auf der Spitze eines unzugänglichen
- Berges im Osten Kretas entdeckt Nowitzki eine weitere brausezeitliche Siedlung wie KFI liegt auch sie versteckt und schwer erreichbar inmitten
- eines Kalksteingebirges ihr Name ist katalimata endlich der langersehnte Beweis Nowi sieht sich nah am Ziel er lt seinen
- Kollegen Donald heis die Grabungsstelle ein um mit ihm die Bedeutung des Fundes zu
- diskutieren das ist schon außergewöhnlich die Gebäude wurden auf diesen schroffen Kalksteinklippen hoch über der Ebene erbaut um dorthin zuuk
- kommmen muss man einen Steilhang raufklettern viele Höhenmeter nach oben vom kam aus führt dann nur ein schmaler Weg zur Siedlung
- über den schmalen Pfad mussten auch die Flüchtlinge ihre habe Stück für Stück tragen Kilometer weit über gefährliche Klippen die Funde geben Aufschluss
- darüber wer hier Zuflucht fand einfache Leute vermutlich Bauern und scharfhirten aus weit entfernten
- Täler die Forscher stoßen auf Grundmauern Keramik und in den Fels geschlagene Gräber um ihr Vieh und ihre Felder konnten sich die Bewohner wohl
- nur kümmern wenn die Zeiten sicher waren bei unseren Grabungen fanden wir starke Indizien für eine langfristige
- Nutzung der Siedlung dabei ist auch das hier ein unwirdlicher Ort kaum geeignet zum Leben der Zweck der Siedlung ist wie auf
- KFI offensichtlich katalimata bietet keine Annehmlichkeit dafür aber Schutz
- für Eindringlinge ist das hier ein Albtraum wenn man das Gelände nicht kennt wird es sehr schwer die Siedlung überhaupt zu
- finden in gewissem Sinne sind das Festungen sie nutzten die natürlichen Gegebenheiten und errichteten dazu noch regelrechte
- Befestigungswerke von der Höhensiedlung aus können Angreifer schon auf mehrere Kilometer Entfernung ausgemacht werden erst recht wenn sie über das Meer
- kommen wertvolle Zeit für die [Applaus] [Musik]
- Verteidigung selbst wenn Angreifer den Weg hierher gefunden hätten wären sie leicht aufzuhalten gewesen ein paar Männer reichen hier aus um eine große
- Gruppe von Feinden abzuwehren katalimata ist nach Kafi die zweite Höhensiedlung die auf Kreta
- entdeckt wird seitdem hat Kristof Nowitzki mehr als 2000 weitere Berge und Höhenzüge untersucht und mehr als 80 Siedlungen
- entdeckt alle sind rund um das Jahr 1200 vor Christus entstanden und alle richten sich gegen Angriffe die vom Meer herkommen
- [Applaus] woher wissen wir dass sich die Menschen vor denen fürchteten die übers Meer kam und nicht vor ihrre Nachbarn die
- archäologischen Befunde geben hier eine gute Antwort ist zu den Bergen hin völlig offen und ungeschützt von dort
- erwarteten sie offenbar keinen Angriff sie fürchteten sich vor Kriegern die übers Meer kamen
- die Existenz der rätselhaften Seevölker gilt heute als gesichert völlig unklar ist dagegen woher sie kommen und wohin sie so plötzlich verschwinden im
- sogenannten dunklen Zeitalter eine Spur findet sich im alten Ägypten 1980 vor Christus siegt Pharao
- ramsis dr in einer großen Schlacht über die Seevölker im Totentempel des Pharaos von Medinet Habu bei teben werden die Besiegten
- dargestellt eine Inschrift nennt fremdartige Namen wie chardana Zeka und siikula die meisten Theorien über die Herkunft der Seevölker beruhen auf
- Sprachforschung und leiten sich von überlieferten Namen ab aber das ist natürlich sehr problematisch dieakal et aus Sizilien kommen kamen sie wirklich
- von dort oder gingen sie erst nach ihrer Niederlage dorthin die Herkunft der Seevölker gehört zu den spannendsten offenen
- Fragen der Bronzezeit manche Forscher vermuten ihre Heimat in Kleinasien und Nordsyrien andere sind überzeugt dass
- ihre Kriegszüge von Sardinien und Sizilien ausgingen kommen die Seevölker aus dem Osten und ziehen nach Westen oder umgekehrt wir
- wissen es nicht oder waren die Angreifer etwa den Ägyptern gar nicht so fremd wie die Inschriften aus medinethu vermuten
- lassen kam die Bedrohung von innen von Aufständischen Söldnern das würde zumindest erklären warum ihre Herkunft so schwer zu ermitteln ist liegt die
- Antwort damit in der starren Herrschaftsstruktur der frühen Hochkulturen
- der König kontrollierte einfach alles es gab zwar private Kaufleute aber der König regierte führte die Armee bestimmte den Handel und natürlich auch
- die Diplomatie der Palast kontrollierte den gesamten Ablauf des täglichen
- Lebens schinen die Könige und Königinnen gottgleichesen sein sie waren menschliche Repräsentanten der
- Götter unter ihnen kam zunächst einmal die Armee und erst dann kamen alle anderen Untertanen und jeder Manns Aufgabe lag
- darin Götter und herrsch zufrieden zu stellen Alternativen zu einem Leben in Armut und Abhängigkeit gibt es kaum nur
- die Armee bietet die Chance zu bescheidenem sozialen Aufstieg in den großen Söldnerheeren der Bronzezeit kämpfen Angehörige
- unterschiedlicher Stämme und Völker ein Krieg in der späten Bronzezeit wurde als Auseinandersetzung
- von Streitwagen geführt in einer Größenordnung von hunderten vielleicht tausenden auf jeder
- Seite die Wagenlenker und ihre Mannschaften waren gepanzert PIL und Bogen ihre Hauptbewaffnung Gefechte wurden also auf
- Distanz ausgetragen erst wenn ein gegnerischer Streitwagen getroffen war kam es zum
- Nahkampf jetzt kamen die sogenannten Läufer ins Spiel Söldner Barbaren sozusagen die aufräumtruppe der
- streitwagenheere ftruppen kommen meist aus der Unterschicht oder aus unterjochten
- Stämmen die überlieferten Bildtafeln zeigen wie gut die Herrscher für ihre Wagenlenker sorgten sie kannten jeden beim Namen und behandelten sie als
- Elite bei den Läufern ging es mehr um Masse als um Klasse sie wurden von überall her angehuert es gab also große
- Statusunterschiede in den Armeen die Heere der Hetiter und der Ägypter sind die größten ihrer Zeit
- jahrzehntelang sichert der Krieg zwischen den beiden Großmächten unzähligigen Söldnern Arbeit und Brot bis ins Jahr
- 1259 vor Christus nach dem Frieden zwischen den hetitern und ramsis dem zweiten herrschte
- Ruhe es war ganz ähnlich wie nach den Weltkriegen im 20 Jahrhundert die beteiligten Mächte unterzeichneten einen Friedensvertrag der Kriegszustand war
- damit beendet ein halbes Jahrhundert herrschte Frieden es war sicher ein Höhepunkt des Altertums und dann brach alles
- zusammen erheben sich die Söldner gegen ihre Herren als Beute und so ausbleiben werden sie von anderen angeworben
- [Musik] diese Krieger organisierten sich ohne irgendeine Zentralmacht es gab allenfalls lokale
- Anführer sie konnten tun und lassen was sie wollten keiner konnte es mit Ihnen aufnehmen mehr als 50 Jahre lang verbreiten die geheimnisvollen Seevölker
- Angst und Schrecken dai operieren sieenar en Bündnissen und Zusammensetzungen in ägyptischen Quellen finden wir Hinweise auf mehrere Wellen
- von Angriff es waren offenbar verschiedene Stämme die zwar verbündet waren aber getrennt voneinander vorgingen wir dürfen nicht nur das
- Endergebnis sehen erst die letzte Welle war eine echte Bedrohung für Ägypten [Musik] militärische Details geben die
- ägyptischen Quellen Auskunft die Seevölker waren genauso bewaffnet wie die Fußtruppen im Herdes [Musik]
- veraus sie hatten keine schweren Rüstungen und waren damit auf dem Schlachtfeld nicht so schwerfällig sie trugen nur kleine
- rundschildde aus Leder und Holz sowie einen Helm ich bin nicht mal sicher ob die Helme einen praktischen Zweck erfüllten
- oder ob sie eher einen psychologischen Effekt [Musik] hatten archäologische Funde zur
- Geschichte der Seevölker gibt es kaum umso spektakulärer mutet chistof Nowitzkis Entdeckung direkt an der Küste von Kreta an in
- kastri die bronzezeitliche Anlage unterscheidet sich deutlich von den Bergdörfern die im Inneren der Insel gefunden wurden sie ist leicht zu
- erreichen strategisch günstig gelegen und gesichert wie eine Festung hier lebten keine einfachen Bauern oder scharfhirten es ist einfach
- zu gefährlich eine kleine Gruppe von Bauern hätte sich hier nicht verteidigen können Angreifer oder Räuber hätten die Siedlung im Sturm
- genommen dafür bietet castri ideale Voraussetzungen für Raubzüge übers Meer von hier aus sind die Küsten der is zu
- erreichen wir schätzen dass hier zwei D oder vier Boote lagen mit einer Besatzung von 50 100 oder höchstens 200 Mann auf jeden Fall genug Männer für
- Überfälle und Plünderungen entlang der Küste Kretas vermutlich gab es zahlreiche solcher befestigter Stützpunkte wie in
- kastri folgt man den ägyptischen riften dann unterhielten die Seevölker im heutigen Libanon sogar eine Art Hauptlager doch für größere Angriffe
- mussten die schiffstrups zusammengeführt werden gab es also auch ein zentrales militärisches
- Kommando das Ausmaß der Zerstörungen in Anatolien und griechenland scheint mir nicht das Werk einer kleinen Wilden Truppe zu sein eher das einer
- wohlorganisierten stit macht sind die Völker also doch ehemalige Söldner geschult in den heren der Ägypter und
- [Musik] Hetiter das Erstaunliche ist doch dass diese bunt gemischte Truppe von Plünderern und Piraten mächtige reiche
- auslöschen konnte wie haben sie das angestellt das Geheimnis des Erfolgs könte darin liegen die Völker alle
- Regeln der damaligen Kriegskunst ignorierten sie greifen an verschiedenen Stellen gleichzeitig an die schwerfälligen Armeen der Großmächte
- sind nicht in der Lage darauf zu [Musik] reagieren zuerst trifft es die bündnispflichtigen
- vasalenstaaten der kleinkönig von Ugarit im Norden des heutigen Syriens schreibt alle meine Soldaten halten sich im Lande Hatti
- und meine Schiffe in Lk bisher sind sie noch nicht wiedergekommen das Land liegt offen dazu kommt die ungewöhnliche Kampftaktik der Seevölker sie haben
- weder Streitwagen noch Pferde im 13 jahrhundert vor Christus zeigte sich dass man überhaupt keine
- kostspieligen Streitwagen brauchte um Schlachten zu gewinnen Fußsoldaten el billiger und durchaus in der Lage eine Armee von Streitwagen zu
- [Musik] vernichten neben ihren Schwertern verwenden die seekrieger in der Schlacht Speere eine Waffe die bis dahin eher für
- die Jagd genutzt wird der wurfsper war eine kurze Waffe höchstens 1,20 m lang mit einer
- Metallspitze sie waren sicher nicht immer tödlich aber wenn sie trafen hinterließen sie schwere
- Verletzungen die großen Heere der Bronzezeit erweisen sich als ineffizient ihre schwere Panzerung wird zum
- Verhängnis die Wagenlenker und Bogenschützen trugen Brust und Rückenpanzer das wog sicher zwischen 15 und 20 K sie waram nichtade
- und im Nahkampf natürlich hoffnungslos unterlegen die Angreifer tragen nur Lederrüstungen und Brustpanzer ihre
- Geschwindigkeit und ihre Flexibilität geben den Ausschlag man muss nur ein Pferd treffen und der Streitwagen ist außer
- Gefecht wenn sie ih 30 bis war und ein Pferd zu Fall brachten gingen sie mit ihren Handwaffen in den Nahkampf über die Männer auf dem Wagen hatten keine
- Chance nur der Armee des Pharaos gelingt es dem Ansturm zu widerstehen in dieser Zeit gab es einen regenipomatischen Austausch und
- blühenden Handel Gold ging von Ägypten nach Nubien und zurück wurden vor allemer geliefert es war eine Periode des stetigen Austauschs von Waren und
- von Informationen die Ägypter waren so vor den seekriegern gewarnt und konnten sich
- auf die Gefahr einstellen sie verlegten ihre Hauptstadt in den Norden des Reiches um effektiver gegen die Angreifer kämpfen zu
- können vermutlich waren die Ägypter durch ihre diplomatischen Kontakte gewarnt als die anderen Mächte eine nach der anderen untergingen
- in der antiken Welt gab es ein beachtliches Spionagenetz und auch die Ägypter hatten ihre Botschafter sie wussten was auf sie zukam bevor es sie
- traf die Ägypter erkennen die einzige Schwäche der Angreifer anders als ihr Name vermuten lässt sind die Seevölker auf dem Meer ein leichter
- Gegner die Kämpfe fanden eigentlich immer an Land statt aber79 kam ramsis der dritte auf die Idee die Angreifer gar nicht erst landen
- zu lassen ägyptische Quellen berichten von einem Kampf der auf dem Wasser ausgetragen wurde ob in einer Flussmündung oder auf
- dem offenen Meer ist schwer zu sagen aber es ist die Rede von boten von Ertrinkenden und einer großen Schlacht auf dem
- Wasser auf ihren boten waren sie hilflos die Ägypter hatten ihre Bogenschützen an Land und auf Kriegsschiffen postiert ein
- Kinderspiel die Bedrohung wird abgewehrt Ägypten überlebt den Ansturm der Seevölker aber die Welt ist nicht mehr
- dieselbe in der späten Bronzezeit war die Landesverteidigung Aufgabe einer Elite aus streitwagenfahrern und Bogenschützen
- Zeit die auf die Katastrophe folgte lösten dann Fußtruppen die Streitwagen als Rückgrad der Armee [Applaus]
- ab Streitwagen wurden zwar weiterhin für Flankenangriffe eingesetzt aber der entscheidende Faktor war jetzt die
- Infanterie das rätselhafte Ende der Bronzezeit nach der Niederlage gegen Ramses den DR verschwinden die Seevölker ebenso schnell wieder im Dunkel der
- Geschichte wie Sie daraus aufgetaucht waren durch die Seevölker entsteht ein Machtvakuum indem sie die Großmächte der späten Bronzezeit ausschalteten schufen
- sie eine ganz neue Situation die alten Eliten waren ausgelöscht was blieb waren die einfachen Menschen Bauern Hirten Leibeigene doch was würden Sie jetzt
- tun Fall der Bauern und Schafzüchter von Kreta ist der archäologische Befund eindeutig sie kehren nach und nach zurück in die fruchtbaren tieferen
- Landstriche der [Musik] Insel als die Zeiten im 12 Jahrhundert vor Christus wieder sicherer wurden
- siedelten die Menschen auf einen tiefer gelegenen Bergrücken um anderthalb Kilometer von hier und näher an ihren Feldern
- nach dem Untergang der alten Mächte breiten sich andere Stämme ungehindert aus neue Königreiche [Musik]
- entstehen wo aber bleiben die Seevölker die Ägypter berichten dass sie einige der Überlebenden in Ägypten oder
- in Kanaan ansiedelten jüere zenen die Stadt do in Israel als Stadt der tcker und die pelester
- siedelten in Kanaan aus ihnen wurden die Philister ob überhaupt Siedlungen der seekrieger die Zeiten überdauerten ist
- umstritten zumal sie kein in sich geschlossenes homogenes Volk [Musik]
- waren für die Überlebenden der Striche war es ja auf die einzige Möglichkeit sich den seevölkern anzuschließen also jenen Angreifern die gerade ihre Kultur
- zerstört hatten deshalb fanden sich bei den seevölkern wohl auch viele Mykener Minoer und auch
- hetit die Reihen der Angreifer wurden aufgefüllt mit Kriegern der Besiegten Zivilisationen [Musik]
- aus den Ruinen der Bronzezeit entsteht eine neue Ordnung die Zukunft gehört Phöniziern Assyrern und Griechen die Seevölker hatten die alte
- Welt zerstört aber genau das schuf nun Möglichkeiten für jene die vorher keine hatten den Aufstieg Israels und Judäas unter den Königen David und Salomon
- hätte es woh nie gegeben wen die der brzeit nicht unteregangen wären die Seevölker zerstörten das alte und bereiteten den Weg für das
- neue die jüngsten Forschungen haben Licht gebracht ins Dunkel jener Zeit doch es bleiben große Rätsel ich glaube nicht dass schistof
- die Antwort hat aber er ist nicht dran sie zu finden ich glaube es gab verschiedene Gründe die Seevölker hatten Glück und kamen
- genau zur rechten Zeit vermutlich haben ihnen Naturkatastrophen den Weg geebnet seien es Dürre Perioden oder Erdbeben Archäologen sprechen hier von
- einer Art Systemzusammenbruch ein oder zwei der Faktoren alleine hätten den Untergang so mächtiger reiche vermutlich nicht
- verursacht aber ad haben sie eine gewaltige Wirkung Völker nutzen eine schwächeepase der alten Hochkulturen aus die es vorher so nie gegeben
- hatte am Mittelmeer wird weiter gegraben auf der Suche nach Antworten nach Lösungen für das große Rätsel um die Apokalypse am Ende der
- Bronzezeit oft in der Geschichte gibt es nicht die eine klare Antwort sondern eher ein ganzes Bündel mannigfacher Ursachen allein die Folgen gelten als
- gesichert der kulturelle Einschnitt Tiefpunkt dauerte Jahrhunderte erst mit den Stadtstaaten in Griechenland und mit der Gründung Roms im 8 jahrhundert vor
- Christus begann eine neue blöte im Mittelmeerraum die große Zeit der Antike sie Werte mehr als 1000 Jahre bis erneut ein eher dunkles Zeitalter begann
- Zivilisationen sind nicht ewig auch die unsere nicht bis bald und bleiben Sie uns treu
- [Musik]