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Apokalypse in der Bronzezeit Das Ende der ersten Hochkulturen ZDF History Dokumentation deutsch

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Transkriptautomatisch erstellt · 238 Zeilen
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  1. [Musik] Detektive der Vergangenheit ungelöste
  2. Fälle bewegendes Schicksal große Geschichte ZDF history mit Guido
  3. [Musik] kN die Apokalypse das Ende der Welt zeihung gefürchtet in fast allen Kulturkreisen vor gut 3000 Jahren wird
  4. sie Realität die ersten Hochkulturen versinken in Chaos und Tod die Ursache ist bis heute
  5. unbekannt liebe Zuschauer willkommen heute wollen wir sie entführen in eine Zeit des Untergangs von der wir bis vor ein paar Jahren nahzu nichts wussten die
  6. Jahrhunderte bis zum Beginn des letzten Jahrtausends vor Christus da verschwinden auf einmal mächtige reiche völlig von der Bildfläche die Hochkultur
  7. der Hetiter versinkt in Griechenland geht Mykene unter auf Greta zerfallen die stolzen Paläste der Mino selbst die antike Supermacht Ägypten steckt in
  8. schweren Krisen was war schuld an diesem Niedergang Naturkatastrophen ein Klimawandel oder eine Art antiker Völkerwanderung Mars marsuki vom History
  9. Channel nimmt uns mit auf eine spannende Spurensuche es ist das größte Rätsel der Altertumsforschung warum geht die Bronzezeit im Mittelmeerraum so
  10. plötzlich zu Ende Antworten finden sich vor allem unter der Erde Relikte und Ruinen zeugen
  11. von einer Katastrophe die niemand kommen [Musik] sah es ist die Zeit der ersten
  12. Hochkulturen im zweiten Jahrtausend vor Christus konzentriert sich der Fortschritt zwischen dem Schwarzen Meer Ägypten und
  13. Babylon in der sind mächtige reiche entstanden mykena und Mino stellen die schlagkräftigsten Truppen der Epoche ihre Kunst und ihre
  14. Bauten zählen zum modernsten was die Bronzezeit zu bieten hat bei Luxor lässt der Pharao ramsis ein monumentales Symbol ägyptischer
  15. Kultur erichten die Tempel von [Musik] Karnak die kriegerischen Hetiter herrschen über Kleinasien und
  16. Vasallenstaaten im nördlichen Syrien während die Stadtstaaten in Kanaan die wichtigen Handelsrouten der bsezeit
  17. [Musik] kontrollieren es ist eine ferne fremde Welt mit unzähligen kleinkönigen veriedenen kulturellen
  18. Schwerpunkten doch als die ersten systematischen Ausgrabungen vor rund 80 Jahren unternommen werden zeigen fast alle Städten der späten Bronzezeit das
  19. gleiche [Musik] Muster wir fanden überall Zerstörung fast alle Städte und Paläste waren
  20. betroffen aus unterschiedlichen Gründen Spuren der Verwüstung im gesamten östlichen Mittelmeerraum fast alle stammen aus dem gleichen Zeitraum
  21. der zweiten Hälfte des 13 jahrhunderts vor [Musik] Christus in nur 50 Jahren gehen vier
  22. große Kulturen unter Mykene und Kanaan verschwinden ebenso die Minoa und die Hetiter Ägypten wird so geschwächt dass es sich nie wieder erholt das ist schon
  23. bemerkenswert es sind die Supermächte von damals und alle werden innerhalb weniger Generationen zerstört
  24. der Beginn der 19 Dynastie in Ägypten ist geprägt von großen Bauvorhaben und immensem Wohlstand aber dann kommen die ersten Einbrüche in der Wirtschaft in
  25. der Religion überall Anzeichen der Krise unter Rams dem dritten setzt dann eine verheerende Inflation
  26. ein diebauten werden deutlich kleiner Ste geht zurück Ägyptens Selbstvertrauen scheint nachhaltig
  27. erschüttert aus dieser Zeit gibt es erstmals überlieferte Bittgebete an die Götter gott hilf mir so etwas gab es vorhin
  28. [Musik] nicht das 13 jahrhundert vor Christus die erste alphabetische Schrift entsteht die ersten Noten für Musikinstrumente
  29. werden aufgeschrieben dann aber um das Jahr 12 bricht die schriftliche Überlieferung plötzlich ab ein dunkles Zeitalter
  30. [Musik] beginnt der Begriff dunkles Zeitalter steht für zwei Bedeutungen auf der einen Seite gibt es diesen abrupten
  31. Kulturverlust im östlichen Mittelmeerraum ganze Zivilisationen verschwanden für mehrere hundert Jahre in Griechenland ging die Schrift wieder
  32. verloren und die Fähigkeit große zu errichten diese Phase dauerte Z bis 300 Jahre aber auf der anderen Seite ist das natürlich auch für uns Historiker ein im
  33. wahrsten Sinne dunkles Zeitalter ohne schriftliche Zeugnisse muss sich die Forschung vor allem auf
  34. Bodenfunde stützen um das Jahr 1200 kommt es zu massiven Migrationsbewegungen im östlichen Mittelmeerraum auf Kreta verweisen die
  35. Küstenregionen die Bewohner ziehen um ins Innere der Insel eine Gegend die bis dahin nur von Bauern und scharfhirten bewohnt
  36. wird die nördliche Landenge das Gebiet hinter mir scheint in mykenischer Zeit nicht oder nur sehr dünn besiedelt gewesen zu sein es gab da höchstens ein
  37. paar einzelne Behausungen und im frühen 12 Jahrhundert vor Christus wächst die Bevölkerung hier plötzlich stark an aber woher die Menschen kamen und warum sie
  38. hier siedelten ist ungewiss von den Städten aus denen die Siedler kamen finden Archäologen nur Ruinen und
  39. Brandspuren war es eine Flucht es kann sehr schwer sein den Grund für solche Zerstörungen zu finden
  40. man erkennt zwar die Spuren der Verwüstungen Asche verbranntes Holz menschliche Überreste aber die Ursache ist völlig offen
  41. die Antwort findet sich nicht in den Ruinen an der Küste Kretas sondern in den unzugänglichen Gebirgen des Hinterlandes das glaubt zumindest der
  42. polnische Archäologe Kristof notzki 1983 kam er als Student nach Kreta seitdem hat er hier dutzende
  43. Siedlungen aus der späten Bronzezeit untersucht und Hinweise gefunden die eine völlig neue Erklärung liefern können für den Beginn des dunklen alters
  44. um 12 vor Christus warum finden sich die schweren Zerstörungen vor allem in den
  45. Küstenstädten weshalb verließen die Menschen ihre fruchtbare Heimat in der Nähe des Meeres und zogen ins karge Innere der
  46. Insel seine erste Grabung unternimmt Nowitzki 1983 im Osten von Kreta in einer bonsezeitlichen Siedlung auf dem Berg KFI 1100 m über dem
  47. Meeresspiegel wer hier wohnte und welchem Zweck eine Siedlung so hoch oben diente ist unter Forschern heftig
  48. umstritten war es ein ritueller Ort eines der vielen minoischen bergheiligtümer auf Kreta John pendleber ein britischer
  49. Archäologe als erster Überreste der Siedlung auf KI er glaubte dass hier nur im Sommer Menschen wohnten im Winter sei es auf
  50. dem Berg schlicht zu kalt KOF notzki hat inzwischen weite Teile der gesamten Anlage freigelegt er kommt zu einem anderen
  51. Ergebnis das interessante an den Häusern auff ist dass sie sehr solide gebaut sind das deutet darauin diewohner D lebenollten es waren dauerhafte
  52. Wohnsitze eine These die für Aufsehen sorgt reichen die mehr als 3000 Jahre alten Pfunde für so weitgehende
  53. Schlüsse bei den ausgabungen wurden bis 30 Häuser gefunden die Überreste sind schlecht erhalten aber man kann noch immer die erkennen einzelne Häuser und
  54. ihre räumefi war eine große Siedlung kein kleines Dorf hier lebten wahrscheinlich
  55. 120 bis 150 Familien also zwischen 600 und 1200 Menschen Trinkwasser Nahrung Brennholz dauerhaftes Überleben in dieser Höhe ein
  56. Rätsel aus der Bronzezeit [Musik] eine so große Siedlung erwartet man hier nicht auf einem Felsen und in dieser
  57. Höhe wir sitzen hier gerade bei 35° aber im Winter ist es stürmisch und kalt hier zu leben war sicher nicht
  58. angenehm Mens auf daha icher aber warum wir müssen tatsächlich fragen weshalb die Menschen hierher gekommen
  59. sind warum sie ihre Häuser an einem Ort gebaut haben der so schwer zu erreichen ist warum sie ihre Familien dorthin brachten und ihr gesamtes
  60. Wirtschaftssystem verlagerten ausgerechnet in diese Berge die C14 Analyse von Keramikfunden aoscfi erlaubt eine genaue Datierung der
  61. Siedlungszeit das Ergebnis 12 Jahre vor Christus die Zeit der großen [Musik]
  62. Wüstungen in den Jahrzehnten davor lebten die Menschen noch in den Ebenen und Tälern in der Nähe des Meeres um das Jahr 12 vor Christus
  63. wurden viele dieser ungeschützten Siedlungen zerstört oder aufgegeben was könnte eine blühende Zivilisation von der Küste in die Berge
  64. Treiben in den sperlichen schriftlichen Quellen findet sich keine eindeutige Ursache Nährboden für
  65. Spekulationen es gibt die verrücktesten Theorien zum Ende der bronzeit Vulkane Außerirdische alles
  66. mögliche eine Naturkatastrophe für einige Experten der nahliegenste Verdacht ja eine Dürre gilt als mögliche Erklärung demnach hat sich eine
  67. Trockenperiode über die eges und den ganzen Mittelmeerraum erstreckt und eine Völkerwanderung ausgelöst tatsächlich sank der Meeresspiegel gegen Ende der
  68. Bronzezeit beträchtlich oder war es ein verheerendes Erdbeben wie es in der seismisch sensiblen Region
  69. zwischen Bosporus und eges immer wieder [Musik] auftritt in der späten Bronzezeit wurden eine ganze Reihe historischer Städten
  70. innerhalb von nur 50 Jahren durch Erdbeben zerstört Mykene und Troja se wurden durch Erdbeben zerstört möglicherweise wurden noch Ugarit und
  71. megido im heutigen Israel von Beben vernichtet aber es kann nicht nur ein einziges großes Erdbeben gewesen sein das die
  72. bronzeit beendete denn diese Städten gingen nicht gleichzeitig unter sondern in einem Zeitraum von 50 Jahren keine singuläre große Katastrophe
  73. also aber eine ungewöhnliche Häufung von Ereignissen Geophysiker sprechen von einer erdbeberie oder einem
  74. Erdbeben einemchen ben den angesten Druck einer tektonischen Verwerfung nicht ausgleicht es kommt zu weiteren Beben
  75. ein Jahr später 10 Jahre später wenn die Verwerfungen entlang einer Linie von Ost nach West oder Nord nach Süd aufbrechen kann es zu einer solchen bebenserie
  76. kommen die zwischen 30 und 60 Jahren dauert viele der den lagen am Rande solcher
  77. Verwerfung wenn man die Lage der Städte die am Ende der Bronzezeit zerstört wurden mit den seismisch aktiven Zonen vergleicht ergeben sich erstaunliche
  78. Übereinstimmungen die erdbebentheorie stößt in der Fachwelt auf ein geteiltes
  79. Echo Menschen erholen sich schnell von Erdbeben das ist oft genug bewiesen worden auch von wiederholten Beben auch für die Entdeckungen von
  80. Christof Nowitzki auf dem Berg KFI bieten Erdbeben keine zufriedenstellende [Musik]
  81. Erklärung das erklärt ja nicht warum die Menschen ihr Dorf auf die Spitze eines 1100 m hohen Berges verlegt haben warum flieht man vor einem Erdbeben auf einen
  82. Felsen diese Menschen sind nicht vor einer Naturkatastrophe geflüchtet das ergibt keinen
  83. Sinn für Nowitzki sind die bergsiedlungen auf Kreta eine Art letzte [Musik] Zuflucht doch die Menschen flohen nicht
  84. vor feindlicher [Applaus] [Musik] Naturgewalt es gib kein warum man an
  85. einem felsigen Abgrund oder auf einer steinigen Kuppe Leben sollte außer wenn man durch andere Menschen bedroht
  86. [Musik] wird sollte nowizkis Theorie zutreffen müssten sich in den Bergen der eges weitere Fluchtorte und Festungen
  87. finden und es müsste Hinweise geben auf die Identität der Angreifer woher kamen sie über welche technischen und militärischen Fähigkeiten verfügten
  88. sie wie konnten sie die Großmächte der Bronzezeit eine nach der anderen herausfordern und besiegen und in welchem Zusammenhang stehen ihre
  89. Angriffe mit den nachweisbaren Naturkatastrophen jener Zeit [Musik]
  90. eine erste Spur findet sich im nordsyrischen Ugarit archäologen fanden dort in den 30er Jahren eine Tontafel die damals
  91. niemand erklären konnte die Tafel sollte den König der Stadt vor Gefahr warnen der Feind wird dich von See angreifen umgb deine Orte mit Mauern und erwarte
  92. ihn mit Soldaten und Streitwagen eine andere Tafel aus Ugarit verzeichnet einen verzweifelten
  93. Hilferuf der König von Ugarit schreibt mein Vater sieben Schiffe des Feindes haben meinem Reich großen Schaden zugefügt gib Zeichen wenn Du weitere
  94. kommen siehst die Tafel ist in einem Brennofen gefunden worden und nie abgeschickt worden vermutlich kamen die feundlichen Schiffe dem zuvor und haben
  95. die stad zerstört wer aber sind die üers Meer kommen nur eine Kultur entgeht der
  96. Apokalypse am Ende der branchezeit und kann über die Identität der geheimnisvollen Angreifer berichten ägyptische Hieroglyphen nennen sie die
  97. [Musik] Seevölker alles was wir über Erscheinung und Herkunft dieser Seevölker wissen
  98. wissen wir von den Ägyptern sie hinterließen in steinemeißelte Texte und auch bildhafte Darstellung man kann erkennen welche
  99. Helme sie trug welchen Haarschmuck sie waren offenbar mit Ochsenkarren unterwegs manchmal mit der ganzen Familie mit Frauen Kindern allem
  100. Hab und Gut es war wohl eine regelrechte Völkerwanderung die den gesamtenstlichen
  101. um erfas jede Kultur der Region auch die Großen und Mächtigen wie die Ägypter wurden vom Ansturm der Seevölker erschüttert dabei ging es um Beute und
  102. um Land zum siedeln der Ansturm der sogenannten Seevölker um 1200 vor Christus passt
  103. genau in die Theorie des Archäologen sind die Bewohner von KI also tatsächlich vor flüchtet die vom Meer
  104. Herken wenn das so ist muss es auf Kreta noch weitere Höhensiedlungen aus der Bronzezeit
  105. geben 20 Jahre hat der polnische Forscher die Berge der Insel abgesucht mit sperlichen Mitteln jahrelang hat er nicht mehr gefunden als in den Fels
  106. geschlagene Stufen dann Ende der 80er Jahre endlich der erhoffte Durchbruch auf der Spitze eines unzugänglichen
  107. Berges im Osten Kretas entdeckt Nowitzki eine weitere brausezeitliche Siedlung wie KFI liegt auch sie versteckt und schwer erreichbar inmitten
  108. eines Kalksteingebirges ihr Name ist katalimata endlich der langersehnte Beweis Nowi sieht sich nah am Ziel er lt seinen
  109. Kollegen Donald heis die Grabungsstelle ein um mit ihm die Bedeutung des Fundes zu
  110. diskutieren das ist schon außergewöhnlich die Gebäude wurden auf diesen schroffen Kalksteinklippen hoch über der Ebene erbaut um dorthin zuuk
  111. kommmen muss man einen Steilhang raufklettern viele Höhenmeter nach oben vom kam aus führt dann nur ein schmaler Weg zur Siedlung
  112. über den schmalen Pfad mussten auch die Flüchtlinge ihre habe Stück für Stück tragen Kilometer weit über gefährliche Klippen die Funde geben Aufschluss
  113. darüber wer hier Zuflucht fand einfache Leute vermutlich Bauern und scharfhirten aus weit entfernten
  114. Täler die Forscher stoßen auf Grundmauern Keramik und in den Fels geschlagene Gräber um ihr Vieh und ihre Felder konnten sich die Bewohner wohl
  115. nur kümmern wenn die Zeiten sicher waren bei unseren Grabungen fanden wir starke Indizien für eine langfristige
  116. Nutzung der Siedlung dabei ist auch das hier ein unwirdlicher Ort kaum geeignet zum Leben der Zweck der Siedlung ist wie auf
  117. KFI offensichtlich katalimata bietet keine Annehmlichkeit dafür aber Schutz
  118. für Eindringlinge ist das hier ein Albtraum wenn man das Gelände nicht kennt wird es sehr schwer die Siedlung überhaupt zu
  119. finden in gewissem Sinne sind das Festungen sie nutzten die natürlichen Gegebenheiten und errichteten dazu noch regelrechte
  120. Befestigungswerke von der Höhensiedlung aus können Angreifer schon auf mehrere Kilometer Entfernung ausgemacht werden erst recht wenn sie über das Meer
  121. kommen wertvolle Zeit für die [Applaus] [Musik]
  122. Verteidigung selbst wenn Angreifer den Weg hierher gefunden hätten wären sie leicht aufzuhalten gewesen ein paar Männer reichen hier aus um eine große
  123. Gruppe von Feinden abzuwehren katalimata ist nach Kafi die zweite Höhensiedlung die auf Kreta
  124. entdeckt wird seitdem hat Kristof Nowitzki mehr als 2000 weitere Berge und Höhenzüge untersucht und mehr als 80 Siedlungen
  125. entdeckt alle sind rund um das Jahr 1200 vor Christus entstanden und alle richten sich gegen Angriffe die vom Meer herkommen
  126. [Applaus] woher wissen wir dass sich die Menschen vor denen fürchteten die übers Meer kam und nicht vor ihrre Nachbarn die
  127. archäologischen Befunde geben hier eine gute Antwort ist zu den Bergen hin völlig offen und ungeschützt von dort
  128. erwarteten sie offenbar keinen Angriff sie fürchteten sich vor Kriegern die übers Meer kamen
  129. die Existenz der rätselhaften Seevölker gilt heute als gesichert völlig unklar ist dagegen woher sie kommen und wohin sie so plötzlich verschwinden im
  130. sogenannten dunklen Zeitalter eine Spur findet sich im alten Ägypten 1980 vor Christus siegt Pharao
  131. ramsis dr in einer großen Schlacht über die Seevölker im Totentempel des Pharaos von Medinet Habu bei teben werden die Besiegten
  132. dargestellt eine Inschrift nennt fremdartige Namen wie chardana Zeka und siikula die meisten Theorien über die Herkunft der Seevölker beruhen auf
  133. Sprachforschung und leiten sich von überlieferten Namen ab aber das ist natürlich sehr problematisch dieakal et aus Sizilien kommen kamen sie wirklich
  134. von dort oder gingen sie erst nach ihrer Niederlage dorthin die Herkunft der Seevölker gehört zu den spannendsten offenen
  135. Fragen der Bronzezeit manche Forscher vermuten ihre Heimat in Kleinasien und Nordsyrien andere sind überzeugt dass
  136. ihre Kriegszüge von Sardinien und Sizilien ausgingen kommen die Seevölker aus dem Osten und ziehen nach Westen oder umgekehrt wir
  137. wissen es nicht oder waren die Angreifer etwa den Ägyptern gar nicht so fremd wie die Inschriften aus medinethu vermuten
  138. lassen kam die Bedrohung von innen von Aufständischen Söldnern das würde zumindest erklären warum ihre Herkunft so schwer zu ermitteln ist liegt die
  139. Antwort damit in der starren Herrschaftsstruktur der frühen Hochkulturen
  140. der König kontrollierte einfach alles es gab zwar private Kaufleute aber der König regierte führte die Armee bestimmte den Handel und natürlich auch
  141. die Diplomatie der Palast kontrollierte den gesamten Ablauf des täglichen
  142. Lebens schinen die Könige und Königinnen gottgleichesen sein sie waren menschliche Repräsentanten der
  143. Götter unter ihnen kam zunächst einmal die Armee und erst dann kamen alle anderen Untertanen und jeder Manns Aufgabe lag
  144. darin Götter und herrsch zufrieden zu stellen Alternativen zu einem Leben in Armut und Abhängigkeit gibt es kaum nur
  145. die Armee bietet die Chance zu bescheidenem sozialen Aufstieg in den großen Söldnerheeren der Bronzezeit kämpfen Angehörige
  146. unterschiedlicher Stämme und Völker ein Krieg in der späten Bronzezeit wurde als Auseinandersetzung
  147. von Streitwagen geführt in einer Größenordnung von hunderten vielleicht tausenden auf jeder
  148. Seite die Wagenlenker und ihre Mannschaften waren gepanzert PIL und Bogen ihre Hauptbewaffnung Gefechte wurden also auf
  149. Distanz ausgetragen erst wenn ein gegnerischer Streitwagen getroffen war kam es zum
  150. Nahkampf jetzt kamen die sogenannten Läufer ins Spiel Söldner Barbaren sozusagen die aufräumtruppe der
  151. streitwagenheere ftruppen kommen meist aus der Unterschicht oder aus unterjochten
  152. Stämmen die überlieferten Bildtafeln zeigen wie gut die Herrscher für ihre Wagenlenker sorgten sie kannten jeden beim Namen und behandelten sie als
  153. Elite bei den Läufern ging es mehr um Masse als um Klasse sie wurden von überall her angehuert es gab also große
  154. Statusunterschiede in den Armeen die Heere der Hetiter und der Ägypter sind die größten ihrer Zeit
  155. jahrzehntelang sichert der Krieg zwischen den beiden Großmächten unzähligigen Söldnern Arbeit und Brot bis ins Jahr
  156. 1259 vor Christus nach dem Frieden zwischen den hetitern und ramsis dem zweiten herrschte
  157. Ruhe es war ganz ähnlich wie nach den Weltkriegen im 20 Jahrhundert die beteiligten Mächte unterzeichneten einen Friedensvertrag der Kriegszustand war
  158. damit beendet ein halbes Jahrhundert herrschte Frieden es war sicher ein Höhepunkt des Altertums und dann brach alles
  159. zusammen erheben sich die Söldner gegen ihre Herren als Beute und so ausbleiben werden sie von anderen angeworben
  160. [Musik] diese Krieger organisierten sich ohne irgendeine Zentralmacht es gab allenfalls lokale
  161. Anführer sie konnten tun und lassen was sie wollten keiner konnte es mit Ihnen aufnehmen mehr als 50 Jahre lang verbreiten die geheimnisvollen Seevölker
  162. Angst und Schrecken dai operieren sieenar en Bündnissen und Zusammensetzungen in ägyptischen Quellen finden wir Hinweise auf mehrere Wellen
  163. von Angriff es waren offenbar verschiedene Stämme die zwar verbündet waren aber getrennt voneinander vorgingen wir dürfen nicht nur das
  164. Endergebnis sehen erst die letzte Welle war eine echte Bedrohung für Ägypten [Musik] militärische Details geben die
  165. ägyptischen Quellen Auskunft die Seevölker waren genauso bewaffnet wie die Fußtruppen im Herdes [Musik]
  166. veraus sie hatten keine schweren Rüstungen und waren damit auf dem Schlachtfeld nicht so schwerfällig sie trugen nur kleine
  167. rundschildde aus Leder und Holz sowie einen Helm ich bin nicht mal sicher ob die Helme einen praktischen Zweck erfüllten
  168. oder ob sie eher einen psychologischen Effekt [Musik] hatten archäologische Funde zur
  169. Geschichte der Seevölker gibt es kaum umso spektakulärer mutet chistof Nowitzkis Entdeckung direkt an der Küste von Kreta an in
  170. kastri die bronzezeitliche Anlage unterscheidet sich deutlich von den Bergdörfern die im Inneren der Insel gefunden wurden sie ist leicht zu
  171. erreichen strategisch günstig gelegen und gesichert wie eine Festung hier lebten keine einfachen Bauern oder scharfhirten es ist einfach
  172. zu gefährlich eine kleine Gruppe von Bauern hätte sich hier nicht verteidigen können Angreifer oder Räuber hätten die Siedlung im Sturm
  173. genommen dafür bietet castri ideale Voraussetzungen für Raubzüge übers Meer von hier aus sind die Küsten der is zu
  174. erreichen wir schätzen dass hier zwei D oder vier Boote lagen mit einer Besatzung von 50 100 oder höchstens 200 Mann auf jeden Fall genug Männer für
  175. Überfälle und Plünderungen entlang der Küste Kretas vermutlich gab es zahlreiche solcher befestigter Stützpunkte wie in
  176. kastri folgt man den ägyptischen riften dann unterhielten die Seevölker im heutigen Libanon sogar eine Art Hauptlager doch für größere Angriffe
  177. mussten die schiffstrups zusammengeführt werden gab es also auch ein zentrales militärisches
  178. Kommando das Ausmaß der Zerstörungen in Anatolien und griechenland scheint mir nicht das Werk einer kleinen Wilden Truppe zu sein eher das einer
  179. wohlorganisierten stit macht sind die Völker also doch ehemalige Söldner geschult in den heren der Ägypter und
  180. [Musik] Hetiter das Erstaunliche ist doch dass diese bunt gemischte Truppe von Plünderern und Piraten mächtige reiche
  181. auslöschen konnte wie haben sie das angestellt das Geheimnis des Erfolgs könte darin liegen die Völker alle
  182. Regeln der damaligen Kriegskunst ignorierten sie greifen an verschiedenen Stellen gleichzeitig an die schwerfälligen Armeen der Großmächte
  183. sind nicht in der Lage darauf zu [Musik] reagieren zuerst trifft es die bündnispflichtigen
  184. vasalenstaaten der kleinkönig von Ugarit im Norden des heutigen Syriens schreibt alle meine Soldaten halten sich im Lande Hatti
  185. und meine Schiffe in Lk bisher sind sie noch nicht wiedergekommen das Land liegt offen dazu kommt die ungewöhnliche Kampftaktik der Seevölker sie haben
  186. weder Streitwagen noch Pferde im 13 jahrhundert vor Christus zeigte sich dass man überhaupt keine
  187. kostspieligen Streitwagen brauchte um Schlachten zu gewinnen Fußsoldaten el billiger und durchaus in der Lage eine Armee von Streitwagen zu
  188. [Musik] vernichten neben ihren Schwertern verwenden die seekrieger in der Schlacht Speere eine Waffe die bis dahin eher für
  189. die Jagd genutzt wird der wurfsper war eine kurze Waffe höchstens 1,20 m lang mit einer
  190. Metallspitze sie waren sicher nicht immer tödlich aber wenn sie trafen hinterließen sie schwere
  191. Verletzungen die großen Heere der Bronzezeit erweisen sich als ineffizient ihre schwere Panzerung wird zum
  192. Verhängnis die Wagenlenker und Bogenschützen trugen Brust und Rückenpanzer das wog sicher zwischen 15 und 20 K sie waram nichtade
  193. und im Nahkampf natürlich hoffnungslos unterlegen die Angreifer tragen nur Lederrüstungen und Brustpanzer ihre
  194. Geschwindigkeit und ihre Flexibilität geben den Ausschlag man muss nur ein Pferd treffen und der Streitwagen ist außer
  195. Gefecht wenn sie ih 30 bis war und ein Pferd zu Fall brachten gingen sie mit ihren Handwaffen in den Nahkampf über die Männer auf dem Wagen hatten keine
  196. Chance nur der Armee des Pharaos gelingt es dem Ansturm zu widerstehen in dieser Zeit gab es einen regenipomatischen Austausch und
  197. blühenden Handel Gold ging von Ägypten nach Nubien und zurück wurden vor allemer geliefert es war eine Periode des stetigen Austauschs von Waren und
  198. von Informationen die Ägypter waren so vor den seekriegern gewarnt und konnten sich
  199. auf die Gefahr einstellen sie verlegten ihre Hauptstadt in den Norden des Reiches um effektiver gegen die Angreifer kämpfen zu
  200. können vermutlich waren die Ägypter durch ihre diplomatischen Kontakte gewarnt als die anderen Mächte eine nach der anderen untergingen
  201. in der antiken Welt gab es ein beachtliches Spionagenetz und auch die Ägypter hatten ihre Botschafter sie wussten was auf sie zukam bevor es sie
  202. traf die Ägypter erkennen die einzige Schwäche der Angreifer anders als ihr Name vermuten lässt sind die Seevölker auf dem Meer ein leichter
  203. Gegner die Kämpfe fanden eigentlich immer an Land statt aber79 kam ramsis der dritte auf die Idee die Angreifer gar nicht erst landen
  204. zu lassen ägyptische Quellen berichten von einem Kampf der auf dem Wasser ausgetragen wurde ob in einer Flussmündung oder auf
  205. dem offenen Meer ist schwer zu sagen aber es ist die Rede von boten von Ertrinkenden und einer großen Schlacht auf dem
  206. Wasser auf ihren boten waren sie hilflos die Ägypter hatten ihre Bogenschützen an Land und auf Kriegsschiffen postiert ein
  207. Kinderspiel die Bedrohung wird abgewehrt Ägypten überlebt den Ansturm der Seevölker aber die Welt ist nicht mehr
  208. dieselbe in der späten Bronzezeit war die Landesverteidigung Aufgabe einer Elite aus streitwagenfahrern und Bogenschützen
  209. Zeit die auf die Katastrophe folgte lösten dann Fußtruppen die Streitwagen als Rückgrad der Armee [Applaus]
  210. ab Streitwagen wurden zwar weiterhin für Flankenangriffe eingesetzt aber der entscheidende Faktor war jetzt die
  211. Infanterie das rätselhafte Ende der Bronzezeit nach der Niederlage gegen Ramses den DR verschwinden die Seevölker ebenso schnell wieder im Dunkel der
  212. Geschichte wie Sie daraus aufgetaucht waren durch die Seevölker entsteht ein Machtvakuum indem sie die Großmächte der späten Bronzezeit ausschalteten schufen
  213. sie eine ganz neue Situation die alten Eliten waren ausgelöscht was blieb waren die einfachen Menschen Bauern Hirten Leibeigene doch was würden Sie jetzt
  214. tun Fall der Bauern und Schafzüchter von Kreta ist der archäologische Befund eindeutig sie kehren nach und nach zurück in die fruchtbaren tieferen
  215. Landstriche der [Musik] Insel als die Zeiten im 12 Jahrhundert vor Christus wieder sicherer wurden
  216. siedelten die Menschen auf einen tiefer gelegenen Bergrücken um anderthalb Kilometer von hier und näher an ihren Feldern
  217. nach dem Untergang der alten Mächte breiten sich andere Stämme ungehindert aus neue Königreiche [Musik]
  218. entstehen wo aber bleiben die Seevölker die Ägypter berichten dass sie einige der Überlebenden in Ägypten oder
  219. in Kanaan ansiedelten jüere zenen die Stadt do in Israel als Stadt der tcker und die pelester
  220. siedelten in Kanaan aus ihnen wurden die Philister ob überhaupt Siedlungen der seekrieger die Zeiten überdauerten ist
  221. umstritten zumal sie kein in sich geschlossenes homogenes Volk [Musik]
  222. waren für die Überlebenden der Striche war es ja auf die einzige Möglichkeit sich den seevölkern anzuschließen also jenen Angreifern die gerade ihre Kultur
  223. zerstört hatten deshalb fanden sich bei den seevölkern wohl auch viele Mykener Minoer und auch
  224. hetit die Reihen der Angreifer wurden aufgefüllt mit Kriegern der Besiegten Zivilisationen [Musik]
  225. aus den Ruinen der Bronzezeit entsteht eine neue Ordnung die Zukunft gehört Phöniziern Assyrern und Griechen die Seevölker hatten die alte
  226. Welt zerstört aber genau das schuf nun Möglichkeiten für jene die vorher keine hatten den Aufstieg Israels und Judäas unter den Königen David und Salomon
  227. hätte es woh nie gegeben wen die der brzeit nicht unteregangen wären die Seevölker zerstörten das alte und bereiteten den Weg für das
  228. neue die jüngsten Forschungen haben Licht gebracht ins Dunkel jener Zeit doch es bleiben große Rätsel ich glaube nicht dass schistof
  229. die Antwort hat aber er ist nicht dran sie zu finden ich glaube es gab verschiedene Gründe die Seevölker hatten Glück und kamen
  230. genau zur rechten Zeit vermutlich haben ihnen Naturkatastrophen den Weg geebnet seien es Dürre Perioden oder Erdbeben Archäologen sprechen hier von
  231. einer Art Systemzusammenbruch ein oder zwei der Faktoren alleine hätten den Untergang so mächtiger reiche vermutlich nicht
  232. verursacht aber ad haben sie eine gewaltige Wirkung Völker nutzen eine schwächeepase der alten Hochkulturen aus die es vorher so nie gegeben
  233. hatte am Mittelmeer wird weiter gegraben auf der Suche nach Antworten nach Lösungen für das große Rätsel um die Apokalypse am Ende der
  234. Bronzezeit oft in der Geschichte gibt es nicht die eine klare Antwort sondern eher ein ganzes Bündel mannigfacher Ursachen allein die Folgen gelten als
  235. gesichert der kulturelle Einschnitt Tiefpunkt dauerte Jahrhunderte erst mit den Stadtstaaten in Griechenland und mit der Gründung Roms im 8 jahrhundert vor
  236. Christus begann eine neue blöte im Mittelmeerraum die große Zeit der Antike sie Werte mehr als 1000 Jahre bis erneut ein eher dunkles Zeitalter begann
  237. Zivilisationen sind nicht ewig auch die unsere nicht bis bald und bleiben Sie uns treu
  238. [Musik]