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Skye Rover - Von Himmel und Hölle, 2021 I Kurzgeschichte zu Religion und Glauben

Elena Bilingual5:21 23 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 30 Zeilen
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  1. von himmel und hölle eine kurzgeschichte von sky rover aber sprich nur ein wort dann wird meine seele gesund wenn es so einfach wäre
  2. einen tiefen atemzug nehmend lehnte ich mich zurück und ließ meinen blick durch die kirche wandern in etlichen reihen der kirchenbänke knieten sowohl männer
  3. als auch frauen demütig ihre hände gefaltet den kopf gesenkt und des pfarrers worte nach murmelnd der mit ausgebreiteten armen hinter dem altar
  4. stand ich glaube mir wird schlecht hier waren sie alle versammelt gebückt und reumütig nach außen hin perfekt erzogen
  5. doch ich wusste es besser ich hatte sie beobachtet jeden von ihnen in ihrem alltag
  6. es waren menschen mit gebrochenen seelen nur anstatt sich dies einzugestehen taten sie als wäre alles in bester ordnung
  7. währenddessen übertrugen sie ihren seelenschmerz auf die schwächeren auf die kinder die frauen die sensiblen die sich noch nicht hatten brechen lassen
  8. sie unterdrückten einander schlugen verletzten mit worten gleichzeitig wurden wir als die bösen hingestellt das übel das es zu bekämpfen
  9. galt und dem sie alle schuld in die schuhe geschoben die menschen brauchten einen sündenbock weil wir im gegensatz zu ihnen nicht
  10. verleugneten dass unsere seelen nicht mehr heilbaren immerhin verstellten wir uns nicht ich war nicht besser als sie ganz und gar nicht doch ich gab
  11. wenigstens nicht vor jemand zu sein der ich nicht war ich hielt nichts von der eigenen demütigung
  12. ich machte mich nicht klein und warf mich nicht niemandem ich tat wonach mir war und ließ mir von niemandem etwas vorschreiben selbst
  13. wertschätzung war hier nicht geduldet und genau deswegen waren all ihre seelen so krank da kein wort egal von wem doch die
  14. wenigsten kapierten das halte die stimme des pfarrers durch die volle kirche was für eine männerdomäne die restlichen minuten zogen sich in die
  15. länge und mir kam es vor wie eine halbe ewigkeit bis sich endlich dieses gemäuer von kirchenglocken läuten begleitet verließ den gottesfürchtigen hatte ich
  16. den vortritt gelassen eine ganze stunde mit ihnen zusammen in einem raum zu verbringen hatte mir schon gereicht ihre nähe bekam ihr nicht ihre
  17. gewaltige schuld beladene auch legte sich schwer auf die meine da musste ich nicht auch noch mit ihnen gemeinsam den weg entlang trotten
  18. ich fühlte mich ausgelaugt worauf hatte ich mich da nur eingelassen als ich beschlossen hatte diesen gottesdienst zu besuchen
  19. als ich schließlich allein durch das tor am ende des friedhofs trat wartete dort hinter der mauer bereits jemand auf mich ein mann in dunklem gewand elegant und
  20. modern so ziemlich das gegenteil der kleidung der leute die soeben die kirche verlassen hatten außerdem trug er goldene ohrringe und
  21. seine augen waren geschminkt als er mich sah trat er entschlossen form ich was machst du hier fragte ich ein wenig überrascht ich bin hier um dich
  22. zurückzuholen sagte er ich bin noch nicht fertig gab ich ihm zur antwort ich habe euch doch verständlich gemacht dass ich hier wichtiges zu tun habe
  23. das hast du stimmte er zu trotzdem solltest du nicht mehr allzu lange fortbleiben in unserem bereich herrscht chaos himmelswesen haben sich
  24. wieder einmal den zutritt erlaubt und daran gemacht die bewohner der unterwelt zu bekehren wir brauchen deine hilfe gebiet darin
  25. selbst luzifer hat so langsam schwierigkeiten sie in zaum zu halten nachdenklich erwiderte ich seinen blick sag ihm ich bin bald zurück entgegnete
  26. ich da ist nur noch eine sache die ich erledigen will der mann nickte machte eine leichte verbeugung und trat zur seite während ich mich wieder in
  27. bewegung setzte nahm ich aus den augenwinkeln war wie er sich in einer art staubwolke verwandelte und schließlich in luft auflöste die hände
  28. in den taschen meines mantels ging ich gedanken versunken die straße hinab diese welt war voll von grausamkeit die menschen hier hatten das paradies vor
  29. der nase seines aber nicht stattdessen rannten sie woche für woche in die kirche um zu beten weil sie nicht in die hölle kommen wollten
  30. dabei bemerkten sie gar nicht dass sie sich schon längst mittendrin befanden weil sie selbst ihre hölle erschufen