Skye Rover - Von Himmel und Hölle, 2021 I Kurzgeschichte zu Religion und Glauben Elena Bilingual https://www.youtube.com/watch?v=DbEVrCWz61E Transkript (automatisch erstellt) 0:00 von himmel und hölle eine kurzgeschichte von sky rover aber sprich nur ein wort dann wird meine seele gesund wenn es so einfach wäre 0:15 einen tiefen atemzug nehmend lehnte ich mich zurück und ließ meinen blick durch die kirche wandern in etlichen reihen der kirchenbänke knieten sowohl männer 0:25 als auch frauen demütig ihre hände gefaltet den kopf gesenkt und des pfarrers worte nach murmelnd der mit ausgebreiteten armen hinter dem altar 0:35 stand ich glaube mir wird schlecht hier waren sie alle versammelt gebückt und reumütig nach außen hin perfekt erzogen 0:46 doch ich wusste es besser ich hatte sie beobachtet jeden von ihnen in ihrem alltag 0:54 es waren menschen mit gebrochenen seelen nur anstatt sich dies einzugestehen taten sie als wäre alles in bester ordnung 1:04 währenddessen übertrugen sie ihren seelenschmerz auf die schwächeren auf die kinder die frauen die sensiblen die sich noch nicht hatten brechen lassen 1:14 sie unterdrückten einander schlugen verletzten mit worten gleichzeitig wurden wir als die bösen hingestellt das übel das es zu bekämpfen 1:25 galt und dem sie alle schuld in die schuhe geschoben die menschen brauchten einen sündenbock weil wir im gegensatz zu ihnen nicht 1:34 verleugneten dass unsere seelen nicht mehr heilbaren immerhin verstellten wir uns nicht ich war nicht besser als sie ganz und gar nicht doch ich gab 1:47 wenigstens nicht vor jemand zu sein der ich nicht war ich hielt nichts von der eigenen demütigung 1:54 ich machte mich nicht klein und warf mich nicht niemandem ich tat wonach mir war und ließ mir von niemandem etwas vorschreiben selbst 2:05 wertschätzung war hier nicht geduldet und genau deswegen waren all ihre seelen so krank da kein wort egal von wem doch die 2:15 wenigsten kapierten das halte die stimme des pfarrers durch die volle kirche was für eine männerdomäne die restlichen minuten zogen sich in die 2:31 länge und mir kam es vor wie eine halbe ewigkeit bis sich endlich dieses gemäuer von kirchenglocken läuten begleitet verließ den gottesfürchtigen hatte ich 2:41 den vortritt gelassen eine ganze stunde mit ihnen zusammen in einem raum zu verbringen hatte mir schon gereicht ihre nähe bekam ihr nicht ihre 2:52 gewaltige schuld beladene auch legte sich schwer auf die meine da musste ich nicht auch noch mit ihnen gemeinsam den weg entlang trotten 3:01 ich fühlte mich ausgelaugt worauf hatte ich mich da nur eingelassen als ich beschlossen hatte diesen gottesdienst zu besuchen 3:11 als ich schließlich allein durch das tor am ende des friedhofs trat wartete dort hinter der mauer bereits jemand auf mich ein mann in dunklem gewand elegant und 3:21 modern so ziemlich das gegenteil der kleidung der leute die soeben die kirche verlassen hatten außerdem trug er goldene ohrringe und 3:30 seine augen waren geschminkt als er mich sah trat er entschlossen form ich was machst du hier fragte ich ein wenig überrascht ich bin hier um dich 3:44 zurückzuholen sagte er ich bin noch nicht fertig gab ich ihm zur antwort ich habe euch doch verständlich gemacht dass ich hier wichtiges zu tun habe 3:56 das hast du stimmte er zu trotzdem solltest du nicht mehr allzu lange fortbleiben in unserem bereich herrscht chaos himmelswesen haben sich 4:07 wieder einmal den zutritt erlaubt und daran gemacht die bewohner der unterwelt zu bekehren wir brauchen deine hilfe gebiet darin 4:15 selbst luzifer hat so langsam schwierigkeiten sie in zaum zu halten nachdenklich erwiderte ich seinen blick sag ihm ich bin bald zurück entgegnete 4:28 ich da ist nur noch eine sache die ich erledigen will der mann nickte machte eine leichte verbeugung und trat zur seite während ich mich wieder in 4:39 bewegung setzte nahm ich aus den augenwinkeln war wie er sich in einer art staubwolke verwandelte und schließlich in luft auflöste die hände 4:49 in den taschen meines mantels ging ich gedanken versunken die straße hinab diese welt war voll von grausamkeit die menschen hier hatten das paradies vor 5:00 der nase seines aber nicht stattdessen rannten sie woche für woche in die kirche um zu beten weil sie nicht in die hölle kommen wollten 5:10 dabei bemerkten sie gar nicht dass sie sich schon längst mittendrin befanden weil sie selbst ihre hölle erschufen