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TCP/IP-Stack - unkompliziert verstehen, wie das Modell funktioniert | FRITZ! Tech

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 56 Zeilen
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  1. Wie viele Protokolle hast du eigentlich heute schon im Internet genutzt? Die Auflösung gibt's [Musik]
  2. jetzt. Hallo und herzlich willkommen zu diesem Fritz Teag, wo wir uns wieder in der Reihe Internet anschauen wollen, wie funktioniert eigentlich genau das
  3. Internet und alles, was so dazu gehört. Heute soll es um Protokolle gehen und ob ihr es habt oder nicht, ihr habt schon mehrere verwendet davon. Wenn ihr aber
  4. noch Fragen habt, da gleich mal die Bitte oder auch Ideen, Anregung und Wünsche, schreibt sie einfach in die Kommentare, dass wir es in den kommenden
  5. Folgen direkt berücksichtigen können. Protokolle im Internet, wofür brauchen wir die eigentlich? Wir haben ja in der letzten Folge mal geschaut, wie das
  6. Internet an sich so funktioniert und hatten das Beispiel, dass da eine Postkarte geschickt wird, um einen Paket zu ordern und dafür gab's dann die
  7. Bestellkarte, hat man ausgefüllt und losgeschickt. Genau wie ihr jetzt bei YouTube eben reintippt, ich möchte gerne oder klickt dieses Video gucken. Jetzt
  8. könnt ihr mal versuchen, die nächste Postkarte, die ihr schreibt, auf klingonisch zu verfassen und gucken, was dann passiert, weil ganz klar, damit wir
  9. Menschen miteinander kommunizieren, müssen wir wenigstens die gleiche Sprache sprechen. Sprachen im Internet, im Netzwerk, das sind die Protokolle,
  10. die Regeln also wie Geräte im Netzwerk, im Internet miteinander kommunizieren können. Jetzt können man sagen, ja, gut, Internet, da haben wir ja das
  11. Internetprotokoll IP, also Haken hinter. Ganz so leicht ist es leider nicht. IPER reicht nicht und wir reden ja auch vom IP oder vom TCP Stack, also ein
  12. Schichtenmodell, wo mehrere Protokolle auf verschiedenen Schichten arbeiten. Das klingt jetzt erstmal sehr kompliziert, ist aber eigentlich total
  13. logisch, denn die Schichten gucken sich erstmal in der Tat die verschiedenen Schichten der Kommunikation an und ganz unten da haben wir die physikalische
  14. Schicht. Da wird wirklich geregelt, wie Informationen z.B. über so einen Netzwerkkabel übertragen werden oder über die Luft über Wähler. Dann haben
  15. wir in der Mitte, da haben wir die Netzwerkschicht. Da arbeitet dann auch wirklich das IP Protokoll. Da geht es also um Adressierung und Zustellung der
  16. Pakete und da führt sich ja auch unsere Fritzbox zu Hause. Ihr arbeitet wahrscheinlich tagtäglich auf der Anwendungsschicht, also ganz oben, wo
  17. ihr nämlich z.B. eure Webseite aufmacht und eine Webseite ladet. Und was passiert da eigentlich genau? Da müssen jetzt ja Daten übertragen werden, auch
  18. im richtigen Protokoll in der richtigen Sprache. Wenn ihr eine Webseite aufruft, die werden ja in der Regel mit HTML erstellt, haben wir da http Hypertext
  19. Transfer Protokoll, was also genau dafür da ist, Webseiten von A nach B zu übertragen. Da wir heute ja nicht einfach nur uns Webseiten angucken,
  20. sondern auch Informationen austauschen, oft auch persönliche sensible Information, also z.B. dem Passwort, was ich eingebe, läuft heute in der Regel
  21. alles über HTTPs, also die gesicherte, die verschlüsselte Variante von HTTP, damit die Daten auch verschlüsselt werden. Jetzt seid ihr also auf der
  22. Webseite und sagt wunderbar und ach guck mal, da kann ich eine Datei runterladen. Klick darauf. Jetzt soll also eine Datei übertragen werden, kann man mit HTTP
  23. machen, aber dafür gibt es FTP, das File Transfer Protocol. Dann guckt er vielleicht in die Datei und merkt, oh, ich habe da aber doch noch eine Frage.
  24. Ich schreib da mal eine Mail hin. Also geht euer Mailclient, schreibt eine Mail und nutzt SMTP, das Simple Mail Transfer Protokoll, um diese Mail zu versenden.
  25. Weil er dann da vielleicht keine vernünftige Antwort bekommt, sagt er, ach, jetzt nehme ich den Telefonhörer und ruft er einfach mal an. Und das
  26. Gespräch läuft ja auch üs Internet, wird mit ZIP, dem Session Initiation Protokoll aufgebaut. Und wenn er einer rangeht und ihr miteinander redet, dann
  27. müssen ja Audiateien übertragen werden und das geht dann mit RTP den Realtime Transfer Protokoll. Also auch wenn ihr gar nicht so viel im Internet macht,
  28. habt ihr wahrscheinlich schon mehrere Protokolle genutzt, allein auf der Anwendungsschicht, die dann über die Netzwerkschicht, über die Physik
  29. irgendwie zum Empfänger gelangt sind. Nun gibt es in diesem ganzen Konstrukt noch eine wichtige Schichte, die ich mir gerne angucken möchte und zwar sitzt sie
  30. zwischen dem Netzwerk und der Anwendung. Das ist die Transportschicht, denn wir haben ja, als wir uns angeguckt haben, wie das Internet ganz allgemein
  31. funktioniert, dem Vergleich zum Paketzustelldienst gezogen und haben festgestellt, ja, da kann halt auch mal ein Paket verloren gehen. Und auch wenn
  32. ihr Pakete verschickt, ist immer die Frage, wie wichtig ist mir denn, dass wirklich das Paket ankommt? Also schicke ich es unversichert als Päckchen oder
  33. versichert als Paket? Denn wenn ich jetzt z.B. für eine Party 100 Dekoartikel bestelle, die in 100 Paketen kommen und dann kommen halt drei nicht
  34. an. So what? Dann fehlen halt drei Dekoartikel. Wird keiner merken. Wenn ich jetzt aber mir einen neuen Ikechrank bestelle, der in fünf Paketen geliefert
  35. wird und da fehlt ein Paket, werde ich den nicht zusammenbauen können und da liegt es dann nicht mal an meiner Fähigkeit, die Kschränke
  36. zusammenzubauen, da fehlen dann einfach Teile. Und so ist es im Internet auch. Es gibt Anwendungen, wo es nicht so schlimm ist, wenn Pakete verloren gehen,
  37. aber welche, wo es dann schon eine Rolle spielt. Wenn ihr z.B. im Telefonat bleiben. Wenn ihr telefoniert, da können Pakete auch mal verloren gehen. Das
  38. merkt der andere in der Regel gar nicht. Aber beim Telefonat ist es z.B. super wichtig, dass die Pakete möglichst schnell zur Gegenseite kommen, damit wir
  39. keine Verzögerung, also diese Latenz haben. Wer ein bisschen länger unterwegs ist, der kennt vielleicht noch damals die Satellitengespräche nach Amerika. Da
  40. war so ein paar Sekunden Verzögerung, wo man dachte, ist der andere jetzt noch da? Antwortet noch? Hallo, was da los? Weil die Pause zu lang wurde. Das wollen
  41. wir nicht haben. Und deswegen nutzen wir da im Internet UDP. Hab vielleicht schon mal gehört. UDP verschickt Pakete sofort, aber auch völlig ungesichert.
  42. Also praktisch das Päckchen und Versicherung. Ob die ankommen oder nicht, keiner weiß es. Wenn ich jetzt eine Datei runterlade, dann möchte ich
  43. natürlich wirklich alle Pakete bekommen, denn so eine Datei, die kann aus Tausenden zehntausenden Millionen Paketen bestehen und wenn am Ende ein
  44. paar fehlen, dann ist die ganze Datei korrupt, dann kann ich die nicht nutzen. Also brauche ich einen Mechanismus, der das kontrolliert und das macht TCP. TCP
  45. baut so eine gesicherte Verbindung auf, schaut, dass die Pakete zugestellt werden und schickt sogar eine Bestätigung zurück. Das ist dann
  46. praktisch das Einschreiben mit Rückschein. Da bin ich ganz sicher, jawohl, die Pakete sind korrekt angekommen. Aber das dauert natürlich
  47. ein bisschen. Dieses ganze Verbindung aufbauen und die Pakete bestätigen. Deswegen wäre es für ein Telefonat wieder ja ungünstig, aber eben genau für
  48. so einen Download perfekt, damit ich am Ende weiß, jawohl, das muss jetzt nicht super latenzfrei ankommen, der Download. Hauptsache, die Datei funktioniert am
  49. Ende. Also zusammengefasst, wir haben im Internet mehrere Protokolle, die auf verschiedenen Schichten arbeiten. Ganz unten haben wir die Physik, wo es also
  50. wirklich darum geht, wie werden Informationen übertragen über einen Kabel über die Luft. Wir haben sehr wichtig die Netzwerkschicht, wo auch
  51. unsere Fritzbox arbeitet, wo es um die Paketzustellung geht, um die Adressierung, die Anwendungsschicht, wo ihr tagtäglich unterwegs seid, eure
  52. Anwendung nutzt und dazwischen noch mal die Sicherungsschicht, die notfalls sicherstellt oder gegebenenfalls sicherstellt, dass Pakete auch wirklich
  53. ordnungsgemäß ankommen. Und ein Protokoll, was sie auch tagtäglich nutzt, ohne es vielleicht zu merken, ist das DNS Protokoll, die Namensauflösung.
  54. Die ist aber so spannend, dass wir uns die separat in der nächsten Folge angucken. Wenn ihr jetzt noch Fragen habt, Wünsche, Anregungen, dann schreibt
  55. sie in die Kommentare und wenn ihr dabei seid, dann haut auch gleich ein Abo und die Glocke rein, damit ihr die nächste Folge nicht verpasst. Wir sehen uns bis
  56. dahin und tschüss. [Musik]

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