TCP/IP-Stack - unkompliziert verstehen, wie das Modell funktioniert | FRITZ! Tech FRITZ!Box https://www.youtube.com/watch?v=Ckmitedk83k Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wie viele Protokolle hast du eigentlich heute schon im Internet genutzt? Die Auflösung gibt's [Musik] 0:07 jetzt. Hallo und herzlich willkommen zu diesem Fritz Teag, wo wir uns wieder in der Reihe Internet anschauen wollen, wie funktioniert eigentlich genau das 0:15 Internet und alles, was so dazu gehört. Heute soll es um Protokolle gehen und ob ihr es habt oder nicht, ihr habt schon mehrere verwendet davon. Wenn ihr aber 0:21 noch Fragen habt, da gleich mal die Bitte oder auch Ideen, Anregung und Wünsche, schreibt sie einfach in die Kommentare, dass wir es in den kommenden 0:27 Folgen direkt berücksichtigen können. Protokolle im Internet, wofür brauchen wir die eigentlich? Wir haben ja in der letzten Folge mal geschaut, wie das 0:34 Internet an sich so funktioniert und hatten das Beispiel, dass da eine Postkarte geschickt wird, um einen Paket zu ordern und dafür gab's dann die 0:40 Bestellkarte, hat man ausgefüllt und losgeschickt. Genau wie ihr jetzt bei YouTube eben reintippt, ich möchte gerne oder klickt dieses Video gucken. Jetzt 0:48 könnt ihr mal versuchen, die nächste Postkarte, die ihr schreibt, auf klingonisch zu verfassen und gucken, was dann passiert, weil ganz klar, damit wir 0:55 Menschen miteinander kommunizieren, müssen wir wenigstens die gleiche Sprache sprechen. Sprachen im Internet, im Netzwerk, das sind die Protokolle, 1:03 die Regeln also wie Geräte im Netzwerk, im Internet miteinander kommunizieren können. Jetzt können man sagen, ja, gut, Internet, da haben wir ja das 1:10 Internetprotokoll IP, also Haken hinter. Ganz so leicht ist es leider nicht. IPER reicht nicht und wir reden ja auch vom IP oder vom TCP Stack, also ein 1:21 Schichtenmodell, wo mehrere Protokolle auf verschiedenen Schichten arbeiten. Das klingt jetzt erstmal sehr kompliziert, ist aber eigentlich total 1:28 logisch, denn die Schichten gucken sich erstmal in der Tat die verschiedenen Schichten der Kommunikation an und ganz unten da haben wir die physikalische 1:37 Schicht. Da wird wirklich geregelt, wie Informationen z.B. über so einen Netzwerkkabel übertragen werden oder über die Luft über Wähler. Dann haben 1:45 wir in der Mitte, da haben wir die Netzwerkschicht. Da arbeitet dann auch wirklich das IP Protokoll. Da geht es also um Adressierung und Zustellung der 1:51 Pakete und da führt sich ja auch unsere Fritzbox zu Hause. Ihr arbeitet wahrscheinlich tagtäglich auf der Anwendungsschicht, also ganz oben, wo 1:59 ihr nämlich z.B. eure Webseite aufmacht und eine Webseite ladet. Und was passiert da eigentlich genau? Da müssen jetzt ja Daten übertragen werden, auch 2:09 im richtigen Protokoll in der richtigen Sprache. Wenn ihr eine Webseite aufruft, die werden ja in der Regel mit HTML erstellt, haben wir da http Hypertext 2:17 Transfer Protokoll, was also genau dafür da ist, Webseiten von A nach B zu übertragen. Da wir heute ja nicht einfach nur uns Webseiten angucken, 2:25 sondern auch Informationen austauschen, oft auch persönliche sensible Information, also z.B. dem Passwort, was ich eingebe, läuft heute in der Regel 2:31 alles über HTTPs, also die gesicherte, die verschlüsselte Variante von HTTP, damit die Daten auch verschlüsselt werden. Jetzt seid ihr also auf der 2:38 Webseite und sagt wunderbar und ach guck mal, da kann ich eine Datei runterladen. Klick darauf. Jetzt soll also eine Datei übertragen werden, kann man mit HTTP 2:46 machen, aber dafür gibt es FTP, das File Transfer Protocol. Dann guckt er vielleicht in die Datei und merkt, oh, ich habe da aber doch noch eine Frage. 2:54 Ich schreib da mal eine Mail hin. Also geht euer Mailclient, schreibt eine Mail und nutzt SMTP, das Simple Mail Transfer Protokoll, um diese Mail zu versenden. 3:03 Weil er dann da vielleicht keine vernünftige Antwort bekommt, sagt er, ach, jetzt nehme ich den Telefonhörer und ruft er einfach mal an. Und das 3:09 Gespräch läuft ja auch üs Internet, wird mit ZIP, dem Session Initiation Protokoll aufgebaut. Und wenn er einer rangeht und ihr miteinander redet, dann 3:16 müssen ja Audiateien übertragen werden und das geht dann mit RTP den Realtime Transfer Protokoll. Also auch wenn ihr gar nicht so viel im Internet macht, 3:24 habt ihr wahrscheinlich schon mehrere Protokolle genutzt, allein auf der Anwendungsschicht, die dann über die Netzwerkschicht, über die Physik 3:31 irgendwie zum Empfänger gelangt sind. Nun gibt es in diesem ganzen Konstrukt noch eine wichtige Schichte, die ich mir gerne angucken möchte und zwar sitzt sie 3:38 zwischen dem Netzwerk und der Anwendung. Das ist die Transportschicht, denn wir haben ja, als wir uns angeguckt haben, wie das Internet ganz allgemein 3:45 funktioniert, dem Vergleich zum Paketzustelldienst gezogen und haben festgestellt, ja, da kann halt auch mal ein Paket verloren gehen. Und auch wenn 3:53 ihr Pakete verschickt, ist immer die Frage, wie wichtig ist mir denn, dass wirklich das Paket ankommt? Also schicke ich es unversichert als Päckchen oder 4:00 versichert als Paket? Denn wenn ich jetzt z.B. für eine Party 100 Dekoartikel bestelle, die in 100 Paketen kommen und dann kommen halt drei nicht 4:07 an. So what? Dann fehlen halt drei Dekoartikel. Wird keiner merken. Wenn ich jetzt aber mir einen neuen Ikechrank bestelle, der in fünf Paketen geliefert 4:14 wird und da fehlt ein Paket, werde ich den nicht zusammenbauen können und da liegt es dann nicht mal an meiner Fähigkeit, die Kschränke 4:20 zusammenzubauen, da fehlen dann einfach Teile. Und so ist es im Internet auch. Es gibt Anwendungen, wo es nicht so schlimm ist, wenn Pakete verloren gehen, 4:27 aber welche, wo es dann schon eine Rolle spielt. Wenn ihr z.B. im Telefonat bleiben. Wenn ihr telefoniert, da können Pakete auch mal verloren gehen. Das 4:35 merkt der andere in der Regel gar nicht. Aber beim Telefonat ist es z.B. super wichtig, dass die Pakete möglichst schnell zur Gegenseite kommen, damit wir 4:42 keine Verzögerung, also diese Latenz haben. Wer ein bisschen länger unterwegs ist, der kennt vielleicht noch damals die Satellitengespräche nach Amerika. Da 4:49 war so ein paar Sekunden Verzögerung, wo man dachte, ist der andere jetzt noch da? Antwortet noch? Hallo, was da los? Weil die Pause zu lang wurde. Das wollen 4:56 wir nicht haben. Und deswegen nutzen wir da im Internet UDP. Hab vielleicht schon mal gehört. UDP verschickt Pakete sofort, aber auch völlig ungesichert. 5:05 Also praktisch das Päckchen und Versicherung. Ob die ankommen oder nicht, keiner weiß es. Wenn ich jetzt eine Datei runterlade, dann möchte ich 5:12 natürlich wirklich alle Pakete bekommen, denn so eine Datei, die kann aus Tausenden zehntausenden Millionen Paketen bestehen und wenn am Ende ein 5:19 paar fehlen, dann ist die ganze Datei korrupt, dann kann ich die nicht nutzen. Also brauche ich einen Mechanismus, der das kontrolliert und das macht TCP. TCP 5:27 baut so eine gesicherte Verbindung auf, schaut, dass die Pakete zugestellt werden und schickt sogar eine Bestätigung zurück. Das ist dann 5:34 praktisch das Einschreiben mit Rückschein. Da bin ich ganz sicher, jawohl, die Pakete sind korrekt angekommen. Aber das dauert natürlich 5:40 ein bisschen. Dieses ganze Verbindung aufbauen und die Pakete bestätigen. Deswegen wäre es für ein Telefonat wieder ja ungünstig, aber eben genau für 5:47 so einen Download perfekt, damit ich am Ende weiß, jawohl, das muss jetzt nicht super latenzfrei ankommen, der Download. Hauptsache, die Datei funktioniert am 5:54 Ende. Also zusammengefasst, wir haben im Internet mehrere Protokolle, die auf verschiedenen Schichten arbeiten. Ganz unten haben wir die Physik, wo es also 6:02 wirklich darum geht, wie werden Informationen übertragen über einen Kabel über die Luft. Wir haben sehr wichtig die Netzwerkschicht, wo auch 6:09 unsere Fritzbox arbeitet, wo es um die Paketzustellung geht, um die Adressierung, die Anwendungsschicht, wo ihr tagtäglich unterwegs seid, eure 6:17 Anwendung nutzt und dazwischen noch mal die Sicherungsschicht, die notfalls sicherstellt oder gegebenenfalls sicherstellt, dass Pakete auch wirklich 6:24 ordnungsgemäß ankommen. Und ein Protokoll, was sie auch tagtäglich nutzt, ohne es vielleicht zu merken, ist das DNS Protokoll, die Namensauflösung. 6:32 Die ist aber so spannend, dass wir uns die separat in der nächsten Folge angucken. Wenn ihr jetzt noch Fragen habt, Wünsche, Anregungen, dann schreibt 6:39 sie in die Kommentare und wenn ihr dabei seid, dann haut auch gleich ein Abo und die Glocke rein, damit ihr die nächste Folge nicht verpasst. Wir sehen uns bis 6:45 dahin und tschüss. [Musik]