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Säure-Base-Reaktionen - einfach erklärt

einfach erklärt3:59 216.284 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
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  1. Wir haben in einem früheren Video schon gelernt, wie Säuren und Basen definiert werden. Aber was passiert eigentlich, wenn eine Säure auf eine Base trifft?
  2. Eine typische Säure nach der Definition von Brösted ist z.B. die Salzsäure, HCl. Eine Säure zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein oder mehrere H+-Ionen, sogenannte
  3. Protonen, abspalten kann. Die Elektronen aus der Atombindung bleiben beim sogenannten Säurerest, der nach der
  4. H+-Abgabe somit negativ geladen ist. Diese Abgabe geschieht aber nur dann, wenn sich auch eine Base in der Nähe befindet.
  5. Eine Base zeichnet sich dadurch auf, dass sie ein oder mehrere H+-Ionen aufnehmen kann. Wasser ist z.B. dazu in der Lage.
  6. Wasser, oder wie der Chemiker sagt, H2O, nimmt das H+-Ion auf und bildet H3O+, das man auch Oxonium-Ion nennt.
  7. Die Abgabe und die gleichzeitige Aufnahme von H+ nennt man also Säure-Base-Reaktion. Viele chemische Reaktionen können auch wieder rückgängig gemacht werden, und das passiert
  8. auch hier. H3O+ kann also selber wieder als Säure fungieren und das Proton wieder abgeben, Cl- kann das
  9. Proton wieder aufnehmen, ist also eine Base. Man spricht hier von korrespondierenden Säure-Base-Paaren.
  10. HCl als Säure bildet die Base Cl-, H2O als Base bildet die Säure H3O+. Ein paar weitere Beispiele: Hier seht ihr eine typische Base, Ammoniak
  11. NH3. Obwohl Ammoniak über Wasserstoffatome im Molekül verfügt, reagiert es trotzdem viel
  12. stärker als Base. Es nimmt also lieber ein weiteres H+-Ion auf, anstatt selber eins abzugeben.
  13. Es ist manchmal schwierig zu erkennen, ob eine Verbindung eine Säure oder eine Base oder vielleicht sogar beides gleichzeitig ist.
  14. Zu diesem Thema gibt es aber ein weiteres Video, der Link dazu wird gerade oben eingeblendet. Also, NH3 möchte gerne ein weiteres H+-Ion aufnehmen ... aber dafür braucht es natürlich
  15. einen Reaktionspartner, der das Proton abgeben möchte, also eine Säure. Als Beispiel wähle ich hier Salpetersäure HNO3.
  16. HNO3 gibt also sein Proton ab und bildet das negativ geladene NO3-, auch Nitrat-Anion genannt. NH3 nimmt das H+-Ion auf, und bildet nun das positiv geladene NH4+ oder Ammonium-Kation.
  17. Auch hier hat man wieder zwei korrespondierende Säure-Base-Paare. Die Base NH3 reagiert zur Säure NH4+, die Säure HNO3 reagiert zur Base NO3-.
  18. Ich habe schon erwähnt, dass es Verbindungen gibt, die sowohl als Säure also auch als Base reagieren können.
  19. Man spricht in solchen Fällen von Ampholyten. Das bekannteste Beispiel ist das Wasser.
  20. H2O kann zum einen H+ abgeben und zu dem negativ geladenen Hydroxidion OH- reagieren. Es kann aber auch ein H+ Ion aufnehmen und wie schon gesehen zu dem positiv geladenen
  21. H3O+ werden. Und das passiert auch tatsächlich im Wasser, wenn auch in einem ganz geringen Maße.
  22. Man nennt diese Reaktion auch die Autoprotolyse des Wassers. Ich fasse nochmal kurz zusammen: Eine Säure besteht aus einem H+-Ion, das abgegeben werden
  23. kann und einem Säurerest. Eine Base ist dagegen in der Lage, ein H+ Ion aufzunehmen.
  24. Es können nur H+-Ionen abgegeben werden, wenn sie gleichzeitig von einer Base aufgenommen werden.
  25. Nachdem eine Säure mit einer Base reagiert hat, bildet sich korrespondierende Säure-Base-Paare aus.
  26. Das Reaktionsprodukt der Säure wird zu einer Base, die Base reagiert zu einer Säure. Und in Wasser läuft die sogenannte Autoprotolyse ab, H2O reagiert als Säure mit einem zweiten
  27. H2O-Molekül, das als Base fungiert und es bilden sich H3O+ und OH-. Falls du noch Fragen hast, nutze die Kommentarfunktion.
  28. Ansonsten sehen wir uns im nächsten Video. Tschüss.

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