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ISLAMISMUS IN DEUTSCHLAND: Streben nach islamistischen Gottesstaat im Verborgenen – Experte warnt!

WELT Nachrichtensender6:32 130.815 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 37 Zeilen
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  1. in Berlin. Da diskutieren heute Politiker und Experten über die Muslimbruderschaft. Eine islamistische Organisation, die auch in Deutschland aktiv ist. Vor der hatte jüngst
  2. auch der Brandenburger Verfassungsschutz gewarnt, die islamistische Organisation treibe ihr Streben nach einem islamistischen Gottesstaat im Verborgenen voran, etwa indem
  3. sie Kontakte in Politik und Zivilgesellschaft knüpfe. Die Muslimbruderschaft befeuere außerdem einen gefährlichen Antisemitismus. stränge, anders denkende Muslime ins Abseits
  4. indoktriniere Kinder. So Brandenburgs Verfassungsschutzchef Wilfried Peters. In Berlin diskutieren heute Politiker und Experten über die Muslimbruderschaft,
  5. eine islamistische Organisation, die auch in Deutschland aktiv ist. Vor der hatte jüngst auch der Brandenburger Verfassungsschutz gewarnt. Die islamistische Organisation treibe ihr Streben
  6. nach einem islamistischen Gottesstaat im Verborgenen voran, etwa indem sie Kontakte in Politik und Zivilgesellschaft knüpfe. Die Muslimbruderschaft befeuere außerdem einen
  7. gefährlichen Antisemitismus, dränge andersdenkende Muslime ins Abseits, indoktriniere Kinder, so Brandenburgs Verfassungsschutzchef Dr. Wilfried Peters. Und darüber möchte ich sprechen mit Ahmad
  8. Mansour, Experte für Extremismusprävention und WELT-Kolumnist. Willkommen bei WELT, Herr Mansour. Danke. Wie groß ist das Problem tatsächlich? Der Verfassungsschutz, die Geheimdienste warnen. Was
  9. heißt das konkret? Und wie groß, wie gesagt, ist das Problem? Das Problem ist sehr groß. Das Problem ist aber nicht neu. Denn seit vielen, vielen Jahren warnt der Verfassungsschutz vor
  10. genau dieser Strategie. Die kann man übrigens in den Büchern von den Muslimbrüdern selber auf Arabisch lesen, geschrieben in den 80er-Jahren. Es gibt FBI-Dokumente,
  11. die diese Strategie auch offenlegen. Die haben es in den letzten Jahren aber geschafft, vor allem durch die Partnerschaft mit Linksradikalen, durch Etablierung an Universitäten, wirklich den Diskurs
  12. und die Narrative zu ihren Gunsten auch zu lenken. Das bedeutet, jegliche Kritik an politischen Islamakteuren wurde teilweise kriminalisiert. Die Kritiker waren halt die Krawallmacher und
  13. nicht diese Islamisten selber. Herr Mansour, so irritierend in dem Zusammenhang die Tatsache, dass in Ägypten zum Beispiel die Muslimbruderschaft verboten ist. Warum tut man sich in Deutschland
  14. so schwer? Vor vier Jahren hätte ich gesagt, das ist eine Naivität. Mittlerweile glaube ich, dass teilweise Parteien, vor allem im linken Spektrum, so unterwandert sind, dass sie auf Leute hören,
  15. die eigentlich das Problem kleinreden. Wir erleben auch, dass sie teilweise die Beschäftigung mit dem Thema als rassistisch, als islamfeindlich abtun. Und deshalb kommen wir nicht voran. Übrigens,
  16. das ist nicht nur Ägypten. Das ist Ägypten, Saudi-Arabien, das ist Bahrain, das sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Das ist ein Riesenproblem in der arabischen Welt. Jeder weiß,
  17. was der politische Islam bedeutet. Und der Unterschied übrigens zu Islam, was viele Millionen Menschen auch praktizieren. Aber hier in Deutschland vermischen wir alles und unter dieser
  18. Naivität, Unwissen und teilweise Unfähigkeit, solche Themen auch zu platzieren, haben wir eine Situation, die gefährlich sein kann. Wir müssen nur Richtung England oder Richtung Frankreich,
  19. Richtung Belgien schauen, um zu wissen, wie gefährlich das sein wird in den nächsten Jahren, wenn wir nicht handeln. Nun kann man ja sagen, wenn Parteien unterwandert werden,
  20. das sind erwachsene Menschen, die zumindest selbstständig denken sollten und erkennen, was das für eine Gefahr ist. Viel schlimmer ist aber die Indoktrination von Kindern und
  21. Jugendlichen über soziale Medien, übers Internet. Kommen wir da überhaupt noch einmal vor das Thema, vor das Problem oder ist es da eigentlich schon zu spät? Ich arbeite in der Prävention und ich
  22. glaube, es ist nie zu spät. Wir können ganz, ganz viele Menschen erreichen, wenn wir authentisch auftreten und wenn wir das Thema ansprechen. Wir haben eine Präventionslandschaft,
  23. die das Thema vermeidet, die nicht darüber reden möchte. Und wir haben soziale Medien, vor allem nach dem 7. Oktober, in denen Linksradikale und Islamisten zusammenarbeiten, um die Menschen
  24. wütender zu machen, emotional zu erreichen und auf Distanz zu der Mehrheitsgesellschaft. Die Strategie der Muslimbruderschaft ist, Menschen auf Distanz zu der Mehrheitsgesellschaft
  25. und ihren Werten zu bringen. Und da können wir enorm viel tun. Da müssen wir viel tun, vor allem gegen Narrative und Auftreten in den sozialen Medien, um diesen Narrativen
  26. von den Muslimbrüdern und den Linksradikalen zu widersprechen. Wäre aber ein Verbot tatsächlich hilfreich, weil es heißt dann immer, ja, kann man verbieten, dann arbeiten wir aus dem Untergrund.
  27. Wir brauchen beides. Wir brauchen Prävention, um Menschen zu erreichen. Der deutsche Rechtsstaat muss aber Zähne zeigen und er muss auch über Verbote nachdenken. Das sind keine Akteure,
  28. die umstritten sind. Das sind Islamisten, das sind Leute, die die demokratischen Grundprinzipien infrage stellen und daran arbeiten, das auch zu ändern. Und deshalb ist ein Verbot etwas,
  29. worüber wir nachdenken müssen. Vor allem die Politiker sollten das tun. Schauen wir noch mal auf, Sie haben es vorhin schon angesprochen, so der Umgang Deutschlands, diese Zerrissenheit,
  30. weil alles sofort Rassismus und Infragestellung von Glaubensrichtungen ist. Wir sind ein säkularer Staat, aber es existiert die in der Verfassung festgeschriebene Glaubensfreiheit. Sie werden
  31. von dem Beitrag gehört haben des Bayerischen Rundfunks, ein Laden in Süddeutschland, der sagt, wir müssen durch die Vollverschleierung unsere Frauen schützen, wie man auch ein Handy schützt.
  32. Muss man das nicht wirklich bekämpfen? Hat da das Verständnis für Religionsfreiheit nicht Grenzen? Natürlich hat das Grenzen. Übrigens, links bedeutet vor allem auch Kritik an Religion. Das
  33. merken wir jetzt gerade in Bezug auf Christentum überall, auch in der taz. Aber wenn es um Islam geht, dann nehmen wir das unhinterfragt. Ich meine, so einen Beitrag zu machen, ist absolut
  34. in Ordnung. Aber das nicht kritisch einzuordnen, ist hochproblematisch. Das sind Themen, die ich tagtäglich in den Schulen treffe. Da geht es um muslimische Jugendliche, um muslimische Kinder,
  35. die eigentlich emanzipiert leben wollen, die in Freiheit leben wollen und mit solchem rhetorischen Kindergartenniveau eigentlich verhindert werden, einfach ihre Haare zu zeigen oder einen Freund
  36. zu haben oder frei leben zu können. Und das ist fatal. Ich verstehe das überhaupt nicht. Also da soll es auch viel mehr Empörung geben, wenn solche Sachen auch dann im Fernsehen gezeigt werden und
  37. vor allem nicht dann kritisch hinterfragt werden. Ahmad Mansour, danke für das Gespräch. Sehr gerne.