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Savanne und Wüste - Die Tropen III - Klimazonen 4

Geographie - simpleclub10:21 409.131 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  2. Download. Checkt jetzt ab auf thesimpleclub.de. Moin zusammen. Weiter geht's mit den Tropen. Im zweiten Video zu den Tropen
  3. haben wir uns mit der Vegetationszone des tropischen Regenwalds beschäftigt. Jetzt lernt ihr auch die restlichen kennen.
  4. Lasst uns anfangen. Die Klimazone der Tropen besteht aus fünf Vegetationszonen. Den tropischen Regenwald haben wir schon in einem
  5. anderen Video behandelt. Bleiben noch vier. Es gibt drei Typen der Savanne und dann gibt's noch die Wüste. Die Vegetationszonen in den Tropen verlaufen
  6. auch in etwa parallel zum Äquator. Ihr seht, am Äquator haben wir den tropischen Regenwald und nahe der Wendekreise die Wüsten. Es fällt auf,
  7. dass von links nach rechts die Vegetationszonen immer trockener werden. Auf der Karte wäre das dann vom Äquator nach Süden oder nach Norden. Je weiter
  8. ihr euch vom Äquator entfernt, desto weniger Regen fällt also. Im tropischen Regenwald fallen mehr als 1500 mm im Jahr. In der Feuchtsavanne sind es nur
  9. 1000 bis 1500 mm. In der Trockensavanne gibt es nur noch 500 bis 1000 mm jährlichen Niederschlag. Und die Werte für die Dornsavanne und die Wüste sind
  10. noch kleiner. Genauso nehmen die humiden Monate vom Äquator zum Wendekreis ab. Also die Monate, in denen mehr Niederschlag fällt als durch die Sonne
  11. verdunstet. Während in der Feuchtsavanne noch 7 bis 9,5 Monate humid sind, sind es in der Dornsavanne nur 2 bis 4,5 Monate. In der Wüste sind es sogar
  12. weniger als zwei. Die Trockenzeit wird also umso länger, je näher man sich zu den Wendekreisen bewegt. Aber warum fällt nahe am Äquator viel mehr Regen
  13. als an den Wendekreisen? Es liegt wieder einmal an den Passatwinden. Falls ihr die anderen Videos zu den Tropen oder zu den Passatwinden schon gesehen habt,
  14. dann wisst ihr wie es grob abläuft. Am Äquator ist die Sonneneinstrahlung über das Jahr gesehen am größten. Da wo die Sonneneinstrahlung gerade am größten
  15. ist, bildet sich ein Tiefdruckgebiet, die innertropische Konvergenzzone oder auch ITK. In der innertropischen Konvergenzzone steigt warme,
  16. wasserreiche Luft auf. Es bilden sich Wolken. Die Wolken regnen dann in der Nähe des Äquators ab. Die ITK ist nicht immer genau über dem Äquator. Sie
  17. wandert im Jahresverlauf ein Stück nach Norden und nach Süden, aber die Gebiete am Äquator bekommen immer noch über das ganze Jahr eine Menge Regen ab.
  18. Okay, die wasserhaltige Luft steigt also auf und regnet ab. Um die aufsteigende Luft auszugleichen, strömt warme Luft aus Richtung der Wendekreise nach. Das
  19. sind die Passatwinde. Die Luft, die nahe des Äquators aufgestiegen ist, zirkuliert wiederum in Richtung der Wendekreise. In den hohen Lagen kühlt
  20. die Luft ab. Das passiert, weil es dort kälter ist als in Bodennähe. Kalte Luft ist schwerer als warme Luft. Sie sinkt nahe der Wendekreise dann wieder zu
  21. Boden. Absinkende Luft erwärmt sich, ist quasi genau umgekehrt wie bei der aufsteigenden Luft. Die abgesunkene Luft ist also trocken, weil die Wolken sich
  22. vorher abgeregnet haben und sie ist warm. Diese warme und trockene Luft kann eine Menge Wasser aufnehmen. Das macht sie erst an den Wendekreisen. Da kann
  23. die Luft noch richtig aus dem Vollen schöpfen. Wie ein trockener Schwamm saugt die Luft das Wasser aus dem Boden. Das passiert dann im Bereich der
  24. Wendekreise. Deshalb bilden sich dort die sogenannten Wendekreiswüsten. Die warme Luft wird dann in Form der
  25. Passatwinde in Richtung Äquator geweht. Dabei entzieht sie den Savannen auch noch Wasser. Der Niederschlag fällt aber immer im Bereich der innertropischen
  26. Konvergenzzone, also so gut wie nie in den Wüsten oder sehr selten in der Dornsavanne. Es gibt also zwei Gründe dafür, dass es
  27. in Richtung der Wendekreise so trocken ist. Einerseits entzieht die trockene, warme Luft nahe der Wendekreise dem Boden Wasser. Andererseits regnen die
  28. Wolken meist nahe des Äquators ab. Es fällt also auch weniger Regen. Allerdings fällt der Regen im Jahr nicht überall gleich stark. Das liegt daran,
  29. dass sich die ITC über das Jahr gesehen verschiebt. Sie wandert im Jahr ein Stück nach Norden und ein Stück nach Süden. Im Juni ist sie am weitesten im
  30. Norden und im Dezember ist sie am weitesten im Süden. Wenn sie im Norden ist, dann regnet es im nördlichen Bereich der Tropen mehr und südlich
  31. weniger. In unseren Sommermonaten ist also im nördlichen Teil der Tropen Regenzeit und im südlichen Teil eher Trockenzeit. Ist die innertropische
  32. Konvergenzzone im Süden, ist das andersrum. Dann ist im Süden eher Regenzeit und im Norden Trockenzeit. Ihr könnt euch also drei Dinge merken.
  33. Erstens, die Passatwinde nehmen nahe der Wendekreise Wasser auf wie Schwämme. Zweitens, der Niederschlag fällt hauptsächlich in der Nähe des Äquators.
  34. Und drittens, während des Jahres verschiebt sich die ITC und damit der Niederschlag. Dadurch haben wir über das Jahr gesehen einen Wechsel von
  35. Trockenzeit und Regenzeit. Wenn ihr das im Hinterkopf behaltet, versteht ihr die unterschiedlichen Vegetationszonen viel besser.
  36. Aber genug der grauen Theorie, jetzt schauen wir uns die Vegetationszonen an. Okay, fangen wir mit der Feuchtsavanne an. In der Feuchtsavanne fällt noch eine
  37. Menge Regen, also 1000 bis 1500 mm pro Jahr. Die Feuchtsavannen bekommen also noch schön viel Regen aus dem Bereich der innertropischen Konvergenzzone ab. 7
  38. bis 9,5 Monate sind humid. Die Trockenzeit ist also kürzer als die Regenzeit. Auch in der Feuchtsavanne gibt es noch ein Tageszeitenklima.
  39. Die Temperaturen ändern sich also am Tag stärker als über das Jahr gesehen. Die Vegetation besteht aus Grasland und lichten Wäldern, also aus Wäldern, in
  40. denen die Bäume nicht so nah beieinander stehen. Das Ganze sieht dann so aus. Die Büschelgräser in den Feuchtsavannen werden teilweise größer als 2 m. Die
  41. Vegetationszone kann auch gut landwirtschaftlich genutzt werden. Die Dürre Gefahr ist nicht allzu groß, weil die Trockenzeit nicht so lange ist. An
  42. vielen Standorten sind zwei Ernten im Jahr möglich. Angebaut werden Mais, Hirse, Bohnen oder Gemüse. Okay, soweit zur Feuchtsavanne. Merkt
  43. euch, viel Regen und kurze Trockenzeit. In der Trockensavanne sieht das schon anders aus. Hier kommt nicht mehr so viel Niederschlag runter. Im Jahr fallen
  44. nur noch 500 bis 1000 mm. 4,5 bis 7 Monate humid. Etwa die Hälfte des Jahres ist also arid. Auch hier gibt es ein Tageszeitenklima.
  45. Die Vegetation besteht wieder aus lichten Wäldern und Büschen. Sieht in real life dann so aus. Viele Pflanzen haben sich aber an die langen
  46. Trockenphasen angepasst. Pflanzen bilden z.B. eine dicke Wachsschicht an den Blättern, die vor Austrocknung schützt. Manche Pflanzen können auch im Stamm
  47. oder in den Wurzeln Wasser speichern. Ein Beispiel dafür ist der Affenbrotbaum. Keine Ahnung, warum der so einen geilen Namen hat. Der Baum kann
  48. in seinem dicken Stamm Wasser speichern. Landwirtschaft kann in der Trockensavanne auch noch betrieben werden. Allerdings ist die Dürregefahr
  49. sehr groß und der Niederschlag reicht nur für eine Ernte. Angebaut werden auch Hirse, Mais oder Bohnen, aber kein Gemüse.
  50. Kommen wir nun zur Dornsavanne. Auch hier haben wir ein Tageszeitenklima, ist es aber nicht mehr so ausgeprägt wie am Äquator. Die Temperaturen schwanken über
  51. das Jahr gesehen schon etwas stärker. In der Dornsavanne haben wir im Jahr nur noch 200 bis 500 mm Niederschlag und nur noch 2 bis 4,5 Monate sind humid. Es ist
  52. also ganz schön trocken. Sieht man auch schön hier auf dem Bild. Deshalb müssen sich die Pflanzen da auch ganz schön anpassen. Es können nur
  53. Pflanzen überleben, die Wasser speichern können. Wie der Name schon sagt, gibt es dort viele Dorngewächse. Dornen trocknen nicht so schnell aus wie Blätter. Es
  54. gibt dort aber auch viele Sukkulente. Das ist eine Pflanzengruppe, die sich an besonders trockene Standorte angepasst hat. Die Kakteen gehören z.B. den
  55. Sukkulenten. Die einzige landwirtschaftliche Nutzpflanze, die den trockenen Bedingungen in der Dornsavanne standhält, ist die Hirse. Sie sieht so
  56. ähnlich aus wie Mais. Außerdem werden in der Trockensavanne noch Schafe, Ziegen oder Rinder gehalten. Allgemein kann man zu den Savannen noch sagen, dass dort
  57. viele Tiere leben. Es gibt dort Elefanten, Giraffen, Zebras, Hirsche und verschiedene Raubkatzen wie Löwen. Also die Tiere, die wir uns gerne im Zoo
  58. angucken. Ein großes Problem in der Savanne ist die Erosion. Das ist der Abtrag von Boden durch Wasser und durch Wind. Gefördert wird die Erosion durch
  59. eine Überweidung der Savannengebiete und durch das Fällen der Bäume. Das Holz wird meist als Brennholz genutzt. Die Erosion führt dann dazu, dass die
  60. Savanne langsam verwüstet. Und die Wüste nehmen wir uns jetzt mal vor. Wir haben geklärt, dass es in der Wüste kaum regnet und dass die
  61. Passatwinde der Wüste eine Menge Wasser entziehen. Deshalb ist der Jahresniederschlag kleiner als 200 mm und maximal zwei Monate sind humid. Das
  62. sind nicht ganz so coole Aussichten. Kalt wird es in den Wüsten nur nachts. Dann kann es aber ganz schön kalt werden. An manchen Orten in der Sahara
  63. werden nachts sogar Minusgrade gemessen. Aber wie kommt das? Der Himmel über den Wüsten ist wolkenlos. Die Wolken haben sich ja bereits vorher abgeregnet. Am
  64. Tag können die Sonnenstrahlen die Wüste deshalb sehr schnell erwärmen. Deshalb wird es auch so heiß in der Wüste. Bei Nacht gibt der Wüstenboden die Wärme
  65. aber auch schnell wieder ab. Normalerweise würden Wolken die Wärmestrahlung teilweise reflektieren. Ohne Wolken passiert das nicht und die
  66. Wärmestrahlen entweichen schnell. Weil es in der Wüste nachts so stark abkühlt, sind die meisten Tiere dort nachtaktiv. Oder sie haben sich der Wärme angepasst,
  67. so wie der hier. Das ist ein Fennek. Der hat sehr große Ohren. Damit kann er überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben. Bei den Pflanzen sind die
  68. Anpassungsmechanismen so wie bei den Pflanzen in der Dornsavanne. Es gibt in der Wüste auch einige Sukkulente und Dornengewächse.
  69. So Leute, die lange Zusammenfassung sparen wir euch jetzt mal. Was müsst ihr aber unbedingt verstanden haben? Erstens, ihr müsst auf jeden Fall
  70. verstanden haben, warum es am Äquator so viel regnet und warum es nördlich und südlich davon dann immer weniger Niederschlag gibt. Zweitens, ihr solltet
  71. die einzelnen Vegetationszonen, die deswegen entstehen, drauf haben und wie die angeordnet sind. Und drittens, grob die Charakteristika der einzelnen Zonen
  72. kennen. Wenn ihr noch mehr dazu wissen wollt, dann kommt jetzt auf thesimpleclub.de und ladet euch unsere App runter.
  73. Einfach thesimpleclub im App- oder Play Store eingeben und zack beste Leben. Ja. Gut. Lass mal das. Hallo, haut rein Leute,
  74. wir sehen uns im nächsten Video und bis gleich.

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