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Permutation - Kombinatorik einfach erklärt

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
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  1. Im zweiten Video zu Kombinatorik besprechen wir noch die Permutation. Ich erkläre euch noch einmal kurz, was Permutation ist und seine Anwendung. Wir besprechen dabei Permutation mit
  2. und ohne Wiederholung. Damit ihr die Formeln und das Konzept der Permutation besser versteht, zeige ich euch wieder, wie ihr euch die Permutationsformeln selbst einfach
  3. herleiten könnt. Natürlich gibt’s zu allem wieder viele verschiedene Beispielen. Ihr solltet auf jeden Fall bereits das Video zu Variation und Kombination
  4. gesehen haben. Viele Begriffe werde ich hier nicht mehr näher erläutern. Im Video zu Kombination und Variation haben wir bereits den Unterschied zur Permutation besprochen
  5. und wir haben uns auch angesehen, wann man welche Formel verwendet. Hier noch einmal eine Übersicht. Noch einmal zur Wiederholung: Es handelt sich dann um Permutation,
  6. wenn wir alle Elemente einer Menge betrachten, also keine Auswahl treffen und wir alle möglichen Anordnungen bestimmen wollen. Zum Beispiel, auf wie viele verschieden Arten drei unterschiedliche
  7. Buchstaben angeordnet werden können. Wir unterscheiden zwischen Permutation mit und ohne Wiederholung. Mit Wiederholung oder mit zurücklegen haben wir, wenn wir gezogene Elemente
  8. wieder zurückgeben und somit immer dieselbe Anzahl an Elementen haben. Wenn ich zum Beispiel eine Kugel aus einer Urne ziehe und diese wieder zurücklege nach der Ziehung. Wenn ich die
  9. Kugel nicht mehr zurückgebe, verändert sich die Menge ständig und das wäre dann ohne Wiederholung. Wir sehen uns zuerst ein Beispiel für Permutation ohne Wiederholung an. Stellen wir uns vor,
  10. wir haben 4 freie Parkplätze und wir wollen wissen, wie viele Möglichkeiten es gibt, 4 Autos auf diese freien Stellflächen aufzuteilen. Es werden alle Elemente verwendet,
  11. somit haben wir also keine Auswahl. Wenn wir ein Auto ausgewählt haben, dann ist dieser Parkplatz voll. Somit also ohne zurücklegen und deswegen haben wir also Permutation ohne Wiederholung.
  12. Für den ersten Parkplatz haben wir also 4 Autos zur Auswahl. Stellen wir nun ein Auto auf einen freien Platz, dann bleiben natürlich nur mehr 3 Autos übrig. Stellen wir das nächste Auto drauf,
  13. dann haben wir noch 2 Autos zur Auswahl und zum Schluss haben wir nur noch eine Möglichkeit. Somit haben wir 4 * 3 * 2 * 1 also insgesamt 24 verschiedene
  14. Möglichkeiten unsere Autos anzuordnen. Durch diese Überlegung können wir uns die Formel für Permutation ohne Wiederholung mühelos eigenständig herleiten. Wir hatten ja
  15. n=4 Autos. Somit stehen uns für den ersten Platz n Autos zur Verfügung. Bei der zweiten Fläche, konnten wir 1 Auto weniger auswählen – oder anders ausgedrückt n-1. In weiterer Folge
  16. reduzieren sich die Auswahlmöglichkeiten um n-2 für den dritten Platz und n-3 für den vierten. Diese Abfolge von Auswahlmöglichkeiten lässt sich als Produkt n * (n-1) * (n-2) * (n-3) darstellen,
  17. was wiederum gleichbedeutend mit n Fakultät ist. So habt ihr euch die Formel schnell und einfach selbst abgeleitet und natürlich könnt ihr solche Aufgaben direkt mit der Formel lösen. Wir
  18. hatten 4 Autos, somit 4 Fakultät was wiederum 24 Möglichkeiten ergibt. Zur Verdeutlichung kurz ein zweites Beispiel. Wir haben das Wort „Marke“. Wie viele Möglichkeiten
  19. gibt es die Buchstaben anders anzuordnen. Wir verwenden alle Buchstaben, somit treffen wir keine Auswahl. Jeder Buchstabe kommt nur einmal vor, deswegen haben wir also erneut Permutation
  20. ohne zurücklegen und die korrekte Formel ist n Fakultät. Wir haben n=5 Buchstaben, das heißt also n Fakultät entspricht 5 Fakultät was 120 mögliche Anordnungen ergibt.
  21. Nun kommen wir zu Permutation mit Wiederholung. Sehen wir uns dazu direkt ein ähnliches Beispiel aber mit einem anderen Wort an. Wie viele Möglichkeiten gibt es die Buchstaben
  22. des Wortes „Statistik“ anzuordnen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass im vorherigen Fall, beim Wort "Marke", jeder Buchstabe nur einmal vorkam. Jetzt haben wir es
  23. mit einer Permutation mit Wiederholung zu tun. Was ändert sich nun an unserer Formel? Wir beginnen, indem wir die Möglichkeiten so wie zuvor mit n Fakultät bestimmen. Wir haben 9 Buchstaben,
  24. also 9! – was 362880 mögliche Anordnungen der Buchstaben ergibt. Bei Permutation ohne Wiederholung wären wir nun schon wieder fertig. Wir müssen jetzt aber noch etwas beachten.
  25. Zuvor hatten wir wie erwähnt nur unterschiedliche Buchstaben. Das heißt, wenn ich die Buchstaben des Wortes „Marke“ anders anordnen möchte, kann ich jeden Buchstaben nur
  26. einmal wählen. Beim Wort „Statistik“ kommen einzelne Buchstaben aber auch mehrmals vor. Das Wort hat 3 T´s, 2 mal S, 2 I´s, 1 A und 1 K. Würden wir zum Beispiel die 3 T´s (TTT) als
  27. unterschiedliche Buchstaben betrachten, könnten wir sie wie soeben gelernt auf 3! – also auf 6 verschiedene Weisen anordnen. Wie ihr seht, macht es jetzt aber keinen Unterschied, welches dieser
  28. drei T´s an der 1., 2. oder 3. Stelle steht. Da es jetzt also 3 mal derselbe Buchstabe ist, habe ich nicht 6 Möglichkeiten, wie ich TTT aufschreiben kann, sondern nur 1.
  29. Da wir also nur 1 Anordnung anstelle von 6 haben, müssen wir diese Möglichkeiten noch aus unserem Ergebnis herausrechnen. Die 3 T´s können natürlich jetzt an jeder Stelle des Wortes vorkommen,
  30. das heißt wir müssen das Ergebnis von vorher noch durch 3! dividieren. Wir haben auch 2 S bzw. 2 I´s. Auch die müssen wir rausdivideren. A und K kommen jeweils nur 1 mal vor,
  31. das heißt die könnten wir eigentlich außen vor lassen, weil sie am Ergebnis nichts ändern. Der Vollständigkeit halber schreiben wir sie auch noch
  32. mit auf. Das führt dann zu 15120 Anordnungen für die Buchstaben des Wortes „Statistik“. Das heißt, wir haben also die Anordnungen berechnet,
  33. indem wir 9! durch 3!*2!*2!*1!*1! Gerechnet haben. Dies können wir auch allgemeiner formulieren mit: n! durch k1!*k2!* … * kj! und somit haben wir uns die Formel für Permutation mit Wiederholung
  34. wieder einmal eigenständig abgeleitet. Sehen wir uns noch kurz zwei weitere Beispiele dazu an. Stellt euch vor, wir haben 12 Personen und wir haben in einem Hotel ein Vierbettzimmer,
  35. 2 Dreibettzimmer und ein Doppelzimmer zur Verfügung. Wir wollen wieder die Möglichkeiten berechnen, die 12 Personen auf die Zimmer aufzuteilen. Unsere Teilmengen sind die
  36. jeweiligen Zimmer. Das heißt k1 ist gleich 4, k2 gleich 3, k3 ebenfalls 3 und k4 ist 2. Wir haben n=12 Personen, somit können wir die möglichen Anordnungen berechnen,
  37. indem wir 12! durch 4!*3!*3!*2! rechnen. Wir haben zwei Dreibettzimmer, deswegen müssen wir hier auch 2mal durch 3! dividieren. Insgesamt ergibt das 277200 mögliche Anordnungen.
  38. Als zweites Beispiel haben wir ein Kartenspiel mit 4 Personen. Unser Kartendeck 52 Karten, es setzt sich aus 4 Farben mit jeweils 13 Karten je Farbe zusammen. Wie viele unterschiedliche
  39. Möglichkeiten gibt es, das gesamte Kartendeck auf die Personen aufzuteilen, wenn jede Person gleich viele Karten erhält? Wir teilen alle Karten auf, somit erhält jede Person jeweils 13 Karten.
  40. Das bedeutet, wir haben jeweils 4 Partitionen zu jeweils 13 Karten. Die Teilmengen k1 bis k4 entsprechen also jeweils 13. Insgesamt haben wir n=52 Karten und die möglichen Anordnungen
  41. lassen sich also wieder einfach bestimmen in dem wir 52! durch jeweils 4 mal 13! rechnen. Das ergibt 5,36 mal 10 hoch 28 –also sehr, sehr viele Möglichkeiten die Karten aufzuteilen.
  42. Bei beiden Beispielen haben wir keine Auswahl getroffen und konnten gezogene Elemente wiederverwenden. Darum war es jetzt Permutation mit Wiederholung.

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